Indiana Tribüne, Volume 25, Number 149, Indianapolis, Marion County, 16 February 1902 — Page 3

Jndiana Tribune, Sonntag, Iß Febrnar 1902.

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Bans nnd Grete. SKomcm von Friedrich Lpiclhagen. (3. Fortsetzung.) Höre. , Hans, ich hab's mir überlegt. Ich bra:iche zwar eigentlich feinen Unecht, oogleick mein August nun bei den Soldaten ist. Es sind schlechte Seiten, und inan muß eben sehen, w:e man sich durchflickt. Aber wenn Du keinen andern Dienst hast, so meine ich. Du thust besser. Du kommst zu mir, als daß Du Dem Heil wo anders versuchst und Dir vergeblich die Hacken abläufst. Denn, wie aesagt, Hanö, es ist jetzt eine schlechte, hungrige Zeit, und es sind überall hier zu Lande meqr Leute, als 'man braucht. Viel Lohn kann ich Dir deshalb auch nicht geben. Sechszchn Thaler und zur Kirmeß ein 'Paar neue Stiefeln und Weihnachten -einen neuen Anzug. Wenn Dir oas recht ist Hört. Meister, saate Hans, dem "Bäder steif in die Augen sehend, ich 'will Euch mal was sagen, was Euch die übrige Rede ersparen kann. Jyr wißt recht gut, daß mich Keiner hat haben wollen, außer Jakob Körner, bei 'dem ich nicht arbeiten mag; und außerdem wißt Ihr, daß ich nicht gern von hier fortgehe, denn sonst würd ich mir keine Mühe gegeben haben, bei Einem von Euch anzukommen. Deshalb bietet Ihr mir so wenig, zehn Thaler weniger, als sonst der Lohn für einen tüchtigen Knecht, ist; aber Ihr habt -ganz recht gerechnet: ich will bei Euch anziehen; nur für so auf den Kopf gefallen müßt Ihr mich nicht halten, daß mich einer über den Lösfel barbiere, und ich merkte es nicht. Der Bäcker zwinkerte mit seinen verschwollenen Aeugelchen und fuhr fort, toit wenn Hans einfach Ja gesagt hatte und nichts weiter! Schön. Hans, da kannst Du gleich morgen früh anziehen, und was ich noch sagen wollte, Hans, schlafen lannst Du nicht bei mir; ß ging schon mit dem August kaum noch, und mit meinen Mädels, Hans, laß Dir nichts beikommen, wenn wir gute Freunde 'bleiben wollen. Ihr sprecht, als ob Ihr schon der Herr wäret, sagte Hans. Der Backe: hatte wieder nichts oder was Anderes gehört. Schön, Hans, sagte er, und hier, Hans, ist das Draufgeld; und er nahm einen Thaler aus der Westentascbe und legte ihn vor Hans auf den Tisch. Hans sah den Thaler nachdenklich an und steckte ihn dann rasch einreichte dem Bäcker die Hand und sagte: Ich müßt lügen, wenn ich sagen wollte, daß ich gern zu Euch ginge; aber das soll Euer Schade nicht, sein; ich will rechtschaffen für Euch arbeiten, und Ihr sollt nicht über mich zu klagen haben. HabtJhr's aber doch, sagt's mir vernünftig; ich bin ein gutmüthiger Kerl und kann schon einen Puff vertragen. Schön, Hans, sagte der Bäcker; und nun komm nur gleich mal mit hinüber, 'damit ich Dir zeiaen kann, wo, Du morgen anfangen sollst. 4. So hatte denn ,ans, worauf ihm vorläufig Alles ankam, einen D::nst im Dorf, in unmittelbarer Nähe seiTier Grete, und das machte ihn so verZnügt, daß es ihm gar nicht schwer wurde, seiner Natur zu folgen und Alles von der guten Seite zu nehmen, zumal die Art seiner Arbeit ihm wohl zusagte. Herr Heinz hatte oben in den Aeraen. nicht weit von der Landgrafenschlucht. ein tüchtiges Stück Wald, aus dem er jährlich einen Theil seines Trennmaterials schlug. Die Hauptinasse für dieses Jähr war schon geschlagen und !n Kloben aufgeschichtet; es blieben nur noch ein paar Dutzend Bäume zu fällen und zuzurichten und hernach Alles in's Dorf herunterzufahren. Diese Arbeit erforderte einen starken und kühnen Mann, gerade so ,einen, wie der 5zans war, und weil der Hans das selbst recht gut .wußte und seine Stärke und Kühnheit jeden Tag aus's Neue erproben konnte, war es ihm so wohl und so leicht um's Herz, wie er sich in den zwei Jahren als Soldat niemals gefühlt hatte, obgleich er keineswegs ungern Soldat gewesen war. Was ihm aber noch besser gefiel als die Arbeit, war. daß er den ganzen Tag im Walde zubringen durste. Der Wald hatte es ihm angethan von Jugend auf. Schon als .noch nicht der große Hans, sondern ein kleiner Junge war, hatte er sich nichts Besseres gewußt, als den halben und lieber noch den ganzen Tag im Walde zu sein. Er war noch nicht acht Jahre alt, als er jeden Weg und Steg ringsum in den Bergen kannte, und wußte, wo die Hei-del-und Preißelbeeren am dichtesten standen, wo' es die besten Brombeeren und Hagebutten gab. wo man nach Brod- und.Eierschwämmen zu suchen hatte und die mancherlei Kräuter, aus denen der Bauer seine Hausmittel macht und für die der Apotheker in Fichtenau, wenn man sie ihm in saubern Bündeln brachte, ein gutes Stück Geld gab. Ein paar Jahre später waren ik Vögel seine Leidenschaft: es gab keinen geschickteren Finkler weit in der Runde, als den zehnjährigenHans; dann kamen die Vierfüßler an die Reihe, und kein Revierförster hätte besser. als der Hans, zu sagen gewußt, wo die Hirsche standen, wo sie ihren Wechsel hatten. ,wo man sicher sein konnte, einen oder ein paar Hasen auf dem Anstand zu schießen, und wo Meister Neinecke vor seinem Malepartus mit dem jungen Wurf !n der Sonne spielte. Das hat der Junge von seinem Va ter. sagten die Leute, und eine Schande ist's. daß der alte Lichts seinen ß&rs' ,

