Indiana Tribüne, Volume 25, Number 156, Indianapolis, Marion County, 23 February 1902 — Page 3
AndZana TrIbu,!e,"Sottltlag; A3. Zvcbruar 1902.
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Neman ton Friedrich 5p!clhagcn. (4. Fortsetzung.) . So erzähl! Herr Körner m semer langsamen Weise und sah dabei den SQaüx an, und der Vater sah den Koriter an. just so wie die Bauern in der Schenke bei der Erzählung des Herrn '13oTtcImann sich angesehen haben sollien, daß es der Grete kalt über den Rücken lief. Großer Gott, was konnttn sie meinen? Konnten sie so grausam sein, dem armen Hans auch noch das in die Schuhe zu schieben? Grete saß und strickte und wagte -nicht, die Augen aufzuschlagen, ja räum zu athmen, in der Furcht, jetzt, jetzt würde das Schreckliche kommen, daß es der Hans und kein Anderer getoefen sei. Aber sie sagten nichts, im: der Her? Körner stand endlich auf und -ging. - Der Vater leuchtete ihm aus der Hausthür, die er derschloß, und kam Tann in die Stube zurück. Grete saß noch immer in derselben Stellung, die Augen auf das Strickzeug geheftet, denen Nadeln mehr als nöthig, klapperten. Der Alte ging ein paar Mal in der Stube auf ' und ab; Grete drückte es fast das Herz ab; sie dachte, sie müßte sterben, wenn sie es sagte. und endlich sagte sie es doch; aber es klang ihr. als ob gar nicht sie es gesagt -hätte. Vater. Du glaubst doch nicht, daß er -es Qerrejen ist'? Frag' ihn doch selbst! rief der Alte zornig und ging in sein Kammer neienan. Grte, hörte daß er sich zu Bett legte. Sie saß noch eine Weile und weinte still vor sich hin. Dann packte sie ihre Sachen zusammen und ging auf ihre Kammer. Die Lampe hatte sie unten r"rrt. f. Cl. n.ia T . . T ' ausgeioicrji; iie mußic neis im auuiiuin zu Bett gehen, wie es der Vater auch -that. Jetzt noch zu versuchen, den Hans am Teich zu treffen, wagte sie heute nicht; es war überdies schon zu spät. Wenn sie gewußt hatte, daß er wirklich in diesem Augenblicke noch draußen ihrer harrte, sie hätte doch aller Gefahr getrotzt, wäre zu ihm geeilt, um ihm zu sagen, daß man sich noch Diel Schrecklicheres als vorher von ihm -erzähle, und ihn bei Gottes Barmherzigkeit zu bitten, wenn er wirklich je .auch nur einen so sündhaften GedanZen gehabt habe, in sich zu gehen und ihr das nicht anzuthun, daß man mit Recht sagen könne, der Hans ist kein ehrlicher Mensch mehr und kein ehrliches Madchen darf sich mit ihm aögeben. Tann fiel ihr die Antwort, die ihr der Vater gegeben, schwer auf's Herz: Frag' ihn selber! Hatte der Vatrr einen Verdacht, hatte er nur eine Ahnung von den Zusammenkünften am Teich unter den schwätzenden Pappeln? Grete saß hochauf in ihrem Bett, als ihr dieser Gedanke kam, und sie fiel gleich auf ihr erstes Auskunftsmittel in allen ihren Nöthen: wenn der Vater wirklich dahintergekommen sei, sofort in den Teich, aber bis mitten in den Teich, wo es am tiefsten sei, zu laufen. Doch mußte sie sich bei reiflicher Ueberlegung sagen,' daß sie sich nach dieser Seite hin unn'öthig ängstige. Sie war nur immer zum Stelldichein gegangen, wenn der Vater des Abends mit dem Herrn Pastor, der Frau Pastorin und dem frommen Werkfllhrer aus der Porzellanfabri! sein Quartett hatte, oder sonst auf mehrere Stunden sicher vom Hause war. Christel konnte auch nichts gesehen haben; denn wenn man Christel Abends um acht Uhr sagte: Christel. Du kannst zu Bett gehen konnte man fünf Minuten später Christel mitsammt dem Bett forttragen, ohne daß sie's gemerkt hätte. Trotzdem konnte sich Grete nicht be- ( ruhigen. Immer neue Schreckensbilder drängten sich herzu und hielten sie wach, trotzdem sie ein Vaterunser nach dem anderen betete; endlich konnte sie es vor Angst gar nicht mehr aushalten, sprang auf und öffnete das Fensterchen ihrer Kammer, um mindestens ein weniz frische Luft zu haben. Die Nacht war dunkel und windig; die schwarzen Wolken trieben schnell unter der schmalenMondsichel.die neben dem Landgrafenberg stand. Grete durchschauerte es vor Frost undFurcht. Aus dem Gespräch ihres Vaters mit Herrn Körner fiel ihr allerlei ein: eine dunkle Nacht, wie heute, mit ein wenig Mondschein, das ist so die rechte Nacht für das Gesindel. Da fiel ein Schuß oben in der Landgrafenschlucht! Und jetzt noch eiim! Ach, du guter Gott! schrie Grete, warf das Fenster zu und stürzte auf ihr Bett. Auch du guter, guter Gott! Das ist gewiß der Hans gewesen! 6. Der Altweibersommer war in dieser Nacht zu Ende gegangen., Um zwei Uhr hatte es angefangen zu regnen, und so blieb, es mit kurzen Unterbrechungen den nächsten Tag und die folgenden Tage. Hans spürte es mehr als mancher Andere, Daß nun der Sommer unwiederbringlich vorbei war. So lange die Sonne an den Riesentannen des Morgens hinab- und des Abends heraufstieg, durch die moosigen Stämme das weite Thal lachend herauf grüßte und droben zwischen den ragenden Wipfeln der Himmel hoch herniederblaute, der Schlag der Art weit in den stillen Wald hineinschallte und er zu jedem Hieb mit warmer, würziger Luft die hochaufathmende Brust füllte ja, da hatte sich's lejcht gearbeitet und er hatte sich ein ganzer Mann gedünkt. Aber nun der Himmel und die grauen Wolken tiefer und ti:fer sanken, daß sie zuletzt schier in den Zweigen der Bäv' fctfjfr,. nb '.iu8 v-Vr-"- T r"-. v-... . . .
