Indiana Tribüne, Volume 25, Number 161, Indianapolis, Marion County, 28 February 1902 — Page 2
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Jndiana Tribüne, 28 Februar 1902,
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WeS)alb man naS, Tkblrlen ge schickt wird. Der ParZser Matin" v:röffcntllcht in französischer Uebersetzung den in die zfarm einer Erzählung ge!leid:tcn Artikel der Nsija", der, wie telegraphisch gen-.cldct wurde, die russische Negierung so sehr empörte, daß sie die Rossija" fiir immer unterdrückte und den Verfasser Des Artikels wegen Mzjestätsbeleidigung nach Sibirien schickte. In deutscher Uebersetzung laut:t der Artikel folgendermaben: Als nach der Trauerfeier und 'den Sterbegebcten Alezis Aleziewitsch Obmanow (lies: Alexander III. Nomanow) in der Gruft seiner Väter, in der Kirche seines Dorfes -Groß-Golobotiany, das auch den Namen Obmanowko führt, zum letzten Schlummer entschlafen war. wurden in der Gegend die derschiedenartigsten Eindrücke usHetauscht und die Gespräche nahmen kein Ende. 'Die größte Domäne der Negierung blieb ohne Herrn und der bedeutendste Bezirk hatte keinen Adelsmarschlll mehr. Man weinte bei dem Begräbniß. Welch' großer Wohlthater ist gestorben! sagte man. Und zu gleicher Zeit dachten alle ohne Auönähme: Endlich kann man wieder aufathmn!" Aber dieses Gefühl war ganz innerlich, und m: wagte nicht, den Gedanken laut zum Ausdruck zu bringen. Denn, wenn auch Niemand Liebe für AlexiS Aleziewitsch empfand, so schämte sich doch Jedermann, ihn nicht zu lieben. Es war ein vortrefflicher Mann! Aber. waS wollen Sie? f üi -t:.
feinem herzen rann man muji garten." Was für ein Hausherr! Das Muster' der Familienväter!Kurz, wenn man nach 'dem Schein urtheilen dürfte, schienen alle Motive einer allgemeinen Begeisterung sich in der Person des Verstorbenen ein Stelldichein gegeben zu haben, und Jedermann nannte ihn hoch sinnig. Und doch erschien, nachdem die letzte Schauftl Erde auf den Sarg gefallen war, auf vielen Gesichtern ein seltsamer Ausdruck, dem man eine doppelte Deutung geben konnte: Arme Teufel die wir sind! Wer wird jetzt unsre Stüde sein?" Oder aber: Er steht nicht mehr auf. Welche Erleichterung!" Dieses doppelte Gefühl war selbst den nächsten Mitgliedern der Familie nicht fremd. Selbst seine Gattin, d ihm alles verdankte (Maria Philippowna war wegen ihrer Schönheit unter den Gouvernanten gewählt worden), machte, nachdem sie 'den üblichen Ohnmachtsänfällen und Thränen ihren Tribut gezahlt hatte, ein letztes Zeichen des Kreuzes und ließ den räthfelhaften Seufzer entschlüpfen: Alles ist zu Ende. Jetzt wird sich alles ändern." Der Sohn des Alexis Alexiewitsch, der neue und einzige Besitzer von ' Groß-Goloöotianv. Nikander Aleziewitsch Obmanow (Nikolaus II.), den man familiär Nika Miluschka nannte, war ergriffener als alle. Es war ein jung unbedeutender Mann, von angenehmer Physiognomie, schüchtern, mit Augen, die bald vertrauend, bald traurig furchtsam waren, wie die einer Gemse in einer Menagnie. 