Indiana Tribüne, Volume 25, Number 176, Indianapolis, Marion County, 18 March 1902 — Page 7
Zndtana Tridnne, IS März 1902
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R0M5 l'on Emil M?rlot. Fortsetzung 13. Als Hollburg das .hinter sich liegen hatte, schüttelte er sich, wie um eine unsichtbare Last von sich abzuwerfen. Wie qualvoll war die eben erlebte Scene . gewesen ! Ja, wenn damit Alles abgethan wäre. Aber die Tragödie fing ja erst an...... Das war das Schreckliche. Irenens Vater fiel ihm ein Ihr Großvater war noch ein einfacher und ungebildeter Handwerker gewesen. Er hatte es durch Fleiß und Geschicklichkeit zu einer gewissen Wohlhabenhcit gebracht und den- Ruf eines wackeren Ehrenmannes hinterlassen. Die ganze Familie war einfach und rechtschaffen. Bescheiden lebten diese Leute, freilich über die Achsel angesehen von dem einen Zweig, der empor, gekommen war und in unsauber erwordenen Reichthümern schwelgte Irenens Vater wäre zweifellos in's Zuchthaus gewandert, wenn er weniger schlau gewesen wäre und sich hätte fangen lassen. Er war aus der Art geschlagen, er hatte in Nichts, seine? einfachen und ehrsamen Familie geglichen. Ein Mensch ohne Gewisszn war er gewesen..., noch im Grabe nannte man ihn einen Schurken. Und' dieser war Irenens Vater; unter dem Beispiel dieses Menschen war sie aufgewachsen. Der - unrechtmäßige Reichthum drückte sie nicht; im Gegentheil: sie freute sich des reichen väterlichen Erbes. Träge war sie, üppig, lieblos, arm an Geist und Gemüth; mit einer gewissen Schärfe und Scklagfertigkeit ausgestattet, was, zusammengenommen, einen kurzsichtigen 'Auge als Verstand erscheinen konnte so war das Weib beschaffen, dea: er sich überantwortet , hatte für alle die Tage, welche zu verleben ihm noch beschicken waren. Als er mit Else verlobt gewesen, batte re an die Unlauterkeit des Koniwald'schen Reichthums nicht gedacht. Vielleicht darum nicht, weil Else bescheiden und liebebedürftig war und in nichts an einen unehrenhaften Vater erinnert hatte.' Irene aber trug unverkennbar den Stempel ihrer Abkunft. Kein Gewissen, kein Pflichtgefühl. keine Reue ; rücksichtslos in ihrem Egoismus, schonungslos gegen Andere: sie war 'die Tochter ihres Vaters. Jedermann, der den Verstorbe nen gekannt hatte, sagte so. Ihr Eharakter war gleichsam beschmutzt...... nicht eine edle, rein tönende Saite war in ihr anzuschlagen.' Das erkannte er jetzt, hatte es vielleicht immer geahnt.. . Aber warum, großer Gott, warum hatte er sich in diese Tragödie ver strickt? Er hatt dieses Weib ja niemals geliebt.... Ziellos, planlos, ohne zu achten, wo er sich befand und wohin der im stete Fuß ihn trug, durchstreifte er eine. Straße nach der anderen und wäre gern bis an's Ende der' Welt gerannt, um vielleicht da in Erschöpfung hinzusinken und nicht länger gemartert zu werden von der qualvollen Frage, die Keiner ihm beantworten konnte der Frage, warum er es gethan, warum er sich an ein Weib gekettet, das er nicht liebte. Sie hatte ihn - berauscht mit ihrer spät erwachten, gleich einem gefangen gehaltenen Strom, der den Damm zerrrssen, wild hervorbrechenden Sinnengluth, ihre üppige Schönheit, ihr dreistes Entgegenkommen, ihr Werben um ihn hatten ihn bethört, jaum den Verstand gebracht er hätte einen Mord begehen können, um diese Schönheit zu besitzen, und mit dem Besitze war eine grauenvolle Ernüchterung gekommen, war es leer und kalt in ihm geworden und hatte er erkannt, was für einen Narren die erregten Sinne aus ihm gemacht hatten. Nicht nur, daß er sie nicht liebte, ihm graute vor ihrer Nähe. Er fühlte, daß er sich selbst