Indiana Tribüne, Volume 25, Number 145, Indianapolis, Marion County, 12 February 1902 — Page 4
1
Jnoluna ri!ftstcA.12. Februar 190E.
Jndiana Tribüne. Erscheint Täglich und SonnZazS.
Mittwoch,' den 12. Februar 1902 Von einem Herzschlage befallen. i Plötzliches Ende des Maklers A. F. Patterson. ' Der Grundeigenthums.Mklcr ; Al. gernon F. Patterson wurde heute Vor mittag in seiner Office No. 12 N. Dela Ware Str von einem Herzschlag befallen und war in wenigen Augenblicken eine Leiche. Bundesgericht. Der Prozetz gegen den Ex-Vank Kassirer Richard C. Tavis. Mit dem Vorverhör der Zeugen in dem Falle des Richard C. Davis, wel chcr beschuldigt ist, in seiner Eigenschaft Kls Kassircr der People's National Bank von Washington, Ind., $75,000 unterschlagen zu haben, wurde heute vor Bundcsrichter Baker fortgefahren. Die Negierung ist durch den Bundes Distrikt . Anwalt Kcaling und dessen Assistenten Lafollettc, der Angeklagte durch die Anwälte Smiley 3?. Chanberö von hier und Clinton K. Thorp Von Washington, Ind., vertreten. Die Jury scht sich wie folgt zu sammen : Joseph S. Amos, Kokomo; IameS Anderson, New Goshen; C. S. Brent, Lake Billage; Holman Cansield,Sparta; William Coftlow, Kokomo, Joseph Cron, Bloomington; W. S. Gr'ay, Fowler; Owcn Hathaway, Winamac; Charles horning, Logansport; Joshua D. McQucen, Clifford; Wilson Maple, New Point; Jsaac Murphy, Srccn. town. Aus Arbcitcr-Krcisctt. Der Straßenbahn st ri!e in Terre haute. Der Ausstand der StraßenbahnAn gestellten in Terre haute ist noch nicht beigelegt. W. D. ahon, .Präsident der Amalgamatcd Ass'n. der Straßen bahN'Arbeiler, war heute hier und er klärte, daß der Ausstand zu Gunsten der Angestellten endigen werde, da letztere fest entschlossen find, nicht nachzugeben und nur die früheren Vereinbarungen anzunehmen. Droschken. Kut'scher. Union. Die neugegründete DroschkenKut scher-Union hat sich durch Erwählung der folgenden Beamten organisirt: Prä fident Merritt Long; Vice.Präsident Lon. Gregory; Sekretär-Schahmeistcr Noah Albert; Prot. Sekr. Perry Wyatt; Gott.'' Sekr. Fred. Martin ; Führer Lee Stevens; Wächter harry Thompson ; Truste es W. P. Lot!, John F. Gallagher und harry Ätkins. Alls deutschen Vereinslrcisen. Däu Klub. heute Abend halten die Mitglieder des obigen rheinländischen Klubs in hy. Victors Lokal an Noble Str. und Massachusetts Ave. eine Versammlusg ab, um die lehtcn Vorbereitungen für die nächsten Samstag dort zu veran staltende Narrensitzung zu treffen. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend nwünscht. Der kleine Stadthcrold. heute Nachmittag um 3 Uhr wurde aus'dcm St. Vincent Hospital, in wel chem Herr Franz Happersber g er sich einer Operation unterziehen mußte, gemeldet, .daß .in dessen. Befinden eine leichte Wendung zur, Besse rung eingetreten ist. ' Doch ist sein Zustand noch immer be sorgnißerregcnd. Südseite Tumvcrein. Die DamenSektio des Südseite Turnrereins veranstaltet am nächsten Sonntag Abend eine Karten.Partie. Im Marion County Armen hause ist gestern Frl. Nancy harding im Alter von 74 Jahren aus dem Leben geschieden. C7 Gouverneur Turbin und Stab treten morgen die feit langer Zeit ge plante Reise nach Cuba und' der Aus siellung in Charleston an. Dort wird der Jndiana Tag am 26. .Februar ge feiert werden. Wegen des Empfanges des Prinzen Heinrich hat er noch keine Anordnungen getroffen. . . ,.
