Indiana Tribüne, Volume 25, Number 152, Indianapolis, Marion County, 19 February 1902 — Page 3
Jndiima Tribüne. I. Februar KvttS.
Südseite Turnhalle Vaugesellschaft. Jahres-Bcricht des Präsidenten. Jnd ianap olis, den 31. Januar 1902. An die Mitglieder : AlZ ich am 19. Februar 1001 den ersten Jahres-Bcricht seit Bestehen dcr South Side Turn Verein Hall Association" erstattete, da war daS Werk, für dessen Zweck unsere Gesellschaft im Januar 11)00 gegründet' wurde, in dem geplanten Umfange noch nicht vollendet. Es hatte zwar am 20. Januar 1901 bereits die Einweihung des Hallen Gebäudes stattgefunden und wurden von dieser Zeit'ab sämmtliche Räumlichkeiten in demselben benuht, obgleich noch mancherlei Ergänzungen zu machen waren ; vornehmlich mangelte es an dcr Ein-, richtung dcr Gartcn-Anlagc und Herstellung der erforderlichen Baulichkeiten etc., etc., welche erst im Sommer vorigen Jahrcö zur Ausführung kamen. Die Eröffnung des Gartens erfolgte sodann, mit einer solennen Festlichkeit verbunden, am 7. Juli. In Folge dieser Umstände konnte dcr vorjährige Bericht über die finanzielle Situation in Bezug auf die Kosten des Bauwerkes kein vollständiger sein ; wohl aber waren wir in der angenehmen Lage schon damals constatiren zu können, daß die Hallen Bau Gesellschaft nicht nur seitens der Bewohner des südlichen Stadtthcilcs, sondern auch von vielen angesehenen deutschen Mitbürgern in der Stadt bereitwillige Unterstützung gefunden hatte ; galt es doch ein Unter, nehmen fördern zu helfen, welches vornehmlich der Erziehung der Jugend ander Südseite in Pflege der Turnerei, Uebung und Erhaltung der deutschen Sprache und Sitten, wie der Geselligkeit der Mitglieder mit ihren Familien und Freunden untereinander, geweiht wurde. Wie anderö wäre es möglich gewesen, bei den uns zur Verfügung .stehenden geringen Mitteln an die Ausführung eines so großen Unternehmens zu denken? Ich danke allen Mitgliedern der Bau-Gesell-schaft für die uns gewährte Hülfe durch Uebernahme von Antheilscheinen und gebe der Hoffnung Raum, daß andere Freunde sich bei unserem Institut in gleicher Weise bctheiligen werden. Nachdem nunmehr das erste Jahr seit dcr Fertigstellung des HallenGebäudes vergangen ist, können wir mit vollster Genugthuung auf die in hohem Maaße erzielten Erfolge hiawciscn. Die Mitgliederzahl der Hallen-Bau-Gesellschaft, sowie auch diejenige des Südseite Turnvereins hat im letzten Jahre
eine namhafte Steigerung erfahren. Dle nnanziellcn Verhältniße haben steh in jeder Weise günstig gestaltet, mit den Eingängen für Rente, Überschüssen von der Wirthschaft und den Kegelbahnen konnten die gesammten Unkosten, für Zinsen, Feucrversicherungs-Prämien, elektrische und Gas-Beleuchtung. Basscr-Bcrbrauch, Heizungs-Material und Gehalt an den Janitor, voll gedeckt werden. Dies Verhältniß wird sich in Zukunft eher günstiger gestalten. Ich erlaube mir nunmehr Ihre Aufmerksamkeit auf die nachstehenden Kassen-Berichtc zu verweisen, aus welchen Sie die Richtigkeit meiner vorher gemachten Angaben bestätigt nnden werden. Bevor ich diesen Bericht schließe, spreche ich noch herzlichen Dank aus den Mitgliedern des Direktoriums dcr Hallen BauGcscllscbaft, welche mich bei der Führung mcineö Amtes bestens unterstützt haben. In dcr Hoffnung, daß sich die Mitglieder unserer Gesellschaft an der am Dienstag, den 18. Februar, stattfindenden Jahres - Versammlung zahlreich bctheiligen werden, zeichne Hochachtungsvoll Henry Victor, ' Präsident und Schatzmeister. v. Einnahmen : in der Zeit vom 20. Januar 1900 bis 31. Januar 1902. 