und sie betrogen und war nein! nicht zu feige zu ehrenhaft, ihr dies zu bekennen. Vielleicht liebte sie ihn nicht einmal. Er war ihr nur noch nothwendig, sie , hatte ihn noch nicht satt bekommen. Aber echter, hingebungsvoller Liebe war sie nicht fähig. Indessen hatte er das nicht zuuntersuchen. Er hatte sie glauben' gemacht, daß er sie liebte und sie in diesem Wahn ihrem Hause, ihrem Herde ent führt, ihre gesellschaftliche Stellung untergraben, ihr Alles geraubt, Aas ein Mann einem Weibe rauben kann. Warum es geschah, blieb sich gleich. Entscheidend war nur, daß es geschah. Er hatte eine schwere Schuld auf sich genommen und diese Schuld erforderte nun eine ebenso schwere Sühne. Ja. wenn ein Wunder geschehen, wenn im entscheidenden Augenblick etwas eingetreten wäre, das ihn abgehalten hätte, diese Schuld auf sich zu laden. Aber es gab keine Wunder mehr. Und doch wie leicht hätte dies Wunder sich ereignen können. Er hätte blos Einer begegnen brau chen.... Ein Blick aus ihren klaren Augen, ein Wort von ihr: Mein &flit was thun Sie denn!? und er hatte die Kraft gefunden, das ganze Gewebe von Lug und Trug zu zer-
reißen, stch offen und ehrlich von I Irene Koniwald loszusagen. i Warum hatte ihn jene Eine nicht wiedergeliebt? Sie hätte ihn emporziehen, hätte einen guten, einen starken Menschen aus ihm machen können Seit er sich in bitterem Unmuth von ihr losgerissen, war sein guter Engel von ihm gewichen. Hätte sie ihn wiedergeliebt, wie anders wäre Alles gekommen. Ganz, ganz anders. O. das Glück vor sich sehen, die Arme danach ausbreiten und es nicht erfassen können! Besser noch, es niemals geschaut haben. Dann weiß man dock, wenigstens nicht, was man verloren. Beuae Dich, damit ich hinwegschreite über Dich!War:tm dieses Wort ihm plötzlich einfiel? Und wo hatte er es gehört? Im rastlosen Weiterschreiten durch ihm unbekannte Gassen grübelte er darüber nach. Wo hatte er es vernommen. dieses Wort? Jetzt erinnerte er sich, wo das geschehen. Er hatte es einmal in irgend einer Kirche von der Kanzel gehört. Seltsam, daß er nach so vielen Jahren wieder daran dachte. Die Leidenschaft ist es, hatte jener Priester gesagt, welche, als die Handlangerin des bösen Feindes, ten Menschen umgarnt und so fest umgarnt, bis er gebunden ihr zu Füßen sinkt und den Fuß nicht abwehren kann, den triumphirend auf seinen Nacken setzt. Die Leidenschaft gebiert die Sünde und auf die Sünde folgt die Reue und auf die Reue die Verzweiflung; der irrende Mensch fällt von einer Stufe zur anderen; immer tiefer, immer tiefer.... Wie ein zu Tode gehetztes Wild liegt er endlich am Boden und seine siegreiche Feindin stellt den Fuß auf den Leib des Gefallenen: ..Beuge Dich, damit ich hinwegschreite über Dicht 14. Wie? Die Blätter färben sich schon roth und gelb und fallen ab? Ist es denn Herbst geworden? Wo war denn der holde Frühling, wo der Sommer geblieben? Ach. sie hatten ihren jubelnden, grünenden, vran-
genden Einzug gehalten wie jedes Jahr nur er hatte all' die Schönheit. den Segen, die Wärme, allen den wundersamen Zauber der neu erwachenden. sich entfaltenden, siegreich viutienoen Natur an sich voruberziet?en la en. ohne von ihren aottlicken Wundern berührt zu werden. Ruhelos wie Ahasver war er von einem Ort zum andern gewandert, immer weiter, immer weiter, als ob er einem Verfolger entrinnen wollte; aber dem hatte er nicht entfliehen können, der saß fest in der eignen Brust. Ruhelos wie er ausgezogen, war er wieder heimgekehrt ein Engel hatte sich nicht gezeigt und das Wunder war ausgeblieben. Er hatte auch zu arbeiten versucht. Aber sein Gehirn