Indiana Tribüne, Volume 25, Number 147, Indianapolis, Marion County, 14 February 1902 — Page 4

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Judiana Trwime. Erscheint Täglich uns sonntags.

Herausgegeben von der - TlUBUNK rUBLISUINO CO. . Indianapolis. Ind. Crrlcc: 18 Süd Alabama Straße. Gtl. 1171. ' , Tage- und Sonntagsblatt nur 10c per Woche'.' Xalrlnilae achtseiüge demokratische Abendblatt m Staate Sndiana mit eine? gröberen Kirculatisa a! irgendeine andere deutiche Zeitung. T, beliebte? Organ der Teutsche und aller deuNH-amettlanischen Bereine und Organisationen. T e pvpulirfte und bedeutendste deutsche demo kratische Leitung der Stadt und bei Staute In diana. Anzeige finden durch die Tribüne- die weiteste Verbreitung und haben anerkannt den besten Ersolg. Tat E nntag blatt der .Tribune- ist da billigste und beste deutsche ffamilienblatt toben Formats im Staate undlvegen seiner Reichhaltigkeit und des sorgfältig gewählten JnöaltS allgemein bclkbt. , 4 Snntagblatt kostet nur 5 Ernt, mit dem Abendblatt zusammen 10 ttent per Woche. vo Träger tu'i Hans gestellt oder per Post versandt. Freitag, den 14. Februar 1902 Sditorielles. Die Armeepostenfrage und Wood, ruft Place. Jetzt, da im Ausschußbcricht an den Kriegs'Sekretär die Errichtung eines Armeepostens im Arsenal-Gebaude hier empfohlen worden ist, bietet der Com mercial Klub alles aus, um dem Be richte die Genehmigung des Kriegs Sekretärs zu versacen. Es wird da rauf hingewiesen, daß neue Rekruten behuss Abrichtung nach solchen Armee Posten gesandt werden und daß von die sen häusig die Disciplin verletzt wird, ttorunter.dann die' nächste Nachbarschaft zu leiden hat. Auch sollen in der Nähe solcher Posten häusig Wirthschaften ent stehen'und dadurch würde, wie es in dem Protest heißt, die Ruhe des aristo kralischen Woodrufs Pla.'e empfindlich gestört werden. Die Herren sind in der That sehr ängstlich und verschroben wie in allem, was sie thun. Das Interesse einer kleinen, aber mächtigen Clique gilt ihnen' mehr, als jenes der Stadt im Großen und Ganzen. Sechshundert Soldaten verzehren und gebrauchen viel im Lause eines Jahres, der ganze Handel hätte davon 'einen Vortheil. Weil es aber welch '"eine Idee am Ende gar möglich wäre, daß in der Nähe von Woodruss Place eine Wirthschaft eröffnet werden könnte, die von den Rekruten frequentirt sein würde, so wollen sie lieber auf den gan zen geschäftlichen Vortheil eines Armer Postens verzichten, als sich einer .solchen Gefahr" aussetzen. Man weiß .nicht, soü man über solche Bornirtheit lachen oder sich argern. Kongreßmann Over street will sich natürlich der Clique, ge fällig erweisen und beim KriegsSekre tär vorstellig werden. Hoffentlich wird aber'seiner, Liebe Müh umsonst sein. In New Vor! will Einer an der Fifth Avenue für seine "Rennpferde einen Stall im Betrage von $550,000 bauen. Giebt's keine obdachlosen Men schen mehr im Lande ? AuS verschiedenen Zeitungsbe richten ist zu entnehmen, daß die höf lichkeit bei der Einbrecherzunft sehr in Aufnahme kommt. Trotzdem' dürsten die Einbrecher bei der alten Gewohnheit bleiben, sich französisch zu.empfehlen. - - Scchsunddreißig Millionäre, deren Mammon auf 500 Millionen ge -schätzt trird, waren Gäste eines Dinners zu Ehren I. P. Morgan's. " Ob den drei Dutzend Millionaren .ihr opulentes Mahl beer geschmeckt hat,' wie man chem einfachen Arbeiter nach " hartem Tagewerk sein .Supp,.Gemüs. und Fleisch'? " ' ' ; ' ' . 7" Prinz Heinrich' hat' darum 'gebe ten, daß man ihm Gelegenheit gebe, 'im Lincoln Park zu Chicago einen Kranz vor dem Denkmal Lincoln's niederzu legen, als einen Tribut der hohen Ver ehrungwelche er stets für den edlen Charakter des großen amerikanischen Volksmannes empfunden habe. Das amerikanische Volk wird dem Prinzen diese zartfinnige Aufmerksamkeit sicher lich hoch anrechnen. T!e Pläne'für das neue Bunde? Gebäude ' sind heute bei dem BundesSteuer Einnehmer A. A. Ponng angelangt. . 'Die Kontraktoren, roclche Angebote einzureichen wünschen, können die Pläne von ihm crhaltln. .Der Kontrakt ' Ird am 17. März vergeben werden.