1. An e i n g e z a h l t e n ' B e i t r ä g e n auf 800 Aktien a $25 ($20,000) : - - $10,835.00 2. An Darlehen von der Marion Trust Co., rück zahlbar in 10 Jahren r. : 20,000.00 I. AnDarlehen aus Noten - 4,000.00
Ausgaben : 1. Zvür das Grundstück, Prospect Straße
$34,835.00
230236. 150x200 Fuß - $ 5,060.25
KostendeSHalle n-G e b ä u d e S, einschließlich' dcr inneren Einrichtung: Kegelbahnen, Möbel, .elektrisches Licht und Gasleitung, Heizungs-Anlage, Wasser-Leitung, BühnenEinrichtung, Gartcn-Anlage nebst Baulichkeiten und Ausstattung - - $29,539.32 $34,605.57
Kassen-Bestand am 51. Januar 1902 - $229.43 1i. Specifikation der Einnahmen und Ausgaben für Betriebs - U kosten i m H a l l e n - G c b ä u d c in der Zeit vom 20. Januar 1900 bis 31. Januar 1902. Cinnahmcn :
An Renten von: S. S.T. Verein und anderen Gcscllschaftcn $2,035.03 U c b c r s ch u ß von der W i r t h s ch a s l $1253.22 Ab an Varkecper 300.00 893.22
1.
O O.
Ueber) chuß von der Kegelbahn 013.79
1.
.
I.
Ausgaben : Für Feuer - Versicherungs -Prämien bis 1. December 1902 , $ 423.34 Für Zinsen bis 6. Januar 1902 1,980.00 Für 6 e h ä l t e r und L ö h n e, 31. Januar 1902 .... . 315.00
4. FürArtificial Gas, 31. Äanuar 1902 - 243.80 6. Für Elektrisches Licht, 31. Januar 1902 . ' 407.15 C. Für Wasser Company, 1. März 1902 144.93 7. Für N e w T e l e p h o n E o., 31. März 1902 47.77 3. Für HeizungS-Material , 277.27
$3512.09
Abzüglich Ausgaben für das Bau-Conto.
$3,839.26 297.17 $3,542.09
. Henry Victor, Schatzmeister. Nevissons-Komite-Bcrkcht. Wir Endesunterzeichnete bescheinigen hiermit, daß wir die von dem Schatzmeistcr Henry Victor geführten Kassen- und, Hauptbücher, sowie die darauf bezüglichen Beläge über Einnahmen und Ausgaben in der Zeit vom 20. Januar 1900 bis 31. Januar 1902 einer sorgfältigen Prüfung unterzogen haben und fanden wir dieselben correct und in mustergültiger Ordnung. Der xm 31. Januar l. I. nachgewiesene Kassenbestand von $229.43 ist auf ncue Rechnung vorgetragen, übereinstimmend mit dem Balance Eonto im Hauptbuch 2eite 130-131. Das Bücher Rcvisions - Komite Fred. Merz, Vors.; Fred. Mack, Herm. Mitschrich, Fritz Wei'ffenbach, Senior. Aug. Elbrecht.
f'mmmmmmmm '" '" " ' "'
lme cZsnkbape Mutten. Danville, 50., den 5. Januar, 190t Wine of Cardui hat an mir vollbracht, was mein Herz nur wünschen konnte. Ich bin fünf Jahre dcrheirathet. und in weniger als vier Jahren hatte fri) vier Frühgeburten. Vor fünfzehn Monaten be gann ich, Wine es Cardui zu gebrauchen. Jetzt habe ich ein prächtige, kleines Mädchen von sieben Wochen, Ich wünschte, dab ich Ihnen meine Dankbarkeit für Ihre wunderbare Medizin ausdrücken könnte. - Frau W. L. Adrette.
