Indiana Tribüne, Volume 25, Number 146, Indianapolis, Marion County, 13 February 1902 — Page 4

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Jndiana Tribüne.!

Erscheint Täglich und Sonntags. Haukg?gede von der TIUBUNE PUBLISHING CO. JndianapoliZ. Ind. Citf: 18 Cüd Alabama Straße. 1171. Tage und Honntagsblatt nur '. i ,. . ., 10c per Woche. Sil einjiqr chtseMae demokratische Abendblatt im Staaie Indiaa mit einer gröberen Tireulation all irgendeine andere deutsche Zeitung. Da beliebteste Crqan der Deutsche und aller deatsch-amkNImischen Verewe ud OrginUattonkn. D e vopulärste und bedeutendste deutsche demo kultische Zettung der Stadt und des Staate In diana. . Anzeigen finden durch die Zriböne" die weiteste Verbreitung und kzaden anerkannt den besten Srsolg. Tal Sonntaaiblatt der .Tribüne 18 das billigste und bete deutsche Familienblatt roen gormats im Staate und wegen seiner Reichhalkig'est und des sorgfältig gewählten Jnöalts allgemeiu eltedt. ) a 6 Conmtagsblatt kostet nur 5 ? ent mit dem Abendblatt zusammen 10 Cents per Woche, vom lräge? in's Haus gestellt oder ver Post versandt. tLntr t Indianapolis P. O. as eecond clasa xnail matter. Donnerstag, den 13. Februar 1902 . Editorielles. Die Kinderarbeit hat im Staate Illinois im letzten Jahre um dreißig Prozent zugenommen. Eine Frage an unsere republikanischen Kollegen : Ist das ein Zeichen der Prosperität oder des Gegentheils davon ? Um die Ehre, die Flasche Chan: pazner liefern zu dürfen, mit deren Inhalt die Yacht des Kaisers beim Stapellauf besprengt werden soll, Hai ten sich auch mehrere französische Fir men beworben. Nun heißt es aller dings : Der deutsche Mann mag keinen Franz mann leiden. Doch seine Weine trinkt er gern," allein, wenn der deutsche ÜILein ebenso gut ist wie der französische, so giebt der deiische Mann" ihm doch den Vorzug. Und darum wird die kaiserliche Pacht mit dem deutschen Schaumwein Rhein gold getaust werden und die Flasche, welck)e dazu gebraucht werden soll, kommt aus Milwaukee. Ein Pittsburger Prosperilötsblatt plaudert folgendes auö der Schule ; Die enorme Aktivität der Eisen und Stahlwerke des Pittsburger Distrikts hat auch ihre traurige Seite, denn nach dem Jahresbericht des amt lichen LeichenbeschauerS haben 1901 in der Stadt Pittsburg nahezu 3000 Per -fönen einen gewaltsamen Tod gefunden und eine große Zahl dieser Todessälle war durch Unfälle in den großen Stahl Etablissements veranlaßt. EZ ist das theilweise die Folge des ungeheuren Druckes, unter welchem dort gearbeitet wird. Die Besitzer von Hochöfen und Stahlwerken vermeid: es, ihre Anlagen zwecks Reparaturen zu schließen, da an die Produktivität ihrer Werke die höchsten Anforderungen ge stellt werden." ' Also nahezu zweitausend Menschen leben als Preis der MorganSchwab Carnegie Prosperität in der einen Stadt Pittsburg ! Was war dagegen der Molochsdienst, von dem das Buch Daniel erzählt ? Der Cleveland Klub Faßt Jndignationsbefchlüsse gegen Mayor und Polizei. Vor Kurzem wurde eine Spielerbande in den Räumen des Cleveland . Klub Gebäudes ausgeh'oben. , Der Klub als politische Organisation, stand damttin keinerlei Verbindung. Er. hatte blos die Halle an ' Private verrentet und weiter bekümmerte sich der Klub nicht um dieselbe. Die Aushebung der Spielerbande aber wurde Seitens der städtischen Behörde zu einem Schlage gegen den Cleveland Klub selbst, als demokratische politische Organisation ausgebeutet. Infolge dessen hat gestern Abend das Preß.Komite des Klubs In dignationsbeschlüsse gegen den Mayor, den Sicherheitsrats und die Polizisten, welche in die Halle eingedrungen waren und das Eigenthum des Klubs zerstört hatten, gefaßt. Die Behörde wird be schuldigt, daß sie Parteiisch vorgegangen ist, indem sie gerade diesen Klub zur Ziel fcheibe ihres politischen Spleens" aus gewählt hat. Sie sollte lieber, ihre Augen 'öffnen hinsichtlich verschiedener unbelästigt bleibender republikanischer Organisationen, wo das Hazardfpiel in vollster Blüthe steht. Ein Wort an d?n Weisen genügt.

