Indiana Tribüne, Volume 25, Number 171, Indianapolis, Marion County, 12 March 1902 — Page 1
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GrZAzeint ieden Namtttas' . . Jahrgang 25. , Indianapolis, Ind., Mittwoch, 12. März 1902. . No.171. , , - -1 : ; : " , ,
Er - Gouvernenr John P. Slltgeld Plötzlich ans dem Leben geschieden.
Joliet, Jll., 12. März. Ex. Gouverneur John P. Altgeld ist heute Morgen in seinem Zimmer im Hotel Munroe plötzlich gestorben. Er hatte gestern Abend noch in einer Sympathieversammlung für die Buren eine Rede gehalten. Er war kaum mit derselben fertig, als er von einer Ohnmacht befallen wurde. Er wurde in das Hotel gebracht, wo mehrere Aerzte ihn sofort in Behandlung nahmen. Allein deren Kunst vermochte ihn nicht zu retten und um 7 Uhr gab er seinen Geist auf. Eine Blutung im Gehirn war die directe Ursache des Todes. Herr Altgeld kam gestern Nachmittag hier an; er sagte, daß sein Gcsundheits zustand nicht der beste sei. bestand aber trotz dcs Abrathens seiner Freunde darauf, die Rede zu halten. John Peter Altgeld wurde am 30. Dezember 1847 in Deutschland geboren. Er war drei Jahre alt, als seine Eltern nach Amerika auswanderten. -Dieselben ließen sich aus einer Farm in Richland County, O., nieder. Mit 10 Jahren ließ der Verblichene sich in die Bundesarmee einmustern und er machte hierauf den Bürgerkrieg bis zum Schlüsse mit. Hierauf studirte er Jurisprudenz und im Jahre 1372 wurde er in Savanah, Mo., zur Ad. vokatur zugelassen. 1875 kam er mit einem Vermögen von S50 nach Chicago. Allmälich jedoch wurde er einer der ge suchtesten Anwälte der Stadt. Zehn Jahre später wurde sein Vermögen bereits auf S1.000.000 geschätzt. - 1336 wurde er Superior-Richter von Eook Eounty ; sünf Jahre später resig. nirte er und 1892 wurde er zum Gou verneur von Illinois erwählt. Natnrgas-Erplosionen in Per, Ind. Sechs Pnsonen fchm verletzt. Peru, Ind., 12. März. Die Be wohn?r der Stadt wurden heute in früher Morgenstunde durch zwei Na turgas-Explosionen aus dem Schlum nier geweckt. Folgende Personen trugen in Folge derselben Verletzungen davon: Frank Kiley sr., Frank Kiley jr., James Kiley, Frl. Bridget Kiley, ??rau John Hayes und Säugling. Die erste Erplosion ereignete sich ini dem von der, letzteren bewohnten Hause. Die Familie Kiley, welche in dem benachbarten. Gebäude wohnte, war durch dieselbe erwacht und hatte sich auf der Veranda versammelt, als in ihrem Hause ebenfalls eine Erplosion erfolgte. Sie wurden auf den Hof geschleudert und unter Trümrnern förmlich begraben. ,, Zwei Opfer eines Cyklons. 1 D a l l a s, Tex., 12. März. Ein Eyclon suchte heute die Stadt heim. Zwei in einer Vorstadt lebende Perso tun wurden getödtet. ' im Eine Schlappe für Minturn. DaZ Staats'Obngnicht entschieb zu seinen Ungunsten. Das Staats Obergericht hat am Mittwoch in Sachen des Joseph Min turn die Entscheidung des Kreisgmchts bestätigt. Minturn hatte bekanntlich verlangt, dader Vorsitzer des repub likanischen County - Comites Herr Elliott gezwungen werde, seinen (Mintum's) Namen als. Candidat für Senator für Marion und Morgan Eounty auf den Wahlzettel der republikanischen Vrimärwahl zu .setzen Herr Ellioti hatte sich geweigert, dieses zu thun und im Krei5gericht war zu seinen Gunsten entschieden worden. . m imt m The Belmont", Wirthschaft und Billard.Varlors. 1201 Madison Ave., Geo. Spacke, Eigenthümer. Beste Getränke uno lgarren, seiner fcung. ?c:u?s Sei. L2vö.