fast ohne Unterlaß, daß jede 'Jltö'A tropfte und die Wasser überall an den Wegen und über die Wege rannen und es den ganzen Tag durch die rezentriesenden Wipfel sauste und klapperte und heulte da wurde .allgemach die leichte Arbeit schwer 'und schwerer, und er fluchte leise und laut vor sich hin und sagte sich, daß er doch ein recht armseliges, geplagtes Menschenkind sei. Die letzten Tage hatten wirklich den annen Jungen nicht eben weich angefaßt. Der schlimme Traum zu Nacht am Teichesrand war eine üble Vorbedeutung gewesen, die alsbald in Erfüllung ging. Er hatte erst gar nicht begreifen können, weshalb ihn die Leute alle so sonderbar ansahen und so wunderliche Reden führten, wenn sie sich, was sie offenbar zu vermeiden suchten, in ein Gespräch mit ihm einließen, bis sein Herr ihm sagte, was sie im ganzen Dorf über ihn sprächen und wie eigentlich Keiner mehr daran zweifle, daß der Hans auch dabei sei". Hans wurde ganz wild, als er hörte, wobei" er sein solle, aber sehr betreten. als ihm Herr Heinz mit seinem mehligen Lächeln sagte: die Sache geh! mich nichts an, Hans, und ich will auch nichts davon wissen; aber Deine Einmietherin sie hat sich dabei nichts Böses gedacht und ich auch nicht, Hans aber Deine Einmietherin hat mir gesagt, daß Du noch manchmal des Abends fortgingst; sie wüßte nicht, wann Du wiederkämst; vorgestern seiest Du um Mitternacht gekommen. Das sieht nicht gut aus, Hans, und ich habe der Müllern einen Thaler gegeben, sie wird wohl wissen, warum. Aber ich rathe Dir zum Guten, Hans; der Krug geht so lange zu Wasser, bis er bricht, und das sollte mir doch leid thun; ich bin nicht der harte Kerl, für den man mich ausschreit und wenn Einer zum Heinz hält, zu dem hält der Heinz auch. Hans schwur das Blaue vom Himmel herab, daß er nicht daran gedacht habe, Herrn Förster Bostelmann in's Handwerk zu pfuschen und daß es eine Sünde und Schande sei, einem armen Kerl so etwas nachzureden; aber da er seine Gründe hatte, die nächtlichen Gänge nicht zu erwähnen, und er. als Herr Heinz abermals auf den Punkt ZU sprechen kam, nicht Ja und nicht
Nein sagte, sondern nur wieder auf . t tm.n ;r Die lajiecqic, Deiiogcnc mcu zu raicnniren anfing, geschah es; daß er den schlauen Bäcker keineswegs überzeugte. Herr Heinz war im Grunde seines Herzens der Ansicht, daß man nicht nur Alles thun könne, was das Gesetz nicht ausdrücklich verbiete, sondern aukerdem sehr Vieles, was tm Geietz ver pönt sei, wenn man nur die Vorsicht gebrauche, sich nicht erwischen zu lassen. Auch stimmte er in diesem seinem stillen Glaubensbekenntniß mit dem seiner meisten Nachbarn überein, und so wurde man unter andern Umstanden nicht viel Wesens aus der Sache gemacht haben: nur da es sich um den Hans handelte, den so angesehene Leute wie der Schulz Eisbein, der Qekonom Herr Jakob Körner. Jürgen Dietrich, Jakob Lipke und Andere gar zu gern aus der Gemeinde gehabt hatten, so hielt sich Jeder für berechtigt wie ver pflichtet, dem Hans was. am Zeuge zu flicken, und Dank dieser Vielgejchaft'.zkeit, bestand denn da Kleid des armen Jungen wenigstens in den Augen seiner Mitbauern, bald nur noch aus den. erbärmlichsten und schlechtesten Lumpen, Der lang: Schlagetodt ein Sprichwort, das sie dem Hans schon auf der Schule gegeben hatten, kam begleitet mit noch manchen andern schmuckenden Beiwörtern, wieder sehr in Aufnahme, und wer weiß, ob sie ihm gelegentlich ihre Abneigung nicht auch auf'.eine handgreifliche Weise zu erkennen gegeben haben würden, wenn es nicht eine allgemeine- Rede gewesen wäre, daß es der Hans mit- Dreien (Andere sagten, mtt feecfc cn) aufneh me, und der Bäcker Heinz, mit dem aus anderen Gründen auch Niemand gernanbinden mochte, ihm nicht so die Stan.' : gehalten hätte. Uno das war noch Nicht das Schlimmste; aber von der Grete w'ährend der ganzen Zeit nichts zu sehen oder zu hören das konnte der Hans nicht, wie das Andere, auf die leichte Achsel nehmen das .drückte schwer, schwerer, als der schwerste Holzkloben. Seit jener Nacht hatte das Lämpchen in Grete's Küche nicht ein einziges Mal von der bestimmten Stelle aus geleuchtet. Hans wußte nicht, wieviel Ursache Grete hatte, sich vor dem argwöhnischen Vater und den schadensrohen Nachbarn inAcht zu nehmen, und wenn auch, dachte Hans, wer nicht wagt, nicht gewinnt; ich habe auch Grund genug.aufzupassen, und riskire wohl noch mehr als die Grete; aber das sollte mir fehlen, daß ich mich dadurch in's BocksHorn jagen ließe! Hans war anfänglich seh? unwillig auf- die Müllern, seine