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So schlimm war's nun freilich nicht. Von dem Vater mochte der Junge wohl die Leldensaft für den Wald und die Jagd haben; auch daß er 'ihm seiner Zeit eine Armbrust geschnitzt hatte, mit welcher Hans nach Sperlingen schoß, war nicht in Abrede zu siellen; aber mit auf seine nächtlichen Streifzüge nahm er den Jungen nicht, und es hatte ihm ja auch nie bewiesen werden können, daß er ein richtiger Wilddieb war, so oft man ihn auch chikanirt und manchmal wochenlang in Untersuchungshaft gehalten, bis er sich zuletzt dem Trunk ergab und Keiner mehr den. armen verkommenen Menschen in Verdacht hatte, daß er in hel len Mondnächten seine Büchse oben in den Bergen abschoß. Hans mußte oft an das Alles bei seiner Arbeit denken, und öfter noch, wenn er sein Frühstück. Brod und Speck, neben sich auf dem Baumstamm liegen hatte und einen Schluck aus der Flasche nahm. Ja, die Flasche, die Flasche! Die hatte den Alten zu Fall gebracht! Und Hans nahm sich vor, sich vor der Flasche zu hüten, um so mehr, als er recht gut seine Neigung kannte, gelegentlich einmal zu tief hineinzusehen. Nein, sagte Hans, das soll mir Keiner wieder nachsagen; ich müßte mich ja vor der Grete in Grund und Boden schämen; daß ich den Hirschen nichts thue, dafür ist schon gesorgt. Und Hans nahm einen tüchtigen Schluck, legte die Flasche neben sich und horchte. Ein heller, vielfach gebrochener Ton schallte aus der Luft; es waren Kraniche, die gen Süden zogen. Nach dem Geschrei zu urtheilen, mußten sie schon sehr nahe sein und außergewöhnlich niedrig fliegen, vielleicht um in den Vergsumpf zu fallen, der ein paar Tausend Schritte weiter im Wald lag. Hans pochte das Herz, er griff nach dem Klafterstock, der neben ihm lehnte, und hielt ihn. wie eine Flinte, im Anschlage. Jetzt kamen die Vögel herbeigeschwingt kaum hundert Fuß hoch, man hörte das Streichen der Flügel ein Prachtvoller Winkel, dessen einer Schenkel sich einbog und wieder gerade wurde und jetzt kam ein Vogel, der etwas zurückgeblieben . war, noch tiefer, als die Änderen. Hans drückte den Klafterstock fest an die Backe: Puff! schrie er. Das gefiel' Dir wohl! sagte eine tiefe Stimme dicht hinter ihm. Hans drehte sich. um. Es wur der alte Revierförster Bostelmann, mit Flinte und Jagdtasche, den Hund an

der Leine. Warum nicht? sagte Hans. Der Revierförster Bostelmann war der schlimmste Feind von Hansens Vater gewesen, kein Wunder also, daß sich die beiden Männer nicht eben freundlich m die Augen bückten. Also Du bist auch wieder hier? sagte der Förster. Wie Ihr seht! sagte Hans. Seit wie lange, wenn man fragen darf? Seit vierzehn Taaen. wenn Ihr nichts dagegen habt. Des Alten Gesicht verfinsterte sich zusehends; -die grauen Augenbrauen hatte er dicht zusammenqezoaen. und den dicken Schnauzbart schob er hin und her, als ob er einen harten Bissen kaute. So, sagte er nach einer Pause, seit vierzehn Tagen? Das stimm! ja ganz vortressllch. Was stimmt vortrefflich? Der Alte lachte höhnisch. Die Miene kennen wir. auter Freund; aber ich will Euch einmal was sagen, was Ihr Euch hinter Eure zungen Ohren schreiben mögt. Meine alten Ohren sind noch sehr gut und kennen den Knall von Eures Vaters Büchse noch ganz wohl. Freut mich, daß Ihr ein so gutes Gedächtniß habt, sagte Hans. Des Alten rothes Gesicht wurde braun vor Zorn. Freut Euch das? So? rief er. Na, freut Euch immerzu. Die Freude wird hoffentlich nicket lange dauern; ich will Euch das Handwerk bald genug legen das will ich. Herr Bostelmailn zog das Gewehr, das er an einem Riemen über der Schulter trug, kräftig an, gab seinem Hunde, der unterdessen an Hansens Frühstück herumgeschnüffelt hatte, einen Tritt, stampfte mit seinen kurzen, in Wasserstiefeln steckenden Beinen über die Lichtung davon und verschwand in der Schneise, die von hier aus quer über den Berg nach der Landgrafenschlucht führte. . Hans blickte dem Alten so verwundert nach, daß er ausnahmsweise dies-, mal gar nicht zu dem Gedanken kam, der bei solchen Gelegenheiten stets sein erster war.ohne daß er ihn jemals ausführte: er hätte den Förster doch eigentlich für feine Grobheit durchprügeln müssen. Laß den alten Narren laufen, dachte Hans bei sich und glaubte, sich so die Sache aus dem Kopf geschlagen zu haben. Aber ' während er mächtig in die Stämme hinein hieb, mußte er immer wieder an die kuriosen Reden denken, die der Alte geführt hatte. Was meinte er nur mit den vierzehn Tagen, die stimmen sollten? und was mit dem Knall von Vaters Büchse,' den er noch genau kennen wollte? Ja, wo mag die jetzt sein! Mit dieser Büchse hatte es eine eigene Bewandtniß. Es war eine sehr schöne kostbare Büchse gewesen, die der Vater, der als der trefflichste Scheibenschütze weit und breit berühmt war, in besseren Jahren einst bei einem Schießen gewonnen hatte. . Sie war sein größter Stolz, hatte in der Wohnstube den Ehrenplatz an der Wand, und dieeinzigen Schläge, die Hans je von sei nem durchaus gutmüthigen Vater er--halten zu haben sich erinnert hatte er bekommen, als er sich einmal einfallen litt d Büchse von der Wand zu neh.

