Indiana Tribüne, Volume 25, Number 176, Indianapolis, Marion County, 18 March 1902 — Page 1

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Erscizeint Zeder, Nachmittag. Jahrgangs. Indianapolis, Ind., Dienstag, 18. März 1902 No.17. i - i ' I i .r"?!;

Won einem Einbrecher geschossen. Pzliz?i-Capt. Hyland leicht, KaufmcmnZ-Poli zist Bell schwer verwundet. DaS Schar mützel fand an der Virginia Ave. statt. An der Virginia Ave. und Mary land Str. fand am Dienstag in früher Morgenstunde ein Scharmüxel zwischen einem verwegenen Einbrecher und zwei Polizei-Beamten statt, in dessen Verlauf nicht weniger .als zehn Schüsie gewechselt wurden. Kurz nach halb drei Uhr verließ Capt. Hyland die Polizei'Station an der S. Alabama Str., um eine Inspectionstour vorzunehmen. Als er die Kreuzung der Virginia Ave. und .aryland Str., woselbst sich F. C Zinchester's Grocery Fulton Market" befindet, passirte, sah er, daß das obere Fenster der Cingangsthüre zertrümmert war und daß die Scherben den Seitenweg bedeckten. Der Captain schaute in den Laden hinein, gewahrte aber Niemand. Bei näherer Untersuchung fand er ans, daß die Oeffnung in der Thüre auch nicht groß genug war, um einen Mann durchzulassen. Sofort kam ihm der Gedanke, daß der Bursche, welcher in den Laden eindringen wollte, jedenfalls nur fortgegangen war, um ein Werkzeug zu holen, mit welchem er lt Oeffnung vergrößern könnte. Hyland begab sich nach der gegen überliegenden Alley zwischen der St. Marien Kirche und dem Arthur Jordan Gebäude und stellte von dort Beobachtungen an. Er sollte nicht lange warten, denn schon nach fünf Minuten, sah er wie ein schlanker Mann auf die Thüre des Fulton Market" zuging und dieselbe gewaltsam öffnete. Hierauf betrat er den Laden. Der Eapt. verließ jetzt seinen Obser vations - Posten, und er begab sich, seinen Revolver in der Hand, nach dem von dem Einbrecher heimgesuchten Geschäft, um ihn auf frischer That zu überrumpeln. . In dem Augenblick, als derselbe sich mit der Ladenkasse zu schaffen machte, rief Hyland ihm zu, indem er seinen Revolver auf ihn richtete, herauszukommen. Sofort richtete derselbe sich in die Höhe und im Nu hatte er in jeder Hand einen Revolver, aus welchem er, noch ehe Hyland zum Schießen kam, zwei Schüsse auf denselben abfeuerte. Die Kugeln verfehlten jedoch ihr Ziel. Der Dieb zog sich hierauf nach hinten zurück und bald darauf hörte Hyland das Klirren einer zertrümmerten Jensterscheibe. In dem Augenblicke, als der Bursche sich aus dem Fenster schwang, feuerte der Captain seinen Revolver auf ihn ab. Der Desperado drehte sich um schoß seinerseits mehrere Male seine Waffe ab. Eine Kugel traf Hyland in die rechte Seite. Mittlerweile hatte der Kaufmanns Polizist Benjamin A. Bell, welcher in dem benachbarten Smith-Restaurant an der Virginia Ave. -gefrühstückt hatte, die Schüsse gehört. Er eilte aus die Straße und lief die Virginia Ave. hmab. Sobald Hyland seiner ansichtig wurde, rief er ihm zu: Halte den Di;b". Derselbe kam ihm in voller Carriere entgegen. Bell feuerte drei Schüsse auf den Banditen, ab. Derfelbe befand sich kaum zwanzig Schritte von dem Polizisten entfernt, als er die Schüsse erwiderte. Schon mit dem ersten Schuß machte er seinen Gegner kampfunfähig, denn eine Kugel hatte dem Bell eine Wunde .an der Stirne beigebracht. Von den andere.': Kugeln drang eine durch die große Scheibe der Arcade Kneipe,- dieselbe zertrüm memd. , Da Bell und Hyland, infolge ihrer Wunden unsähjg waren, den Einbreche? zu verfolgen, so gelang ß diesem in der Dunkelheit, die noch herrschte, zu entkommen. Die beiden Polizisten begaben sich nach dem nicht weit entferntem Dispensarium, um ihre Wunden verbinden zu lassen.. Wie die Untersuchung ergib, hatte Hyland nur eine leichte Wunde an der rechten Seite oberhalb der letzten Rippe erhalten. Die Kugel, welche Bell verwundete, war direct in die Mitte der