Ausland Depeschen.

IieRorschlägedes Lord Dauncefote. Die darauf Bezug habende Depesche des Dr. von : Hollcben . , . : Im ossiMcn Ncichsanzcigcr veröffentlicht, Wie auch die Kommentare des Kaisers ZSilgerm. 0 70l) .Ai!'cltSlos5 in Berlin !lud 40,000 nur halb bcschöstigte Leute. Die britisch.japauischc Allianz. Der Marquis of Tuff.riu gestorben. Tas Verlangen nach allgemeinem Ltimmrccht in Belgien. Aus l5m deutschen Reich. B e r l i n, 13. Februar. Die Erklärung, die am Dienstag der britische Unterstaatssekretär, Lord Cranborne. im britischen Unterhaus abgegeben hat. und in der formell in Abrede gestellt wurde, daß England etwas mit der am 14. April 1898 in Vorschlag gebrückten Rote an die Reaieruna der Ver. Staaten zu thun gehabt habe. hat. hier die größte Ueberraschung verursacht, denn man nimmt an. daß Lord Pauncefote nicht ohne Instruktion von seiner Regierung gehandelt haben könne. Auch läßt man hier die Ausrede nicht gelten, daß Lord Pauncefcte nur die Absicht gehabt habe, die übrigen Botschafter und Gesandten zu sondireu. wie ein späterer Vorschlag von Seiten Oesterreichs aufgenommen werden würde. Damit kein Zweifel mehr in Bezug auf diese Angelegenheit existiren kann, hat der offizielle Reichsanzeiger" am Nachmittag den offiziellen Wortlaut' der diesbezüglichen Depesche des Botschafters von Holleben und der Kommentare des Kaisers Wilhelm dazu veröffentlicht. Die beiden Dokumente lauten : Die, Depesche Dr, von Hol leben 's. Um definitiv die Frage beabsichtigter Intervention seitens der Mächte im Frühjahr 1S93 anläßlich der spanisch-amerikanischen-Wirren -klarzustellen, veröffentlichen wir die folgenden beiden Dokumente: ' ". Das erste ist datirt Berlin, den 15: April 1893, und ist vom Grafen von Zülow, dem damaligen Staatssekretär, an den Kaiser gerichtet. Es enthält ein Telegramm des Botschafters von Holleben aus Washington folgenden Inhälts: Der britische Botschafter ergriff heute in einer bemerkenswerthcn Weise die Initiative behufs Kollektiv-Maß-nahmen der Repräsentanten der Großmächte. Wahrscheinlich hat die Köni-gin-Regentin Christine der Köniain Victoria Vorstellungen gemacht. In diesem Smne haben die sechs Vertreter der Größmächte'auf Anregung des britischen Botschafters an ihre Regierungen folgende Telegramme übersendet: Angesichts der Haltung des Kongresses ist jede Hoffnung auf Frieden geschwunden und man glaubt auch allgemein, daß Spanien nichts gegen eine Kriegserklärung einzuwenden habe. Eine gute Basis zum Anknüpfen weiterer Verhandlungen scheint indessen durch die Rote des spanischen Ministers vom 10. April geboten zu sein. Falls die Mächte diese Ansicht theilen, so wäre es angebracht, die hier (in Washington) irrthümlich vorherrschende Ansieht zu widerlegen, daß die civilisirte Welt eine bewaffnete Intervention iir Cuba gutheißen würde. (Der Präsident hatte bekanntlich in seiner Botschaft im vorhergehenden Dezember gesagt, daß er nur im letzten Falle für eine bewaffnete Intervention einträte.) Die ' Repräsentanten der Großmächte halten.es unterwiesen Umständen für angebracht, daß.'die Mächte die Aufmerksamkeit der, amerikanischen Regierung auf die spanische Rote vom 10. April lenken und zugleich erklären sollten, daß ihnen eine Intervention als mcht gerechtfertlLt erscheine. Diese Erklärung kann in der Form einer Kollektiv-Note der Mächte der amerikanischenRegierung übergeben werden." Ein gemeinsames Borgern in dieser Form würde größeren Eindruck auf die amerikanische Regierung .machen und die Mächte würden nicht der Gefahr ausgesetzt sein, sich den Anschein zu geben, als ob sie die bereits von einzelnen Mächten unternommenen Schritte nur wiederholten. Schritte, welche der Präsident in seiner letzten Botschaft nicht mit einer Silbe erwähnt hat. Falls die Mächte sich fü: eine derartige Kollektiv - Note entscheiden sollten, so wäre es rathsam, dieselbe sofort zu veröffentlichen. damit die zivilisirte Welt, in beren Namen der Appell an die amerikanische Regierung gemacht wird, das Odium von sich abwälze, als ob sie diesen Angriff auf Spanien billiae." , Diesem Machwerk bat Dr. Von Holleben hinzugefügt: Persönlich stehe ich

