Indiana Tribüne, Volume 25, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1902 — Page 6

. 6 JnÄiana Trlbune, Sonntag, 23. Februar 1902.

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Im südlichen (Ccpyriclit I50I by Win. Auf unserer lekten Wanderung im Schwarzwald, welche uns von Freibürg durch das Höllenthal führte, sind wir am Titisee bi an den Fuß des höchsten Schwarzwäldberges .bis an den Feldberg vorgedrungen. Heute wollen wir den 'badischen Riesen best-i-gen und von dort oben Umschau halten über das schöne Land zu seinen Fiißen. Die Besteigung ist von unserem Standpunkt.aus nur .ein längerer Spaziergang. Der Feldberg mißt allerdings 1495 Meter und ist nach der Riesenkoppe in .Schlesien der zwe'thöchste Berg des deutschen Mittelgebirges, jedoch die Hauptarbeit des Emporklimmens hat für uns schon die Höllenthalbahn gethan, und die 600 Meter Anstieg vom Titisee aus lassen sich ganz gemächlich überwinden. Der Feldberg ist übrigens nur der höchst?, bei Weitem nicht der schönste Berg des Schwarzwaldes. Weit schöner erscheint sein mächtiger Nachbar, der nur wenige Meter niedrigere Welchen, auch der Blauen, der Schauinsland, der Y'äZx. .-7 5 f ZvKiO S'Mr -' - ASMl vg fQii: I Ä.,

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Kindtaufe im südl. Schwawald (nach Hasemann).

Handel bieten schönere Formen, als der Feldberg und bieten auch schönere Rundblicke als dieser, der einen langgestreckten flachen Rücken aufweist und leine Macht als Höchster nicht so recht zur Geltung bringen kann im Kranze seiner ihn fast erdrückenden Nachbaren, welche den Vorzug freierer Lage und schönerer Bewaldung besitzen. Der Gipfel des Feldberges ist fast ine Stunde lang. Zahlreiche Flüsse und Bäche beginnen hier: die Gutach-Wut-NW Schloß 5auZbaden. ach. die Dreisam, die Alb und fcie liebliche Wiese und zwischen den. Thälern dieser Flüsse sendet der Feldberg überall hin starke Gliedermassen aus, welche dem Hauptberge selbst wenig an 5öhe nachstehen, so das Herzogenhorn. den Sllrerberg. isroße (-plekyorn. ' Blösling. Hochkopf, Bärhalde. Rothecku. s. w. Ueberaus schroff fällt derFeldberg ab nordwärts zum Feldsee südwärts zum Wiesenthal, nach We-' Cpinnftube im sten in das Zastlerthal, und nur nach Südosten dacht er sich langsamer über die hzhe Bärhalde nieder. Xtx höchste Gipfel ist gekrönt mit einem gewaltiz dicken, obschon nur zmlf Meter Hohn Thurme, der eine:, herrlichen Rund blick darbietet und den man aus weittn Entkernunaen erkennt. Das Feld beraer Wirthshaus, der Felobergerhof . . , , .rjtriL liegt ZUO yjuitt lttier IN einer geilli;ten Mulde an prachtvollem, urwaldartigem Tannenforst. - Dieser GastW ist einer der ältesten und bekanntesten des hohen Cchttarzwaldes. groß und .komfortabel eingerichtet und man kaizn da nöthigenfalls auch mit trockenem Fußzeug und mit Kleidern ausgerüstet roerden. wenn man das Unglück geoi hat. beim Aufstieg von einem Un'wjt tcr uberascht zu werden. Befand:, zu fürchten sind die Nebel des Feldb ges, welche oft ganz'plötzlich auftre und so dicht sind, daß man häufig . nug nicht drei 'Schritte weit sei Zann. Der Hauptgrundbesitzer in d sem Theile des Gebirges ist der ist j v" ?ZtirfP.fc?Tn trt Tlnntitrrfc- . . ! wi (j 3 rs" vi4uv ui n ' - ' ' xtvc....j7 ' . 1 3

