Indiana Tribüne, Volume 25, Number 167, Indianapolis, Marion County, 7 March 1902 — Page 4
Jnoitma Lribüne, 7.' März 1.
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Jndiana Tribüne. HkrauZcezedtn rn te: utenberg Es. Indianapolis, Ind. Harry O. Thudmm Präsident.
Geschöstslocal: No. 31 Süd Telawarc Straße. TELEPH0E 2G9. Entered at the Post cSie of Indianapolis as second dass matter. ; Veschichtttchcs vom Thterschutz. In den fünfunddreitzig Jahren se! utx Ezistenz tat der Thierschutz-Aer-band in unserem Lande ein erstaunliches Wachsthum erreicht, das wenigstens in der Geschichte, von Qrganrsatonen der gleichen Art beinahe einzig dasteht, und mehr, als alles Andere zeigt, daß diese Bewegung einem allgemeinen und lebhaften Bedürfniß entspricht. Es lohnt sichrer Geschichte dieser Bewegung und der Form, in welch'er sie in der Neuzeit, auftritt, ein wenig nachzugehen. Thierschutz in der einen oder (nfte ren Gestalt hat es ja schon in allen Zeiten da und dort gegeben, aber vorwiegend aus religiösen Motiven und nicht als bürgerliche Gesetzessach. Bekanntlich hatten und haben noch heute bei etlichen orientalischen Völkern die Vorstellungen von einer Wanderung mancher Menschenseelen in Thierkorper viel mit rücksichtsvolleren BeHandlung zahmer und -wilder Thiere zu schaffen, und in gleicher Richtung wirkte die Verehrung, die einer Anzahl Thiergattungcn dargebracht wurden. und wovon sich auch noch be! einzelnen Jndianerstämmen Spuren vorfinden (ebenso wie von einem unbestimmten Brüderlichkeitsgefühl gegenüber gewissen Thieren), und bei katholischen Nationen früherer Zeit erzeugte das Dankbarkeits -Gefühl eine mehr oder weniger verbreitete ThierschutzStimmung, nämlich im Hinblick auf den Schutz und die Hülfe, w'elch in vielen Heiligen-Legenden den Heiligen in der Wüste, durch Thiere zu .Theil wird; obwohl Solches natürlich als höhere Fügung betracktet wurde, so waren die Thiere dc-ch das Werkzeug. Aber die Ideen einesThierschützers als alltägliche Pflichtsache, und aus den Glauben sich stützend, daß auch die 'Thiere gewisse Rechte hätten, welche der Mensch respektiren müsse, gehört der Neuzeit an und ist in der westlichen Welt entstanden. Zs war naturgemäß, daß diese Vorstellung sich vor Allem auf diejenigen Thiere erstreckte, welche die beständigen getreuen Arbeitsgehülfen der Menschen sind, und ohne deren Mitwirkung UNsere ganze Civilisation niemals das geworden wäre, was sie ist, doch ging man alsbald noch weiter, und auch die wichtigsten Gattungen wilder Thiere wurden blos zu einem gewissen Grade als schutzberechtigt angesehen, und wäre es auch nur im ausschließlichen Interesse derMenschen selbst. Indeß dauerte es lange und hielt schwer genug, bis diesbezüglicheSchutzBestimmungen in das Gesetzbuch AufTiahme fanden. Vielen erschien S6l ches geradezu wie ein revolutionärer Gedanke, und manche beliebte Gepflogenheit und Sports-Belästigungen waren gar zu nz mit der einen oder, anderen Art Thierquälnei - verknüpft Als der Pionier der Thierschutz.Bewegung neuzeitlichen Charakters in den Ver. Staaten wird gewöhnlich Henry Beigh betrachtet. Theoretisch ist' ihm jedoch ein Deutschamerikaner zuvorge--kommen,, nämlich F. I. Spiegelberz von der University of Wisconsin", dessen Name in dieser Verbindung nicht in Vergessenheit gerathen sollte. Spiegelberg lieferte das erste systematische Studium dieses Gegenstandes. Dagegen war Henry Bergh ein Mann des energischen Eingreifens. Als Gesandter der amerikanischen Negierung in Rußland war er oft auf die Mißhandlungen des Viehes durch rusfische Bauern aufmerksam' geworden; er empörte sich darüber, aber sein zweiter Gedanke war. daß es in seiner eigenen Heimath