AttslandDePeschon. ' - - ' . ' Die Britisch Japanische Assiauz Erregt iu Europa das größke Jlufscheu.

Die Kgutrovcrsc gctrcffs der ?otöa5orlFaüncefotc'! 7 3n7 Serif ii für - dcsinitiv erledigt , erklärt. Z ? ; . -v. . v i ; : . yi ' , In London ist man aber wüthend wegen der Bloöstellr.ng. Ervcitcrullg M' Kaiser Wilhelms Kanals befürwortet,' Ta der Verkehr bereits die größte pazität erreicht lzat. LaJoseph Chamberlaill zum Ehrenbürger von Loudou ernannt. Er halt dabei eine politische Ncde. Die britisch-japanische Allianz. - Wien. 14. .Feb. Sämmtlich? österreichische ' Zeitungen besprechen heute die britisch-japanische Allianz und sie ergehen sich in allen möglichen Muthmaßungen ' darüber, was jetzt Rußland thun wird. Diejenigen Zeitungen. die gewöhnlich über die Ansichten in russischen Kreisen gut unterrich!:t sind, sind der Ansicht, daß die Russen sich rcvanchiren werden, indem sie Unruhen in Afghanistan verursachen, und nachdem Japan die chinesische "Armee reorganisirt hat. werde' die russische Regierung gemeinschaftlich mit China alle Europäer, mit Ausnahme der Russen, die sich bis dahin in einer uneinnehmbaren Stellung - in ? der Mandschurei befinden würden, aus China vertreiben. Vom britischen Parlament. I 2onb o n, -14. Feb. Der parlamentarische Sekretär des auswärtigen Amtes, Lord Cranborne, sagte am Donnerstag im Unterhaus, eine bezüggliche Interpellation beantwortend, fcafc der Inhalt des mit Japan abgeschlossenen Allianzvertrages vor der UnterZeichnung des letzteren der Regiernng der Ver. Staaten per Kabel mitgetheilt worden sei und daß die .Ver. Staaten keine Meinung .darüber ausgedrückt haben. ' Lörd . Cranborne fügte hinzu, daß der Vertrag gerade so viel Bezug 'auf die Mandschurei habe, wie auf jede anfccre Provinz Chinas. Der Lrd sagte euer), daß Deutschland vorher von dem Inhalt des Vertrages in Kenntniß gesetzt worden sei. - - v Der Kriegssekretär. Herr St. Zohn iZroderick, sagte am Donnerstag im Unlerhaus, daß ein Offizier der RemonteAbtheilung im Kriegsdepartemcnt. der in New Orleans stationirt gewesen, beschuldigt worden sei. von den PferdeHändlern eine Kommission erhalten zu haben. Das Kriegsdepartement habe ihn daraufhin, aufgefordert, seine Anlläger gerichtlich zu verfolgen, od:r aus der britischen Armee auszutreten. Er habe das letztere vorgezogen. Seitdem seien die britischen Pferdzankäufer in New Orleans sorgfältig überwacht worden. 