Indiana Tribüne, Volume 25, Number 177, Indianapolis, Marion County, 19 March 1902 — Page 4

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3nMana Tribüne. Herausgegcben von ter utenderg Es. Indianapolis, Ind.

Harry O. Thudium t t t Präsident. Geschäftslocal: No. 31 Süd Delaware Straße. TELEPH0E 269. Entered t the Post Office of In-Jiantpolis as eeconil class matter. Unterseeboote. Ueber ein großes Manöver mit Un fcrfccfcooicn, das in dem fttnzösischcn 5iricgöHafcn Lherbourg stattgefunden I?at, bringt der Londoner Engineer" einen Bericht. Trei Kriegsschiffe bombardirten die ZZorts. von Westen der Bouvines" und Cassini", von Osten her Trcbcuart". Gegen die ersteren beiden waren zur Vertlieid: (nnifl der Forts bic beiden Utttersee boote Morse" und Narval", gegen das letztgenannte Kriegsschiff die Ün tt.rseeboote Triton" und Espadon" beordert. Ein fünftes, der Fran ta.U", wurde außerhalb der Brandung in gleicher Entfernung von beiden Gruppen in Reserve gehalten. Ter Narval" erreichte das Panzerschiff Vouvines" uicht. der Morse" aber griff es mit einem Torpedo auf eine Entfernung von knapp 100 Meter an. Nach Aussage der sachverständigen bätte dieses Torpedo, wenn es im Ernstfalle mit seiner Ladung von 150 Pfund chießkiumwolle gefüllt ge Wesen wäre, das Kriegsschiff zum Sinken gebracht. Ter Ingineer" setzt dem hinzu, das; ebenso zweifellos das Unterseeboot mit zil Grunde ge gangen wäre, wenn es ans sogerin ge Entfernung berangekonunen war. Nachdem der Morse" da? Torpedo abgefeuert hatte, was noch unterWas ser mit Zuhilfenahme des sogenann ten Periskops geschehen war, stieg das Unterseeboot an die Oberfläche und wurde von dem Eassini" gesehen, der sofort weiterdampfte und beinahe das Unterseeboot Franeais" überrannte, während dies ihm den Weg abznschnei den und ein Torpedo auf den Leib zu senden im Begriff war. Auf der Ostseite war das Unterseeboot Triton" beinahe an das Panzerschiff Trehourt" herangekommen, aber ein Fischerboot verhinderte die Vollen dung des Manövers, indem es durch seinen Kurs das Unterseeboot zum Auftauchen zwang. Tas Panzerschiff setzte sich darauf unter Feuer in Ve wegung, und die Kritik erkannte ihm zu, das Unterseeboot durch seine Schüsse zum Sinken gebracht zu ba ben. llnterdeß hatte sich aber der Espadon" dein , Trehouart" miciitdeckt genähert und ebenfalls einen Torpedo aus das PanzerfAiff 5osg lassen. Tas aöscklies)?nde Urtheil lautet dahin, dafj sich die eigentliche!!' Unterseeboote , ini Vergleich zu den Taucherbooten besser bewährt haben. 5as Tnzen im österreichisch. unga rlschen Heere. Im österreichisch - ungarischen Heere besteht die Sitte, daß Offiziere, die ungefähr .denselben Rang bekleiden, einander gleich bei der ersten Begegnung, ohne sich früher gekannt zu haben, mit dem vertraulichen $ii" anreden. Diese .Gepflogenheit dürft: ungarischen Ursprungs sein. In Ungarn herrscht die Sitte, daß sich die Angehörigen einer und derselbeniÄesellschaftsklasse ohne Rücksicht auf Nang und Alter duzen. Dieselbe Sitte hat sich auch das ungarische Abgeordnetenhaus zu eigen gemacht, dessen Mitglieder einander mit Du anreden, selbst wenn der eine Ministerpräsident, der andere ein bescheidener Provinzadvokat ist. Im Heere finden wir die ersten Spuren des Duzens unter einander ferner stehenden Offizieren in den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts, einige Jahre, nachdem im Heere eigene ungarische Regimenter errichtet worden waren. Später nahm die Sitte so sehr überHand, daß sie sich die Offiziere selbst im Dienst duzten; 1747 fand man es daher für nöthig, das Du" auf