Indiana Tribüne, Volume 25, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1902 — Page 4

Jnolcma Tribüne, SS. Februar 190. .

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Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich rud SouutagS.

Herausgegeben von der TRIBUXE PUBLISHING CO. Indianapolis. Ind. Otf: 18 Süd Alabama Strafe. 1.1171, Tage und Sonntagsb'tatt nur 1e per Woche. Sal clnilae Stsettige demokrarische inddlatt I Staate Jndiana mit ein grtbere, Tnualtn Kl irgendeine qndere deutsche ettna.. Vasbellebteye Or, dn Deutsch nd all deutiq-amertianiicyen ereine und Organisationen. X e populärfte und bedeutendste deutsche deo statisch Zeitung der Stadt und de ettalti In diana. S n i e 1 0 e n finden durch die XriHnf die weite sie Verbreitung und haben anerkannt den besten Erfolg, Sal S n t a a b ltt der Trttüne Ist da bimaüt und beste deutsede ttainiliendlatt roken nnat im Gtaatt und tos ant seiner eidrtittstififeU beste und ve sorgfältig jcsdljltcn Inhalt a2geew be ttest. O a S o n n t a g b l a t t kostet nur S en. mit vem venoviarr lammen iu ernt xrr vr, Träger ta' Hau gestellt oder ver Post versandt. , Entcred t Iudianapoli P. O. m coob4 du xn&il matter. Freilag, den 28. Februar 1902 Editorielles. Der TheaterSillet - Wucher. Der Theaterbillet Wucherer (im Englischen wird das 23oxt -"Scalper" gebraucht) treibt in unserer Stadt sein -Unwesen. Er hat es auf die Beraubung 'der Theaterbesucher abgesehen. Dieser Erwerbszveig scheint ein sehr lukrativer zu fein und blüht, wie nie zuvor. Wer eine Vorstellung im English Opern Hause besuchen will, wenn eine auch nur halbsegs bessere Theatertruppe ein kurzes Gastspiel giebt, wird finden, daß alle guten Sitze von unternehmenden TicketScalperS" aufgekauft worden sind. Diese .ScalperS" verkaufen dann die Sitze für das Doppelte Dreisache oder Vierfache des gewohnlichen Preises und das Publikum muß bluten. Das ist wie gesagt nichts an "deres, wie gemeiner Raub. Er wird nur dadurch ermöglicht, daß die Theater Geschäftsleitung hilfreiche Hand dazu bietet. Würde die Geschäftsleitung den Theatersitzvertheuerern das Hand werk legen wollen, so könnte sie eS leicht thun. Aber sie will es offenbar nicht Lhun. Sie begünstigt das gesetzloseTreiben, sie erhebt keinen Einwand gegen die fragwürdigen Methoden, welchen die Theaterbesucher zum Opfer fallen. Die Theaterbesucher .sind - nun der Sache herzlich satt. Entweder muß die Tbeater.GeschaftsleitUNg aufboren, hen Biueiwucherern Äckeis in UnbelchrSnl ter Zahl zu verkaufen, oder die Theater' freunde werden ihren Besuch der Vor siellungen im Cnglish einzustellen ge zwungen sein. LM-Nlllljrichw. Neue Inkorporationen. Die Chicagoer und Indianapolis Etablissements der Bryce'schen Bäckerei sind gestern konsolidirt und als die Bryce Baking Co., Indianapolis, mit einem Kapital von $150,000 inkor porirt worden. Ihre Jnkorporations'Papiere erwirk ten ferner' folgende hiesige " Gesell schaften : .The Jndiana Tinware Co.; Kapital $1000. Direktoren : Henry BriS, A I. Brill und Mary D. Brill. National Burial Vault Co."; Kapi tal $10,000. Direktoren : Gilbcrt Bosler, Albert Goddard und George B, Okey. .. ; - The Belmont". Wirthschaft und Billard-Parlors, 1201 Madison Ave., Geo. Spacke, Eigenthümer. Beste Getränke und Cigarren,' seiner Lunch. -Neues Tel. 3285. 7" Auf der College Ave. Linie wurden h?u!e zwei von den neue gro ßen elektrischen Cars in Betrieb gestellt John - EmhardtS Garsield Park Saloon, 1621 S. East Str Vittäh Getränke und Cigarren. Kegel ia!,n, Billarö. (Leschmaävoller Lunch , Kt. ßar.ii Tag. Im Bundesgericht iji ge f:crn Volney T. Malott, Massenver alte der Terre Haute & Indianapolis Wahn, angewiesen worden, die East St. Louis & Carondelet Bahn, welche von der T. H. & I. Bahn betrieben uurde, an ihre früheren Besitzer zurück zugeben und auch ein Interesse in der Terminal Railroad Ass'n von St. ouis zu ersersen.

