Indiana Tribüne, Volume 25, Number 135, Indianapolis, Marion County, 2 February 1902 — Page 3

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-Zans nnd Grete.

3i einen von Friedrich Lpiclhagrn. toat'3 und ein so ttaitt -sonniger Herbsttag, wie ihn sich ein Kirine-Beucy mqi iiarcr uno irrn-r tmr wünschen kann. ?ln der Schenke standen alle Fenster auf. und ls den offenen Fenstern schallte (Sir. gen und Lärmen und zwischen durch Cv i !1 rvk ein yeucr uuct ivcu in yiu in. Vor der Schenke aber hatten sich die Dorfkinder versammelt, die inErWartung der Dinge, die da kommen sollten, auch schrieen und larmten.um c crr .11. ' L V. sm C . oic Zueile Mli v?n irciucu yivwi uu den vor dem Karren des alten Pantof ItU&lauZ. ütt eben beimaekommen war zur unglücklichen Stund wer hatte jetzt Zeit, sich um jeuie Waare zu bekümmern! Selbst die ?othbäck:.zen Dirnen, die, einander umfassend, in geziemender Entfernunz standen,blickten nur immer zu denFenstern empor.und stießen einander mit den Ellenbogen an und kicherten und -kreischten, wenn was von Zeit zu Zeit aeschah einer von den Burschen sich oUn zeigte und ihnen mit der Flasche winkte, oder ein Wort zurief, das der Lärm verschlang. Du. sagte die Eine, heute dauert's aber lange. Ist auch ganz was Besonderes, sagit die Andere; Bruder hat mir'ö gesagt. Was hat er gesagt ? riefen sechs Stimmen auf einmal. Ich darf's nicht wieder sagen, rief Anne-Kathrin. nein, gewiß nicht, ich darf's nicht, laßt mich zufrieden. Sie weiß nichts, gelt, sagte die . Erste. Die andern 'ack'ten. So. ich weiß nichts? sagte AnneKathrin eifrg. Na. jetzt dars ich's wohl sagen, sie müssen ja doch gleich kommen. Der Hans ist zurück. Von den Soldaten? Winzig's Hans? Der lange Schlagtodt? so riefen die Andern. Ist's möglich? Seit wann denn? Wo hat er gesteckt? Laßt mich zufrieden! noch einmal sag' ich's, schrie Anne-Kathrin, Ihr reißt mir ja fast meine Kleider vom Leibe. Gestern spät ist er gekominen, als der Schulze schon Feierabend geboten hatte ;hat nur noch wenige in der Schenke getroffen, meinen Bruder und noch ein paar. Die haben gleich verabredet.daß Hans heute unter den Heischern sein soll; und etwas recht Tolles will er machen, der Hans was, weiß ich nicht. Gelt, da sind sie! Die Musikanten kamen aus der Schenke die Stufen hinab und bliesen einen vhrzerreißenden Marsch; hinter ihnen in der weit aufgerissenen Thür zeigten sich biet sonderbare Gestalten. Die eine links war in ein graues Gewand gehüllt, das um den Leib mit einem breiten Gurt zusammengehalten wurde. Auf dem Krpfe trug sie eme graue Perrücke von Ziegenhaar, ünd ein zottiger ellenlanger Bart von denselbem Stoff fiel ihr weit über die Brust herab. Alles in Allem sollte si: wohl den Knecht Rupprecht vorstellen, hätte sich aber mit vielleicht noch größerem Erfolge für einen polnischenJuden ausgeben können; die andere rechts war ähnlich ausstaffirt, mix daß Perücke und Bart aus Hobelspähen bestanden, was in Verbindunng mit der Art. die sie im Gürtel flecken hatte schon mehr auf einen Holzfäller oder Kohlenbrenner hindeutete - Zwischen diesen beiden Gestalten schritt eine dritte, die eine ungeheure Haube auf dem Kopf, einen jener kurzen Frauenmäntel, wie sie in der Gegend getragen werden, um die Schulter hatte und nach unten zu iij einem Weiberrocke stak, oder vielleicht in mehreren.den es hatten augenscheinlich zwei oder drei zusammengenäht werden müssen, um Beine von so außergewöhnlicher Länge zu bedecken. Die Gestalt nämlich überragte weit die beiden Andern, die doch auch stattlicheBurschn waren, nur diese enorme Größe, welche durch die Frauenkleider scheinbar noch erhöht wurde, zog das Lächerliche der Erscheinung fast in's Ungeheuerliche. Es war kein Wunder, daß die kleineren Dorfjungen heulend davon liefen, die größeren wie besessen schrieen, die Hunde des Pantoffel.Claus an ihren Strängen zerrten und nach dem Ungeheuer schnappten und bellten, während der Pantoffel-ElauS m grimmig schalt. Ein paar Dutzend Gänse, die sich ebenfalls eingefrniden hatten, stoben mit hellem Getön auseinander, di meisten in den Bach, der auf der anderen Seite der Dorfstraße floß; die Mädchen kreischten, die Burschen, die hinter den Heischern" herzogen, johlten, die Musici thaten ihr Möglichstes mit Blasen und Pfeifen es war ein Hollenspektakel, daß sie in den Häusern überall an die Fenster und vor die Thür liefen, den Zug kommen zu sehen. - Der benxgte sich nur: die Dorfstraße hinab; aber, wie. auch jeder der Burschen die Aufmerksamkeit durchSchreien. Rufen. Johlen und Mützenschwenken auf sich zu ziehen suchte-, wie possierliche Sprünge auch der mit demZiegenbart machte, und wie 'gravitätisch auch sein College mit den Hobtlspahnen einherschritt, daö vorzüglichste Interesse concentrirte sich doch auf den Langen in den Weiberkleidern, . und man mußte es ihm lassen, daß er seine Rolle gut zu spielen verstand. Bald trippelte er wie ein Dorfjüngferchen, das sich die Sonntagsschuh auf einem, verregneten Wege nicht beschmutzen will, bald schritt er stolz einher und fächerte und drehte sich wie eine Stadtdame, jetzt warf er den Mädchen nach rechts und links verliebte Kusse zu.jetzt ii es tuiuui. ma mtnn luittiin A a 1 T - - 3 . und jetzt, als msn an einenRina X i

