Indiana Tribüne, Volume 25, Number 177, Indianapolis, Marion County, 19 March 1902 — Page 7

Jndiana Tridune, 19 Marz 1902

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Moderne Menschen.

Rom? i von Emil Ma?riot. Fortsetzung.Die Komödie ist abgesagt. Bitte, gehen Sie nach Hause, meine Damen und Herren. Der Vorhang wird qleich fallen; es gibt hier nichts mehr au sehen!" Ein irres Lächeln zitterte auf seinen Lippen. Auf feine Stirn trat kalter Schweiß. Er hatte vielleicht zium tausendsten Male an den einen Ausweg gedacht, den letzten Nein, nein, dieser Ausweg war doch zu fürchterlich! Er hatte das Leben sa lieb trotz Allem. Und es lassen in der Blüthe der Jahre nein! Das vermochte er nicht.' Vermochte es noch nicht. Vielleicht würde noch heute das ersehnte Wunder geschehen er hatte ja noch Zeit bis morgen. Wie. wenn er sie aufsuchte? Gehen nicht Viele den grauenvollen Weg blos darum, weil sie geschwieqen. sich keinem Menschen anvertraut haben? Oft würde ein Wort, ein Blick, ein einziges Zeichen von Liebe und Theilnahme genügen, sie aufzu halten auf dem Todesga.ig. Aber die Freunde sind fern oder zerstreut und gleichgiltig, ahnen nichts, begreis fcn nichts und lassen den Verzweifeinden gehen. Sie jedoch würde auf die erste scheue Andeutung hin Alles errathen. Alles durchschauen, würde Erbarmen mit ihm haben, ihm rathen, ihn trösten, ihm einen anderen. besseren Ausweg zeigen.. Beinahe wunderte es ihn, 'daß er erst jetzt auf diesen Gedanken verfiel. Aber noch war er ihm nicht zu spät gekommen. Schnell, schnell hin zu ihr, sich ihr zu Füßen werfen, in ihrem Schooß weinen, ihr Alles faaen: Sieh', was aus mir geworden ist, seit ich Dich verloren habe. Du, Du bist schuld daran, weil Du mich nicht liebtest und mich und meine Liebe von Dir stießest." Sie konnte nicht ungerührt bleiben. Mein Gott! Das war ja nicht möglich. Neue Hoffnung schwellte sein Herz. Er hastete weiter, weiter, der wohlbekannten Straße zu. Da war ihr Haus, ihr Fenster. Wenn sie sich am Fenster zeigte! Ihn kommen sähe! Ihm entgegeneilte! Sein Herz schlug zum Zerspringen laut. Wie war es nur möglich; daß nichts in ihr sich regte, nichts sie zum Fenster hinzog? Vielleicht war sie nicht daheim. Was lag daran? Er wollte warten auf sie, stundenlang, wenn es sein mußte; auf ihrer Schwelle wollte er stehen und warten. Endlich würde sie ja doch nach Hause kommen. Und dann war Alles gut. ,15.. Er flog die Treppe hinan, riß unaestüm an der Glocke. Ein fremdes Dienstmädchen zeigte sich im Rahmen der Thüre. Ist das Fräulein zu Hause?" fragte er, ganz athemlos vom schnellcn Laufe. Was für ein Fräulein?" entgegnete das Mädchen verwundert. Fräulein Marja Petrowitfch .... Wohnt Sie noch hier?" fügte er er bleichend hinzu. Ach. Sie meinen die Russin. Nein, die wohnt längst nicht 'mehr bin." Nicht mehr hier!" wiederholte er tonlos. Und wissen Sie nicht, wohin sie gezogen ist?" Nein. Sie ist überhaupt ganz fort von Wien. Aber wohin sie gereist ist. weiß ich nicht." So das wissen Sie nicht," sprach er mechanisch nach. Herzbeklemmende Angst faßte ihn an; ihm war. als versänke der letzte Rettungsanker vor feinen Augen. Dann habe ich hier nichts mehr Zl: suchen," sagte er, sich zum Gehen wendend. Langsam, langsam, stieg