5r war sein ganzes Leben lang von seinem Vater in Verzückung gewesen und hatte ihm auch nicht einmal nein" geantwortet. Als er das Gymnasium verließ, wollte er die Universität besu suchen; sein Vater hatte ihm aber mit einem kalten und harten Blick geantwortet: Wozu? Damit Du Dich an Empörungen betheiligen kannst?" Und Nikander Älexiewitsch sagte: Wie Du denkst, Zstapa." Und da es dem Vater gefiel, ihn in die Armee zu schicken, trug er die Epaulette mehrere Jahre lang ohne Murren. Man lobte in ihm das Muster eines geregelten Lebens, und alle- versprach ihm eine glänzende Laufbahn. Aber als Alexis Alexiewitsch alt zu werden begann, befahl er dem Sohr,e. seinen Abschied zu nehmen und ins Dorf zurückzukehren. Der Sohn erwiderte: Me Äl denkst. Papa." Nur Maria Philippowna wagte ihrem strengen Gatten gegenüber zu stammeln: Mit 35 Jahren könnte er ja Geral sein!" Aber der Gatte erwiderte rauh und hart: Vor allem. Mütterchen, ist er ein- Edelmann. Und s ist die erste Pflicht ines Edelmannes, auf seinem Gute zu wohmn. 5rn Edelmann muß seine BesitzuMN zur Geltung bringen, und wenn ich sterbe, soll er mit Ehren die geheiligte Tradition fortsetzen lönnen, die ich !W überliefen." Und Nika Miluschka blieb irr Groß-Golobotiany. ohne es jemcls zu verlassen.. Gutsbescher sein lernte er nicht. Denn sein alter Vater entwickelte ihm wohl alle seine Theorien über die Pflicht der edlen Besitzer, aber in Wirklichkeit gab er seine Autorität nicht aus der Hand und ließ ihm keine Initiative. Das ist nicht Deine Sache. Du bist noch zu jung. Beobachte, dann wirst Du später einmal auch 'der Herr sein." Schon, Papa. Wie Du denkst-. Inmitten der Muße des Landlebens, ohne jede Thätigkeit, ohne jede Zerstreuung. wäre Nika sicher ein Trunkenbold oder ein Lüstling geworden, weun sein vortrefflicher Charakter und d Furcht dor dem väterlichen Zorne lhn nicht, davor bewahrt hätten. Was man gegen AlexiS Älexiewitsch auch vorbringen konnte, in dieser Hinsicht müßten selbst seine Feinde den Mund halten. Wüstlinge kann ich nicht leiden!" brüllte er. Und wenn sie dieses Brüllen hörten, warfen alle Kammerfrauen deS Haufes schleunigst die Billets Dour", die sie von ihren Liebhabern erhielten, inS Feuer. Denn,
wenn der Herr in irgend einer Kiste
einen Lieoesorlef ,a7.d, verwandelte sich das friedliche Haus der Oomanow plötzlich in ein Thal der Thränen. Die Enthaltsamkeit des Alexis Alexie witsch war um so merkwürdiger, als man vor ihm die Keuschheit nicht ge rade zu den Familientugenden der Obmanow zählen konnte. .Im Gegentheil. Im Bezirk erinnert man sich noch der Znt, wo sich ln Groß-Golo-botiany derGroßvatcr des Alix Alexiewüsa Nikaner V-mvbilowitlck. nie derließ, ein braver ajör a. D.. mit emer Donnerstimme, e:nem furchtba ren Schnuribart, mit .Augen, die aus ihren Höhlen traten; er war aus Pe:ersburg verbannt worden, weil er ein junczes Balletmädel aus dem Conservatorium entführt hatte. Und nach solchen Borfahren erschien , plötzlich Aleris Aleziewitsch. dessen Wittw Maria Philippowna. so eifersüchtig sie auch war, während der ganzen Dauer ihrer ehelichen Verbindung nicht den kleinsten Grund zur Eifersucht finden konnte Noch jetzt wiederholt sie unter Thränen: Er hat nie das Auge auf ein Dienstmädchen geworfen! Er hat nie ein Kammerzofe belästigt. Die Bilder mit nackten Gestalten, die fein Vater ihm hinterlassen hatte, hat er auf den Speicher tragen lassen. So lebte Alexis Aleziewitsch in der Tugend, und so erzog er auch seinen Sohn." Der Tod seines Vaters betrübte Nika tief. 