die gleichgestellten Offiziere zu beschränken. Während der franzöfischen Kriege, als sehr viele fremde Offiziere im Heere dienten, hörte das Duzen fast ganz auf, und nur bei de a in Italien liegenden Truppen blieb cs auch weiter üblich. Später verbreitete sich aber der Brauch von neuem, doch kam es noch in den sechziger Jahren in einzelnen Regimentern - vor, daß sich Leutnants undOberleutnants mit Sie" anredeten. Von den sechziger Jahren angefangen ist der Gebrauch des Duzens wieder so allgemein geworden, daß es kaum Ausnahmen von ihm giebt. Mit Zündhölzern vergift e t hat sich kürzlich der dreijährige Sohn 'des (?hepaares Ad. Schadens in Sidur City.Ja. Das Kind starb unter gräßlichen Schmerzen, nachdem es etwa zwei Dutzend Zündhölzer gegessen hatte. Schon mehrmals machte der Junge den Versuch.Zündhölzer zu verzehren,wurde aber ncci rechtzeitig verhindert, bis er nunmehr leine Gelüste mit dem Tode b?zahlte.

Was aus früheren Lldgcordne eu wird. Von den 531 Mitgliedern der gegenwärtigen französischen Kammer sind nur 62 schon seit 1887, Abgeordnete, und-seit ' mehr als "zwanzig Jahren sitzen nur 11 Männer im Parlament. Was ist nun aus diesen, zahllosen Gesetzgebern geworden, die die Politik aufgegeben haben? Ein Artikel d:r .evue" giebt nähere Aufklärung darüber: Die meisten, die mit der AusÜbung ihres Mandats die Ausübung einer Profession verbanden, haben einfach ihr Geschäft weider aufgenommen. Neunzehn haben im hohen Beamtenthum einträglichen Ersatz - gefunden. Di.'se Glücklichen regieren Kolonien, sprechen Recht, vertreten Frankreich im Auslande, verwalten Departements. Die boulangistische Gruppe ist sehr zerstreut: Naquet, der in's Privatleben zurückgekehrt ist, veröffentlichi vonZeit zu Zeit zu Zeit ein Buch, das tein Mensch liest;. Laisant ist Professor an der polytechnischen Schule; Francois Laur leitet das Echo des mines"; Laguerre vertheidigt als Anwalt in der Nähe von Paris; Maurice Barres schreibt Romane; Mermair beschäftigt sich als Angestellter des Hauses Werner & Beit mit Goldminen; Turquet ist Franziskaner, ebenso wie Susini; Lalon ist verschwunden; ein anderer giebt Klavierstundcn. Unter .den geschlagenen Sozialisten sindJaures und Jules Guesde zum Journalismus zurllckgekehrt; Chauvin ist zu sein?m Rasiermesser zurückgekehrt. Faberot zu seinen Hüten; Dr. Masson istAugenarzt; Farconie Mairie - Sekretär und Lachize hat ein Tabak - Bureau. Ein Parlamentarier, der Abgeordneter des Centrums war, lebt in den Vogesen als Einsiedler mit drei Ziegen; er betrachtet die St:rne wie ein chaldäischer Hirt. Ein anderer. Dr. Jules Carret.hat sich nachSavoyen zurückgezogen; auch er lebt einsam in den Bergen und bewohnt die Doriaz - Grotte, wo er Erinnerung:n aus dem 5)öhlen - Zeitalter sucht. Ein ehemaliger Abgeordneter von Paris, der einst einer der treuesten Anhänger Jules Ferrys bei seinem antiklerikalen Feldzuge war. ist jetzt bei den Jesuiten in Beyrouth; Gailhard, ehemals Vertreter vonVau5luse, hat sich dem Spiritismus in die Arme geworfen. Ein ehemaliger Abgeordnete? ist in einem Hotel zu Montevideo als Dolmetscher angestellt; ein anderer hat in einer Stadt des Südivestens einen Gewürzladen; wieder ein anderer besorgt für 100 Franken monatlich die Schreibereien einer italienischen Auswanderungs - Agentur. Mehrere Gesetzgeber befinden sich in Irrenhäusern. Andere kommen immer wieder in die Couloirs des Palais Aourbo zurück. Man fürchtet dort, mit ihnen zusammenzutreffen, denn das kostet manchmal ein Goldstück. Ter Ltempelmarkcndetrug in Bul garien. . Man schreibt aus Sosia: Der kürzsich aufgedeckte