Die Sudbahn-Freibrief-Ange
legenheit. Nur einige Remonstranten fanden sich vor dir Borde für öffentliche Werkt ein. Auf Mittwoch Vormittag hatte die Behörde für 'öffentliche Werke die Bürger eingeladen,, welche sich für die Ver gebung eines Freibriefs an die Süd-bahn-Gesellschast-interessiren. Es war erwartet worden, daß viele Bewohner der Südseite, welches heftig gegen die Gewährung remonstrirten, sich persön lich einfinden würden, um ihre Ansich ten kundzugeben. Allein wider Er warten waren die Gegner des ProjectS nur sehr schwach vertreten, während die Befürworter derselben zahlreich, erschie nen waren. Als Sprecher der Remonstranten fungirte Pfarrer Gavisk von der St. Johannes Kirche, während Herr Addi son E. Harris die Gesellschaft vertrat. Der Elerk verlas hierauf die von der Behörde gestellten Bedingungen, unter welchen der Gesellschaft das Wegerecht verliehen werden soll. Ueber dieselbe haben wir schon des dfteren berichtet. Die von der neuen Bahn in Aussicht genommene Route, gegen welche sich am meisten die Oppo sition geltend macht ist folgende : Beginnend an einem Punkte, wo die Southern Ave. die Jnkorporations linle der Stadt berührt, dann nördlich zur Runcker Str., nördlich über den Poque Run zur Merrill Str., nördlich zur South Str., zur McGill Str., zur W. Louisiana Str. und zum Bahnhof. Es sollen ferner Verbindungs Geleise mit den Geleisen der Peoria & Eastern", der Jndpls. & Vincennes" und der Terre Haute & Jndpls." Bahngesellschaften gelegt werden. Pfarrer Gavisk wies zunächst darauf hin, daß schon jetzt durch die vielen Eisenbahngeleise, welche die Straßen der Südseite durchqueren, den dortigen Bewohnern, speziell aber den Schul lindern beständige Gefahren erwüchsen. Dieselben würden natürlich durch die Geleise der neuen Bahn nur noch ver mehrt werden. Ferner würde das meistens Leuten aus dem Mittelstande gehörende Grund eigenthum in dem Theil der Stadt, welches von der Südbahn berührt werden soll, bedeutend im Werthe sinken. Herr Wm. Marion und Frau Thomas I. Tonahue von der Henry Str. No. 321 sprachen sich in ähnlichem Sinne us. Herr Harris hielt diese Befürchtungen - für nicht angebracht. Das " Grundeigenthum würde für Fabrik und GeschäftZzwecke ganz ent schieden an Werth gewinnen ; Hinsichtlich der Gefahren brauchen die Bewohner keine Angst zu haben, da die SüdbahnGesellschaft an jeder Stre. ßenkreuzung einen Uebergang für Pas santen errichten lassen würde. Hier auf wies Herr Harris auf den großen Vorthe'.l bin,-welche die Stadt durch den Bau der Südbahn haben würde. Fünfzehn EountieS deSStaates, reich an Kohlen, Stein und Feldfrüchten würden durch die Bahn direct mit Jndianapo lis in Verbindung treten. Zum' Eintritt der Bahn in die Stadt könne die Nordseite nicht benutzt werden, da doch die Bahn auf irgend einer Weise den Union Bahnhof er reichen müßte.' . ' Zu denjenigen Herren, welche den Bau der Bc.hn befürworteten, gehörte auch Herr Mortimer Lvering, Präsident der Columbia National 3t ernt. Um die Mittagsstunde war bereits die Diskussion geschlossen, da sich Niemand mehr zum Worte meldete. Die Behörde behielt sich die Entschei dung vor. Es kann aber schon.zetzt keinem Zweifel mehr unterliegen, daß dieselbe der Gesellschaft den Freibrief unter den erwähnten Bedingungen ge währen wird. Herr Wm. Foriune, Präsident des Eommercial Elub Elevated Track Eo mites" sandte im Namen desselben ei nen energischen Protest gegen die Ge nehmigung des Freibriefs an die Süd bahnGesellschaft, weil in demselben nicht die Bedingung enthalten ist, daß die Geleise hoch gelegt werden sollen.
