Indiana Tribüne, Volume 25, Number 154, Indianapolis, Marion County, 21 February 1902 — Page 4
Jnoimia Tribüne, Si Fsbrnar 190.
Jndiana Tribime. Erscheint Täglich uxd Sonntags. Heraulgkgedrn ton der TRIBUNE PUBLISHING CO. Jndianaxoli, Ind. Cttice: 18 Cüd Alabarna Strebe. &! 1171. Tage- und 5onntagsblatt nur 10c per Woche. v Xalclniae odrtlettlge dnnekrstische benSb!tt Im Staate Hildiana mit einrr größere Tirrulattn al gendkine andere deutsche Zeitung. Xal believte fte Crqtn der Teutschen n aller deutsmertkanischeu Vereine und Organisation'. X e rrpulärfte und bedeutendfte deutsche demo kratische Leitung der Stadt und des Staate In fciana. Anzeigen finden durch die .Tribüne" die weiteste
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Ueber die W. Washmgtoll. Str. Brücke Angelegen- : hcit Wird am .Z. Marz vom Counch ' (5ouncil berathen werden.
Der County'Auditor hat , heute das County.Council.aus den 3. Marz zu einer Sitzung einberufen, um über die W. Washington Str. Brückcn.Ange legcnhcit zu berathen. ,. , . .' , TiWch Ärodrick'6 Änljrcifcr erwischt. Das Zuchthaus ist ihm sicher. . Joseph Valentine, wohnhaft No. 14l)Bright Str., wurde heute unter' der Anklage des thätlichen Angriffs und deö Mordangriffs, sowie des Raubes vcr hastet. Er ist beschuldigt vor einigenAbcnden seinen Nachbarn Thomas Brodcrick von No. 156 Bright Str. an der Chesa peake Str., zwischen California und West S:r., überfallen, zu Boden gc schlagen und um $75 beraubt zu haben. Polizeiliches. Tom Carydon, Jim Nüsse und John Duffcy, des Einbruchs und des Dieb stahls angeklagt, werden am 26. ihr Vorverhör haben. , James Tarittll, welcher die Arbeiter der National G!uc Works 'mit einem Revolrer bedrohte und ein Fenster der Osficenit einem Stein einwarf, wurde nach der ResormFarm gesandt. Lee A!fo?d .wurde dcs Diebstahls schuldig'b?fl!nden und aus drei Monate kaltgestellt. Der unter der Anklage dcs Dicbstahls eines Ringes stehende Walter Beverley wurde an die Großgeschworenen über wiesen. Die Ticherhcits'Bchörde stellte heute die vor zwei Monaten zu Feuerwehrleuten ernannten Milc Slo! vin und John Hoffetter, . nachdem sie ihre Probezeit gut bestanden haben dcsi nitiv an. Capt. W. L. Arnold wure zum Capt. dcr neuen Schlauch Co. No. 22 welche an der Ashland Ave. etablirt ist, Edw. Ctubbs zum 'Kutschcr und Al bcrt Kirsin und Eb. Lcach zu Mitglie dern derselben ernannt.Verlangt Ein fleißiger, intelligenter Mann von 2535 Jahren, von gutem Cha raktcr und Ansehen in seinen Kreisen, um eine Stelle als Solicitor bei der State Life Insurance Co.. anzunehmen. Fragen Sie nach Herrn Mathefon.' .-. . Eine neue katholische Schule wird errichtet werden. Die Schwestern der Vorsehung von dir Hl. Kreuz Kirche werden , an der Ohio Str. zwischen Oricntal Str. und Arsenal Ave. ein neues Schulgcbäude aufführen lassen. Dasselbe wird 514,894 kosten. Der Kontrakt ist bereits an John A. Schu machcr vergeben worden. R. W. Fcldkamp, ' Wholesale Händler, in . Wein, ; Whiskies und Liquören, besindet sich jetzt in seinen neuen Lokale, No. 450 Oft Washington Straße. Neues Telephon 3503. . Dcr Staat hat die 67. jähr liche Zinscnzahlung auf eine 5200 Land Hypothek? erhalten. Im Jahre lfc35 borgte ein Farmer in Boone Co. vom Staate $3 00 -aus ein Grundstück und verpflichtete sich, jährlich 7 Proc Zinsen zu zahlen. Das haben er und seine Erben getreulich innegehalten und insgesammt - jeft dem Staate. $938 Zinsen für die S200.Anleihe. gezahlt. Frank Stratmann. Vienna Büffet, 210-7-212 O. Wabash Str. Besten Getränke und Cigarren, feinster Lunch. Aufmerksame Bedienuna.' Das beste und zuverlässigste Mittel ßegcn alle Hals-und -Brust- Leiden nc Dr. Vttll'ö Husten Syrup. Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, Lungcnsucht,Lung-en-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. ra niyj.üry.fcä Kurirt rasch und sicher Husten und öeiscrkeit, und kostet, nur 25 Cents die Flasche.