'Er liebte den Vater ufrichtig.obwohl er ihn noch aufrichtiger fürchtete. Und vor dem für immer geschlossenen Grabe erkannte er mit Gewissensbissen, daß in diesem feierlichen Augenblicke, in welchem mit dem alten Herr'': die alte Generation verschwand, seine eigenen Gefühle in Streit geriethen. Zwei Vögel, der eine weiß, der andere schwarz, sangen l?m ins Ohr. Armer Vater!" singt eine Stimm.e. Du bist jetzt freier Ko-' sak!" singt die andere. Wer wird uns jetzt den Weg zeigen?" Du kannst offen auf 'die Nußkija Wjedomosti" abonniren und den Grashdanin" zum Teufel schicken." Was wird au5 Obmanowko werden ?" Man sollte glauben, daß Obmanowko die Welt ist. Nein. Bruderherz. Du kannst jetzt ziehen, wohin Du willst." Waisenknabe, armer Waisenknabe!" Du bist jetzt Dein eigener Herr." So stritten sich der Teufel und der Engel um die Herrschaft im Herzen des neuen Besitzers von Golobotiany, und da bald der, bald jener die Oberhand gewann, erinnerte Nikas Gesicht an jene Karikatur, die zu weinen scheint, wenn man sie von rechts betrachtet, und die lacht, wenn man sie von links anschaut. Wird sich schließlich der weinend: Engel von Nika zurückziehen und das Feld dem lachenden Teufel überlassen? Ach! es ist schwer, daran zu zweifeln. Journalistische Hochstapelei. Eine frevelhaftere Hochstapelei hat selten jemand getrieben, als ein gewisser Kaulitz. der sich, um die Spur früherer Gaunerstreich: zu verwischen, Farlow nennt, denn er hat die Gedanken eines Fünszig-Millionen-VolkeZ irreaeleitet Und zwischen zwei CulturVölkern Unfrieden gesäet. Kaul!tz-F2r-low ist nähmlich der Ehrenmann, der bei Ausbruch des südafrikanifchenKrieges in London die berüchtigte Londoner Kabelcorrespondenz" begründete, aus der ein großer Theil der deutschen Presse ihre Nahrung sog. Es ist längst erwiesen, daß diese Kabelcorrespondenz die mit ihren Nachrichten allen großen englischen Zeitungen vorauseilte, w'ährcnd des ganzen Krieges nicht ein einziges Kabeltelegramm, vom. Kriegsschauplatze erhalten hat, daß alle ihre von burischen Siegen und englischen Greuelthaten strotzenden Meldungen in London aus den Fingern gesogen sind; aber dieser Nachweis hat wenig efruchter. Wohl sagten, sich einige deutsche Zeitungen von der Lügencorrespondenz los, aber der größere Theil der deutschen Presse blieb ihrem Herausgeber treu, auch als dieser nachBerlin übersiedelte und dort den Continentalen Preßverband" gründete. Erst da. als Kaulitz-Farlow die politische Brunnenvergiftung, die auf dem Gebiete ttx Miegslligen nichts mehr einbrachte, unter den Augen der deutschen Presse mitten im eigenen Lande mit göttlicher Frechheit auf andere Gebiete zu übertragen wagte, erwachte der deutsche Michel und leuchtete dem freÄen Gesellen in's Gesicht. Und da kanien denn erbauliche Dinge ans Tageslicht. '. Die Königsberger Hart. Ztg. stellt folgendes Sündenregister des sauberen Patrons zusammen: Kaulitz, aus Braunschweig gebürtig, wurde in den siebziger Jahren zu LeipzigSocialdemokrat, holte sich durch die erfolgreiche Verhetzung der Arbeiter im Saarrevier, dieser mit Hülfe der von ihm. gegründeten Freien Volkstimme" betrieb, wegen Aufreizung ' zum Klassenhaß (St.-G.-B. 110 und 130) 2y2 Jahre Gefängniß, während er bei den Soetaldcmokraten selbst als Spitzel galt, wurde dann in London ein anarchistischer Genosse. Johann Mofts und Mitglied des Aufsichtsraths für dessen Freiheit", bis ihn Most wegen Unklarheiten" in der Kasse an die Luft setzte, gründete 1882 eine als Manuflript gedruckteCorrespondenz, die bald verkrachte, entwich- aus London, als sich bei einem Brande in seinem Haus? herausstellte, daß er doppelt versichert qatte, kehrte nach .einem halben Jahre als Farlow wieder zurück, gründete eine Schule -für Journalisten und eine
