Indiana Tribüne, Volume 25, Number 149, Indianapolis, Marion County, 16 February 1902 — Page 10

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Zwei Trcunde.

Von B. ?:ittweger. Negistrator Hurtig und Sekretär j ctüfjn sind die pünktlichsten Menschen im ganzen Städtchen, zwei recht pedantische alte Junggesellen. So ,ur-l theilt die heutige Generation. '"Die ! alteren Leute wissen, daß Sekretär 5!ühn gar kein Junggeselle ist.' Er ist vor langer Zeit verheirathet gewesen, ein kurzes Jahr nur, dann ist die junge Frau gestorben und das neugeborene Töchterchen ist der Mutter nach wenigen Tagen gefolgt. Der Sekretär nahm die Gewohnheiten seines Junggesellenstandes wieder auf. Die traurige Erfahrung hatte ihm alle Lust zu einer zweiten Ehe genommen., Registrator Hurtig aber blieb allein, weil sein Freund Kühn Unglück mit seiner Heirath gehabt hatte, und so bestanden die Familienbeziehungen der Unzertrennlichen nur in dem großen und dem kleinen Grab auf dem städtischen Friedhof. Nahe Verwandte hatten sie nicht, nur weitläufige Vettern und Basen, wie daS in kleinen Städtchen, wo Alles schließlich vervettert ist. zu sein pflegt. Die zwei Freunde brauchten aber auch keine Verwandtschaft. Sie hatten sich, und daö war ihnen genug. Frühmorgens schon trafen sie sich auf dem Weg zum Bureau. Landrathsamt und Amtsgericht waren in demselben Gebäude untergebracht. Der Registrator war Kreisbeamter, derSekretar am Amtsgericht angestellt. Fünf Minuten vor neun traten die beiden Freunde aus ihren Wohnungen, die einander schräg gegenüberlagen. Dann schritten sie in trautem Verein ihrem Ziel zu, nach kurzem, jeglicher Feierlichkeit entbehrenden Morgengruß. Außer diesem Morgengruß sprachen sie oft keinWort auf dem Weg. aber wenn einer sich ja einmal verspätete, dann zögerte des Anderen Fuß,, und unter mißvergnügtem Kopfschütteln, schaute der Einsame zurück, um erst zufrieden vor sich hin zu brummen, wenn des Freundes vertraute Gestalt auftauchte. Oft kam eine solche Unpünktlichkeit, wie gesagt, nicht vor. Mittags verließen die Freunde zu derselben Minute die Stätte ihrer Wirksamkeit und begaben sich zum gemeinsamen Mittagstisch in den Löwen". Dort hatten sie schon seit undenklichen Zeiten ihre Stammplätze, und der Oberkellner wachte ängstlich darüber, daß kein Unberufener diese Plätze einnahm. War das Mittagessen, verzehrt, so wanderten die Zwei ohne Verabredung, täglicher Gewöhnheit folgend, einem am Ende des Städtchens gelegenen Restaurant zu, wo sie eine Stunde, lang um den Kaffee Sechsundsechzig" spielten. Dann ging Jeder zu einem Ruhestllndchen nach Hause, und um drei Uhr trafen sie sich wieder auf dem Wege zum Bu-, reau. Um fünf Uhr machten sie ihren täglichen Spaziergang, immer denselben Weg um die Stadt herum". Mochte dasWetter noch so schlecht sein, der Spaziergang fand statt. N-ur war