men und damit zu spielen. Als der Vater später in den Verdacht kam. ein Wilddieb zu sein, und man ihm schärfer und schärfer zusetzte, verschwand eines Tages die Büchse mit allem Zubehör und kam nicht wieder zum Vorschein. Er sagte aus. er habe sie verkauft, dann, er habe sie in den Teich geworfen, dann, der Teufel habe sie geholt. Mann gab es endlich auf, die Wahrheit heraus zu bekommen, um so mehr, als der Mann, in Folge seiner Trunksucht, zuletzt für unzurechnungsfähig gehalten werden mußte. Als er dann bald starb und über sein Vermögen der Ccnkurs erklärt wurde, hatte man abermals nach der kostbaren Büchse eifrig gesucht und abermals nicht gefunden. Auch der Hans war eidlich zu Protokoll genommen worden, hatte aber nur, der Wahrheit gemäß, aussa. gen können, daß er über den Verbleib des Gewehrs so wenig wisse, wie ein Anderer. Man hatte scheel dazu gesehen; der Herr Schulze .hatte gemeint, Art lasse nicht von Art und der Apfel falle nicht weit vom Stamm; aber Hans hatte sich das, im Bewußtsein seiner Unschuld, nicht weiter anfechten lassen, und als er bald darauf unter die Soldaten kam, hatte er die Geschichte mit der Büchse'ganz vergessen, bis er heut Morgen auf eine so scnderbare Weise daran erinnert wurde. Was meint der Kerl nur mit der Büchse? wiederholte er sich den ganzen Tag. und ruhte heute öfter, als sonst, von der Arbeit aus und fragte, die aufgestämmte Azt zwischen den starken Händen: Was meinte er nur damit? Aber noch auf dem Nachhauseweg sollte er über die Meinung der verfänglichen Worte aufgeklärt werden. . Als er nämlich einen jener tief eingeschnittenen Hohlwege passirte, wo der Regen und Wagenräder im Lauf der Jahrhunderte tiefe . unregelmäßige Furchen in den nackten Stein gegraben hatten, begegnete ihm der PantoffelClaus, der mit seinem Hundewagen bergauf fuhr. Der. Alte hatte sich in den diesmal leeren Wagen gesetzt, und Hans jammerten die armen Thiere, die, so stark sie auch waren, ihre liebe Noth hatten, den ziemlich abschüssigen Weg hinaus zu kommen. Du könntest auch wohl nebenher gegen. sagte Hans. Sie sind eZ so gewohnt, sagte Claus, rappelte sich aber doch aus seinem Fuhrwerk heraus und stand jetzt vor dem Hans ein kleines, verhuzzeltes Männchen, mit den scharfen Aeuglein zu ihm hinauf blinzelnd. Na, Hans, wie geht's da oben? fragte er. Ganz gut, erwiderte Hans, verwundert. daß der Alte , der sonst die Schweigsamkeit selber war, sich auf ein Gespräch einlassen zu wollen schien; denn er stopfte sich seine kurze Pfeife und bot auch dem Hans von dem Tabak an, den dieser, der ein leidenschaftlicher Raucher war, annahm. Hast den Förster heut oben gesehen? fragte der Alte, indem er den brennenden Schwamm auf den Tabak legte und mächtig zu dampfen begann. Diese Frage brachte Hans auf daZ Thema, das er den ganzen Tag lang, ohne demselben beikommen zu können, behandelt hatte. Er erzählte seine Begegnung mit Herrn Bostelmann, und was für kuriose Reden Herr Bostelmann geführt habe. Kann Dir's erklären. Hans, sagte der Pantoffel-Claus, der, ohne eine Miene in seinem alten, runzligen Geficht zu verändern, aber mit großer Aufmerksamkeit zugehört hatte: es sind seit einiaer Seit ein paar Hirsche oben

verschwunden, die der Bostelmann nicht gebucht hat. und ta Denkt er oenn. roeu Du doch nun einmal Dienes Vaters Sohn bist und ja die Büchse von ihm geerbt hast Aber zum Kukuk, rief Hans ungeduldia. fanat Ihr nun auch noch an? Ich sagt's Euch ja, daß ich nicht besser weiß, wo VaterS Büchse in diesem Augenblicke ist, als Eure Hunde es wissen. Der Pantoffel - Claus lächelte. unglaubig. Nun. nun. sagte er, ich meinte ja nur so; ich bin ja kein ReVierförster, aeaen mich kann man schon ein Wörtchen fasten lassen; der alte Claus kann schweigen, ja, das kann er. Hab' mit Deinem Vater selig so manches Geschäft gemacht; die Hunde da und der Karren könnten ein Wort mitsprechen, indessen, wie Du willst.Hans, Wie Du willst. Der Alte rief den Hunden, die mit lechzenden Zungen dagelegen hatten, und schritt neben ihnen her mit für sein Alter bewundernswerther Geschwindigkeit. den Weg aufwärts. Hans blickte der kleinen, grauen Gestatt nach, und als dieselbe zwischen den Tannen verschwand, wurde es ihm mit einem Male so