'Herr Norman erklärte, daß er dem Vertrag opponire. weil dieser augcnscheinlich eine Drohung gegen Rußland sei. und durch ihn England dercrt an die japanische Politik gebunden werde, daß es vielleicht gegen sein eizcncs Interesse in einen Krieg hineingezogen werden würde. Lord Cranborne erklärte, daß die beiden Nationen nur gebunden seien, gemeinschaftlich ihre Interessen zu certheidigen, wenn diefe durch die Aggression Anderer bedroht würden, und die Macht, 'die aufgefordert werde, der anderen zu helfen, müsse in Betracht ziehen, ob die Bedingungen des Vertrags eingehalten worden seien. Jos. Chamberlain Ehreni ! b.ü r g e r von .0 n d o n: .. . . " Cjonb o n, 14. Feb. '-London gewährte am Donnerstag dem Kolonialsekretär Chamberlam die höchste AusZeichnung,, indem sie. ihm .das Ehrenbürgerrecht verlieh. Der Bürgerbrief wurde ihm, in einem goldenen Kästchen überreicht. .Die, Ceremonie fand . in der Bibliothek der Guild Hall statt, wo Herr Chamberlam und Gemahlin von dem Lord Mayor. , Sir Joseph C. Dimsdale empfangen wurden. Der Kolonialsekretär hielt bei dieser Gelegenheit eine politische Rede, in der er erklärte, daß es das Hauptziel der britischen Kolonialpolitik jetzt sei. die unbestrittene Autorität über Südafrika zu etabliren und die Solidarität des britischen Reiches zu befestigen. . Um beides handele es sich bei dem südafri-. konischen Krieg und dieser müsse fortgeführt werden, ms Dieiemgen, die den Krieg heraufbeschworen und versucht hätten, England zu demüthigen, fo lahm gelegt seien, daß von ihrer Seite her nie wieder etwas zu befürchten sein würde. . ' , Des Weiteren sagte der Kolonialsekretär, daß die Nation nicht rachsüchtig sei und den Feind gern als Freund '

willkommen heißen würde, wenn er die Waffen strecke. Auf der a'.ideren Seite erklärte er aber, daß es durchaus nicht anginge. Diejenigen, die sich des Landeöverraths schuldig gemacht, mild: zu behandeln, denn dies würde ein Akt der Grausamkeit gegen die loyalen Bürger sein, wie auch gegen die Tausenden von Boercn, die. das Unnütze des Kampfes einsehend, jetzt England helfen, dem Kriege ein Ende zu machen. Vom Krieg Z.n Südafrika. Lön d on,. 14Feb. Aus dzn letzten .Depeschen', die aus Südafrika eingetroffen sind, geht hervor, daß Gene ral De Wet in den Kämpfen.jdie ''am letzten Freitag in der-Nähe von Heil-, brcn stattgefunden haöen, diegrößte Mühe, hatte, den Briten zu entkommen.' Lord'Kitchene'r hatte ein: große Tnippenmacht für' diese Bewogung im Felde und der Plan. De Wet zu umzingeln und ijm das Entkommen unmöglich zu mächen, war mit der größten Sorgfalt durchgeführt worden. Aber auch diesmal half die' Unerschrockenhcit und die außerordentliche Tapferkeit der Boeren diesen aus der Klemme und es gelang den meisten, zu entkommen. An einer Stelle wurden' die Stacheldrahtzäune der Briten durchbrochen, indem die Boeren ihr Vieh gegen diese antrieben.