Stirne eingedrungen Da aber das

Gehirn nicht verletzt ist, so lst Honnung vorhanden, daß er mit dem Leben davonkommen wird. Er wurde Per Ambulanz nach seiner Wohnung 'an der Nelson Str. No. 1111 übergeführt. Er ist 55 Jahre alt und als gewissenhafter und unerschrockener Polizist allgemein bekannt. Selbstverständlich wurden sofort von der Polizu-Station aus alle zur Perfügung stehenden Mannschaften, Patrolleute. Radlerpolizisten und Detectives in Bewegung gesetzt, um des Einbrechers habhaft zu werden. Da einer seits Hyland eine gute Beschreibung von 'demselben gegeben hat, andererseits derselbe ohne Zweifel verwundet worden ist, (an der Virginia Ave. wurden längs des Weges, welchen er ein eingeschlagen hatte, Blutspuren entdeckt) so wird erwartet, daß er schon bald in die Hände der Polizei gerathen wird. Die Kugel gefuuden. Im Laufe des Dienstag Nachmittags wurde von einem Polizisten an der Virginia Avenue nahe der Wasbington Straße eine Revolverkugel gefunden, welche Blutflecke aufwies. Es wird angenommen, daß es diese Kugel war, durch welche der Bursche wahrscheinlich einen Streifschuß er hielt. Der Einbrecher noch nicht erwischt. Bis heute Nachmittag 3 Uhr war der Einbrecher noch nicht gefangen genommen. . ' . Die Jnterurban Terminal Co. Argumente über das Gesuch um einen Freibrief. Die Vortheile der Jntcrur bawBzhnen für die Stadt. Vor der Behörde sür öffentliche Werke und dem Mayor wurde am Dienstag über das Gesuch der Jnterurban Terminal Co. argumentirt. Diese Gesellschaft, mit welcher die Indianapolis Martinsville", die Western Plainfield", die Green field"-und die Greenttood" Jnterur ban Gesellschaften alliirt sind, bcab sichtigt bekanntlich in hiesiger Sjadt ein neues Straßenbahnnetz zu eta bliren und zwar will sie hauptsächlich Straßen benutzen, welche von der In dianapolis Straßenbahn Gesellschaft noch nicht berührt werden. Außer den Beamten der 'genannten Bahngesellschast waren noch viele sich für die Angelegenheit interessirende Bürger erschienen. Dieselben schienen meistens aus Freunden der Terminal Co,u bestehe:?. Als Anwälte sür die letztere waren A. L. Mason und Rich ter Walker erschienen. Nachdem Präsident Megrew die 3i ung für eröffnet erklärt hatte, über reichte Herr Ehas. Jinley Smith, Prüsident der Terminal Co., demselben ein Buck, von welchem man, was den Um fang anbetraf, anfänglich annehmen konnte, daß es Webster'S großer Dictio? när fei. Dasselbe aber enthielt die Namen von nicht weniger als 17,800 stimmberechtigten Bürgern der Stadt und des County's, welche für das Unternehmen der neuen Gesellschaft sind. Hierauf ergriff Herr Mason das Wort und derselbe nahm mit seinem Playdoyer den ganzen Vormittag in Anspruch. Zunächst wies er nach, welche Sectionen des von seiner Gesellschaft gewünschten Freibrief mit denjenigen des Freibrief 'der alten Stragenbahngesellschi.ft übereinstimmen. Hierauf wies er darauf bin, daß seine Gesellschaft nicht allein als Stra-ßenbahn-sondern auch als Jnterurban Gesellschaft anzusehen sei. , In Folge dessen würde schon von vornherein bei dem Material der Geleise, der Anlage derselben etc. Gewicht darauf gelegt werden, daß dieselben von schweren CarS benutzt werden würden. Dieses sei f. Zt., als die alte Straßen-bahn-Gesellschaft ihre Geleise legen ließ nicht geschehen, da damals noch nicht an die schweren mächtigen JnterurbanCars gedacht wurde. - Dadurch, daß sie aber jetzt von denselben benutzt würden, nützen sie sich leichter ab und die Folgen