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Anslaitd Depeschen.
; tMnmc Zllstmide in Rarcesona. DorKriegszu stand soll über ganz Spanien verhängt werden. 40 Pcrson'n bereits iu BarreZons 4 gctödtct m 200 üertemiSet: i Anarchisten an der Sp itze der M e ' wegung. , AZe deutsche Zlegierung : Weist Zas Kompromiß Ämendeunzt du Agrarier az Zollvorlajze zurück. Die vrttßische Ncsticrnng verlangt 8,000,009 Mark, . , lia dem KohlkU'Eydikat Koulnrrettz zcheu zu Löunen. . TnS Äjäluige NcgicruugS'JubillUl rtybfttf. Die Zückkrsragc in Europa.' Die Unruhen in Spani.en. 'Madrid. 21. Fcbr. Die Lag: s,?.t sich nicht nur in Barcelona ganz bedeutend verschlimmert, sondern , die Streikbewegung, wenn nian sie so nennen kann, dehnt sich auch rasch auf andere Theile von Spanien aus.- Die schlimmsten anarchistischen GlCT.rntc in Spanien scheinen an der Spiize der B.'wegung zu s!eh:n, und trotz der Ansammlung von Truppen in den am meisten bedrohten Städten, tr?-tz dem Blutvergieben der letzten paar Tazc. scheint die Regierung jetzt doch machtloser zu sein, als beim Beginn der Unruhen. Der Premier Sagasta bcabsichtigt, über ganz Spanien dasKriegsrecht zu verhängen, und wenn dies geschicht. ist ohne Zweifel eine Krisis d:r allerschlimmsten Art zu erwarten. Der Kriegsminister. General Wcy ler. hatte am Mittwoch eine längere Konferenz mit der Königin Regentin und am Donnerstag eine solche mtt den hnsigen Militärbehörden. " Später wurden die sämmtlichen Truppen in Madrid mit Munition versehen und si: sind jetzt in den Kasernen konsignirt, für alle Eventualitäten bereit. ' Barcelon a ', 21. Febr. ' .An dielen Plätzen in hiesiger Stadt sind wahrend der Nacht Plakate angeschlagen worden, in denen die besseren Klassen der Bevölkerung mit furchtbaren Wiedervergcltungs - Maßregeln ' bedroh! werken, für den Fall, daß dh Truppen noch weiter auf die Streiker schießen sollten. Die Streiker plündern die Läden und die PrivaiUztt, ' derhindern aber, daß die besseren Klassen 4) Lebensmittel verschaffen können. Di: beZantitesten Anarchisten sind v:rjqwunden und sie.rcerden jetzt, eifrig von der Polizei gesucht. Drei Arbeiter, die sich wieder , an die Arhcit begeben wollten, sind am- Dontferstag von den Streikern ermordet worden, und es wurde auch ein Bäcker flft!et. der den Preis des Brodes erhöht hatte. Die Markte sind ker. es fh;t überall an Lebensmitteln i'nd die, Streiker verhindern das Schlachten Von Vieh. Sie haben auch an vielen St:!len die Eisenbahnschienen aufgerissen, um zu verhindern,' daß Lebensinittel in die Stadt gebracht werden. Wer dies möglich machen !ann. flieht aus der Stadt und viele wohlhabende Familien von hier haben sich über die Grenze, nach Perpignan in Frankreich tzeben. Ein Hausen von Streikern erstürmte während des Tages die GendarmerieKaserne in Sabadell, nicht weit von, hier entfernt und erbeutete vierzig Gewehre. si w-urden aber später von den Truppepn wieder zurückerobert. Die in Barcelona einmündenden Eisenbahnen haben den Betrieb cingestellt, da alle Züge von den Streilcrn angegriffen werden und viele bereits zum Entgleisen gebracht worden sind. Die fremden Konsuln hielten am Donnerstag Nachmittag hier eine Konfcrenz ab. - : Die meisten Schiffe, die im Hafen gelegen.' sind wieder in See gegangen.da sie ihre Ladungen nicht löschen, tonnten. . ' ' . London, 21. Febr. Eine Detc schc der Exchange Telegraph Company aus Barcelona, via Pepignan, Frankreich, enthält die Mittheilung, daß in Sano. einer Vorstandt von Barcelona, ein heftiger Kampf zwischen den Truppen und den Streitern stattgefunden habe. . ; Vor dem Kampf hatten Infanterie und Kavallerie die am meisten bedrohtcn Platz? bcsctzt und eine Fcldbattcric war auf dem. Platz aufgefahren worden, von dem aus sie mehrere Straßen bestreichcn konnte. Die Streikn: versuchten die Vaterie zu erstürmen, wurden aber-abgeschlagen. Es sollen auf beiden Seiten 500 Personen gctödtct und verwundet worden sein, und viele Gebäude sind ganz zerschossen. Auch in Mataro. 15. Meilen von Barcelona entfernt, haben Kämpfe staitgefunden.und auch in Tortosa und Tarragona sollen schlimme Unruhen sZa:t2efunden haben.
