Indiana Tribüne, Volume 25, Number 137, Indianapolis, Marion County, 4 February 1902 — Page 4

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Jndimm Trwttnc. Erscheint TügliÄ uud EonmagS.

Httautgkgeben von der : thibuxe publisiiinq co. Jnlikna5ottS, Int. Onite: 18 Sd Alabama etrfjc. ei. 1171. - , Tage- und Sonntagsblatt . nur 10c per Woche. a elaz.ae achtsevwe demokraMche dtlatt im Staate Onfciiwa ir ewn aröKerenErrnNativn l irgendeu veutsche Zeitung. Z,beliedtee Organ der Deutscheu RÄ-aH tettidmianiförn Vereine und OrzaräsaNrne. D e populärste nd bedeutendste deutse'demo kratilche ZeirunH der Stadt und de Staate In diana. Anzeigen finde drch bie Tribüne- diewrttrffe Verbreitung und tzaden anerkannt den desten Erfslg. til S,nntabtt der Itibüne- ist da billigste nd be devrlcke Jamilienblatt fxoen Formatt im Esard egrn seiner SteiÄdeUttst nd Ut sorgfältig gewählten Inhalts allgnnrm beliebt. vEonntagbltt koftet nur 5 Cent, mit dein Abendblatt zsssmv.en 10 Cent ittf$oi.vcm Träger In' Hans geile oder per Pojt versantt. Tne- ji il Indianapolis P.' 0. as second das mai) matter. Dienstag, den 4. Februar 1902 Blattern In einem prominenten Washington Str. Gebäude. . In einem prominenten Washington Str. Block ist heute ein Blatternfall entdeckt worden. Der Stxan.lt wurde nach dem Pesthaufe gesandt. Die Beamten weigerten sich anzugeben, wer der Kranke ist und in welchem Gebäude er gewohnt hat. Aus dem Polizcigcncht. Die heutige Sitzung war eine kurze, da nur wenige Fälle auf dem Gerichts latenter, verzeichnet standen und kein einziger von ihnen von nknnensweither B-dentung war. Wegen Diebstahls wurde Samuel Wright um 1 und Kosten bestraft. . Ernst Lynch und Pearl Stratton, welche ebenfalls des Diebstahls schuldig befunden wurden, sind zu dreißig Tagen Arbeitshaus und Zahlung von $10 und Kosten vcrurtheilt worden. ' Sam. Ä..Smith, der Unterschlagung und Robt. Lynn des thätlichen Angriffs angeklagt, werden am 121 ds. prozessirt werden. - " Die Fälle der angeblichen Lotto Agenten John Smith, Charles San -ders, Cooney .kZeevers, Jacob Battle und Wm. Brown' werden am 12. Febr. vor einer Jary zur Verhandlung ge langen. - i Tiakonie Verein. Die neuerwählten Direktoren dcö Diakonie Vereins haben sich gestern wie folgt organisirt : Präsident Pastor Peters. VicePräsident-Henry Russe. Prot. Sekretär August Aldag. Corr. Sekretär Pastor Vix. , FinanzSekretär Henry Klanke. Schakmeister Gustav Schnull. Die verschiedenen Komites werden in nächster Woche ernannt werden. Durch einen Vergleich erledigt. Flora Harris, Wittwe des Stephan Harris, welche die Panhandle Bahn Gesellschaft auf 55000 Schadenersatz verklagt hatte, hat die Klage zurückge zogt. Die Verklagten haben sie mit $2350 abgesunden. Die Hollenbeck Preft." Die .Hollenbeck Preß,7 welche mit einem Aktien Kapital $m -$60,000 ($30,000 bevorzugte und $30,000 ge vöhnliche Aktien) inkorvorirt wurde, wird nicht mit der Bowen.Merrill Co. consolidirt werden, trotzdem die Direk toren Wm. C. Bobbs, Charles W Merrill und Merrill Barklcy mit der selben in Verbindung stehen. Die .Hollenbeck Preß" wird in ihrem Ge bäude, Eck.' der Meridian Str. und Circle verbleiben und die Geschäfte werden so fortgeführt werden, wie zu den Lebzeit-n C. E. Hollenbccks. In dem Arbeiterperfonal wird keine Vcr änderung stattftnden. Befürwcrten eine Ttcinbrücke. Die Direktoren des Kommercial Klubs habe.: heute eine Resolution an genommen, der zufolge sie eine Stein brücke über den White River an der West Washington Str. befürworten.