Ausland Depeschen. tzine ettglisch-zapanischc Zllmn; Ist im Geheimen abgeschlossen worden. ' '. Sin Säjachzug gegen Hwßkand.' , ' . . . Prinz Heinrich von Prcncn ' ' , Wird auf jeden Fall am Samstag Von Brcmerhavcn abreisen.
Lord Crauborneö weitcreErklärüugeu , .. Er bestreiket ,roch immer Tcutschlandö Angaben. - Sozialistische Demonstrationen in Brüssel. Tic Temonstrattkett von Kavallerie auScittalidkrgctricbctt. Eine englisch-japanische Allianz. London. 12. Fcb. Ein wichtiges Dokumnt ist am Abend im Parlament verlesen worden. Es ist nichts mehr und nichts weniger als ein Allianzvertrag zwischen England und Japan, der fcen Zweck hat. die Integrität von China und Korea zu bewahrm. AlZ Erklärung für den Vertrag wird in der Einleitung anaegeben. daß er eine Folge der Ereignisse der letzt?n zwo! Jahre fei. Während der qanzcn Bozer-Unruhen fei England mit Japan in ununterbrochener Verbindung gestanden und beide Mächte feien in alIm Dingen fast immer derselben Anficht gewesen. Wir wünschen beide." heißt es in dem Dokument. ..daß die Integrität und die Unabhängigkeit des chinesischen Reiches erhalten bleiben soll, und daß der territoriale Status quo keine Veränderung erleidet, weder in Ehina noch in den angrenzenden Rgionen." Es wird dann erklärt, daß die beiben Mächte, angesichts der Thatsache, daß ihre Politik im fernen Osten identisch ist, . formell einen Allianzvertrag für den angegebenen Zweck abgeschlossen hätten, und zum Schluß wird die Versicherung gegeben, daß die Allianz leineswegs als eine aggressive zu betracht ten sci. . .Die. Thatsache, daß eine Allianz mit Japan geplant war. wurde so gut gc:heim gehalten, daß Niemand auch nur eine Ahnung davon hatte. Die Ankündigung hat deshalb die größte Ueberraschung verursacht. Im großen Ganzen wird die Allianz gutgeheißen, man hegt aber in gewissen Kreisen doch einige Bcsorgniß. Man erblickt darin 1 einen direkten Schachzug gegen utzland, und man kann' sich jetzt auch das Aufgeben von Wei Hei W:i erklären. Graf Tolstoi im Sterben.. St. Petersburg. 11. Feb. Graf Leo Tolstoi, der feit längerer Zeit krank ist, hat einen Rückschlag erlitten und man steht seiner Auslösung jetzt stündlich 'entgegen. r W ie die a m r i k a n i s ch e K o nl u r r e n z bekämpft wer-. den soll. .. W i e n . 12. Febr. Die Berichte tu verschiedenen Kommitteen, die von dem Handelsministerium ernannt wurden, um darüber zu berathen, wie der am:rikanischen Konkurrenz am besten begzgnet werden könne, werden am Mittwoch eingereicht wercen. Wie es sich aus Unterredungen mit verschiedenen Mitgliedern der Kommitteen ergiebt, stimmen di: Herren in Bezug auf den Werth der Schutzzölle nicht überein. Das Kommittee für di: lrisenindustrie ist der Ansicht, daß es nur ein Mitiel giebt, eine verderbliche Konkurrenz zu verhindern, nämlich die Einführung von hohen Zöllen in Gemeinschaft Mit dem übrigen Europa. Wenn dies nicht möglich sein sollte, dann solle Oesterreich die Zölle gegen die Ver. Staaten erhöhen und sie den anderen Landern gegenüber reduziren; ferner sollten dann auch den Ver. Staaten die Rechte eine: meistbegünstigten. Nation entzogen werden. Das Kommittee für Metallwaaren ist dagegen der Ansichs.'vaß die'Einführung von Prohibitivzöllen die Ver. Staaten zur 'Ergreifung von Wiedervergeltungsmaßregeln veranlassen könnte. die sehr verderblich für Oesterreich sein würden, da die Mtall-Jndustrie in hohem Maße von dem amerikani chen Rohmaterial abhängig sei. Dieses .ommittee befürwortet daber Reziprozität. Das Kommittee. ta sich mit der Lederindustrie beschäftigt hat, empfiehlt die Ergreifung energischer Maßregeln, wenn die österreichische Lederindustrie gerettet werden solle. Ein Beamter des Handelsministeriums fügt einen allgemeinen Bericht über die Handels- und Zollvolitik der Ver. Staaten hinzu. Er lobt die am:rikanischen Schulen, die billigen Zeitungen, ausgezeichneten Eisenöabnen. das praktische amerikanisch': Konsularsystem und die allgemeine Tüchtigkeit der Amerikaner in Handel vnd Industrie, wie auch die Promptk.eit vder Amerikaner beim Abliefern der Waaren. Alles dies sollten sich die. jungen Männer Oester-