es ein stllljchwelgendes Abkommen, daß bei rauher Ostluft kein Wort gesprachen wurde, denn der Sekretär neigte zu Katarrhen und scheute diese Luft. Vom Spaziergange aus begaben sie sich wieder in den Löwen" zum Abendbrod- und zum gewohnten Schoppen, und um acht Uhr wanderten die Freunde nach Hause. Eine Ausnahme von dieser Regel bildeten nur die Sonntage. Da gingen sie Vormittags in die Kirche und Nach mittags machten sie emen weiten Spaziergang in die Umgebung der Stadt. Jahr um Jahr verging ihnen in dieer Weise, und sie merkten kaum, daß t alt und grau dabei wurden. Sie iihlten sich vollkommen wohl und waren höchst zufrieden mit ihrem Dasein. Nur wenn einer von ihnen 'mal kranl war, dann lief der andere herum wie verrathen und verkauft, dann schmeckte ihni daö Essen noch schlechter als dem Kranken, und die Stunde, da man sonst Sechsundsechzig" zu , spielen pflegte, war einfach schauderhaft! Solche Tage brachten auch die Bewohner des Städtchens förmlich. auK der Ordnung. Es war, als wenn die Thurmuhr stille stünde, und manche Hausfrau, die ' ihren .Schlag überHaupt nicht hören konnte, guckte verge bens nach den zwei Freunden, an ihrem Kommen zu ermessen, ob sie die Suppe auftragen könne. Alte, richt's Essen an, der' Registrator und der Sekretar gehen vorüber" das war ein ganz bekannter Ruf in den Familien der Stadt. Oder: Kinder, zu Bett, es ist acht Uhr. die Unzertrennlichen gehen nach Hause." Oder: Lotte, beeil' Dich, daß Du in die Klavierstunde kommst, es .ist schon drei Uhr, - der Hurtig und der Kühn gehen auf's Amt!" Sah man aber einen der Freunde allein, dann war etwas nicht in Ordnung, dann - konnte man ',:ch nicht auf die Minute verlassen. Daß außer in einem Krankheitsfall einer der Beiden je Urlaub genommen hätte, davon war nichts bekannt. Urlaub ist so 'ne neumodische Erfindung, hängt mit der Eisenbahn zHimmen. Da denkt Jeder, er muß verreisen, ist nicht nothwendig!" Dieser Ansicht huldigten die Unzertrennlichen, denen ihr Sonntagsspaziergang zur Erholung völlig genügte. 'Sie' wurden' alt und grau, und Kühn'S Schritte wurden zuerst steifer und schwerfälliger. Eines Tages bemerkte Hurtig, daß der Freund - nicht mehr ganz smühelo bergauf konnte, daß man auf dem Weg zum Bureau drei Minuten länger brauste als früher. Das that ihm bitte; leid, und um ihn nicht zu kränken, schlug er ihm vor, in Zukunft lieber a5't Minuten vor dem Schlag von zu Hus wegzu gehen. Ich weiß nichts ' man merkt doch allns' aus t-en Zwanzi'irn .-f". ;X rs.' y m K '

25u mein?, das schnelle Laufen 5ekommt Dir nicht." Mit erhobener Stimme sagte er das, denn Freund Hurtig hörte seit einiger Zeit nicht mehr gut, aber er ließ das nicht gerne merken, und so stellte sich Kühn, als wisse er nichts davon. Und dank der gegenseitig geübten Rücksicht hielt Jeder sich im Stillen für rüstig und frisch und glaubte, nur der Andere müsse dem' Alter seinen Tribut zollen.' Nach und nach mußten für die Wege immer mehr Minuten zugegeben werden, und immer lauter hatte Kühn seine Stimme zu erheben, und Jeder bemitleidete den Freund heimlich ob dieser Alterscrscheinunge'n, die sorgsam verhehlt wurden. ' Konnte Kühn nicht weiter, weil ihm die Luft fehlte, so b.lieb Hurtig gewiß bei einemSchaufenster stehen und betrachtete voll Interesse die allerneuesten" Auslagen, die in der Regel schon seit Jahr und Tag in demselben prangten. UndKühn wieder dolmetschte beim Abendschoppen dem "Freunde geduldig die Gespräche der Umsitzenden,, denen-er nicht folgen konnte, seiner Schwerhörigkeit wegen. Aber um keinen Preis hätte einer der beiden alten Herren' von diesen Leiden gesprochen. Eines Tages traf der Landrath den Sekretär Kühn im Corridor, und da ergriff der Erstere die Gelegenheit, mit dem alten Freund seis Registrators ein Wort im Vertrauen zu sprechen. Mein lieber 5err Sekretär, ich hätte ein Anliegen. Ihr Freund Hurtig ist so schwerhörig geworden, daß es nicht länger gehen kann. Aber es ist nicht leicht,' einen so verdienten alten Beamten daran zu erinnern, daß es für ihn Zeit wird, jüngeren Kräften Platz zu machen. Möchten' Sie nicht versuch?n, ihn auf den Gedanken zu bringen? .Wenn irgend Jemand, so haben Sie Einfluß auf ihn. Und unser guter Hurtig hat's wirklich verdient, seine letzten Jahre in Ruhe zu verbringen." Ja. Herr Landrath, das ist eine heikle Sache, aber ich will's versuchen es wird mir schon eine Form einfallen. Ein 'ganz ähnliches Gespräch führt in denselben Tagen der Amtsgerichtsrath mit Hurtig. Er sucht ihn zu diesem Zioeck sogar Abends nach acht in seiner Wohnung auf, denn auf der Straße kann man eine so diskrete Sache nicht mit einem Schwerhörigen verhandeln. Mein lieber che.rr Registrator, eine Bitte. Denkt wohl Ihr Freund