seltsam zu Muthe, daß er mit langen Schritten, fast laufend, von dem Orte wegzukommen suchte, wo die Unterredung mit dem wunderlichen Alten stattgefunden hatte. Also der meint auch, daß ich die Büchse habe, sagte er bei sich. Ich meine, die Leute sind närrisch. Hans konnte es nicht unterlassen, als er heut Abend mit dem Bäcker vor der Hausthür stand, auf dessen steinernen Stufe die Bäckerin und ihre drei Töchter Flachs klopften, jenem zu erzählen, was ihm mit dem Förster begegnet war. Und nun geschah es zu seiner Verwunderung und nicht geringem .Aerger, daß der Meister ebenso unglaubig lächelte, wie der PantoffelClaus, und lächelnd sagte: Je wenigerDu davon sprichst, Hans, desto besser ist es. und wenn Du ,die Büchse mal verkaufen willst hier kannst Du sie ja doch mut wieder seyen lassen, nachdem Du sie abgeschworen hast ich selbst gehe nicht mehr aus die Jagd, seitdem ich mich mit den Rep!e erzürnt habe; .denn ich denke ta mer. der Kerl schießt mich einmal au5 Versehen todt aber mein Qrudcr in Mausebach mochte gern tj c-3

Gewehr haben, wenn er's billig bekommen kann, und Du wirst ja unter diesen Umständen keinen hohen Preis machen. Ja. da kommst Du schön an, sagte die älteste Tochter, deren Schlägel, während die Männer sprachen, geruht hatte; derHans ist ein. vornehmer Herr, bei dem ist Alles kostbar. Ich habe Dir noch nichts verkaufen wollen, sagte Hans. Nähme auch von Dir nichts, und wenn ich's geschenkt bekommen könnte, sagte das Mädchen und lachte laut. Die Anne bleibt Dir keine Antwort schuldig, sagte der Bäcker schmunzelnd. Darum frage ich sie auch nicht, erwiderte Hans. Die Anne war ein großes, starkes, schönes Mädchen mit prächtigen Zähnen und grauen, lachlustigen Augen. Dem Hans kam es heut Abend nicht zum ersten Mal so war, ' als ob diese Augen mit Wohlgefallen auf ihn blickten. Und darin hatte sich denn Hans auch nicht getäuscht; ja noch mehr, der Bäcker hätte nichts dagegen einzuwenden gehabt, wenn aus Beiden ein Paar geworden wäre. Er war ein wohlhabender Mann in seiner Art,' aber er hatte fünf Kinder und wußte recht gut, daß ein Paar Arme wie die des Hans schon ein kleines Vermögen aufwogen. Ueberdies hatte die Anne, die ihren Kopf für sich hatte, schon ein paar Bewerber laufen lassen, und war nicht mehr jung genug, um noch lange warten oder große Ansprüche machen zu können. Wollte sie also den Hans und daran zweifelte Meister Heinz nicht und wollte der Hans sie was nicht ebenso gewiß war nun denn Meister Heinz war ein guter Vater und konnte, wenn ihm Jemand convenirte, über die etwaigen Schwächen und Mängel desselben ein Auge zudrücken. So ließ sich nicht leugnen, daß Hansens Ruf, trotzdem sein Militärpaß sehr gut lautete und er sich während der ganzen Zeit, daß er bei dem Bäcker diente, nicht das Mindeste hatte zu Schulden kommen lassen, keinesWegs der beste war. Man konnte ihm nicht vergessen, daß er sich gleich den ersten Tag als Schalksknarren eingeführt hatte; man trug ihm die Scherzund Witzreden nach, mit denen er freilich nur zu freigebig war; man erzählte sich, daß selbst der Herr Pfarrer es für ein Unglück erklärt hatte, wenn solche wüste Menschen, wie der Hans, unter den jungen Gesellen den Ton angäben; und als gestern Abend der Förster Bostelmann im Wirthshause gesagt hatte, daß seit vierzehn Tagen die Wilddieberei wieder heillos im Gange und es nothwendig einer aus dem Dorfe sei, da hatten die um den Förster Versammelten sogleich an den Hans gedacht und dle Köpfe zusammengesteckt, und der Schulze Eisbein hatte gemeint, er habe es ja immer gesagt, der Apfel falle nicht weit vom Stamm. Meister Heinz machte sich den Pfifferling aus solchem Altweibergeschwätz, wenn es in seinen Kram nicht taugte. Er hatte es nun einmal herausgebracht, daß der Hans für seine Anne der rechte Mann sei, und so war er denn auch tut Abend ganz besonders freundlich gegen ihn, und redete mit ihm ein Langes und Breites über das Holz und über den sechsjährigen Schimmel, den er gestern in Schwarzenbach gekauft hatte, da der alte Fuchs die schwere Arbeit doch nicht mehr bewältigen könne. Während 'der ganzen Zeit stand der Hans wie auf Kohlen, denn die Stunde, wo ihn Grete an dem Teich unter den Pappeln erwartete, hatte