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MadrzA. LI.15. Depeschen zufolge, die spät am.Abeud hier eingetroffcn, sind... finden in Barcelona vhne Unterlaß Straßenkämpfe statt. die Be-, Horden gehen aber jetzt sehr strenge vor. In ewer am Nachmittag erlassenen Proklamation wird-allen Privatpersoneu ünfahl. alle in ihrem Besitz befmdtichcn Waffen auszuliefern, widrigenfalls sie stunge bestraft werden sollen. Aus) ister Verkauf von Waffen ganz verboten worden. Vierzig Arbeiter-Asssciationen sind aufgelöst And ie Beamten und Mitglieder drr Kommittees rerhyftet rv?rdenV! Und .-d?e Wchuungen a!l?r StieiZführer unÄ .Anarchisten werden vo.G:7:dar'.?:cn. bewacht. ' Das Panzerschiff Pelcyo- ist nach Barcelona beordert worden.. . , : Der Stiaßenbachnoerkeh'. ' wird jetzt zum TheU von Wenietruppen aufrech: erhalten, nrä es kaufen -ene Anzahl
Waggons. i?e aberur Ha:i:e m:t Soldaten anaefiÄt sini. Selbstie Leichenwagen müssen von .der Volii beschützt werocn. Seit drei Tsgen sind in Barcelona. keine Briefe mehr .abzeliefert worden und W ' eir.wen' Theilen der ! (-tadt.stnd d:e Geschäfte gänzlich para.lysir). ' ' ' . Außerhalb der Sta'di-fand o: Don.nerstag ein heftiger Kc'mxf zwische den '-Streikern und einer Anzahl .Soleaten Patt, die mehrere Wagui mrt Lebens--Mitteln eskortirt hatten. Der Inhalt dir Wagen wurde auf di? Stre g:werfen und diese mit einer BarriZade cckaesperrt. . 'Die Streikbewegung dehnt sich in gesäh?!icher Weise aus. In Ca stellen d: la 'Plana haben die Streike? zwei Jabritro in Brand gesteckt, und alle beiden Gebäude sind gänzlich niedergebrannt. Spätem wurde ein allgemeiner ..Streik in lOsteLon de la Plana angeordnet. In Saragossa sind bereits alle Faoriken geschlossen und der Eeneralkapitä?. wurde um Truppen - Versiärkunaen 5cbeten. In Saragossa wie in Mcnrcsa' ist das Kriegsrecht proilamirä worden. In Folge der Censur, die sehr strenge geübt wird, hält es schwer. zuverZässige Nachrichten über die Lage der Dinge in Barcelona zu erhalten. Es ist ahn gewiß, daß eL den Behörden nicht g:lungen ist, die Arbeiterführer zu b:stimmen,eine versöhnlichere Haltung anzunehmen, und der Umstand, dak der GeeraUapitän von Catalonicn um ?.u:.iJ'J.. iUf'i I y . . , r. ,;eilOllNg von meor Gruppen nageucyl , r-'t't'-jc'lf w i i.;. tjci.jajeini anzuöcuicn, oaß oie iOitjoi dtt'nichtHerren derSituation sind. Die Regierung weigert sich.Angab:n darüber zu machen, wie viele Personen in den letzten drei Tagen in Barcelona und an anderen Orten getödtet und verwundet worden sind. Aus Privatberichten geht ctecherfcor, daß ungefähr 40 Personen getödtet und 200 verwundet, und 500 Personen verhaftet worden .sind. Alle Leichtverwundeten werden von ihren Angehörigen versteckt, um der Verfolgung seitens der Polizei zu entgehen. Viele Frauen bethenigen sich an den KrawäNen in Barcelona, und sie sind in der Regel hestige? als die Männer. A uZ dem Deutschen Reich. . V c r l i n , 21. Febr. ' Der Siaa's-' sckretär des Innern. Graf vcn Po'a-dowsly-Wehncr. erklärte am Dor.ncrZtag im Zollkommittee dcs, Reichstags in der, emphatischsten Weise, daß die Regierung unter, keinen Umständen das sogenannte Kompromiß-Amendc-mcnt zur Zollvorlagc annehmen würdedcmzufolgc die Getrcidezöllc noch loeitcr erhöht werden sollten. Im Unterhaus dcs preußischen Landtags wurde am Donnerstag die Mncn-Vorlag