Indiana Tribüne, Volume 25, Number 148, Indianapolis, Marion County, 15 February 1902 — Page 4

Jnomna Tribüne, kS. Februar ISO.

Jndiana Tribune. Ersckcint TegliÄ und EountagH.

' Hcrausgegebkn von ttt TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis. Ind. Cnice: 18 Süd Vladarua Ttratze. ei. iivi. Tage- und Sonntagsblatt nur 10c per Woche. I elnziae acktseit'.se fcraofratlfcte Abendblatt Sa Im Staats Zndiana mit einet rf Heien trcnlatuu i irgmocmc onocic urmiufc .otuuug. Xtldeliettefie Organ der Xeutfif ra vnd allst deutschamer,kamschen Bereine und Crganifatlone. D epvpulirfte und bedeutendste deutsche dem kratische Leitung der Stadt und lel Staate In nana. n feigen finden durch die .Tribüne- die weikeve erdreitung und haden onerlannt den deften Erfolg. Entereti t Indianapolis P. O. aa feccond claae mail matter. Samstag, den 15,.Februar 1902 . Weltsprache alS LZundesfrage. Nachden: es schon längere Zeit, bet uns und auch anderwärts, ziemlich stiü in den Reihen der WeltsprachenFreunde der einen oder anderen 0aU tung worden toaz, hat jetzt unerroarteterweise ein Vertreter einer unserer nordlreftlichen Staaten diese Frage in das Bundeshaus geworfen, nämlich in Gestalt einer Congreß - Vorlage, welche bestimmt, daß der Präsident auf nachsten Octor eine Welt - Confcrcnz nach Washington einberufen scll, zu: Formulirung eines Alphabets ceschricbene? oder gedruckter Zeichen, welche die elementaren Laute Uz menschlichen Stimme darstellen seilen, und zur Anwendung dieses 2!lphabets für alle Sprachen. Damit soll die Schaffung einer Weltsprach: weniste.s angebahnt werden. Wahrscheinlich haben die meisten Neuigkeiten - Leser noch nich.'s von d:e1er Vorlage unter den reaelrechten Kongreß - Berichten aefundcn: nc w:rden wohl anch in der nässten Zeit nicht allzu viel davon auf diesem Weg: hören. denn dafür stehen andere Frag-n viel zu gebieterisch im Wece. Aoer gleichwohl, die Vorlage ist da und ist wohl gekommen, um zu bleiben". Abgeordneter Cufhman ro:n:aat Washingtcn ist es, welcher sie eingebracht Hat, und es lohnt sich immerhin, dieses Veilchen ein wenig aus dem Halöduniel Keraus5uzi.:hen. Hr. Cushman hat auch nicht ver--äuml, bereits eine finanzielle Yewilliung für cbizen Zweck vorzusehen Er hat sie bescheiden genug bemessen; $5000 ist Alles, was er dafür verlangt, soweit die Ver. Staaten selbst in Bcbracht kommen, Vh