Nein quer über die Gasse kam, hob er gar die Röcke vorne gar zierlich mit Daumen und Zeigefinger bis zum

Knie und zeigte die langen Beine in den grauen, rothgestreisten Soldaten Hosen. 'ist eben noch der alte, sagte der Bäcker Heinz, der, die Hände in den Taschen. vor der Thüre stand, zu einem Nachbar, dem Kaufmann Wesemeier, welchen der Lärm hinter sememLadcntische hervorgelockt hatte. Ja, das ist er, antwortete HerrWesemeier ein kleines, mageresMännchen der alte lustige Vogel, der alte lustige Vogel. Herr Wesemeier sagte das aber gar nicht lustig, weil ihm plötzlich vorkam, als ob der lange Hans die schönen Sachen, die drinnen in derStube auf dem Festtisch lagen, und denHeischern" zu.gedacht waren, ganz allein würde aufessen können. Sie kommen zu Euch zuerst, Nachbar.sagte der Bäcker. Ja, das thun sie, das thun sie, sagte Herr Wesemeier. In der That schwenkte der Zug jetzt von der Straße links auf den nicht allzubreiten Steg, der über den Bach auf HerrnWesemeier'3 Haus zuführte, und ein ungeheures Schreien und Juchzen entstand, als jetzt der Hans, anstatt über den Steg zu gehen, mit einemSatz über den Bach sprang, daß dieWeiberkleider weit hinter ihm in der Luft flatterten, bis unmittelbar vor Herrn Wesemeier,' der voll Entsetzen ein paar Schritte zurückfuhr, während der Backer nur eben mit den, dicken mehligen Lippen lächelte und sagte' Hat Dich der Teufel noch nicht geholt, Hans? Der Hans machte statt allerAntwsrt einen tiefen Knix und verzog sein hübsches Gesicht zu einer scheinheiligen Fratze. Na. dann wird er s wohl bald thun. Hans, sagte der Bäcker. Nicht eher, als bis Ihr die größten Semmeln backt auf dem Walde, sagte der Hans, mit einem zweiten noch tieferen Knix. Der Backer wart ihm einen dosen Blick zu, aber jetzt kamen auch die Anderen herangeschwärmt, und gerade hinein in des Kaufmanns Haus gina es. Herr Wesemeier folgte den Burschen und sah mit saurer Miene, wayrend er die Hände übereinander rieb, zu, wie die Burschen, was auf dem Tische stand, in ihre Sacke steckten. Wirst wohl nun bei uns bleiben, Hans, fragte Herr Wesemeier. Glaub's nicht, erwiderte Hans, rndem er ein sehr mageres Schinkenbein in deij Sack schob, die Schweine haben mir hier zu viel Knochen. . Damit warf der Uebermuthige seinen Sack über die Schulter, und als er aus dem Hause trat, that er, als ob er unter der Last zusammenbrechen müsse, was dann wieder ein gewaltlges Lachen und Schreien der draußen Versammelten hervorrief. So gmg's das Dorf hinab, von Haus zu Haus, und immer größer wurde der Schwärm, der mitzog, und immer lauter und gellender das Lachen und Schreien, denn immer tollere Capriolen und Possen trieb der Hans und wenn sie glaubten, jetzt habe er seinen letzten Trumpf ausgespielt, wußte er immer wieder ein Schelmenstückchen. das noch besser war, als alle die vorhergegangenen. Man hatte das ganze Dorf durchgeheischt", und war auf dem Rückwege beinahe wieder zur Schenke gekommen. als plötzlich einer von den Burschen rief: Jetzt müssen wir noch zumSchulmeister! Ja, ja, zum Schulmeister! riefen die Anderen wie aus einem Munde. Der Schulmeister und Küster Selbitz besaß von seiner verstorbenenFrau Seite em Stuck. Land, welches er selbst bewirtschaftete, und mochte somit wohl zu den Bauern gezählt werden, auch war noch alle Jahre bei ihm geheischt" worden, wie bei den Anderen; aber der Hans, der eben noch der Tollste der Tollen gewesen und in der That mehr als bald berauscht war. wurde mit einemmale ganz nüchtern und ernsthaft und sagte: Da mache ich nicht Mir. Du mußt. Du mußt, schrien sie von allen Seiten. Und ich will nicht! sagte der Hans. Er fürchtet sich vor dem Schulmeister seiner Ruthe! rief ein Witzbold. .Oder dak der Herr Vormund ihm das Miul verbietet, ein Anderer. Oder, vor der Grete ihren schwarzen Augen! ein Dritter. . Der Hans stand da und schoß wilde Blicke auf die Neckenden, als ob er sie em' liebsten gleich geprügelt hätte; plötzlich aber warf er denSack, d:r jetzt voll UNO scywer war, uno den er vor sich hin auf die Erde gestellt hatte, mit einem Ruck wieder auf die Schultern, und sagte durch die Zähne : 'Ra, so komm:: Und weite? ging's unter erneutem Lärmen, die schmale Nebengasse hin, wo zuerst rechts und links fce beiden Teiche waren, derrößere und der kleinere, und dann noch ein piax . stille Häuser standen, von denen das erstere des Schulmeisters Haus war weiter hinten und etwas abseits vom Dorfe lag auf einem Hügel die Kirche mit dem Friedhose und die Pfarre uner hohen Linden und Pappeln.' Der Hans war mit seinen langen Leinen schnell voran geschritten, so daß dieAnderen sich in Trab setzen mußten, um folgen zu können. Das hatt? denn die Lustigkeit nur erhöht, so datz eS war, als ob die wilde Jagd über des Schulmeisters friedliche Wohnung hereinbreche, und die Grete. des Schulmeisters Tochter, die in dem kleinenGärtchen vor demHause oestanöen und auf den Lärm im Dorf gelauscht hatte, als sie den tobenden Haufen kommen sah, schnell in's lHaus hineinluchtete :n mt Stube, io der Entisch noch gedeckt' stand, währnd der Vater

