Indiana Tribüne, Volume 25, Number 164, Indianapolis, Marion County, 4 March 1902 — Page 3
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In Chicago. Glanzende Ehrungen für den Bruder drs Kaisers.
Erfolgreiche Veranstaltung der Deutschen in der Llrmory-Halle. Prunkvoller Ball im reichgeschmück' ten Auditorium. Die Festlichkeiten in St. Louis vährend der Vormittagsstunden. Prinz Heinrich's Reise. C h i c a q o, 3. März. Ein rother Schein von bengalischem Feuer, der meilenweit sichtbar war, eine glänzende Beleuchtung durch Myriaden von elekirischen Lampen und Hunderte von Fackeln, sowie die Jubelrufe einer viel' tausendköpsigen Menge waren die ersten Proben der Gastfreundschaft, mit welcher Chicago den Prinzen Heinrich in seinen Mauern bewirthen' wird. Der Extrazug traf um 6z Uhr im Bahnhof der Chic. 65 Alton Bahn ein, und nach einer formellen Bewillkomm nung durch Mayor Carter H. Harrison und die Mitglieder des allgemeinen Empfanascomites fuhr Prinz Heinrich durch die von dichten Menschenmasien besetzten Straßen, deren Häuser aus der ganzen Strecke vom Bahnhose bis znm Auditorium-Hotel in festlichem Flaggenfchmuck prangten. An vielen Gebäuden waren auch kunstvolle Dessins aus elektrischen Lichtem angebracht, die, als der Wagen des Prinzen die Jacksonstraßen-Brücke passirt hatte, plötzlich wie durch em Zauber. wort aufglänzten und ein geradezu feenhaftes Bild gewährten. Zu gleicher Zeit wurden an verschiedenen Punkten bengalische Feuer abgebrannt, während lange Reihen von Fackeln, deren Träger deutsche Veteranen waren, die Straße einfaßten. In der Kutsche des Prinzen, welche von einer Kavallerie-Eskorte. begleitet war, hatten außer dem hohen Gaste Mayor Harrison, Admiral EvanS und der deutsche Consul Dr. Weder Platz genommene Am Eingang zum Hotel wurde der Prinz von F. WZllis Rice und Mil ward Adams vom Bankett-AuSschluß in Empfang genommen und zum zweiten Stockwerke des Hotels geführt. wo in dem großen Bankettsaal reich besetzte Tafeln der Gäste harrten. Als der Prinz nach'einer kurzen Rast in seinem Privatzimmer in Begleitung seiner Suite den Bankettsaal betrat. intonirte das hinter einem Wald von Palmen und andern tropischen Gewäch sen verborgene Orchester die deutsche Nationalhymne. Im Ganzen setzten sich an den 9 Tafeln 157 Personen zum Mahle nieder. Der erste Toast wurde von F. Willis Rice auf den Prinzen Heinrich ausgebracht und ehe noch die Hochrufe verklungen waren, hatte sich der Prinz erhoben und brachte mit kräf tiger Stimme die Gesundheit des Prä sidenten Roosevelt aus. Prinz Heinrich wies in seiner Rede auf die großartige Entwickelung Chica go'I, trotz der schweren Feuerskatastro pfc bin und bedauerte, daß ihm seine Zeit nicht erlaube, den letzten Ruhe platz des größten Bürgers der Ver. Staaten, Abraham Lincoln, zu be suchen. In humoristischer Weise spielte er auf die große Schweineindustrie der Stadt an, gratulirte Chicago zu sei nem morgigen 05. Geburtstage und zollte zum Schluß der amerikanischen Flotte, sowie seinem Cicerone Bob" Evans warme? Lob. Er leerte darauf sein Glas anfdaS Wohl der Stadt Chicago, während das Orchester die Melodie von .Illinois" intonirte. Dem Toast wurde mit großer Begei sterung entsprochen, und als dann Mayor Harrison ' sein Glas erhob und ausrief : Ho lebe der deutsche Kaiser!" durchbrauste ein betäubender Ju bel den Saal. Mit diesen drei Toasten kam das Bankett zü Ende, und nach einer kurzen Unterhaltu'.lg' mit den Mitgliedern des Cmpfangscomites und anderen Gästen zog sich Prinz Heinrich auf sein Zimmer zurück, um sich für den Empfang der deutschen Bevölkerung in der Armory an Michigan Ave. vor zubereiten. Es war kurz nach 3 Uhr, als die Herrschaften bor; dem Auditorium Hotel ihre Kutschen bestiegen und unter den Jubelrufen einer unabsehbaren Menschenmenge die Michigan Ave. hin auf bis zur Armory fuhren, in welcher über 6000 Bürger deutscher Abkunft versammelt waren,. um dem Bruder des Kaisers ihre Huldigungen' darzu-