natürliA den Gastgeber zu spielen hätten. . Vom sinanstellen Gesichlspunkt aus wird die Vorläge schwerlich bekämpft werden, und selbst der selige Holman würde wohl kaum seine Stimme gegen eine solch: Verschwendung" erheben. Auch in anderer Beziehung wird sie wohl keine leidenschaftlichen Bekämpfe? finden, aber auch nicht viele eifrige Freunde. Wie der Wind weht, läßt sich schon daraus ersehen, daß Diejenigen, welche überhaupt bis jetzt zu diesem wohlgemeinten Vorschlag des westlichen Weltiürgers das Wort ergriffen haben. meinen, die einzige legitimeWeltsprache sei das Englische, und die Ver. Staaten hätten jetzt mehr als jemals Veranlassung. Solches allen anderen Völkern freundlichst nahezulegen, mit oder ohne Weltconferenz. Parsum un Wesunvyetn r . Die ursprüngliche Geschichte der Anwendung von Wohlgerüchen an Äleidunasstücken oder direct am Körper läßt sich nicht mehr bestimmt feststellen. Ob ihre Benutzung wirklich immre nur darauf berechnet war, die betreffende Person dem entgegengkseten Geschlecht angenehmer zu machen, ist noch zweifelhast. Sicherlich aber ist in unserer Zeit kein Grund vorhanden, die Parsürnerien ausschließlich in diefern Lichte anzusehen und ihre Anwendung durch das männliche Geschlecht unter ollen Umständen als eine weibische Schwäche zu betrachten, wie dies Viele noch thun. Ganz abgesehen davon, daß, wie schon früher einmal bemerkt, die Nase ein ebenso gutes Recht hat, wie das Ohr und das j Auge, eine . möglichst große Summe angenehmer Eindrücke au erhalten was in neuester Zeit zu der Idee von Nasen - Concerten" geführt hat können die Parfüme nen in richtiger Auswahl, uno ohne ' Uebertreibung, ein ganz wichticr hygienischer Factor sein. Bei dem vielenWesen. was man heutzutage . ten Microben,Bacillen u. dergl. niacht, sollte dieser Umstand se-nnfj eine weitgehende Würdigung finden. Zu den bedenklichsten Mitteln der Verbreitung . . r i - . von ztramvellzucnen geyoren dekann;lich die Taschentücher wenn kein ber-,..? c-rt...u.'.ii.f c i i. fiÄ un ' ML Ä, Ä $ültn-aUtäm Taschentuch werden von ärztlicher Seite immermehr als unterUmständen sehr wirksame FZulniß- und Microb:n - Zerstörer anaesebm. Das Ver-! sümiren von Taschentüchern sollte da itx W allerletzte Form der Anwen-).-ung von Wohlgerüchen sein, übe? wel'e man abfällig die Näsc rümpft, gleichviel von , welchem Geschlecht es viilüout wird!