reichs. die zum größten Tljeil Mut1 ' ' . "
tersöhnchen" seien und die harte Arbeit scheuten, zum Beispiel nehmen. Der Beamte glaubt nicht an eine europäische, gegen Amttika gerichtete Koalition. Er halt es' für wahrscheinlich, daß di: Ver. Staaten die Zölle auf Manufakturwaaren herabsehen werden, wenn Europa die Zölle auf Fleisch und Getreide he:absetzt. Aus dem deutschen. Reich. 'Berlin. 12. Febr. Prinz Heinrich von Preußen wird auf jeden Fall am nächsten Samstag nach den Ver. Staaten abreisen. Auch wenn der Sohn-s. Präsidenten Roosevelt bis dahin .sterben sollte, wird her Prinz wahrscheinlich die Reise, antreten, es müßte ' dann . sein, daß der- Präsident Roosevelt persönlich das Aufschieben oder ganzliche Ausgeben der Reise wünschen sollte. Der Kaiser sowohl wie Prinz Heinrick haben, persönlich .Sympathie-De-
peschen 'an den Präsidenten Roosevelt geschickt. Prinz Heinrich hatte zuerst selbst beabsichtigt. die Reise aufzuschieben oder, ganz aufzugeben ; der. Kaiser rieth ihm aber ab und machte ihn darauf aufmerksam, daß sein Besuch nicht dem Präsidenten Roosevelt allein, sondern mehr noch den Ver. Staaten gelte, und daß. wenn der junge Roosevelt sterben sollte, der Präsident der Ver. Staaten sich vielleicht nur in streng offizieller Welse an den Festlichkeiten betheilig:n könne, dies aber die strikte Befolgung, des übrigen Theils des Programms in keiner Weise hindern könne. Wenn das Schlimmste eintreten sollte, würde es Sache des Staatssekretärs Hay und des Botschafters Dr. von Holleben sein, die nöthigen Abänderungen in dem Programm zu machen. ' Es wird offiziell m Abrede gestellt, daß. lrie Wiener Zeitungen behaupte-?, die Handclsvrträgc zwischen D'u!schland und den anderen Drcibundsmächten auf ein Jahr verlängert werden sollen. Deutschland bat nichts gethan, um die Kündigung diese? Verträge zu verhindern. Der Kaiser Wilbelm gab am Dienstag Abend dem Prinzen Heinrich zu, Ebren im königlichen Schloß ein Absclucdsbankctt. Der amerikanische Botschafter. Herr White. saß zur Richten des Kaisers und der Reichskanzler. Graf von Vülow. zu seiner Linken. Die sämmtlichen Mitglieder des G.fols ges des Prinzen Heinrich, sowie der. Hofmarschall Graf zu Eulcnburg'wa?' ren anwesend. Später begleiteten die sämmtlichen Herren den Prinzen Heinrich zum Bahnhof und um Mitternacht reiste der Prinz nach Kiel ab. . Die.Negicruttg interpel- " , lirt. London. 12. Feb. Im Unterhaus frug am Dienstag Henry sllbi'; man. Liberal??, die Regierung.' cb ihre Aufmerksamkeit auf die E?klä?ung der offiziellen deutschen Presse gelenkt worden sei, dahinlautcnd, daß England am 14. April 1898 durch seinen'Votschafter in Washington, Lord Paunce--' fote. eine neue Note an die Ver. Staaten Regierung in Vorschlag gebracht habe, in der die Mächte erklären sollten, daß sie eine. Einmischung d?r Ver. Staaten in Cuba für ungerechtfertigt hielten, und daß aus der Sache nichts geworden sei, weil Deutschland sich geweigert habe, sich an dem Schritt zu betheiligen. Lord Cranborne. der 'Untersekretär . des auswärtigen Amtes, antwortete darauf: Nein. Die britische Regierung hat niemals durch ihren Votschafter in Washington oder