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Kaufmann) (No. 50) aentblim dieses Maanaten. Gegenwärtig wird auch aus dem Gipfel des Feldberges ein großartiger Gasthof errichtet und zwar vom Pächter des Feldöergerhofs. Die Zahl der Besucher, welche Sonnenaufgang und Untergang vom höchsten Gipfel, des Schwarzwaldes aus genießen möchten, hat sich derartig in den letzten Jahren gesteiqert, daß jenes neue Berghotel sicherlich eine genügende Frequenz aufweisen wird, zumal der Skysport. welcher im raschen Aufblühen begriffen ist. auch das Offenhalten des Gasthofs im Winter ermöglicht. Die Aussicht vom Feldberge ist keine einheitliche, sondern zertheilt sich in zwei oder drei von verschiedenen Standpunkten aus zu genießende. D?n schönsten und weitesten Blick genießt man vom Thurme aus, denn von hier bietet sich an besonders schönen und klaren Tagen, welche aber Verhältnißmäßig selten sind, die ganze Kette der Hcchälpcn dar, von der Zugspitze in Baiern an bis zum fernen Montblanc ' 'VSftfe 18 V ' 'CJ&Vh ru in Südwesten. Rundumher liegt der chwarzwald bis zur Hornisgrinde ausgebreitet, am Horizont zieht der ginze Lauf der Vogesen entlang mit Km Straßburger Münster im Vorkrgrunde. Ganz eigenartig ist die Aussicht vom Seebuck aus, dem Se locker", der sein:nNamen davon trägt, dß fast senkrecht, vierhundert Meter inter ihm der Feldsee liegt: Dieser lnheimliche Wasserspiegel ist kreis?und. von gewaltigen Felsmassen und in einer Seite von uralten Tannen Umstanden. ! Sechs wunderschöne Flußthäler 'urchziehen in der Richtung von Nord räch Süd den unteren Theil des hohen 3chwarzwaldes. Es. sind diejenigen ?er Wiese, der Wehra, der Alb, der Scbwarza, der Steina und der Wutach. Sie führen ihre wildrauschenJen Wasser dem Vater Rhein zu, welcher soeben sein großes Läuterungsbecken. den Vodensee, verlassen.' bei Schaffhausen den gewaltigen Sprung gemacht und bei Laufenburg seine Gauklerstückchen getrieben hat und nun nach Aufnahme des großen Zuflusses Aar und derSchwarzwaldströme schon einen wirklich väterlichen Eindruck macht. Wir haben dieses Gebiet in dem Streifzuge Bom jungen Rhein" schon nher kennen gelernt und dabei auch schon einige Blicke gethan in die schönen Flußthäler deZ südlichen Schwarzwaldes. Cchwarzwald. Es tst schwer zu sagen, welchem dieser sechs Schwarzwaldslüsse dieSchönheitspalme zuzuerkennen wäre. Alle tragen sie den Charakter wilder Romantik. sie sind echte Kinder des Bergwaldes, stürmische, oft genug reißend werdende Wildbäche, welche viele Mühlräder treiben und deren Fall neuerdings, vielfach zur Gewinnung der elektrischen Kraft ausgenutzt wird. Ihr, Dichter ist der unvergleichliche' Hebel, dessen Wiege zu Hausen im Wiesenthale stand, und der um diese Thaler einen unverwelklichen Kranz Herrlicher Volkspoesie geschlungen hat. Uebehaupt begegnen wir im südlichen Schwarzwalde den Spuren dieses gro ßen Dichters auf Schritt .und Tritt, und neben ihm schreitet ein anderer großer Dichter einher, der mit herzstärkender Männlichkeit, und und!?lvüstlicher -Jugendlust singende Jozepy YidoT Sckeklel. Neuerdinas ist zu diesen beiden noch ein dritter Dichter getreten, dssen Heimath fern im deutschen Norden sieht, den man jetzt aber wohl als einen Adoptivsohn des Schwarzwald ansehen kann, der Holsteiner Milbelm Genien. 5u diesen Richtern geseZt Zich aber srtcrt , , , . V ,

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Tondichter, welcher den waldum-, rauschten Hochlandsbach am herrlichsien besungen hat.. Zwar hat Franz Schubert den Schwarzwald niemals kennen gelernt, aber wenn man hier in diesen wasserreichen Gründen wandert, wo der Bach uns fröhlich plaudernd