war wie vertrocknet; wie sehr er sich auch gequält er hatte nichts zu schaffen vermocht. Wo hatte er nicht nach Begeisterung gesucht. Du mein Gott! Am Spieltisch, bei berauschenden, nervenaufreaenden Getränken, in wüsten Gesellschaften. Begeisterung oder Bergessen. Beides war ihm vorenthalten geblieben. Seinen dichterischen Genius hatte , er ja längst verachten gelernt seit sie den Stab gebrochen über das, was er zustande gebracht. Aber er wollte arbeiten, um zu leben, er sah in der Kunst nichts Anderes mehr, als ein Handwerk, das lhm zum täglichen Brode verhalf. Und das Handwerk kündigte ihm den Dienst. Die Arbeit war ihm unertraglich. Warum hatte zenes grausame Mädchen ihm seine Arbeit verleidet, ohne die Kraft zu haben, ihm Besseres dafür zu geben? , Sie hatte ihm den Glauben an sich selbst und den Frieden .seines Herzens aenommen und ihn dann einsam am Wege stehen lassen: Nun sieh' selber zu, wie du in deiner Verarmung mit dem Leben fertig wirst!.... Hätte er sie weniger geliebt, geringeren Werth auf ihre Worte gelegt! Ihr brachte es kei nen Gewinn, daß sie ihn zugrunde gerichtet hatte. Warum hatte sie's gethan i Im Herbst wird er in unser fiauS kommen, ficfi nack den Regeln untrtr Welt um Dich bewerben und wenn das Trauenahr vorüber sein .wird mag er Dich heirathen hatte Frau Konlwalo gesagt. Der Herbst war da. Einem at wissenhaften Soldaten gleich, hatte lrwln sich aus seinem Posten einge funden, zur rechten Zeit und fest ent schlössen, auf diesem Posten auszu harren oder da zu sterben. 3u rllcktreten und zum zweiten Male meineidig werden, wollte er nicht. Wohl hatte er im Stillen gehofft daß Irene ihn freigeben, ihn während der langen Trennung vergessen sich vielleicht einem Anderen zuwenden würde. An diese letzte Hoffnung hatte er sich geklammert, hatte die Briefe us dem Süden mit fiebernder Ungeduld erwartet, mit zitternden Händen geöffnet, hatte die nichtssagenden Wische förmlich auswendig gelernt, um vielleicht' am Ende doch das erlösende Wort darin zu entdekken.... und schließlich hatte er sie zerknittert und rn tausend Stucke zer fekt. Das. wonach allein - er der langte, das heiß ersehnte Wort der Befreiung.. stand nicht darin. Und diese aemüthlos-anmakenden Wiscke aufzubewahren, dünkte ihm wahrlicb
nicht der Mühe werth. Im Sommer
hatte sie in Franzensbad geweilt. Und von da aus hatte sie ihm in einem Briefe ein zierlich gestochenes Kärtchen gesandt.' Du wirst lachen, wenn Du diese Verlobungsanzeige liest," hatte sie ihm geschrieben. In goldenen Lettern war auf dem Kartchen gestanden: ftttrn Sidonie Koniwald beehrt sich. Ihnen die Verlobung ihrer Tochter Else mit Herrn Hof- u. Gerichtsadvocaten Dr. Paul Rosenberg hiermit anzuzeigen." Dieses Kärtchen war der tauschend ähnliche Zwillingsbruder eines eben solchen Kärtchens, das vor kaum einem Jahre in .alle Welt hinausge flattert war. Dieselben zierlichen Lettern in Goldschnitt, dasselbe: Frau Komwald beehrt sich und so weiter nur der Name des glllcklichen Bräutigams hatte anders gelautet. Damals war es sein Name gewesen. Beinahe mußte er lächeln. So hatte die kleine Else sich getröstet oder sich doch wenigstens abgefunden mit ihrem Schicksal. Nun um so besser. Er hatte das Kärtchen beiseite gelegt und vergessen. Heute aber fiel ihm ein. daß in nicht ferner Zeit abermals solche Karten versendet werden würden; auch diese. Karten würden in der gleichen Weise beginnen: Frau Sidonie Koniwald beehrt sich. Ihnen die Verlobung ihrer Tochter" . . . er meinte die Lettern vor sich zu sehen, so deutlich stellte er sie sich vor.... ihrer Tochter Irene mit Herrn