I. T. U.
Die Wahl der Internationalen Beamten zur A. F. of L. betreffend. Die Nominationen für die am 23. Mai vorzunehmende Wahl der Jnter nationalen Beamten der I. T. 11. und deren Delegaten zur A. F. of L. sind nunmehr geschlossen und' die nachstehenden Mitglieder haben genügende Unter stützung gefunden, um auf den ofsi ciellen Stimmzettel zu kommen : Präsident Charles A. Derry von Seattle, James M. Lynch von Syracuse. Sekretär-Schatzmeister John W. Bramwood von Denver. ' 1. Vice-Präsident E. E. HawkeS von Chicago, John W. Hays von Minneapolis. 2. Vice-Präsident (deutscher Zweig) Hugo Miller von Indianapolis. 3. Vice-Präsident (Zeitungs-Expe-dienten) T. I. Canary von New York, JameS I. Mulcahy von St. Louis, Samuel TownShend von New York. ' 4. Vice-Präsident (Zeitungsschreiber) I. F. O'Sullivan von Boston. Delegaten zur A. F. of L. (Auchdrucke?) William M. Garrett von Washington, August McEraith von New York. Mur Hayes von Cleveland, Edward Hirsh von Baltimore, Ernst Kreft von Philadelphia, Frank Morri son von Chicago, Eugene F. O'Rourke von New York, M. P. Walsh von Milwaukee, Ernst A. Weier' (deutsche Union) von Cincinnati. Delegaten zur A. F. of L. (verbündete Gewerke) I. I. Kinsley von den Zeitung Expedienten in Chicago, William Mailey von den Zeitungs schreibern in Philadelphia, P. G. Nuernberger von den Schriftgießern in Chicago, I. F. O'Sullivan von den Zeitungsschreibern in Boston, JameS Ryan und C. S. Walls von den PhotoCngravers in New Vork. Trustees des Buchdruckerheims in Colorado Springs - (Buchdrucker) John Armstrong von Toronto, A. I. Chramosta von Chicago - (böhmische Union), Thomas McCassery von Colorado Springs, E. W. Patton von Washington, L. C. Shepard von Chi cago, Harry K. Stephan von New Aork (deutsche Union). , Ed. LSutton von Atlanta, William C. Trump von Norwich, W. I. White von San Iran cisco. . . Trust des Buchdruckerheims (ver bündete Gewerke) W. G. Harbor von den Zeitungs Expedienten in Boston, H. H. Rogers von den Schriftgießern in Chicago,' C. S. Walls von den Photo-ßngravers in New Jork. Agent des Buchdruckerheims Wil liam Kennedy von Chicago. Ein falscher Alarm. Die Feuerwehr wurde heute Mittag nach dem Hause No. 529z O. Washington Straße gerufen, woselbst angeb lich ein Feuer ausgebrochen sein sollte. Es stellte sich jedoch heraus, daß der Alarm ein falscher war.. Einen separaten Prozeß Werden John Onne mrt Frau verlangen. Die Vertheidiger von John Orme und Frau werden im Criminal-Gericht den Antrag stellen, daß ihr Prozeß nicht mit demjenigen der MartineckZ zusam men geführt ' werde. Ihr Kind Hazel befindet sich im Eleanor HoSpital auf dem Wege der Besserung. Der Deutsche Litterarische Club hielt am Dienstag Nachmittag in der Wohnung der Frau LouiS Burkhardt seine monatliche Versammlung ab. Frl. Emilie gleicher verlas einen von Frau Henry L. Brunner verfaßten Aufsatz über Hanptmann und seine Werke." Frl. Therese Wagner erfreute die Anwesenden durch musikalische Vor träge. Frank Stratmann. Vienna Bustet, 210 212 O. Wabash.Str. Besten Getränke und Cigarren, feinster Lunch. Ausmerlsame Aeolenung.
Aus Arbeiter-Kreisen. Der Strike der Brauerer-Arbeiter in Ein cinnati.