DarlehnZbank für Cavaliere, mußte wegen Prellereien abermals aus Lcndon verschwinden, wurde auf Grund des Socialistengesetzes e.is Berlin ausgewiesen, laus:: dann in Magdebürg das Neue Magdcb. Tageblatt", das er in sociald:mo:ratisches FahrWasser lenlte und darin zum Scheitern brachte; .flutete, rveg.cn Majesiätsöeleidigungen steckbrieflich verfolgt, nach
Äruiel. tyat hier das berüchtigte internationale CorresvcndenzbüreauAgcnce Belge" auf. mit dem er sich beim ja-panncy-coine itn und beim ivanilck amerikanischen Kriege im Erfinden von K-ricasnachnchtcn übte, und maßte endlich feinen größten Coup bei Beginn V s,'!vt.:u:r r? ? l te (uiuinujuu;c.l 115 Mll CCI Londoner Kabelcorrespondenz". Unter schlauer Benutzung der edlen Gefühle des deutschen Volkes für den ErHaltungskampf, des kleinen Vurenvölkleins und der Aonttauna ato.cn Ena land und enalische Wcltvclitik loa er das Blaue vom Himmel, und der deutjche 'icyel nahm seine gedruckten LLaen gläuöia bin. Nun ist er entlarvt. dieser Ehrenmann, der mit den edelsten menschlichen Gefühlen schamlosen nj,- i:.d vuuyci üicu, a5:r leioer zu ipa:. uns io lausen die Lugen noch heuie frei herum, die Lüaen von den Greuelthaten englischer Lanzenreiter bei lanvLlaagte, von der Vcrgewaltigunq vuoier urensraucn- und Mädchen und wovon sie sonst' bandeln möen. und wer sie niederschlagen will, wird verdächtigt und beschimpft als Soldling der Engländer. (Köln. Ztg). Mrö. Lsbengnla'S Leidcn. Aus London wird geschrieben: Die Gericytshose, vor denen Eheicheidungs angelegenhelten verhandelt werden, pflegen gewöhnlich nicht uninteressant zu sein. Am wenigsten ist das aber in London der Fall, wo so manche komische Ehe geschlossen und getrennt wird. Dieser Tage wurde ein solche: Fall vor dem Präsidenten' d:S Scheidungöhofes. Sir Francis Jcune verhandelt. Es handelte sich , um eine Scheidungsklage, dtcMrs. Kate Lobenqula gegen ihren Herrn und Gebi::e? Prinz Peter Lobengula eingereicht hatte. Prinz Peter i ein waschechter Matabelehäuptling. einer der vielen Söhne des letzten Matabelelönigs. Ihm gefiel es in seinem Hekmathlande, wo man ihn nicht mehr so recht anerkennen wollte, nicht mehr, und als vor drei Jahren der unternehmende Dircktor der Earls Court - Erihibition einige Schwarze für seine Ausstellung W:!d-Afrika suchte, entschloß er sich. das Angebot mit emem wöchentlichen Gehalt von 30 Schillingen nebst freier Beköstigung ' anzunehmen, kam nach London und war für einige Monate der Stolz der Carls Court - Ausfiellung. Wie gewöhnlich in solchen Fallen zeigten die europäischen Damen eine besondere Vorlicbe für die schwarzen Söhne Afrikas, und das ging damals so weit, daß in London ein großer Skandal entstand, und schließlich die Direktion der Ausstellung durch die Presse gezwungen waid.', den Storcn