... Südseite Turnverein. Heute Abend eine Älpron & Tie" Partie. Die aktiven Damen dcS Südseite Turnvereins werden heute Abend eine Apnm & Sie Partie für die aktiven Turner geben. . Das Stiftui'.gsfcst des Damenvereins wird am Sonntag, den 9, März, .-gcgc ben werden. EinladungLkar!en für dasselbe für Freunde der Mitglieder sind :in ;tti Südseite Turnhalle crhalllich. Am nächsten Sonntag Abend veran stalten die Damen- des' Vereins eine Kartenpartie. -

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Prinz Heinrich !tl T Verbringt cincu vcrhältnißmaßlg - ruhigen Tag in Washmgtou. ßin ZZcsuch am Hraöc Kcorge s 7)??rtsfiittrtfrttt5t VMfyll()tVI Am Abend Pnvat'Dincr im Weiszcn - Haufe. Prinz Heinrich in Washington. Washington, D. C., 23. Fcbr. Prinz Heinrich von Preußen traf am Donnerstag Morgen, um 9 Uhr, mit seinem Gefolge zum zweiten Male in Washington ein. Er fuhr sofort nach der hübsch dekorirten deutschen Bot-, schaft, vor der zwei Kompagnien Kavallerie. von Fort Meyer, in Bataillcnsfront aufgestellt, waren. . Der Hilfsstaats - Sekretär Hill. saß neben dem Prinzen, und der Commander. Cowles . saß ihm gegenüber. Auf der Treppe der Botschaft 'drehte sich der Prinz um, und er verbeugte sich legen die Truppen, wie auch gegen das zahlreiche Publikum, das sich vor,, der Botschaft versammelt hatte. . . , . Während des Vormittags empfing der Prinz Herrn Bancroft Davis.der Ler. Staaten Gesandter 'in Berlin, war, als der Vater, des .Prinzen deutscher Kaiser war ; ferner H. C. Chat-field-Taylor von Chicago, und Herrn und Frau Ernep F. Henderson. Die Letztere stammt von deutschen Ellern ab und war früber 5?rl. von Bunsen von Washington. Herr Chatsield-' ff . r , t . ' . -ayior uoerreicyle vem Prinzen die erste Kopie eines von ihm geschriebenen Buches, in dem der verstorbene Kaiser Friedrich die Hauptfigur ist.Als der Prinz im Begriffe war. um halb zwölf Uhr nach dem Kapital, zu fahren, ereignete sich ein Zwischenfall, der nicht auf dem Programm stand. Als der Prinz die Treppe des Votschafterhotels hinabstieg, drängte sich ein untersetzter junger Mann mit deutschen Gesichtszügen durch das glänzend uniformirie Gefolge und er stellte sich in militärisch strammer Haltung und salutirend direkt vor dem Prinzen auf. Der unerwartete Besucher, William Haschenburger. von Baltimore, sagte, daß er 17 Monate auf dem deutschen Kreuzer Irene" gedient habe, während der Prinz Kommandeur dieses Schiffes war. Mit vieler Mühe sei es ihm. gelungen, alle Hindernisse zu überwinden und bis an die Votschaft vorzubringen, um seinen früheren Kommandeur noch einmal