Indiana Tribüne, Volume 25, Number 133, Indianapolis, Marion County, 31 January 1902 — Page 2

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Jndiana Tribüne, 31 Januar IS.

Eonccutrirtes , X : Pluto Wasser. ! X Quarts'. 35c Spike 15c Con. Pluto Salz 50c ! FREIICH LICK SPRIIIGS, i I 1 X das CarlZbad von Amerika. j X Gesundheisund Kraft für Diejenigen X X die durch Ueberarbeit krank wurden. X t ES kräftigt das System und gibt X neues Leben. Es ist in der ganzen Welt nicht zu j übertreffen. Eugros und Endttail. 1 Harald Schmidt, X 132 Süd Delaware Straße. I Telephon Main 2405. Indianapolis, Ind. Köuuo L5tt?sz, Nachfolger von JULIUS BOTTLEIi. 851 Süd Delaware Straße. j0JSieid frisches Bier an Zapf. SchmackhasterZ Lunch Vormittags nnd 9!achmittags. . GEO. PETER HAMMERIE, Besitzer des Jefferson :-; Hauses, 115119 Ost South Straße, und dcr Columbia Halle. CS V lsAlMAA M44W (I11?A4U 4 aCi 4 uuvzv-.t CHHIjWI . . . I . ... . .... . aAttl 1TI ff .QHMfl 5UVVVVH vv " K.t O.Ui-lLrj t'iM ( 1 tu IVli IU. iGt'f.v !. . A. ...l . . t.llt.Ln. I tiih kubler Trunk und e!ne rrickibeiekte afel harren der Gäste, oft und LcHi pn Zaa, citx per Woche. Jedermann freundlich eMzMcn. EDVARO A. HARMEIIIII6, ElZenÜ,ün:cr iuM 0 Xloxb Delaware Str. Neue) Telephon 2253. L. A. Noos und AllcnMcCaulcy, Schankkellner. Henrts Platz ist fetzt nicht mehr in 431, sondern in ..423 ki Hmm lmiL Pabst Bier an Zapf. Jmportirte uud cinheiniischc Weine Feine Liqnöre und Cigarren. Henry TV. Kurz, 428 S. Delaware Str. Besser bekannt als kzank Henry Neillken, e Room, 5! Ost Washington Straße. Indianapolis, Ind. "The Capitol Bar" 229 West Washington Straße. Feine Weme, Liquöre und CigarrenIZI.I.IRI rIiQO8. aU o!Diiixcl XCitca Eigen thkmer. Alt.'r Phone 2933. Jame D. Moriarity. Mauiice Snllioan U0RIAR1TY & SULLIVAII, o. iS ft Washineto Strafte. dem llourt Honse gegenüber. Feine Weine, Viquöre und Cigarren. eine? ?nnch von Morgen 9 ii 1 Uhr, ud von m , 411. :.a O 019 V u.l)t 9inuiuiiiugv 8 n Philip Zapf, B V fnr i l li uvlrlyiaiasr 8 (4 n n s n Ti und ti Restanrant. 42 Virginia Avenue. Lunch täglich von Vormittags bis 2 Nachmittags. Auster Ctcw 15e. 8 Rohe Austern ..... lUc. '

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Amerika.