Betrug mit staatlichen Stcmpelmarken hat überaus großes Aufsehen erregt, theils weil in den ersten Meldungen der Blätter die Sckädigung des Staatssiscus auf zehn Millionen Francs berechnet wurde, theils weil es hieß, daß hervorragende Politiker und Staatsmänner, einstige Minister von der derzeitigen Opposition, in die Affaire verwickelt wären. Erstere Angabe hat sich als sehr übertrieben und letztere Behauptung als unbegründet erwiesen. So viel die Erhebungen der Gerichte bisher festzustellen vermochten, datirt der Betrug seit dem Jahre 1899, in welchem Iahre es einigen Bediensteten der fürsilichen Staatsdruckerei infolge mangelhafter Controle gelungen sein soll. eine große Anzahl Abdrücke von Stempelmarken oder Cliches zu entwenden. Zum Versiebe dieser Marken hatte sich anscheinend ein ganzes Consortium von Leuten gebildet. Es soll schon dem russischen Staatsrathe v. Kobeko, der als Finanzerperte die bulgarische Finanzverwaltung im Detail studirte, aufgefallen sein, daß die aus dem Verkaufe von Stempelmarken ausgewiesencn Erträgnisse sich in den letzten Rechnungsjahren ohne zureichenden Grund wesentlich verminderten. Trotzdem gelang es der damaligen Verwaltung nicht, tfuf irgend einen Mißbrauch zn stoßen. ' Nach den allerdings nur annähernden Berechnungen dürfte -der Staatsschatz um 1 bis 2. Millionen Francs benachtheiligt worden sein. Selbstverständlich war der Vertrieb nur durch einverständige Unterhändler zu bewerkstelligen, so daß die Untersuchung sich auf sehr weite Kreise der Bevölkerung erstreckt.' Bisher ist jedoch keinerlei Belastung eines hervorragenden Politikers festgestellt worden. (Nach den neuesten Meldungen ist der Advokat Diko Jowew wegen Theilnahmc an dieser Affaire verhaftet worden und hat sich im Gefängniß vergiftet. Anm. d. Red.) Die Finanzverwaltung unter der rührigen und energischen Leitung des Ministers M. Sarafow setzt alle Hebel in Bewegung, um die Theilnehmer zu cruiren. Bisher ist es nicht gelungen, das angebliche Depot solcher Marken, welches sich in der ' Ortschaft Kostenetz nächst Sofia befinden sollte, zu entdecken. Eine sofortigc Abänderung der Markcntypen ist voraussichtlich. Durchschaut. Student: Du bist doch mein Herzensonkelchen ..." Onkel: Weiß schon. Das Herz ist ein Pumpwerk!" '

- 2t. rnil Holuv. Der Afrikareisende Holub ist in iini nach langem Todeskampfe ge siorben. Im Jahre 1879 kehrte ein junger österreichischer Südafrikafor scher u'ach siebenjähriger Abwesenheit leim. Er brachte große Sammlun geu mit und man versprach sich An sierordeutliches von ihm. Es war Dr. Emil Holub. ein tschechischer Arzt init deutscher Bildung, der nach sei ner Promotion in Prag sogleich, mit 21 Jzhren, nach den Diamantcnfel dern von ttimberley ausgewandert loar, dort als Arzt praktizirte und die Mittel zu mehrjährigen Forschungs reisen in Transvaal und den angrcn zenden Ländern gewonnen hatte. Zu erst kam Handschriftliches von Holub, ungenießbare Arbeiten. Beschrcibun !ien seiner Reisen in einem unmögli chen Teutsch, llntermischt mit werth, rollen Beobachtungen und mcrkwür digen Abenteuern, und dann kam er selbst, ein sittlicher, kernfester Mann von Temperament, mit hervorragender Rednergabe, mit Zeitungsbciträ' gen und mit erotischen Thierbälgen in ülkassen geladen. Er war unendlich fleißig und thatkräftig, sodaß er die in Südafrika eingesammelten Schätze großartig auszunutzen vermochte. Turch Vortrage und Ausstellungen in Prag und Wien erhöhte er seinen Ruf, ' durch" Geschenke von kleinen Sammlungen an mehr als hundert schulen und Museen erwarb er vic len Dank, während er