an einem anderen in der Näh? desFcnsters saß und gravitäti'e) langsam in einem dicken Buche Linien zog. Ter Schulmeister wr ein schon ältlicher Mann mit einem hageren.langen Gesichte, das die kahle Stirn noch länger erscheinen ließ. Seine Augenbrauen hatte 'er beständig in die Höh? und die Ecke seines nicht mehr mit allen Zähnen versehenen Mundes nach unten gezogen, was ihm ein sehr strenges und mürrisches Aussehen gab, besonders in diesem Augenblicke, wo er sich, ärgerlich über die ünliebsameSiörung, zu seiner Tochter umwandte und mit schnarrend? Stimme rief: So kommen die Tagediebe! Ja, Vat:r, sagte das Mädchen schüchtern. Sie warf einen ängstlichen Blick auf den Tisch.dessen dürftigeAusstattung ihr jetzt im letzten Momente doppelt schwer auf der Seele lag; aber sie nzgte nicht, was sieursprünglich gewollt hatte, den Vater zukitten, schnell noch ein paar Würste, ein paar Brode gleichviel was dazu thun zu dürfen; sie wußte, daß der genaue Vater es doch nicht erlauben würde. Die Tagediebe, die Trunkenbolde ! wiederholte der Alte, indem er aufstand und das große Buch zuklappte, sich die Feder hinter das rechte Ohr steckte und auf die Thür zuschritt, gleichsam um den kommenden durch siinen Anblick von vornherein den Muth zu nehmen. sich allzu ungebührlich zu betrag?. Wenn dies die Absicht des Alten war, so hate er sich allerdings arj verrechnet. Freilich hatten von den Burschen draußen seiner Zeit jeder wer weiß wie oft den schulmeisterlichen Rohrstock auf seinem Buckel ge, fühlt, und diese Erinnerung, zusammen mit der Erscheinung des gestrengen Herrn, hatte noch immer selbst die übermüthigsten Bursche bei ähnlichen Gelegenheiten in Zaum gehalten ;heute aber, wo es unter der Anführung des Hans so ganz besonders toll und lustig beim Heischen - hergegangen war, wollten sie einmal zeigen, daß sie sich nicht mehr vor der Ruthe fürchteten, und wollten sich, sozusagen, für die in früheren Jahren ausgestandene Angst und für den angestammten Respekt schadlos halten. So erhob sich denn, wie Herr Selbitz auf seiner Thürschwelle erschien, ein ohrenzerreißendes Vivat, der Herr Schulmeister soll leben, und seine Tochter Grete daneben! Die hintcnStehenden drängten auf die vorne, so daß der lange Hans und die beiden snderen Heischec nebst einem halben Dutzend der Bursche mit Gewalt fast in die Hausthür und auf den

