Indiana Tribüne, Volume 25, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1902 — Page 7

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! Jndiana Tribune, Sonntag, 23. Fcbrnar 1092.

Der Zchay des Armen. Qc3 dem Schwedische von Anua Wahlen oerg. Sie hatten Alles, was ein paar Men schen nur verlangen können, um glück lich zu sein. Sie hatten ein entzückendes Hans, beinahe ein Schlost. das auf einem Hüy'cl über dem See lag und und mit seinen weißen Mauern, seinen blinkenden Fensterreiben und seinem gronen Tburm durch das zarte Laub wer! der Birken leuchtete. Sie hatten (5rde zu bestellen, Untergebene zu be schüken, Ninder zu lieben. Sie hatten Jugend und Gesundheit. ' Und sie hat. ten einander. Aber es gab einen Schatten, der auf all' diesen Reichthum gefallen war, und der war so langgestreckt, daß er durch Wochen sogar den blauen September Himmel verdunkelt, die Farbenpracht des herrlichen Spätsommers gelöscht und die holde Schönheit der Mondschein abende verdüstert hatte. Und doch kam dieser Schatten von einem ganz unan sehnlichen menschlichen Wesen, dafe Heiner war, als die Mehrzahl seiner Mit brüdcr. ' (ix kam von einem kleinen Manne mit platter Brust und etwas gerunde tem Rücken, mit langen Armen und zugreifenden ningern. mit ein paar klei nen. häßlichen, stechenden, lüsternen Angen unter einer knolligen Stirne und brschigem schwarzem Haar und mit eii-em nervös zuckenden Munde, den ein spärlicher, aber wohlgepflegter Kinnbart nur wenig verdeckte. Diese kleine Person, ein Vetter und Studien genösse des Haushern, war es, der den lanaen Schatten warf. Man hatte ihn gegen Ende des Sommers aus reiner Gutmüthigkeit einge laden. Der kleine, schwächliche Mensch, der das ganze Jahr in seinem Geschäfts lokal eingesperrt war, dauerte Einen. Er sollte doch auch einmal frische Luft athmen und sich ausruhen. Aber das Unglück war, daß er seine eigene Art hatte sich auszuruhen. Frei lich machte er sich nicht im Geringsten nützlich, aUx er gehörte zu jener Sorte von Leuten, die nicht leben können, ohne sowobl für ihre Seele als für ih ren Körper Nahrung zu haben, und die erstgenannte Nahrung glaubte er vornehmlich durch den Verkehr mit begabten Menschen zu erlangen. Hier auf dem Sande gab es jedoch nicht all zu viel solche, und auf dem Gute selbst gar keine Anderen als seinen Vetter uns dessen Frau, und so schloß er sich na türlich an sie an. Er folgte ihnen auf allen ihren We gen. Machten sie einen Spaziergang, so war er cm ihrer Seite. Zogen sie sich nach dem Mittagessen in ein ruhiges ttemeit Zimmer zurück, so hatte er sie hild Imfgespürt. Seinen Vetter be.gleitete er getreulich über Wiesen und Felder, zwang ihn, seine Schritte nach seinem kurzen Trippeln zu richten oder r t rt v. -r r: n : i . n

in icinem sconior uno uiuiic uu seinen Verhandlungen mit den Wirths. fchaftsbeamten. Und der Gattin seines Vetters leistete er ebenso beflissen Gesell schaft, wo sie sich auch befand, im Sa Ion oder in der Küche, im Kinderzim mer oder in der Vorrathskammer. Aber das Schlimmste war doch seine Vorliebe für intellektuelle und bildenoe Beschäftigungen. Er konnte stundenlang diskutiren. ohne daß ein Anderer viel einzuwenden brauchte, und doppelt so lange vorlesen, ohne im Geringsten zu ermüden. Jeden Abend kam er aus der Bibliothek, mit Goethe, Byron, Walte? Scott, Dickens oder sonst etwas Werthvollem unter dem Arm, und dann setzte er sich hin und las es seines Wirthen, gleichviel ob sie wollten oder nicht, mit seiner knarrenden Stimme vor, die sie dann bis in ihre Traume verfolgte. Es war ganz unmöglich, ihn anders als durch direkte UnHöflichkeiten loS zu werden, unft sowohl der Gutsbesitzer a!S seine Iirau waren so erzogen wor den. daß c?s ihnen sehr schwer fiel, zu solche zu. preisen. Sie versuchten es anstatt desstt mit Andeutungen und Winken; sie fragten, ob er sich ganz auf den Herrn verlassen konnte, der in seiner Abwesenhc'it seine Geschäfte führte, und erwähnttiu wiederholten Malen, wie herbstlich eö) geworden war und wie angenehm es sin die, welche in der Stadt ansässigwaren, 'sein mußte, sich von der Eltt'samkeit des Landlebens zurückziehen z'i können. Aber nichts half. Der k leine Best Her des gepflegten Bartes füllte sich so wohl wie ein Fisch im Wasie!r und be zog nichts auf sich. Es ttar J nun die vierte Woche, daß er sein f'riedvolles Dasein bei seinen Verwandtes genoß, und diese benutzten nun jed'e seltene kleine Weile, die sie für sich aUein hat . ten, dazuum sich gegenseitig ix ermähnen, die Sache in die Hand zu j nehmen und ihm in möglichst wenig verletzen 1er, aber auch möglichst debltlicher Weise klar zumachen, daß man ihn richt mehr länger zurückhielt. An einem schönen warmen Tagt? war man bis lange noch dem Mittagessen auf dem Salonbalkon gesessen: rund wie ti nun kam, war der kleine So'zat tenwerfer in wehmüthige S;:mmug gerathen und begann nun in Mollö. nen zu sprechen. Ack. er sab ia ein. dak dies dolcefafr niente nicht in alle Ewigkeit dauern r konnte. Er hörte schon tir?men aus V i1- Yk! lUf .itn nnS ihm tml i der Ferne, die ihn riefen und itjm keine Ruhe gönnten. Na endlich," flüsterte der Gutsbe sitzer seiner Frau in's Ohr, während er sie vor Verzücken leise in den Arni kniff, Und es kann ja euch sein.? suhr der Gast fort, daß ich anch schon zu lange hier gewesen bin!" Ach......! ' . Dieser gemäßigte Ausruf kam von der jungen frurn. Protest mußte ja anstandshalber erhoben werden, und AV..!bl...M i ; in liivucuiicicc ijvzm lonnik man !yn ja nicht vordringen. .All.-, sagte ?r Vetter --mteS tf'" Öl(ziTztl'r l-1