seien beständige Reparaturen, welche

dem Verkehr auf den Straßen so viele Hindemisse bereiten. Diese Uebelstände würden auf dm Bahnlinien der neuen Gesellschaft wesentlich wegfallen. Auf einer großen, fast die Hälfte einer Wand einnehmenden Karte von Indianapolis wies er nach, daß ganze Stadttheile, namentlich die östlichen und westlichen und zum Theile auch die südlichen, von der alten Gesellschaft arg vernachlässigt wurden. Nur der Norden hatte sich der besonderen Prvtec tion derselben zu ersreuen, und die Folge war, daß weil die Verbindungen mit demselben bequem waren, dort sich immer mehr Bewohner ansiedelten. Die Terminal Co. aber beabsichtige, gerade den stiefmütterlich behandelten Stadttheilen guteStraßenbahn-Verbin-dung zu geben. Der 'Anwalt wies fer ner darauf hin, daß es für viele Famitten mit geringem Einkommen schon etwas ausmache, ob für eine Straßenbahnfahrt 5 Cents oder 3 Cents be zahlt werden muß. Schließlich kam er auf die vielen Vortheile zu sprechen, welche der Stadt daraus erwachsen, wenn es den Jnterurban Gesellschaften so leicht als möglich gemacht würde, in die Stadt zu gelangen. Ein Gebiet in einem Umkreise von 50100 Meilen würde im Lause der Jahre der Stadt Indianapolis tributpflichtig werden und wie die Eisenbahnen die Stadt zu ihrer jetzigen Größe gemacht hätten, so würden auch dieJnterurbanBahnen Indianapolis zu einer Großstadt ersten Ranges empor heben. Um Mittag trat eine Pause an. - Die Central Traction Co. zieht sich zurück. Die Central Traction Co. hat sich von dem Gesuch der Jnterurban Terminal Co. um ein:n Freibrief zurückgezogen und es heißt, daß die Jndpls. & Lebanon-Gesellschaft dasselbe thun will. Beide Gesellschaften hatten , das Gesuch mitunterschrieben. Die Central Traction Co. hat die Behörde für össentliche Werke benachrichtigt, daß sie mit der Jndpls. Straßenbahn-Gcsell-schaft" ein beide Theile zufriedenstellendes Uebereinkommen betreffs Benützung von deren Geleisen getroffen habe und daß sie daher wünscht mit der Stadt einen unabhängigen Contract abzuschließen. Samuel E. Rauh, welcher einer der Directoren der Central Traction Co. ist, hat als Schatz mttster der Terminal Co. resignirt. Die Central Tr. Co. baut zur Zeit eine Bahn, welche Kokomo via Nobles ville und Broad Rlpple mit Jndiana polis verbinden soll.' . Der Tuxedo", 117 N. Penn fylvania Str. Einheimische u. auswär tige Biere, Weine u. Liköre, sowie (1 garren. Feiner Lunch den ganzen Tag' Wm. Knoebel, Eigenthümer. Einbruch iu eine Groccrh. In der Nacht vom Montag auf DlZnstag statteten Einbrecher der Grocery von C.' P. Preston an der Haward und Lee Straße einen 'Besuch ad, plünderten die Ladencasse um $10 und schleppten noch eine Quantität Waaren mit. - Deutsch - Amerikanischer Demotraten Club. Am nächsten Donnerstag Jahresversammlung und Beamtenmzhl. Der Teutsch-Amerikanischer .Demokraten Club hält am nächsten Donnerftag d. 20. März Abends 8 Uhr in Ottmar Keller's Halle Ost Washington Str. No. 217 seine Jahresversammlung und Beamternoahl ab. , Herr Henry Spann,, der bekannte Rechtsanwalt, welcher ein ausgezeichneter Redner ist, wird über das Thema Der Neger in der amerikanischen Politik" eine Ansprache hatten. , Die Mitglieder sind, ersucht, ihre deutschen Freunde mitzubringen. A. I. Lauö, Leichenbestatter ! 1024 Süd Meridian Str. Tel. 648.