er die Treppe hinunter, schlich langsamen Schnittes nach Hause. Warum. o ein Gott, hatte er. so lang gezögeAk Wo sollte .er sie jetzt suchen? Die Welt war so groß! Wo war sie. wo lebte sie, während er hier verzweifelte? Er mochte rufen, so laut er wollte der Klang seiner Stimme erreichte sie nicht. Er mochte die Arme ausbreiten nach ihr umsonst! Sie war nicht da. Und eine Verbindung der Seelen gab es nicht. Er konnte hier verzweifeln, und sie würde es nicht fühlen in der Ferne. Er konnte sterben in dieser Stunde und sie würde ruhig irgend einer gleichgiltigen Beschäftigung nachgehen ihr Herz, ihre Pulse würden darum nicht schneller schlagen.' Wunder geschehen- nicht mehr! Sonst 'müßte sie jetzt plötzlich aus der Erde emporwachsen und ihm voll Angst und Liebe die Hände entgegenstrecken '.. Seine Quartiersfrau öffnete ihm die Thüre und ließ ihn in. Ist nichts für mich gekommen?" fragte er die Frau. Kein Brief ? Keine Depesche?" Nichts war gekommen. Er ging hinein in sein Zimmer, setzte sich an den Schreibtisch und. wartete! Worauf? O über die unbegreifliche Zähigkeit eines aus Verzweiflung Hoffenden Herzens! Er wartete auf das Wunder. Wenn Irene . sich noch in zwölfter Stunde anders besänne und ihn freigäbe, oder wenn sie ihm schriebe, daß ihre Abreise sich verzöttt: dann würde er 5Zeit at

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ioonnen naven. )ann wurde er den Spuren der Entschwundenen nachforschen und nicht eher ruhen, als bis er sie gefunden. Weit war die Welt aber sie lebte ja noch und er liebte sie noch sie konnten einander noch finden. Minute um Minute, Stunde um Stunde verrann. Es wurde Abend, es wurde Nacht. Die Hausthore schlissen sich, still war's auf den Straßen. Elf Uhr schlug es, Mitternacht. Jenes Weib hatte die Fahrt nach Wien schon angetreten; näher kam sie, immer näher, unaufhaltsam wie das Verhängniß. Wo blieb es denn, das Wunder? Ein bitteres Lächeln verzerrte seinen Mund. Es war schon hohe Zeit! Langsam stand er endlich auf. Sein Antlitz war leichenblaß. Mit unsicherem Schritt ging er zu einem Schranke hin, öffnete ihn und holte aus einem Fache einen kleinen harten Gegenstand hervor, den er behutsam an. der Brust verwahrte. Die Zeit der Wunder ist vorbei ! Der Eisenbahnzug. der jene Frau nach Wien brachte, wird nicht entgleisen, nicht durch einen Zufall in feinem Laufe aufgehalten werden. Pünktlich auf die Minute wird er eintreffen und Jene wohlbehalten mitbringen. Weshalb noch warten? Er hatte zu lang gewartet, hatte gewartet und gezögert, bis ihm der Strick um den Hals hing. Jetzt war es zu spät. Und wer sagte ihm denn, daß die Entschwundene selbst wenn er sie fände sich feiner erbarmen würde? Vielleicht würde sie ihn einfach verachten! Ja, wenn er sein Leben zum zweitenmale durchleben, von Anbeginn an ein anderer Mensch werden könnte Aber so Er knöpfte seinen Rock zu und verließ seine stube. Im Vorzimmer begegnete ihm seine Wirthin, welche, einer häuslichen Arbeit halber, noch nicht zu Bette gegangen war. Sie wollen so spät noch fort ?" fragte sie ihn erstaunt. Es ist bald ein Uhr!" Ich muß." Er machte einen Schritt zur Thüre hin, dann stand er still. Ist wirklich kein Breis für mich gekommen?" fragte er