bringen. Musikkapellen spielten und ein Chor von mehrerenhundert Sängern sang -patriotische Weisen, als Prinz Heinrich die Halle betrat. Am Eingang empfing' ihn das Festcomite, bestehend aus Theo. I. Oehne, E. G. Halle, Chas. Plamondon, Franz Amberg und Frank Wenter, nebst einem Hülfscomite von Vertretern der verschiedenen deutschen Vereine, darunter William Vocke, Adam Ortseifen, Wilh. Schmidt und Otto Doederlein. Das Gedränge vor der Armory war so groß, daß es nöthig war, die Thüren zu schließen, sobald der Prinz das Innere des Gebäudes betreten
hatte. Der' Ehrengast wurde auf den Balkon im zweiten Stock geführt, wo unter einem kostbaren Baldachin für ihn und seine Begleiter Sitze reservirt waren, von denen aus er die mächtige. in herrlichem Dekorationsschmuck erstrahlende Halle bequem übersehen konnte. Einen geradezu überwältigenden Eindruck machte es, als plötzlich die Tausende von Menschen ibrem Willkommgruß durch das Schwenken von Taschentüchern Ausdruck' gaben. Der Prinz dankte für den enthusiastischen Empfang durch mehrmaliges Verneigen von der mit kostbaren Teppichen behängten Brüstung des Balkons herab. Unterhalb, des Balkons war eine große Platform errichtet, auf welcher die Sänger der Vereinigten Männer chöre unter Leitung von Gustav Ehr Horn Platz genommen hatten, und vor den Sängern saß das Orchester unter Leitung von Carl Bunge. Dei Prinzen gegenüber befanden sich die Platze für die Mitglieder der Damen chöre, sowie für etwa 900 deutsche Veteranen. Das Conzert wurde mit dem Chorlieve Das treue deutsche Sbtxt" eröffnet. worauf Herr T. I. Lefens eine Bewillkommungsansprache hielt. Auf diese folgte dieErwiderungsrede des Prinzen, die er mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm beschloß. Alsdann sang der Chor mit Orchesterbegleitung Möhring's Gebet vor der Schlacht", das vom Prinzen lebhaft applaudirt wurde. Herr E. F. L. Gauß. Hilfsbibliothekar der städtischen Bibliothek, trug darauf ein Original W Y. 1 V i aeolcyi vor, uno zunacy : loiaie em Vertrag des Damenchors mit Orchester beglkitung: Republikanischer Schlacht gesang", welche Nummer einen Sturm der Begeisterung wachrief. Als dann die Musik, die Melodie des Star Spängled Banner" intonirte, erhob sich die ganze Zuhörerschaft und siel singend mit ein. Es war kurz nach 10 Uhr, als der Prinz und sein Gefolge sich erhoben. um nach dem Hotel zurückzukehren und sich für den großen Ball im Auditorium zu rüsten. Trotz der späten Stunde warteten draußen zum wenigsten 50, 000 Menschen auf die Gelegenheit, den Prinzen zu sehen, und unter ähnlichen begeisterten Kundgebungen, wie dieje nigen, mit denen er empfangen worden war, trat Prinz Heinrich die Rück fahrt an. Chicago, 3. März. DasHaupt ereigniß nährend des Aufenthalts des Prinzen in Chicago war der große Ball, welcher heute Abend im Auditorium abgehalten wurde. Es war wohl das glänzendste gesellschaftliche Ereigniß, das jemals in dieser S'tadt stattfand, indem es sogar den großen Ball zu Ehren des Admirals Dewey vor zwei Jahren Überstrahlte. Die Dekorationen der mächtigen Halle übertrafen Alles, was bisher im Auditorium in dieser Beziehung unternommen wurde. Deutsche und amerikanische Farben bildeten den Hintergrund der Haupt-DefsinS, unter denen ein Schiffsschnabel mit den Wappen der beiden Länder an den Seiten prädominirte. Der' preußische und amerikanische Adler, waren meistens als Stü)vunkt der Draperien und Guirlanden benutzt, und die deutschen und amerikanischen Wappen waren durch zahlreiche elektrische Flammen erleuchtet Die langen Reihen der Logen waren abwechselnd mit den Flaggen der beiden Länder drapirt, während die Decke des Ballsaales mit gelben und weißen Draperien bedeckt war. Die von einem Baldachin überwölbte Loe des Prinzen war am westlichen Ende des Saales angebracht und außen mit Weiß, inwendig mit Gelb ausgeschlagen und mit einer schwarz-weiß.rothen Einfassung versehen. Die Front war mit 'den deutschen Farben drapirt und über dem Stuhl des Prinzen schwebte dessen Zldmirals'Flagge. -
Der Prinz hielt um 10s Uhr seinen