Unabhängiger Turnverein.

fcm brillanter Verlauf des Jahres BalleS der ' Alten. Die Alten vom Unabhängigen Turnverein" brauchen nicht auf den Mai zu warten, den Wonnemond, in dem bekanntlich Alles wieder munter wird", wie das schöne Lied besagt: denn sie sind stets munter und jugendfrisch, kerndeutsch und deutschkernig. Das haden sie im Laufe der Jahre und auch am Montag Abend wieder bewiesen. Die Alten vom Unabh. Turnverein haben sich nicht nur das jugendfrische und fröhliche Herz bewahrt, sondern auch eine körperliche Rüstigkeit, Gelenkigkeit und Ausdauer, vor denen mancher Jüngere hochachtungsvoll den Hut ziehen muß. So ziemt's ja echten deutschen Turnern, die nach dem Wahrspruche Gesunder Geist in gesundem Körper!" (Mens Sana in Corpore Sano.) von Jugend auf gelebt und gestrebt haben. Als vor 2 Jahren der Unabhängige Turnverein zum ersten Male einen Ball der Alten" veranstaltete, da haben die wackeren alten -Turner, Damm und Herren, die Wahrheit des Obengesagten so voll und ganz bewiesen, daß allenthalben ihr Lob erklang. und beschlossen wurde, diesen Ball zu einem ständigen Ereignisse der Saison zu machen. Im letzten Jahre bethätigten die theilweise schon stark ergrauten Turner und ihre Damen denselben frohen Iugendmuth beim Balle der Alten", und Heuer, d.h. auf dem gestrigen Man-tags-Balle haben sie ihre früheren Leistungen bei Weitem übertroffen. Bereits vor 8 Uhr waren die Passiven Mitglieder des Vereins mit ihren Dfo men, die Herren in schwarzen BallCostüm, zumeist mit schwarz-weiß-rothen Halsbinden oder behaftet Mit Schleifen in den deutschen Farben, die Damen in reizenden altdeutschen Costümen aus hellfarbigen Stoffen und mit mit der Zeit (1850er Jahre) angepaßten Hüten, in der Halle erschienen, wo die Herren Jos. Keller, Gottfr. Monninger, Werner Amtes, Adam Großköpf und Adolf Seidensticker, das Empfangs Comite, die Honneurs machten. Die große Halle und die sonstigen Räumlichkeiten des Vereins prangten zur Feier des TageS in prächtigem Gewände, Werken der Tecorirungskunst des Herrn Chas. Truemper, sowie, der Damen, Frauen : John Rauch, Präsidentin des Damenvereins, C. I. Gardner, Aug. Woerner und Sargent. Rings um die Gallerie der Halle zogen sich weiße Draperien, geziert mit grünen Zweigen; Palmenblätter umhüllten die Pfeiler, während mächtige am-rikanische und deutsche Banner den Hintergrund des Saales zierten. Von allen Seiten her zogen sich zum Mittelpunkt der Saaldecke empor,, und ringsum die Ecke der Gallerie, rothweißblaue Glühlichter, während den Abschluß dieser buntfarbigen Ketten in der Saalmitte über den , Häuptern der Ballgäste ein mächtiges, mit Rosen prachtvoll geziertes Füllhorn bildete, das später noch eine andere Rolle zu spielen bestimmt war.. DaS Vestibül, der Treppen-Aufgang und die Kneipe waren in einfacher, sinniger Weise geschmückt, während der Speisesaal und die Taseln mit Blumen: Tulpen und Hyacinthen, sowie durch Cewinde in den deutschen Farben und andere hellfarbige, hübsch und elegant dcorirt waren. ' , Und inmitten dieser hübschen Umgebung entfaltete sich von $9 Uhr ab ein solch fröhliche- Leben und treiben, daß alle Zuschauer, und mochten sie auch noch so neidisch oder noch so griesgrämig sein, davon angesteckt wurden und unwillkürlich mitjubelten und mit den Alten wieder jung wurden. Für die Allen war bekannlich der Tanzsaal für die erste Hälfte des Abends, bis nach dem Cotillon, reservirt und die Alten thaten sich dann auch dort, mit jugendsrischen frohen I Muthe gründlich gütig. An der Eröff-