SWöHödöRM ÄMM-SMÄ Vadenweiler von der Tchloßruine. begleitet, bald über Felsen dahinstürmt, um dann geheimnißvoll zu verschwinden unter moosbedecktem Gestein, weiter unten wiederauftauchend zwischen blumenbedeckten Waldwiesen, um dann die Räder einer von Riesentannen umstandenen Mühle zu treiben. dann kommt die Stimmung der Schubert'schen Müllerlieder über uns so frisch und wunderhell", dann erleben wir ein seliges Nachempfinden dieser musikalischen Naturbilder. Singt der Rhein bald eilt mein liebes Schwarzwaldkind, die junge Wiese Still verschämt mir in die Arme Und sie plaudert mir in rauher Alemann'scher Sprach' vom Feldberg, Von den mitternächt'gen Geistern, Von Bergblumen, von den großen Hauben und vom Durst in Schöpfheim. Ja. ich lieb sie, es verfolgen Mich viel andre schöne Damen Keine selber nicht die stolze Weinesreiche Mosel tilgt mir die Erinnerung an die schmucke Feldbergstochter, an die Wiese." so besingt Scheffel im Trompeter die liebliche Wiese, welche bei Gllndenhausen, etwas unterhalb von Schopfheim. ihren bedeutendsten Zufluß, die kleine, oder Belchenwiese, aufnimmt. Hebel redet sein hofertig Jüngferli", die Wiese darauf hin so an: Chennsch di Schwesterli net? S' chunnt hinte füre vo Wisleth Ns und nieder hats di Gang und dme Gebehrde Jo, lrs chennschs! Worum denn mt? Mit freudigem Brusche Nimmsch in d'Arm und losch's nit goh, gib achtig, verdrucks nit!" Feldbergerhof. Das Land, durch welches die Wiese dem jungenRhein entgegenströmt, heißt as Markgräfler Land, reich an Wein und überreich an prächtigen Mädchengestalten, die noch immer einhergehen im Schmuck ihrer Hauben und Zöpfe. Und die Trägerinnen derselben verrathen dir, lieber Leser, sofort die Confession, welcher sie angehören. Die ernsten Farben, schwarz und weiß, werden von den Protestanten bevorzugt. die lebhaften, namentlich das Roth, von den Katholiken. So kann man bei der Feldarbeit die dort bect.'ir VL, ?i. . t-s-r!Är?:: :äÖ3ä Cchopfheim. schäftigten Frauen sofort an ihren weißen oder rothen Kopftüchern als Protestanten oder Katholiken unterscheiden. Die großen, fledermausartigen Hauben sind im Schwarzwald, wie im Elsaß immer Zeichen protestantischer Zugehörigkeit. Im lieblichen Wiesenthal begegnen wir einer stattlichen Zahl betriebst mer Ortschaften. Da liegen Todtnau und Schönau, das freundliche, gewerbthätige Zell und Schopfheim, dessen Durst durch Scheffel berühmt geworden ist. Da liegt ferner Lörrach, schon fast in der Ebene und nicht weit von Basel belegen, ein Städtchen, das durch die systematisch betriebene Reklame, durch die energisch und flott betriebene Kunst des Annoncirens eine merkwürdige Blüthe auszuweisen hat. Der Rath des gewiß weltklugen HumbuggersBarnum: advertiso, rny I)v, by all nieans advertise, ist vXh Wirx . CiSH'i: WMW . Ter Velchen. von den Bürgern von Lörrach befolgt worden und mit Recht, denn sie hatten auch etwas zu advertisen: rin wunderschönes Schwarzwaldthal und löstlichc Luft mit jenem harzigwürzizen Beigeschmack von Tannenduft und Heu- und Blumenaroma, das in seiner Zusammensetzung so wohlthuend und so waldesfrisch auf 'die Nerven der Großstädter . einwirkt. Die Annoncen in deutschen und französisch: Zeitungen traben großartige Wirkung gethan undxLörrach ist heutzutage vielleicht die fl :tfe Stadt des südlichen Schwer " ' : o.- ,.-s c - - - 'r ..i . j .

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tig herausgemach! und nientlich Zell hat eine großartige Jckdustriethätigkeit entwickelt. Todtnau. Todtmoos und Schönau aber sind zu sehr wichtigen Fremdenstationen herangewachsen. Das Thal der Wehra ist weit kürzer als dasjenige der Wiese und ihr Hauptort Wehr ist seit Erbauung der strategischen Eisenbahn am nördlichen Rheinufer, zu einem wichtigen Knotenpunkt geworden. Landschaftlich unterscheidet sich das Wehrathal fast gar nicht vom Wiesenthale. Das Thal der Alb birgt den Glanzpunkt des ganzen südlichen Schwarzwaldes, das ehemalige Kloster und den Wallfahrtsort St. Blasien, jetzt ein Modebad von. man könnte wohl sagen, Weltberühmtheit. Wer den südlichen Schwarzwald bereist, der kann kaum, verstehen, wie St.