Einzug in den Saal, begleitet von den Mitgliedern seines Gefolges und dem Ballcomite, mit Honore Palmer an der Spitze. Er wurde zunächst den Damen des Ballcomites. ftrau Earter H. Harrison, Frau Richard Yates u. A. voraettellt und bot alsdann Frau Harrison den Arm, worauf der eigentliche Ball durch eine Polonaise eröffnet wurde. Auf dem Rundmarsch durch den Saal vor der königlichen Loge angclangt, blieb der Prinz mit seiner Begleiterin stehen und die Musik, welche bisher einen Marsch gespielt, ging plötzlich zum Walzer über. .Der Prinz führte Frau Harrison in seine Loge und sah von dort aus dem Tanze mehrerer hundert Paare mit großem Interesse zu. Er verblieb fast während des ganzen Abends in der Loge und unterhielt sich in lebhafter Weise mit Frau Harrison und anderen Damen, die ihm vorgestellt wurden. Geaen Mitternacht wurde er vom EmpfangsComite zum Souper eingeladen, das in dem t benachbarten Kunstgebäude eingenommen wurde. Hier wurde alles Ceremouell auf den Wunsch des Prinzen bei Seite gesetzt und etwa eine Stunde in ungezwungener Unterhaltung zugebracht, bis die srühe Morgenstunde zum Aufbruch gemahnte und der Prinz sich nach dem Hotel zurückzog, um der Ruhe zu pflegen. Chicago, 3. März. Die Fahrt von St. Louls nach Chicago verlief ohne bemerkcnswerthe Zwischenfälle. Es wurde nur zweimal Halt gemacht; einmal in Springfield, Jll., wo der Prinz sich jedoch nicht vor der am Bahnhof versammelten Menge sehen ließ, und sodann in Bloominzton, wo die Lokomotiven gewechselt wurden. Während der Fahrt unterhielt sich der Prinz meistens mit Präsident Felton von der Alton-Bahn über allerlei Han-dels-und industrielle Fragen. St. Louis, 3. März. Prinz Heinrich von Preußen verbrachte heute in St. Louis vier Stunden, während welcher er in wabrhaft königlicher Weise unterhalten wurde. Der Zug traf um 7 Uhr 7 Minuten Morgens an; und als er in der Mitte des prächtigen Union-Bahnhofs hielt, in dessen Um gebung sich eine zahllose Menschenmenge eingefunden hatte, begaben' sich der deutsche Consul und Mayor Wells in den Waggon des Prinzen, dem der Mayor durch Consul Rieloff vorbestellt wurde. Nach der Begrüßung begleitete , der Mayor den Prinzen durch ein von dem Empfangs-Comite in doppel ten Reihen formirtes Spalier, an das sich ein solches von ausgelesenen Poli zeibeamten anschloß, nach dem großen Wartesaa! im zweiten Stockwerk, wel cher mit grünen Guirlanden und den deutschen und amerikanischen Fahnen auf's Kostbarste dekorirt war. Als sich die ganze Gesellschaft ver sammelt hatte, überreichte. Mayor Wells dem hohen Gaste eine auf Per gamentpapier geschriebene Bewillkomm nungs-Adresse, worauf dem Prinzen ein Comite deutscher Kriegsveteranen ans St. Louis und Springfield, Mo., vorgestellt wurde, das ihm ebenfall eine, mit dem Wappen und Farben der Ver. Staaten und Deutschlands ver zierte Adresse in deutscher Sprache ein händizte. Prinz Heinrich hielt darauf eine kurze Erwiderungsrede und hatte für jedes Mitglied des Comites ein paar freundliche Worte. Gegen Admiral Evans sich wendend, sagte er : Die meisten dieser Leute dienten in der deut schen Armee, als ich meine Lehrzeit durchmachte." Ein kurzer Empfang beendete die Ceremonien auf dem Union-Bahnhof. und in einer Reihe von Kutschen wurde alsdann die Fahrt nach dem St. Louis Club angetreten. In dem ersten Wagen, einem .von vier Rappen gezo genen offenen Landauer, hatten Prinz Heinrich, Mayor Wells, Admiral EvanS und der deutsche Consul Dr. Rieloff Platz genommen. Eine Abtheilung berittener Polizisten und eine Schwadron vom 4. Bundes-Cavallerie-Regiment aus den Jefferson-Barracken unter dem Commando von Major F. A. Edwards fungirten als Eskorte. Die Facode und da? Innere des Clubhavses des St. Löuis-Clubs wa ren mit ausnehmender Pracht und äußerst geschmackvoll dekorirt, besonders der große Speisesaal, in welchem zu Ehren des Prinzen ein Gabelfrühstück servirt wurde, an dem 152 Gäste theilnahmen. Es wurden Trinksprüche auf den Präsidenten Roosevelt, Kaiser Wilhelm und Prinz Heinrich ausgebracht, und in seiner Erwiderungsrede