Attslattd Depeschen. Lord öranögrne

Erklärt, wie erwartet, im britis6,en Unterhaus', Taß Lord PauncefoZe in Wast)iug ton ans eigener Initiative 'Zlttd osme AuiorisatZon selten der öritischcn Pegierung khandelt tzaöe. Tas neue Kritische Flottenpro. gramm. England will am I. April Yd Linicil' schiffe und 22 Paiizerkrcuzcr in . Angriff nehmen. tfcfligc Auskinaudcrsctznngcn.im deut scheu Zvllkommlttee. Laron von ttardorff legt den Vorsch nieder. Vidc'rsvrechcu)cs über Frl. Stone. 'Noch eine Erklärung. , London. 15. Febr. Der parlamcntarische Sekretär des auswärtigen Amts, Lord Eranborne, gab am Freitag eine Erklärung übe? die Handiungen deö britischen Botschast?rö in Washington. Lord Pcur.cefote, vom 14. April 198 ab. Er sagte : Ti: Versammlung die am 14. April 1898 in Washington stattfand, war von Lord Pauncefote als dem Doyen des diplomatischen Korps, auf den mündlichen Vorschlag mehrerer anderer Diplomaten einberufen worden. Die Ansichten, die Lord Pauncefote etwa bei diese? Gelegenheit zum Ausdruck gebracht hat, und die Unterredung war eine durchaus informelle, waren feine Privatansichten, und nicht von der britischen Negierung autorisirt worden. Die Unterredung hatte eine Vereinbarung zur Folge, daß die Botschafter und Gesandten eine identische Depesch'? an ihre Regierungen richten sollten, in der cmpfohkn wurde, daß eine weitere Kolle!:lvnote an die Ver. Staaten im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens gericktet werden solle. Nach Empfang dieser Depesche' antworiete sofort die Regierung, daß sie den er wähnten Vorschlag für schädlich halte. Zwei age später wurde Lord Pauncefote benachrichtigt,. daß' die britische Negierung beschlossen habe, nichts in de? Sache zu .thun. Wir hatten zur Zeit keine Kenntniß davon, wie sich die deutsche Regierung dem Vorschlag gegenüber verhalten würde.Das britische FlottenProgramm. L o n d o n . 15. Fcb?. Das MarineBudget für 19021903 beläuft sich zuf 531.255.000 gegen I3D.875.000 im letzten Jahr. Am 1. April dieses Jahres sollen 13 neue Panzerschiffe in Angriff gcncmmen werden, ferner 22 Panzer-Kreu-zer. zwei Kreuzer zweiter und zwei dritter Klasse, zehn Torpedoboct-Ze?-. störe?, fünf To?pcdoboote und acht aneere Fahrzeuge. Es soll auch ein Kommittee er--nannt werden .das über die Thunlichkeit der Oraanisirung einer freiwilligen Marine-Reserve berathen und Vericht erstatten soll. DaZ Löskgeld f-ir Frl. Stone bezahlt. K o n st a n t i n o v e l. 15. Febr. Das Lösegeld für Frl. Ellen M. Stone und ihre Begleiterin. Madame Tsi'.ka, ist bezahlt worden. Die Zeit, in der die Gefangenen ausgeliefert werden müssen, ist noch nicht abgelaufen, man erwartet aber stündlich, daß die beiden Frau.'n den amerikanischen Agenten ausgeliefert werden. Sofia, Bulgarien. 14. Febr. Die Bu'giria". eine offizielle Zeiiunz. erklärt, daß die Türkei, nach energischen Vorstellungen der Ver. Staaten Nezierung die E?laubniß gegeben habe, daß direkte Unterhandlungen mit den Briganten betreffs der Freilassung von Frl. Stone angeknüpft werden dürften. . Der Nachricht, daß das Lösegeld bezahlt wo?den sei. schenkt man hie? keinen Glauben. Von den Philippinen. Manil, 15. Febr. Die Panay Kundschafter unter Kommando deZ HauptmannZ Walker, erbeuteten kürzlich in einem aus der Insel Samar stattgesundenen Gefecht sieben Gewehre und ine Anzahl Bolos. und sie todteten auch eine Anzahl Filipinos, sowie den Offizier, der dieselben befehligte. Es war dies ein notorischer Renegat Namens Winfrey. ein Deserteur vom 43. Ver.' St. Freiwilligen Regiment, den einzufanzen die amerikanischen ji.iuuiKii ich iutuiiuuii i.'crnuu wuu . Ein Mann Namens Lcnz., der mit Winfrey desertirte, btfindet sich noch bei . ' ,"3IT m dem deutschen Reich. Berlin, 15. Febr. Die vielen Truppen seit Monaten bemüht wa?en. Meinungsve?schiedenheiten. die beitändig im Zollkommittee des Rttchstag.'s herrschten. füh?ten am F?eitaa Mo?gen zu einer heftigen Auseinandersetzung, die zur Folge hatte, daß der Vorlitzer des Kommittees, Seron von Kaidorf