Abmietherin, gewesen, daß sie geschwätzt, und hatte ihr auch gleich kündigen wollen, da der Monat just ZU Ende war und die Frau diesmal so wenig zahlen, konnte wie den vorigen Monat. Aber als er im Begriff war, das Weib fortzuschicken, vermochte er es nicht wo sollte sie hin? Keiner würde sie nehmen; hier wohnten sie wenigstens trocken und er hatte sich schon vorgenommen, ihnen zum Winter das Raff- und Leseholz, das der großmüthige Herr Heinz ihm überlassen, zu geben; überdies war das Jüngste, das der große 'Hans, weil es so lächerlich klein war, am liebsten hatte, krank geworden. So fina denn Hans von was Anderem an zu sprechen und schenkte ihr ein paar Groschen, d? sie, wie gewöhnlich, wieder keinenPfennig im Hause hatte. Sie wird schon nicht wieder schwätzen, wenn ich ihr sage, daß sie mir . dadurch Ungelegenheiten gemacht hat. dachte Hans; ja er überlegte schon, ob er die Frau MlllJ'z. WiriJt1U Vettleri sich leicht Nf2ffen
konnte, nicht mit einer Botschaft an. Grete betrauen solle, als er von Grete Nachricht erhielt, und zwar durch Jemand. von dem er es am allerwenigsten erwartete. Dies war nämlich Niemand anders, als der Pantoffel - Elaus. der außer seinen Strohpantoffeln auch Körbe. Matten, die er aus einer jenseits des Waldes belegenen Fabrik bezog, zu verlaufen hatte und ebenfalls viel in die Häuser kam. Der begegnete eines Tages, wiederum mit leerem Wagen, also auf seiner Fahrt in die Fabrik, dem Hans, der oben auf dem Nachhausewege seine Noth mit dem neuen Schimmel hatte. DerSchimmel.ein junges, unbändiges Thier aus der Ebene, empfand eine überwindliche Scheu vor allen steilen Wegen bergab, vermuthlich weil er der Sicherheit des Hemmschuhs an dem hinter ihm her schurrenden schwer beladenen Wagen nicht traute und in Folge dessen die so schon große Schwierigkeit derartigerPassagen durch eine entschiedene Neigung durchzugehen noch wesentlich -vermehr. Ein bös Stück Arbeit, Hans, sagte der. Pantoffel-Elaus, indem er die zerrissene Decke, die er des Regens wegen über den Kopf gezogen hatte, ein wenig lüftete. Hans, der den schlimmen Traum noch nicht vergessen und sich überdies eben erst über den jetzt mit schnaubenden Nüstern und fliegenden Weichen dastehenden Schimmel zu sehr geärgert hatte, war durchaus nicht in der Stimmung zu einer Unterhaltung. Er brummte deshalb etwas vor sich hin, das jedenfalls keine Aufmunterung für den Pantoffel - Claus enthielt, die angefangene Conversation fortzusetzen. Nichtsdestoweniger mußte es der alte Mann so verstanden haben; denn er zog 'seine kurze Pfeife unter dem Rock hervor, setzte dieselbe in Brand und sagte noch einmal: Eine böse Arbeit, Hans ; wird aber gut bezahlt? Ich fragte Euch nicht, was Euch Eure Arbeit einbringt, erwiderte HanS grob. Nu, nu, nichts für ungut, sagte der Alte; was meine Arbeit einbringt, das ist bald herausgerechnet: an jedem' Paar Pantoffeln habe ich zwei Pfennige, an jeder Decke drei, und brauche die ganze Woche, bis ich meinen Wagen ausverkauft habe das ist nicht genug zum Leben, aber just genug zum Verhungern, und ich würde auch schon lange verhungert, sein, wenn nicht manchmal so ein kleiner Nebenverdienst den Kohl ein Bischen fetter machte. So, sagt Hans. Ja, sagte der Pantoffel-Elaus ; solltest Dir auch einen Nebenverdienst machen. Hans; ja, das solltest Du. Müßt' nicht, wie ich das anzufangen hätte, brummte Hans. Nu, das fände sich schon, sagte der Alte, nachdenklich vor sich hin rauchend, das fände sich schon, und der Claus ist schon der Mann, einem braven Kerl einen Verdienst zuzuwenden. Hab' Dienem Vater auch manchen Groschen zu verdienen gegeben, Hans: ja, das hab' ich. - So. sagte Hans. Ja, ja, fuhr der Pantoffel-ClauZ fort, manchen Groschen. Ja, er konnt's brauchen und Du wirst's auch brauchen können, Hans. Wie meint Ihr das? Nun, ich meine nur. ein so schmucker Bursche wird doch nicht ledig bleiben wollen, wie ich alter Wechselbalg, aus dem sich die Mädel nie was gemacht haben, und eine Frau, Hans, und Kinder, Hans, die kosten viel Geld, viel Geld. Und der Alte schüttelte bedenklich den Kopf, daß das Regenwasser aus der Decke ihm auf die Nase tropfte. Ich werde auch ledig bleiben, sagte Hans, in melancholischer Erinnerung der schlechten Grete. von der er seit acht Tagen nichts gehört und gesehen hatte. Das wäre. , Hans, das wäre! sagte der Pantoffel-Claus. und dabei rauchte er nachdenklicher, als je. Freilich, Du hast mir noch keine Strohdecken abgekauft und der Grete in's Haus geschickt, wie der Jakob Körner heut Morgen. Was sagt Ihr? rief Hans und riß den Schimmel, der sich mittlerweise erholt hatte und ungeduldig zu werden begann, heftig am Zügel zurück. ' Ja. ja. sagte der Claus, immer gerade vor sich hin rauchend, heut Morgen ; es waren meine letzte und theuersten. die ich nicht hatte los werden können. Da kommt der Jakob vorbei, als ich eben vor der Schenke abfahren will, und fängt an zu handeln: dauerte lan-