damit auch nicht besser stand! So entschloß er sich, nach feiner Rückkehr feine " ganze Lebens kraft an die Sache des Thierschutzes zu setzen. . Manchen Leftrn dürfte es noch in Erinnerung sein, mit welchen Spott Henry Bergh lange Jahre überhäuft wurde. fast mehr, als jeder andere Reformer in unserem Lande, wie man .ihn einen' Fanatiker und Träumer nannte, und Richter und Anwälte ihn einzuschüchtern versuchten. Sehr einflußreiche und wohlhabende Leute gehörten zu seiner Gegnerschaft. Stra-ßenbahn-Gesellschaften waren dagegen, daß es ihnen verboten sein sollte, verkrüppelte Thiere in ihremDienst zu benutzen und die Straßen zu salzen und andere bequeme Methoden zur Beseitigung des Schnees oder seiner Wirhing anzuwenden Z mächtigeEis enbahn- . Gesellschaften wollten nichts davon wissen, haß sie verpflichtet werden sollten, das transp.ortirte Vieh mindestens alle 23 Stunden zur Fütterung, auszuladen; ein großer Theil der Gesellfchaftswelt protestirte gegen die Eingriffe in ihren Mode-Sport, u. f. w. ' Aber Bergh war ein Agitator von unbiegsamer Zähigkeit. Er, fand auch - bald reiche Freunde und Unterstützung, , und eine Zeitung nach der anderen ging zu ihm über. :
Es war im Apuil 1866, als der Amerikanische Thierschutz-Verband gesetzlich incorporirt und mit entsprechendem polizeilichem Rechte ' ausgestattet wurde. In den ersten fünf Jahren wollte die Bewegung nur sehr mühsam vom Fleck komen; dann aber machte sie in allen Theilen des Lande ra pide Fortschritte und fand dementsprechende Anerkennung seitens der Gesetzgebung. .Heute giebt es, in den Vereinigten laaten 204 ThierschutzGesellschaften, und noch 11 in verschiedenen anderen amerikanischenLändern. und' ihre Thätigkeit nimmt von Jahr zu Jahr zu. Und noch lange nicht ist die Mssion dieses Verbandes erfüllt! Hervorzuheben ist auch noch, daß derselbe zur Gründung anderer wichtigcn Verbände ähnlichen Charakters geführt und z. B. den Anstoß zur Kmderschutz- sowie zur Vogelschutz - Bewegung gegeben hat.
tc cunncnflcdcrfrntistif dcs JMeS 19JO. In der iiiiisii'i ccroifentlichlc Xitnirncr fcer to.x Rudolf - Wolf seiner ' Jett g. gründeten ?ltn noauichcn i'üthjUiungerr der Hur. cher Sternwarte gicvl Professor Alfred Wolfer eine ebenso weribvoll: wie übersichtliche und interejante Zusammenstellung c: Sonnenslcctenbwbachtunqen des Jahres 1900, aus deren sorgfältigen Tiskussicn für die mittlere Häufigkeit' dieser Flecken in dem Genannten Jahre die Relativzaki 9,5 gefunden wird; gegenüber dem Boriahre 1899 (mit der Relatlvzakl 12.1) hat also eine weitere für fci: Umgebung des Sonnensleaenmini--mus aerin?e Abnahme der Sonnenfleckenhäufigkei! stattgefunden. Doch hat die Zahl der flecken freien Tage, obschon großer als 1899, noch nicht diejenige Grenze erreicht, die für em Sonnenfleckenminimum im allaemeinen bezeichnend ist, aus der Zahl der ersteren glaubt Profejjor Wolfe?, schließen zu' dürfen, daß 1900 das Jahr vor einem Minimum ist. Tie Beobachtungen der ersten Monate von 1901 scheinen übrigens zu zeigen, daß das Sonnenfleckenminimum unmittelbar bevorsteht, wenn nicht schon erreicht ist. Besonders interessant ist die Tarstellung :m einzelnen des Berlaufs der Fleckenthätigkeit auf dem Sonnenbild im Jahre 1900.