Indiana Tribüne, Volume 25, Number 142, Indianapolis, Marion County, 9 February 1902 — Page 7
JiMana TrZbÄne, onn?ag, 9. Februar 1902.
Per Tluch der bösen That. i HumoreSIe ron W. Mader. Nein Papa! Ds gebt und geh! nun einmal nicht so weiter," rief des Herrn Medizinalraths liebreizendes Töchterlein, indem funkelnd Blitze seizien milden Blauaugen entsprühten und mühsam erpreßte Furchen die C.ätte seiner weißen Stirn unterbrachen. .Was geht nicht?" fragte der joviale clte Herrn und betrachtete wohlgefällig das erregte Gesichtchen seines Lieb lings, das gerade so einen ganz besonderen Reiz bot: sahen doch die goldenen Locken wie eitel Sonnenschein aus, der über den düsteren Wolken der Stirn lachte. Das geht nicht." erwiderte das junge Fräulein, .daß immer und immer wieder unsere Glocke gezogen wird, und wenn ich eile und nachsehe, so ist niernand da. Wie soll ich da ein anständiges Nachtessen zustande bringen? Alle fünf Minuten muß ich ja nach der Hausthüre laufen." .Das ist der Fluch der bösen That!murmelte der Medizinalrath; laut aber sagte er: .Du hast recht, Luischen. das geht einfach nicht; ich werde Dir Ruhe verschaffen vor diesen übermüthigen Störesrieden, gleich morgen werde ich den Polizeidiener bitten, sich Abends in der Nähe aufzuhalten; wenn einmal etliche der Schlingel gehörig abgestraft sind, wird es sobald leiner mehr wagen. Dich zum Narren zu halten mit dem infamen Geläute." Der Medizinalrath bewohnte eine idyllische Villa auf dem Lande; das Haus' war auf drei Seiten von üppigen Parkanlagen umgeben; die Hausthüre aber ging auf .die Hauptstraße, welche das Dorf mit der .nahen Großstadt verband. Der weithinleuchtende Messinggriff der Hausglocke verlockte nur zu oft die losen Dorfburschen oder uch heiter gestimmten Ausflügler, sich den kleinen Scherz des Anläutens im Vorbeieilen zu erlauben, namentlich da dies das einzige Haus des Dorfes war, das eine Glocke besaß. Freilich, wenn 'die Uebelthäter geahnt hätten, .welchen lieblichen Engel sie damit bemühten nd in Aufregung versetzten! Der Medizinalrath war nämlich ein Mann us der alten Schule, und nachdem er in langjähriger, glänzender Praxis sich Reichthümer erworben, hatte er sich -dieses Landhaus erbaut und übte nur seine ärztliche Kunst noch gelegentlich aus Menschenfreundlichkeit aus. Sein einziges, nunmehr achtzehnjähriges Töchterlein, Luise, durfte aber nicht die reiche Erbin spielen, sondern hatte die ganze Haushaltung zu besorgen, da auch ihre Mutter sich ziemlich zur Ruhe gesetzt hatte. Nur Tags über übernahm ein kleines Dorfmädchen einen Theil der gröberen Arbeiten; mithelfen mußte Luise aber bei allem; d'enn ihr Papa sollte nun einmal eine ebenso tüchtige und bescheidene Hausfrau aus ihr machen. wie ihre Mutter es immer gewesen war: wie gesagt, er war noch aus der alten Schule. Aus eben dem Grunde war es auch Luischen. das unter dem frechen Geläute am meisten zu leiden hatte; jedesmal mußte sie zur Hausthüre eilen, um wieder zu constatiren. daß niemand da sei; denn der Unfug fand natürlich nur bei Dunkelheit statt, wenn das Laufmädchen längst nicht mehr im Hause, war. Allein die biedere Polizei des Ortes stand bereits am folgenden Abend Wache, und nicht umsonst: da kam wieder einer, und zwar ein feiner Stadtherr.' Als er die Glocke erblickte, zögerte er; dann rasch ein Zug und bereits hatte ihn schon der uniformitte Graubart am Kragen: .Ihren Namen und Ihre Lldresse, mein Herr!" Kleinlaut gab der ertappte Sünder beides an. .Hoffentlich kann ick die Sache mit Geld erledigen?" fragte er. Der Polizeidiener erwiderte barsch: .Zunächst werden Sie freilich mit einer Geldstrafe wegen groben Unfugs belegt werken; stellt aber der Herr Medizinilraih Strafantrag, so wird die Sache noch ein gerichtliches Nachspiel haben; wer weiß, wie oft Sie den Un fug schon begangen haben." Ach! es ist gewiß das erste Mal!" versicherte der junge Mann erregt. Nun," sagte die Ortspolizei milder, .gehen Sie sofort hinauf und bitten Sie den Herrn Medizinalrath, keinen Strafantrag zu stellen, er ist ein freundlicher Herr. Da macht ja eben das junge Fräulein cuf." In der That kam Luischen, nachzusehen, und durch das Lämpchen, das sie in der Hand hielt, und noch mehr durch ihre liebliche Erscheinung geblendet, fragte der geknickte Sünder stotternd, ob der Herr Medizinalrath zu sprechen sei. Luischen bejahte und geleitete ihn binauf.