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L-MASf? rC-VC Wi- -zirZZ- .. jrrZ. V S724 Todtnau. Blasien zu dieser merkwürdigen Bevorzugung gekommen ist denn landschaftlich ragt es keineswegs so mächZell. tig hervor vor seinen ebenfalls so schön gelegenen Nachbarorten, welche seit Durchführung jener strategischen Bahn sicherlich reichlich so zugänglich geworden sind, wie die ehemaligeBenediktiner Abtei, aber der Ruhm des Klosters war alt und begründet und die Fahrstraße, welche vom Titisee nach St. Blasien führt, bringt uns durch die schönste Tannenpracht, welche der Schwarzwaldbesucher als Fahrgast bewundern kann. Dazu die herrliche geschützte Lage des Orts, dessen mit mächtiger Kuppel gekrönter Klosterbau so seltsam anmuthet inmitten dieser Tannenwildniß, und die Thatfache. daß Lungenkranke dieses Thal auch in den Wintermonaten als heilkräftigen Erholungsort besuchen können; Alles das zusammen haben St. Blasien schon vor Jahren zu einem Blick auf den großen Ruf verholfen und so sind hier frühzeitig Anlagen entstanden, welche die übrigen Schwarzwaldortschaft?n noch immer meistens entbehren. St. Blasien ist während der Sommersaison ein europäischer Kurort ersten Ranges, mit Hotelanlagen versehen, welche den verwöhntesten Ansprüchen entsprechen und mit Preisen, welche die von so manchen Kreisen gewünschte Exclusivität verbürgen. Der Ort ist sozusagen das Protzenhausen des südlichen Schwarzwaldes, jedoch kann man hier auch mit minder schwerem Eeldsack ausgestattet, sonnige schöne itf Tracht auZ ttvx Gutachthal. Tage der Ruhe verleben, wenn man l aus das Getriebe der großen Welt ;m Voraus verzichtet. In der Nähe von St. Blasien befindet sich der Schluchsee. ein ähnliches Vergwasserbecken.wke der Titisee, aber wohl doppelt so lang und schlauchartig gegliedert, dabr auch sein Name. Er bietet eine an-muthvoll-ernste. sonnenheitre Welt mit IM yr. riii j i vi.-.. J n H y Feldberg,!hurm. t frischer Bergluft (der Schluchsee liegt ' ctY) p.i- vractvolle Tan-

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des Wasserspiegels und schön gehaltene'Wege und Pfade führen von hier aus nach allen Hauptstationen des hohen Schwarzwaldes.