an das Budge-Kom-mittee derwielen, nachdem der Handclsministcr. Herr Möller, den Zweck der Gesetzvorlage auseinandergesetzt .hatte. Er sagte, daß es sich, darum handle,- bedeutende Kohlenlandercien bei Dortmund in Wcstphalcn anzukauscn. damit die Regierung in den Stand gesetzt. werde, das Monopol dcs Kch-len-Syndikats zu bekämpfen und den Eisenbahnen, der Flotte und dcmVolkc im. Allgemeinen billigere Kohlen liefern zu können. Es wird eine Vcrwilliaung von 58.000.000 Mark für diesen Zweck verlangt.. Die Reichsgesundheitsbeh'örde .beabsichtigt, die Ratten, soweit dies möglich ist. in Deutschland auszurotten. . Der Präsident der Behörde ist Dr. Köhl?r. und eine Anzahl der distinguirtesten Gelehrten Deutschlands gehören ihr an. Der Zweck dieserAusrottungskampagne ist. ,die, Gefahrder Verbreitung anstechender Krankheiten .-zu , vermindern. Dr. Koch, der eminente Bakteriologe, ist damit beauftragt worden, den Plan für' die Kampagne auszuarbeiten, mit der in den Hafenstädten der Anfang gemacht werden soll. . ' Der Kaiser Wilhelm hat den Professor'Ro'chling damit beauftragt, die Szene in der Nähe des chinesischen Arscnals bei Tien Tsin zu malen, als Admiral Seymour, der Kommandeur der nach Peking geschickten Hülfs-Erpedi-tion. den Befehl gab: ..Die Deutschen an die Front!" Professor Röchling. der die deutschen Truppen auf Befehl des Kaisers nach China begleitet hat. hat bereits Skizzen von dem Schlachtfeld und dem Arsenal angefertigt. Das Bild wird der Privatgallerie des Kaisers einverleibt werden und wird die deutschen Truppen darstellen, wie sie im Sturm gegen daS Arsenal vorgehen, während die britischen'und amerikanischen Truppen ihnen zujauchzen. Der Reichstag nahm am Donnerstag eine Resolution an. in der die Bundesj regierungen aufgefordert werden, stren-
ge Maßrrgeln .ZA ergrerzm. um 5cm Duelliren Einhalt zu gebieten, das un ter den Armec-Offiziecr: immer znehr üöerhand, nehme. Vom Krieg in Südafrika. London .21. Febr. Eine Ab:hci
lunz von ixm tocots Gre?s (2. Dra-cencr-Regiment) ist be: 5t.!idam her. Äoerrn in itc Hände gefaZen. 3P.as Fieldcn nud Kept. lljhc: rvu:?:r. schwer' verwundet. Zwe: Mann kuk den getödtet. sechs verwundet und 4 von den Boeren gefangen -genommen. .Die z?bige Nachricht traf am Mo:, gen. in Form einer öom. 19. Februar oatirten Depesche von Lord Kitchener ein. - - . - : . .. .. - Die ScotZ Grer bildeten einen Theil dcr Kolonne des Generals Eill'ert Hamilton." Während 'der Letzter? am 18. Februar auf Nigcl zumarfchirte, stieß n bei Klipdam auf eine gröfere Bocrcn-Abtbeiluna. Die Scots Grevs wurden dabei von dem Ren der Kolonne abgeschnitten und umzingelt. General Hamilton war nicht im Stande, die Boeren aus ihrer Stellung zu vertreiben' und er selbst setzte deshalb seinen Marsch auf Rigol fort. Die Truppen, die in Gefangenschaft gcrathcn waren, wurden später wieder in Freiheit gesetzt. Eröffnung des italienischcn Parlaments. Rom. 21. Febr. Dcr Konig Victor Emanuel eröffnete am Donnerstag das Parlament mit dem üblichen Ccrcmonicll. Er war auf der Fahrt nach dem Parlamcntsgebäudc don der Königin Helene begleitet. In der Thronrede wies der König darauf hin, daß die liberale Politik der m (VI c c? ni cegierung Dianen oic innere uye wiedergegeben habe und er erklärte auch, daß die Bezichungen Italiens zu allen' Nationen die denkbar besten