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Aus ArbcitwKreiscn.

Es besteht seit Längerem' die. Absicht", hier ein .allgemeines Arbciter'hauxt-. quartier zu fcciicn, doch hat dafür strts das nöthige Interesse und der eifertet lichc riervuserum" gcfcljlt.' In Crntral Labor Union Kreisen wird darauf. Angewiesen, daß das abor Day Knite einen Ueberschuß von $1.200 vo, letzten Jahre befitzt nd dieser Betrag 'könnte als Grundlage dienen, um das Projekt durchzuführen. Das Komite.war aber bislang nicht geneigt, die-in fein?n Handen besind lichen Fouds.u dem erwähnten Zwcäe zu opfern.. N Bei einem Sau ander Virginia Ave. durch Kontrckltor Koehring wurde die Entdeckung gemacht, daß Nicht.Union leule mit 'Unior.'Schreinkrn zusammen arbeiteten. Auf eine bezügliche Auf forderüng hat sich der Kontraltor bereit erklärt, . die Nicht Unionleute durch Union Ardcitei-zu ersehen. Präsident W. D. van Horn hat die Jahresversammlung der Kohlcnarbeiter Jndianas auf den 25. Februar nach Terre Haute emberufcn. Wahrscheir. lich wird die Konvention mehrere Tage in. Sitzung bleiben. Die Lohnfragc wird aus Grund der Ergebnisse, Welchen die gegeärtig in Indianapolis Lgendc zwischenstaatliche Konferenz ge langt, geregelt werden. Die wichtigste Frage für die Arbeiter Jndianas besteht- in der Erlangung eines offenen Pulvermarktcs. Der auf der letzten Staats'Konvention gefaßte Beschlufz, daß die Arbeiter ihr Pulver von den Arbeitgebern kaufen sollen, hätte einige Woche fiitcr beinahe zu einem Strike im ganjai Kohlengebiet geführt. &Cf' 2 ic diesjährige StaatsFair wird fünf Tage dauern &d vom 15. bis-19. September stattfinden. CT Fru Bertha Kne?ci hat fünf Doppel.Häuser, No. 1202 1220 Ost Washington Str., für 520,000 an Chauncy L. Turner verkaust. f7 Die County.KommissSre sind geneigt, dem Conty-Counci! in einer im April abzuhaltend'en ExtraSitzung eine Verwilligung für. das Blattern Hsspital zu empfehlen. Bis dahin werden die Gerichte wahrscheinlich auch schon die Entscheidung betreffs des Baues der W. Washington Str. Brücke abgegeben haben. ' Sin EndemitSchrecken hat in Breslau die zwölfjährige im glückliche Ehe des wrt Graben- 13 wohnenden Tintenmachers Zimmermann und seiner Frau durch folgendes Ereigniß gefunden: Beide Eheleute waren dem Trunk ergeben. Ihre Mitbewohner wurden oft Zeugen der wüftesten Scenen, die sich ereigneten.wenn Beide im Rausche nach Haüfe kamen. So fiel es nicht weiter auf, als kürzlich Beide schwer bezecht die Treppe h?rauf wankten und aus der Stube der nicht ungewohnte Lärm einer häuölichen Scene drang. Bald darauf aber ertönten gellende Hilfeschreie, die Frau stürzte gleich einer lebenden Fackel auf den Flur. Man bemühte sich, die Flammen zu ersticken, während der Mann theilnahmslos der furchtbaren Scene zuschaute. Und trotzdem die Kleider der Unglücklichen vom Feu?: fast vollständig verzehrt waren, und der ganze Unterkörper entsetzliche Brandwunden aufwies, stieg die Frau selbst die steilen Treppen hinab und in den Wazcn. der sie nach dem KrankenHaus? führte, wo sie am nächsten Mo? gen starb. Ihre letzten Aeußerungen wiesen fortwährend darauf hin, daß ihr Mann die Lampe nach ihr geworfen habe. Und während sie im Hospital den furchtbaren Verletzungen erlag. kam der Mann sinnlos betrunken beim, legte sich vor die Schwelle seiner Wohnung auf den Flur . nieder. , ging von hier erst Nachmittags fort, von Neuem in die Kneipe und wurde immer noch sinnlos betrunken, verhaftet. . ,. .,. :. , . . ' cra Das beste und zuverlässigste Mittel Men.alle 5?als-und Brust- Leiden ist Dr. Bull's Husten Syrnp. Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, Lungensucht,Lung-en-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Kurirt rasch und sicher Husten und HeiscrZeit, und kostet nur 25 EentS die Jlssche.