Aus dem deutschen Reich. K i c l, 14. Februar. Mayor Low. von New Jork. hat den Prinzen Heinrich per Kabel benachrichtigt, daß. der Ansicht des Generaldirektors Wiegand vom Norddeutschen Lloyd zufolge, der Dampfer Kronprinz Wilhelm" nicht rechtzeitig am 22. Februar in New Jork ankommen könne, um noch den offiziellen Empfang seitens der Stadt New Jork möglich zu machen, wenn der Dampfer nicht vor drei Uhr Nachmittags am 15. Februar von Bremer-, haven abfahre, da das Wetter in dieser Jahreszeit stets ein stürmisches ist. Der Prinz erklärte darauf, daß die Abgangszeit des Dampfers nicht abgeändert werden könne, weil es unmöqlich sein würde, die vielen anderen Passagiere zu benachrichtigen, daß . der Dampfer zwölf Stunden früher abgeben würde. Der Kapitän des KrönPrinz Wilhelm" ist indessen der Ansich!, daß sein Schiff trotz alledem am Samstag, den 22. Februar, Mittags, in New Jork eintreffen kann. Berlin. 14. Febr. Auf die Erklärung der Londoner 'Presse Bezugj nehmend, daß die Veröffentlichung der' Depesche des Dr. von Holleben vom 1B. April 1898 eine unfreundliche Handlun gegen England gewesen sei. erklc ren die Beamten im hiesigen Austrtigen Amt. daß. im Gegentheil, der hie-' sige britische Botschafter. Sir Frank C. 0PjaYYa2 tf) Aiiit3 v 4 I cusicucs, iiu oviuus wiiiuu; iiuji iy i i wcrd?n sei. dan die Develcke veröfrent-. licht werdert würde ünd ihm bei dieser Gelegenheit mitgetheilt worden sei, dag f Deutschland keine unfreundliche Handlüng beabsichtige und nur daran denke. sich vor der Welt zu rechtfertigen. Auf die Erklärung der Londoner Presse,, daß England die deutsche Regierung in; croße Verleqenheit bringen, könne.. wenn sie gewisse Dokumente veröffentlichen. würde, sagen die hiesigen Bean. ..: Wir haben nichts zu befürchten. Es ezisiirt-kein Dokument, dessen Serösfentlichung uns Unannehmlichkeiten bereiten könnte." , . Der Ver. St. Botschafter, Herr Andrew D. White. wurde während des Tages über diese Angelegenheit interviewt. er weigerte sich aber, eine Ansicht auszudruckender sagte aber, daß sich Deutschland wahrend des Krieges mit Spanien durchaus korrekt verhalten, habe und eine durchaus freündschastliche Neutralität beobachtet habe. Es habe ohne Zweifel eingesehen, daß ein Krieg unvermeidlich sei und es Thor-' heit sein würde, sicheinzumischen. Die Kreuzzeitung" sagt in einem inspirirten Artikel über die spanischamerikanische Kontroverse: Deutschland hat das letzte Wort in dem Lord Pauncefote-Disput gesprochen. Dieser Schritt war nothwendig und er hat seinen Zweck erfüllt, denn, die Versuche Englands, die 'Thatsache zu verheimlichen. und zu entstellen, sind jetzt gebührend blosgestellt worden." ' Die Kreuzzeitung" ist der Ansicht. ' daß, wenn England im Stande gewesen wäre, das Ende abzusehen, es sich die Sache Zweimal überlegt haben würde. ehe es gehandelt, wie, es' gethan; und zum Schluß sagt die Zeitung: Die Welt: weiß jetzt, daß Deutsch-,, land nicht -daran gedacht hat sich durch -Doppelzüngigkeit in der Wcltpolitik irgend welchen Erfolg zu sichern." ,. Die deutsche Schifffahrtsgesellschaft in Hamburghat eine Resolution angenommen in der auf die Nothwendigttü der Erweiterung des Kaiser W:l-Helm-Kanals hingewiesen wird.' da der