Oigänische Unfruchtbarkeit kommt sehr selten vor. Es gibt nur wenige Falle, die geeig neter Behandluna nicht weichen würden, aber enttäuschte grauen schlaaen selten die Nick
"" m ii w w '"l tuna. ein, die Frau Avrette glücklicherweise wählte. Es war ine harte Pbe für Wine of Cadui, eine Frau zu kurtten, welche in vier Jahren vier Enttäuschungen erlebt hatte.
:
i t i
w
twJä'
153
n
'st die Medizin, welche die Organe der Mutterschaft zu gesunder Thätigkeit anspornt. Der Wein half Frau Avrette, indem er ihre geschwächten Organe stärkte. Wenn die geschwächten Organe einer jeden Frau, welche sich nach einem Kinde sehnt, geheilt und gestärkt würden, dann würden Tausende von Familien mit Kindern gesegnet sein. Wenn jede zukünftige Mutter den Wine of Cardui gebrauchen würLe, um die weiblichen Organe zu stärken, dann würden Frühgeburten unmöglich sein. Wine of Cardui ist die beste Medizin für Frauenleiden jeder Art. Keine Medizin hat so viel für Amerika's Frauen gethan. Verlangt dq,n Euerm Apotheker eine Dollar-Flasche Wine of Cardui, wenn Ihr an Frauenschwäche leidet. Wegen Rzth und Literatur schreibe min. mit Angsbe der Symptome, cn "The Ladies' Adviaory Department", The Chattaaoosja Medicin Company, Chattanooga, Tennessee. .
WintersnotH iü Petersburg. Petersburg, End Januar. In jedem Großstadtleben giebt eZ dunkle Punkte, und dies trifft in Petersburg wohl noch mehr als anderswo zu. Das furchtbare Elend, die erschreckende Armuth, das nackte Laster, sie alle fliehen das Tageslicht, zerstieben in die äußersten Ecken der Restdenz. Daß ste ' hier existiren, weiß Jeder, doch Niemand will mit ihnen z?: thun haben, selbst die Behörde scheut sich, mit tynen in Berührung zu treten und nur die 'äußerte Nothwendigkeit kann sie dazu veranlassen. Die russische Residenz, äußerlich fein zugestutzt, modern frisirt, birgt noch ein gutes Theil astatischer VerHältnisse in sich. Eine so tief heruntergekommene Armuth wie hier giebt es
wotzl kaum im Westen. Und der jtuiie versteht nur schlecht, dem Elend ein Mäntelchen umzuhängen: so tritt es in erschreckendster Weise zu Tage. Wer bettelt hier nicht alles! Vom einfachen Tagelöhner bis zum verabschiedeten Qfficier, von der gewöhnlichen Scheuermagd bis zur heruntergekommenen Staats'räthin! Besonders auffallend ist das Elend und der Jammer während des diesjährigen, bei uns trotz der im übrigen Europa herrschenden milden Witterung recht strengen Winters. Hunaer und Frost treibt 'die Unglücklich auf die Straße und zu wahrhaft herzbrechenden Bildern zusammen. Zwei kleine Buben an der Hand und ein Brustkind im Arme steht ein u'nglückliches Wdb an einem der am meisten Wind und Wetter ausgesetzten Vlätze der Stadt. Das Straßenpublikum schiert sich wenig um sie. Der gut ge kleidete Passant zieht den Pelz fester um die Schultern, er mag bei derKälte nicht in's Portemonnaie greifen. Der gewöhnlich Mann ist eher bereit, seine paar Kopeken mit dem Elend zu theilen. Ein alter Militär humpelt vorsichtig auf dem glatten Trottoir