einer der etiragjttesicn tTgrattcr, tefr

o nir:?. Trctz'deö Protestes b:S Staatssekretärs des Innern, Graf von Pozadowsky W?hner. nahm das Zollkornmiltce einen Antrsg an, bafe die ZollvJrlaz: spätestens am 1. Januar 1S05 in Kra't trekn sollte. Die Liberalen stellen dann eine Anzahl Anträge. Ik aber Baron v.Kardorff sich weigerte entgegenzunehmen. Die Liberalen und Sozialisten griffen daraufhin den Vorsitze: in heftigcr Weise an. und das Kommittee entschied nachher gegen Herrn von Kardorff. der daraufhin resignirte. Das Hilfs - Kommittee für IM Voeren bat beschlossen, sofort 300.000 Mark für die Verbesserung der Lage der in den Konzentrationslagern befindlichen Leute zu bewilligen. Die Hälfte davon wird in Baar nach SüdAfrika geschickt werden, und für die andere Hälfte werden dringend benöthigte Gegenstände angekauft werden. Schlimme Aussichten für Krltzlnger. London. 15. Febr. De? Kriegs.Sekretär. Herr Broderick. erklärte am Freitag im Unterhaus, eine diesbezügliche Frage beantwortend, daß. wenn der Kommandant Kritzinger, der im Dezember in die Gefangenschaft des Generals French gerieth. zum Tode v:?urtheilt werden sollte, er dem Haus keine Gelegenheit geben könne, die Angelegenheit zu besprechen, ehe das Todesurtheil vollstreckt sei. Lord Kitchener habe volle Diskretion, und er könne sich da nicht einmischen. Betreffs der Frau DeWct sagte Herr Broderick. daß sie nach Belieben SüdAfrika verlassen könne, ihr aber nicht gestattet werden könne, sich in der KapKolonie aufzuhalten. D i e S t r e i ! l a g e in T r i e st. T r i e st . 15. Febr. Hiesige Stadt befindet sich thatsächlich in den Händen der zu allen möglichen 2lusschreitungcn geneigten Streiker. Alle Fabriken sind geschlossen und auch die wenigen Laden, die geöffnet hatten, mußten wieder schließen, da sie sonst von den die Straßen durchziehenden Haufen geplündert worden wären. Der Verkehr auf den Straßen ist fast ganz unter, brechen. Das Hauptquartier des östc??eichisehen Lloyd, dessen Heizer den Streik begonnen ht.ten, wurde von eine? sta?. ken Polizeiabthcilung beschützt, die. während des Tsqeö mehrere Anariffe de? K?awallisten abzuschlagen hatten. 'Mrr urrir:js, n" c . uc.ujitiuiiiuui piCiJc uno wiuziigen st?ategischen Punkte sind von den Trüppen besetzt worden. .Santos Dumont's Ballon .verunglückt. Monaco. 15. F:br. Santos Dumont's lenkbares Luftschiff machte c.m Freitag ein-: unglückliche Fabrt. Der Ballon war nicht genügend mit Gas an--gefüllt ' und die Folge war. daß ' er schlecht segelte, und das herabbängende Tau in die Schraube verwickelt wurtt. Santos Dumont brachte dann die GeWichte in den Hinteren Theil des Ko:bes, was zur Folge hatte, daß der B.illon sich fast senkrecht aufrichtete. Der üftschiffer beabsichtigt: auf diese Weise das Tau von der Schraube loszubekommen. Dies hatte aber zur Folge, daß das Oc! aus ixm Reservoir derMaschinc herausflcß. und da Santos Dumont besürchtite, daß eine Explolion stattfinden 1 wurde, zog er an der Nothscbnur. zurch welche der Ballon aufgerissen wurde, damit das Gas schneller ausströmen konnte. In zehn Minuten war alles Gaö entwichen und der Ballon insMee? gefallen. Herr Santos Dumont wurde in Sicherheit gebracht, ehe der Ballon Zanz im Wasser war. Der Ballon vurde von dem Dampfer., 'der -ihm gefolgt war. ans Land geschleppt. - m mm AttsderButtdcshattPtftadt 57. Kongreß. ßlste Seftlon. Änfrcgcnde Sitzung im Ncpräscntantenhauv. Ncpr. Wheeler von ttentucky greift den Staatssekretär Hay und die - Slsministration an Weil sie sich angeblich zu sehr vor Europa demüthigte. Auch Prinz Heinrich, Lord Pannccsotc uud Andere werden von dem Äku , , tu ckicr .'angegriffen. Präsident Noose' ctt nach Washin'..: zurückgekehrt. . ' . 9 '. Repräsentantenhaus. Washington. D. E.. 15. Febr. Der heutige Tag wa? fü? die Ettvägung von Privat-Penssonsbills , angesetzt, die Monotonie eines solchen Tagcs wurde aber ganz unerwartet durch eine sensationelle Rede belebt, welche der Repr. Wheeler von Kentucky hielt, und in der er sich über den Zlunkeyismus" beklagte, den die Regierung auswärtigen Ländern gegenüber zurSchau trage. Er wählte die kürzlichen Erklärungen europäischer Kabinette über das Verhalten Englands während des Anoriff auf die Dwl, St. Regierung. Ganz besonders, griff er den Sekretär Hay an, und er sagte, daß wenn es wahr sei. daß Lord Pauncefote versucht habe, uns vor Ausbruch des Krieges Steine in den Weg zu le-

spamsch-amerttamschen Krieges zum Tert für einen allgemeinen heftigen

omatle der Ber.