Mein Name ist Wilden!" stellte sich ?iünalina dem alh Herrn vor. der Mas?Z etwa aar der Sobn meines lieben Freundes und Schulkameraden Joachim Wilden?" .Mein Vater heißt allerdings so; doch wußte ich nicht . . Ach! Das ist schön! Kommen Sie nur gleich herüber zum Nachtessen, das schon auf dem Tische steht, ich r.:uß Sie meiner Frau und Tochter vorfiellen! Luischen! Richte noch ein Couvert, wir haben einen lieben Gast beZommen!" Trotz aller gesiotterten Aber" kam bei beschämte junge Herr nicht zum Wort und faß bald inmitten der kleinen Familie zu Tisch; doch ungeachtet glänzenden Kochkunst seines reizen--n (nenühfT mnITV tftm dS V 9 W ' r ' ' r -r 9 f 1 MU I . w reazl munoen. er ceviztnalraty erkundigte sich indessen so lebhaft nach ' seinem alten Freunde, den er feit Iah j xtn nicht mehr gesehen, daß Joachim, der seines Vaters Vornamen trug, ge , . . "c . 11 . rr Iv' ... UZ zu erzay.cn yalie. no.lll) ergrlss i-Jrt Geleaenbeit einer Nause. um Mrt y ' .J I s ' " I 's .. . 'i'k , . TnnB aozu.cges n m ist - '-"Vi.i TV tinli
wurde. Er bekannte dem erstaunten alten Herrn, daß er morgen als Missethäte? bei ihm angezeigt werden würde, und bat ihn, vom einem Strafantrag abzusehen, der ihm bei seiner bisherigen Unbescholtenheit höchst unangenehm wäre. Als Student der Jurisprudenz," fügte er hinzu, muß ich mich doppelt schämen mit den Gesetzen in Konflikt gekommen zu sein, und auch um meiner studentischen Verbindunz willen wäre mir eine Strafe sehr fatal. Se. Herr Medizinalrath, werden freilich nicht begreifen, wie man in meinem Alter solch kindischen Unfug treiben kann. Und doch . . die Studentenzeit! Beim Anblick des glänzenden Glockenknopfs sind alte Erinnerungen. jugendlicher Uebermuth in mir erwacht . . . ach! wenn Sie's nur begreifen und entschuldrgen wollten!" Erstaunt und lächelnd hörte der Medizinalrath zu. So. so! Und ich dachte, Sie besuchen mich, als Sohn meines Freundes! Nun! Beruhigen 'Sie sich, es freut mich, auch auf diesem Wege Ihre Bekanntschaft gemacht zu' haben, und wegen eines Strafantrags seien Sie ohne Sorge, einen solchen , ließe mein Gewissen gar nicht zu. denn: das ist der Fluch der bösen That, daß sie fortwährend Böses muß gebären! Sie haben die Lust, fremde Glocken anzuziehen, offenbar von Ihrem Vater geerbt, und ich selbst büße, was ich in meiner Jugend gesündigt. O, wenn Sie wüßten, welchen Spaß es uns beiden, Joachim und mir, wir steckten nämlich immerfort beisammen, während unserer Schulzeit machte, ruhige Bürger in eben der Weise zu foppen. wie Sie es heute bei uns versuchten! Ja von uns hätten Sie. harmloser Kamerad, noch lernen können! Niemals' werde ich den köstlichen Spaß vergessen, wie wir unserem Nachbarn, einem alten, sauertöpfischen Junggesellen, an den Glockenknops einen schwarz gefärbten Bindfaden banden, mittelst dessen wir aus sicherer Entfernung bei dunkler Nacht seine 'Klingel in periodische Bewegung setzten. Mindestens ein Halbdutzendmal stolperte der alte Griesgram herunter, um beini Oeffnen der Thüre nichts zu finden, als die kohlpechrabenschwarze Nacht; denn weil er zu geizig war, Licht anzuzünden, sah er nichts von dem Bindfaden. Er lauerte dann hinter der Hausthüre, aber es half ihm nichts, das Läuten hörte nicht auf, und doch war niemand zu sehen. Schon fing er an. an Geisterspuk zu glauben und sprach allerlei Beschwörungssprüche, bis der Bindfaden mit einem Krache riß, und er unser boshaftes Gelächter schallen hörte. Die Flüche, die er uns nachfchickte, möchte ich nicht wiederholen, wir machten uns aber nichts daraus. Nun, mein junger Freund, das sind Knabenstreiche. Aber Sie werden sich noch mehr entlastet fühlen, wenn Sie vernehmen, daß auch junge Damen sich ähnliche Vergnügungen leisten." Aber. Mann! Du wirst doch nicht!" fiel erröthend die Frau Medizinalrath ein., Ei, warum