geschlagen; er mußte fürchten, sie zu verfehlen, wenn er länger blieb. So gähnte er denn einmal über das andere, that, als ob er vor Müdigkeit steh nicht mehr halten könne, und sagte endlich gute Nacht, ohne, sich an den Spott der Anne zu kehren, die hinter ihm her rief, ob sie ihm zu Weihnacht eine Schlafmütze stricken solle? . Hans ging langsam die schmale Gasse hiirauf bis an sein Haus; da sah er sich vorsichtig um und schlüpfte dann in den engen Gang, der zwischen seinem Hause und der Scheune des Bäckers direkt nach dem Teiche führte. D.ort stahl er sich, lautlos fast, von Baum zu Baum, um' den hälben Teich herum zu dem Platz, bis zu welchem Grete ihm entgegenzukommen pflegte. Grete war nicht da; aber das Licht in dem Küchenfenster von des Schulmeisters Hause brannte noch und das war das Zeichen, daß Grete möglichcrweise noch kommen werde. So setzte sich denn Hans auf den Baumstumpf und starrte auf das Licht, und horchte auf jedes Geräusch, das sich vernehmen ließ. Der Abend war so finster, wie' ein Abend im Anfang des October nur sein kann. Kein Stern war am Himmel. der Wind raschelte in den dürren Blättern der Pappeln. Von Zeit zu Zeit bellte ein Hund, oder eine Kuh brüllte dumpf aus ihrem Stall; hoch oben von der Landgrafenschlucht herab rauschte der Wald, und unten zu seinen Füßen gurgelte d:r Bach. Hans hörte das Alles-mit seinen scharfen Ohren; manchmal richtete er sich auf, denn es war ihm, als ob er Gretes leisen Fußtritt vernommen hätte; aber es war nur das Laub am Boden gewesen, das durcheinander wirbelte. Endlich fielen ihm von dem angestrengten Spähen die Augen zu; er hörte nur noch das Gurgeln des Wassers, aber auch das immer dumpfer und dumpfer; sein Kopf sank auf die Brust. Er träumte, er sei wieder oben im ZJalde und Grete schaue zwischen den Tannen hervor. Er rief ihr zu, sie solle herankommen; sie rief ir?&"? komm Du doch! Er t sie eilte vor iZm fort, t;:rs

lief, desto schneller floh sie durch die Tannen; zuletzt hatte er sie fast erreicht; aber wie er den Arm ausstreckte, sie zu greifen, war es nicht mehr die Grete, sondern der Pantoffel - Claus mit seinem Hundewagen. Der Wagen war bedeckt mit einem groben Laken. An dem Laken war Blut. Was hast Du da? fragte Haus. Was Rares, sagte der Pantoffel - Claus und zog das Laken weg. Da lag im Wagen ein stattlicher Hirsch, den die Kugel auf Blatt getroffen hatte, und neben dem Hirsch lag eine schöne Büchse. Hans erkannte sie gleich, denn es war des Vaters Büchse. Die gehört mir, sagte Hans und griff nach der Büchse. Oho, sagte der Alte, so schnell, geht das nicht, und stieß ihn zurück. Hans griff wieder nach dem Gewehr, der Alte zog an der geraden Seite, da ging der Schuß los. und Hans stand kerzengerade neben dem Baumstumpf, auf dem er gesessen hatte, und rieb sich die Augen. Das war doch ein kurioser Traum, sagte er. Da aber das war wirklich ein Schuß; das war keine Täuschung. Oben in der Landgrafenschlucht war der Schuß gefallen, rechter Hand, denn das Echo kam links von der Felswand zurück. Hans stockte der Athem in der Brust. Und jetzt hörte er es quer über die Landgrafenschlucht kommen. Er konnte nichts sehen, aber er wußte es so gut, als ob er es gesehen, daß es ein großer Hirsch in voller Flucht war. aus dem Tempo der Sprünge und der Kraft, mit welcher die Läufe aufschlugen, daß die losen Steine herabklirrten, einer bis dicht vor seine Füße. Dann war Alles wieder still. Hans schüttelte sich vor Frost und Grauen. Der Traum und die nächtige Jagd das hatte Alles so ineinander gegriffen; es war ihm, als müsse der Pantoffel - Claus jeden Augenblick hinter der nächsten Pappel hervortreten. Er sah sich scheu um; die Mondsichel zeigte sich eben über den Bergen zwischen schwarzen, jagenden Wolken. Es mußte schon nach Mitternacht sein. Das Licht in Gretchen's Küche war erloschen. Hans lief, als ob er gejagt würde, an dem Teich hin nach seinem Hause, stahl sich, wie ein Dieb, die morsche Treppe hinauf in seine Kammer. und betete, was er lange nicht gethan. ein Vaterunser, als er die Decke über die Ohren zog. 5. Während Hans sich in seinem Dienst über nichts zu beklagen Ursache fand und ganz glücklich gewesen sein würde, wenn er nur Grete öfter hatte fehen