begrüßen' zu können. Dem Prinzen Heinrich schien der Enthusiasmus, des Matrosen, dessen er sich schnell erinnerte, Freude zu'machen" und er drückte ihm freundlich die Hand. Der Prinz bestieg dann die bereitstehende Eauivaae und. Don den Zurufen der Menge begleitet, fuhr er nach dem rs' . . t ' ' navllol. Nach Schluß der Sedächtnißfeic? rnd ehe der Prinz nach Mount'Vernon fuhr, um dem Grabe Washingtons einen Besuch abzustatten frühstückte der Prinz mit seinem Gefolge in dem Zimmer des Senatsausschusses für Milijärongclegenheiten, das ein . ziemlich großes Gemach ?u Awei Tische waren gedeckt worden und das Zimmer war hübsch mit Blumen ausgeschmückt. Die Fahrt nach Mt.Vernon. Prinz Heinrich und sein Gefolge wurden von einem Extrazug der Washington, Arlington und Mt. Vernon elektrischen Eisenbahn nach Mt.. Vernon gebracht, wo der Prinz zwei Kxänze auf das Grab Washingtons niederlegte. Er trat entblößten Hauptes an das Grab heran und damit der Augen blick nicht entweiht werde, ersuchte er . . ' 4 .'. ' i L :" Lie nyaoer von einem ugeno ameras, ihn nicht zu photographiren. Der Zug fuhr um halb drei Uhr ab und die Fahrt nach Mt. Vernon dauerte 55 Minuten. Der .Prinz begab sich zu Fuß nach der alten Washington Heimstätte und von dort aus fuhr er nach dem Grab. Als das eiserne Zpx geöffnet wurde, nahm er, ehe er eintrat, , seine Mütze ab. Zwei groß: Kränz?. die auf seinen Befehl in Washington angefertigt worden waren, befanden sich bereits' an. Ort und Stelle, und er legte sie dann persönlich aus das Grabmal. Ungefähr hundert Personen standen entblößten Hauptes vor dem Grab. - Fünfzig Fuß vom .Grabe entfernt am Fuße der Böschung, pflanzte dann der Prinz einen Lindenbaum. Er schaufeite selbst die' Erde um die Wurzeln herum. Er begab sich dann nach dem alten Hause Washingtons, wo er eine Delegatton der Mount Vernon Ladies Association empfing, an deren Spitz: Frau Justine van Rensselaer Townsen) von New Fork stand. Er sah sich die Washington-Neliquien an und fuhr dann nach Washington zurück. Große Menschenmengen wclren bei stiner Abfahrt wie bei seiner Rückkunft am Bahhof anwesend und in Alexan dria wartete eine große Zahl von Leu ten, um ihn zu . begrüßen. Viel: der Leute hielten den ' Kapitänleutnant Schmidt von Schwind für den Prinzen und dieser Irrthum war Veranlassung zu einem amujznttn MlsOenfau. Die beiden Männer sehen sich etwas ähnlich und als die Menoe d:m iungn Man neoffiziere zujubelte., macht: dies d?m Prinzen qroßen Spaß. Er rief Herrn Wilkie, den Clf des Gcheimdiknstes zu sicc und saate labend zu tt?m: Herr Wilkie, wollen Sie Herrn