dahin, ängstlich die Krücke vor sich stellenddas Georgenkreuz schmückt seinen- schäbigen Rock, und bittend sieht er jeden Vorübergehenden an. Wie kommt der Mann zum Betteln wo sind die Jnvalidenhäuser? Ganz furchtbar ist bei fern sirengen Frost die Lage der unglücklichen Kinder, die auf die Straße geschickt werden. um die Eltern zu ernähren. Mit starren Fingern und halberfrorenen Wangen springen sie an den Vorübergehenden heran. Diese armen Kleinen sind jedenfalls am bedauernswerthesien, sind sie doch an ihrem Elend ganz schuldlos. Spitschki chorösche!- (gute Zündhölzer), Bumagi", Kanwerti!" (Papier und Eouverts) schreien die kleinen Händler in den Straßen, sich in ihren kurzen Schafspelzen tummelnd und ununterbrochen sich die Wangen und Nasen reibend. Kaum drei Käse hcch. sind sie schon ganz geriebene Geschäftsleute, müssen es wohl sein, denn falls sie schlechten Absatz haben, hagelt es daheim Schläge. Dort jene schlecht verschleierte ältere Dame kann von besseren Tagen erzählen, gehört sie doch einer vornehmen Familie an. Heute braucht sie nur aber immer wieder Cinq Copecs pour le Tramway- (fünf Kopeken für die Straßenbahn), genau so wie eine Schicksalsgenofsin von ihr einen Brief frankiren muß und dabei ihr Portemonnaie zu Hause gelassen hat. Dies Elend das in Un verschiedensten Gestalten sich an das Tageslicht hervorwagt, ist aber noch Wohlstand im Vergleich zu dem. das in denNachtasylen sich zusammendrängt. Der große Brand, der vor Kurzem ine jener Spelunken denn etwas anderes sind sie im Grunde genommen nicht einäscherte, hat wieder einmal ein grelles Licht in diese Pesthöhlen der Verkommenheit und des Lasters geworfen. Ein für 25 Personen knapp bemessener Raum mußte für fast 7 genügen. Im Hausflur, auf den Treppen hausten ganze Familien. Eine wabre Moderluft schlug den bei dem Brande hilfreich Eindringenden in's Gesicht, trotz . Rauch und Qualm. Solcher AsvleVaiebt eI wohl .Pntzende Nie-
mand kümmert ftcy um ste. ste werden erst bekannt, wenn ein Mord oder eine Feuersbrunst auf sie aufmerksam macht. Schwere Verbrecken kommen in ihnen nicht selten vor.' Am Heumarkt, der belebtesten Marktgegend, steht ein großes Haus, unter dem Namen Wjasemsches Kloster" begannt. Hier können Schriftsteller, die das graue Elend schildern wollen. Stoff in Hülle und 'Fülle sammeln. Das 5aus dient als 'Heimstätte Tausenden von Leuten, die hier gleich Tauben aus- und einziehen. Die wenigsten führen Legitimationspapiere bei sich, es fragt sie auch Niemand darnach. Hin und wieder vorgenommene Razzias bereichern die Gefängnisse. Raub und Diebstahl freilich passtren in jenem Kloster wohl nie; wie wäre dies tflich möglich, sind sie doch alle bettelarm, die Bewohner! Aber Eifersucht
und Rache wuchern dort um so glftiger. Die Hausgenossenschaft rekrutirt sich so ziemlich aus allen Gesellschaftsschichten: lichtscheues, vagabundirendes Gesindel, das aber längst jede Eiaenart von Stand und Herkunft abae-
streift hat, findet sich hier zusammen., vr c rriri jr..;i r? ?