auf sonstige Weise eine Erklärung in Vorschlag gebracht, in der das Vorgehen der Ver. Staaten in Cuba getad:lt werden sollte. Im Gegentheil, die Regierung hat sich geweigert, einem solchen Vorschlag ihre Zustimmung zu geben." ' Die Antwort wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Herr Norman sagte später zu d:m Repräsentanten der associirten Presse: Ich bin vollständig zufriedengestellt und sch:nke den Erklärungen der britifchen Minister unbedingten Glauben." John Redmcnd. der Führer der Jrländer im Unterhaus, sagte aber übe? die Erklärung Lord Cranborne's: ist nichts als Humbug, zu behaupten, daß man' aus lauter Freundschaft beim Ausbruch des spanisch-amerikanifch:n Krieges so viel für die Ver. Staaten gethan habe. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß damals die Mehrzahl der Parlamentsmitglieder, den . Ver., Staaten' sehr feindlich. gesinnt waren. Ich hege nicht den geringsten Zweifel, daß Deutschland im Stande. sein wird.' seine Behauptungen zu beweisen." . Die Maredonier demo:: striren. Sofia. Bulgarien. 12. Fcb. Die Macedonier macyten am Dienstag b:i der Beerdigung d?s am letzten Dienstag ermordeten Ministers Kantcheff eine politische Demonstration. Sie versammelten sich in großer Zahl und schössen fortwährend ihre Revolver ab. Soweit bekannt, wurde Niemand verwundet. die Theilnehmcr an der ProZession stoben aber nach allen Richtungen auseinander. Eine Dame im diplomatischen Dienst. Paris 12. Fcb. Fräulein Jeann: de Villeneuve ist zur Sekretärin des französischen Generalkonsulats in New Vor! ernannt worden. F- . de Villeneuve gehört einer alten Fam.lie aus der Provence an und steh! seit neun Jahren im Regierungsdienst.
Sie ist von dem Minister des Aeußeren. Herrn Deleasse. zu ihrem neuen Posten ernannt worden und die erste Dame, die jemals eine Stelle im diplomatischen Dienst erhalten hat. Von den Philippinen. Manila. 12. Febr. Ein Bruder des Insurgenten - Führers Malvar. der Hauptarzt der Insurgenten in der Provinz Batangas war. ist gefangen genommen worden, und einIarker Insurgentenposten ist bei Calamba. in der Provinz Laguna genommen worden. (Zine Anzahl Gewehre. Bolos und sechs Schreibmaschinen wurden dabei von den Amerikanern Erbeutet. Man glaubt, daß dies das Hauptquartier Malvars war. Der Ver. Staaten Transportdamp'fer Wright". der am 29. November auf einem Felsen an der Einfahrt zum Hafen von San Jacinto auffuhr und dann in 15 Fuß Wasser versank, ist wieder gehoben worden. Gold Produktion in I o -.. . h a n n e s bu r. -London .' 12. Febr. Einer Kabeldepesche aus Johannesburg zufolge, sind dort im Januar 70.340 Unzen Gold produzirt worden, gegen 52,897 Unzen im Dezember. . S o z i a l i st e n - D t m o n st r a -t i o n e n . Brüssel. 12. Febr. Eine Abtheilung Kavallerie mußte am Dienstag Nachmittag requirut werden, um die Sozialisten auseinander zu treiben, die eine Demonstrationen zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts veranstaltet hatten. Alle Zugänge zur Deputirtenkammer und zum Schloß waren von Truppen besetzt, viele Haufen von Sozialisten durchzogen ab:r. rothe Fahnen tragend und' revolutionäre Lieder singend, die Straßen. Die Hauvtdemonstration fand auf dem Prinz Albert-Platz statt, wo die Leute schließlich von der Kavallerie auseinandergetrieben wurden. Die sozialistischen Abgeordneten oegäben sich später nach dem Gebäude der hier erscheinenden sozialistischen Zeitung. wo sie von den Fenstern aus Ansprachen an die enthusiastische Volksmenge hielten. Einer d:r Redner sagte, daß eine Revolution unvermeidlich sei. wenn dem Volke noch lange das allgemeine Stimmrecht vorenthalten würde.'