- Ine in graphischer Weife für die zwölf Monate außerordentlich klar und übersichtlich daraettellt ist. Die ??leckenkurve besteht diesmal für den größten Theil des Jahres aus einer Reihe ganz regelmäßig in fast gleichen Abständen sich folgenden Hebungen und Senkungen. Die ersten sind meist ziemlich scharf markirt. die größte von-ihnen fällt auf die letzten Tage des April und die, erste Woche des Mai. wo einige gleichzeitig vorhandene beträchtliche Fleäengruppen die stärkste Aeußerung der Thätiakeit während des JahreZ bezeichneten. Auch im Jahre 1900 zeigte sich ferner die von Professor Wolfer schon so oft konstatirte Thatsache, daß eine langdäuernde Konzentration der Fleckenbildungen auf bestimmte um grenzte Theile der Fleckenzonen und ein ebenso auffallendes wie anhalten des Fehlen auf anderen stattfindet. Sand in Sand mit der periodischen Schwankung der Sonn?nsleckenhäuflg keit geht bekanntlich auch das magne:elektrische Verhalten unseres Erdballes; so zeigt sich namentlich auch, daß die Variationen der Magnetnadel in engerem Zusammenhange mit dem Fleckenreichthum auf der Sonne stehen. Während aber sonst ein fast vollständiger Parellclismus zwischen dem Fleckenstand der Sonne und den Variaticnen der magnetischen Deklination auf der Erde bestand, fand Professor Wolfer dagege?? bereits für das Jahr 1893 in ' beiden Erscheinungen Erdmagnetismus und. Sonnenfleckcnthätigkeit eine auffällige Anomalie, indem für genanntes Jahr die Uebereinstimmung sehr zu wünschen übrig läßt und das Jahr 1900 kommt ihm in dieser Beziehung nahe, wie die Vcrgleichung der magnetischen Beobachtung, mit den Fleckenzahlen für das genannte Jahr ergiebt. Man wird also dem weiteren Verlauf beider Erscheinungen auch für die nächsten Jahre mit größtem Interesse entgegensehen dürfen. Unter allen Arten von Phänomenen. die wir auf unserer Erde beobachten können, zeigt sich keine so empfindlich gegen die Ereignisse im Sonnensystem.' wie der Magnetismus der Erde. Er ist jedenfalls das Band. daZ unsere Erde am engsten mit den anderen Himmeskörpern verknüpft. Schrecklicher Wolkenb r u ch. Das Oertchen Dunsmuir, Kal., wurde unlängst Nachts von einem' Wolkenbruch, heimgesucht, welcher sechs Häuser zerstörte und mehrere andere beschädigte.' Die Bewohner der zerstörten Häuser entgingen wie durch ein Wunder dem Tode. Der Eisenbahnverkehr wurde auf mehrere Stunden unterbrochen. Tie vom Gebirge niederstürzende Fluth führte ungeheure Baumstämme trnd Felsstucke mit sich. Erklärung. Der Redakteur Schmalze? ist jetzt ein ganz sondcrba:er Mensch. Früher lustig 'und verznllgt. läßt er. sich jetzt gar nicht meh? leben und txvitt vor ' sich hin." .Weißt Du. der wird' jedenfalls En'.encier für sein: L:ser ausbrüten.-
Schiffsstavcllaufe und Taufen.
' Im Hinblick auf den im Beisein bei Prinzen Heinrich , von Preußen erfolgten Stapellauf dcs ..Meteor" suf .Shooters Island bei New Fork und die Taufe der Facht durch Fräulein Rooscvelt dürften die nachfolgenden Angaben über Schiffsstapelläufe im Allgemeinen interessiren: Der Ab- oder Stapellauf eines Schiffes, das heißt also die Ueberführung desselben von seinem Bauplatz auf der Werft in's nasse Element, vollzieht sich in der Regel, von dem Helling aus. Ter Helling ist auf den SchiffsbauWerften die schiefe Ebene, die mit ihrem vorderen Theile, dem Vorhelling, bis in's Wasser reicht. Vorher hat man unter das Schiff ein mit Schmiere ausgiebig getränktes Ablaufgcrüst, den sogenannten Schlitten, gebracht, der vim beiden Seiten durch Stoppvorrichtungen festgehalten wird und im Augen'blick des Stapellaufs durch Losschlagen der stoppenden Balken abläuft. Bei schweren Kriegsschiffen , vollzieht sich der Ablauf im Trockendock, das mit dem Helling ein Ganzes bildet, also im ausgemauerten, vom Wasser abgesperrten Bassin. Hier wird das abzulassende Schiff dadurch flott, daß das Wasser durch die geöffneten Schleusenthore in das Bassin einströmt. Dem Stapellauf geht kurz vorauf die Taufe des Schiffes. Gewöhnlich rollzieht .