Kühn gar Nlcht ans Pensiomren? Seine , Schrift ist kaum noch zu entZiffern, und bei seinem Luftmangel müßte er sich endlich Ruhe gönnen. EZ thut mir leid, wenn ich sehe, wie er sich quält. Nun mag man nicht gern wenn er nicht selbst den Wunsch auS spricht es ist immer peinlich. Könnten Sie nicht Hm. hm. will's Probiren, Herr Rath, will's überlegen. Ja. er ist alt. der gute Kühn, recht- alt. Aber - es wird ihm höllisch schwer werden, seine Akten im Stich zu. lassen. Es. thut mir leid. Wenn man selbst noch so rüstig ist und vom Wer nichts spürt! Aber es ist Freundespfttcht. Ich will mein Bestes thun." Tage vergehen noch, ehe die Ueber lezungen der beiden Freunde ein Re sultat- zeitigen. Dann aber, eines Abends beim" Nachhausegehen, folgt der Sekretär dem Registrator bis in d:ssen ' Wohnung, etwas ganz UnerhörteS! Hurtig freut sich im Stillen. Nun kann er in aller Ruhe den heiklen Punkt zur Sprache bringen. Aber erst hören, was Kühn will. Na, lter." so hebt er an. was soll's? ast Tu 'waS auf dem Herzen?" Hab' ich." so spricht Kühn, so laut, als es der Athem zuläßt. . Hab' ich allerdings. Sag' 'mal. wie lang sind wir eigentlich im Amt?" Der Registrator horcht auf. Gott sei Dank! Eine Einleitung, wie sie nicht besser passen könnte! Wart' 'mal. Du bist - fünfundvierzig Jahre, dabei ich neun Monate länger. ja ja, 'ne schöne Zeit!" Hm. allerdings, 'ne schöne Zeit. Und ich mein', wir hätten uns am End' lang genug geplagt." Gespannt beobachtet der . Sprecher den Freund, ob er die List auch nicht bemerkt. Doch der scheint ganz harmlos. . Unrecht kann ich Dir nicht geben, Alter. Wenn unsereiner auch noch frisch und rüstig ist. wie der Jüngste, so seh' ich doch nicht ein, warum man sich's nicht etwas bequemer machen soll. Sich Ruh' gönnen und die Arbeit Andern überlassen." So geht's . ganz gut der Sekretär kann nicht ahnen, was der Sache eigentlich zu Grunde liegt. . Hast recht, Alter weißt Du 'was? ' Zum ersten Januar kommen wir darum ein, um unsere Pension!rung. Wir brauchen ja nach keinem Menschen zu fragen." Topp! Schlag' ein. Ein Mann, ein Wort! Zu Neujahr also. Gleich morgen mach' ich meine Eingabe." Und ich' die meine." Im" besten Einvernehmen trennen sich die Freunde, Jeder froh des Gedankens, den Anderen durch sein Opser zu der ihm so nothwendigen Ruhe derholfen zu haben. Anstandslos wird den beiden verdienten.,Beamten die Pensionirung bewilligt und ihnen als Anerkennung langjähriger treuer Dienste das gol dene Verdienstkreuz zuerkannt. Wissen Sie. Herr Landrath." so spricht Hurtig zu seinem Chef, ich hätt' ja noch gar nicht dran gedacht, ich bin frisch und rüstig wie nur Einer, aber der Kühn hätt'S allein nicht gethan. und so mußt' ich mich ihm zu nCrf.T?fc..w - .