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man so liebenswürdig ist. daß die Leute sich nicht von Einem trennen wollen." Tarin hatte er nun so herzlich recht. Aber daß gerade er diese Bemerkung zum Besten gab. war unleugbar etwas verblüffend.' Und von einer so unerwarteten Bescheidenheit konnte man ja nichts anders als freundlich sein, da man als Leute von Bildung und Takt Jemanden, der seinen eigenen Werth herabsetzte, doch widersprechen mußte. Die junge Frau sah ihren Mann an, aber da dieser durchaus keine Miene machte, den Mund zu öffnen, hielt sie es für ihre Schuldigkeit, das Wort zu ergreifen. Lieber Edwin," sagte sie, wir ha ben es ja so nett miteinander gehabt." Danke, danke. Ja, es soll- mich freuen, wenn ich Euch manchmal ein bischen zerstreut habe.. .." ' Der kleine Schattenwerser wußte ja selbst, wie oftmals er sich amAbend für die Beiden heiser gelesen, wie getreulich er ihnen Gesellschaft geleistet und wie er stundenlang über alle möglichen in teressanten Dinge konversirt hatte, obgleich die Anderen' zuweilen wirklich recht mundfaul gewesen waren. Aber." fuhr er fort, Ihr - habt vielleicht doch auf jeden Fall genug an mir und würdet es am liebsten sehen, wenn ich schon morgen mein Bündel schnürte." Ach, aber lieber Edwin, wie kannst Du glauben.. " Sie verstummte plötzlich, denn'ihr Mann hatte sie wieder in den Arm gekniffen, aber diesmal nicht aus Entzücken, das fühlte sie nur zu deutlich. Was sie gesagt hatte, war jedoch genug. um ttu kleinen Schattenwerser zu beruhigen; er riß sich aus allen Grüdeleien, wie, daß man.ihis möglicherweise los werden wollte, und begann dann auf's Neue von dem dolee far