den Eintritt in den Theil, wo sich die Schwarzen befanden, überhaupt zu verbieten. Peter Lobengula war so glücklich gewesen, das Herz eines junaen Mädchens, einer gewissen Kate Jewell zu erobern. Er wollte sie zuerst feierlich in einer Kirche heirathen. es stellten sich aber versckedene formelle Schwierigkeiten' ein. und dieser Vorsatz mußte, nachdem die Presse Wochenlang voll von der Angelegenheit gewesen war. wieder aufgegeben werden. Schließlich gelang es dcm Paar aber doch, eine vollgiltige Civilche zu schließen. Seitdem hatte man von der Sache nichts mehr gehört. Jetzt ist nnn nach, drei Jahren Mrs. Lobengula mit ihrer Ehescheidungsklage wieder vor die Oeffentlichkeit getreten.' Ihrer Klagen sind gar viele. Zunächst b hauptet sie. beweisen zu können, daß ihr schwarzer Mann ihr untreu gewesen ist. Er soll auf seinen Wanderungen, die er als Mitglied einer Circusgesellschaft iir England unternommen, sein Herz an eine andere jung: Dame verschenkt haben. Das ist aber noch nicht Alles. Außerdem hat der will Pliliz seine FrclU mschuto Mai rrhauen. und einmal hat er sie sogar zusammen mit mehreren Freundinnen in der Waschküche mit dem Assagai bedroht. Der Richter versuchte offenbar, die Saa don der komischen Seite anzufassen. Er meinte, daS sei d,?ch garnicht anders zu erwrten gewesen wenn man einen Wilden heirathe. müsse man auch darauf vorbereitet sein, daß er etwas wild mit einem um gehe. Frau Lobengula ließ sich aber nicht einschüchtern, sie blieb dabei, daß sie ihre Ehe geschieden haben wollte. Dann fragte der Richter vertraulich, ob es nicht möglich sein würde, den schwarzen Prinzen wieder in seine Heimath abzuschieben, worauf die Klagerin meinte, es würde ihm dazu wohl an dem nöthigen Gelde fehlen. Schließlich mußte die Klage zurückgestellt werden, weil der Richter verlangte, daß nachgewiesen werde, daß Prinz Lobengula nach London zustänbig sei. Also, wie einst formelle Schwierigkeiten drshten, eine Heirath mnnöglich zu mgchen, so drohten jetzt wieder formelle Schwierigkeiten, eine Scheidung unmöglich zu machen. Ein sonnig warmer Herositaz stimmt so bewußt dankbar,, wie eine Stunde des Glückes im Alter.
.Deutscher v Vereins- und Logen-Kalender.
Gesangvoreinc. Lzarngari Sängerchor. Jeden 1, Sonntag Geschästsver sammlung. Probt jeden Donnerstag in 29 Süd Delaware Str. Präsident, Chr. Orlhwcin, Sclr., Chas. Nichtcr. Dirigent, I. Guntcrmann. , Indianapolis Nlännerchor. Gesangprobe, gemischter Chor, jeden Dienstag. MLnnerchor jeden Freitag Abend in der Männcrchorhalle. Präsi dent, Fred Francke: Sekretär. Rudolvk Müller; Dirigent, Franz Bcllinger. Ä!onatlia)e Vorstands Versammlung jeden ersten Sonntag im Monate. Indianapolis (iederkranz. Probt jeden Donnerstaa in der Ger mania Halle. S. DelawareStr. Vrä. fident, Fritz Wciffenbach fr.; Sekretär, Valentin Hoffm'ann; Dirigent, Ernst Knodel. Monatliche GefcbSftsvcrfamm. lung jeden zweiten Sonntag im Monat. D. R. und Alnilkverein. Gemischter Cbor. probt iedcn Dien sta und Männercbor ffreitaa Abend im Deutschen Hause. Präsident. Gcorae Kothez Sekretär, I. George Müller. Dirigent, Alexander Erncstinoss. Regel mäßige Vorstands.Versammlun icden zweiten Montag im Monate. i . . Sozialistischer Sängerbund. Probt jeden Dienstag Abend in 29 Süd Delaware Str. Präsident. Veter f i ..f.. ai cw i r - rtv . v , jumnieiici eireiar. xiiocri rcoia: rigent, Joseph Guntermann. Geschäfts Versammlung jeden ersten Freitag im Monal. Südseite Männerchor. Probt jeden MittwoS Abend in der Lrra Halle. Präsident, Wm. Kraas, hselretar, Max Schwarzer, No. 906 Süd Missouri Str.: Diriaent. 