Moral uno irnriicaicu nno ?ynen wie eine märchenhafte Vorstellung. Der frühe Morgen blickt hier oft auf einen Gestorbenen oder Ermordeten. So namenlos, wie er eingezogen, so nammlos führt ihn zumeist dei Einspänne? auf den Todkenacker. Niemand kennt ihn. Niemand hat ein Interesse an ihn. Wie furchtbar ist de? Gedanke, daß in jenem Pfuhl ne Geschlechter entstehen, Kinder zur Jungfrau heranreifen. Die Mission hätte hier ein segensreiches Feld und brauchte nicht erst in die Skrni zu schweifen. r Nicht ganz so schrecklich wie in den Nachtasylen und Schlupfwinkeln schaut es in den Petersburger IrrenAnstalten aus. doch schrecklich genug auch hier. Nicolaus, der Wunderthäter", heißt die größte derartige Anstalt, und wunderbar ist es in' der That, wie ein für 500 Perfonen erbautes Haus mehrmals 1000 beherbergt. Und doch finden noch immer viele keine Aufnahme, von denen manche kaltblütig ihrem Schicksal überlassen werden, wenn die Verwaltung das verhängnißvolle Kein Platz!" ausspricht. Die Wärter gehören einer ganz besonderen Art von Gemüthsmenschen an, davon können so manche zerbrochenen Glieder, so manche eingedrückten Rippen Zeugniß ablegen. .Daß gar zu unbändige Kranke für immer stumm gemacht werden, ist unwiderleglich bewiesen. Doch wie der Raum, ist auch das Dienstpersonal nur für die Hälfte des Kranken-Etats bestimmt. Die Hauptschuld an dem Elend der Lebendigbegrabenen denn das sind ja doch schließlich diese bedauernswerthen, Irren tragen jene Behörden, die für Stadtverschöncrung immer freudig zu Geldausaaben bereit sind, aber für Noth und Armuth stets nur ein stummes Achselzucken übrig haben. Gin merkwürdiger Stern.
The C. N
.. ii
No. 320 Süd West Strafze, sind die alleinigen Bottler" vonrLIilZIZ
Salyator, Champagne Velvet, Madison XXX Ale und Porter.
.. Alle Arten Mineralwasser
Aufträge prompt ausgeführt nach allen Theilen der Stadt. Beide Telephone im. X
tM4t
Versichert in der
-. &cut$ä)tn - Feuer-Versicherungsgesellschaft von JXizzLCÜJIsaixzLsa Haupt-Office : No 27 ad Telaware Strake, 3ndianavoliö. ?ud
Der Stern Miza? im Sternbilde des großen Bären gehört zu den interessantesten des ganzen - Himmels. Dem bloßen Auge erscheint er in der Helligkeit eines Fixsterns zweiter Größe, und man erkennt dicht bei ihm noch ein schwaches Sternchen fünfter Größe, das den Namen Alkor erhalten hat. Zwischen Mizar und Alkor siehen noch mehrere Sternchen, und im Fernrohr steht man. daß Mizar selbst doppelt ist, indem er aus einem Stern zweiter und einem Stern vieler Größe besteht, die beide gründlich weiß sind. Sie bilden ein Doppelsystem, in welchem sich zwei Sonnen um ihren gemeinsamen Schwerpunkt bewegen. Diese Umlaufsdauer muß jedoch gemaß den bisherigen Beobachtungen erheblich mehr als 1000 Jahre betragen. Im Jahre 1889 wurden auf der Harvard - Sternwarte in Nord-Amerika zahlreiche .Photographiern des Spectrums von Mizar erhalten, und bei ge. nauer Prüfung derselben fand Professor Vickerina, dak die ae&iiotnd scharf