ge, bis wir einig wurden. Hier hast !T.. . m r v ... " ' ' nva) einen rojcyen, lilauS; sagte der Jakob drauf und suchte in der Westcntasche, und nun fahre damit zum Schulmeister und mach' ein Compliment von mir und das schickte ich Mamsell Greten. Oho. dachte ich. Mamsell Greten! schaust Tu so aus? sagte aber nichts und fuhr vor des Schulmeisters Haus. Der war in der Schule, ja, der war in der Schule! Na. Hans, der Schimmel will nicht mehr stehen, und ich muß machen, daß ich noch im Schummer über den Berg komme. Gott befohlen. Hans! Der Alte pfiff seinen Hunden, die sich unterdessen, in Anbetracht wahrscheinlich, daß sie nasser doch nicht werden könnten, als sie schon waren, auf dem Wege mitten in die rinnenden Wasser gelegt hatten. Der Schimmel steht schon noch' ein Weilchen, sagte Hans. Hab' auch nicht mehr viel zu erzählen, sagte der Alte, indem er an den Strängen, die sich verwirrt hatten, zu knüpfen begann; traf das Jüngferchen allein unb richtete meine Botschaft aus. Dachte, emschön Dank u bekommen als Botenlohund ein,Bterbrod und einen SchnaAj statt :ss,' ' pt das Jü7fer:n r 'f
Gott erbarm',' und wirft' mir meine schönen Decken auf dieErde. als wenn'z alte Strohwische wären, und heult immer fort. Na. dacht' ich in' meinem Sinn, das schaut bös aus; möcht' nicht der Pfarrer sein, der darüber Amen sagt! Guten Abend, Hans, komm gut nach Haus. Die Hunde zogen an; einer bellte auch ein wenig vor Freude, daß es endlich vorwärts ging, wurde aber für diese unzeitige Regung vom Alten mit einem derben Hieb, bestraft; ein p?ar Augenblicke darauf 'war der Hans wieder allein und setzte in großer Nachdenklichkeit seinen mühevollen Weg bergab nach Hause fort. Ein paar Mal lachte er behaglich, und das war, so oft er sich das Bild ausmalte, wic Grete die Strohdecken in die Ecke warf, Während er selbst, zur Vervollständigung dieses Bildes, Herrn Jakob Körner sehr unsanft auf eben diesen Decken zum Sitzen brachte. Alles in Allem aber hatte ihn doch die Unterredung mit dem Pantoffel-Claus viel mehr mit Unruhe als mit Freude erfüllt. Das Präsent wollte ihm nicht wieder aus dem Sinn und er fragte sich, ob Grete sich nicht nach und nach an den Anblick der Strohdecken gewöhnen Würde. Ein Mädchen sei doch eben ein Mädchen, und ein reicher Freier Himmelhöllenclement, Schimmel, verdammter, wirst endlich einmal Frieden halten! Als er nach Hause kam, hatte es zu regnen aufgehört, und man konnte nach dem Äbendbrod die lange unterbrochene Arbeit des Flachsklopfens auf den trocken gewischten Steinstufen vor der Hausthür wieder aufnehmen. Hans stand, mit seiner geliebten Pfeife im Munde, und sah den Mädchen zü; die Hosfnung, Grete unter den Pappeln zu treffen, hatte er, nach so viel vergeblichen Versuchen, vorläufig aufgezeben. Die Mädchen schwätzten. Meister Heinz lehnte, die Hände in den Taschen, in der Thür und durchsprach init Hans das nicht mehr ganz neue Thema, ob man nicht besser thäte, den alten Fuchs wieder einzuspannen, bis der Schimmel sich mehr an diese Arbeit gewöhnt habe. Da kam Herr Jakob aus seinem Hause quer über die Straße. Als er die Gruppe vor des BäckersThür bemerkte, stutzte er. schritt aber doch mit einem kurzen Guten Abend" vorüber in die Nebengasse. Er hielt etwas in der rechten Hand, das man bei der Dämmerung nicht wohl erkennen konnte, um so mehr, als er es im Vorüberschreiten in die linke nahm. Die Mädchen kicherten; Hans hörte, wie die Anne sagte: Der geht zu seinem Schatz, und Lisbeth. die zweite: Hast Du den großmächtigen Strauß nicht gesehen? und die dritte. Anne Kathrin: Nun wird's ja wohl richtig sein. Dann ging das Kichern wieder an. Hans lag es wie -eine Centnerlast auf der Brust; er hörte gar nicht mehr, was der Bäcker sagte. Es zuckte ihm in allen Gliedern, dem Jakob nachzulaufen und ihn rechts oder links in den großen oder in den kleinen 'Teich zu werfen; aber er hatte keinen Vorwand fortzukommen und dann fiel ihm plötzlich ein, weshalb er nicht, während die Grete mit ihrem Schatz schön thue, mit den Bäcker - Mädels lustig sein sollte? Erstellte sich vor sie hin und fing an, sich