0cfcjcn Mordangriff i Paterson. N. I.. 12. Feb. Milizsoldaten, die in der Nacht zum Dienstag in dem abgebrannten Distrikt Wache standen, vernahmen gegen Mor-gen'-in einem Hause gerade innerhalb der Linien ein lautes Stöhnen. Sie liefen die. Treppen, hinauf und fanden dort einen Mann Namens Charles Handley mit eingeschlagenem Schädel auf, dem, Boden liegen. Der Mann war'geradc noch lange genug bei Besinnung , um sagen zu können, daß er von zwei Frauen angegriffen worden sei. Er wurde dann bewußtlos. M ist wenig Aussicht vorhanden, daß er mit '??m Leben davonkommen wird. 'Piitsburg Pa' 12. Feb. Hermann Lorasch oder Lorech. der wahrscheinlich aus Wellsburg. W. Va.. ist. wurde bei Tagesanbruch in einem Gäßchcn hinter Diamond St?aße. in sterbendem Zustande aufgefunden. Er sagte, daß er sich am Abend in Gefellschaft von dreiMänncrn befunden habe, die ihn in mörderischer Weise angegriffen und beraubt hätten. Der Mann wurde bald darauf in besinnungslosem Zustand nach dem homeopathischen Hospital gebracht, wo er starb. Der Mann war ungefähr 58 Jahre alt. .Drei Männer, von denen man glaubt, daß sie mit dem Mord in Verbindung gestanden haben, wurden während des Tages verhaftet. In der Tasche eineö der Männer wurde ein blutbefleckter Dime gefunden. Das Prcßbankctt für den Prinzen Heinrich. N e w I o r ! . 12. Jan. Sowohl Xcx Erzbischof Corrigan als der Bifcbof Pottcr sind zu dem Bankett cingeladen worden, welches die New Yorker Staatszeitung" am 26. Februar dem Prinzen .Heinrich zu Ehren im Wal-dorf-Astöria Hotel veranstaltet. Von dem Bischof Pottcr ist noch keine Antwort, eingetroffen, man glaubt aber, daß er kommen wird. Der Erzbischof Eorrigan hat die Einladung angenommen. ; . Da. das Bankett in der Fastenzeit stattfindet und an einem Mittwoch, der ein obligatorischer Fasttag ist. hat der Erzbischof Corrigan allen denjenigen Katholiken, die an dem Bankett heilzunehmen wünschen, einen besonocren Dispens ertheilt, sodaß sie Fleisch essen dürfen. Ungefähr 1100 Personen werden dem Bankett beiwohnen. Admiral Schley in Silbe:. Baltimore. Md.. 12. Febr. Eine aus solidem Silber angefertigte Statuette von Admiral Schley. . sechs Zoll hoch, ist Herrn Jsidor Rayner. dem Hauptanwalt des Admirals, zuge'chick: worden. Herr Rayner hat keine Idee, wer ihm die Statuette geschickt hat. ' : General Egbert Brown, der die Unionstruppen in Brazos, Texas, nach der letzten Schlacht, die im Bürgerkricige geschlagen wurde, kommandilte, ist itt West Plains. Mo., im Alter von 85 Jahren gestorben. ' .