denn nicht?" erwiderte der alte Herr lachend: Das geht heule in einem hin. Also vernehmen Sie die kuriose und leider nur zu wahre Geschichte! Da war in einer benachbarten Stadt eine höhere Töchterschule. Die Mädchen, welche dieselbe besuchten, waren größtentheils hübsch, zum Th.il sogar recht hübsch; und merkwürdig! gerade die hübschesten waren auch die übermüthigsten. Unter diesen war auch die Gewohnheit eingerissen, im Winter, wenn es beim Heimweg aus der Schule bereits dämmerte, ahnungslose Seelen durch heuchlerisches Anläuten zu foppen. Für ein junges Fräulein im Alter von 16 bis 17 Jahren ist es immerhin etwas Unangenehmes, bei einer solchen That erwisckt zu werden; auch das rasche Davoneilen ist in diesem Fall nicht so thunlich, was würde sich irgend eine Bekannte oder ein Vekannte? denken, dem die Dahingaloppirende zufällig in den Weg rennen würde? Da war nun unter den Zöglingen jener Töchterschule just die Schönsie zugleich' auch die Schlaueste. Sie hieß Agnes. Wenn sie an einem fremden Hause läutete, so lief sie nicht davon, sondern wartete, bis geöffnet wurde, und fragte dann mit der unschuldigsten Miene der Welt: Wohnt hier Fräulein Süßenblick?" oder: Wohnt hier Herr Herzensbruch?" natürlich lauter unmögliche Namen. Die wohnten dann bedauerlicherweise nicht da, und so entfernte sie sich mit hochernsier Miene und kicherndem Herzen. Einmal aber sollte ihr's doch schlecht gehen. Sie läutete Abends an einem kleinen, netten Häuschen. Ein junger Herr öffnete; sie sah in der Dunkelheit nicht, wie nett er war. Wohnt hier Herr Edelmaier?" fragte Fräulein Agnes so ganz unschuldig. Gewiß! Doktor Edelmaier, daö bin ich; bitte treten Sie ein!" Das war ein Neinfall. Aber der junge Arzt konnte das jähe Erschrecken des Fräuleins in dem Zwielicht nicht sehen. Agnes hatte alle Geistesgegenwart verloren; denn an die Möalichkeit eines solchen Zufalls hatte sie nie gedacht. Im hellerleuchteten Sprechzimmer nahm sie Platz und der junge Arzt ' bewunderte nun ihre Schönheit, wobei es ihm allerdings eigenthümlich vorkam, daß ein fi I gantes Fräulein sich ohne Begleitung zu ihm wagte. Er faßte sich aber und fragte seinem Beruf gemäß: Nun, wo fehlt es, mein Fräulein?" Am Herzen," stammelte sie in reizender Verwirrung. Dann werde' ich wohl Ihr Herz untersuchen müssen? Ach nein! ja! ich weiß doch nicht!" Sie war ganz mit Gluth übergössen. Aber Mann," fiel hier die Frau Medizinalrath ein, j2)u übertreibst
wirklich!" Und diemer noch schöne
Frau erschien ebenfalls in Purpurgluth getaucht. Nun, daß ich es kurz mache!" fuhr der alte Herr fort, zu einer Untersuchung ließ sie es nicht kommen; dagegen mußte sie sich bequemen, ihre Schuld zu beichten. Es war die schönste Ohrenbeichte, die ich als Arzt je vernommen: denn daß ich der junge Arzt war, wissen Sie wohl bereits. Ich selber trug von der Geschichte ein akutes Herzleiden davon, und die falsche Patientin mußte ihrerseits die Rolle des Arztes übernehmen, welche sie denn als Braut und hernach als Gattin trefflich durchführte. Sie hat mich mit 'den altbewährten Hausmitteln, die es gegen derartige Herzkrankheiten giebt, gründlich geheilt, und ihren Jugendübermuth hielt ich fortan straff in den Zügeln. Sie sehen, mein junger Freund, was aus unbefugtem Läuten werden kann: ja, das ist der Fluch der bösen That!" Der Blick, den Medizinalrath Edelmaier dabei mit seiner Gattin tauschte, schien darauf hinzuweisen, daß beide an dem Fluch" nicht schwer zu tragen hatten. Sie freilich . kommen viel besser weg," meinte der freundliche Doktor zum Schlüsse lachend; Ihnen hat die böse That nur ein frugales Nachtessen und die Freundschaft eines alten Jugendfreundes Ihres Herrn Papas eingetragen. Wenn Sie künstig bei unZ anläuten, was hoffentlich noch öfter geschieht, so werden Sie es mit gutem Gewissen