niente zu sprechen, das er aenojien hatte und noch genoß. Und dies erinnerte ihn ganz ungesucht an Snoils ky's schönes Gedicht dieses ?!amens. Warum sollten sie es nicht laut lesen? Das paßte ja ganz ausgezeichnet an diesem schönen sonnigen Nachmit tage. Er wollte gleich in die Bibliothek gehen und den Band holen. Er wuß'te genau, in welchem Fach er stand. Und er erhob sich, öffnete die Balkonthüre und ging durch den Salon. Aber es dauerte nur ein paar Sekun den oder gerade so lange, bis man an nehmen konnte, daß er außer Hörweite war, da fing auch schon der Gutsbesitzer an, seiner unterdrückten Wuth Lust zu machen, und seine erste Meinungsänßcrung bestand in einem kräftigen. saftigen Fluch. Jaso, Tu ermunterst ihn. Elvira," brüllte er, das hätte ich nicht gedacht." .Ich.... ?" Ia gewiß, ich hörte, ia selbst, wie Tu ihn förmlich gebeten hast, zu blei be,n. Ich bin ja nicht taub!" ' ' .Ja, aber Gustav, ich konnte doch nicht " - Du konntest nicht ander. 'Natürlich. Aber, siehst Du, ich ertrage das nicht länger. Ich sage es Dir. Und wenn Tu glaubst, daß ich weiter da sitzen werde und zuhören, wie er seine verfluchten Gedichte plärrt, so irrst Du .Dich. Dein Geschmack ist nicht der meine. So schreie doch nicht!" Ja, ich schreie, wenn ich will, das ist mein Haus, obgleich Niemand es zu glauben scheint. Das ist mein Haus!" . Er war aufgestanden und hatte den Stuhl zurttckgeschleudert, so daß er krachend gegen die Balustrade fiel, und ging mit dröhnenden Schritten in den Salon. Aber als er eingetreten war, blieb er wie angewurzelt stehen. An einem, kleinen Tisch ganz nahe der Balkonthüre stand der kleine Schattenwerfer. mit einem Mappenwerk in der Hand, das. er nicht ansah. Er war offenbar auf seinem Wege in die Biblio thek stehen geblieben, um einen Blick auf die neue Mappe zu werfen, die ihn intereirte, und war so Zeugen des kurzen, aber lebhaften Gespräches zwi schen den beiden Ehegatten geworden. Du hier?" begann sein Gasifreund und Vetter, als er sich Don seiner Uederrafchung etwas erholt hatte. Ja. allerdings." Elvira war nun auch, von denStim men angelockt, hereingekommen und stand nun blaß und erstaunt und be trachtete die beid'en Herren. Nun. da Du uns gehört zuhaben scheinst, was ich gesagt habe, läßt sich die Sache ja nicht ändern," sagte der Gutsbesitzer. Ich kann meine Worte nicht zurücknehmen. Elvira und ich sind zwei junge Menschen, w.ir sind einander noch nicht müde und brauchen daher keinen Dritten, der uns täglich und stündlich Gesellschaft leistet." Aergerlich üöer sich selbst und die Anderen rettete er sich aus der unbe. haglichen Situation, indem er mit lan gen Schritten aus dem Zimmer spa zierte. Und seine Frau hätte nur zu gerne ein Gleiches gethan; aber theils wäre es ja lächerlich gewesen, wenn sie Beide davon gelaufen wären, theils wurde sie von dem Wunsche zurückgehalten, das Verletzende in den Worten ihre? Mannes zu mildern. Ach Edwin, wie leid mir das thut!" rief sie aus' Tie letzten Minuten hatte er die Augen starr auf d:e Mappe in seine? anv geheftet, abe nun schlug er sie zu ; ihr auf. ti lag etwas Eigenthümliches " n...e - - . r: t 1 A- : in lyrem Ausoru, oas ne logielaz m ihrenEntschuldigungen innehalten ließ. 3ch wutzte nickt, dak er' so ist." saate der kleine Schattenwerser. Die j Bemerkung war etwas dunkel, aber das Mlenenspiel war es nicht. Das war I voll forschendem Eiser und erwachender st Gefühle. , - ., ,.' s War eS möallch. dan er alauben konnte .... dachte sie. Warum : schob 'er die ganze Schuld auf Gustav, ohne auch nur daran zu denken, daß sie anch t n rr m i. orv i 0IS zu einem geminen raoe oie iiKfin Z una ihres Mannes tbeilen konnte? Und f warum war der Blick, den er durch die öffnete Thür dem sierswundenen

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begleitet, freilich einem wehmüthigen, ' aber doch einem kleinen Lächeln? War