In LouisvZlle. K Y.. ist im Alter vcn 80. Jahren Herr W. L. Bari:r. der Mann mit den Nadeln" gestorben. Herr Barke?, der aus Taylor County, ' Ky.. stammte und dort früher eine große Farm besaß, hatte vor etwa acht Jahren das Malheuer. sich auf ein Nadelkissen zu sitzen. Mehr als 50 Nadeln drangen in seinen Körper und arbeiteten sich tief in denselben hinein. Vor Zeit zu Zeit erschienen cinö oder mehrere dieser Nadeln an der Hautoberfläche und konnten dann leicht entfernt werden. Eine kam am
'kleinen Finger der linken Hand. zum Vorjcrem. ... Nach englischem Golde, lüstern haben die Bewohner von Montana den Verkauf von Pferden, deren die Briten in Süd-Afrika ungeheuere Mengen bedürfen, so lange fortgesetzt, bis sie sich selbst, einem Pferdemangel gegenüber sehen. Allein im Laufe des letzten Jahres sollen mindestens 100.000 Pferde von Montana nach SüdAfrika gesandt worden sein. Infolgedessen sind jetzt weniger Pferde :m Staat?, als je zuvor, ja große Heerden gibt eö gar nicht mehr, und wenn nicht Pferde an dem Süden nach Montana gebrocht werden, wird im nächsten Jahr sich ein Mangel im Staate einstellen. Sonst sah man Pferde ringsum auf allen Anhöhen; jetzt kann man 50 Meilen weit reisen, ohne ein Pferd zu Gesicht zu bekommen. Mayor William Glaßm a n n in Ogden. Utah. trägt sich mit dem Plane, die Mitglieder der städtischen Feuerwehr im kommenden Frühjah? als Gemüsegärtner zu beschäftigen. damit sie ihre vielen Mußestunden nutzbringend verwenden. Die Stadt Ogden besitzt viele leere Baustellen in unmittelbarer Nähe der Spritzenhäuser. und der Mayor ist der Ansicht, daß die Löschmannschaft, anstatt Roman? zu lesen oder Damenbrett zu spielen, Kartoffeln. Gemüse u. dgl. auf diesem Lande ziehen sollte. Die Ernte soll reUauft und das Geld in die Stadtkasse gezahlt werden. Der Mayor schlägt auch vor. die Mitglieder d Feuerwehr im Sanitäts - Jnspektionsdienst zu verwenden und sie Dienste als Clerks in verschiedenen städtischen D partements leisten zu lassen. Während der VerHandl u n g eines Antrages vor Richter Maddox in der Supreme Court von New York stellte sich heraus, daß es im Herzen der genannten Stadt, nahe der Bonxry. einen Friedhof aibt. der über 200 Jahre alt und dessen Werth als runoeigenlyum nicht - weniger d5 Zwei Millionen Dollars beträat. Foward Cohen ersuchte nämlich dek Richter um eine rdre. durch welch: die Gemeinde Shearith Israel anaewiesen werden sollte, die Erlaubniß zur Ueberführung der sterblichen Ueberreste seiner Mutter Adelaide Cohen von dem Cypreß Hills, nach dem Mount Nebob Friedhofe, wo sein verstorbener Vater ruht, zu ertheilen. Die Gemeinde ist eine der reichsten von New York und untersteht der Obhut des Rabbiners H. Peirera Mcndes. Ihr Tempel ist in No. .102 Central Park West belegen. Die Gemeinde widersetzte sich der Auögrabung der Leiche aus religiösen Gründen. -j : ' . In Springsield, Jll., ist ein Frl. Mary Todd aufgetaucht, die behauptet, eine natürliche Tochter von Abraham Lincoln zu sein. Sie will schon über einJahr in genannter Stadt gelebt, ihr Geheimniß cUi , bewahrt haben, da man ihr versprochn habe, sie werde nie Noth zu leiden haben. Dieses Versprechen sei aber nicht gehalten" worden, und sie trete nun vor die Oeffcntlichkeit. damit ihr eine Farm in Menard County als Eigenthum zuzesprachen werde, deren Besitzer Präsident Lincoln zur Zeit seiner Ermordung gewesen sei. Frl. Todd machte StaalSanmalt Sbutt ihre Aufwartung und bat ihn. ihr behilflich zu sein. Wie alt sie ist und wo sie geboren wurde, weiß Frl. Todd angeblich nicht. Ihrer Aussage nach wurde sie von Robert und Jane Todd auf einer Farm in Pike County. Jll.. großgezogen, wo sie bis zu ihrem 18. Lebensjahre verblieben sei. Jemand habe ihr mitgetheilt, daß Todd nicht ihr Vater sei. er habe ihr aber nicht mittheilen wollen, von wem sie thatsächlich abstamme. Schlußlich habe ihr Todd $2000 in Baar ausbezahlt, worauf sie die Farm verlassen habe. Sie will sich erinnern, fraß Abraham Lincoln eines TageZ. als sie etwa 6 Jahre alt war, nach der Tod dachen Farm gekonnnen'.' sei uns Todd Geld eingehändigt habe, wie sie annimmt, die Summe, die Todd ihr auszahlte, als sie seine Larm verlieK. Das beste und zuverlässigste Mitrcl a,cgcn alle Hals- und Brust- Lcidcn Dr.Bull's Husten Syrup. Er kun'rt Hustcn, Heiserkeit, Erkältung, Kcuchhustcn, Lungcnsncht,Lnnq-cn-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Lm'JZ r lJf I ' Kurirt rasch nd sicher Husten und Keiscr Seit, und kostet nur 25 Cents die Flasche.'