Verkehr auf dem Kanal bereits sein: größte Kapazität, erreicht habe. In Schlesien ist der erste amerikamsche Hochofen mit automatischer FüllVorrichtung in Betrieb gesetzt worden.. Auch die Schweiz. . : Bern, 14. Febr. Die. schweizerische Regierung hat dem Bundesrath den Entwurf eines, neuen Zollgcsetzcs unterbreitet, das die Basis für künftig abzuschließende Handelsverträge abgeben foll. Die Zahl der verzollbaren Gegenstände wird darin von 500 auf mehr als 1100 erhöht; die Zölle für manche Waaren werden erhöht und die Vorlage ermächtigt den Bundesrats die Zölle solchen. Ländern gegcnüb?r noch zu erhöben, die hohe Zolle auf schweizerische Produkte erheben oder

der Schweiz nicht die Rechte eine: TNcistbegünstigtcn Raiicn zuglstchcn. ' V er haft sbefehle ohne Werth. ' Korrstantinopel, 14. Febr. Vcrhaftsbcfthle sind gegen die Prinzen Lutfullah und Sabanaddin. die Söhn: von Damad Mahmud Pascha, dcn Schwager des Sultans, ausgesizl.t worden, wie auch gegen andere prcminente türkische Flüchtlinge, die b:.schuldigt werden,-in dem Hauptquariieroes Prinzen in Paris eine Verschwörung zum Sturz des Sultans organisirt zu haben. Sie werden wahrfcheinlich alle in contumaciam" zum Tode verurtheilt werden, wie. dies in d:m Falle von Damad Mahmud Pascha geschehen ist. K a m p f z w i s ch.e n B t i g a n. t'e n. V a ri s. 14. Febr. Ueber einen Kampf, ver zwischen Briganten um den Besitz, von, Frl. Stone stattgefunden haben soll, wird dem, Echo de Paris" Wie folgt aus Konstantinopel gemelkt: Die Briganten. die Frl. Stone und Madame Tsilka entführt haben, wurden dieser Tage von einer anderen Räuberbände angegriffen, die versuchte, ihnen die Gefangenen zu entreißen, um selbst das Lösegeld erhalten zu können. In dem Kampf sollen auf. beiden Seiten zwanzig Männer getödtet worden sein, die Bande, die. ursprünglich die beiden Frauen entführte, blieb aber siegreich. Frl. Stone blieb unverletzt. Frl. Sibyl Sanderson muß ' bezahlen. 'Paris, 14. Febr. Das Civilgericht hat in dem Falle von Frl. Sibyl Sanderson, die von einem Pariser Spitzenfabrilanten auf 18.951 Francs für Spitzen verklagt wurde, die sie im Jahre 1L99 gekauft hatte, ein Urteil abgegeben. Die Schuldsumme wurde von dem Gericht auf 15,900 Francs reduzirt. und Frl.. Sanderson wurde angewiesen, sofort 5000 Francs zu bezahlen. Ten Rest muß sie in drei gleiche jährlichen Raten abbezahlen. Beruhigende Vcrsichcrun- ; gen. '' Budapest. 14. Fcör. Eine bezügliche Interpellation im Untc?saus

. bcantwortmd, sagte am Donnerstag der Premierminister, daß 'der Besuch des Throiverbcn Erzherzog Franz Ferdinand in St. Petersburg weder eine Lockerung - des Dreibundes bedeute. tNoch eine Aenderung in der aUswärtiro wie inneren Politik OesterreichUnaarns. epcfchen -v r crn - V' ' ' r 1 c M.a 9 r U 0 i d. e'w' I o r X 14. Feb. Phllemon liiclin, ein SpezialpoliZist in Mil burn. bei Orange. N. I.. hat am Donnerstag Abend in seiner Wohnung seine, Fr,au.'sne'verheirathete Tochter. Frau Ferguson, und dann sich selbst erschos:sen. Frau Ferguson ist Mutter von drei, kleinen Kindern. . Familienstreiti.;kciten haben zu der Tragödie ge'sührt.. Gingen zusammen in den Tod. ' ' N ew York. 14.. Febr. John Röscl. jr.. 2ö Jahre alt. und