diesem Vorschlage zm!iÄ Izli gegen-

über und am Rande hat dec Suti noch folgende Bemerkung hinzugefügt: ? m halte das ganze Vorgehen .für zwecklos und vergeblich und deshalbschäolichl Ich bin gegen einen solchen Schritt." ' Dr. Von Holkben übermittelte später nochden Wortlaut des Koll:!tio-Tek-gramms.wie es von dem britischen Botschafter den andern Botschaftern zur .Uebermittelung an ibre ' Regierungen unterbreitet war. - Der Text der Note ist folgender: Die Haltung des Kongresses und die Resolution, welche das Repräsentantenhaus gestern ,wit großer Mehrheit annahm, läßt nur geringe Hoffnung auf Aufrechterhaltung des Friedens und man scheint hier (in Washingt-on) allgemein zu glauben, daß das kriegerische Vorgehen die Billigung der Großmächte findet. ' Das Memorandum des spanischen Ministers, welches am Sonntag übermittelt wurde, räumt nach meiner Ansicht und der meiner Kollegen jeden Grund für einen Krieg aus dem Wege. Falls diese Ansicht auch von den Großmächten getheilt wird, so ist es an der Zeit, die bier herrschende irrige Meinung zu rektifiziren. daß die bewaffnete Intervention der Amerikaner in Cuba, wie in der Botschaft auscyedrücki wirh, die Unterstützung und Billigung der ziöilisirten Welt finde." Es wird von den Botschaftern in Vorschlag gebracht, daß dies am besten durch eine KollektivNote der Mächte geschehen könnte, in der Hoffnung, daß darauf hin die amerikanische Regierung dem Memorandum des spanischen Ministers vom 10. April wohlwollende Beachtung schenken möge, als Grundlage einer friedlichen Lösung der gegenwärtigen Wirren und als ein Vorschlag, welcher jeden Gruno sür eine feindliche Jnterveniion, welcher zuvor bestanden haben mag. aus dem Wege räumt." Man ist hier der Ansicht, daß durch die Veröffentlichkeit der Devescke des 3 ,J1 Dr. Von Holleben di britische Regle :una in die Klemme gebracht worden ist. und man ist gespannt darauf, wie jetzt England die gestrigen Erklärungen des Loid Cranborne mit den Thatsachen. I wie .sie sich aus der Depesche des Dr. Von Hollec.en ergeben, in Einklang bringen, will. . Die Vossilcke Zeitung" saat über die j Behauptung, daß Lord VaunccZote ohne Instruktion Seitens , seine.- Regierung', gehandelt habe: Eine solche 'Annähme ist nicht stichhaltig: es würde dies gegen alle diplomatischen Regeln uno Gebräuche sein, und tpenn' Lord' Pauncefote in einer solch überaus wich-, tigen Angelegenheit wirklich aus eigener Initiative gehandelt bätte, würden die Londoner Behörden ihm dies niemals vergeben haben, und es würde unmözllich sein, ihn auf seinem jetzigen Posten ?u belassen." Alle Privatnachrichten stimmen dann' ub:re:n. daß Deutichland als Sieger cus der 'Kontroverse hervJrgegangen ist. die England ohne jegliche Veranlassung heraufbeschworen hat. ."Die Agrarier hartnäckig. ' Das Kommittee des Reichstages, das die Zolloorlag: in Berathung hat. nahm am Mittwoch abermals ein Amendement an, das von der Regierung heftig bekämpft worden ist. Das Amendemen: verfügt die Abschaffung aller Kommunalsteuern auf Vieh, Fleisch. Getreide. Mehl, etc., ausgenommen Malz für Bierbrauer. Die Beschäftigungslosen von Berlin. Den Ermittelungen . der Behörden zufolge sind jetzt in Berlin ungefähr 75.000 Personen gänzlich ohne Beschästigung und ungefähr 40,000 sind nur theilweise beschäftigt. Große Aufregung in Vrüssel. Brüssel, 13. Februar. In der Deputirtenkammer begann am Mit!wcch die Debatte über die Vorlage, derzufolge das allgemeine Siimmrecht eingeführt werden soll. Kaum war der Bericht aber eingereicht, als sich die Mitglieder der Rechten und der Linken auch schon in die Haare geriethen und sich gegenseitig in der gemeinsten Weise beschimpften, was eine baldige Aufhebung der . Sitzung zur Folge hatte. Eine ungeheure Menschenmenge brachte Hochrufe auf die sozialistischen Abgeordneten aus. als diese die Kammer verließen, und sie marschirten dann. . revolutionäre Lieder , singend nach dem Maison du Peuple, es fand aber kein Zusammenstoß mit der Polizei statt. Die Prinzessin Radziwil! bezahlt. . . . Kapstadt. 13. Febr.- Die Prinzessin Katharina bon Radziwill hat anl Mittwoch die 51.150 bezahlt.', auf die sie von Thomas Louw, einem.Geldverleiher. verklagt worden ' war. ', Louw hatte der Prinzessin das Geld auf eine Note für 520.000 geliehen, welche das Indossament von Cecil Rhodes trug. Herr Rhodes stellte aber in Abrede, daher die Note indossirt hab. f Marquis of Dufferin f L o n d o n. 13. Februar. Der Marquis sf Dufferin. ehemaliger GeneralGouverneur von Canada und Vizekönig von Indien, 'ist am Mittwoch auf seinem Landsitz Clandebcye..im County Down, Irland, nach langer Krankheit gestorben. Lord Dufferin, de: schon seit Iahren etwaö' leidend war.' nahm sich den