anderseits vor nehme Gönner fand, die ihn für eine neue Südafrikt-Erpcditiou unterstütz' ten. Er veröffentlichte auch znhlrei che Schriften über südafrikauifcheVer. bältuisse, Land und Leute, Vögel und ossUien. Auf seiner neuen Reise im Jahre lSSo, mit der er eine Ausstelluug österreichischer . Erzeugnisse in Kapstadt verband, begleitete ihn seine muthige junge Gemahlin, die Tochter des Wiener !otunden'JuspektorsHof. Als er im Jahre 1887 heimkehrte, konnte er eine südafrikanische Aus s-ellung iu der Rotunde veranstalten, die - wahrhaft verblüffte durch die asseuhaftigkeit und Verschiedenar. tigkeit der Sauna und loia Südafri ka's, die da ein einzelner Mann zu ?.:mmengebracht hatte und in geschickt tcr Aufstellung und Gruppiruug vor führte. In der Rotunde hatte er sich :ine große Werkstatt hergerichtet, und ?r wohnte und starb auch dort. Wohl schrieb er noch ein Buch über seine, 5Zeise von Kapstadt ins Land der Ma fchukttlumbc 1890 und hielt Hunderte con Vorträgen. aber seine Gesundheit war erschüttert und seit Jabren litt er schwer. In ihm starb ein Mann von unacwöhnlichor Thatkraft und Rüh rigkeit als Forschungsreisender, rnd ion hervorragenden Verdiensten al:praktischer Förderer unserer Kcnnt nisse über Südafrika. Kaiser ranz Joseph, der Holub wiederholt Bewriie seiner Huld gegeben, verlieh ihm mit dem 1. Januar 1902 ein Ehren-Ge'. balt von 5000 Kronen, doch konnte. Holub sich nur kurze Zeit desselben er. freuen. - ' "Gennan t tlie front!" Diesen Titel wird ein Bild führen, das Professor Röchling im Auftrage des Kaisers malt. Es stellt eine denk-, würdige Episode aus dem Feldzuge in China dar. Das Motiv des Werkes ist ein Vorgang aus der Expedition unter Lord Seymour im Juni 1900 zum Entsatz der'Gesandten in Peking. Da dieser Versuch fehlschlug, mußten sich die 200 Europäer und Japaner unter den allergrößten Schwierigkeiten nacb Tientsin zurückziehen. Nach einem Nachtmarsch am 22. Juni erblickte die Spitze unter Lord Seymour mit englischen Matrosen das große chinesische Arsenal Hsiku vor sich. Die völlig erschöpften Matrosen hielten. Da kam das geflügelte Wort von der Spitze zu den Deutschen, welche mit den Russen die Mitte bildeten, und gleich darauf der Befehl von Seymour an Kapitän zur See v. Usedom: The Germans to the front!" Im Sturmschritt durcheilen die weißen deutschen Matrosen, etwa 500 Mann, die Linie der Europäer bis zur Spitze, während nochLcrd Seymour demKapitän v. Usedom seine Weisungen giebt; die englischen und amerikanischen Matrosen jubeln den Deutschen zu. Dieser Moment ist dargestellt.. Luft und Himmel, erscheinen in früher Morgenstimmung; in der Ferne flammen die Brände in chine-' sischen Dörfern, die von den Boxern angelegt sind. Auf dem Peihcfluß, der sich auf der linken Seite entlang zieht, halten einige Dschunken mit demGepäck und zweihundert verwundeten . Europäern. Die dunkelblauen englischen Matrosen liegen zum Theil auögeschwärmt in der Front und amFlusse. Bor Seymour und seinem Stäbe steht der deutsche Kapitän v. Usedom mit Leutnant - v. Kottwitz und einigen' Unteroffizieren, von denen einer die deutsche Bootsflagge trägt. Mitten im Bilde stürmen die Deutschen, von den Engländern freudig begrüßt, vor, unter ihnen die Hünengestalt des Korvettenkapitäns Buchholtz, der bald darauf durch einen Schuß in's Herz getödtet wurde. Herr v. Usedom geht dem Künstler persönlich mit werthvollen Detailangaben etc. zur Hand. DaZ. Gemälde wird im Sternsaal des könig-' lichen Schlosses seinen Platz erhalten. - Poesie und Prosa. Sie (schwärmend): Ach, was ist ein Haus ohne Kinder?" Er: .Ruhig!"