noch einmal. Aber nein. Ich würde ihn Ihnen doch übergeben haben." Das ist wahr. Sie würden ihn mir übergeben haben. Natürlich ! Ich dachte nur...... Sie hätten vielleicht daran vergessen." Seine Stimme klang dumpf. Gute Nacht." Damit ging er fort. Gute Nacht," sprach sie einigermaßen befremdet nach. Sein ganzes Wesen gab ihr zu denken. Was mag ihm denn geschehen sein?" fragte sie sich. Und dieser Brief, den er mit solcher Ungeduld erwartet....... Kopfschüttelnd verfügte sie sich in die Küche. Wenn er nur bald zurückkehrte!" Er kam' nicht bald und auch nicht spät zurück. Er kam nimmer wieder. In früher Morgenstunde fanden ihn Arbeiter in einem abgelegenen Theil des Praters unter einem Baum ausgestreckt im Grase liegen, mit dem Gesichte auf der Erde und durchschoss:ner Brust. Beuge Dich, damit ich hinwegschreite über Dich." 16. Sie waren eben erst angekommen und noch in Äeisetoilette Elfe's Verlobtcr. Doktor Rosenberg, hatte sie auf dem Bahnhof erwartet und ihnen zögernd und schonend das Ereigniß mitgetheilt. Irene war nicht in Ohnmacht gefunken, hatte nicht aufgeschrieen, aber ihr Gesicht war aschfarben geworden und hatte sich in grauenerregender Weise verzerrt. Doktor Rosenberg hatte sie trösten wollen. Er ist nicht todt, gnädige Frau, blos schwer verwundet. , Die Aerzte werden ihn rett?n." Sie aber hatte ihn in rauhem Tone zur Ruhe verwiesen: Sagen Sie keiw Wort mehr. Ob er nun todt ist oder noch lebt, ändert nichts an der Sache. Die mir zugefügte Schmach bleibt sich gleich Doktor Rosenbera war verstummt

Eine dankbare Mutten. D a n v i l l e, Va., den 5. Januar, IM. Wine of Cardui hat an mir vollbracht, was mein Herz nur wünschen konnte. Ich bin fünf Jahre derheirathet, und in weniger als vier Jahren hatte ich vier Frühgeburten. Vor fünfzehn Monaten begann ich, Wine rs Cardui zu gebrauchen. Jetzt habe ich ein prächtiges kleines Mädchen von sieben Wochen. Ich wünschte, daß ich Ihnen meine Tankbarkeit sür Ihre wunderbare Medizin ausdrücken könnte. Frau W. L. Adrette. Organische Unfruchtbarkeit kommt sehr selten vor. Es gibt nur wenige Fälle, die geeigneter Behandlung nicht weichen würden, aber enttäuschte Frauen schlagen selten die Richtung ein, die Frau Avrette glücklicherweise wählte. Es war eine harte Probe für Wine of Cadui, eine Frau zu kuriren, welche in vier Jahren vier Enttäuschungen erlebt hatte. MB0Ä51 ist die Medizin, welche die Organe der Mutterschaft zu gesunder Thätigkeit anspornt. Der Wein half Frau Avrette, indem er ihre geschwächten Organe stärkte..Wenn die geschwächten Organe einer jeden Frau, welche sich nach einem Kinde sehnt, geheilt und gestärkt wurden, dann würden Tausende von Familien mit Kindern gesegnet sein. Wenn 'jede zukünftige Mutter den Wine of Cardui gebrauchen würde, um die weiblichen Organe zu stärken, !dann würden Frühgeburten unmöglich sein. Wine of Cardui ist die beste Medizin für Frauenleiden jeder Art. Keine Medizin hat so viel für Amerika's Frauen gethan. Verlangt von Euerm Apotheker eine Dollar-Flasche Wine öf Cardui, wenn Ihr an Frauenschwäche leidet. .'.. Wkgen Natb und Literatur schreibe man, mit Angabe der Symptome, an "Tb Ladiei Advieory Department", The Chatt&nooga lledicine Company, Chattanooga, Tennessee.