gen, es am. betten sem wuroe, osy man . . w J ' v

ir,n so icyneu ais mogiicy uoer ven Ozean zurückschicke. . Er kritisirte auch den Präsidenten dafür, daß dieser seiner Tochter gestatte. sich zur Krönung des Königs Eduard nach England zu begeben, wie er auch gegen den offiziellen Empfang des Prinzen Heinrich protestirte. Seine Rede verursachte die größte Aufreaunq - im Repräsentantenhaus und Repr. Joutelle unternahm in encr aischer Weise die Vertheidigung des Sekretärs Hay. den er mit 'beredten Worten lobte. Auch mehrere , ander: republikanische Repräsentanten nahmen nachher an dem Wortkampf, thei und der Repr. Grosvencr (Ohio) ta delt: Herrn Wheeler . wegen seineschlecht angebrachten Protestes g:c;en den Empfang' des Prinzen Heinrich. Er wies dabei auf denBesuch des Prinzen von Wales im Jahre 1800 hin und auf seinen Empfang seitens des Präsi denten Buchanan. Die Angriffe des Repr. Wheeler aus Lord Pauncefote waren ebenso heftig, wie seine Bemerkungen über den Prinzen Heinrich von Preußen beleidigend waren.. Er sagte wörtlich: In den nächsten Tagen wird der Bruder eines Herrschers herüberkommen, um von ei nem kleinen Boot, einem Schiff oder einer 7?acbt. wie Sie es auch nennen wollen. Besitz zu nehmen, das von irgend Jemand in New?)ork gebaut worden ist. Wir appropriiren deshalb Tausende von Dollars und die Anglomaniacs" und die Europe Manaics" fallen über einander bin. um einen kleinen Dutchman" zu sehen, der herüberkommt, um ein kleines Schiffchen in Empfang zu nehmen. (Applaus von demokratischer Seite). Was ist der Unterschied. , ob er ein Prinz Heinrich ist oder nicht. Tausende von Bürgern dieser Republik, die dem Pfluge folgen, sind ebenso edel, ebenso ehrlich und intelligent, wie Prinz Heinrich oder irgend jemand Anders. Warum giebt sich das amerikanische Volk mit solchem närrischen und schmachvollen Flunkeyismus ab. den die jetzige Administratien eingeführt hat? Was macht das uns aus, ob es ein Bruder des Kaisers ist oder nicht? Man sagt, daß wir unseren guten Willen beweisen wollen. Was kümmern wir uns um den guten Willen des deutschen Volkes? Laßt uns sie höflich behandeln, wie ein Mensch dem anderen gegenübertrcten soll.' warum sollen wir uns aber vor diesen Leuten beugen, als ob sie etwas Besonderes wären? Repr. Boutcll unternahm sofort d: Vertheidigung des Sekretärs Hay. den er gegen die unberechtigten Angriffe des Repr. Wheeler in Schutz nahm, und später antwortete der Repr. Grosrenor. Oho, Herrn Wyeeter im Allome:nen. Er Z'etchnete die Bemerkungen Wheeüb:? den kommenden Besuch des 'ViinM Heinrich' :aW