Er win Hollburg hiermit anzuzeigen." Bei dieser Vorstellung wurde ihm kalt. Wie ein Mühlrad drehten sich die Worte in seinem Gehirn herum; ob er's nun wollte oder nicht, er mußte sie im Geiste immer wieder hersagen: Frau Sidonie Koniwald beehrt sich" .... Verwundert beinahe blickte er um sich. Würde es wirklich so kommen? Unwiderruflich so kommen?... Aber wie. wenn nun die Karten anders lauteten, wenn statt Irenens Name ein anderer Name darauf stehen würde? Wenn er selber sich beehrte, den Freunden seine Verlobung bekannt zu geben? Wenn seine Braut nicht Irene, sondern Marja hieße? Wohin verirrten sich seine Gedanken? Was wollten die alten, längst begrabenen Träume? Sie waren ausgeträumt und todt. Er würde Marja nimmer wieder fehen Wie war es doch so schrecklich, gerade den einen Menschen nicht haben halten können, um dessentwillen wir alle übrigen leichten Herzens geopfert haben würden! Es gab aber noch einen Ausweg aus dieser Wirrniß; einen letzten. Man brauchte nur das Kärtchen ein wenig zu vergrößern, die goldenen Lettern gegen schwarze zu vertäuschen und das Papier mit einem fchwarzen Rande einzufassen. Der Name der Braut würde dann freilich überflüssig werden; ein Kreuz würde ihn ersetzen. Und in des Papiers Mitte würde ein einziger Name stehen: der seine. Auch der Inhalt würde anders lauten. Er würde der Welt nicht mehr zu wissen machen, daß zwei Menschen gesonnen seien, die Lebensreise zu Zweit zurückzule aen: er würde Kunde geben davon, daß' ein Mensch das Endziel dieser Reise erreicht habe. Warum war er diesen Weg nicht schon längst gegangen? Dann wäre heute Alles vorbei. Daß man sich so schwer vom Leben trennt! Woher nur die Anderen den Muth dazu nehmen? Schieden doch täglich Menschen freiwillig aus dieser Welt! Er hätte sie darum befragen mögen. Ein dürres Blatt rauschte an seinem Gesichte vorbei, zur Erde nieder. Er las es vom Boden auf und schaute es sinnend an. Alles stammt von der Erde und kehrt zurück zur Erde ein ewiges Kommen und Gehen. Glücklich die, welche gegangen sind. Ah, das ist er ja, der schöne Dichter der Liebe!" rief hinter ihm eine laüle. schnarrende Stimme. . Erschrocken ließ er das Blatt fallen. Es war so einsam ringsum gewesen. daß er an die Nähe eines Menschen nicht gedacht hatte. Widerstrebend schaute er sich um und sah Professor Iennerbergs saloppe Gestalt behende ouf sich lossteuern. Was thun Sie denn hier in diesen weltverlorenen Praterauen?" rief ihm der Professor zu und streckte ihm beide Hände entgegen. Sonette auf die Reize der schönen, fernen Braut dichten? Oder was sonst? Aber wie sehen Sie denn aus? Sind Sie krank?" - Nein." antwortete Hollburg, der sich über diese unerwartete und unerwünschte Begegnung noch nicht ganz gefaßt hatte.. Wal thun Sie denn b!er?" 'Spazierenlaufen. Muß mir Bewegung . machen, sonst ergeht es mir schlimm. In der ' Hauptallee wartet mein Wagen auf mich. Und hier renne ich auf und ab w ein gehetzter Hase. Keine Zeit' haben und spazierengehen müssen! Eine lästige Sache. Da seid ihr Dichter doch besser daran. Ihr schreibt, wann es euch gefallt... ; Warum aber liest man nichts von Ihnen? Die Damen brennen schon danach, neue Lorbeeren auf Ihr blondes Haupt zu legen
Erwin blieb stumm. Sie sind liebeskrank, mein Theurer." sagte der -Professor und faßte ihn unter dem Arm. Die - lange Trennung von der fchönen Braut ist IV? nicht gesund, wissen Sie, daß ich mich in Ihre Braut nahezu verliebt habe? Drei Wochen lang habe ich 'es in dem langweiligen Franzensbad ausgehalten weil sie da war. Schön ist sie natürlich immer gewesen, aber verteufelt kalt.