und sprechen können, hatte Grete selbst eine desto schwerere Zeit erlebt. Der Vater war außer sich gewesen, als es dem Hans wider alles Erwarten nun doch gelungen war, einen Dienst im Dorfe zu bekommen, und noch dazu bei einem so ansehnlichen Manne, wie der Bäcker Heinz. Er hatte die häßlichsten, giftigsten Reden wider den Hans geführt, und Grete hatte nicht zu widersprechen gewagt, aus Furcht, den Vater, der ja schon kränklich und gallig war, noch mehr aufzubringen; aver diese Reden hören zu müssen: vom verlorenen Sohn, für den die Träber noch viel zu gut seien, von dem Unkraut, das abgehauen und in den Ofen geworfen werde, von dem räudigenSchaf, das die ganze Heerde in Gefahr bringe das war doch hart, zumal der Herr Pfarrer ganz in den Ton einstimmte. Der Pfarrer war ein noch junger Mann und erst ein paar ' Jahre im -Dorf. Er war sehr häßlich, tlein und dünn und schief, hatte nur ein Auge und trug eine große blaue Brille; aber er war ein sehr eifriger Herr, und ganz erschrecklich war es anzusehen und anzuhören, wenn er des Sonntags auf der Kanzel in seinem Eifer mit den Armen in der Luft focht und auf dem Pult trommelte und dazu in den hochstcn Tönen von der ewigen Verdammniß sprach. Auch hatte er Betstunden eingeführt und wollte von keinen Lustbarkeiten wissen, die mehr oder weniger alle vom Teufel erfunden seien. Deshalb hatte er auch gleich einen so großen Haß auf den Hans geworfen, den er noch gar nicht gekannt hatte, weil Hans auf der Burschen-Kirmeß der Rädelsführer und Hauptmann gewesen war. Grete, die immer mit in die Betstunden mußte und auch sonst manchmal in das Pfarrhaus zur Frau Pfarrerin kam einer noch jungen, aber bleichen und grämlichen Frau, die nicht minder fromm und unduldsam war. als ihr Gatte bekam so viel von der Welt Lust und der Welt Sünde zu hören, daß sie manchmal gar nicht begreifen konnte, wie der liebe Gott nur immer noch seine Sonne auf sie könne scheinen lassen, da sie einen Menschen, der so schlecht sein sollte, wie der Hans, trotz alledem, noch immer von Herzen gut war, ja der ihr. je mehr sie auf ihn schalten, nur immer lieber und theurer wurde. Freilich sie fingen's auch darnach an. ein so herzensgutes, treues Geschöpf von ihrer Liebe abzubringen! Sollte sie ihn nun auch noch verlassen, da er Niemand hatte, der für ihn sprach und sich seiner annahm? Sie hatte ihn nach Allem gefragt, was sie ihm Böses nachsagten: ob er wirklich, wenn er mit den anderen Burschen des Abends Keg:l spiele, so viel trinke und lärme, daß es ein Aergerniß für den ruhigen Bauer sei? ob er wirklich hinter allen Mädchen herlause und der Christel aus der Schenke und Bäckers Anne die Ehe versprochen habe? ob er wirklich so schlecht und lässig arbeite, daß ihn der Säcker schon wieder aus dem Dienst jckicken wolle? ob er wirklich Jürgen Dietrich's Frau, die ihn an dem ersten Taa auö der Thür gewiesen, einen

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ans alle diese Fragen mit einem fräs tigen Rein geantwortet und sich hoch und theuer verschworen, es sei an deni Allen kein wahres Wort; nur bei der letzten hatte er g:stockt und dann gelacht und Grete den Mund mit einem Kuß stopfen wollen, und als sich Grete nicht küssen ließ und an zu weinen fing, ärgerlich gesaat: Run ja. er habe der aljen Habichtsnase ihr Bild an die Thür gemalt, und das habe sie reichlich verdient; wenn er aber gewußt hätte, daß Grete ein solches- Lamento darüber machen würde, so würde er es nicht gethan haben, und auf alle Fälle wolle er es nicht wieder thun. Wenn's dann dem Hans schien, daß Grete ihn für einmal just genug ausgefragt habe, fing er seinerseits an, sich auch ein Bischen um Grete's Angelegenheiten zu bekümmern und sie mit Herrn Körner zu necken, der ja jetzt so häufig bei ihrem Vater vorspreche und gewiß ein Kerl sei, dem alle Mädel gut sein müßten. Freilich, in seinem Regiment würde Herr Körner im dritten Glied von der zwölften Compagnie linker Flügelmann gewesen sein; ab:r es sei kein Töpflein je so klein, es finde doch sein Deckelein, besonders wenn das Töpflein ein rundes Bäuchlein ha-, be und das rundeBäuchlein mit blanken Speciesthalern gestopft sei. Grete gerieth jedesmal in großen Zorn, . wenn Hans sich nicht