Flur. a'-.'s dem Flur in die Stube ge. schoben wurden, wohin sich denn Her: Selbitz. der ganz bleich geworden war, noch var ihnen retirirt hatte. In der Stube fielen denn die Bursche glYich über den Tisch her und steckten, was sie fanden, in die beinahe vollen Sacke; nur der Hans rührte sich nicht, sondern stand da in seinem Weib:ranzug, der ihm überdies ans dem Wege durchs Dorf halb schon vom Leibe gerissen war, gar lächerlich und abscheulich anzusehen und starrte auf dieGrete, die, allerbeste Miene zum bösen Spiele machend, lachend und scherzend den Burschen beim Abräunmen des Tisches half, bis Einer von ihre ihr zurief: Wie gefällt Dir denn der Hans. Grete? Gelt, der sieht gut aus? und bei diesen Worten auf den Hans beutete. Grc5: schaute zum ersten Male auf zu der wunderlichen Gestalt. Das Lachen rrstarb ihr auf den Lippen; sie lvurd? kreidebleich und ließ mit einem Ruf Ks Schreckens das Brod, das sie in der Hand hielt, auf den Fußboden fallen. Hans war, wie Grete ihn ansah, nicht minder bleich geworden; seine Augen fuhren, ihm wild im Kopfe herum, als ob er fürchtete, v'e Wände hier würden über ihm zusammenbrechen, und ehe noch die Grete sich von ihrem Entsetzen erholen oder derSchulmeister. der nicht minder erschrocken zu sein schien, ein Wort sagen konnt' stürzte er aus der Stube auf den Fw? zum Hause hinaus, hinter ihm her mit Hurrah und Bivat und Halloh die wilde Schaar. Sie hatten die Thüre weit aufgelassen; Herr Selbitz schlug sie zu, daß es krachte; dann trat er zu seiner Tochter heran, die noch immer bleich, mit offenem Munde, während die Arme ihr schlaff an den Seiten herabhingen, vor dem heruntergefallenen Brode stand, und sagte: Run, Grete. da ist ja Dein lieber Hans wieder; und einen schonen Empfang hast Du ihm bereitet, das muß ich sagen! 1 Die Grete bückte sich, das Brod aufzunehmen, und es auf den Tisch zu ler i . , , . ' " gen. feie antwortete aber nichts. Und das muß ich Dir noch weiter sagen, fuhr der. Alte fort, dessen Zorn das Stillschweigen seiner Tochter nur noch stärker anfachte: Du kennst den Lump nicht mehr und sprichst kein Wort mehr mit ihm, wen er ja versucyen wollte, hier zu bleiben; kein Wort, das sag' ich Dir! AberVater. saate das Mädchen, deren bleiche Wangen jetzt plötzlich eine helle Röthe übergoß, derOans ist dock Dein Mündel und meiner seligen Mutter leibliches Schwesterkind. und es bleibt dabei, kreischte der Alte, ich will mit dem Bettler nichts mehr zu schaffen haben, und. Du sollst nichts mit ihm zu schaffen haben, oder es ist aus zwischen uns Beiden. Verstanden? Er zoa sich den Hausrock aus und den Auögehrock an. stieß, dieTochter. die ihn: dabei helfen wollte, unsanft zurück, riß den breitkrämpigen Hut vomNagel, rief noch einmal, schon auf der Schwelle: Verstanden? und verließ die Wohnung, d:n Weg nach der Pfarrei einschlagend. Grete mußte den Bat, gut verstanden haben, dfr schwarze Gestalt desselben stern vorübergeschritten

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sie ans einen 'Stuhl, druckte sich die Zipfel der Schürze in die Augen und weinte bitterlich. ' 2. Es war Abend geworden. Der Vollmond war über die Berge heraufgestiegen, hoch in den wolkenlosen Himmel. Die Schieferdächer der Häuser schimmerten in seinem Licht. Kaum ein Lüftchen regte sich, nur manchmal schauerte es ganz leise durch die hohcn Pappeln, die am Rande des groß?n Teiches standen, und dann wehten ein paar dürre Blätter herab auf das schwarze, im Mondschein schimmernde Wasser. Drei Gänse, die man in all' dem Wirrwar des Tages einzutreiben vergessen hatte und die jetzt an dem Rande des Teiches bivouakirten, zogen plötzlich, allemit einem Male, die Köpfe unter'" den Flügeln hervor und schnatterten und zischelten; denn nicht weit hinter ihnen, au einem der kleinen Gärtchen, die zwis-hen dem Teiche und den Hinterseiten der Häuser lagen, war eine weibliche Gestalt herausgetreten. hatte lich, als sie aus demGärtchen in das hefo Mondlicht kam, schen umgesehen uad war dann, als All?s still blieb un'o selbst die Gänse, nachdem sie sich von Harmlosigkeit des Störenfriedes Überzeugt. dieKLpfe wieder unter die Flügel gesteckt hatten, eilenden Fußes auf dem grosigen Rande fortgeschritten, bis sie etwas weiter bin in . 