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Schmidt von Sawind gcsalligi darauf aufmerksam machen, daß er sorgfältig darauf achten foll. was er jetzt thut, denn er muß daran denken, daß ich meine Reputation aufrecht zu erhalten habe. Der Kapitän-Leutnant war in Folge dessen äußerst befangen; er wußte nicht, was er thun sollte und er grüe weder nach Links noch nach Rechts. Zu. Gast bei dem Präsidendenten R oosevelt. ' Am Abend speiste Prinz Heinrich mit dem Botschafter von Holleben bei dem ' Präsidenten im Weißen Hause. Das Diner war durchaus unosfiziell und hatte mehr den Charakter einos Familien-Diners, bei dem auch keine Toaste ausgebracht wurden. Der Zweck des Diners war,' einen mehr intimen - persönlichen Verkehr zwischen dem Präsidenten und dem Prinzen zu ermöglichen, als dies bei dem formel-

len 'Empfang am Montag der Fall war. ' Dem Diner wohnten sonst nur noch bei: General von Plessen. vom GeseW'des Prinzen. Frl. Alice Roosevelt. Frl.' Carcw und Senator Lodge und Gemahlin. rinz Heinrich' geht nicht . nach Canada. Prinz Heinrich ist von der eanadifchcn ReJicrung eingeladen worden, auch. Canada zu besuchen. Die deutschcn Behörden wissen das Kompliment wohl zu,' schätzen. Es ist aber unmöglich, die Einladung anzunehmen, da bcrcits, über ' jede Minute Zeit, die der piinz in Amerika zubringen wird, verfügt worden ist. Prinz Heinrich wird aber britischen Boden betreten, wenn er Niagara Falls besucht.' Er wird sich auf die . kanadische Seite begeben und dort von dem persönlichen Adjutanten des .General-Gouverncurs empfangen werden. - ' - S e l b st m o r d. ' ß hicago, Jlls.. 28. Februar. Ernst Wedekind, . ein Advokat, der angeklagt ist, .-rau Christine Schintz 547O0 unterschlagen zu haben, hat sich am Donnerstag erschossen. Er zog den Tod der Gefangenschaft vor.' Wedekind war gerade in seiner Woh nung. verhastet worden. Er ersuchte um Erlaubniß, sich umkleiden zu dür-. fen, trat in ein Nebenzimmer und schoß sich todt. Durch den Tod Wedekinds wird die Erinnirung an zwei berühmte Prozesse wWdntft wachgerufen. Wedekind war srühernit Theodore Schintz, dem Bankier und Makler associirt, der wegen Unterschlagung großer Summen, die ihm von Kunden anvertraut worden waren, in's Zuchthaus geschickt wurde. Wedekind stand unter derselben Anklaae. -dieselbe Jury aber, die Schintz 1chu.ldig'..fand. 'sprach ihn. frei. , . vpn Link, die zuletzt Wedekrnd wegen Unterschlagung von Geldern verklagt hatte, war ftüher Frau Feldt. die in dem Luetgert'sch-en Mordprozeß eine so' wichtige Rolle spielte,' , Jl)r Mann war bald nach dem Verschwinden der Frau Luetgert gestorben, wegen deren Ermordung Adolph Luetgert' auf Lebenszeit in's Zuchthaus geschickt würde. - Die Anklage hatte damals behauptet. daß Luetgert seine Frau aus dem, Wege geschafft habe, um Frau Fel5t heirathen zu können. tzin .Urtheil zu Gunsten von Richard ' Davis Vincennes, Ind.. 28.' Februar. Richard Davis. der frühere Kassire? .einer Bank in Washington. Ind.. der eingestanden, hat. von den Geldern der Bank $75,(XX) unterschlagen zu haben, hdtke'bor einiger Zeit die Besitzer mehrerer Spielhöllen, in denen er zusammen $30.000 verspielt hatte, auf Rückerstaitung des dort verlorenen Geldes verklagt. Der erste diese? Prozesse kam am Donnerstag zum Austrag,. mdem eine Jury, nach sechsstündiger Berathung. Davis eine Summe von $9000 zusprach. Die anderen Prozesse werden jetzt auch bald zur Verhandlung kommen. Davis wird in der ersten Woche im April sein Urtheil erhalten, und man hofft, daß bis dahin die Prozesse erledigt sein werden. Eisenbahn -Unfall. Wilmington. Del.. 23. Feb. Ein Spezialzug der New Fork, Philadelphia und Norfolk Eisenbahn mit der Floradora Theatergesellschaft an Bord und von Norfolk.'Va.. nach Wilmington bestimmt, entgleiste am Donnerstag bei Eastville. 23., und mehrere Mitglieder der Gesellschaft wurden dabei erheblich verletzt. Ein ' dichter Nebel verhinderte den. Zugführer, einen auf dem Geleise stehenden Frachtzug zu be-. merken, bis die Kollision nicht mehr verhindert werden konnte. -Die Lokomotive. der Gepäckwagen, und die zwei vordersten Waggons wurden gänzlich zerstört. . W.L. Carleton von der Florodora Co. wurde am schlimmsten verletzt. Er ist von den Hüften abwärts paralystrt und ' wahrscheinlich tödtlich verletzt. Auch E. C. Herr, der Geschäftsleiter der Kompagnie, und Charles Povers sind ebenfalls schlimm verletzt. . Die anderen weniger schwer Verletzten.sind: Henry Rooney. Frl. Francis Gordon. Frl. Ella Henry und Frl. Maud Dabis. . " Die Theatergesellschaft besieht aus 87 Personen. Die Koulissen und das ganze Gepäck wurden zerstört. ' ; O'Donovan Rossa. der bekannte iriscke Agitator, liegt in New Fort im Sterben. ' ' ' ' v