Nun aber hat Irene sich ' verändert. Es ist etwas in ihr erwacht das fühlt man besonders, wenn Sie von Ihnen spracht. Ach. was für ein Glück es doch ist, ein hübscher junger Kerl zu sein! Ich beneide Sie um diese Braut!" Wäre Marja seine Braut gewesen und hätte ein Mann sich erdreistet, in dieser Weise von ihr zu reden ;er würde ihn zu Boden geschlagen haben. Da es sich zedoch um eine Andere handelte, blickte er den lächelnden Professor blos finster an und sagte nichts. Die kleine Else heirathet also," fuhr Prozessor Iennerberg fort. Ich babe es ihrem Bräutigam Nummer Ztvei vorausgesagt, daß er sie bekommen würde. Wann findet die Trauuna statt?" ' ,.Im November, glaube ich." . Werden Sie und Ihre Brau! dabei sein?" ..Das weiß ich noch nicht. Das he'.ß! ich 'schwerlich!" Wann soll Ihre Braut hier eintreffen?" ..Morgen." Er schaute, wie er dieses Wort aussprach, starr in die Lust. . Sie wird über Ihr Aussehen nicht nh'.ut sein," .sagte der Professor. Die Liebessehnsucht hat Sie gai-z rrager und hohläugig gemacht. Wer weiß, ob Sie ihr fo gefallen werden! Ach. das wäre e'n Glück für mich." .Auch für mich," dachte Hollfcvrz. Warum für Sie?" fragte er den Professor. Sagte ich Ihnen nicht fchon, daß ich in Ihre Braut ganz v-rnarrt bin?" entgegnete dieser. Wenn sie mich wollte auf der Stelle würde ich die schöne Wittwe heirathen. Die Wittwen waren ja, immer meine Passion." Abermals blieb der Andere stumm. .Leben Sie wohl!" sagte der Professor. Sie gehen mir zu langsam. Ich muß rennen. Grüßen Sie Ihre schöne Braut von mir und sagen Sie ihr, was ich Ihnen gesagt habe daß sie mich haben kann, wenn sie will. Sie sind doch nicht eifersllchtia?" , Nein." versetzte Hollburg kalt. Haben auch, keine Ursache. ' Ein so hübscher Junge braucht auf so alte Kerle, wie ich einer bin, wahrlich nicht eifersüchtig zu sein; aber ein bischen besser könnten Sie wohl aussehen. Adieu!" Adieu," sprach Hollburg nach und setzte langsam seinen Weg fort, während der Professor rasch wie ein Wiesei davoneilte. Und sowie Hollburg sich allein sah. versank er auf's Neue in die alten Grübeleien. Morgen kam. sie hier an. Das hatte sie ihm heute geschrieben. Morgen würde er sie wiedersehen, würde er stch einfinden in ihrem Hause, wohl mit einem .Blumenstrauß in der Hand auf sie warten. Pfui! Wie anwidernd diese ganze Komödie war! Aber mußte sie denn gespielt werden? lkkortsetzung folgt.) IZWMTW M jü Das beste und zuverlässigste Mittel argen alle Hals- und Brust- Leiden ist Dr. Bull's Husten Syrup. . Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erkaltung, Keuchhusten, L'ungcnsucht,Luna-en-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Kurirt rasch und sicher Husten und Heiscr keit, und kostet nur 25 Cents die Flasche. COXKA PETERS '8 "ft, S S NeutscheWirthscha fl 257 Oft Wvshwgt, traße. s ? w JndlanatiolS. Ter beste Seschaftlch in her Stadt. Feine Weine, Liköre und (Cigarren. Moritz Efchenlmch, Händler in . ' Mech-WnnVrsn und Praktischer Blech - Dachdecker. Alle Arten von Blech-, Kupier, Galvani snte Eisen und Stahl-Eisen-Arbeit aus Be stellung gemacht. ' Reparaturen gut ausgeführt. No. 1718 Madison Ave. AlteS Telephon Green 434. .
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