7 , , . . - oen dichten Schatten gelangte, den der stelle Landgrafenberg über diesen Theil des Ufers und noch eine Strecke Ler den Teicb warf. Dort blieb sie steheVirnd hatte tief Athem, wie Jemand'T'der ein gefährliches Abenteuer glücklich überstanden hat. Und doch wurde sie von Niemand erwartet und sieihrerseits erwartete' auch Niemand. Sie hatte nichts weiter gewollt, als a5lein sein, ganz mutterseelenallein, um sich so recht allein, allein und verlassen zu fühlen und sich noch einmal so recht von Herzen ausweinen zu können. Zwar hatte sie von heute Mittag an noch nicht viel Anderes gethan als' geweint, aber sie hatte es sehr verstohlen thun müssen hinter der Stubenthür ein paar Augenblicke, ein paar Minuten auf dem Boden, ein paar in dem Ziegenstall, ein paar am Brunnen denn der Vater, der von seinem Ausgange bald wieder zurückgekommen war, hatte sie immerfort scharf im Auge behalten, und auch vor derMagd, der Christel, hatte sie sich in Acht nehmen müssen. Christel, die heut Abendin die Schenke zum Tanz ging, sollte nicht erzählen können, daß die Grete, seitdem sie den Hans wieder gesehen, nur noch geheult habe." Jetzt war die Christel zum Tanz, und der Vater hatte noch einmal zu dem Herrn Pfarrer hinauf gemußt, ünd da hatte es die Grete nicht in der Stube gelassen,wo die Wände Ohren hatten und die alte Schwarzwälder Uhr hinter der Thür am Ende gar dem Vater wiedererzählte. wc.s sie gehört. Hier draußen war's besser; der Teich war still und tief, der sage nichts wieder; die hohen Pappeln bekümmerten sich auch nicht um so ein kleines Mädchen, das da an ihrem Fuße weinte, und der Mond ach! der liebe Mond hatte schon mehr als einmal da oben gestanden, wenn sie mit dem Hans sich hier ein Stelldichein gegeben, noch -in der letzten Nacht vor zwei Jahren, als der Hans unter die Soldaten ging und hier an dieser Stelle von ihr Abschied nahm. Daß sie ihn so wiedersehen mußte! Ja, ja, das war es, worüber sie geweint hatte, worüber sie jetzt wieder weinte, und wie ihr kleines volles Herz ihr in diesem Augenblicke sagte immer, immer weinen würde. So wieversehen! in diesem Aufzuge, zerlumpt, zerrissen, mit glühenden, branntweinfeuchten Augen, ein Spaßmacher für die Dorslinder! So wagte er. in ihr Saus zu kommen, wagte so, wenn sie zon sich selber auch absehen wollte, obgleich sie das wahrlich nicht um ihn verdient hatte! wagte,so vor ihren Vater hinzutreten, seinen Oheim und Vormund, der von jeher mit ihm unzufrieden gewesen war, immer behauptet hatte, es werde noch einmal ein schlechtes Ende mit ihm nehmen, und heute wieder, als er vom Pfarrer zurück kam und den Hut an den Nagel hing, gesagt hatte: Siehst Du. Grete. das kommt davon, wenn man Gottes Wort nicht fürchtet. Jetzt ist es klar, der Hans ist ein Verlorner Mensch und wird ein Ende nehmen, wie sein Vater. als Wilddieb und Säufer. Das meint der Herr Pfarrer auch, und der Herr Pfarrer hat gesagt, er werde schon dafür sorgen, daß er nicht allzulange hier bleibe, denn ein räudiges Schaf stecke leicht die ganze Heerde an. Ach Gott, ach Gott! das von dem leiblichen Vater hören zu müssen! und wenn er nun gar Recht hätte, wenn der Hans wirklich so grundschlecht geworden wäre! Und doch, das war ja gar nicht möglich! Wild war er immer geWesen, und auch wohl leichtsinnig und zu jedem tollen Streiche bereit, aber schlecht, richtig schlecht? nein, und nein, und dreimal nein! Hundert kleine Geschichten fielen der treuen Seele ein, die alle beweisen sollt?n, daß der Hans mit Nichten einen schlechten Charakter habe Geschich ten, die im Wald und in den Feldern, im Gärtchen hinter dem elterlichen Hause, hier am Teich, überall rings umher spielten, vor vielen, vielen Iahren so ein zwölf bis vierzehn wo er und sie sie ein ganz kleines Madchen und er, der ihr schon alö kleiner Junge immer wie ein Riese an Körperkraft und Körperlänge erschienen war noch zusammen spielen durften, und er ihr Vogeleier von den hochsten Bäumen holte, oder hübscheSteinchen ass dem tiefsten Wasser, und ihr Weidenruthen zu Körbchen flocht und Baumrinde zu Schifftn schnitt und Alles that, was er ihr an den Augen absehen konnte. Und das war doch gewiß auch Nicht schlech.ihm, daß et sich später, als sein waö denr w w w w D ? M fl L W