seicn. Eine Politrk. deren Hauptziel ist. alle unsere Rechte zu wahren, gleichzeitig aber auch alle unsere Pflichten zu erfüllen, hat uns den guten Willen und die Freundschaft aller Welt eingcbracht. Das Vertrauen, das England und Brasilien in mich gesetzt haben, indem sie mich in dem Streit zwischen den beiden Ländern zum Schiedsrichter einsetzten, hat mich hoch erfreut. In irrn Konzert dcr großen Nationen ist dic Vertheidigung unserer Interessen und die gewissenhafte Erfüllung aller unserer Verpflichtungen unseren Alliirten gegenüber mit dem Hauptziel unscrcr Politik, den Frieden ausrecht zu erhalten, vollkommen vereinbar." Dcr König sprach auch eingehend über die Nothwendigkeit dcr Einführung soziale? Reformen und von Gcsetzen zum Schutze der Arbeiter: ..Es ist das Ziel der modernen Civilisation, die Arbeitzu ehren, sie gebührend zu bezahlen und zu beschützen, und das Loos Derjenigen, die nicht von Glücksgütcrn gesegnet sind, zu verbessern. Wenn die Regierung und das Parlamcnt in dieser Hinsicht erfolgreich sind, und auch gleichzeitig die Rechte alle? Klassen wahren, dann werden sie ein großes Werk vollbracht haben." Auf die Eheschcidungsvorlage Bczug nchrncnd, die dem Parlamente unterbreitet werden soll, sagte dcr König: Was die Beziehungen zwischen Staat und Kirche bctrifft, so beabsichtigt meine Regierung, die bürgerliche Autcrität von der geistlichen streng zu separircn; die Geistlichkeit zu ehren, ihrcn Wirkungskreis aber auf ihre eigene Sphäre zum beschränken; der rcliaiöscn Gewissensfreiheit, unbedingt Achjung zu verschaffen, dabei aber die Prärogative der Civilgewalt und die Rechte der nationalen Oberhoheit streng zu wahren." . Die Z u ck e r f r a g e i n E u..ropa. B e r l i n , 21. Februar. Alle aus Brüssel. eingetroffenenNachrichten stimmen darin 'überein, daß die internationale Zuckerkonferenz, wenn sie am nächstcn Samstag in Brüssel wieder zusammentritt, wahrscheinlich eine internaticnale Vereinbarung in Uebereinstimmung mit den Vorschlägen Englands treffen wird, derzufolge die Zuckerprämien abgeschafft und der Einfuhrzoll für Zucker auf zwei Shillinge per Centner herabgesetzt werden soll. In Magdeburg, dem Centrum der Zuckerproduktioil in Deutschland, hat diese Nachricht eine Art Panik verursacht. Die Agrarier sind außer sich vor Wuth und sie drohen der , Regierung, daß sie ihre Majorität im Reichstag verlieren würde, wenn solche Gesetze in Uebereinstimmung mit. den Vorschlagen Englands erlassen würden." '. "' "' 23 i c n, 21. Febr. Hier sowohl wie in Prag -fanden am Donnerstag start besuchte Versan'.mlungen von Vertretern der Zuckerinteressen statt, in denen dagegen prötestirt wurde., daß die Regierung sich den Forderungen England, die dieses auf der Brüsseler Zuckerkonferenz gestellt hat. füge. Soll die Pferde - Ausfuhr verbieten. ' Wien. 21. Febr. ' Im Reichsrath erklärte der pan-germanische Abgeordnete Wolff am Donnerstag, daß er die Regierung in der nächsten Sitzung formell ersuchen wolle, daß sie in Gemeinschaft mit der Regierung von Ungarn die Ausfuhr don . Pserden nach SüdAfrika verbieten 'solle, da Oesterreich nur auf diese Weise wirkliche Neutralität befolgen könne. ' The Cozy. Dunkles Home Brau iier u. guter Lunch von 0 Morg. bis 11 Ab. Hinter 123 N. Peun. Str. I. Matz, Eigenthümer.
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