-sich diese Tauffeierlichkeit durch eine Ansprache, an deren Schluß der Name deö Schiffes genannt wird, worauf eine mit Wein, meistens mit Schaumwein, gefüllte Flasche am Bug des Schiffes zertrümmert wird. Bei deutschen Kriegsschiffen vollzieht die Taufe der deutsche Kaiser oder ein von ihm bestellter Vertreter, bei Handelsschiffen der Nhcder. Oft aber hält die betreffende hochgestellte Persönlichkeit nur die Ansprache, während die Taufe mvst, das heißt also das Zerschlagen der Flasche Wein am Bug. von Damenhand vollzogen wird. Die ftlafc&e ist an langen Bändern am obersten Vtatöe des Schisses befestigt und steht auf der zur Ansprache vorgerichteten Tribüne. Bei den Schiffstaufen lieai es natürlich nahe, daß man diejenigen Persönlichkeiten zur Taufe heranzieht, welche mit dem Namen, den das Scbiff erhalten soll, in bestimmten Beziehungen stehen. So vollziehen zum Beispiel : a..ir-f v c?. o .f i wi cuiujianu oic sausen Derjenigen Handels- und Verkehrs schiffe, welcke Städtenamen erhalten, in der Regel die Bürgermeister der betreffenden Orte oder deren Gemahlinnen. urch den Stavellauf selbst können ir.f::jjr"rr. ' r i- . iu uuymuj3uue nur q ereig nen, da immer alle Vorkeörunaen etroffen sind, dafc Alles alatt verläuft. Daß indessen das Schiff beim Ablauf a 1 Tf i p.tfvri mwy; ijcijuiuni will, loiNMI, !101I Ctt' den besten Vorbereitunaen. wobl zuweilen vor. Dann 'wird es oft nöthig, durch hydraulische Pressen, die gegen den Bug gestemmt werden, zu Hilfe zu kommen. Manche Schiffbauer zieben es daher Wohl auch vordas Schiff seitllcy ablausen zu lassen, wobei das mit dem Kiel dem Ufer parallel liegt. Indessen macht der Stavellauk dann lange nicht den majestätischen Eindruck, als wenn sich das Schiff in der Richtung feiner Längeachse legt. Prinz Heinrich wohnte natürlich diesmal nicht zum ersten Male der ause eines Schiffes bei; in seiner militärischen Eigenschaft als Vize-Ad-miral der deutschen Marine war er schon öfter berufen, den Kaiser bei Taufen von Kriegsschiffen zu vertreten. Bedeutungsvoll war aber insbesondere die erste Schiffstaufe, die er als 20jähllgcr euinan: zur see, im Jahre 1882, in Vertretung seines kaiserlichen Großvaters auf der latfrrVich iflVrft Wilhelmshaven an dem Aviso Pfeil" oouzog. Damals vollzog der Prinz auch gleichzeitig die Enthüllung des Denkmals des Prinzen Adalbert, des Begründers der deutschen Marine in ihrer heutigen Gestalt, welche Feierlichkeit sich damals zu einem Fest der deutsch?n Marine ausgestaltete. Orientalische Fürsten als Musikfreunde. Eine englisch-deutsche Firma hat dem türüschen Sultan jü'ngsthin zwei Konzertflügel gesandt, nachdem sie ihn schin mit vielen derartigen Instrumenten versorgt hat; aber der Sultan ist noch immer unbefriedigt. Er spielt nicht selbst, aber einige Haremsdamen und vicle tüchtig: Pianisten spielen vor ihm. Der Sultan liebt es auch, zur Musik zu singen. Auch der Schah von Persten ist ein Liebhaber von Musikinstrumenten und hat von derselben Firma Zwei Flügel bezogen. Der Schah interessirt sich auch sehr für seine Kapelle, sami-nelt eifrig Musikinstrumente und ist ein Kenner von' Geigen. Die bekannten großen Musikautomaten, die gleichzeitig Orgel. Orchester und Blechmusik zu sein bezwecken, sind bei dem Sultan und dem Schah sehr beliebt. Merkwürdig ist auch, daß ein arabischer Scheikh in Khartum einen Flügel gekauft hat, auf dem seine Hauptgemahlin spielt. Einen Fortschritt des belgischenVlamenthums zeigt die Prägung einer neuen silbernen 50-Eentimes-Münze. jedoch nur in dem Sinne, daß die Umschrift der Kopfstite die vlamischen Worte Leopold der. Zweite. Koning der Belgen" aufweist, so daß also keineswegs .die deutsche Sprache benutzt worden, ist. Im Sinn: der Zweisprachigkeit ist dieselbe Neuprägung auch irnt französischer Umschrift (ergestellt worden. .