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Tode fcr Tante) sich dem Trunke erzeben hatte, trotzdem zu demselben hielt und die Dorfjungen, wenn sie. hinter dem Trunkenen herlärmten, mit blutigen Nasen und Köpfen nach Hause schickte! Und das konnte man ihm doch auch nicht verdenken, daß, als die Schwäger (Hansen's Vater und'ihr eigener Vater) über den Bergwerksantheil in Streit und hernach in Prozeß geriethen, er wiederum auf seines Vaters Seite gestanden hatte! War es denn nicht hart, daß dem Hans in Folge dieses Prozesses, in dessenKosten er nock dazu verurtheilt wurde, nichts auf der Welt übrig blieb, als das kleine, alte, verfallene Häuschen drüben am jenseitigen Ufer? und hatte er so unrecht, wenn er es eine Sünde nannte (und noch viel schlimmere Worte , darüber in den Mund nahm), als das Gericht, auf Antrag des Gemeinderathes, ihm seinen Onkel, Gretchen's Vater, den Mann, der ihm das Seine abprozessirt hatte, zum Vormund setzte? Die arme Grete mußte wohl jetzt an das Alles denken, denn es war unzählige Mal mit allem Für und Wider in ihrer Gegenwart durchgesprochen worden, in das eine Ohr von dem Vater, in das andere von dem Hans, daß sie manchmal vor Kummer und Herzeleid sich hätte in den Teich stützen mögen und sich ordentlich leicht fühlte, als der Hans, nachdem er sich festgeloost. vor zwei Jahren unter die Soldaten ging, und zwar nicht in eine der Nachbarstädte zu liegen kam. sondern, weil er so groß und stark war, weit fort in die Residenz mutete. nicht in die Residenz Sr. Hoheit des Landesfürsten. sondern nach Berlin unter die Garde von wegen der Militärcönvention, oder wie das schwere Wort hieß. Ja, ordentlich leicht war's der Grete um's Herz geworden, aber die Freude hatte nicht lange gedauert kaum vierundzwanzig Stunden. Dann war ihr das Herz wieder schwer geworden, viel schwerer noch, als vorher. Sie hatte gar nicht gewußt, was es nur eigentlich war; sie wußte nur, daß' sie immer an den Hans denken mußte, wo sie ging und stand, bei der Arbeit, im Hause, in der Kirche sogar, und immer nur an den Hans. Ja, in der Nacht, wenn sie erwachte sie hatte es früher nie gethan, und jetzt geschah es so oft! wenn sie erwachte in der Nacht, war es, als ob sie Hansens Stimme gehört hätte, ganz vernehmlich: lieb' Gretchen, oder: wie geht'Z, Gretchen? oder etwas der Art. Im Anfang hatte sie sich ordentlich gefürchtet, so sehr deutlich war die Stimme gewesen; dann aber hatte sie sich daran gewöhnt, hatte ein Vaterunser gesprochen und immer hinzugefügt: und behüt' mir meinen Hans, lieber Gott! hatte ein paar Minuten noch in die Sterne geschaut und war dann ruhig wieder eingeschlafen. In dem letzten Jahre aber, alsHans gar niemals schrieb, hatte sie die Stimme seltener gehört, endlich gar nicht mehr; sie hatte auch Hansen's Lieblingslieder, die sie manchmal halbe Tage lang bei der Arbeit leise und laut, wie's eben kam, vor sich hingesungen, nicht wieder angestimmt, und hatte geglaubt, sie sei doch dem bösen Hans, der sie gewiß schon lange in der großen Stadt vergessen habe, gar nicht mehr gut; aber dann brauchte nur ein Mensch schlecht zu sprechen von dem Hans und das kam Gott sei's geklagt! noch immer oft genug vor; oder sie brauchte auch nur des Abends an Hansens väterlichem Hause vorbeizugehen, das jetzt schrecklich verfallen aussah und nur vor einer armenWittfrau mit vier häßlichen, halbnackten Kindern bewohnt wurde da war es ihr immer gleich o sonderbar um's Herz, und sie wußte wieder, daß sie doch noch dem Hans gut sei, und keinem Burschen sonst, am allerwenigsten dem dicken reichen Jakob Körner, der sechs Pferde im Stall hatte und zu denken schien, er brauche blos anzupochen, da müßten, die Thüren aus den Angeln fliegen. Durch Jakob Körner war es auch und es war dies das einzige Mal gewesen daß directe Nachricht von Hans in das Dorf kam. Herr Körner, wie er sich nennen ließ, nachdem sein Vater gestorben, hatte eine große Reise gemacht, sich die Welt anzusehen, und war auch bis nach Berlin gekommen. Da war ihm der Hans auf der Straße begegnet. Arm in Arm mit ein paar Kameraden, und sei halb betrunken ge wesen, der Hans; und zum zweiten habe er ihn in einem Tanzlokal getroffen. aber diesmal nicht halb, sondern ganz betrunken. Grete hatte kein Wort davon geglaubt; sie hatte an zu weinen gefangen, als Herr Körner so schändliche Dinge von dem Hans erzählte, und hatte durch ihre Thränen hindurch in ihres Vaters und noch einiger Nachbarn Gegenwart Herrn Jakob Körner in's Gesicht gesagt: ein so reicher Mann solle sich schämen, wider einen armen Jungen, der Niemand ihn zu vertheidigen habe, so bösen Leumund zu reden; er solle doch wenigstens wartcn, bis der Hans zurück sei, und es ihm in's Gesicht sagen, wenn er dann noch den Muth dazu habe. Der Vater war außer sich gewesen über diese Rede und hatte ihr den Mund verboten und sie in's Haus geschickt; aber jetzt! aber jetzt! Das arme. Mädchen drückte das Gesicht in die Hände und fing wieder an zu weinen.'Es war so still um sie her, und hinein in die Schenke schallte das