Die älteste Karte mit dem üteiran Amerika" ist vorKurzem entdeckt toct--den. Der neue Welttheil erhielt seinem Namen auf Verschlag des tjeiDorrcacnden deutschen Kosmographen Mart!?: Waldseemüller, der sich nach Humani-. stenart gräzisirend auch Jlaeomilus nannte und auf dem Gebiete der 5iartographie bahnbrechend gewirkt hat. Von ihm stammt auch die grefce, ms her verschollene Welttarte von 1507, die zuerst den Namen Amerika auswies. Der Jnnsvruaer OroinarluZ Prof. Dr. Fr. vt. v. W::ser hatte von den 3 großen Kartenwerten Uüaldjee müller's nur die 1511 erfazienene Carta itineraria Europas aufgefunden, seine Nachforschungen nach den !iden Wellkarien aoer otteben vergeblich. Jetzt berichtet er, datz einer semer fruherenuhörer, Prof. P. I. Äscher in ZSeldtirch. das Glück hatte, die zwei so lange vergeblich gesuchten Weinen:ten Waldseemüller's endlich zu finden, und zwar beide auf einen Griff. Beiui Durchforschen der reichenVibliothek des Fürsten idialcburg auf Schloß Wolsegg in Württemberg nach alten Grcnlandkarten stieß Pros. Fächer in einem Foliobande auf die beiden Waldseemüller'schen Weltkarten. Sie sind beide Holzschnitt - Drucke. Jede um faßt 12 FoUoblätter, welche in 3 v nen zu je 4 Blätte.'u aneinander gu reihen sind. Die Äla'tgröLe betr'-gt 45,5 Centimeter Höhe und M Cennm ter Länge. Die 1507 in St. Di6 cedruckte Weltkarte trägt in Capitalbuchftaben die Inschrift: Universalis Cosmograpliia stcui.(iaiu Plitolo maei traditionern tt Americi Vespucci aliorumque Illustration;. Besonders actuelles Interesse besitzt diese Weltkarte durch ihre Darstellung der neuen transatlantischen Entdechlngen. Haben wir es doch mit der ältesten gedruckten Karte zu thun, in welche inAiMH . r 5?'. .:t. -jt -"I . ...vjw.4yw4l 11 vuit. 1 I H - , tiu.i uilt VCt UllCUCn Jtat: iinK ntUt .-i V.. f i . ri . 1. ! c (Y fM.fl l M .. Zk lls rcciqu oic jt'euc uuzu ozn yia nen Amerika trägt. Unmittelbar über dem Wendekreis des Steinbocks liest man hier zum ersten Male das später so bcdeutungsboll gewordene Wo:!: America, Seit Alexande; oötl Humboldt ist xnan mit großem Eifer den alten Karuuoerken nachgegangen, auf welchen Name Amerika" bereits vorkommt. Immer wieder tauchte ein älteres kartographisches Denkmal auf. Jetzt aber handelt , es sich nicht mehr um die älteste bekannte oder die älteste erhaltene Karte mit dem Namen te: lila", sondern um jene Karte, in welche dieser Name thatsächlich zum ersten Mal eingeschrieben worden ist. Die polare Einbuchtung des Gradnetzes ist mit zwei Nebenkarten ausgefüllt. Es sind Darstellungen der Äl'ten und dcr Neuen Welt. Neben ihnen stehen die mit künstlerischem Schwung: gezeichneten Brustbilder desPtolomäus einerseits und des Amerigo Vespucci andererseits. Die zweite aufgefundene Weltkarte, die bereits ein sehr detaillirtes Bild der vorderindischen Halbinsel im Lichte der portugiesischen Entdeckungen enthält, ist die Carta Ma rina von 1516, in Plattkarten - Mamer entworfen. Waldseemüller hatte a.us den ihm feit 1507 zugänglich gewordenen Reiseberichten erfahren, daß nicht Amerigo Vespucci. wie er früher angenommen hatte, der erste Entdecker der Neuen Welt sei. Eonsequenterweis: ließ er daher die von ihm vorgeschlagene Benennung des neuen Continenies fallen. Der Name Amerika erscheint auf der Carta Marina nickt, ebenso wenig wie auf deu von Waldseemüller für die Ptolomäus - Ausgabe von 1513 gezeichneten Karten. Aber es war zu spät. Die in tausend Eremplaren gedruckte Weltkarte von 1507 und ihr Begleitwort, die Cosmographiae Jntroductio", hatten bereits eine zu große Verbreitung gefunden und einen zu mächtigen Eindruck gemacht. Diese Spur ließ sich nicht mehr verwischen. In dem außergewöhnlich tiefgreifenden. räumlich ausaedehnten und zeitlich andauernden Einfluß, den die Waldseemüller'sche Weltkarte von 1507 auf die Entwickelung des Weltbildes aenommen hat. liegt die ciaentliche Bedeutung dieses kartographischen Denkmals, mebr noch als in dem Umstände, ba& auf ihr der Name .Amerika zuerst erscheint. Die beiden großen Weltkarten Waldseemüller's sollen nun nach langem Verschsllensein wieder dem allgemeinen Studium aänalich gernackt werden. ??ürst Waldburg - Wolfeag. der dem in seiner Sammluna gemachten Funde Personlich das lebhafteste Interesse entgegenbringt, hat die Erlaubniß ?ur Beröffentlichng der Karten ertheilt. In dem ungarischen Orte Alberti verübte der evangelische Volksschullehrer Andreas Esorba. auf den evangelischen Geistlichen dieser Gemeinde Julius Dobronyovßky ein Revolverattentat. Esorba gab zwei Schüsse auf den Geistlichen ab und tödtete dann sich selbst mit einer Kgel, die er sich in den Kopf Zagte. Die auf den Geistlichen abgegebenen Schüsse trafen wchl, konnten aber den dicken Wintcrrock nicht durchdringen. Als Ursache des Attentats wird der Umstand ' bezeichnet, daß Esorba wegen eines langwierigen Auzenübels. das ihn dienstunfähig machte, pensionirt werden sollte.