Vrksdtn's Fernheizwerk:."
Sine bisher in der Welt uoJ einzig dasie, hend ittgeniöse Anlage. Bisher noch einzig in der Welt ist das neue Fernheizwerk zu Dresden. Dasselbe versorgt das Schloß, das Opernhaus und das neue Polizeipräsidialgebäude mit Wärme. Die geDas Fernheizwerk in Dresden. nauerten Kanäle, in denen die Wärme fortgeleitet wird, ziehen sich über den Augustusplatz unter den Straßen hin und liegen teilweise im Hochwassergebiet. Sie sind nicht weniger als 0.62 englische Meilen lang. Einzig dastehend ist' wohl auch der vortrefflich gelungene Versuch, die hohe Esse als Thurm auszubilden, um eine ästhetische Wirkung zu erzielen. Das Fernheizwerk fügt sich damit harmonisch in das architektonische Gesammtbild des betreffenden Stadttheils. Die Anlage hängt mit dem alten kurfürstlichen Schlosse zusammen, das seit dem Brande von 1701 ein recht unscheinbares Aeuere zeigte und dessen Umbau nach zwölfjähriger Dauer kürzlich zum glücklichen Ende geführt wurde. Dieser Bau repräsentirt das älteste der Wettiner Schlösser, und er ist jetzt nicht blos ein wahrhaft königliches Heim, sondern auch von rein architektonischem Standpunkt aus ein Kleinod, bei dessen Durchbildung die charakteristischen alten Formen mit feinem Empfinden verwerthet wurden. Professor v. Zenden. Tle Feier veS 70. eburtstage des berühm en Verlincr Kliniker. Einer der hervorragendsten Kliniker nicht nur Deutschlands, sondern der Erde, k Geheimer Medizinalrath und Direktor d:r Ersten Medizinischen Klinik in Berlin, Professor Ernst v. Leyden. feiert demnächst seinen 70. Gcburtstag. Ernst Leyden.der am 20. April 1832 zu Danzig das Licht der Welt erblickte, erhielt seine Ausbildung' am Friedrich Wilhelms-Jnsiitute in Berlin, das bekanntlich auch Helmholtz und Airchow zu seinen Schülern zählte. Leyden wurde Militärarzt und als solcher 1860 an die berühmte Traube'sche Klinik in Berlin kommandirt. 'Er widmete sich hierauf der akademischen Lcmfbahn, kam bereits 1865 als ordentlicher Professor nach Königsberg. 1872 nach Straßburg und 1876 als Nachfolger des verstorbenen UniversitätsprofessorL Traube nach Berlin. Professor Leyden war einer der Aerzte des Kaisers Friedrich des Dritten. In 1894 wurde er an das Krankenlager des 'Zaren Alexander des Dritten berufen. . Ernst' Leyden gilt als ein liebenswürdiger Gelehrter, der durch sein heiteres Wesen die Stimmung der Paticnten zu beleben versteht. Er hat als Vater- des Kongresses für innere Medizin" wie auch sonst, so unter Anderem durch die Gründung und Leituna der Zeitschrift für klinische Medizin" einen , maßgebenden Einfluß ausgeübt. Von seinen Schriften ist die unter dem Titel ..Klinik der Rückenmarkskrankheiten" die bedeutendste. Eine Entdeckung von ihm ist das Scharlachse . Ernst v. beyden. , rum. Zahlreiche Kliniker Deutschlands und deö Auslandes verdanken Leyden ihre Ausbildung. Ihrer Verehrung für den Meister gaben sie schon durch eine gediegene Festschrift anläßlich seines' LZjährigen Ordinariusjubiläums Ausdruck. Zum 70. Geburtstage Leydens 'aber soll für klinische Zwecke eim Stiftung errichtet werden, deren Zinsen Leyden zur freien Verfügung stehen sol. len. Orden- undEbrenzeich e v. wurden im letzten Jahre in Preuß:n beinahe 14.000, ausschließlich Uz E!):na-M:5aillen, verliehen. ,
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