Lärmen von der Schenke; brum, drum. brum ging der Baß, und manchmal hörte sie auch ein paar Takte von der Melodie, oser gar einen hellen Juchze?. Das schnitt ihr jedesmal durch die Seele. Nicht, daß sie auch hatte dabei sein n'ögen! Der Vater hatte ihr das nie erZaubt: sie wukte es nicht anders, als daß sie nicht tailzen dürfe und sich vergnugen, wie ibre Gespielinnen: aber daß er da tanzn-konnte und juchheien.

während sie hier am stillen Teiche saß ' und sich um ihn härmte das war zu schlecht vrn ihm, zu schlecht! ! Aber ich will auch nicht mehr weinen, : sagte die kleine Grete; keine Thräne

mehr um khn; ich will ihn nie wieder sehen, nie, nie wieder an ihn denken. Unb wenn ich ihm begegne Das Mädchen fuhr bei diesem Gedanken erschrocken in die Höhe. Ein Windhauch strich durch die Pappeln, daß sie zischelten, und die Gänse, die so lange still gewesen waren, fingen an zu schnattern; und da war das nicht eine Menschengestalt, die da ganz in ihrer Nähe nur ein paar Schritte von ihr an dem Stamm eines der Bäume stand? Grete wollte fliehen, aber es war, als ob sie ihre Füße nicht vom Bod:n heben könnte; ihr Herz schlug zum Zerspringen, ihre Augen starrten auf tit; nmhf CtifttnH nnh im nHsfisfpn Wo-.i ment war die Gestalt an iarer Seite; eine wohlbekannte Stimme sagte leise: Gretchen, ich bin's. und der Hans streckte die Arme aus, und eh' sie noch wußte, wie ihr geschah, hatte er. sie von der Erde aufgehoben, als ob sie ein Kind wäre, und si: geküßt. Und jetzt stand sie wieder auf ihren Füßen, am ganzen Leibe zitternd vor Schreck und Liebe und Zorn. - Ja, vor Zorn5 Wie durfte er sie küssen, der schlechte Mensch vom Tanzboden! der Spaßmacher, der Trunkenbold! Und. was der klewerr Grete nur eben noch fast das Herz abgedrückt und ihr so viele Thränen gelostet hatte, das kam nun Alles aus ihrem kleinen Munde mit einer solchen Zungenfertigkeit und Leidenschaft! Der Hans stanv daneben, ließ den Kopf und dje 'anaen Arme hängen und sprach keinWort. bis Grete zum Schluß ihrer Ped't und zur Bestätigung dessen wa3 sie zesagt, anfing jämmerlich zu- schluchzen, und. die Hände vor das Gesicht drü, ckend. weg wollte aber geradeswegs 'irden Teich hinern gelaufen wäre, wenn der Hans sie nicht gehalten hätte. Gretel. sagte Hans. Gretel! Mehr sagte er nicht, aber..so oder so; mußte es gerade das rechte Wort gewesen sein, und den rechten Ton mußte er auch getrosten haben dttin Grete wollte nun nicht mehr weglaufen, weder n-ach Hause noch in den Teich, sondern duldete es, daß der Hans sie sanft um )en Leib faßte und zu sich nieder auf denselben Baumstumpf zog., auf dem sie vorher gesessen hatte. Nun war die Reihe zum Sprechen an den Hans gekommen,, und da rschien freilich Alles ganz- anders, daß es der Grete wie Schuppen von den Augen siel. Was hatte er denn so Böfes gethan? Er hatte nicht geschrieben? Wie sollte er schreiben? und an wen? Er hatte keinen einzigen Freund im Dorf, auf den er sich verlassen konnte, nicht einen! und an sie selbst hätte er doch nicht schreiben können, ohne daß es der Vater erfahren, und der würde ihr einen schönen Tert über den Brief gelesen haben! Dafür habe er aber immer an sie gedacht, jeden Tag die zwei Jahre hindurch; wenn er Posten gestanden im Winterwetter in der Nacht und die Sterne über ihm geglitzert hätten am Himmel; und auf dem Marsch in Staub und Hitze, wenn ihm die Zunge am Gaumen geklebt und er seine Seligkeit für einen Trunk Wasser gegeben haben würde immer habe er an sie gedacht. Und wa2 der dicke Jakob Korner erzählt habe, das sei Alles erlogen; getrunken habe er wobl ob ein Soldat nicht trinken -Kr f ji - " f solle? auch wohl einmal ein Glas über den Durst, aber sich betrunken? nein, nicht ein einziges Mal. Und glaubst Du denn, Gretel daß ich heute Morgen betrunken war? Lustig öiw ich gewesen, daß ich wieder hier war und Dich wiedersehen sollte. Zum Heischer hab' ich mich machen lassen, um den Jungen zu zeigen, wie man's anfangen müsse, aber in Deines VaterZ Haus habe ich gar nicht gewollt, und bin nur gegangen, als sie mich neckten und weil ich wußte, daß ich die Sache nur noch schlimmer machen, wurde, wenn ich nicht mit ginge. Der Vater hat auf mich geschimpft, gelt? das weifr. ich; aber laß ihn schimpfen. Du weißt doch wohl, warum er's thut. Ich hab' ihm nie was Böses gethan; er aber mir desto mehr. Na. Gretel. wollen davzn nicht sprechen. Geschehen ist einmal geschehen; ich will nicht wieder von der alten Geschichte anfangen, er soll's aber auch nicht. Er soll mich in Ruhe lassen und mir keinen Knüppel in den Weg werfen, wenn ich mir morgen hier einen Diest suche. - Ich habe einen guten Abschied bekommen, und stark bin ich auch noch wie sonst und vielleicht rwch.stärker. Da kann's mir gar nicht fehlen. Sie werden mich Alle haben wollen, und wer am besten zahlt, der soll mich haben. Dann verdiene ich ein schweres Geld, und wenn's genug ist, Gretel. dann machen wir Hochzeit. Und der Hans nahm sie wieder in seine Arme und herzte und küßte sie, und die Grete ließ sich's gefallen, denn es hatte Alles so treu und gut geklungen, was er gesagt, und wenn er' sie heirathen wollte, müßte er's ja doch ehrlich meinen, obgleich noch mancher Berg dazwischen lag. Hans aber wollte nichts davon wissen. Die Welt sei rund und orehe sich; wer nicht wage, nicht gewinne; was ein ordentlicher Soldat sei, der scheue das Feuer nicht, und so heiß werde auch nichts gegessen, als es gekocht werde. (Fortsetzung folgt.)

Vers chnappt. Herr: .Jo hann. Sie haben von meinem Rum genascht!" Diener: Golt bewahre, snä' Herr, der ist mir diel zu stark!- . &c ".k 1 iK. A.: Ich habe mir ine Schreibmaschine angeschafft, abers ich werde sie morgen wieder zurück-i schicken.- B.: Warum denn?- A.:' .Sie schreibt nicht orthographisch ri tiai"

Für die Äüche.