Tod seines in Südafrika csallenin

Sobnes. Lord Ada, sehr zu Herzen urt als gleich darauf der Bankerctj der London & Glcbe Finance Corporation und anderer ähnlicher Gesellschaften, in denen er Direktor war. erfolgte, wurde er ernstlich krank. Sein Name war. mit diesen Bankerotten viel und in unliebsamer Weise in Verbindung gebracht worden. Mit Ausnahme seines jüngsten Sohnes. .Lord Hamilton Temple Blackwood. der beim 9. Lancier-Regi-ment in Südafrika dient, waren die sämmtlichen Mitglieder seiner Familie am Tootenbett versammelt. -Lord Clandeboye, der älteste Sohn, der im Auswärtigen Amt anaestellt und mit einer Tochter von John H. rr . i : a , rn . . , , ?nsuuui ucu 'juw yuu oeiyeiraioei :, erbt den Titel. Die Leiche wird am 15. Februar in dem Friedhofe von Clandeboye beigesetzt werdean. Die hiesigen Abendzeitungen, die alle Vedaueri über den Tod des hochverdienten Staatsmannes ausdrücken, schieben der Regierung direkt die Schuld dafür zu. daß Lord Dufferin sich-an den erwähnten Fmanz-Korpo-rationen betheiligt hat. Sie erklären. daß der Lord von semer armseligen Pension- von 51700 nicht leben konnte und daher gezwungen war, af andere Weise sein Einkommen zu vergrößern; es sei die Pflicht der Regierung gewe-sen.-dem Manne, der dem Lande so werthvolle Dienste ableistet, eine anständige Pension zu bewilligen. Die Redolution von Venez u e l a. W i l l e m st a d. Curacao, 13. Feb. Ueber das Engagement zwischen dem vcnezuelanischen Kanonenboot General Crespo" und dem Revolutionsdampfer Libertador" ist der folgende Bericht von General Matos. dem Fuhrer der Revolution, eingetroffen : Am 7. Februar, um 2 Uhr Nachmit tags, traf der Libertador" vor Cu marebo mit dem General .Crespo zulammen. Als die Aufforderung an ien General Crespo" erging, sich zu ergeben, eröffnete das Kanonenboot so Ull UUV .CU'CUUUUi antwortete mit feinen schweren Geschützen, die denen des Kanonenbco tes, das nur mit Schnellfeuergeschützcn kleinen Kalibers armirt war. bedeutend r V r rr ,. o:..-iv.' ,1 überlegen waren. Nach halbstündigem Kampf zog das Kanonenboot eine werße Flagge aus und ergab sich dann b'.dinaüngslos. Der Kommandeur d Crespo", 'General Pedro Rivere Sutero, und die ganze Mannschaft wurde an Bord des Libertador" gebracht und das Kanonenboot, das so schwer be schädigt war, daß es unbrauchbar aeWorden-' wurde .au. der Küste,, im. Stich gelassen,' nachdem alles Krieg-matcrial entfernt worden und die