und deutlich erschemenöen 'dunkeln Linien dieses Spectrums zu gewissen Zeiten doppelt, zu anderen dagegen einfach erscheinen. Er gab die Erklärung dieser Erscheinug durch die Annahme, daß der Hauptsiern von Mizar für sich wiederum ein Doppelsiern ist, den jedoch das Fernrohr direct nicht als solchen zeigen kann, weil beide Compotenten so nahe beisammen stehen, daß ihr Licha ineinander fließt. Nur das Spectroskop vermag das Licht beider Sterne unterscheidbar 'zu machen. Wenn sie nämlich ler eine Ste- n bei seinem Umlauf um den anderen in der Richtung auf die Erde hin bewegt, so müssen die dunkeln Linien seines Spectrums etwas gegen , das blaue Ende des SpectrumS verschoben werden, während gleichzeitig infolge der entgegengesetzt gerichteten Bewegung des anderen Sterns eine Verschiebung der dunkeln ö!men im Spectrum des letzteren, nach der entgegengesetzten Richtung hin erfolgt. Dadurch wird jede Linie, die sonst einfach erscheint, verdoppelt. Während die beiden
Sterne sich in dem entferntesten, wie in I brn itn2 ttrt4irfn kts tfir 5U,si In
VVl ViH-V lUViWJl -t,iyvn lljtll rUUljii wi der Richtung senkrecht zur Gesichtslinie nach der Erde hin, wegen, fallen ihre ' frkZ. O i 01a a a .ttru
vfcuiu ;iuic ui ciuic yuiuu uuCiu; ander, und alle Linien erscheinen einfach. Aus ben Zeiten der Wiederkehr der Verdoppelungen schloß Professor Pickering, daß die Umlaufszeit des optisch unsichtbaren Begleiters um Mizar nur wenige Wochen betragen könne. Seitdem sind auf dem kaiserlichen Observatorium zu Potsdam zahlreiche und genaue photographische Ausnahmen des Spectrums von Mizar ausgeführt worden, die letzten im verflossenen Sommer. Professor H. E. Vogel hat die erforderlichen Messungen an diesen Photographieen ausgeführt und daraus die Bahn dieses Doppelsysiems sehr genau bestimmt. Hernach beträgt die Umlaufsdauer beider Sterne umeinander nur 20,55 Tage, ihre Bahn ist eine langgestreckteEllipse, deren größter Durchmesser wenigstens 66 Millionen Kilometer beträgt, also erheblich kleiner ist als der Durchmesser der Erdbahn. Das Gewicht (die Masse) beider Sterne ist mindestens Z.mal so groß als das der Sonne. In dem Ztern Mizar, der uns al schwacher Lichtpunkt erscheint, haben wir also ein System gewaltiger Sonnen vor unS, in welchem zwei Sonnen in etwa 21 Tagen umeinander kreisei, eine dritte ihren Umlauf erst in mehr als 100 Jahren vollführt und die ent. fernteste (Alkor) sicher 100.000 Jahre zu einem einzigen Umlauf bedarf.
4 44 4.
H. Louis VoIIrath's . Groccry und
lcisch-Markt, :: 125 West Morris Straße.
Ecke Capitol Avenue und MorriS CtraZe.
Staple iimIFstnc)' Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes t
I Fleisch, Wurst, reines Schmalz usiv. X
t
John F. Sanders Sample Room, 228-230 Ost Wabash Str. Beste weine, kiquöre : : : und Cigarren. Telephen alt und neu, 953. August Thau s
iiöem.
Je kürzer du Witz, desto länger daö Belagen. DertraurtgeEyemann. Frau: Was Du nur hast mit meinem neuen Hute, da trinkst Du eben viel Wochen lang jeden Abend ein GlaZ Bier weniger, und wir haben die Hutausgäbe wieder 'raus.- Mann: Aber, Eveline, ich trinke ja doch stets nur ein Glas! Frau; Weiß ich ja D bleibst eben vier Wschen lang zu Haus!" .
1220 Süd East Straße. L5L5L5S5S555S5S55S5 COXK.V PETERS, S S TeutscheWirthfchaft, S
fj 353 Ost Washington Straße.
Jndlanaxolk.
i
J
4
i Wl
ä Ter beste cschäftölnnch in der tadt. (I ffeine Weine. Liköre und ligarrea. j
Wir haben ein volles Lager von Herbft- und - Wiltterwaaren, die wir zu den möglichst niedrigen Preise verkaufen. THE MONITOR, No. 300 West Washington Straße. 3 Thüren roestttch vom Staatsha :se. 8. 8IIIZER, Eigenthümer,
it
ER&ST HELAUff, Kunst und architekturale Metallarbeiten, 822-826 W. Washington tr. Spezialität : Gehämmerte Blätte? in Eisen, Kupfer und Metall, feine Grille Slrbeit, Bank und Ofsice-Gitter, Elevator kästen und Wagen :c., Zäune, Gitter und GrateS.
eue Vho S7. -