es wirklich möglich, daß er glaubte. . . . daß er sich einbildete.Gustav wäre eifer süchtig? Eifersüchtig auf ihn! : ... cn iZZ : .- n X . . , ie war im -llegriss. m zm?" uu?zubrechen. aber es' gelang ihr, sich zu rückzuhalten, denn mit ihrem feinsübl igen Instinkt, der sie nie verließ, begriff sie. daß ihre Heiterkeit in diesem Augen blicke ihn grausamer getroffen hatte als ein wirkliches Unglück, ja ärger, als wenn sie ihm gerade heraus die Wahrheit gesagt hätte, daß er ein lang, weiliger armer Teufel war, den man sich sehnte, los zu werden. Und da sie auf jeden Fall etwas aus j seine Bemerkung erwiedern mute,-aber nicht wußte, was, wählte sie den ein fuchsten Asweg, nhmlich den. einzu stimmen. So" war auch ein Epithon das sich auf Allesanwenden ließ, so daß sie ganz gut Ja dazu 'sagen konnte. I." er ist wohl manchmal ein bischen heftig." sagte sie unsicher. Aber er nahm ihr Zögern und ihr Suchen als Beweis dafür, daß seine Auffassung der Sache, die so deutlich in seinen Zügen zu lesen stand, das einzig richtige war. Und während der Sekun den, die sie hier schweigend nebeneinander standen, machte sein ganzes Gefühlsleben eine seltsame Umgestaltung durch. Er iah die letztverfloffercn Wochen in einem ganz neuen Lichte. Es war ihm, als hätte er unter einem Einfluß gelebt, den er erst jetzt richtig schätzen lernte, und als sei in ihm etwas emporgeblüht, das ihm erst jetzt bewußt wurde. Ja, er hatte sie lieb, diese juuge Frau an seiner Seite. Und vielleicht hegte auch sie eine wärmereEmpfindung für ihn, noch vage und unbestimmt vielleicht, aber doch im Jnterejie. Warum hätte sie sich sonst seiner gegen ihren Mann angenommen? Warum stand sie hier so milde und reizend und verwirrt und versuchte ihn zu trösten? Es kränkt mich nur, daß Du um meinetwillen Unangenehn,lichkeiten ge habt hast," sagte er.. Ich hätte schon längst reisen sollen, denn ich kann nicht leugnen, daß ich so eine leise Ahnung hatte, wie die Dinge stehen, obgleich ich nicht wiffen konnte, daß es so schlimm ist. kannst Du mir verzeihen. Elvira, kannst Du mir verzeihen ?" Er 'hatte ihre beiden Hände erfaßt und drückte sie während seine kleinen, häßlichen, stechenden Augen schmelzend wurden. Ich habe Dir doch nichts zuverzeihen.". sagte sie, indem sie versuchte, ihm ihre Hände zuentziehen. Aber er preßte sie nur fester, wäh rcnd er erklärte, daß er sich sofort reisefertig machen wollte. Es war am besten, noch am selben Abend abzureisen, sobald der Wagen Vorsahren kvnnte. Jedes weitere Zusammensein zwischen ihm und ihnen war ja un möglich. Aber wenn wir uns nie mehr hier im Leben tresien," sagte er, willst Du nicht manchmal an mich denken, Elvira? Ab und zu einmal?" Was sie zur Antwort murmelte, war so undeutlich, daß man es nicht verste hen konnte. Ader er war dennoch zufrieden, denn er legte es in seiner eigenen Weise aus. Und nach ein paar weiteren Augenblicken ließ er ihre Hän de los und schritt der Thüre zu. Aber er ging nicht wie ein hinaus. gcworsener'armer Schlucker, den Alle gern los sein wollten. S?ine Haltung war voll Selbstbewußtsein und Würde, und als er in der Thüröffnung stand und sich noch einmal umdrehte, da lag in seinen Mienen ebenso viel Stolz und Glück als Trauer. Die Woche darauf bekam Elvira ein:n Brief und Packet, beides mit der Handschrift deS kleinen Schattenwerfers, und als sie den Brief las. stand ihr Mann daneben und beugte sich über ihre Schulter. Es war ein ganz gewöhnlicher arti ger Tantbrief mit einem formellen Gruß an den Herrn des Hauses, und sie legte ihn mit einem. Lächeln und einem kleinen Seufzer der Erleichterung wieder weg. Er enthielt doch wenigstens keine Anspielung auf die etwas eigenthümliche Auffassung, die er in Bezug auf seine etwas überhastete Abreiie zu haben schien. Aber das Packet war interessanter. Als sie den Umschlag entfernt hatte, lag vor ihr ein Prachtband, Snoilsk)s Gedicht -. .gerade derse.be, den er am letzten Abend aus der Bibliothek hätte holen sollen. Und nachdem sie fragend zu ihrem Manne aufgesehen und in dem Buch geblättert hatte, fiel ihr Blick auf ein Gedicht Dulce far niento", dessen . Titel unterstrichen war. Aber auch mehrere der Strophen waren mit Bleistiftstrichen bezeichnet, und siebe gann sie laut zu lesen: Und die Bilder, sie nahe in luftigen Riu. . f?it. Em Spielen, cm standen JÄ kaun sie nicht alle zalzleu fürahr . 5vab' jede? beim schimmernden lüLelvar. Und welches ich greife, nie mag es wohl kommen. Hat fluas deine üae anaenommen. Ich feh' deinen duLk.e. verschleierten Blick. f Ihr Mann brach in schallendes Ge l'ächteraus. Er ist ja in Dich verliebt.- sagte er Aber dann wurde er plötzlich ernst und runzelte die Stirne. Das ist doch wirklich unverschämt, brach er los. mtz schönes Gedicht so zu ruiniren. Jetzt kann man es ja nicht meu: lelen. ohne zu lachen." Und seine Stirne umwölkte sich im mer mehr. ' ' Außerdem macht er Dich lächerlich. Ich kenne den Patron. Der geht mit einem Leicherbittergesicht herum und prahlt mit seiner heimlichen Liebe, bis Jeder'ganz genau weiß, wer Diejenige ist. Du hast nichts Anderes zu thun, als ihm das Buch am morgigen Tage zurückzuschicken. ' ,; - Sie schwieg einige Sekunden. .NeinV sagte sie.' ..LSenn er mich fM"! fsTi!,s I"-" lrW t'- - 0 j W t f ,

ich mir doch nichts daraus. ,ES wäre eine Sünde, wollte man ihm seine Jl luiionen rauben. Das Kiene einem