Kittie, seine 22 Jahre alte Frau, haben am Donnersiag zusammen Selbstmord bcgancn,. indem sie in ihrer Wohnung an OsjMl.ll Straße das Gas andrehten. Rösel hinterließ ein Schreiben, in dem er erklärte, daß er und seine Frau wegen des schlechten Gesundheitszustandes 'der letzteren beschlossen hätten, zusammen zu sterben. Wußte nicht, daß er geladen n?ar.. , Iolict, Jll., 13. Febr. John S. Vincent, der elf Jahre alte Sohn von John Vincent von Lockport,, hat, dort zufällig seine neun Jahre alte Schwester Anna Adclinä erschossen, während er mi einem Revolver spielte. Das Mädchen wurde durch's Herz geschössen und.starb fast augenblicklich. Das Baby, das sie, zur Zeit im Arm liclt. fiel auf den. Boden, es wurde aber nicht schlimm verletzt. Erfroren: ; Hop.kirrsville. Ky.. 14. Febr. ??rau Carnelia Cluck, einer Prominen- ! ten'Familie von North Christian an1 . r : vrijt i gegorene, ucciicg in uzz nc.cqi zum Donnerstag, krank und w! Dilirium, iri ihren Nachtkleidern unbemerkt - ihre Wohnung., ".Ihre ' Leiche .wurde, am Morgen, fünf Meilen von dem Haufe entfernt in den Hügeln aufgefunden. Die Unglückliche war erfroren. ' Schuldig befunden. ' -' "' B o z e rna n . Mönt.. 14. Februarl. Frau Lucy S. Black, die angeklagt war, ihren Mann vergiftet zu haben." ist von- einer Jury des Todtschlags schuldig befunden worden.. Das Urtheil wird später gefällt werden.' Black war bedeutend älter als seine Frau und die Anklage hatte angedeutet, daß sie den Mann nur geheirathet habe, um in den Besitz seines Vermögens zu gelangen; und daß sie ihn vergiftet Habs, weil er 4?otz seines Alters zu gesund war und Aussichten hatte, noch lange zu leben. Die Vertheidigung hatte behauptet, daß Black. das Opfer einer Vtomain:Vergiftung gewesen sei, der Staat wiis aber nach. , daß ihm -Morphium urd Arsenik in kleinen Dosen eingegebln worden war. . - - - -

D:s Jubiläum. ihreö 20'!'jähriacn Bestehens hat die Stadt Mz-!

vlle. Ala.. gefeiert. Die Stat wuroe im Jahre 1702 von Lcmcyne d'Jder viclle. besser bekannt unter dem men Vienville, demselben, de? später Ux Gründer von Aew Orleans waro. ce.qrünret. Die ursprüngliche S.'adl lag etwas weiter unten an der Lay; aber als .ei.'.e Ueberschwemmung un Fahre 1711. die Ansiedlung zerstör: hatte, zogen die Ansiedler höher hinaus und legten die Stadt an ptz Stelle aus, ax der sie'heute noch gebt., Mö- . bile war damals die bedeulendste AnSiedlung in der Colome ouijlana un) naturgemäß befand sich' in ihr der Ditz der Regierung' einundzwanzig ahre ist sie die Hauptstadt der' Cölonie geWesen, dann wurde New Orleans, die neue, schnell . aufblühende Gründung Bienville's. zur Qauvtstadt aemacht. re.2ltentzumHochstapl r hat der Schuljunge Oscar Berman in Parkersburg, W. Va.. an den Tag geleat. trotzdem er erst 14 Jahre' zählt. Nach einer von' den G oß' geschworenen gegen ihn erhobenen An. klage betrieb der Junge seine ausgedehnten Schwindelmanöver unter der Firma der Aankee Novelty Co. Er weihte andere Schulkinder .in seinen Plan, wie man schnell zu Reickttum gelangen könne, ein. Jede der eingcim?i4.. rn . r . r. i . iwiiitii tyju muHlen Lüil mvg liehst vielen Personen 10 Cents erlangen. Von jedem 10-Cents-Stück verblieb den Einzelnen in den Plan Eingeweihten 