MararoulWeize.

; Erfahrungen neuerer Zeit Hzden in unserem Nordwesten men q fäbrlichcn Mitbe.-verb für ew Getreidepröduct erweckt, als desse:: Haupthermath bishcr Italien galt, und haben zugleich gezeigt, daß sich die halbdürren nordwestlichen Ebenen noch in anderer Beziehung, als zum Anbauen gewisser Gattungen Viehfutter, vortheilhai ausnützen lassen! Wenigstens schließt man dies aus den Ergebnissen der bisherigen amtlichen und sonstigen Versuche, die erst .einen verhältmßmäßig geringen Umfairg erreicht haben. Macaroni-Weizen unterscheidet sich bedeutend von dem gewöhnlichen BrotWeizen, und sieht auf dem Felde mehc wie Gerste aus. Es ist an sich kein neues Product in den Ber. Staaten, sondern ist da und dort im Südwesten unter ähnlichen natürlichen BerHältnissen, wie auf den betreffenden europäischen Getreidefeldern mit mehr oder wenigerErfolg gezogen worden. Unser Land muß aber derzeit jährlich mehr als 16 Millionen Pfund Macaroni importiren. Es wäre natürlich von bedeutendem Werth, den ganzen Macaroni-Bedarf mit einheimischen Erzeugnissen decken zu können, und wenn die Erwartungen, welche man jetzt an die besagteu nordwestlichen Gegenden knüpft, sich in .vollem Umfange verwirklichen, so wird in na her Zukunft sogar weit mehr Maca-roni-Weizen und Macaroni hier producirt werden, als im Lande verzehrt werden kann, und große Mengen werden für die Ausfuhr verfügbar bleiben. Schon jetzt ist eine bedeutende Vachfrage nach dem nordwestlichen Maca-roni-Weizen seitens der betreffenden Fabrikanten vorhanden, und vermuthe lich hcb?r. schon viele hiesige Liebhaber von Macaroni unwissentlich ein amerikanischeö Produkt genossen. Nach Angaben amtlicher Sachrerständigen beginnt die Gegend, welche sich am besten für das Ziehen von Ma 5ä roni-Weizen eignet, westlich vom 95. Längegrad und umfaßt Nord- un Süd-Dakota, Nebraska mit Ausnahme des äußersten vom Staat, des östUchen Colorado, des westlichen und mittlren Kansas. des westlichen Okla$om, dem äußersten Osten von New Mexico und des mittlere und w?stlichen Texas. Das ist ekne gewaltige Ge bietsfläche, die sich von der kanadischen Grenze bis nach dem Rio Grande erstreckt! Außerdem läßt sich dieser Wei. zen auch in den Staaten Washington und Califcrnien. und überhaupt in ge wissen Thnlen beinahe jedes Pacificund Felsgebirge-Staates, immer noch mit Vortheil anbauen, obwohl keine ganz so gute Qualität erzielt wird, wie in den erstgenannten Regionen. Die betreffenden Versuche erstrecken sich'jetzt schon über zwei Jahre und eröffnen die besten Aussichten für die Zukunft. . Viele Landwirthe im Nordwelten nehmen jetzt schon ein recht lebhaftes Interesse am Macaromweizen-Anban. Und sie haben Grund genug dazu! Während z. V. im Jahre 1SC0 in den beiden Dakows die anderen Weizengattungen fast völlig mißriethen. lieferten dieMacaroniweizen-Felder ein?n reichlichen Ertrag, und zwar von vorzüglicher Qualität. Auch in anderen Fällen craab Macaroniwc:?'n eine erleblih kess re Ern'c. cls ander:? Wezen, der unmi't:lb:r bm ihm g:z:F.n worden w-ir. Es läßt sicv noch gar nicht absehen, was dieser Weizenbau noch für den Fort schritt jener halbtrockenen Regionen thun kann, wenn er erst einmal in großem Maßstabe auf allen jenen Gebieten betrieben wird! Bisber