mit der Anne zu necken. Die Anne verlangte nichts Besseres, und bald war es ein Lachen und Gekreisch, daß man's weit in die Gasse hinem hörte. Der Alte stand daneben und lächelte sein mehligstes Lächeln. Hernach erzählte der Hans aus seinem Soldatenleben die köstlichsten Manövergeschichten, in denen es manchmal so bunt h?rging, daß die Mädchen sich die Ohren zuhielten, oder wenigstens so thaten, und Meister Heinz sich die Fäuste in. die Seiten stemmte. Sie waren noch im besten Gange, als Jakob Körner zurück kam. Die übermüthige Anne rief ihm zü ob er vielleicht einen Strauß verloren habe, sie habe einen gefunden. Das gab denn wieder einen gewaltigen Jubel, in welchem am lautesten Hans einstimmte. Endlich fing es wieder an zu regnen; Hans ging nach Hause, nachdem er den Mädchen den Flachs in's Haus getragen und bei. der Gelegenheit der Anne, die in der Eile und der Dun!:lheit ihm gerade in die Arme gelaufen war. einen Kuß gegeben hatte. Das war mal ein vergnügter Abend, sagte Hans. 7. ; Am nächsten Morgen aber war seine Stimmung nichts weniger als vergnüglich. ' Es hatte in der Nacht so gestürmt, daß er gemeint hatte. derWind werde den ganzen Giebel herunterwe--hen; dazu hatte es an mehr als einer Stelle durchgeregnet, ihm gerade auf's Bett. So war aus dem Schlaf nicht viel geworden, und der Hans merkte das in allen Gliedern, als er die dunkle Stiege noch vor Tagesanbruch hinabtastete. Indessen eine schlechte Nacht war eben kein so großes Unglück; Hans. hatte deren schon viele verbracht, und als er erst ein paar Schritte gethan, fanden sich auch die Glieder schon wieder zusammen. Mit seinen Gedanken ging es weniger leicht. Es war ihm noch, während der ganzen Nacht vorgekommen und kam ihm jetzt abermals und in noch stärkerem Grade so vor, als ob der Spaß, den er gestern mit den Bä-cker-Mädels getrieben, doch eigentlich, ein recht schlechter Spaß gewesen sei.' Sein gewöhnlicher Trost, daß er's doch nur um der Grete willen gethan habe, wollte nicht verfangen. Grete würde schwerlich zu. Allem Ja und Amen gesagt haben; und dann der Kuß hinter der Hausthür Hans schüttelte ganz betrübt den Kopf. Einen Kuß in Ehren soll freilich Niemand wehren, und es , fielen ihm hier .rschiedene Küsse ein. die er gegebcn.u- t:. und unter anderen av.i eirteA :z:.i Czt e?
sen besser wäre es gewesen, ich hätte mich zur rechten -Zeit nach Hause getrollt. Aber es ist schon, als wenn mich der Böse plagt, daß ich immer das thue, was ich just lassen sollte. Haus schob den Riegel von der Hofthür zurück und ging gleich in den Stall. Sonst war er immer erst in der Küche erschienen, dort seinen Morgenkaffee zu trinken; aber so gut ihm der sonst auch schmeckte, heut hatte er gar keinen Appetit darauf. In dem Hause war Alles still; vielleicht hörte ihn Keiner, und das wäre ihm das Liebste gewesen. Er schirrte den Fuchs auf. wie er es gestern mit dem Bäcker verabredet hatte, und wollte das Thier eben aus dem Stall ziehen, als er Herrn Heinz aus dem Hause kommen sah. gerade auf den Pferdestall zu. Wo führt der Kukuck den Alte' so früh her, brummte Hans. Guten Morgen. Hans, sagte der Bäcker;-schon so früh auf, das ist recht. War ein Hexenwetter heut Nacht. Ein richtiges, sagte Hans. Der Bäcker blickte den Hans so eigenthümlich an. Was hat denn der Alte nur heut, dachte Hans. Ich will fort. Meister! sagte er endlich. als der Bäcker noch immer keine Miene machte, den Platz vor dem Fuchs zu räumen, und bald den Fuchs, bald den Hans ansah. Ist nicht so eilig, sagte der Bäcker : mußt auch noch erst Kaffee trinken: aber was ich sagen wollte, Hans ich bin ein gerader Kerl und mache nicht viel Worte. Es ist just nicht Sitte bei uns zu Lande, daß solche arme Schelme, wie Du, Hans, in die Familie von Großbauern h?irathen. Aber das Mädel ist Dir gut, Hans, und so drückt man schon ein Auge zu. Viel kann ich ihr nicht mitgeben ; aber Du bringst ja auch nicht viel. Ich lasse Euch Dein Haus wieder zurecht machen, da könnt Ihr ganz gut fertig werden; Du übernimmst die Avßenwirthschaft, bis der August von den Soldaten kommt. Dann , habt Ihr Beide sie zusammen, und wenn Ihr Euch nicht vertragen könnt, findet sich schon etwas Anderes für Dich. Und nun, Hans, geh' in die Küche und mach' es mit dem Mädchen richtig. Hans hatte während dieser Rede sich von einem seiner langen Beine auf's andere gestellt und einige Male den Mund geöffnet, um Herrn Heinz für seine gute Meinung zu danken; aber Herr Heinz war so im Zuge gewesen, wie ein Gaul auf glattem Wege, und