Geschütze, die mchi 'fortgebracht werden konnten, ze: stört worden waren. Die politische Lage in Venezuela ist unverandlTrt. Die Bewegung kaun nicht als eine Revolution bezeichnet werden," irnderu ist vorlausig nichts als eine R:ih: von lokalen Erhebungen in der Umgegend von Valencia. Puero Cabclla und Tucacas. Niemand scheint im Stand: zu fein, eine Erkärung übe? di? Plane des General Ma!cs.a:b:n zu tonnen. Die Erhebungen sind nicht unterdrückt worden, eiue wirkliche N:öolu!ion ist aber noch Nicht cu5g?b?oen. Das vcnczu.Ianische Kanonenboot ..Miranda". das beste der Flotterer Republik. i:t am Dienstag mit gebrcchene: Triebwelle in den Hafen von Pucrto Cabello geschleppt worden. Die anderen Venezuelanischen Kanonenbocte befinden sich in fast ebenso schlechter Berfassuna. Das Kanonenboct Restaurador". früher Georae Gould's Facht Atlanta", wird in La Guayra reparirt und der Bolivar" befindet sich in Port Spain. Trinidad. Die deutschen Kreuzer Vineta". Falke- und Gazelle" das britische Kanonenboot Alert und der hollaudische Kreuzer ..Utrecht" liegen vor La Guayra vor Anker. Die britisch -japanische Allianz. Yokohama. 13. Febr. De? Premicr, Viscount Katsura. kündigte am Mittwoch ' im Parlament die Unterzcichnung ' des britisch-japanischcn Al-lianz-Vertragcs au, den man hier thatsächlich' für eine Offensiv- und Defen-Ziv-Allianz hält. Die Nachricht von dem Abschluß der Allianz ist von allen Klassen , der Bevölkerung mit. dem größten Enthusiasmus, aufgenommen worden. . , ' ' Peking. 13. Febr. Die chincsisckjai Beamten drückten die größte Besnedigung aus, als sie von der Unter Zeichnung .des britisch-japanischcn Al-liänz-Vertrages benachrichtigt wurden.' Unter 'den jetzigen Verhältnissen ist es kaum wahrscheinlich, daß die Vereinbarung ? mit Rußland betreffs der Tstandschurei unterzeichnet werden wird. Der britische Gesandte hatte vor ein paar Wochen den Prinzen Ching dringend gebeten, die UnterZeichnung der Vereinbarung hinauszuschieben, da neue Vorstellungen gegen den Vertrag gemacht werden würden. Diese Vorstellungen wurden nun am Mittwoch gemacht, indem dem Prinzen Ching eine Kopie des Allianz-Vertra-gcs mit Japan überreicht wurde. Die Hiesigen Diplomaten waren alle "i j.fs " r ri r r i . c auss yoazire uocrrai.cr,r. ais jic von cer Unterzeichnung des britisch-japanischen Yllianz-Vertrages benachrichtigt wurden. Man hält hier den Vertrag für dn wichtigsten Schachzug, der seit tk