Armen das. Einzige stehlen, was er besitzt." Und sie ging in die Bibliothek und ; stellte das Buch in das oberste Fach des verborgensten Bücherschranks. Es sollte aufgehoben und vergessen sein, aber nicht schimpflich hinausgeworfen werden. 1 Zhr Bild. Von Oliviert Sangiacomo. Voll Begeisterung zog ich auf die erste Wache. Mit siebzehn Jahren, selbst wenn mc.n Soldat ist, lst m?n noch ein Jun?.e; das geringste Ereigniß gewinnt ein hochwichtiges Ansehen. Wahrend ch nach der zweiten Nation in der Kasernenstube mit der Bürste den weißen Gürtel blank n?b. ging ' ich im Geiste noch einmal die Wachtvorschriften durch. Catapane sagte, 'ndem er das Gewehr aus den Stützen nahm: Heute Abend ist Wache bei einem Todten." Wer ist gestorben?" Da erzählte Catapane mir, daß. während die Truppen auf. dem Erercierfeld gewesen, der Bataillonsfourier Giacometti sich durch einen Karabinerschuß ins Herz getödtet habe. Giacometti! Der schone, schlanke, vor Kurzem beförderte junge Mann mit dem blonden Bart?" Jawohl. Ich fegte gerade di? Treppen zum Brigadebureau, als ich plötzlich vom kleinen-Corridor her einen Flintenschuß horte. In einem Nu war der Corridor voller Leute' Schreiber, Ordonnanzen. Kouriere, sogar der Adjutant eilte herbei. Nichts war zu sehen; nur. während alle Thü ren sperrweit aufstanden, ' war di.'jenige Giacomettis von innen verschlofsen Als ich mit dem Büchsenmeister anlangte, brauchte man ihn nicht mehr, denn die Thür war, ich weiß nicht wie, geöffnet worden, und Giacom'ttis Zimmer stand voller Menschen. Er selbst lag im weißen Bett, die blauen Augen weit geöffnet, gleichsam als ob sie nach der Thür blickten. Man hatte ihm den leinenen Rock und das wollene Hemd ausgezogen; auf der Brust neben dem Herzen waren ein schwarzes Loch und einige Tropfen schwärzlichen Blutes sichtbar. Natürlich kam der Arzt zu spät. Der arme Giacometti war todt; Hrz und Puls schlugen nicht mehr. In einer Ecke des Zimmers, nahe dem Bett, stand das Gewehr, dessen er sich bedient hatt? Er hatte es geladen, auf sein Herz 'gerichtet, dann dcn Hahn mit d-r Zehe seines reckten ent bloßen Fußes abgedrückt.' Und der Beweggrund?" fragte ich tief ergriffen. Hm . . . d?n weiß trohl Niemand. Heute Nacht wird bei ihm yewa't'l werden müssen Fürchtest Du Dich?" ..Mich fürchten?" erwiderte ich. Catapane mit einem Blick durchbrbrend, der da sagte: Ich bin Freiwilliger. das sagt alles! Kaum bezog ich die Wache, so wurde ich als Posten vor die Thür der K? ferne aufgestellt. Die Soldaten v?r ließen die Kaserne in Schaaren, bci dem wachthabenden Officier ' vorbei gehend, der sie mit molitiösem, ant müthigem Lächeln von Kopf bis zu Fun mustert?;- desgleichen die Rekru ten. d'ren Mützen weit über die Ohren hingen, und dren Hosen in häßlichen Falten über die-hohen leinenen Ga maschzn fielen. Alle entwischten schnell und grüßten aus seltsame W.'lse, wi--au., ie die große Furcht verriethen, zurückgerufen zu werden. Kaum waren sie draußen, so athmeten sie auf, wie von einem Alp befreit, warfen das Käppi in den Nack-n und beschlsunigten dcn Schritt, die linke Hand, stolz auf den Griff des Seitengewehrs gelegt. Wohin sie kamen, verbreiteten sicd Frohsinn und Lachen; die Gevatterinnen lächelten ihnen von der. Thüren ihrer Läden zu. Das junge Volk glich einer Menschenwelle, die sich über die Straßen, in die Osterien, auf die Marktplätze ergoß und sich dann in unzählige llr.m Bäche theilte. Die Rekruten blikb.'n vor den Seiltänzerbuden stehen und gafften stundenlang offene Mundes, mit dem stumpfsinnigen AvLdruck guten Vlehl's die Aushängeiiloer an: von Zeit tu Zeit opferte eine? von ihnen zwei Soldi ,rnd trat ein. Ich sah sie mit der Mu$e fchies aus dem Kopf und mit triumphirendem Lächeln wieder herauskommen Zur Linken' erblickte ich auf dem Balkon die zarten Profils der Signorine Mi. der Töchter, dcs Obersileutnants, die mich im Traume verfolgten, obgleich sie in Wirklichkeit nichts von meiner Existenz ahnten. Gestützt auf das von dr untergehenden Sonne beschienene. . neben mir . aufgpflanzte Gewehr, hätte ich mein Schilderhaus nicht für alles Geld in der Welt hingegeben. Ich fühlte, i war etwas; glaubte, das; das Vertrauen des ganzen H?eres auf mir ruhte, daß die V?rantwortlicheit für die ganze K ferne mir übertragen sei . . . Die zwei Stunden vergingen mir wk im Fluge. Dann kam die Ablösung. Während der Ruhepause wärmte ich mich 'cm Ofen in d:r Wachtstube. Um Mitternacht stieg ich mit dem ; Corporal die dunkle Treppe hinauf; datz Gewehr ur.term Arm, traten lvlauf den .Corridor. Giacomettis Zim- ' m?r war. geöffnet und warf auf D':: gczenüberliegende Wand ein Rechtes? , von blaßrothem Schnn. An d:r Wand, wo sich der Eingang zum Br: qadeb'ireau befindet, brannte ein anderes Licht, das die Schatte auf ge spensterhafte Weise verlängert Gra- . k:5s!ill5. O:r Corral s!:7!:

stramm neben Pieroni. de? mir das Parolewort wiederholte; dann perlteßen mich Beide. Ein dumpfes Echo gab ihre Schritte zurück. Ich war allein. Gegen, die Man:? elehni. . hatte ich nicht den Muth, in Giacomettis Zimmer zu blicken., D:s rosigschimmer.nde Rechteck wurde von einem Schatten unterbrochen, dessen-Un-.risse ich nicht zu deuten wuße. Andere Schatten nahten sich drohend und schienen den meinigen umarmen zu wollen. - Trotz des Unbehagens empfand ich