vk, t m vy t iv pv tt , .. der Sekretär vertraut dem "ratZ in geheimnißvollem x nur .t:3.r:-

crngcn enstontrung geZyan hsTe.-! rrä da!!' ?.?ch zei)n Jahr' Mitgehen rönnen, jtt wohl, abr dann hätt' der arme Hurtig gemeint, er müsse sich auch immer weiter quälen, und das ging mir gegen den Strich. Was thut man nicht aus Freundschaft!" Von . nun an wandeln die beiden Freunde schon Vormittags um die ! Stadt . Aber immer langsamer wird ihr Schritt, immer mehr Zeit brauchen sie. um, ihr Pensum zu absolviren". Und die Unterhaltung wird immer schwieriger, dnn Hurtig hört fast gar nicht mehr. Da ist's ein Glück, daß die zwei alten Käuze sich auch ohne Worte verstehen. Dann wird Hurtig, früher immer Uz Kräftigere, zuerst bettlägerig. Der Sekretär erkennt, daß es zu Ende geht. 5s ist gut so," denkt er. wer sollte sich wohl mit ihm unterhalten, wenn mich, unser Herrgott vor ihm abberusen hätte?" Und dabei tröstet er täglich den Freund, daß dies bischen Krankheit bald vorüber und er dann wieder gesund wie in junger Bursche sein würde.' - Das muß auch sein." so überlegt sich Hurtig, denn wer sollt' sonst mit dem Kühn spazieren gehen? Es kennt ja Keiner so wie ich seinenSchritt. und Keiner weiß, wann, er stehen bleiben muß, um Luft zu kriegen." An einemchellen Frllhlingsmorgen, geleitet Kühn seinen Freund zu Grabe. Niemals ist ihm ein Weg so schwer geworden, wie dieser. Selbst damals als er. seine Frau begraben hat, war ihm nicht so jammervoll einsam und verlassen zu Muthe. Mit ihr hatte er nur ein kurzes Jahr gelebt, mit dem Freund mehr als ein Menschenalter. Nach ein paar Wochen bettet man . auch den Sekretär zur ewigen Ruhe. Sein letzter bewußter Gedanke war: Gott sei Dank, daß der Hurtig schon voraus ist!" Ob ihm dabei etwas von einem gemeinschaftlichen Spaziergang auf der Milchstraße und von einem himmlisehen Sechsundsechzig" vorschwebte, muß unentschieden bleiben. Gedankensplitter. Alles erhältst Du eher umsonst, als' Schmeicheleien. 5 Mehr Leute ringen sich aus fremder Schwäche empor, als aus- eigener ttraft. . . VZit dem Unglücklichen weinen ist leichter, als mit dem Glücklichen lachen. . Die Liebe, die den ersten Fehler steht, liegt in den letzten Zügen. Da sagt man immer, die Liebe macht :rfinderisch. und doch wissen viele nicht, lvomit sie die Rechnungen ihrer Angebeteten bezablen sollen. Kasernenhofblüthe (auf einen dicken, hohlen. Baum zeigend): Na, Kerls, nun werdet aber nicht gleich grö szenwahnig, daß es noch etwas Hohleres gibt, wie ihr seid." Aus einem Roman. .Nachdem der Rath so plötzlich aus dem Leben geschieden -war, stand seine Frau völlig rathlos dül?n: a; e t n Familienfest. Commis: Herr Prinzipal, ich bitte mich für Morgen zu beurlauben, da ich zum Leichenbegängniß meines Onkels gehen muß." Prinzipal: Hören Sie. wenn Sie bei jedem Ihrer Familienfeste wegbleiben, dann ist mir mit Ihnen nicht oedient." Auch ein Grund. Wir wollen demnächst eine Nachtfahrt in unserem Club machen;, schließen Sie sich doch mit Ihrem Automobil an!" Bedaure, .werd' ich fahren in der Nacht, wo keilt Mensch kann erkennen, wer sitzt drin im Automobil!" Auffallend. . Herr Bierhuber (von seiner Alpenreise erzählend): Ich kugele mich also von oben herunter, an dem Wirthshaus vorbei, direkt in den Abgrund hinein . . .' Frau (malitiös): Und bei dem Wirthshaus bist Du nicht hängen geblieben?" - Unwissenheit. Clara: ,.Sind die in Tom's Roman vorkommenden Plätze und Menschen wirkl! chen Plätzen und Menschen entsprechend geschildert?" Edith: Wie kannst Du so etwas denken. DaS Buch ist durchaus originell. Das ist ja eben sein Reiz." - Bescheidene A n sp r ü che. Ich habe viel Vergnügen an meinem Automobil.-, Aber ich sehe Dich doch nie damit ausfahren." So weit bin ich auch gar noch nicht. Ich unterrichte m:chX vorläufig nur darüber, wie ich meine Reparaturen selber machen kann." Gefährlicher. Unter richt. Mama: Warum schreit das Baby?" Willie: Es ist undankbar, das ist Alles.' , Wieso?" Ich habe ihm eben gezeigt, wie man seinen Kuchen essen muß und es ist mit dem Unterricht nicht zufrieden." Daher. B.iter (zu seinem Sohne, einem Studenten): Aber Schulden machst Du, und nicht wenige! Visher war ich immer so gut, sie zu bezahlen, aber es ist jetzt 'das letzte Mal gewesen, sage, ich Dir! Als ich in Deinem Alter wär. hatte ich auch nicht einen Dollar Schulden." Sohn: Natürlich. Papa, Du hattest, damals auch nicht solchen Credit, wie ich jetzt!" Sturz aus dem Hirn mel. Erster Schriftsteller: Siehst Du die Tafel an dem Hause? Hier wurde Longfellow geboren.. Nun, wenn Du einmal stirbst, wird on dem Hause, wo Du wohnst, auch eine Tafel angebracht werden." . Zweiter Schrift steller (mit freudigem Schmunzeln): ,Meinst Ds? Und waS wird darauf zu len . f'in?" Erster SchriflsteLer:

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meinen 5,all auSsudrlich ve,cnrritcn, ?or nunmehr etwa? über 4 Zal're nete st da sozcnannle Singen im reckten Ohr bei mir ei. Taiielbe verschlimmerte sich schlieilich so, lii ich da Gehör auf diesem Ohr vollständig verlor. ch macd:e eine dreimonallicke atarrhtur durcl? ohne Erfolg, konsultirte eine Unmasse von rerzten. darunter einen unserer derübmteften diesigen Ol'rrnZrzte. welcher mir schlankweg rrklöne. datz nur tine Operation Krisen könne, und diese wadrscheinlich euch nur vorüliergeliend, da Da Sinken wodi aufhören, aber da el,ör vollständig verloren geken würde aus dem detressenden OKr. Xun la ich durch rfinall Hhre Annonce im ew Vcrler Moraenjoural und lieft mir Ihre Sur kommen. Nachdem ich dieselb nur einige Tage nach Borschrist gebraucht, lieft da tilgen ,.ach. nd vente. nach, sage und schreibe, fünf Wochen, ist mein .kl,vr auf dem kraulen Ohr voltskändiz wieder hergestellt. Ich danle Ihnen hiermit herzlich und zeichne mit größter Hochachtung .red l. ckerman, TSO . Arsadway. Baltimore, Ad. P. S. Tas ObenfZehende ist eine freiwillige Erklärung nd die lautere Wahrheit, nd könne Sie nach Belieben Gebrauch davon mache. D. O. ltoftensreie Untersuchung und Auekunft. ) der sann sich mit gcr ngen Uosten zu ßaiijc heilen. Die Kur verhindert Sie nicht, Ihrer gewöhnlichen Beschäftigung uachzugeheu. Internationale Ohrenheilanstalt. 590 La Salle Ave., Chicago, Jll.

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