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ÄM. :0ö5Wi '.-Z Ct. Nlasien. Zwischen Wehra und Alb liegt das Hauenstein'sche Ländchen,' auch von Scheffel im Trompeter besungen, mit einer ganz eigenartigen Bevölkerung besetzt, welche den Namen die Hozenwäldler" trägt. Es sollen die Nachkommen der den Alcmanen benachbarten Burgunder sein. Die Hozenwälder nach ihren kurzen, gefälteten schwarzen Hosen sind ein außerordentlich kraftvoller Volksstamm, oft von hünenhafte? Gestalt. Ihre Volkstracht ist die eigenartigste des ganzen Schwarzwaldes. Die Wutach ist der längste unter den Flüssen, welche vom Feldberggebiet dem Rheine zuströmen. Sie entspringt dem Feldsee, führt zuerst den Namen Gutach und nimmt bei Lenzkirch die Haslach auf, von wo an sie den Namen Wutach trägt. In ihrem Thale ist das lieblich auf einer Anhöhe sich ausbreitende Stühlingen wohl die bedeutendste Ortschaft, nahe bei ihrer Mändung in den Rhein liegen Waldkirck, Waldshut und Thiengen, welche wir in einem früheren Streifzuge schon erwähnt haben. Westlich vom Feldberg, der den Mittelpunkt des südlichen Schwarzwaldes bildet, breitet sich gegen die Rheinebene zu ein Vergland aus. das die beiden, ihren Formen nach, schönsten Berge des südlichen Schwarzwaldes birgt: den Belchen und den Blauen. Ein wundervolles Wandern bietet namentlich der Weg da? zwischen diesen beiden Höhen. Der Pfad geht Feldberg. vier bis fünf Stunden lang beständig durch Tannenforste von ganz ungeheurem Umfang. Nirgends eine Lichtung auf dem langen Wege, überall die schlanken Riesen- des Hochwaldes, rings das tiefste Schweigen. Der Pfad führt uns in einer Höhe von ungefähr tausend Metern fast stets eben dahin, und er wird leider viel zu wenig begangen, denn nur selten kommt uns ein Wandersmann oder ein Forstöeamter entgegen. Ein anderer Verkehr existirt in dieser Höhe kaum, denn stundenweit ab liegt des Gebiet betriebsamer Menschen. Der B e l ch e n MarkgrZflerin. ist nur um fünfzig Meter niedriger, als der Feldberg. Er heißt im Volks-' mund wegen seiner seltsamen Form der Elephantenrücken und wir haben ihn schon früher als btn schönsten Berg des Schwarzwaldes bezeichnet. Der Blauen liegt westlich vom Belchen und er berührt, mit seinem Fuße schon die Rheinebene, von welcher aus er sich fast, ebenso imposant ausnimmt, wie der weiter nördlich in der Freiburger Gegend liegende Kandel. Vom Blauen. (1160 Meter) sieht man an einem besonders, klaren Tage fast in die Gassen der großen Schweizerstadt Basel hinein und ebenso sind die Schornsteinmassen der Industriestadt Mülhausen im Elsaß deutlich sichtbar, während im Hintergrunde die ganze Eis- und Felömauer des Berner Oberlandes aufsteigt, in. deren er Lverlanves aufsteigt, in deren flMe die .Jungfrau". Direkt zu Füen des Blaues liegt Uf "7'enweilei, d?- s ':n ' )ein- ' d-' .heim Mine ß d

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und geien Norden ist ziz mächtige Ortschaft Staufen im Münsterthal zu erblicken. Badenweiler besitzt eine außcrordentlich geschützte Lage und ist schon seit vielen Jahren der besuchteste unter den Badeplätzen des südlichenSchwarzwaldes. Die Römer haben die heil-

kräftigen Quellen entdeckt und in großartiger Weise ausgebeutet. Dai. trrmii , r. WWMzZ ÖÄifs5 Z "li-'3 wrnr- , v . A-ai . n V7 "l;-fAt Wirthsftube in chwarzwald. von kann sich noch heute jeder Besucher überzeugen, denn in dem wegen seiner herrlichen Gartenanlagen und nimentlich wegen seiner gewaltigen Bäume weitberühmten Kurparke zu Badenweiler erblickt man die sehr gut -?- haltenen Ruinen der von den Römern erbauten Badehäuser. Diese Ruinen sind eine der wichtigsten Hinterlassen schasten der Römer auf deutschen Voden. Aber nicht nur Kranke und Er7mf v M Eine Schwarzwald - Cchonikit. holungsbedürftige zieht es nach Vadenweiler. auck der Kerngesunde wird mit Entzücken das heitere Bild dieser nr l 1 1 v: erg- uno .oaiianoiazasi aus sieg einwirken lassen, ftast iedes .aus von , , kj - , a Vadenweiler grenzt hinten an den annenwalo an, uno zwar an einen Tannenwald, welcher aus lauter sog. Kirche in Todtmoos. Holländerbäumen besteht, wie sie früher zu Schisfsmasten verwendet wurden. Wer aber inmitten eines wirklichenWaldidylls wohnen will, der wandere ein Halbstündchen weiter auf einem schattigen .Waldwege nach Haus Baden", einem behaglichen Bauern auZ NiZeZbach. und gut geführten Hötel. von dessen Vorzügen ich n.ur zu erwähnen brauche, daß es bor Zwei Jahren der jungen Königin Wilhelmine von Holland sechs Wochen zum Aufenthalt gedient hat. Als die Alemannen und die ihnen stammverwandten Schwaben, letztere an den Nordost-, 'diese an den Westund Südostabhängen des Schwarzwaldes sich niederließen, brachte es schon die Vodenbcschaffenheit mit sich, daß die Ansiedelungen sich durch einen größeren Bezirk hinziehen mußten. Die Thäler waren durch die ungezähmten Waldbäche unbewohnbar; die jetzt in Hauenfteiner (Hozenwälder) Tracht. den Niederungen durch den ganzen Schwarzwald zerstreuten freundlichen Städte sind erst.- . t " i-r --.' '" 1 .i -

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