'Russische Schulbücher.Jensur. In einem sehr lehrreichen und anziehenden Aufsatz über .Russische Gymnasialvcrhältnisse", den Friedrich Duckmeyer in der Allg. Ztg." veröffentlicht, werden folgende höchst charakteristische Mittheilungen über die Zustutzung des Lesestoffes für rufsische Mittelschulen gemacht: Das freigegebene Forschungsgebiet der vaterländischen Geschichte schließt so eigentlich schon mit Peter dem Großen ab; doch das Unterrichts - Ministerium hat nichts dagegen, wenn ein patriotisch - prophetischer Sinn die Zukunft vorschreibt. So heißt es im dritten deutschen Lesebuch" (für rufsische Mittelschulen) von Mey, Moskau 1895, S. 52: In's Passiv zu setzen: Die Russen werden einst Konstantinkpel erobern". Es darf kein Schulbuch in einem Gymnasium in Gebrauch genommen oder eingeführt werden, das nicht vorher vom Gelehrten Comite beim Ministerium für Volksaufklärung" besonders genehmigt worden ist. dieses empfiehlt auch die Bücher. Zeitschriften und Zeitungen, die sich zur Anschaffung für die Schüler- und Lehrer - Bibliotheken eignen; was im Index des Gelehrten - Comites" fehlt, das ist verdächtig, und der wahrhafte orthodoxe Pädagoge thut gut daran, es zu verachten. Auch die deutschen Klassiker erweisen sich einer Besserung durch das Petersburger Gelehrten - Comite bedürftig. So sind in einer russischen Schulausgabe von Goethe's Egmont (Manstein. Petersburg. 1893) die Worte Egmonts: Wiegelten kommt ein König zu Verstände", wohl als anzüglich weggelassen; aber Albas vorhergehender Satz: Ein Volk bleibt immer kindisch", ist schicklich stehen geblieben. Mit dem Gelehrten - Comite wetteifert die Censur am Ministerium des Innern. Ein rechtes Meisterstück hat sie zu Stande - gebracht durch ihre Einwirkung auf die Uebersetzung von Schillers Worten des Glaubens" in der sehr verbreiteten und beliebten russischen Ausgabe der Werke Schillers", besorgt von Ger. bel, St. Petersburg 1893. Schiller dichtete: Der Mensch ist frei geschaffen, ist frei, und würd' er in Ketten geboren. Laßt Euch nicht irren des Pöbel's Geschrei, nicht der Mißbrauch rasender Thoren! Vor dem Sklaven, wenn er die Kette bricht, vor dem freien Menschen erzittert nicht!" Die russische zensirtc Übersetzung lautet in's Deutsche übertragen: Der Mensch muß daran glauben, daß er mit einem Willen geboren ist; er bleibt ein Sklave seines Willens, wenn in feine Seele der Zweifel eindringt. Jene Freiheit ist es jenseits der Kraft, jenseits irdischer Macht, und frei ist nur der. der sich selbst beherrscht." Genug! Der deutsche Schiller jenseits irdischer Macht" dreht sich noch im Grabe um. wenn er weiteres von seiner Verrussuna hört; stören wir nicht unseres Dichiers elysischen Frie-

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