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Attsland Depeschen.

ftttö dem deutschen c Eme Warmlng an die cxtremen Agrarier. Du Regierung will eher die Zoll- ! vorlade znriickzichen , 5 LIs den Sgranern weitere Augestandniffe machen. .Christliche Heilwissenschast" im Reichstag erörtert. . ' Hcstige Stürme an Europa. SchWungkuckc im britischen Kanal. m Aon dem französischen SHiff Chanarat" uur eiu Ä!auu gerettet. A dem deutschen Reich. Bii n. 4.Fed. Der Note, welche die Regierung an die ..Norddeutsche Zcitunz" .geschickt hat und in der die oll-Wiemisten davor gewarnt werden, daß sie die Zollvorlage ,im Ganzen gefährden, wenn sie auf der weiteren Erhöhung de,r Zölle bestehen, .legt man die grosse Wichtigkeit bei. DieRegierung ist offenbar entschlossen, .die Vorläge ganz zurückzuziehen, ehe sie den Agrariern wertereZugeständnisse macht. Die liberale Presse hält denAi.tikel in der NorddeutschenZeitung" für ein persönliches Pronunziamento des "Reichskanzlers Graf von Bülow. Die Agrarier lassen sich aber nicht einschüchtern, und es scheint, dafc sie lieber sehen würden, daß die Vorlazurückgezogen als in .ihrer jetzigen Form .angenommen vird. Die agrarische Liga'-, macht einen groben persönlichen Angriff auf den Grafen von Bülow, in dem sie in einem Cirkular sagt: A Es ist gescheidter. da man nichts i gegen eine Krankheit thut, bis ein geschickter Arzt zur Stelle ist. als , daß man einem Pfuscher gestattet, die ganze Sache zu verderbend . .t.' Im Reichstag wurde am Montage der sogenannten Christlichen, Heil Wissenschaft" einige Aufmerksamkeit' geschenkt. Während ein Antrag debattut, wurde, demzufolge alle Jrrenanstalten des Landes unter die Kontrolle der Reichsbehörden gestellt werden sollten. sagte Dr. Heinrich Müller, von d:r Freisinnigen. Vereinigung, daß 'seiner Ansicht nach die Regierung etwas gegen den Frau Eddy Schwindel an Flottwell Str.. Berlin" thun solle. Er nahm Bezug auf das Etablissement eines gewissen Fräuleins Schön, wo für' zwei Mark die Stunde Krankheiten ang?v-'' lich mit Gebeten geheilt würden. 'Dr Müller fugte hinzu, daß eine Anzahl Kunden des Fräulein Schön der besseren Gesellschaft '.Berlins angehörten. . Der konservative frühere Hosprcdi-. ger Stöcker sagte, daß die christliche Heilwisscnschaft das Produkt , einer schlechten Philosophie und rincr noch schlechteren Theologie sei, die von den Ver. Staaten importirt worden., und daß sie in Deutschland verboten und unterdrückt werden sollte. . Der Staatssekretär des Innern, Graf von Posadowsky-Wehner. antwortcte darauf: Die christliche Heilwissenschaft und der Spiritualismus sind desselben physiologischen Ursprungs, und ich haltc sie beide für schädlich und gcmeingefährlich. Es giebt aber gewisse Phänomcna. die selbst auf die gebildeten Klassen Eindruck machen. Phänomen, deren psychologische Ursachen kaum ergründet werden können. Wenn sich Jemand einmal so etwas in den Kopf gesetzt hat. dann kann man selbst bei Menschen, die sonst gewohnt sind, ruhig und vernünftig zu denken, nichts mehr mit Gewalt ausrichten. Ich warne ernstlich davor, daß die Gewalt des Staates gegen solche Dinge angcwendet werde." Die Angelegenheit wurde dann fallen gelassen. Jn Südafrika verunglückt. 'L'o'n d o n ,' 4. Febr. Die neueste südafrikanische Verlustliste enthält auch den Namen des Carls of Munster (Geofrey George Gordon Fitz-Cla-rence). der am 2. Februar zufällig bei den Sapo-Mincn ums Leben käm. Er war Major und Kommandeur des Bataillons der Royal Scols. Er wurde 1859 geboren. Wie Hauptmann v o n 'S i e gfeld um's Leben kam. Antwerpen. 4. Fcb. Ueber den Tod des Hauptmanns . Tartsch von, Siegfeld von der deutschenLuftschifferAbtheilung, der am Samstag zusammen mit Dr. Linke in Berlin einen Aufstieg machte, von einem Sturm aber in fünf Stunden. hierhergetrieben wurde, sind die folgenden Einzelheiten bekannt geworden: Ein heftiger Sturm hatte den Ballon, aus dem schon das meiste Gas entwichen war. dicht über den Masten der Schiffe hinweg über die Scheid? getragen. Am jenseitigen Flußufer würde ein Anker ausgeworfen, das Seil riß aber und der Ballon wurde dann über das Dorf Zwyndrecht fortgetrieden, von einer, aufgeregten Menschen-