thun können." Wenn der Herr Medizinalrath meinte, der junge Joachim Wilden komme besser weg", so war seine Gattin im Stillen anderer Meinung: sie hatte wohl die bewundernden Blicke des Herrn Studiosus betrachtet, .die mit zunehmender Wärme auf dem holden Antlitz ihres Lieschens ruhten. Und .Lieschen? Nur hier und da wagte sie schüchtern den strahlenden Augen zu begegnen, und jedesmal wurde sie über und über roth. Als sie dann dem jungen Herrn ziemlich spät in der Nacht hinunterleuchtete, und er nochmals um Verzeihung für seine große Frevelthat flehte, wurde ihm solche so großmüthig zu Theil, daß er es schon an diesem Abend wagte, ein plötzlich aufgetretenes Herzleiden einzugestehen. Luischen schien im gleichen Falle zu sein, und so wurde alsbald zu dem bekannten Hausmittel" gegriffen jede Sekunde einen Mund voll zu nehmen. Das hat aber lange gedauert!" sagte die strenge Frau Mama, als das Töchterlein endlich erschien. Aber sie konnte nicht schelten, da ihre eigenen Jugendsünden der Tochter bekannt geworden waren. Und als Luischen die Mama erröthend küßte, wußte diese schon, wie weit es war und seufzte nur: Das ist der Fluch der bösen That!" Zofort!" Eine .geheime" Skizze. Es ist Mittags 1 Uhr. In dem großen Minsterialgebäude herrscht geheimnißvolle Geschäftigkeit. Ringsum vornehme Geheimrathsluft, ganz dünn wie im Hochgebirge. Es ist die Luft, die die Gipfel des Staates umhüllt. Durch Flure und Gänge schreiten geräuschlos die Geheimen Kanzleidiener die nachtragenden Räthe ,die Mappcnräthe. Fast unhörbar gleitet ihr Fuß über das Linoleum, damit kein rauher Laut die vortragenden Räthe, die Geheimen und die Unheimlichen die Wirklichen und die Eingebildeten in der Arbeit störe, in dieser Arbeit, die die Staats. Maschine treibt. Man glaubt sie summen zu hören die Staatsmaschine sehr langsam, aber sehr sicher, so decent, so überaus reservirt und doch wenn man von einer Maschine" so sagen darf nichts übersehend, alles umfassend mit dem weiten, weiten Blick, von dem kein Provinziale etwas ahnt, der ihm unbegreiflich bleibt bleiben soll. Coer summte nur eine Fliege? Plötzlich ein schriller Klingelton! Wie ein Peitschenhieb, über den schon Schopenhauer fluchte, durchschneidet er die Luft, diese kühle korrekte Geheimrathsluft. die ihn mit veräch lichem Mitleid durchläßt. Der Geheime Kanzleidiener Merkel ist hier alles Geheim bis zum Hausknecht hinunter erhebt seine hochragende Gestalt und schreitet durch die offenstehende Thür nach dem nahen Zeigerbrett. (5s ist Vorschrift, daß die Thür offen steht. Man denke nur, welche unwi:derbringlich verlorene Zeit es kosnn würde, wenn jedesmal die Thür ge önnet werden müßte. ganz abge sehen davon, daß es stören,' Lärm dabei entstehen könnte. - Merkel wirft einen Blick auf das Zeigerbrelt. Ach. schon wleder der neue Geheimrach Nr. 112!- murmelt er und, lächelt wohlwollend, halb be. lustigt. zur anderen Hälfte unendlich herablassend. Langsam geht er auf das Zimmer 112 zu. , Welch' ein Gang! Geschäftigkeit ge. paart mit Würde, die jede, auch die geringste Vertraulichkeit ausschließt. Dien steifer, aber ohne Uebereilung. mit stolzem und doch fast bescheidenem Seltstbemußtsein. welches weiß, daß auch oie eiligsten Sachen nicht ohne ihn gehen" können. Jeder Zoll einMini. sterialbeamter zwar Subalternbe amter, aber wer, frage ich. wer von den Nöthen 2, ja selbst 1. lasse aus der Provinz könnte ihm diesen Gang nachmachen? Diese überlegene Ruhe, diese vollendete Sicherheit, diese Größe. (insach grandios! Ohne anzuklovien tritt Merkel in
das Zimmer deö Geheimraths. ES ist I Vorschrift, daß nicht angeklopft wird. Man denke nur, welch eine eit ver loren oeben würd,. m?nn rA dm sc;.;ü. 7m n rt.i. Elntritte des .jt-iciicis cm i klopft