Die Unterhandlungen zwischen den ausgeschlossenen Arauereiarbeitern und den Brauereibesitzern sind abgebrochen worden und nunmehr werden die Ar beiter, wie am Dienstag die Mitglieder der National-Cxekutive der Brauereiarbeite? erklärten, den Kampf gegen die Brauereien in vollständig rücksichtsloser Weise führen. Die Brauherren haben unsere gerechten Friedensvorschläge zurückge wiesen," sagte Sekretär Zorn, und nun mögen sie auch die Folgen tragen. Jetzt.degirnit der Kampf und es wird sich zeigen, wer stärker ist, die Brauereibesitze? oder der Verband der Brauereiarbeite?. . Wenn die Herren glauben, daß sie unseren Verband vernichten können, so sind sie in einem gewaltigen Irrthum befangen, denn wir können es ruhig eine lange Zeit aushalten und unsere Mitglieder werden, von NahrungZsorgen verschont sein. Eine der Folgen dieses Kampfes wird sein, daß verschiedene der kleineren Brauereien an die Wand gedrückt werden ; es thut mir fe um diese Brauereien, aber die Eigenthümer haben eS selbst gewollt und müssen daher die Folgen der von ihnen gethanenen Schritte tragen. Die Bedingungen, die wir den Brauerei besixern gestellt hatten, waren so liberal und gerecht, wie sie nur sein konnten. Wir wollten nur, .jdatz sämmtlicheZauSgeschlossenen Brauereiarbeiter wieder angestellt werden sollten und erklärten unS bereit, die Frage hinsichtlich der Jurisdiktion über die Maschinisten und Heizer der American Föderation of Labor zu überlassen. Ferner versprachen wir den Brauherren, daß wir diejenigen unserer Mitglieder, die zur Zeit uns untreu geworden sind wieder in die Union aufnehmen und sehr glimpflich, was Bestrafung anbetraf, behandeln würde:s. Alles dieses war den Brauherren nicht genug, sie verlangten, daß es ihrem Gutdünken 'überlassen bleiben sollte, welche von den neuen Arbeitern, die sie inzwischen angestellt haben, ihre Plätze behalten sollten. Diese Arbeiter sollten dann .ohne Weiteres in der Union der Brauereiarbeiter Aufnahme finden. Dieses Verlangen können wir nun und nimmermehr erfüllen, denn unter diesen Scabs" befinden sich eine ganze Anzahl von Leuten, die in den nächsten Tagen mit Schimpf und Schande aus' verschiedenen Arbeiter Organisationen ausgestoßen werden und an eine Aufnahme dieser Ausgestoßenen . v r 1 ?ri Pttn.v v in unseren neroano in se:onreoeno nicht zu denken." Im Lokal der Arauerbörse wurde be kannt gegeben, daß die Unterhandlungen mit den Brauereiarbeitem' resultatlos verlaufen seien und daß die Lage vollständig unverändert wäre. Das Ein. Central Labor Councilhat in der am Dienstag Abend abgehaltenen Sitzung nochmals beschlossen, die Sache der Ver. Brauereiardeiter zu unter stützen und, wenn, nöthig, einen Be vollmächtigen zu ernennen, der die Stellunznahme des Councils und das Vorgehen der. Brauereiarbeiter bei der amerikanischen Arbelter-Föderation ver theidigen soll. Die Veranlassung zu diesem Beschluß gab eine'Zuschrift der Brauereiarbeiter, in der darum nach gesucht wurde. Eine Anzahl Unionen, welche mit dem Central Labor Council affiliirt sind, haben Strafen von $1 bis zu $25 festgesetzt für jedes Mitglied, wclcheS dabei abgefaßt wird, daß es NichtUnion.Bier trinkt. Wie schon berichtet, hat die Typographia No. 3 die Strafe auf 525 festgesetzt ; die HufschmiedeUnion No. 12 auf S5 und außerdem soll Derjenige um S5. gestraft werden, der versäumt, ein Mitglied zur Anzeige zu bringcn, welches er Nicht-Union-Bier hat trinken sehen. Die Musiker-Schutz. gesellschaft wird ihre Mitglieder um $2 strafen, die ZuschneiderUnion um $1, die Holzarbeiter-Union No. 89 um öl und die Schneidergesellen-Union No. 155 hat offiziell das Vorgehen der Brauereiarbeiter-Union gutgeheißen.