eine ungeheure Neugier und begann schüchtern meinen Kopf zu wenden und das Bettgcstell zu fixiren. - Allmählich kehrte mein Muth -,uleid erfaßte mich für d:n schönen jungen Mann, der Tags vorher voll kräftigen Lebens, jetzt vom Tode überwältigt dalag. Seine Brust war noch unbedeckt; das runde, schwarze Loch nahe dem Herzen hob die unbefleckte weiße Haut hervor; die großen blauen Augen waren für immer geschlossen; der blonde Kopf war mit der Schwere des ewigen Schlafes tief in die 5:'issen gesunken Armer, junger Mann! Ich that einen Schritt ins Zimmer. Der Todte übte einen schrecklichen Reiz aus. Eine unwiderstehliche Macht zog mich um Bett hin, wo der Todte lag wie ein Schlafender; flüchtige Schatten verliehen dem bleichen Gesicht zuweilen den Ausdruck des Lebens. Ich nahte mich verstohlen wie ein Dieb, wie ein neugieriges Kind, das alles sehen, alles wissen will. Ick putzte das Licht; ein heller Schein flog über das marmorbleiche, edle, reine Linien zeigende Antlitz. An der Wand 'rechts hing in einem goldenen Rahmen ein Familienbild, aus dem seine Figur hervorragte. . Warum hat er sich das Leben genommen? ... Ich stellte mir die große Verzweiflung der armen Alten vor, die meiner Mutler so ähnlich sah, und ich mußte ein schmerzliches Schluchzen unterdrücken. Die ganze Gruppe schien mich anzublicken, Thränen in Aug' und- Stimme, mit mir zu sprecken. )lnd ein ferner Stimmenchor klang aus in de? traurigen Frag:: Warum? Warum? - Kein Anzeichen, keine Spur. Giacometti hatte sich als brav und ordentlich erwiesen, war von Jedermann aeschätzt und g?li;b! gewesen. In dem Stübckcn herrschte der Friede und die Ordnung eineö wohlerzogenen,- gutgesitteten jungen Mannes. Das Geheimniß ruhte hinter jener marmorblichen Stirn, in dem einer alten Kamee ähnelnden Profil auf den entfärbten, zu einem trüben Lächeln verzogenen Lippen. An einem Finoe? der linken Hand blitzte ein schmaler Goldreif, wohl ein Andenken an die Mutter ... So hatte er sich ans Äiebe 'getödtet, und es war ein? übermächtige unerreichbare Liebe-gewesen, die ihn in den freiwilligen Tod getrieben hatte. Wer wc. seine Holde gewesen? Kein Frauenbi?d an der Wand, kein Brief auf dem Schreibtisch. Ich verlor mich in Vermuthungen und befragte den armen Giacom?tti mit ei nein Blick. Da sah ich vlötzlich aus dem weißen Kopfkissen etwas Dunkeles. einen schmalen, schwarzen, gld. gesäumien Streifen hervorlugcn. Es war ein Eabinetbild. Das Räthsel war gelöst. . Ich vermochte nicht, meine Neugier zu bezwingen, obgleich 'das Geheimniß nicht mir gehörte, und der arme Todte es mit sich in dcs Grab hatte nehmen wollen. Doch der Gedanke, daß am folgenden Morgen die Photoyraphie in die Hände Anderer wandern würde, hieß mich, sie den Blicken Gleichgiltiger zu entziehen. Ich ergriff sie und betrachtete sie . . . Das Blut schoß mir plötzlich in den Kopf, das Herz schlug henq, das Bild entfiel fast meinen Härten. Sie war es, die schöne Maria Galli, die Tochter des Ober - LieutenSnts, mit dem zarten griechischen Kopf, dem bezaubernden Lächeln . . . Schritte nahten. Ich steckte das Bild in die Tasche und küßte den Todten cuf di: bleiche Stirn. - Armer Giulio, Du hast als Dichte? geliebt! Es war mir, als ob txjt Hauch seinen Lippen entströmte, und der Todte mir mit leiser Stimme zuflüsterte: ' D?.nke, Bruder! Singende Vipern. ' - Es sind gerade hundert Jahre her daß dem Londoner Opernpublikum das damals wie b?ute auf Sensationen erpicht war eine ganz außergewöhnliche Sensation geboten wuroe. Der Impresario hoffte sein Unternehmen besonders zugkräftig zu machen, indem er neben der berühmten Altistin über die er' verfügte es war Mrs. Billington die Josua Reynolds als heilig? Cäcilie gemalt hat auch noch s.in: Sopranistin allerersten Ranges engagicrte, den Stern d?rOper in Mai, land Slgnora Graspm. In einer ton Winter komponirten Oper, . .Der Raub der Proserpina- traten die bdden Sängerinnen zum erstenmal nebeneinander auf und d:r Erfolg übertraf noch alle Erwartungen. Trotzdem aber endete der Abend nicht glücklich. Sowohl die Grassini. wie die Billington rasten und jede verbrachte. wie sie am andern Morgen dem Imprefario beichteten, di Nacht in Thränen. Jede von ihnen lebte in der Ueberzeugung, die andere hab: mehr Beifall bekommen und von diesem Tage an standen sie sich als Feindinnen gegenüber und keine wollte mehr neben der anderen auftreten. Merkwürdiger weise schienen mit der Zeit auch ihre Stimmen zu leiden und der wüthende Impresario drückte schon den Verdacht aus. daß diese, singenden Vipern

wie er ne nannte, um zden Kontrakt ' ivl entschlüpfen, absichtlich seicht sen . r , . rv r ' " r f . . .-r fc.