einen heftigen Angnil aus den Präsidenten de? Ver. Staaten, das Repräsentantenhaus-und den Senat, und genau genomm-en auch aus Jed:rmznn, mit dem der Prinz in c'.!:$lung lomm-m würde. '"'" In' der Red: batte Wheeler den Besuch und den Empfang des Marquis oe Lafayett: alö etwas ganz anderes hingestellt als den Besuch des' Prinzen von Wales im Jahre 1500 und als den komwenden Besuch des Prinzen Heinrich, und er hatte sich als Bewunderer Lafayeties gezeigt. .Herr Grosveno: sagte, auf diese Stelle der Rede Bezug n:hniend. daß Lafayette als königlicher Kommissär gekommen uns-es kaum angebracht sei.Frankreich deshalb so fllrchle:l:ch zu lieben, denn dieses habe nicht aus Liebe für die Amerikaner Lafayette rns seine Truppen geschickt, sondern um sein?. Frankreichs Feinde, aus amerikanischem Boden zu bekämpfen, und dieseL selbe Frankreich versuchte mit uns Krieg anzufangen, ehe Washington starb. Gerade zu einer Zeit, in der daö amerikanische Volk die Probe dafür ablegen solle, daß es aus Gentlemen bestehe, werde nun dieser' unpassende Protest gegen . den Empfang des Prinzen Heinrich erhoben. Die Rede des Repräsentanten von Kentucky würde am Samstag, am Tage der Abreise des Prinzen Heinrich jenseits des Ozeans veröffentlicht werden und könne als oie Botschaft des amerikanischen Volkes an seinen Gast angesehen werden . Herr Grosvenor zog dann Wheeler dafür durch die Hechel, daß er. indem er über den Prinzen Heinrich spracht sich des Ausdrucks Little Dutchman" bedient habe, wie auch über die Bemertung, daß ihm andern guten Willen der, Deutschen nichts gelegen sei. Herr Grosvenor sagte, daß .wennihm der gute Wille der Deutschen auch zur jehiaen Zeit gleichgültig sein möge, es im Herbst, wann die Persimmons re:f sind", nders sein werde." Er nahm damit aus die Wahlen Bezug. Was den Prinzen Heinrich betreffe, so sei er der Bruder des deutschen Kaisers, ein Deutscher, ein Teutone. aber kein Dutchman. Auch sei er in Admiral in der deutschen Flotte, derselbe, der nach Manila geschickt worden, um die deutschen Jnteressen zu wahren; und als eines semer Schiffe Dewey in den Weg gekommen, habe ihm Dewey mitgetheilt, daß es .Trubel" geben würde, wenn das Schiff nicht verschwinde. Er nahm das Schiff dann wie ein Gentleman aus dem Weg." sagte dann Herr Grosvenor unter Gelächter. - Des Weiteren sagte Herr Grosvenor. aus die Stelle in der Rede Wheelers Be,na nebmend. in der er den Präsidenten .tadelte, weil er seiner Tochter gestatte, sich ?iur Krönung des Königs Eduard nach London zu begeben : Was oi: iunae Dame betrifft so möchte ich dem