hob der Prinz von Neuem den Zweck seiner Reise hervor, die Bande der Freundschaft zwischen den. Ner. Staaten und Deutschland enger zu knüpfen. Ich bin der Vertreter einer Nation", sagte er, welche, jeder Zeit kampsbereit ist, einer Nation . in Waffen, aber keiner kriegerischen Nation. Mein Fürst war stets ein Befürworter des Friedens, und gedenkt auch seinen Frieden mit den Nationen der Welt zu halten." . Der Prinz erklärte, daß er jetzt am westlichsten Ziel seiner Reise angelangt sei und daß es ihm leid tbue, durch die Umstände gezwungen zu sein, sie auf dieses Gebiet der Ver. Staaten zu beschränken, in denen er so herzlich und gastfreundlich aufgenom men worden sei und deren Größe ihm immer mehr zum Verständniß komme, je mehr er von dem Landesehe. Ich erkenne", schloß er, daß- die Ver. Staaten werth sind, sie zum Freunde
zu haben. Lassen Sie uns auf die Stadt St. Louis und ihr Wohlergehen ein Glas leeren!" Durch Mayor Wells wurde dem Prinzen, ehe er die obige Rede hielt, eine kostbare Truhe aus Silber und Gold üderreicht, -in welche die bereits erwähnte Bewillkommnungsadresse eingeschlossen wurde. Nach Beendigung des Mahles . wurden wieder die Kutschen bestiegen und eine Fahrt durch die schönsten Theile der Stadt nach dem Aussiellungsplatz im Forest Park unternommen, von wo aus die Rückkehr nach pem Bahnhof er folgte. Um 11 Uhr setzte sich der Zug wieder in Bewegung, um der Garten stadt zuzueilen. ' Ottawa, Ont., 3. März. Die Regierung von Canada ist benachrichtigt worden, daß Prinz Heinrich es ab gelehnthat, auf der canadischen Seite der .Niagara-Fälle mit militärischen Ehren empfangen zu werden. Er erklärte, daß er Canada nur als Privat mann besuche, um sich die Fälle anzn sehen, und sich diesem Genuß in Ruhe hingeben möchte. Infolge dessen ist von allen offiziellen Kundgebungen Abstand genommen worden. Explosion New York, 3. März. Eine Ex plosion verursachte heute den Einsturz des fünfstöckigen Gebäudes No. 210212 Canalstraße, welches von der Aste Druckerpresseufubrik benutzt wurde. Einige der Angestellten zogen sich beim Hinausspringen aus den Fenstern Ver letzungen zu. Das Innere des Gebäu des gerieth in Brand und eine der Mauern wurde gegen eine benachbarte siebenstöckige Miethskaserne geschleudert. deren Insassen, meistens Italiener, in eine .Panik versetzt wurden. Viele sprangen aus den Fenstern und eine Frau Namens Consuela Durranto ist an den Verletzungen aestorben. Der Sachschaden wird auf 75,000 ge schätzt. Gefangenen-Ausbruch. Baltimore, 3. März. Sechs Gefangene brachen Sonntag Nacht spät aus dem Gefängniß zu Easton, Md., aus und bei dem Versuch, sie wieder anzufangen., wurde Hilfssheriff Tho mas I. Thompson erschossen, ' ver muthlich von dem Farbigen Lewis Green, der unter der Anklage stand. seine Frau ermordet zu haben, und der wahrscheinlich den Fluchtversuch geplant hatte. Postmeister verschwunden. S u l l i v a n, Ind., 3. März. David A. Murphy, der Postmeister und einer der angesehensten Bürger von Fairbank?, wird vermißt.- Er war am vorigen Mittwoch mit Postgeldern, die er beim Postmeister in Terre Haute deponiren wollte, von Hause fortgegangen und hatte auch eine Ladung Waaren zum Verkauf mitgenommen. Frau Murphy erhielt am Freitag von ihrem Gatten ein ' Schreiben aus Terre Haute, in welchem er die Ankunft .des Depositenscheins von .Terre Haute in Aussicht stellt, der jedoch nicht eingetroffen ist. In dem Schreiben ist ferner angedeutet, daß er Selbstmord begehen werde, da sein Geist seit einiger Zeit umnachtet sei. Schiffsbrand. Philadelphia, 3. März. Die Bark Carbon", die mit Koblen beladen, von Philadelphia nach New Vedford unterwegs war, verbrannte heute auf hoher Se5, zehn Meilen von Cape May, N. I., entfernt, und sank. Die Mannschaft wurde von ' einem Schlepper gerettet und nach New Vork gebracht. Das Fahrzeug war auf eine Sandbank aufgefahren, wodurch ein Ofen umgeworfen und, das Schiff in Brand gesetzt wurde.
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