würde. Welch kostbare Sekunden würden bis zum Herein!" verstreichen, welche Geschäfte würden sie unterbrechen können, Geschäfte, die vielleicht nicht den geringsten, nicht den allergeringsten Aufschub dulden! Herr Gelzeimratb befehlen Merkel spricht es mit vollkommener Höflichkeit. Die Klangfarbe seiner senoren Stimme verräth genau den Rangunterschied zwischen ihm und dem vortragenden Rathe. Nicht ein Atom mehr oder weniger. Nur ein feiner Kenner, ein alter, im Ministerium ergrauter Beamter hätte vielleicht aus der scheinbar so unterwürfigen Frage einen leisen Unterton von grenzenlosem Mitleid heraushören können, ganz, ganz schwach, wie das Säuseln der Aeolsharfe. Um es kurz zu sagen: der neuge backene Geheimrath kam ihm lächerlich vor. Die neuen Herren aus der Provinz waren ja meistens etwa jugend lich-kbereifr:g; aber dieser trieb es doch etwa zu weit. Man denke nur; dreimal geklingelt in einer halben Stunde! Anfänger ! . Fast wehmüthig gedachte Merkel der Zeit, wo er vor 30 Jahren als junger Hilfsbote angefangen hatte. Damals hatte er freilich auch so etwas vom Uebereifer an sich gehabt. (5s ließ sich nicht leugnen. Etwas wie ein Seufzer entschlüpfte ihm. Diese Sache mit Sofort!" muß noch heute aus dem Hause!" sagt Nr. 112 geschäftsmäßig, kaum von den Akten aufsehend. Verstehen Sie?" Merke! nickt verbindlichst. Also bringen Sie mein Votum gleich in die Geheime Kanzlei 3 11.0. 2 zur Abschrift. Wenn die Sache kollationirt ist, bringen Sie sie mir sofort zurück!" Jawohl Herr Geheimrath'" Nicht eine Muskel in Merkels Gesichte bewegte sich, als er mit dem Schriftstücke verschwindet. Auch draußen auf dem Gange hätte ein mit den formvollendeten, ministenellen Umgangsformen nicht ganz Vertrauter kaum eine Aenderung in seinen GesichtSzügen bemerken können. Nur dem Kenner wäre vielleicht wiederum der wehmüthige Zug um den linken Mundwinkel aufgefallen. Nein, -abe? auch dieser Eifer! Als wenn bei einer Sache mit Sofort!" dieses wörtlich zu nehmen wäre! Jetzt lächelt Merkel wirklich. Wie konnte man nur so, so so unverzeih. lich diensteifrig sein und nicht wissen, daß Sachen mit Sofort!" zwar schnell ler erledigt werden als andere, aber doch nicht so schnell, so ja, das war ja einfach lächerlich! Wenn Merkel, der in der Korrektheit ergraute Merkel, hätte lachen können, so würde er jett vielleicht gelacht haben. Aber so etwas thut ein Ministerialbe, amter nicht. In der Provinz mag das ja vorkommen, aber im Ministerium, wo alles von größter Wichtigkeit ist, alles geheim" nein, so weit konnte man sich nicht vergess'n. Was sich der neue Geheimrath eigentlich dachte? Ob er gar keine Ahnung hatte vom dem Geschäftsgänge? Von diesem Geschäftsgänge, an dem die Weisheit von Generationen erfunden hatte bis er so sicher alle Räder )er Staatsmaschine durchlief, wie das Zeitungspapier die Rotationsmaschine? ' Dachte dieser noch vollständig im Provinzthume befangene Geheimrath denn gar nichl an all' die Zwischkninstanzen: Sekretär, Abtheilungsdirigen teil, Registrator. Decernenten. Codecernenten, Hilfsarbeiter, Referenten, Erpedienten, Kanzlei und dann denselben Weg wieder zurück bis zum Botenmeister? . Wie viele Sachen mit Sofort!" lagen nicht schon in der Geheimen Kanzlei II. 11. 0. 2, als Merkel dort ankam. Die Staatsmaschine kennt eben keine sonderliche Bevorzugung des einzelncn. sie hat auf das ganze den Blick zu richten, an alles zu denken, einfach an alles. Die Bureauzeit dauert bis 3 Uhr das weiß jedes Kind. Merkel wurde noch fünfmal nach 112 gellingelt. Jedesmal erwiderte er in demselben leidenschaftslosen Tone: Noch nicht aus der Kanzlei zurück, Herr Geheimrath!" Und jedtsmal entfernte er sich mit derselben vornehmen Ruhe, der nichts eürniS anhaben kann. Als die eilige ache mit Sofort"! nach drei Tagen abgeschickt wurde, war der neue Geheimrath schon viel ruhiger geworden. , Der Tonntagssager.