- DieaufdenhiesigenGüter-Bahnhöfen der BigFour angestellten Arbeiter, welche ZU? "Freigut, Handlers' Union" gehören, hielten am Dienstag Abend eine Versammlung ab, in welcher gegen die jetzige Arbeitszeit remonstrirt wurde. Die Gesellschaft verlangt, daß ; die Arbeiter an einem Morgen um 7 Uhr, an dem anderen Morgen um 7:?0 zur Arbeit kommen sollen. Sie verlangen aber, daß die Arbeitszeit für Alle um 7 Uhr beginnen soll, weil die Arbeiter, welche eine halbeStunde später anfangen gewöhnlich! am Abend zu spät beschäftigt melden. In einer am Sonntag, den 23; März, stattfindenden Versammlung sollen definitive Beschlüsse in dieser Angelegenheit gefaßt werden.
Local-Politisches. Die städt. Briefträger sind dieser Tage mit Campagne Liter at u r, zumeist persönlichen Rundschreiben der republ. Candioaten- für Cunty-Aemter an ihre Freunde und die Stimmgeber im Allgemeinen, überladen. Postkarten sind während der letzten Tage von den Candidaten zu Abertausenden angekauft worden. ' Die ClerkS im Postamte schwitzen wie Bür stenbmder, und Onkel Sam heimst von den Campagnekosten ein nettes Sümmchen ein. Harry E. Royse, bisheriger File-Clerk in der .Office, des CountyClerks Elliott und' Gegen - Candidat von C. L. Hare und W. E. Davis für die Nomination zum County-Clerk,' hat in einem offenen Briefe an. Vorsitzer Elliott vom rep. County-Comite er. klärt, daß er sich weigere, . auch nur einen Heller Campagne -Asseßment zu zahlen. Denn er habe die Gewißheit, daß, wenn er beisteure, sein eigne's Geld benützt werden würde, um ihn selbst zu bekämpfen und zu schlagen. Vors. Ellictt vom rep. Comite, hat in' einem längeren. Briefe alle rep. Preunct-Comitemitglieder und Wahlbeamten auf die verschiedenen Best imm ungen. des Primärwahl enGesetzes aufmerksam gemacht, und ihnen dringend an's Herz gelegt, diese Bestimmungen bei der Wahl am Freitag auf's Schärfste durchzuführen. Der Erste Ward Demokratische Club hielt am Dienstag Abend im Club lokale, No. 1904 Hillside Ave., eine Versammlung ab. In derselben wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen. Am nächsten Dienstag Abend findet wiederum eine Versammlung statt. , .. Personal Notizen. F rau Dr. T'he 0. A.Wagner, Frau. Henry Severin und Frau Robert Kipp werden in der nächsten Woche- eine Reise nach California machen und u. zll. auch der Ueberreichunz eines neuen Preises für eine literarische Arbeit an . Fletcher Wagner, seitens der Leland Stanford Universität, beiwohnen. , Herr und Frau Chas.Krauß, von No. 733 ,N. Pennsylvania Str. haben die Verlobung ihrer Tochter Frl.Lillian Krauß mitHrn. W m. Smo ck Allen angekündigt. Die Vermählung findet am 26. März statt. Herrund Frau Karl Schneider werden im Mai nach Deutschland reisen. Sie werden dorr dsn Sommer zu bringen. -Herr und Frau Ferdinand Mayer werden im Juni eine Europa reise unternehmen. Die Jndiana Eis-Fabrikauten-Vereinignng erwählte" in ihrer am Dienstag abge haltenen Jahresversammlung folgende Beamte : ' Präsident W. E. Siddens von Marion. . Vice.Präsident G. T. Manning von Anderson. " Sekretär und Schatzmeister W. Bell ' von Connersville.' , Die Vereinigung beabsichtigt' eine Versicherungs-Gesellfchaft auf co-opera-tiver Basis zu gründen.. .