nungs-Polonaise nach altem Style, welche vom -1. Sprecher Hrn. Jos. Keller und Frau I. Rauch, Präsidentin des Damenvereins angeführt, wurde, nahmen allein 52 Paare der Alten in den obenbeschriebenen Costümen Theil. Jüngeren Leuten, und mochten sie auch noch so flehentlich um Zulaß bitten, blieb der Tanzboden verschlossen, solange die Alten dort das Tanzbein schwangen. Und wie! Es war eine Lust ihnen zuzusehen, wie sie nach den Melodien der alten Lieder Am' schö nen Rhein", Beim Schwanenwirth", Du, Du liegst mir im H:rzen", Ueber Stock und Stein".' Mädle ruck ruck" etc. dahinschwebten, hoppsten oder galoppirten. Bei jedem einzelnen Tanze mußte Baiser's Orchester, das die alten Weisen trefflich spielte, ein Encore geben; denn die Alten waren unermüdlich. Sie waren wieder jung. Der Cotillo n. Den Glanzpunkt des Abends bildete der Cotillsn, in sinniger Weise und in Uebereinstimmung mit dem Character des Festes La jeunesse eternelle (die unvergängliche Jugend) genannt. Die Herren Werner Amiet, Gottfr. Monninger und Jos. Keller hatten als Special-Ausschuß die Touren für diesen prächtigen Cotillon mit ihren einzelnen vortrefflichen Ueber raschungen entworfen und nicht nur die Arrangements getroffen, sondern auch die verschiedenen Ausstattungsstücke ete. unter eigener Aufsicht anfertigen lassen. Und Herrn Werner Amiet, der als Ceremonienmeistcr, unterstützt von dem kleinen Söhnchen des Hrn. Mcnninger als Pagen, die Durchfübrung der einzclnen Touren meisterhaft leitete, gebührt die Anerkennung ' aller Theilnehmer. - Es würde über den Rahmen

dieses Berichts weit hinausgehen, wollten wir versuchen, hier d!e Einzelheiten der Touren und die damit verknüpften verschiedenen köstlichen Ueberraschungen genau zu beschreiben. Wie das am Sonntag an dieser Stelle veröffentlichte Programm zeigt, folgten der Einladungs - Tour die Tour für Damen: Die Ehren-Le-gion", wsbei die Damen sich ihre Tän zer für- den folgenden Mazurka durch Anheften des rothen Bandes erkoren; dann die Tour für Herren, bei welcher die Herren mit 2 riesigen Edelweiß" geschmückt sich beim Fensterl'n eine der Blüthen stehlen ließen, und so eine Tänzerin für Galopp fanden. Darauf kam die Toppel-Tour, die Krönung, bei welcher zuerst 4 Damen 4 Tänzer zu krönen hatten, deren Persönlichkeiten unbekannt waren, so lange der Vorhang sie verhüllte, und hei der die Herren auf dieselbe Weise sich dann ihre Tänzerinnen holten. Die hübscheste und heiterste Tour war die Chaos-Tour.bei welcher ausdem obenerwähnten Füllhorn ein Regen riesiger Lotos-Blumen auf 'die Tänzer und Tänzerinnen niedergegossen wurde, worauf Alle ihre Partner mit - den entsprechenden Blüthen zu finden hatten. Eine Polka beschloß diese Tour und dann kam die End-Tour mit folgendem Marsch in den Speisesaal, wo selbst der jugendsrischen alten Tänzer und Tänzerinnen ein elegantes Supper harrte. , - . Dieses Souper- war vom Haus-Co-mite des Damenvereins angerichtet und wurde von folgenden jungen Damen servirt, welche in liebenswürdigster Weise den älteren Damen, d so V?el für den ganzen Verein gethan, die Mühe .für den Abend abgenommen hatten : Frl. Kate Stu ckey, - Vors.'; Frl Louise Wocmer, Frl. Gertrude Ernz, Frl. C. Ballmann, Frl. Anna Schaefer, Frl. Laura Ginz, Frl. Emma Stuckey, Frl. Anna Brinker, Frau Adolf Seidensticker, Frl. Bertha Keller. Frau Winslow, Frl. Sophia Frenk, Frl. Tillie Seyfried, und Frl Alma Hermany. Sobald die Alten" zum Souper gezogen waren, wurde der Balljäal der zahlreich erschienenen Jugend freigegeben, 'Mit der später die Alten' wieder wetteiferten. . -'