!cn Jahren in der ostasiatischcn Polili k gemacht worden ist. m Die Gesandton stimmen darin überein, daß jetzt an eine Unterzeichnung der Mandschurci-Vereinbarung nicht mehr gedacht werden könne. Berlin. 13. Febr. Die Natio. nalzeitung" sagt über die britischjapanische Allianz : Der Vertrag hat große Aehnlichkeit mit dem Dreibund. Wenn die Ver. Staaten gemeinschaftlich mit England und Japan de: Unterzeichnung des Mandschurei-Ver-trags opponiren. dann muß angenommen werden, daß die Ver. Staaten mit dem Allianzvertrag sympathisiren. Da es sich bei Japan und England offen-' bar um einen Defensivvertrag handelt, erhält dieser eine ganz besondere Vedeu-' tung. insoweit die Aufrechterhaltung des Friedens im fernen Osten in Betracht kommt." Auch die Vossische Zeitung" erklclrt. daß die Allianz eine Garantie für die Aufrechterhaltung des Friedens in Ostasien ist und Deutschland aus diesem Grunde alle Ursache habe, damit zufrieden zu sein. Die Zeitung fügt aber hinzu, daß die Interessen Deutschlands in der Mandschurei nicht groß seien und" Deutschland keine Ursache habe. Rußland vor den Kopf zu stoßen, indem es sich an einer solchen Verein barung betheilige. Die Neueste Nachrichten" sind der Ansicht, daß die Allianz von größerem Werth für England als für Japan ist.' da ein japanisch-russischer Krieg von allen möglichen Konflikten in Ostasien der wahrscheinlichste sei.

E!n Ricsentrust Mit 700 Millionen Kapital. Chicago, 13. Febr. Sammt liche Mühlenbesicr haben sich zu einem Trust vereinigt, welcher heute unter dem Namen National Fcdrralion, of Mil lers" mit einem Kapital von 5700,000, 000 hier organisirt wurde. Alle vier Brücken über den While River Werden von dem Brücken - Experten für nicht sicher erklärt. Dr Brücken Expert von Chicago, welcher die vier Brücken, welche übr den White 'River führen, nimlich die Niver Avcnue, West Michigan Str., Morris Str. und Em.-ncrichvillc Brücken, auf Anordnung deö Raths ' für öffentliche Werke zu untersuchen hatte, hat heute Nachmittag dcmsclkxn seinen Bericht unterbreitet. Aus demsciben geht hervor, daß alle vier nicht als sicher anzusehen sind und dringender Reparatur bedürfen. Strahenbahnverkehr sollte auf keiner dieser Brücken erlaubt sein. Die Benutzung der Emmerichville Brücke seitens der Jntcrurban Co. sollte entschieden verboten werden. Gleich nach Empfang des Bcrichis ordnete der Mayor an, daß an jedem E.ide der Brücke Polizisten' stationirt wurden, welche strikt daraus zu achten haben, daß k:iric besetzte Straßenbahn Cars dieselben passiren. Am besten wäre es wenn die West Michigan Str., River Ave. und Morris Str. Brücken vollständig für den Stra ßenbahN'Verkehr geschlossen würden. Sämmtliche Brücken sollten durch neue ersetzt werden. Verlangt Ein fleißiger, intelligenter Mann von 25 35'Jahren, von gutem Cha raltcr und Ansehen in seinen Kreisen, ;n eine verantwortliche, lohnende Stet lug bei der State Life Insurance Co., anzunehmen, fragen Sie nach Herrn MaitzeZon. Der llemc Stadtherold. Die vielen Jrcunde des Herrn Frank HapperL berger werden jedenfalls mit großer Freude die Nachricht ver nehmen,, daß das Befinden desselben sich während der: letzten vier und zwanzig Stunden derartig gebessert hat, daß die ihn behandelnden Aerzte heule Nachmit tag . seinen Zustand, als hoffnungsvoll I'ezeichnetln. Das Befinden tes gestern von einem .Schlaganfall betroffenen C h a r l e s F. S a y l e s hat sich heute dermaßen ver schlechter!, so daß das schlimmste zu er warten ist. gCT Der Gouverneur und sein Stab werden heute die Neise nach Cuba antreten. 7- Bundes Senator Bcvcridge hat den Zeitungsberichterftatter Thos. B. Shipp von hier zu seinem Hülss Selerlär ernannt. , Lttra Halle 1230 Süd Meridian Str., wird an Vereine für Tanzunter Haltungen verrentet. Beste deutsche Wirthschaft. Lorcnz Leppcrt, (' schästssübrer. Die beste' 6 Cent Ciaarre in dtt Stadt : Mucdo'S Lsnafellow.

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