war bei uns allgemein die Vorstellung verbreitet, daß MacaroniWeizen kein gutes Brot gebe; aler einer unserer 'Sachverständigen bestitet dies entschieden, und zwar unter Hinweis darauf, daß die Franzosen, eine groß? Brotesser-Nation, v:elf7.ch Macaroni-Weizen, nur mit einer geringen Beimischung weicheren Weizens, zum Brotmachen benutzen. Dcr Fub und dcr Charakter. Die neueste Schrulle der englischen Gesellschaft, die sich schnell überall derbreitet, ist die Pedologie", das Erkennen des Charakters aus den Linien der Mße. Der Client betritt das Zimmer des dieser Wissenschaft Kun digen und läßt beim Fortgehen Fß abdrucke zurück, aus denen dann fem Charakter gelesen wird. Ein bisher als Chiromant bekannter Professor Osman will der wahre Entdecker der neuen Wissenschaft sein. Er hat mehrere Jahre lang die Füße aus ihre sür den Charakter bezeichnenden Eigenschaften hin studirt. Er hat eine Sammlung, die eine große Menge Fußabdrucke von Mannern und Frauen in den verschiedensten Lebenslagen umschließt. Der Professor ist überzeugt, daß die Pedologie eine viel zuverlässigere Wissenschaft ist als Phrenoloaie. Physiognomik oder Chiromantie. Prof. Osman spricht sehr beredt von dem Ausdruck der Füße", die, wie er behauptet, ein besonders wahres Bild des Charakters geben müssen, wett der Fuß vom Bewußtsein nicht controlirt werden kann. Ein Mensch kann seinen Gesichtsaus)ruck durch Zusammenziehung gewisser Muskeln beeinslussen. und sogar auf die Linien der Hand wirkt der Geist unbewußt, lber auch die größte Anspannung der bedanken kann die Linien der Füße nicht ändern. Professor Osman wendet den Knöcheln , besondere Aufmerk-

samkeit 5U. Der .runde, muskulös Knöchel, der von häßlichen Ecken frei ist, deutet, wie er saat. auf eine erregbare Nawr. Die Ünöchel dieser Art sind natürlich unter Frauen viell allgemeiner, als untkr Männern. Ein breiter Knöchel ist das Zeichen eines kräftigen Willens und deutet in der Regel. auf ein starkes Gemüth. Doch bedeutet ein sehr schmaler Knöchel nicht immer einen schwachen Willen. Ein hoher Spann weist gewöhnlich auf einen sehr unpraktischen Geist. Ein sehr hoher Spann gehört in der Mehrheit der Fälle einem Träumer an. Eine der deutlichsten Typen ist der Fuß der Dame der Gesellschaft. Er wird von Professor Osman als runder oder gemischter" Fuß klassfficirt. Er ist klein und symmetrisch, hat aber eine in die Augen fallende Concavlinie zu beiden Seiten am Ballen. Ter genaue Gegensatz ist der sogenannte viereckige Fuß des Mannweibes". Aerztinnen haben einen eigenthümlichen Fuß. den man leicht erkennen kann. - Er hat weniger Biegungen als der Gesellschaftsfuß und nähert sich mehr der viereckigen Form. Der gewöhnlichste Typus unter Männern ist der praktische oder kaufmännische Fuß. Er hatvon einem Ende zum anderen ziemlich dieselbe Breite. Der mürrische" Typus ist dagegen groß und flach, mit ungewöhnlicher Breite über dcm Ballen und vcrhältnißmäßig niedrigem Spann. Dies Verhältniß giebt ihm trotz seiner Länge und Festigkeit einen Anschein von Schwäche. Der diplomatische" Fuß ist auch eigenthümlich. Er ist sehr stark und ungewöhnlich breit, mit gut entwickelten symmeirischen Zehen. Dcr abergläubische" Fuß ist durch feine ungewöhnliche Länge und Schmalhcit kenntlich. Die feinen Linien, welche die Fußsohle bedecken, geben die genauesten Hinweise auf den Charakter. Sie entsprechen ganz den Linien der Handfläche, welche die Chiromanten se g?nau Zrii.se. Trunksucht in Rußland. Wodka als Troster steht in den russischen Landgebieten noa) besser angeschrieben als in den Städten. Seitdem der Branntwein monopolisirt, trachtet die Regierung danach, soviel wie möglich davon in den Handel zu brinoen! Schloß sie früher aus