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Sedächtnitzseicr zu Eyren vcn Wut. NcKinktt). " . 'Etaatssckrctär Hay hält eine cmdrLckövolle' Gcdächtttißrcdc. Vrinz Heiurich wohnt der Feier bei. Washi n g t o n. D. C. 28. Febr. Am .Donnerstag Mittag hielt der Staäts-Sekrctar Hay im Versammlungssaal des Repräsentantenhauses eine Gedächtnißredc auf den.verstorbencn Präsidenten McKinley, 'und zwar in Gegenwart des Präsidenten Roosevelt. des Bringen 5einrick von Vrcußen, der Mitglieder des Kabinets und. . - o "M 1 - i .r t r t. -v ri ... ' ccs oerounoeLgericyls, ocs enerais Miles und vieler anderer prominente?' Offiziere der Armee und der Flotte, der Mitglieder des divlomatisckcn Korps, der Senatoren und Rcpräsenkanten und einer großen Anzahl scnftigcr distinguirter Gäste. Viermal sind vorher in diesem Saa lc Gedächtnißfeicrn für Präsidenten der Ver. Staaten abgehalten worden; zweimal für Präsidenten, die, wie McKinley. von MLrderh'and gefallen sind. Genau vor 20 Jahren hatte hier James G. Blaine die Gedächtnißredc für den ermordeten Präsidenten Garsield gehalten, und es ist ein merkwürdiges Zusammentreffen, daß vor zwanzig Jahren Wm. McKinley, der Vorsitzer des Kömmittees war, das die Arrangements für die Gedächtnißfeier . in Handen hatte. ' Punkt zwölf Uhr rief- der Sprecher Henderson die Versammlung zur Ordnung. Der Kaplan sprach, ein Gebet und das Journal des Hauses wurde dann wie üblich verlesen Nachdem dies geschehen, ließ der Sprecher die gemeinschaftliche Resolution verlesen, in der die Gcdächtnißfeier angeordnet wurdet . Die Ankunft des Senats wurde dann angemeldet, und als die Senatsrcn ihre. Sitze eingenommen hatten. wurde die Ankunft des Vrinzen Seinrich von Preußen angekündigt. Der Prinz betrat zwischen dem Senator Forakcr und dem Rcpr. Grosvenor den Saal, in die einfache Jnterims-Uni-form eines deutschen Admirals gekleidet. Nachdem er sich leicht verbeugt, begab sich der Prinz elastischen Schrtttes nach dem für ihn rcservirten Platz, neben dem für den Präsidenten Roosevelt rcservirten. Das Gefolge des Prinzen folgte diesem auf dem Fuße. Der Sprecher Henderson übergab hier den Vorsitz an den Senator Frye. Präsident pro tcmp. des Senats, und kaum hatte dieser seinen Sitz eingenommen, als die Ankunst des Präsidenken und seines Kabinets angekündigt wurde. Die Marine-Kapelle, die im Korridor aufgestellt war,' spielte bei Ankunft des Präsidenten Hail to the Chief". Den Präsidenten begleitete Sekretär Hay, der Redner des Tages, und ihnen folgten die Adjutanten des Präsidenten. Oberst Bingham .und Major 'Gilmore, in voller Uniform. Die übrigen Mitglieder des Kabinets nahmen zur Rechten des Prinzen ihre Plätze ein. Nach einem Gebet, das der Rev. Dr. Conden gesprochen, wurde dann der Redner des Tages. Sekretär Hay, vorgestellt, der sofort mit dem Verlesen seiner Rede, die eine Stunde und 25 Minuten' Zeit in Anspruch nahm, begann. Jedermann lauschte seinen beredten Worten mit der größten Spannung, und als er geendet, brach ein wahrer Beifallssturm los. der mehrere Minuten anhielt. Rev. Milburn , sprach noch ein kurzes Gebet, und während die Marinekapelle die Hymne Lead kindly light" spielte, verließen der Präsident und seine Begleiter den Saal. Senat. . Der Senat hätte .sich unter einer Spezialordre bereits, um 1L45 Vormittags versammelt, damit er. noch einige Gesckäfte erledigen könne, ehe die Gedachtirißfeier für Wm.. McKinley stattfand. .Senator Frye. der Vorsitzer.kündigte gleich nach der Eröffnung der Sitzung an. daß der Clerk des'Senats am Montag auf seinen . Befehl die Namen der beiden Senatoren ' von Süd-Carölina nicht verlesen habe; äm Dienstag habe er aber den Clerk angewiesen die Namen zü verlesen,- im Falle ein Namens aufruf stattsinden follte. Er, habe, dies gethan, weil er bei dem Ernst des Falles die Verantwortung nicht allein übernehmen wollte, und es für am besten gehalten habe, d-N Senqt selbst übe? die ganze Angelegenheit. , die Mihachtung des Senats seitens der beiden Senatoren von Süo-Earolina, entscheiden zu lassen. Sen. Frye ersuchte auch den Senator V?,? fcnn Masbinaton um Entschul digung, weil er am Montag, bei dem allgemeinen Durcheinander, dem Senator, als er gegen die. Entscheidung des Vorsitzenden appelliren wollte., nichtas Wort gegeben habe. Er sagte, daß er bei den vielen Anträgen und Orönungsrufen aus dem Eoncept gekommen sei und den Appell übersehen oder vergessen habe. : Nachdem dann noch.der Vorsitzer aus Antrag des Senators Turner angeordnet hatte, daß der Protest des Senators Tillman geaen seine Maßreglung m Protokoll einverleibt werden solle, - erfolgte Vertagung. , Die Zolleinnahmen ?7f Cnba beliefen. sich im Jahre 1901' euf 515.62688 gegen Z16,099.922 tm Jahre 1900 und 514,894.374 im Jahre 1899.

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