menge verfolgt, -we'.che die verzweiselten

versuche der Lustschifte:. eme Landung 5:1 bewerkstelligen, beobachtete. Dr. Linke sprang schließlich, als sich der Ballon nur 15 Fuß über dem Boden befand, aus dem. Korb, ohne sich bcsonders schwer zu verletzen, und 5auptmann von Sic'gfeld versuchte, ihm 'zu folgen. Er verwickelte sich aber in die Stricke und blieb mit dem linken Fuß hängen; er wurde noch eine Strecke von 600 Fuß in dieser Lage sortgetragen und sein Kopf schlug dabei wiederholt auf dem Boden trnf. Als es den'Bauern endlich gelang, den Ballon zu 'fangen. war der Kopf von Siegfeld's Jänzlich zerschmettert und auch war dasRückgrat des Mannes 'gebrechen. - . Hauptrnann von Siegfeld war; einer der prominentesten Luftschiffe? der deutschen Armee. ' WZnter in Europa. London. 4.3fe&. In ganz Eurcpa wüthen furchtbare Cchneestürme. In Madrid ist der Straßenbahnverkehr ganz eingestellt worden und im nördlichen Spanien si:fa ganze Dörfer eingeschneit und viele Dbstbäume unter der Last des Schnees abgebrochen. Auch in der Schweiz sind viele Dörfer ganz isolirt. Ein brutaler Mörder. Win n ipeg. Man.. 4. F:b. Walter Gordon, der von Ba'.ifax hierhergebracht und der Ermordung von George I. Daw und Jacob Smith im Juli vorigen Jahres ngeklazt würd?, hat ein Geständniß abgelegt. Er hatte Daw erschossen und seine Leiche in einen Brunnen geworfen. IDa der Hund Daw's nicht von der Stelle fortgehen wollte, tödtete Gordon cnch diesen und er warf ihn seinem Herrn nach in den Brunnen. Smith kam dazu und um zu verhindern, daß er ausplaudere, schoß Gordon auch ihn nuder und er warf seine Leiche zu den anderen. Gordon hatte Daw ermordet, um in den Besitz seines Eigenthums zu gelangen. Der Mörder ist. erst 23 Jahre alt. Von einer Lawine verschüttet. . G r a z. Steiermark, 4. Febr. Ein? von dem Bobratsch-Berg niederaeaangene Lawine hat am Sonntag das in der Nähe von Sillach gelegene .Dorf Bletberg thetlwnse . verschüttet. Eme ganze Anzahl Personen sollen dabei mn's Leben gekommen sein. t Im sicheren Hafen. tL'ondon, 4. Febr. Der DoverOsiende Passagier-Dämpfer Marie Henttette" wurde am Montag Morgen, nachdem er in dem furchtbaren Sturm in beschädigtem Zustand 63 . Stunden lang in der hohen See umhergetrieben war, von einem Schleppdampfer in den hiesigen Hafen gebracht. Der Sturm iljetzt am Nachlassen. ; Schiff verunglückt. London. 