leren belehrt werden. - Eines Tage!, kam die Grassini mit der Forderung zu ihm sie wolle eine Alt-Parti: sin-, gen. Die Londoner sollten hören, daß sie besser, sei wie die Billingn. Sie habe die Partie siudirt und sei jederzeit bereit, Probe zu singen. Der Impresario war wieder außer sich. Er hatte die Folgen solcher Versuche schon bei seinem letzten Bariton kennen gelernt, dessen Ehrgeiz nach dem Tenor ging. Jetzt fehlt nu: noch, daß die Billington Sopran singt!" rief er wüthend aus und als die Eng, länderin bei ihm eintrat, fragt: er sie sarkastisch, ob sie nicht imstande wäre, 'demnächst eine Sopranpartie zu singen. Mrs. Billington sah ihn erst sprachlos an. Sie schien aufs h'öch, sie bestürzt zu sein. Endlich aber faßte sie sich so weit und, während ihr die Thränen aus den Augen liefen, fragte sie ihn, wer so niederträchtig gewesen sein könnte, ihr Geheimniß auszuforschen. Sie wollte ja mit einer Ueberraschung kommen. Ihre Landsleute' sollten sehen, daß sie viel schönere hohe Töne habe, als diese kr:ischinde Italienerin. Nun war die Reihe, bestürzt zu sein, an 'dem Impresario. Er lacht: wie ein Besessener auf und dann sagte er: Nun, dann können Sie den Raub der Proserpina" ja wieder zusammen singen. Nur mit vertauschten Rollen." Selbstverständlich kam es nicht so weit. Keine der Vipern wollte neben der anderen auftreten und überdies machte um diese Zeit ein Ruf. den die Grassini nach Paris erhielt, der Tragikamödie ein Ende. Als Napoleon Kaiser wurde. richtete er auch die italienische Oper wieder ein und die erste Kllnstlerin. die er berief, war die Grassini. für die er schwärmte, seitdem er sie in Mailand zum erstenmal gehört hatte. Der Impresario war zufrieden, eine

erhebliche Entschädigung zu erhalten, und die Grassini ging nach Paris.'wo sie. von der GunstNapoleon's getragen, alles beherrschte und keine zweite Liper" neben sich aufkommen ließ. Mit dem Fall desKaisereichs fiel allerdings auch sie. aber sie hatte der Güter, so viel gesammelt, daß sie bis zu ihrem Tode sie starb 77 Jahre alt 1850 in Mailand behaglich leben konute. Zur Geschichte dcs Walzers. Daß der heute so beliebte Waher einmal schlimme Widersacher gehlbt hat, kann man sich kaum mehr recht vorstellen. Und doch galt er noch im die Mitte des achtzehnten Jahrhrnderts als äußerst plebejisch. In eucm zeitgenössischen Berichte liest min: 23eim Walzer führt der Tänzer seine Dame in der Kreisfigur am Arme herum, bald aber umfassen sich beide und setzen die Bewegung fort, indem sie ich um sich selbst umdrehen." Das fand man höchst unpassend und bevorzugte die Courante, den Doktortanz, wectrn seiner würdigen Haltung, das Uenuett und all die französisch etlkett rten Tänze. Desto mehr pflegte uid Pflegt das Volk den Walzer; gakz Süddeutschland bildete ihn in aller ei reizenden Aariationen aus, wie i in noch heute das Volk in Gegenden tan t, die sich durch treue Anhänglichkeit In altt Sitten auszeichnen. Keiner haßte aber den Walzer als unmoralisch megr als Lord Byron, der ihn in sein?r Walzer - Ballade auf das Heftigste ajlgriff. Der erste, der dem Walzer ejn Loblied zu singen wagt und Brauch und Mißbrauch zu beleuchten weiß, ist der öffentliche Lehrer der Mathematik zu Dessau, Gerhard Ulrich Antcn Bieth, der im Jahre 1794 ein Buih Versuch einer Encyklopädie der Leibesübungen" in Berlin veröffentlicht:. Er schreibt darin: Es ist schon von anderen als ein physiologisches PhLnomen bemerkt worden, daß der Nctionalgesellschaftstanz der Deutschen der Walzer ist; man findet di: rascher, und wie einige wollen, nicht ganz sit!samen Bewegungen dieses Tanzes den ernsten und keuschen Charakter unse rer Vorfahren unangemessen. Was die raschen Bewegungen betrifft, so ist zu bedenken, daß der Tanz auf unserem Ballen viel wilder getanzt wird, als eigentlich dem gehörigen Tempo gemä getanzt werden scllte, und das ins auch bei anderen Tänzen ein. We: nur einiges Gefühl für Rythmus hat. wird auf dem ersten besten Tanzsaal sogleich die' ganz übertriebene Ge schwindigkeit der Menuetten, Polonai sen, Walzer u. s. w. suhlen Ich wei nicht, wie es kommt, daß dieser Geist der Ueberejlung und Ueberspannunj rwTanz und Musik so allgemein wird Ein Adagio wird Andante, ein Andan. te Allearo. ein Allegro Presto gespielt und Blas- und Saiteninstruments werden je mehr und mebr in die Höhe! gestimmt. Jenes wilde Umherschleu dern und wilde Springen liegt un streitig nicht im Charakter des Wal zers, sondern im .Charakter unsere leichten Herren und Damen. Uebri aens scheint es mir sehr natürlich, da Männer. Um starke Nerven nu durch starke Eindrücke in behagliche Schwingungen gesetzt würden, die im Getümmel der Schlacht oder des Turniers sich wohl befanden und gern volle Humpen ausleerten, daß die auch im Tanze an einer Art von Trunkenheit, an einem Taumel Geschmack fanden. der durch die drehende Bewegung des Walzers befördert wird." Soweit der! höfische Berichterstatter. Diese Kritik, hat heute für uns besonderen Werth als zeitiger Bericht über den damals also schon ganz eingebürgerten Walzer.! den andere gern in eine spatere Zeil', verwiesen - And als Hinweis aus das! Tempo iener Tanze des 18. Jahrhun derts, die wir heute erst wieder beginnen zu tanzen und deren Tempo eine vielerörterte Streitfrage ist. . Schmeichler und Bettler $nd tfo geraden.