ohnensnppe.. Man kocht zwei fWA Bohnen (über Nacht geweich. tei - Vchnen), passirt sie. gibt sie in gelbe Einbrcnn zu angelaufener Zwiebel, vergießt sie mit dem Sude und einem 5 cffeelöffel voll Liebig's Fleisch. Extra t. würzt es mit Essig. Salz und Pfessc: und servirt die Suppe, wenn sie verkocht ist, mit gebackenen Semn elschnitten. Flusch kloße. Gehacktes -chnt?leisch wird mit Salz und Wmi -.in:r fcingehackten Zwiebel und einigln gekochten und geriebenen Kartoffeln gut durchgemengt. 5zat inan zfleischstc, so kann man diese, recht sem gesiegt, ebenfalls darunter mischen. Ist alles gut vermengt, so formt man längliche, slachaedrückte Kloße-älZt'sie in Semmel .:d bäckt j'.e in Schmalz schön hellbraun. Pvmmes frites. Die Stau teilen werden roh geschält, in längliche SUckchen von derStärke eines klei. nenFl igers geschnitten, gewaschen und gut auftrocknet. Danach thut man sie in hei es Backfett und läßt sie etwa'2 Minu en darin, sieden. Dann nimmt man ' 5 mit. denr Schaumlöffel heraus, erhltz: das Fett auf den höchsten Grad und r&t die Kartoffeln noch einmal hinein bis sie eine hellgelbe Farbe und eine tkusprige Schale haben. Nach dem herausnehmen werden sie leicht, mit. C alz durchgeschlvenkt. 'S zweinsrippen in Gel e e. Man hackt die mageren Rippen kurz, schneidet sie so. daß zwei aneinanderl bleiben und kocht sie mit meh reren Schweinsfüßen in halb Wasser, halb Msig, fügt einige Lorbeerblätter. Gew' körner, Salz. Nelken und Ei tron lschale hinzu, schämt sie beim Sie! h gut ab und läßt sie so lange koche i bis sie ganz weich sind. Dann legt tan die Rippen in einen Steintopf seiht die Brüh: durch, kocht sie noch Iwas ein und aiekt sie abaeküblt as Fleisch, Beim Gebraucy giebt lie Rippen mit einem Theil des , worin sie liegen, mit grünem zu Tisch. l b s s ch n i ß e l. Von einer a Kalbsnuß werden sehr feine en abgeschnitten, gut geklopft ach Geschmack gesalzen. Dann i die Schnitzel auf der oberen mit einer dienen Schichte von )ackten Cmpiqnons. die mit packten feinen Kräutern vermenat h. bedeckt, mit Heißer Butter be i. zusammengerollt, in geschla m getaucht, in Semmelbroseln t und schön goldbraun gebacken. ruh Snr ?frirfrt anritt fTtn . vtuh QUiuuvvtilVkikh Fett! Kird mit einem Halben Glase Weisein und einem Glase auter Bou on vermenat. Man läsit diese bsll 3 6' ei e auf die 5älfte verkochen und sie dann über die Schnitzel, zinken mit Spiegeli . Zarter, roher Schinken oder v4 s A t Z r( S1t & 4 lt ilii O1"!1 uiujvijcuti, yciuu chert. Schweinespeck wird in gleich" aucl ziaritiund grotze Scheiben geschnitten, leichtrzeklcpft, in eine kalte Pfanne ge legt öid sechs Minuten unter Wenden über kelindem Feuer gedünstet. Mittlerwele hat man in einer Spiegeleierfam t die Vertiefungen mit etwaZ heiße l. reinem Fett ausgegossen, darin b clt man langsam die Eier; die nicht brauchten Vertiefungen müssen mit " affer gefüllt werden, damit dk Glas i nicht springt. Auf ewe lange, beiß emachte Schüssel legt man die gebrcnen. Schinlen- oder Speckstücke. ruf j :cs davon wird ein mit etwas 'Salz inÄ Pseffer bestreutes gebacken? Ei g t un) das -Gericht recht heiß zu Tisch gebracht. Gefüllter Weifctah!. Von den größeren Kohlköpfen bricht mau die cüßeren grünen Blätter ab schneidet iie dicken Rippen aus. wäscht die Vläter und blanchirt sie in Salz wassr, in das manun den Kohl leich. ter erdaulich zu machen, auch eine Mes'rspitze Natron thun kann. Aus dem Wasser genommen, werden die Koh Rätter zum Abtropfen auf ein Sie und dann immer etwa 4 Stück, übe: einander auf ein reines Tuch ge legt, Außerdem schabt'und hackt man 1 Mjnd Kalbfleisch fein, rührt 3 Unzen inzeweichte, ausgedrückte Sem me!. Vebst einem Stück Butter auf' dem Fe glatt, bindet es mit 23 Eigelönd läßt es erkalten. Diese Pa. -nadls wird nun in der Reibesatte mit 7 -r'zen Butter. ' dem Kalbfleisch. Pfeer. Salz und ein wenig Musca! nußi unter Hinzufügung eines Eies, zu cker glatten Farce verbunden, die. weitste recht fein sein soll, durch ein Siel gestrichen werden muß. Diese Far rollt man auf einem mit Mehl best uten Brette zu kleinen Wurst, chen aus, legt je eines derselben auf die oben angegebenen Kohlblätte?. schlt letztere darüber, so daß die Fassest eingeschlossen ist. und legt die ( seilen in eine Easserole. deren Bc n mit Speckscheiben bedeckt ist. Si auf diese Weise alle Blätter mit Fq : gefüllt und eines neben das andej .-inrangirt. so überaießt man das (31 e mit guter Bouillon, fugt eine inij einigen Nelken gespickte Zwiebel' hin : und läßt .den Kohl, gut verdeckt, in l :cr Stunde weich schmoren. Beim Anlöten thut man an die sehr fräsligezruye. wenn möglich, noch ein ' wen meh guten 3us. macht ibn mitK?att, sämig und gießt ihn übe? oaZ se. Geni - Galant. Schriftstellersgat t'n:eitl?m Du mich geheirathet hast.schreibst Du ja gar nichts mehrtisiiieuer: Natürlich weil Du meii einziger Gedanke bist!" - Naiv. Arzte Kind: Mama, an konnt endlich Uz Papa zu uns aufras Land heraus?- Mama: .Er hat noch wit den Patienten zu thun.- -Ki"'.Muß denn Papa so lanae iit " --di bleiben, bis alle Patttn! ''ndZ- . .... - ;'

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