4. Febr. .Dir erste Ofsizier des französischen Schiffes Fhanaral" wurde am Montag -in Falmouth gelandet. Er ist der einzige UeBirlebende von einer Besatzung von 22 Mann. Die Chanaral" ging am -30.' Januar von Nantes. Frankreich, .ab und gerieth im biscayischen Meerbusen in einen heftigen Sturm, wäh.rend dessen drei Boote von den Wogen, sortgerissen oder zerstört wurden. Am nächsten Tag, als das Schiff in der Nähe des Kap Ushant angekommen' war. verschob, sich die Ladung und das Schiff schlug um. Der Maat und fünf Matrosen hatten inzwischen das einzige noch übrige Boot ausgesetzt, aber auch dieses schlug um und die fünf Majrosen ertranken. Der Maat hielt sich am Kiel des Bootes fest, und es gelang ihm auch, es wieder aufzurichten ; es wurde noch mehrmals umgeworfen, es gelang dem Maat aber immer wieder, sich 'am Kiel festzuhalten und er wurde schließlich aufgenommen, nachdem er sich zwölf Stunden im Wasser befunden hatte. Sein Zustand ist ein sehr kritischer. " Die Chanaral" war ein Schiff von 1388 Tonjicn und gehörte A. D. Bordes und Sohn von Dunkirk. . ..Die Barke, die am Sonntag Abend an den Scilly Inseln zerschellte, und die man für ein deutsches Schiff hielt, war die italienische Barke Lofaro", von 663 Tonnen und Eigenthum von F. Lofaro von Neapel. Der Fischer - Dampfer Anlabey von Hull. ist mit einer Mannschaft von zwölf Personen an der Küste von Jr land untergegangen. .Loyale Maor.i'S. . .Wellington, Neu-Se'eland, 4. Febr. 'Eintausend Maori's. haben sich erboten, irgendwo im britischen Reich Garnisonsoienst zu derrichten. um eine gleiche Anzahl britischer Truppen für den Dienst in Südafrika freizumachen. Scharf gerügt. London, 4. Febr. Der Glofa" erklärt in einem längeren Artikel, daß der Empfang, den die Kaiserin-Wittwe sowie der Kaiser und die Kaiserin von China am letzten Samstag den Frauen und Kindern der Mitglieder des diplomatischen Corps in Peking gegeben, jedem Europäer und Amerikaner das Schamgefühl in's Gesicht treiben müsse, und die Zeitung macht ihrem Unwillen darüber Luft, daß die Gesandten ihren Frauen und Kindern gestatteten, sich zu degradiren, indem sie sich vor dem infamen Weib verbeugten und aus ihren blutbefleckten Händen Geschenke entgegennahmen". . Das Blatt fügt hinzu : Das i . ..L. c cm II. i. ' atsoano, oas cie aertn-lirwe oer Frau Conger um den Hals legte, hätte zurückaewiesen werden sollen als das

efcyen: emer Moroenn. Die man für den qualvollen Tod amerikanischer Frauen verantwortlich halten muß. Die Hauptschuld trifft allerdings nickt .die Frauen, sondern die Diplomaten haben einen, unverzeihlichen Fehler beZangen, die'ks ihnen gestatteten, sich in solcher Weise zu entwürdiclen. Es heißt. daß die Damen sicn demüthig vor der anmaßenden Tyrannin verbeugt haben. Eines Tages wird dies noch je mand ernstlicki bereuen." -