und während der Fahrt vom BahnHof nach Hause hatte Niemand das Schweigen unterbrochen. Nun waren si? daheim. Irene hatte sich auf ihr Zimmer zurückgezogen und die Thüre abgeschlossen. Else, die sich zum EmI pfang der Mutter eingefunden hatte, saß still in einer Ecke, Frau Koni- ! wald packte einen der Reisekaffer aus, warf die Gegenstände auf den Fußboden und suchte mit nervöser Erregtheit nach etwas, jedoch ohne zu wissen, wonach. Doktor Rosenberg stand neben ihr. Wenn ich nur wüßte, was ich eigentlich suche!", rief Frau Koniwald, am Boden kniend und wühlte mit zitternden Händen im Koffer. Ich bin ganz dumm, ganz dumm ! Wann haben Sie von dem Unglück gehört. Paul ?" Heute Morgens um halb sechs Uhr." antwortete Doktor Rosenberg geschäftig. Um vier Uhr fand man ihn und schaffte ihn nach dem allgemeinen Krankenhause. Einer der Aerzte, welcher mich persönlich kennt und weiß, daß ich mit Hollburg verschwägert werden sollte, sandte mir sofort Votschaft von dem, was geschehen ist. Sie können sich meinen Schrecken vorstellen! Ich nahm sogleich einen Wagen und fuhr zu meiner Braut......" Er warf einen Blick in die Ecke, wo Else in sich versunken saß. Diese schauderte zusammen. Und dann," sprach Doktor Rosenberg weiter, fuhr ich nach dem BahnHof. um Sie und Ihre Frau Tochter in Empfang zu nehmen." Und ich lief mittlerweile hierher," sagte Else. die stark verweint aussah. Die Tante wollte mich nicht fortlassen. Aber ich hatte keine Ruhe. Es ist doch zu. zu schrecklich!" Sie warf sich auf einen Fauteuil und brach in fassungsloses Schluchzen aus. Doktor Rosenberg machte ein albern-hilfloses Gesicht zum Weinen der Braut, das einem Andern galt, und kaute sich die Nägel. Else. lärme doch nicht so!" sagte Frau Koniwald in unterdrücktem Tone. Bedenke daß Irene in unserer Nähe ist." Was kümmerts mich? Ich schone sie nicht. Hat sie mich geschont?" Kinder sagte Frau Koniwald sich erhebend', schließt Frieden, um Gotteswillen! Bei diesem Unglück auch noch Zwietracht im Hause das ist zu viel. Komm' heraus, Irene. Deine Schwester ist da. Sie will Dich sehen." Keine Antwort erfolgte. Nichts rührte sich da drinnen. Diese Stille ist mir unheimlich," sagte Frau Koniwald und faßte sich an der Stirn. Irene, ich beschwöre Dich, komm' heraus zu Deiner Mutter. Nur auf einen Augenblick." Der Schlüssel knarrte, die Thüre öffnete sich, Irene erschien auf der Schwelle. Else hatte den Kopf erhoben und heftete nun die Augen voll düsterer Genugthuung auf die Schwester. Irene hingegen schaute sie nicht an. Ihr Gesicht war noch immer aschgrau und verzerrt. Was willst Du?" fragte sie ihre Mutter mit hartklingender Stimme. Von Dir erfahren, Kind, cb Du gesonnen seist......" Was? Ihn vor seinem Tode noch einmal " Ich? Diesen Menschen?" Wie von einer Schlange gebissen fuhr sie zurück. Diesen elenden Feigling, der mir eine solche Schmach angethan hat? Dem ich Alles geopfert und mein Herz geschenkt, dem zuliebe ich meinen Gatten verlassen habe und der mir nun zum Dank dafür mit einer solchen Beleidigung lohnt? Winseln könnte er nach mir Tag und Nacht ich würde nicht zu ihm gehen. Begreifst Du denn nicht, was für eine Schmach sein Selbstmord für mich bedeutet? Er hielt sich für gebunden und zog den Tod einer Vereinigung mit mir vor. Mit den Fm gern wird man auf mich weisen: seht, das ist die Frau, um deretwillen ein Mann sich umgebracht hat...... aber