Humoreske von E. Konrad. Vornehm sah es' im Wirthshaus deS Dorfes Unter - Allebheim zwar nicht aus aber Wirth Crischan ' hielt immer auf einen süffigen Trank Bier. Und der Anstich" kam stets in's Herrcnftllbel, die Proleten vorn waren mit dem übrigen zufrieden. Trotzdem heut im Stübel nur ein Gast saß, war Herr Crischan 'gegen diesen .doch voller Aufmerksamkeit; es war ein Jagdgast ' und dazu ein guter: Durst geradezu , unheimlich! Und da klapperte er schon wieder mit dem Deckel ..... aber zum Entsetzen-. Crischans erklärte Meister Zimmermann, ein ehrsamer Hutmzcher aus der nahen Stadt: ' Ich möchte zahlen, ich muß noch in'ö Revier auf die Pürsch.", Aber, mein s:hr geehrter Her? Meister." redete ihm Crischan zu. ist das Vier .nicht prachtoä? Und Sie haben doch erst 's fünfte, während Sie sonst " Der Tropfen ist gut." unterbrach ihn der Nimrod. der in einem sehr standesgemäßen Jagdhabit steckte, ich möcht' ja schon noch das Sechste, aber 's geht beim besten Willen nicht." Na. warum henn nicht?" erkundigte sich Crischan theilnahmsvoll. , Sehen Sie." erklärte Meister Zimj.mermann. ich bin doch verhcirathet. - Sehr kräftig verheirathet fosci. Und
deshalb habe ich doch die Jagd gepachtet. Und da . sagt meine Frau, ich sollt' mich lieber um meine Hutmache rei bekümmern, als . . . na, Sie wissen schon! Und deshalb muß ich noch einen Hasen schießen und mindestens zwei Rebhühner . . . dabei wollte er nach seinem Schießeisen greifen. Aber mein Lieber." Crischan drückte seinen Gast sanft aus den Stuhl. nieder, es ist ia nicht wie bei armen Leuten, es ist ja Alles da." Dabei zeigte er nach . bet Jagdtasche des Meisters, in welcher ein feister Hase steckte und n deren Strippen" drei Hühner ihre älse hochreckten. Sapperlot." fuhr der Meister empor. Alles schon besorgt? Na, dann geben Sie mir das Sechste. Zum Schluß tanze ich dann für den ganzen Zimmt die Berappungs - Polka." ES war zu später Mitternacht, als der Nimrod bei der ihm angetrauten Frau anlangte. Der Hut saß ihm etwas schief, die Tasche mit Crischan's Jagdbeute hing ihm von der Schulter herunter. . Jetzt erst kommst Du?" begann die Gardinenpredigt, nun, das hat mir gerade noch gefehlt. Einen solchen Mann " Sei ruhig, mein Kind," unterbrach sie der Meister. Du brauchst Dich nicht aufzuregen. Hier steckt ein Hase, hier hängen drei Rebhühner." Alles selbst geschossen?" fragte die Frau ungläubig. Aber selbstverständlich." erklärte der Meister selbstbewußt. Die Frau wog den Hasen in den Händen. Ein feister Kerl," meinte sie mit zufriedener Miene, so daß es schien, als ob sich das Ehegewitter schon verzogen habe. Dann beschäftigte sie sich näher mit der Jagdbeute, betastete und beäugte sie von allen Seiten. Das Ergebniß schien ein geradezu niederschmetterndes zu sein, denn das Gewitter entlud sich nun doch: Du Schwindler," rief die Frau höhnisch aus, der Hase ist ja gar nicht geschossen, der hat auch nicht ein Schrotkorn im Leibe ...." Und nun begann ein furchtbares Lamento über die Schlechtigkeit der Männer im Allgemeinen