.,., Ans der Bundcshauptftadt 57. Kongreß, ßk sie Sesfton. Repräsentantenhaus. W a s h i n g t 0 n , D. C.. 4. Febr. Das Haus beschäftigte sich am Montag ausschließlich mit der Oleomargarin Vorlage. Die Gegner der Maßregel versuchten am Anfang der Sitzung zu flibustiren, sie wurden aber bei der ersten Abstimmung mit mehr als einer Zweidrittelmehrheit geschlagen und sie gaben dann alle. weiteren Versuche aus. Die heutigen Redner waren die Repr. Henry von Connecticut,' Hastings von Vermont und Gramm von Illinois für die Vorlage und die Repr. Wadsworth von New Bork. Foster von Illinois. Burleson von Texas und Claytcn.von Alabama dagegen. Diejenigen, die der Maßregel opponirten. .befürworteten das Subftitut. das lediglich den Zweck haben soll, den betrügerischen Verkauf von Olecmargarinc als echte Butter zu verhindern. Senat. Im Senat 'gab die Zollvorlage für die Philippinen auch am Montag wie.der Veranlassung zu einer animirten Debatte. Sen. Cormack. Demokrat von Tennessee. hatte eine längere Rede über die Angelegenheit gehalten seine erste Rede im Senat als Senator Beveridge mehrere Behauptunten des Senators in Frage zog. Die Debatte, die sich dann entspann, war eine Zeit lang eine, sehr lebhafte und sie nahm bald einen , streng, politischen Charakter an. Zwischen den Senatoren Beveridge' und Tillman (S. C.) kam es zu einem sehr heftigen Wortgefecht. Ehe die Philippinenvöilage aufgenommen wurde, war die Äorlage. derzufolge die Saläre der Bundcsrichtcr erhöht werden sollen, eine Stunde lang in Erwägung gezogen worden. Republikanischer Kaukus. Die republikanischen Mitglieder des Repräsentantenhauses hielten am Montag Abend von 8 bis 11 Uhr eine. Kaukusversammlung ab. rn der darüber berathen wurde, was Angesichts der Beraubung des Stimmrechts der Neger im Süden gethan werden solle. Der Kaukus kam zu keinemEntschluß und vertagte sich bis zum Montac nächster Woche, wann die Angelegen'-, bcit eingehender besprochen werden soll. . Die Republikaner vom Süden verlangten ein Bundesgesetz, das Ordnung in das Wahlsystem im Süden bringen solle. Von den 200 Republikanern wohnten 125 der Versammlung bei. Eine. Konferenz i n S a ch e n Schleys. .. Die Admirale Evans und Taylor. Kapitän Clark und Commander Wainwright hatten am Montag eine mehrstündige Konferenz mit dem Präsidenten Roosevelt. in welcher die Berufung des Admirals Schley gegen die Majoritätsentscheidung des Unterfuchungsgerichts besprochen wurde. Das Gutachten des Präsidenten wird wahrscheinlich erst naoh längerer Zeit erfolgen, denn es scheint die Absicht des Präsidenten zu sein, mit allen höheren Offizi'.'ren. die vor dem Kriegsgericht ausgesagt haben, zu konferiren. Der Präsident behielt die Offiziere auch zumFrllhstück bei sich. Neue Postmeister. Der Präsioent ernannte während deZ Tages unter Anderen die folgenden Pestmeister für Ohio und Jndiana: Ohio: John W. Cuvv. Galion; G. W. W. Wilkinson. North Baltimore. Jndiana: Albert C. Beaiß, Peru; Elam H. Ncal. Jonesboro; John D. Chambers, Williamsport. Die Stärkender Milizen. Eine Zusammenfiellungder Berichte der Generaladjutanten der Milizen in. d: verschiedenen Staaten ist am Montag dem Senat zugeschickt worden. Es geht daraus, hervor, daß sicb die Gesemmtzahl der Milizoffiziere in der verschiedenen Staaten und Territorien auf 8.751 'und diejenige der Milizsoldaten auf 106.998 beläuft. Die Gesummtzahl der unorganisirten. für den Militärdienst verwendbaren Männer wirl auf 10.845.268 angegeben. Chinas ersteAbschlagsahl u n g. Das Staatsdepartement ist von dem Gesandten Conger aus. Peking benachrichtigt worden, daß er die. erste Abschlagszahlung auf die Kriegsentschädigung von der chinesischen Regierung erhalten habe. Ein Geschütz geplatzt. Das Marinedepartement ist von dem Admiral Higginfon. Kommandeur des nordatlantischen Geschwaders,- b'nachrichtigt worden, daß bei den SchießÜbungen in der Nähe der Culebra Insel. PortoRico. ein fünfzöllizes Geschütz der Kearsarg:" geplatzt ist. ' 15s ist Niemand dabei verletzt worden.

Für Kinder. ii,.r ter Festen. T.I.ir. litt trt.irsrtm?

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