5losevk Guntermann. Geschäftsversammlung jeden vierten Sonntag ira Monat. Turnvereine. Socialer Turnverein. Versammlungen am ersten und dritten Mittwoch iedcn Monats im Deutschen yause. 1. Sprecher, Theo. Stempsel, rlsrwarr, ßzco. cymann, urn chrer, Hugo Fischer. Südseite Turnverein. Versammlung am ersten Dienstag eden Monats in der Südseite Turn hille, 230 und 236 Prospekt Straße, Erster Sprecher, Henry Victor; Schrift wart, Otto Dcppcrmann; Turnlehrer, Curt Toll. DamenVerein des Süd feite Turn V ere ins. Ver ammclt sich jeden letzten Sonntaa Nach mutag im Monat in der Südseite Trrn haue. Prandcntm, Frau Elisabeth Klink; Sekretärin, Fr. Elise Koßfcld. Unabhängiger Turnverein. Versammlung am zweiten Mittwoch cdcn Monats in der Halle des Unabh. Turnvereins, Ecke Ohio und Illinois tr. Erster Sprecher, Joseph Keller; Schriftwart, Adam Großkops; Turn chrer, Oskar Nuther. Damen Section des Nn abhängigen Turnvereins. Präsidentin Frau John Nanch, Sckre arm Frau Oscar E. Ruthcr. Vorort des Nordamerikanischen Turnerbundes. Versammelt sich jeden ersten Samstaq m Monat im Deutschen Hause. . Erster Sprecher, Hermann Lieber sr.; Erster Schristwart, Theo. Stempfcl, P. O. Box 166. - Logen. Odd Zellows. Germania Loge No. 129. Versammelt sich in der Grand Lodge Halle jeden Donnerstag Abend: Frank Dcckert, Präsident; Henry Thoms, Se rctär. Mozart Loge 92 o. 53 1. Ver ammelt sich jeden Freitag Abend. Fred. Schlegels Obermeister ; John Die, Sekretär. verbesserter Orden der psthias litter. düaftU Hall. 14 23. Ohio Str. Grokloa e. Versammelt sich in der Castle Hall jeden zweiten Dienstag im Februar. Körner Loge No. 1. Ver sammelt sich jeden Montag Abend in der Castle Hall. Kommandeur Henry Hcddcrich, corresp. Schreiber, G. A. Donguk. Schiller Loge No. 2. Ver sammelt sich jeden Dienstag Abend in der Castle Hall. , Liberty Loge No. ö. Ver sammelt sick m Castle Sall iedcn Mitt woch Abend. Gustav Kothe, Sekretär. Columbia Loge No.' 8. Ver. sammelt sich in der Castle Hall jeden Donnerstag Abend. W. I. Ragon, Sekretärs ' Phönir Loge No. 4. Ver sammelt sich jeden Freitag WUnb in Castle Hall. Orden der Druiden. . Germania Circle 'No. l. Versammelt sich in der Druidenhalle ! jeden zweiten und vierten Sonntag im'. Monat. '
Octavia Hain No. 3. Ver sammelt sich jeden Montag Abend in der Druiden Halle. M. Dammcl, Sekretär. Orden der öarugari. HerthaLogeNo.43. Vcrsammelt sich jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat. O. B.: Sophie Dietz; U.B: Frau Müller ; Sckre tßrin: Maggie Neichett. Schiller LogeNo. 281. Vcrsammelt sich jeden 2. und 4. Montag im ' Gebäude der Deutschen Feuerver fichcrungZ Gesellschaft an der Süd Te. laware Straße. Präsident, Joseph Pflucgcr; Sekretär, John Dietz. Rnights and (adies of onor. Martha Loge 23 6. Verfam. melt sich jeden Dienstag Abend in der DrndcnHalle.JohnWörner,Sektär. Elisabeth Loge No. 498 Versammelt sich im Morrison Blocd jeden Freitag Abend. Rnights of onor.