und der des Meister im Besonderen. . Der juckte sich verlegen hinter'm Ohr. So'n heilloser Gauner, der Crischan, so'n infamer Schlingensteller. na warte, wenn ich den dem Förster zeige ...." Vater und Zohn. Von Hermann zu Vsentorff. Still war es im Kamp hinter den Kopjes, die dieses von der Ebene abschlössen, still und dunkel. Dann und wann hörte man die tiefen Athemzüge schlafender Männer und das halb verwehte Schnauben der in der Nähe lagernden Pferde. Am Fuße des ctii gels, unter dessen Schutz .das Streifcommando der Buren lagerte, zeichneten sich auf der dem Feinde gegenüber liegenden Seite, nur undeutlich in der Dunkelheit sichtbar, die Umrisse einer sitzenden Gestalt ab. die in der Richtung der Farm ausspähte. "Bon hinten kam Jemand an ihn heran, ohne daß der Sitzende sich umsah. Piet van den Bergh." wurde er anaeredet. und ein bärtiger Bur in stark von den Strapazen ls ewigen Kleinkrieges mitgenommener Kleidung trat heran. Dein Vater ist noch immer nicht zurück!" Es erfolgte keine Antwort, so daß der andere nach einer Pause fortfuhr: Ich soll Dich bier ablösen, der ComMandant will Dich sprechen." Der Sitzende erhob sich wortlos, hing sein bis dahin auf den Knieen liegendes Geloehr über die Schulter. Es war die schlanke, elastische Gestalt eines Jünglinos, der kaum dem Knabenalte? entwachsen zu sein schien. Kein weiteres Wort wurde gewechselt. Stumm nahm der andere den Lcobachrungsposien ein. Der Commandant, ein schon graubärtiger Alter, empfing am sehr niedrig brennenden, kleinen Wachtfeuer den Jüngling. Um ihn saßen die ältcren Männer gelagert, auf den Knieen die Henri Martinibüchse. Piet van den Bergh." begann der Commandant, nachdem er seine kurze Tabakspfeife aus dem Pcundwinkel gezogen hatte. Das Commando, will Dir einen wichtigen Auftrag geben. Du kennst Valhaens Farm, wo jetzt die Rothröcke sitzen. Dein:m Batcr muß etwas zugestoßen sein, sonst wäre er schon zurück. Geh Du hin und berichte uns, ob wir es wagen können. Die Nacht ist dunkel. Morgen kannst Du zurück sein." Keine Miene zuckte im tiefgebräun ten Antlitz des jungen Kriegers, als ihm der. so gefährliche, so ehrenvolle Auftrag wurde. Er sattelte sein Pferd und vertauschte seinen Anzug auf Anrathen eines älterenBuren mit dem eines früher gefangenen englischen Reitknechts, der sich unter anderen Kleidungsstücken im Gepäck vorfan. Dann ging es in die Nacht hinaus. V Wagen auf Wagen, eine lange Colonne, näherte sich den Gehöften von Valhaens Farm, wo die rothröckige Soldateska bereits erwartend umherlungerte. Es war keine gute Nacht gewesen, mit hungrigem Magen schlafen zu müssen, stets auf der Hut vor einem U:berfall jener Banden, die noch immer das Land durchstreiften. Und die Baaage war nicht da. Dies war höchstens dem gefangemn alten Parteigänger günstig, der so nicht durch d Trunkenheit seiner Wächter zu leiden brauchte. Schließlich konnte ihm das sogar sehr gleichgiltiss sein. , Die
Kugel war nun doch sein Loos. So ! hatte das Kriegsgericht nach kaum' viertelstündiger Verhandlung erkannt.