Gkllsinsl5-WrWlisl!r

von WM! audwilthschastl. Gcröthc vud Waarcu. H. T. Conde Jmplment Co., 27 N. Capitel Äv. Bau-C'ontraktorcn. H. H. attau & Cohn, 404 Cedar Ctr. KofteOvoranschlLge werdkn frei c.k'iefe?t. AltkZ Phone 127X Zilckcrwaaren (Wholclalc). Tageett & Co., 18 38ft Gcorgia Etr. Cchniltvaarcn. Hibbrn, tzollwkg k Co., 135 E. Meridian Ctr. Eisen- und Blcchwaarcu, Gewehre. Lahmen Cai?y Co., 111115 8. Merib. Led:r, Treibriemen, PackmatcrialHide, Leather & Bclting Co., 227 . kridian Ctr. Taylor & Cmith. 247 Meridian Str. Bcuhalz. Cobnrn, 5enry, Eecrgia Ctr. Weißblech. Tannrr & Cullivan, 210 C. Meridian Ctr. Hüt', Haudschubc rtc. Hkttdrickscn, Lefler & Co., 131 C. Merivan. Eisen- nrd Sckmicdcvaarcn.' Vonr.kgut Hardware Co., 120124 Ost Washington Ctr. Eijcn und Stahl. Hslliday, W. I. & Cc., 107 C. Meridian. Spiele und Spiclwaarcu. Mayer, Charles & Co., 29 32- Washington. Trnggiflcn (Wholesale). Indianapolis Trug Qt., 21 O. Maryland. Trusl-Comraauicn. Jndiana Trust Co. & Eafkty ALult. Safe Trposit Paul!?. ulctchcrS Cafe Deposit. 30 Ost Washington. Voxes 3.00 und aufwärts. Banken. The Capital Netior.al Bank, 23 S. Meridian Ctr. M. 23. Wilson, Präs. W. T. Churchman, KasZirer. GroccrZ (Wkolcsalc). Trinkmkyer, l!uhn & Co., 211 G. Meridian Ctr. Jcc Crcam. The R. W. Furnace Co., 131 Alaiarna Ctr. Farben und Eiscuwaarcn. Buttdkrs Cupply Co., 342 Ost ZNsshir.ztcn. Treschmasäiinrn. . Nichols Chepard Co., 42 Kentucly ?!ve. Advrkct:n. arretZ, Brotrn, Bad5rger & Fciilcma. Teutsche Arsrkaten. 2tl. 417. 706 Stevenson Gebäude, Piancö und xojh. Wulschner Music Co., 123 Pennsylvania C. Furllaccö, (?iscn- und Blcch-Ärbcitcn. Joseph Eardnr 37-41 tfcnlu2a Arenne. Telcvdone 352. Neue heiße LusturnacrS. sen? e Rcpara turen besorgt. . Hussckmicd. W. W. Kn'l't. 109 Nirai ,ia Nvrnne und 15 Ost 55arylano NcucZ Tel. 43. Stt Ve5nn5sths5s : Zimmer im jestic Gebsude zu reduzirtcn Preisen. DaS feinste OsficeVebSude in der Stadt. Vollständig feuersicher. Schnelle Fahrstuhl! od olle modcrnen Bequemtickteiten. ' Nachzusragen bei GREGORY & APPEL, Agenten für die 5ni inavoIiA Wik Co. DrXÄ. Suteliffe, Wund-Arzt, . Geschlechts-, Nrin. und RectumKrankheiten. Ossice: 155 Ost Market Ett. Tel. 941' cisitund: 9 di, 1 Ut arm.: 2 ti4UtzrS! Alles recht bliizblanö in Küche und. Hau? zu haben, erfüllt jede gute Hausfrau mit gerechtem Stolz. Das beste Mittel, alle Me. tallwaaren in kürzester Zeit und süi die längste Dauer blitzblank und glän zend wie einen Spiegel zu machen, ist die v. S. METAL P0LISII PASTE, die von ter altbekannten und bewährte - Firma GEORGE 17. WEM, 549 Ost Washington St., Indianapolis, Ind.. hergestellt wird. Für Vastvirthe ist das eÜdewSytte mittet lon rerselden Firma Hergestellt, zum Putze der Var'FirtureK etc. einfach unentbehrlich und er es einmal aebrauckr bat. kvird e stet w.eder holen. .Bar Keeper's Frievd, ' da Unentbehrliche, ist überall in Apotheke ! zu haben. Dr, L. st. GREINER. pch FklkZZtzii'.z lkiiilkt Wttt. trf Tanfe tcU TVr ettjty! o eiDaltta Dtfls c ttsarz eil U ihr i wcmtTi kk? Nöung. 13 tli 24 CZ- CT.'ZXzlU L'z C".

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