Eureka Log No. 2 4. Vcr. sammelt sich jeden Freitag Abend No. 132 N. Pennsylvania Str. . Germania Loge No. 2634. Versammelt sich jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat No. 138 OstWashington Str. Schiller Loge No. 40. Ver sammelt sich jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat No. 29 S. De laware Str. Reporter und Fin.Sckr. Gustav Thau. Hermanns Söhne. Cherusker Logc'No. 1. Ver sammelt sich jeden 2. und 4. Freitag in der Columbia Halle. Präs,, Moritz. Eschenbach; Sekretär, Karl Kühlmann. Teutonia Frauenlogc No. 1. Orden der Hermanns Schwestern. Versammelt sich jeden 3. Donnerstag im Monat in der Columbia Halle. Präsidentin : Carrie Eisenbart, Sekretärin r Agnes ZcrniZe. Germania Loge No. 2, O. D. H. S., Haughville. Versammelt sich jeden 1. und 3. Montag im Monat in BaistS Halle. Präsident: John Breil ; Sekretär : Fricdr. Eoettsche. Adelina Loae No. 2. O. D. H. S.. Haughville. Versammelt sich jeden 1. und 3. MittwoÄ im Monat in Baists Halle. Präsidentin : MaraarctieKühn; Sekretärin : Pauline voller. . UnterstütztMlzs- und son--stige Vereine. DeutscherGärtnerVerein.. Versammelt sich jeden ersten Sonntag im Monat in der Germaniaballe. Präs. August Wacker ; Sekr. H. Brehob. Deutscher Veteranen Ver e:n. Versammelt ftcb ieden itneitm Sonntag im Monat im Dcutsicn Hause. Psälz er Verein. Vcrsamel sich am 1. Sonntag im Monat im Loka von Fritz Bernhardt. Präsident, Daniel,. OTTO ...... ! rr . f f- im . xauHuwiyei, se;rciar, cpniuy ceyer. PreußenVerein. Versammelt sich am letzten Sonntaa im Monat in der Columbia Halle. Präsident, Chris. Brehov, isclretar, John Hossmark. PionierAereln. Versammelt sich jeden dritten Sonntag im Monat in der Germania Halle. Präsident. Fritz Schrader; Sekretär, C. T.Schmidt. Sachsenbund. Versammelt sich jeden 3. Sonntag im Monat in der" Columbia Halle. Präsident. Tbeodor Hausse; Sekretär, Hugo Keil. Bäcker Verein. Versammelt sich am 1. Sonntag im Monat im Ge bäude der Deutschen Feuervcrsichcrungsaelellichast. Präsident, Bernhardt Thau Sekretär, Bertold Schreiber. Deutscher Gegen s. Unt. Verein. Versammelt sich jeden drit ten Sonntag im Monat im Jefferson.. Hause. Präsident, Louis Hellmannz Sekretär, Louis Zieglcr. Verband DeukscherVereine: von Indianapolis. Vorstands Versammlung in derIZänncrcho Halle jeden zmemn Mntag des Monates. Präsident, Fri Francke; Sekretär, 2U . .'oxer. Indianapolis Schützen. Verein. Versammelt sich No. 110 Süd Delaware Str. Schützenpark an. v. ci .". or:s : r: r.ivru , vii.uu iiiiiuiuii vii,, (uuiuy Wlii. Pleasant Nun. Präsident, Philip. Zapf; Sekretär. Eduard A. Brck. Wcstvhalia Unt. Verein Versammelt sieb jeden letzten- Freitag im. Monat in Wawcgs 5Mc, irit Mich. & BevillcAve. Präs.: Antsn Wiese Sc'r. : Heinrich Schäkel. .Schweizeround. Versammelte -sich jeden zn?ci!en Sonr.tag im Mnat iir. der Germania Halte. John Stoü" ' Präsident, Jos. Keller, Sekretär. Zweiundzvanziger Unt.' Verein. Versammelt sich 1. jeden. Sonntaa im Monat. I. Lizius, Prä. fident; Fred. Noelke, Sekretär; Wm. Kiemeycr Schatzmeister. Deutscher Literarischer Klub. Versammelt sich jeden2.und 4. Dienstag eines jeden MonatS. Prä sident, Frau Charles M. Walker;' Sekre tär, Frau Segur. -