Die Tanzweisen waren wie vorher alte Melodien, wie O du lieber Augustin," Zu Lauterbach," Muß i denn etc." und fand der Ball erst zu sehr, sehr vorgerückter Stunde seinen Abschluß. Seinen Veranstaltern und seinen Theilnehmern hat er, wie gesagt, nicht nur Vergnügen, sondern auch Ehre gemacht.

China. Chinesische Rebellen . siegreich. HongKong, 18. März. General Wa jst von den Kweng-Si Rebellen geschlagen worden. Sie haben Besitz von Fang Sheng genommen, die Stadt geplündert und viele Manderi nen getödtet. Sekretär Ethan Allen H i t ch c o ck w i l l r e s i gn i r e n. Chicago, 13. März. Ter Washington Correspondent ' der Tribüne" theilt mit, daß Ethan Allen Hitchcock, Sekretär dc? Innern, schon in den nächsten Tagen resigniren wird. Zu seinem Nachfolger soll bereits Willis Vandevcnter von Wyommg, früher von Jndiana, ausersehen sein. EineFran für $2 verkauft. Michigan City, 13. März. Während der Verhandlungen über die -cheidungsttage von Mary Alberson bezeugte die letztere, daß ihr Gatte Alfred sie für 52 an Wm. Tenny verkaufte. Musikalisches. Harold Bauer, einer der bedeutendsten Pianisten der Gegenwart, wird am nächsten Samstag Nachmittag im Propylaeum ein Recital veranstalten Folgendes Programm wird, zur Durchführung gelangen: Vorspiel und Fuge Op. 35 - ' Mendelssohn Carneval".: . .Schumann a Nocturno Chopin b Etüde.... Chopin c Ballade ; .... Chovin a Barcarolle- Rubinstein b Jslamey" (Orientalische Phantasie, . Balakirew Paderew s k i veranstaltet hier am 11. April ein . Recital. Paderewski wird hier am 11. April ein Recital veranstalten. Dasselbe wird wahrscheinlich in der Tomlinson Halle stattfinden. I6r. Sehr schlimm können Verrenkungen und Quetschungen werden, es ist dagegen sehr leicht dieselben durch St. Jakobs Oel zu kuriren. Man gebrauche es schnell und eine prompte Heilung wird die Folge sein. Weitere Vörbereitungen für die Ein FaZelzug geplant. In der am Montag abgehaltenen Sitzung des Erecutiv Comites für die Einweihungsfeier des Monuments berichtete Capt. Vieler von dem Sub-, Comite -für Feuerwerk, zu Gunsten eines Fackelzugs, welcher von den deutschen Vereinen ausgeführt und sich um das Monument herum bewegen soll. Das Executiv Comite war für den Plan eingenommen und instruirte Herrn Vieler die nöth'gen Koster.voranschlüge zu unterbreiten. Es wurde beschlossen, daß in der großen Prozession sich nur folgende militärische .'Organisationen etc. be theiligen können: National Garde, G. A. R.-Posten, Söhne der Vetcranen, Union Veteranen-Liga, Vctera nen, welche zu keiner Organisation gehören, ferner Veteranen aus dem spanischen Kriege. Am nächsten Donnerstag Nachmittag 3 Uhr hält das Executiv . Comite mit dem Finanz-Comite in der Osfice des Gouverneurs eine gemeinschaftliche Sitzung ab. -risut Cit! .-i:r 5c Ctarnn