schämte, so lästerlich zu reden, und sagte, sie hätte versprochen, ihm treu zu sein und lieber in den Teich zu springen, als einen Andren zu nehmen, und wenn er ihr nicht glaube und einem armen, unglücklichen Mädchen das Herz noch schwerer mache, so thäte sie am besten, gleich auf )er Stelle in den Teich zu laufen. Und dann hatte der Hans genug zu thun, die Grete mit guten Worten und mü Küssen wieder zu beruhigen. Und doch hatte den Hans, wenn er so auf den Busch klopfte, der alte Fink-ler-Jnstinkt ganz richtig geführt. Herr Jakob Körner b:w:rb sich in dieser Ait eifriger denn je um Grete; aber, wie sich das für einen stillen, bedächtigen Mann so ziemte, ganz irr der Stille, ganz mit aller Bedächtigkeit und so, daß er sich in der heikligM Sache viel mehr an den Vater, als an die Tochter wanote. Er klagte dem Alten, wie er in seiner großen Wirthschaft ohne eine junge, wirthschaftliche Frau, wie die Grete eine zu werden, vexspräche, gar nicht mehr fertig werden könne, und fragte dann so nebenbei ob demSchulmeister wirklich, mit dem Stück Wiese, das an seine'Wiese grenze, gedient sei' er thue seinen Freunden gern einen Dienst, und es sollte ihm nicht darauf ankommen, die anderthalb Morgen für einen billigen Preis zu verkaufen. Er behalte noch genug übrig; er sei ein bescheiden Mann, einer von denen, mH denen es sich gut auskommen lasse. Der Herr Schulmeister möge sich die Sache bedenken; Eile habe es gar nicht, er: sei gewohnt zu warten. , Der Schulmeister hatte sich .die Cache bedacht und gefunden, daß das ihm angebotene Stück Wiesenland den geforderten Preis unter Brüdern werth sei, daß aber, wenn Grete den Jakob heirathete. man gar nicht erst hinüber und herüber zu kaufen brauche, sondern Alles hübsch beisammen lassen könne, sintemalen Grete doch sein einziges Kind. Da Herr Jakob Körner, wie zu vermuthen stand, die Sache von demselben Standpunkte ansah und nur, wie es schien, v?r lauter Bedächtigkeir nicht mit der Sprache heraus wollte,, hatte der Schulmeister ihn etwas ermuthigen zu müssen geglaubt, und diese ermuthigcnde Unterredung hatte gerade an dem Abend, fto Hans die Gr-te vergeblich am Teich erwartete, stattqe funden, zu Grete's Kummer, die schier in Verzweiflung gnieth. als der Vater und Herr Körner hent gar kein Ende fanden, und sie endlich, als schlechterdings in dem Hanfe nichts mehr zu thun war, die Lampe aus dem Küchenfenster nehmen und sich zu den Männern in die Wohnstube setzen mußte. Da war denn das so langeund so leise geführte Gespräch plötzlich in's Stocken gekommen und hatte dann ein Wendung genommen, 'die wenig geeignet war, Grete für das gestörte Stelldichein zu entschädigen. Herr Körner war gestern Abend in der Schenke gewesen, als der Forster Bostelmann den andächtig lauschenden Bauern erzählte,' daß es seit vicrzebn Tagen wieder auf dem Walde einKreuz und eine Plage sei mit den schuftigen Wilddieben, und tausend Scock-Kreuz-Milliomn-Donnelwetter auf die Häupter des oder der Uebelthäter her-

abfluchte. Denn Einer könne es schon ! Nicht sein, wenigstens müsse er einen ganz ausgefeimten Helfershelfer haben. Das letzte Mal sei er zehn Minuten nachher auf dem Anschuß gewesen; das Thier müsse unter dem Feuer gefalle? und sogleich ausgeweidet sein, er habe das Gescheide noch warm gefunden. Aber von den Dieben und von dein Wild weiter keine Spur, und doch fei kein Mensch im Stande, einen Zehnen, der von der Größe so schnell davon zu tragen, es müßte denn ein Riese sein, wie er keinen kenne. -Aber es sei ganz dieselbe Geschichte wie damals, als der alte Winzig noch sein sauberes Handwerk trieb; man habe die alten Schliche und Praktiken noch nicht verlernt. Sie, die Anwesenden hätten sich alle angesehen; aber Keiner habe sich fcfc Zunge verbrennen wollen, und der Förster habe auch alsbald wieder sein Gewehr auf den Buckel genommen und sei Hals über Kopf davon gelaufen, weil er überzeugt gewesen sei, daß es heut Nacht wieder losgehe. (Fortsetzung folgt.) Höfliche Bosheit. A rüchig Schriftsteller (während eines Schriftstellertages einen berübmten Dichter anredend): .Ich bin entz'':tt. daß ich die Ehre babe ..." W.!er (ihn unterbrechend): . Bitte, dii Chr: ist xanz cuf meiner Seite!

Für d!e Köche.