nicht etwa darum that ers, weil sie ihn nicht erhörte-weit gefehlt! Sondern. weil sie ihn erhörte " Sie brach in ein heiseres Lachen aus. Und Du glaubst, daß ich diesen Menschen noch einmal zu sehen begehre? Ja, um ihm in's Gesicht z.l speien und selbst dazu wäre er mir zu schlecht." Elses Augen funkelten. Sie athmete rasch. Jetzt war sie gerächt. Die tiefe Erniedrigung der eitlen und lieblosen Schwester goß Balsam auf ihre noch immer brenn:nde HerzenZwunde. Aug' um Aug', Zahn um Zahn!" murmelte sie in sich hinein. Nun ist die Reihe an Dir. Das Blatt hat sich gewendet." Er hat mein Leben vergiftet!" rief Irene voll Leidenschaft. Nichteinen Tag. nicht eine Stunde will ich um ihn trauern. Morgen, heute schon zeige ich mich in der Gesellschaft. Keine Thräne weine ich ihm nach. Sein Andenken sei verflucht!" Du bist krank. Kind," sagte Frau Koniwald besänftigend. Wie wäre es, wenn wir Herrn Professor Jennerberg bitten ließen?" fügte sie mit einem bedeutungsvollen Blicke hinzu. Er ist in Franzensbad fehr liebenswürdig gegen Dich gewesen . sicherlich wird er ungesäumt herbeieilen und Alles thun, was in seiner Macht steht, um Dir in Deinem leidenden Zustande zu helfen." Ja. sende um den Professor," sagte Irene. Und schicke mir Dein Kammermädchen. Ich will einstweilen Toilette machen." Mit diesen. Worten m sie sich aus's Neue in ihr Zimmer zurück. Sie denkt schon an ihre Toilette." sprach Doktor Rosenberg hinter ihr her. Das ist ein gutes Zeichen." Irene ist viel zu klug und zu stolz, um sich über einen Mann zu grämen, der sich als treulos und feige entpuppte," erwiderte Frau Koniwald. Professor' Iennerberg ist uns in Franzensbad wie ein zweiter Schatten gefolgt Er schwärmt für Irene." Ein berühmter Arzt, eine Autorität in seinem Fache, ein immenses Einkommen," sprach Doktor Rosenberg nachdenklich. Ihre Frau Tochter würde sehr weise handeln, wenn sie sich diese immerhin glänzende Partie nicht entgehen ließe." Frau Koniwald zuckte die Achseln. I ch . hätte nichts dagegen," bemerkte sie. Jedenfalls wäre es für Irene das Beste, sich so schnell wie möglich zu verheirathen." Und sie wird es auch thun, sagte Doktor Rosenberg mit schlauem Augenwinken. Verlassen Sie sich auf das. was ich Ihnen sage: innerhalb des Zeitraumes von sechs Wochen wird sie sich mit Professor Jennerberg verlobt haben. Else schaute ihren Bräutigam von der Seite an, dann sprang sie plötzlich auf. Irene mag thun oder lassen, was ihr gefällt,", sprach sie mit Entschlossenheit. I ch aber gehe zu ihm. und zwar auf der Stelle." Else, was fällt Dir ein?" rief Frau Koniwald skandalisirt. Hast Du. vergessen, wie schnöde dieser Mensch sich gegen Dich betrug?" Denke jetzt nicht daran, Mama. Denke, daß er unglücklich, daß er sterbend ist " Doktor Rosenberg räusperte sich. Theure Else," sagte er bedächtig, vergessen Sie nicht, daß Sie jetzt meine Braut sind. Ich bin Niemandes Braut!" rief Else fassungslos. Ich will und muß zu , ihm. Wenn Sie sich dagegen auflehnen wollen, dann gehen Sie und suchen Sie sich eine andere Braut. I ch werde Sie nicht halten." Gestatten Sie wenigstens, daß ich Sie begleite," sprach Doktor Rosenberg in kleinlautem Tone. - (Fortsetzung folgt.) Grob. Aeltliche Kokette: Ich feierte heute meinen 24. Geburtstag. Herr: Schon wieder mal?!

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