!??s!.M TOkZK&raMp; yy i
mrr V$9m
V
tüii
wm&m
BMN
SAW
S I
S?S5esSSSCS??e?e
H .' Impcrtilto deutsche ; Schnitt -Bohnen d .H r. 1 Quart nr. ? Quart 27,c. i' r-9 C) ZwctschcnmuS (Plurnbutter) Ä V irr i'fiini 124 Per?. f .. 0 V Irt (f .Tnllll TT AriIiurr h " V1IU J1JL xm.iitiJLii9 8 ' ?Mn nr rNftfTitrtfin " v -v. utttjtv:i vti. g Beide Tel. S87. . SSS5Sfies&SS5!& W l sas 4' X : Concctttriries t Pluto WäW.l i Quarts... ..........ZJc X t Cpike ..15c j Ccn. Pluto Ealz .....SOe X X FREfICH UCK SPfililGS,! f ' das Carlkbad von Amerikas ' X ' Gesundheit und Kraft für Diejenigen X die durch Ucberarbeit krank wurden. Es krästigt das System und gibt XX neues Leben. . . X X es ist in der ganzen Wclt nicht zu übeil reffen. ERgrosnudEndstail. 1 x . Harald Schmidt, X X 132 Süd Tclavarc Straße. Z X Telephon Main 2405. Indianapolis, Ind. XH4X sJWV ' 7vrt T . M YtV mmmMm. MMAW ls m tr 7 " : Xß q&tr ÜLzZfo 14 Nord Pennsylvania Strasze,. Hau:tqilZttikrfür' . ' Brillen und pcrnttläscr. sgMSz v: vrr.miKG 0 iftuMll 5 Brillen wrrcfn nach tm beftea MkUzod ttu Aua.v arpeoot - kÄuftttche Augen werden schmerzlos eingelebt. Kohlen ! Kohle,, l ' , Kaufen Sie Ihre ' ' ' ' U ' ' ' ' kohlen und Holz. bei der EMPIRE V000 & C0AL CO.. HEIIMAN RABE, Lincoln CttaiZe. Prompte Ablieferung. Telephon 970. . Wliolesale & Retail. Fred. W. Cook, Staple und Fan ey Groceries. UIZG Madison Avenue. Altes Telephon Grccn 742. Waaren werden nach irgend einem Theileder Stzdt frei abgeliefert. ' Besser bekannt als ,,ank. itHenry Reinken, SampleRoom 514 Ost Washington Straße. ' , Indianapolis,' Jnv, Lkilip Zf, f 5 Wirthschaft -und - - r Restaurant, ß , -t t; 6 irainia -auenue. n s Lunch täglich von 11:3C Vormittags bis 2 Nachmittags. 3 Auster Stew 15c. ( iß Rohe Austern ...1c. ! SöVS5SLSLSS' Angekommen : Junge Papageien Und offerire ich dieselben : Cubaner und mexikanische Roth!öpfe unt Käng für 53.50. t Mexicanische Drppel-GelK. töpfe und Zlafig für Ziäsige, Tquria, Goldfische, präparirteS Futter, Saamen zc., zu billigsten Preisen. C9F. Klepper, No. 431423 Massachusetts Lrenue.
AW?-