Gerichtshöfe. Die, Verpachtungen einer .Naturgas . Gesellschaft gegen ihre Kunden. Jame A. Ball in Thornton war in Streitigkeiten mit seiner Natur-Gasge-sellschaft wegen der Gasrechnung gerathen und die Gesellschaft drehte ihm kurzerhand das Gas ab. Seinem Gesuche um Meterlieferung von Gas sollte nur entsprochen werden, falls er sich der Meterberechnung, 1000 Qubik Fuß zu 20 Cents, füge. Ball wurde klagbar und das Untergericht entschied zu seinen Gunsten, indem die Gesellschaft angewiesen wurde, ihm nach derselben Berechnung (der betr. Flat"-Berechnung) wie den übn gen Bürgern das Gas zu liefern. Am Dienstag hob jedoch das Obergericht dieses Urtheil auf, unter der Begnündung, es sei nicht erwiesen, daß die ge gen Ball zur Anwendung gebrachte Be rechnungsmethode kostspieliger oder beschwerlicher sei. Doch sprach sich der Gerichtshof zugleich dahin aus, daß einer Gasgesellschaft nicht das Recht zustehe, einen Theil ihrer Kunden durch die Art der Berechnung ungünstiger zu stellen, als den anderen. -1 Frau C a r n a h a n's Juwelen. Frau James R. Carnahan hatte aus Chicago eine Diamantensendung erhalten, deren Werth der Absender bei der Adams Expreß-Gesellschaft auf S100 angegeben hatte. Durch Unachtsamkeit oder Unehrlichlcit eines Angestellten gingen die Juwelen verloren und Frau Carnahan klagte auf Zahlung von S300, des natürlichen Werthes der Edelsteine. Das Obergericht hat jedoch am Dienstag gegen' Klägerin ent--schieden, da für dieWerthabschäkuna
die vom Absender am Aufgabeort angegebene Summe maßgebend sei. B e s ch l a g n a h m t e T ö p f e. Henry L. Smith, der 1. Gehülfe des County Schatzmeisters, hat die noch vorhandenen Vorräthe einer Töpferei-waaren-Handlung an der West Washington Straße mit Beschlag belegt, die von einem gewissen Herrn vor 10 Tagen eröffnet worden war, um angeblich die Waaren einer Hamilton, O., Fabrik auf den Markt zu bringen. Der Vorsteher der Handlung weigerte sich damals, als die hiesigen Geschäftsleute gc gen d?n Laden protestirten, eine Licens für $25 pro Tag zu lösen, sagend, die Handlung würde ' beständig fortgeführt werden etc. Doch machten Smith s Spürnasen die Entdeckung, daß eine hiesige Großhandlung die noch vorhandenen Waaren der Handlung ankaufen wollte, bezw. angekauft hatte, daß mithin das County um die 5250 Licensgelder gebracht werden sollte. Weshalb Smith wie angegeben einschritt. Probat Gericht. . Das Testament von Louise Thoms wurde im Probatgericht bestätigt. Die selbe vermachte ihrer Schwester Lena Greer und ihrer Nichte, Louse Greer, je S200. Universalerbin ist die Mutter der Verstorbenen. Dieselbe stellte Bürgschaft von S4000. Polizeigericht. 7:.c;j ..r: xi.. caij.im lCV3CiilC( VUk UCil Jl.Ct. Die noch im jugendlichen Alter stehenden Burschen Ralph Ellis, Harry Meyer, Harry Welschal und Charles Miner waren beschuldigt, in folgende Geschäftslokale eingebrochen zu sein: No. 911 O. Washington Str.; No. 824 ViroinZa Ave.: Cd. Nable's Kur,. waaren-Eeschäst, Madison Ave. 1302 ; Grocery'Geschäft nahe' dem Viaduct ; Crane'S Juwelier-Geschäft nahe dem Viaduct; Temple und Shideler's Com-missions-Haus an der N. Alabama Str. .Sie wurden an die Großgeschworenen überwiesen. John Wilhelm, welcher mindestens schon hundert Male . wegen verschiedencr Vergehen nach dem Arbeitshause gesandt und gestern erst aus demselben entlassen wurde, wanderte heute wieder auf's Neue hinaus. Er war dabei abgefaßt worden, als er aus dem Commissionshause von Geo. W. Cummings einen Korb mit Kartoffeln fortschleppen wollte. Er wurde zu 30 Tagen und S10 und Kosten verurth-llt.