6 Cents, während sie an Verman den Rest abzuliefern hatten. Die Zahl der an Oscar Berman, bezw. die Yankee Novelty Co. adressirten riefe wurn so zahlreich, daß die Postbehörde darauf, aufmerksam wurde und dies führte zur Entdeckung des Geschäftes". Hunderte von Personen fielen dem Schwindel zum Opfer. Um der. hohen Personalund Erbschaftssteuer in New York zu entgehen, verlegen viele dortige Millionäre ihren legalen Wohnsitz nach Rhode Island, wo sie einer vor vier Jahren von der dortigen Legislatur passirten Bestimmung' gemäß das Bürgerrecht erwerben können, wenn sie beschwören, daß sie Grundeigcnthum im Staate besitzen. Durch den Erwerb einer noch so kleinen Hütte werden sie also Bürger des Staates Rhode Island und schlagen den New Yorker Steuereinschatzern ein Schnippchen.' In Rhode Island ist der Steuersatz ganz bedeutend niedriger, als in der Stadt New York. Es ist also erklärlich, wie sehr die Riesenvermögen 'cew vwrl zusammenschrumpfen, wenn es m's Steuerzahlen geht. 65 fanden soeben folgende Einschätzurgen von Personalvermöaen für Besteucrungszwecke statt: Alfred G. Vanderbilt,.M0.000 Alice G. Vandcrb'llt 51.000,000; Cornelius Vanderbilt. 1.000.000; FrederickW. Van derbilt. 52.000.000; George W. Vanderbilt. $2,000,000; Reginald Va.der5ill. '51,000.000; Wm. K. Var.derlt. 51.000.000; John D. Rockefeller, $1,000.000; Caroline W.Astor, 5260.000; John Jacob Astor. $300.00; Henry O. Havcmeyer. 575.000; John D. Rockefeller jun.. $50.000; , Wm. Rockefeller. $300.000. A o r K.ii r z e m wurde der franzosische Schisfslieutenant , Diraison, welcher unter dem Pseudonym Olivier ' Ceylon eine Erzählung aus dem Seeleben Les Maritimes" veröffcntlicht. aus der französischen Flott? ausgestoken, weil man rm Mameministerium sein Buch als eine Schmähschrift amen das Officiercorps der französischen Marine auffaßte. Mit dieser . Maßregelung waren aber die Leiden D iraison - Seylons nicht zu Ende. Im Laufe von . drei Wochen mußte er' ' vier Herausforderungen Folge leisten. Die ersten Waffengänge bestand Lieutenant Diraison glücklich. Zuletzt verwundete er dn Schiffslieutenant Roubion. Von bo ber Statur, sehr kräftig, zeichnete sich Diraison durch große Kaltblütigkeit aus , und weiß das Floret brillant zu führen. Endlich aber fand er einen ebenbürtigen Gegner. ' Gabriel Drageon .der Sohn des russischen Consuls zu Toulon und der Schwager Roubions, kreuzte mit ihm die Wasfen. Das Duell kam auf der Ins-! Grande Jatte zum Austrag. an derselben Stelle, wo der Journalist Harry Alis im Zweikampf den To.d gefunden hat. So tragisch endete nun die Sache diesmal nicht, doch trug Diraison in drei Gängen drei Wunden davon. .Die dritte. machte ihn kampfunfähig. Sobald der .Autors der Maritimes" wie der hergestellt sein wird, wird er noch ein , fünftes Duell, ebenfalls mit einem Seeofficier. auszufechten baben. SMS'S Das beste und zuvcrlässlgste Mittel egen alle Hals-und Brust- Leiden trt Dr. Bull's Hustcu Syrup. Er kurirt Husten, Heiserkeit Erkältung, Keuchhusten, Lnngensuchr,Luna-cn-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Kurirt rasch und sich Husten und Heiscrkeit, und kostet nur 25 Ceuts die Flasche. .

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