nun, da er schwieg, wollte der Hans, der Meister hätte noch eine halbe Stunde fortgesprochen. Nun, Hans? sagte der Bäcker.' als sich Hans nicht rührte. Das hat Dich überrascht, gelt? und er lächelte das Zufriedenste Wohlthäterlächeln. Hans raffte sich zusammen und sagte: Ich dank' Euch. Herr Heinz, von ganzem Herzen danke ich Euch; aber es kann nicht sein. Eure Anne ist ein kreuzbraves Mädel, der ich alles Gute gönne. Sie bekommt auch gewiß noch inen Besseren, als mich; es sollte mir herzlich leid thun, wenn sie sich's zu Herzen nähme, daß sie mich nicht haben kann. Aber es kann schon nicht sein. Hans hatte sehr stotternd angesangen; aber die letzten Worte sprach er fest, so daß der Bäcker, der im Anfang noch immer ganz wohlthätig gelächelt hatte, weil er glaubte, der Hans könne vor lauter Bescheidenheit keine Worte des Dankes finden, endlich die rechte Meinung heraushörte und vor Zorn ganz kreideweiß in seinem ohnehin schon bleichen, aufgedunsenen Gesicht wurde. So! sagte er endlich, als ihm die Sprache wiederkam: so! Ein solcher Kerl, wie Du. will mein Mädchen nicht, wenn ich sie ihm anbiete! Ein solcher Hungerleider, ein solcher Lump !' Was den Lumpen betrifft, sagte Hans, so mögt Ihr dcn für Euch behalten, Meister, und was den-Hungerlei-der anseht, so freut Euch, daß Ihr keiner sesd. Ein ander Mal wartet, bis Euch Einer umEure Tochter anspricht; dann braucht Ihr nicht in Gift und Galle zu gerathen, wenn der Andere sie nicht haben will. Und nun. Meister, laßt uns damit aufhören und mich an meine Arbeit gehen. Der Bäcker schoß die giftigsten Blicke auf den Hans, als hätte er ihn am liebsten gleich durchgeprügelt; aber da dies leichter gewünscht, als ausgeführt war, riß er vorläufig einmal den Fuchs.den Hans eben an die Deichsel schieben wollte, heftig zurück , und rief! , , Ja, das paßte Dir wohl, mit dem alten Vieh zu fahren, das eben so faul ist wie Du selbst! Den Schimmel sollst Du einspannen, ich hab's Dir noch gestern Abend gesagt. Mit Verlaub. Herr, erwiderte Hans, der immer ruhiger wurde, je unstnniger sich der Andere geberdete: das ist nicht an dem, im Gegentheil; und just heut ist's nöthig, daß der Fuchs eingespannt wird. Der Weg .muß heüt noch viel schlimmer sein, als gestern. - Und ich , sag's Dir. daß Du den, Schimmel nimmst, schrie der Bäcker. Meinetwegen, sagte Hans, und nahm dem Fuchs, den der Bäcker unterdessen in den Stall gezogen hatte, das Geschirr ab und legte es .dem Schimmel auf; aber wenn's ein Unglück giebt, schiebt's Euch selber in die Schuhe. . , Der Bäcker wußte nichts mehr zu erwidern und begnügte sich deshalb, Hans mit wüthenden Blicken anzustarren, während dieser den Schimmel, vollendS einspannte und dann, das Thier ail Zügel fassend, das Fuhrwerk zum Hvfo hinausleitete. Und übrigens ist es das letzte Mal, daß Du für mich wteH Arbeit ehst, ec r - T, v -?-- . 1 - . . -. n vr. . - -, , - .
dachte an was Anderes, an die Gestält nämlich, die. als er den Hof verließ, laut weinend und sich die Schürzenzipfel in die Augen drückend, hinter der Thür hervor, wo sie gestanden und gelauscht haben .mußte, in das Dunkel des , Flurs zurllcktauchte. Es konnte Niemand Andres sein, als Anne. 2i hatte ohne Zweifel Alles gehört; denn der Hof war klein, und man hatte laut genug gesprocken. Wenn sie das gewußt hätte, sie würde sich nicht hinter
die Thür ostirt haben, dachte Hans und seufzte. Er mochte die Anne so weit ganz gern, und es that ihm leid, sie so aekränkt zu babcn. Der veru " dämmte Kuk. brummte er. der ver dämmte Kuß gestern Abend, der ist an Allem schuld. Und ich hätt's ja aucy ganz gewiß nicht gethan, wenn ' der Schuft von Körner nicht wieder zur iÄrete geschlichen wäre. )er ötoiner. der Halunke, hat's zu verantwo?ten. aber ich kriege ihn wohl noch einnun. Wenn Hans so die Schuld der h'6ti Scene, aus welcher er kam. auf 5zern Qekonom Körner abzuwälzen sucht!, mußte natürlich die arme Anne den wüthenden Bäcker zu demselben EM rlment dienen. Das komme davo wenn man auf ds verdammte W:iö: aesckwä böre und die. Weiber au einmal für Chrisienmenschen anseh Nun babe er sich so eines albernenWe berklatsckes wcaen mit dem beste Knecht erzürnt, den er sein Lebelang gehabt. Und warum habe er denn oe Menschen überhaupt m's Haus genon men und sich seinethalöen mit der gan zen Gemeinde beinah: uberwor en Doch auch nur. weil sie ihm alle in dej Obren aeleaen. es zu thun, uno m ihm gezankt hätten, weil er 'den Hanj das erste Mal von seiner Thür ge schickt habe. Wenn er doch nur imm: seinen Kopf