Glacirte Kartoffeln. Ganz kleine gesottene Kartoffeln werden geschält, mit einem Stück Butter, einem Theelöffel voll gestoßenem Zu6er und canz wenig Fleischbrühe lans.e geschmort, bis sie schön glänzend und braun geworden sind. Sie eignen sich als Beilage zu allem Braten. Rindfleisch la Binarg rette. Saftiges gekochtes Rind fleisch schneidet man in dünne Scheiben ordnet dieselben auf einer Schüssel. belegt i: mit Sardellenstreifchen. zerschnittenen, hart gekochten Eiern. M ? st m r.. m.i..i:r:. Pfe sergurkchen, gehackter Petersilie. geh cktem Kerbel und Schnittlauch. ftre :t Pfeffer und Salz darüber, gießt reichliches Olivenöl und Essia über daÄ Ganze und servirt es. obne es un terSnander zu mischen. nganscher Gulasch. Eine feiif geschnittene Zwiebel läßt man in einön Stück Schmalz heiß werden. bri gt zwei Pfund mürbes, aber nicht fett 3, in stucke aeschnlttenes Rind ove Schweinefleisch, sowie einen Kafs feellffel voll Paprika und das nöthig Stf z hinzu und dünstet es langsam im eigt'.en Saft, bis derselbe vollständig ein ttoqi ist. Nachdem man nun noch eins loertajje voll gerleoencsSchwarz und ein Fünftel Quart kochendes brc Wasser hinzugethan, läßt man das Gatze kurz verkochen. Sollte sich als tzrzi zu wenig Saft ergeben, so kann imner noch etwas Fleischbrühe oder Borilwn hinzugesetzt werden. gefüllte Pfannkuchen. Man bereitet in bekannter Weise meh rere kleine Pfannkuchen, die in eine FoM passen müssen, buttert die Form vorder gut aus und legt einen Kuchen hinlin, darauf eine Farce und dann wieder einen Kuchen und wechselt sa mit Kuchen und Fülle ab bis dieForn, gefüllt ist. Die sehr schöne Farce be reitkt man aus fein gewiegtem Fleisch voniBratenresten, rohem Schinken, ge hac?en Champignons und saurenr Natm. Auf jeden, der gebackerren Ku chen streicht man die Farce gleichmäßig darber den Schluß bildet ein Pfann kucll. Man schiebt die Form m den Brötofen wa das Gericht noch eine kleiie halbe Stunde durchziehen muß, 'ehejes servirt wird. Echw einerollen in Sül z e.j Man schneidet die frische Schwar. te in sechs Zoll große Vierecke, belegt sie mit dünnen Scheiben Schweine fleisch, wie sie beim Zertheilen übrig bleiben, würzt sie mit Salz. Peffer undwenic fein gehackter Citronen schale, rollt sie fest, zusammen, umwi ckelt. sie gut mit Bindfaden und kocht sie Entweder mit einem Theil der Ge leelrühe vom Sülzfleisch öder in einer bcsmderen Brühe auf. Zu dieser Brü he ummt man zwei Schweinefüße, ei neni Guß Essig. Salz. Pfeffer. Lor beelatt, eine Scheibe Citrone zu dem nötiigen Wasser in Ermangelung Uz Füße einige Blatt Gelatine unk kocht die Rollen darin so lange, bis man sie mit einem Strohhalm durchstechen kann, legt dann die Rollen in e'nen Steintopf und giebt die Brühe durZH ein Sieb darüber. Beim Ge draich entfernt man vorsichtig die Fa den und schneidet die Rollen in dünne Scktiben und gibt etwas von dem Ge lee 'arüber. Etwas Gelee erwärmt mei über Dampf ein wenig, rührt Ef sig, Del, Pfeffer, Salz, Senf und et was geriebene Zwiebel darunter und reick' dies dazu. Auch eine Eiersauce ist s hr angenehm dazu. Rindfleisch geschmort. (zZilc eine große Personenzahl.) G 8 Pschd Rindfleisch von der Unterschale llcift man und spickt es mit Speck und Ciitonenschale, nachdem man die Kno cheMUsgelöst hat. Der Speck zum S?iken wird in. gestoßenem englischen Gechrz und Salz umgekehrt. 2ov Ittilciit und Citronenscheiben hinzu gesüd und dann das Fleisch in einen Schiortops gethan, auf dessen Boden kleim eichene Hölzer liegen müssen. Malhut eine Handvoll Calz dazu, so viel Jasser, daß es mit dem Fleische aleisteht. schraubt den Deckel auf den I?chmor.topf oder beschwert einen gewt glichen Deckel mit Eisenstücken und ringt das Fleisch zum Kochen. Ma: kanir-es dabei rein abschäumen, doch!,hutm2ll dies niemals, da der SchMfr durch die der Gesundheit so zntr'gllchen Eiweißtheile des Fleisches vernsacht wird. Hat das Fleisch et traekcht, fo gibt mau eine zer schnitcN Citrone mit ihrer Schale darcn. seht den Topf auf eine Stelle. s nur schwach kocht und läßt ihn dsrteiva 4 Stunden langsam weiter fchnvren. Nach Verlauf von 4 5 Stürben ist dieses große Stück Fleisch weio und braun. Man thut einen groien Kochlöffel voll Mehl hinzu. wTes in Butter braun geröstet wur ddamit die Brühe schön seimig wir . Sollte das Fleisch, was zuwei len vorkommt, nicht braun sein, so nin nt man es aus derBrühe und bra tet s in der Bratröhre in Butter bratn. Dann legt man es wied:-? in seine Brühe und bindet diese mit in Tu!er hellbraun geröstetem Mehl ode? rnit :inem Eßlöffel voll Pflaumenmus. Mei kann auch geriebenen Honigku cheil oder geriebene Brotrinde zu der Saice fügen. Letzteres kommt auf e'nt Geschmack an. Die Sauce wird ourch ein Haarsieb gerührt und zum Jra:en gereicht. Ein Theil derselben wird über den Braten gegossen. Man reicht' Maccaroni, Kartoffeln. Klöße u?.di5trau: oder Salat zu diesem Ära i i xv S3

Schwer verdient. Warm Du mir den Dollar zurückzahle, von mir geborgt .hast?" r. Mann, ich hab' doch dafür $u Mindestens eine Stunde lanz ' Dir herumgearbrit:!, . O " x w . Y '

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