würde ihm sehr viel.zu schaffen machen. Vt VIVMm V W Q Zj wenn es ihr gelingen sollte, sich mit dem Herrn auf eine Debatte über die Schicklichkeit ihrer Reise einzulassen. (Ap plaus und Gelächter.) Da die Repräsentanten auch noch Geschäfte zu erledigen wünschten, gelang es Herrn Wheeler mit Mühe, noch fünf Minuten zu erhalten, um Herrn Grosvenor zu antworten. Er that dies in l änderbarer Weise. Er protestirte nochmals gegen den offiziellenEmpfang dieses Deutschen", wenn er kein Dutchman" sei. Er fügte hinzu, daß cZ doch keine Unehre sei, ein Durchman" zu sein. Das Haus nahm 125 Pensionsvör lagen in 37 Minuten an. Senat. ' ,"','5 ' Im Senat kam es am Freitag zu einer animirten Debatte darüber, daß ohne Autorisation seit Veainn der Seision ein paar Dutzend Eztra-Clerks und Boten für die Kommittee angestellt wurden, und es wurde, dabei viel über die Extravaganz des Senats gcklagt. Die ganze Angelegenheit wurde schließlich einem Kommittee zur Untersuchung und Berichterstattung Lbergeden. Es wurden noch eine ganze Anzahl Pensionsbills angenommen . und es wurden zum Schluß Gedächtnißreden zu Ehren des Ver. St. Repräsentanten Brosius von Pennsylvania gehalten. Präsident Rooscvelt zurückgckehrt. Präsident Roosevelt ist nach fünftägigcr Abwesenheit am Freitag Nachmittag wieder hierher zurückgekehrt, und zwar in bester Laune nach den Tagen derSorge, die er in Groton. Mass., am Krankenlager seines Sohnes zugebracht hat. Frl. Alice Roosevelt reiste am Nachmittag nach Groton. Mass.. wo sich auch die Gattin des Präsidenten noch rennoei. . Garmancyer. dermittheurem Gelde eine sogenannte Navajodecke erworben hat, wird sich mit dem Gedanken trösten müssen, eine Decke zu besitzen, die in Deutschland oder in Jersey City hergestellt worden ist. Die als Kunstprodukt dr Navajo - Jndianer hochgeschätzten Decken wurden schon seit-längerer Zeit in Deutschland fabricirt und von dort nach Californien exportirt. von wo sie ihren Weg über das gane Land fanden. Neuerdings hat sich auch in Jersey Eity eine Fabrik für solche Decken aufgethan. Die Navajo - Indianer selber machen nur wenige Decken, und diese bringen fast unerschwingliche Preise, da die Herstellung ungemein langwierig und die Farbstosse theuer sind. Die naa gemachten Navajo - Decken werden von den echten, an Schönheit. -selbstver-stcndlich weit übertroffen. Den Beamten des StaatsIrrenhauses in Trenton, N. I., wurde neulich eine eigenthümliche Ueberraschung zu Theil, denn die 25 Jahre alte Louise Diehl verlangte, in die Anstalt aufgenommen zu werden, um sie vor 'der VerÜbung eines Mordes zu bewahren. Frl. Dich!, die Tochter eines angesehenen Bürgers, erklärte, sie sei kürzlich krank gewesen und habe stitdem unter allerlei Wahnvorstellungen zu leiden gehabt, so u. A.. daß ein geheimnibvoll aussehender Mann sie zu hypnotisiren suche, um sie zu veranlassen. Jemanden zu tödten. Sie fürchtet, daß sie einmal diesem Einflusse nachgaben und das Kind ihrer Schwester, das sie sehr lieb gewonnen, todten könnte. Die Beamten bescblossen. sie einige Wcchen in der Anstalt zu behalten, bis ihr G:isteszustand festgestellt werden kann. An der Allouez - Bai a m Superiorsee, besitzt die Easiern Minnesota - Eisenbahn ein Erzdock. das zum größten seiner Art in der ganzen Welt ausgebaut wird. Das Dock hat jetzt eine Länge von 900 Fuß und dieses wird sie um weitere 600 Fuß verlängern, wodurch sie 100 neue Erzbehälter erhält und das Fassungsvermögen um ungefähr 30.000 Tonnen vermehrt, so daß es auf ungefähr 100,000 Tonnen gebracht wird. Der Vau Zst'ein Niescnunternehmcn, da er in tieferem Wasser erfolgt als d)5 jetzt bestehende Erzdock. Derselbe loird aus Washingtoner Föhrenholz ausgeführt werden und wird auf 4000 Pfählen stehen, und mehr als 4.000.000 Fuß Holz werden aus den. Bau gehen. Im vergangenen Jahre versandte die Eastern M:nnesoia - Bahn mehr als 2.000.000 Tonnen Erz von diesem Dock, und wenn einmal dieser Anbau vollendet ist. wird sie noch weit mehr versenden.' Steine andere Medizin kun'rt LungenLeiden so rasch und sicher wie der berühmte Dr. Bull's töniic Syrup, er ist daö beste Mittel ge genHalö-Bräune, Vronchitis, Eronp, Brustschmerzen, Engbrüstigkeit, Lung cnsucht und öungen Entzündung. Seilt sofort alle Brust, Hals- und'LunaenLeides und kostet ur 25 Creis "öie Srfe'&i.

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