folgen und nie auf da dumme Weibergeschwätz hören wollte So sctrie der Bäcker, daß man ' auf der anderen Seite der Straße hb ren konnte. Die Anne weinte un säete immerfort, sie könne nichts dafu und der Hans habe sie gestern Aben aekünt: Liese und Kathrin mischten M in den Streit und behaupteten, di, Anne denke immer, daß ihr allj Mannsleute nachliefen; anstatt auZ dem Weae zu aeben und anderen Mäd? chen Platz zu machen, die auch leben, wollten, sei sie immer vorauf und ver scbeucke alle Manner. denen ne es ga? nicht verdenken könnten, ' wenn sie sa eine alte Person, die schon hunder Liebschaften gehabt habe, nicht nehmen wollten. Ter Bäcker wollte den 3iinU der in offenen Krieg auszuarten drob te. beilegen und machte es nur noai schlimmer. Endlich schrieen ÄUe au o.t: v. . ! . einmal, aucn oer wning ixi utuc bätte zu saaen aewunt. weshalb?) vc dem zornigen Meister ein paar sürch
terliche Ohrfeigen erhalten hatte, wayrend unterdessen die Kunden, welche die Morgensem?ne!n haben wollten, kamen und gingen und in kürzester Zeit über das ganze Dorf die Nachricht verbreiteten, der lange Schlagtodt 'habe den drei Bäckertöchtern jeder-einzeln die Ehe versprochen, und der Bäcker stehe mit einem großen Prügel hinter der Thür, um dem Hans, wenn , er von der Arbeit komme, seine Freite zu gesegnen. Es war an demselben Vormittag. als die Kinder, die in langer Reihe zu Zweien aus der Schule kamen, zwischen den Teichen Herrn Jakob Körner begegneten, der den schwarzen. Sonniagsrock anhatte und eine ungeheure dunkelrothe Aster (die schon etwas verblüht war). an der Brust trug. 5yie Kinder zogen die Mützen vor dem reichen Herrn Körner und riefen: Guten Tag, Herr Körner, guten Tag, Herr Körner! und Herr Körner dankte immerfort sehr huldvoll, bis zuletzt die größeren Buben kamen, von denen er Einen anhielt, um ihn zu fragen, ob der Schulmeister noch im Schulgebäiide oder schon wieder nach seiner Wohnung gegangen sei? Der Junge wußte es nicht; dessenungeachtet tappte ihn Herr Körner auf den Kopf, griff sogar in die Westentasche, um ihm einen Groschen zu gcben, besann sich aber noch zur rechten Zeit, daß er nur zweiFünfgroschenstücke darin habe, tappte deshalb d:n Jungen noch einmal auf den blonden Kopf und schritt weiter, gerade auf des Schulmeisters Wohnung zu. ? Vor der Thür stand er still, blickte nachdenklich auf die verblühte Aper in seinem Knopfloch, athmete ein paar Mal noch kürzer als sonst und trat in'S Haus. ' Auf dem Flur vor der Thür der Wohnstube machte er noch einmal Halt, besah nochmals die Aster, fand daß sie sich gar nicht so gut ausnehme, als er gedacht hatte, und steckte sie in die Rock. tascheSein Athem ging beängstigend kurz, und er fuhr einen Schritt zurück, als jetzt plofcüch von innen die Thür geöffnet wurde und Herr Selbitz aus der Schwelle erschien. ' Freue mich der Ehre, sagte der Schulmeister. Herr Körner hatte bereits gesehen, dafe Grete nicht im Zimmer war, und fühlte stch dadurch wesentlich beruhigt; doch schwand dieses Gefühl der, Sicherheit sofort wieder, als er die Miene seines erhofften Schwiegervaters genauer betrachtete. Herr Selbitz hatte die Augenbrauen noch niemals so hoch hinauf und die Mundwinkel so, tief hinab gezogen gehabt, als in diesem Augenblick. - - , Setzen Sie sich, setzen Sie sich, sagte Herr Selbitz, meine Tochter wird gleich hier sein. Ich hab: ihr gesagt, daß Sie heute nach der Schule kommen würden. Sie werden also erwartet was in solchem Falle immer sehr a, genehm ist. Herr Qekonom Körner schien don der Annehmlichkeit der Situation nicht ebenso überzeugt. Er ruckte unruhig auf seinem Stuhle und sah sehr roth und verlebe i. aus. Endlich gelang ti herauf ustcttetn: ' . , . GtKur.3 s:0 : '
Für die Küche. Aufkauf von Schweins n ieren. Ein Pfund Makkaroni wird in Stucke gebrochen, eine Stunde in
jsalzwasser weich gekocht und zum Ab. tropfen auf ein Sieb geschüttet. Un. terdeen hat man sechs SSweinsnie. ren in Scheiben geschnitten, mit Mehl. Pfeffer und Salz bestreut und eine Viertelstunde in 1Z Unzen Butter braun gedämpft. Dann nimmt man das Fleisch heraus, rührt drei Eßlöf. fel Tomatenbrei, sowie einen drittel Liter dicken, sauren Rahm in die Sauce, läßt diese gut durchkochen, zieht sie zurück und schärst sie mit Salz. Pfeffer und einem Thelöffel Maggiwürze. In eine mit Buter ausgestrichene Auflauffcrm legt man auf den Boden die 5älfte der Matkaroni. darüber die Nierenscheiben und bedeckt diese mit dem Rest Makkaroni. Die Sauce füllt man darübcr und setzt di: Speise ?um besseren Durchziehen noch einige Zliinuten in den Bratcfen. Schinkenklößchen - SupP e. Drei bis vier Sammeln vom Tage vorher werden feinblätteriz auf. geschnitten, etwas Salz darüber ge streut, mit lauer Milch angeseuchtet und eine Weile stehen gelassen; zwei ganze Eier daran geschlagen, vier Unzen Schinkenreste oder Neste vonRauchfleisch mit einem Zwiebelchen und einem Sträußchen Petersilie feinverwiegt, daruirt" gemengt, der Teig mit zwei Kochlöffeln Mehl gebunden und davon kleine runde Knödelchen ge formt, die in leicht gesalzenem sieden den Wasser eine Viertelstunde gekocht werden. Aus zerkleinerten öLnder. knochen, etlas Mark oder frischem Nierenfett, mit Suppenkräutern in kaltemWasser zugesetzt, hat man gleich, zeitig eine leichte Fleischbrühe bereitet, salzt diese angenehm, legt die Knödel chen darein und streut frischen Schnittlauch darüber. Husaren - Scheiben. Mark schneidet Scheiben von Handgröße aus einer Kalbskeule, kann aber auch schöne Stücke vom Bug und möglichst ent sehnte aus einer größeren Kalbsschul ter verwenden. Das Fleisch soll im Sommer zwei, im Winter vier Tage lang abgehangen sein. Diese etwa einen knappen Zoll dicken Scheiben werden mit einem hölzernen oder porzella nenen Hammer sehr weich geklopft und iooann ungesalzen m eine flache Pfanne auf sehr starkes Feuer gesetzt. Hier bratet man sie auf jeder Seite m steigender Butter höchstens drei Minu ten lang, so daß sie ganz saftig werden. Indessen hat eine andere Person Pfef. fergurken und sechs Minuten lang gewässerte und gereinigte Sardellen m seine Streifen geschnitten. Die Scheu ,ien weroen rasch mit wenig fein geiacylem ?alz gesalzen und sodann auf ine erwärmte Schüssel gelegt, wo sie '.icht über-, sondern nebeneinander zu legen kommen. Aus den Sardellen, nd Gurken legt man nun ein Gitter ber jede Husarenscheibe, gießt die sauce vorsichtig unter die Scheibe und zicht diese mit Sauerkraut oder zchmormehl und Bratkartoffeln. ! E i n f a ch e r Heringssalat. !re: gewässerte Hringe, klein geynitten. desgleichen zwei saure und vci Essiggurken, nachdem man sie gehält hat, zwei Zwiebeln werden kleinürslig . gehackt, ein Suppenteller ichalen - Kartoffel, noch warm, urflig geschnitten, alles zusamm?7b it zwei Theelöffeln Kapern vermischt xb entweder nur mit einer aus Essig, el, Mostrich, einer Prise Pfeffer und lcer zubereiteten Sauce angemengt, itx aber mit folgender sehr schmack tften Sauce vermischt. Einen EßVffel Schmalz oder Butter und ebenviek Oel läßt man auf 'dem 'Feuer riehen nnd schwitzt eincn Eßlöffel 'JlH damit weiß ab. Mit Wasser lnd Essig wird das Mehl aufgefüllt, in Theelöffel Fleischcxtrakt. zwei 5helöffel Mostrich, die geschälte He zsZs. rinr Nrise Ä fetter, nach 144 v7 " f- ri ii Zeschmack Zucker dazugefügt; nachdem ,'lles aut verkocht ist. thut man d:e Kaucc noch warm über den- alat uns r.TfL r.Kt tsrfi nentDtrt tui u;it iiuji, i o r-z-,Xi .S"rf rst ait.tffÜLlt wer JUU. UtJ'VU .(. o-ö-i--:n, nachdem 'der Salat durchzogen ist. , r? fcif itfifTjfiipn, können. HÜ iilUil -. - 0 . - - - - - 7 der Hering nicht Würze genug gieot. Feines Ragout. Man schnei. :-t verschiedene gut gekochte oder geatene Fleischreste in passende Schei:n. Besonders gut schmeckt das Gecht. salls eine ausgebackene oder ge'chte Kalblmilch mit dabei ist. Aisirrn belegt man den Voden einer Zasserolle mit kleinen Stückchen von rkhem Winken, rohem Rindfleisch or anderen Fleischabfällen, giebt ein. ar Pfefferkörner hinzu, sowie ein (ztück Butter und läßt dies fast braun shnrar'.n. dann kommen ein paar ganz Ncnig gewässerte Sardellen und etwas yaprila hinzu. Ist die Masse dunkelblaun geworden, so rührt man dieselbe Tit zwei Kochlöffeln voll Mehl ab. löst dr Sauce mit Bouillon oder Wasser euf giebt Eitronensaft daran und pas. siit' sie durch ein Haarsieb über dU in eiter tiefenSchüssel bergartig angerichtelcn Fleischstücke. Indessen hat man Reis in Bouillon gekocht, formt davon einen schmalen Rand um die Schussel, bestrcicht denselben mit brauner BuU terj oder nit Gelbei und bestreut ihre hii mit Parmesan- oder Kräuterkäse. TTrtiir tmrb die Sckzüssel auf eine Uittetlaae von Sand oder Salz in die I T" i i i r - t OZenröhre gebracht uno csii jornn: !i ?3 v.!. rK.;r unk v l'eiacien. ois mz vcu. ,.d "iv m :d gut überbacken ist. Die Melodie des Behagen . . . v r ist das Leitmotiv des cenn clis. c 'TXefeU (iWW ' . c-N D: i --- , Hoffnung. Uiuu Arztes): Otto, komm -? Dieb ist in ur'tztz 2:S o-, ; . '
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