Abseits von dem Gehöft war flüchtig ein flaches Loch aufgeworfen. Dort stand jetzt der alte Graubartiae mit ' gefesselten Handen und schzute zum letzten Male über. die Fläche seiner verheerten Heimath, hinweg über die Menscben, die ihn umgaben. Er dachte an sein Weib. Und dann dachte er wieder an seine Gefährten, die er erst kürzlich verlassen, wo sich sein Jüngster befand, der letzte, bin ihm . die Blutdürstigen gelassen. Ob er dasfclbe Schicksal haben wurde wie ftin Bruder und fallen würde für's Vaterland? Ein kurzer Befehl das Commando zum Laden. Der Alte blickte auf seine Umg:bung. dann zuckte er heftig zusammen und seine Gesichtsfarbe wurde blaß wie der Tod. Er sah dort Jemand, Jemand den er kannte, dessen brennende Augen auf ihn gerichtet waren in Angst und höchster Seelenqual, und er zwang sich zur Ruhe. Noch ein Commando ein knatternder Blitz, und blutüberströmt fiel der Alte nach hinten, in's offene Grab, das sofort zugescharrt wurde. Einer der zurückströmenden Neuzierigen rannte unsanft an einen jungen englischen Reitknecht, der noch immer keine Anstalten machte, sich zu entfernen. Was stehst Du hier und gaffst. fluchte er. das kannst Du alle Tage sehen." Doch brummend verschluckte er das Uebrige und ging weiter, als er in ein unheimliches Äuge sah, in d:m es von Haß und grenzenloser Rachsucht aufglomm. - Die Nacht war nahe. Im Kamp war es lebendig geworden. Die kleinen stluppigen Pferde standen gesattelt.' Im Kreise beriethen die Führer, was man thun wolle. Ob er wohl wiederkommen würde, der junge Piet? Ein ferner Anruf wurde vernommen. Die Männer verharrten schweigend auf ihren Plätzen, und da kam nach wenigen Minuten eine Gestalt im alopp mit schaumbedecktem Thier heranaerast. Dicht vor dem .ommanvamen varirte Biet van den Bergh seinen Gaul, saß ab und erwartete die Anrede. Geht es?" vernahm man die tiefe Stimme des alten Führers. Ein furchtbarer Seelenkampf schien sich in den Mienen des Jünglings abzuspielen, dann brachte er heiser, fast tonlos heraus: Nein, Commandant. Sie sind zu viel!" Wir müssen zurück und warten." wandte sich der Alte an seine Umgebung. Jeder Mann von uns ist unerschlich, aber unsere Zeit kommt noch!" Der Jüngling wollte sich zurückziehen, als ihn ein Schluchzen über mannte, das seine ganz: Gestalt wie im Sturm erzittern ließ. Ruhig trat der Alte an ihn heran und legte seine Hand auf die Schulter d:s Fassungslosen, der sich nun vergebens mühte, sein Lbermäcbtiqes Gefühl zu unterdrücken. Der Bater!" agte er ernst, halb fragend, und als ein noch heftigerer Ausbruch des Schmerzes als einzige Antwort erfvlqte: Ich ahnte es, Pkt.Du bist ein braver Bursche. Piet. Ich danke Dir." Und grollend würd: seine Stimme: Sie treiben es lang.aber unsere Zeit kommt noch."
Nachtö Von A. v. Bercbthold. Ueber die Gassen still und leer Steht der funkelnden Sterne Heer, Und der Mond, der liebe Gesell. Scheint um Dach und Giebel fcll. . In des Lichtes irrenden Schein, In die schw-anken Schatten hinein Lenk' ich ziellos den müden Schritt Klingt da drüben ein zweiter mit ... . 's scheint mir ein fürstlich ragendWeib, Doch trägt's Lumpen am stolzen Leib, Doch fliegt wehend das wirre Haar -Unheimlich dünkt mich's ganz und gar. Stracks geht es vorwärts, geht und geht .... Wie's da mit einmal stille steht! . . . Am hohen, festverschlossmen Thor Hemmt es den Schritt und bleibt dabor .... Den Klopfer greift's . . wie's schallend dröhnt! Wie's her die stille Gasse tönt! .... Auf, ihr da drin! Heraus! Heraus! Die Sorge will in euer Haus!" ' DersauleMi'ether. Stu. dent A.: Wie, Du ziehst! Hat Dir Dein Hauswirth endlich gekündigt?" Student 23.: .Direct nicht; aber er hat das Zimmer mir gegenüber an meinen Schneider vermthet! . Boshaft. Schauspieler (eben so talentlos als arrogant): .In dem Lustspiel heute Abend gebe ich einen Kellner." Kritiker: Ei. da werden S am Ende ar gerufen!? Um jeden y r e l s. Ist es wirklich wahr, daß der Sonnta?Ljer Müller mulich eine von ihm geschosiene Kräbe verspeist hat?" Allerdings. ;r wollte nämlich endlich etwas Selöstgelchossenes essen." Trost. Stubenmädchen (zum weinenden Fräulein, deren Partie mit einem Lieutenant zurückging): Ach, diesen Schmerz habe ich auch schon oft' gefühlt, ja ich weiß es, bei der siebten Compagnie tauger. ste alle nichts!" , Schwere Aufgabe. Wa für eine schmerzliche Miene die Post-, beamtin dort seit ein paar Taqen ' mnAim tn hi? Kni ,Zn? Nn, ,Z, ihre Todfeindin erhalten, als Amtsgeheimniß zu verschweigen!" . ... . ". ' ' " ' W"3V'
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