maner Anschauung in ien Dörfern die Schänken. so ist sie heute, bestrebt, sie unter anderer Form wieder zu röffnen. Wie in den Städten, darf es zwar auch in denDörfern keine Schänkcn mehr geben, wo sich das Volk behaglich niederläßt und festtrinkt, dafür werden aber Verkaufsstellen eingerich tet, wo es bereits für 3 Kopeken em Fläschchen Fusel giebt, der freilich im Lokal nicht consumm werden darf. Da siebt man denn wunderbare Vilder vor jenen Verkaufslokalen. Kaum hat sich die Thür hinter ihm gcschlosfen. so gießt der Kaufer fein Ägua Witte", wie der Volkswitz nach dem Finanzminisier seit dem Monopol den Branntwein getauft, hinter die Binde. An Betrunkene darf zwar weiter kein Schnaps verabfolgt werden, aber auch dieses Verbot versteht der Russe mit Scklaubeit zu umaeben Er bittet den ersten Besten, ihm noch einn Kasonnoe (Kronfchnapscyen) zu ersteh:n. als Lohn sei lhm der erst Schluck gewährt. Wer könnte dem widersteden! Der Kronausschank ist während deö Gottesdienstes geschlossen, und die geduldige Menge steht voll Spannung vor den Laden, den Moment abwartcnd. der ihnen die Pforten zur Seligkeit öffnet. Man glaubt mindeftens ,n jeder Straße auf em Volkstheater zu stoßen; in Reih und Glied st:ht das Volk, der Kasseneröffnung harrend. Befindet sich noch in der Nähe ein Versatzhaus.- so ist der Zudrang -dort nicht minder groß.. Originell sind die Verkäuferinnen des K-ronausschanks. Verabschiedete Generäle. Staatsräthinnen. ehemalige Zöglinge privilegjrter Anstalten, geschieden? Officiersgatlinnen etc. etc. haben sich mit mehr oder minder Glück um jene. Stellungen beworben, die auch eine hübsche freie. Amts-Woh-nunc: einschließen, nebst Verhältnißmäßig anständigem Salär. Im Innern 'des russischen Reiches ist man mit der Einrichtung dieses Kronausschankes nicht überall zufrieden. Die unglücklichen Weiber der Trunkenbolde athmeten auf dort, wo die Schänken geschlossen wurden, und nun sollten diese Schänken des Kronausschanks ersetzt werden. Was liegt viel daran, ob der Bauer den Fusel an , Ort und Stelle genießt oder ihn auf der Straße, auf dem Acker oder in seiner armseligen Hütte verschlingt! Die letzte Kopeke wandert zur Verkaufsstelle, und dann kommen Vieh und Geräthe an die Reihe, die zu Gelde gemacht werden, damit der Bauer weiter trinken kann. Im Gouvernement Wladimir haben sich in einigen Ortschaften die Weiber zusammengethan, ihnen schlössen sich auch die nüchternen männlichen Elemente an, um gegen die Einführung des Kronausschankcs zu Protestiren. Ob sie etwas ausrichten werden? Jedenfalls motiviren sie ihr Gesuch damit. dan sie seit Sckluk der Dorffchänken wenigstens wieder Vieh und Geräthe für die Feldarbeiten besitzen: ob denn das nun wieder dem Branntwcinteufel preisgegeben werden solle? Werthvoller Schmuck. Alte Junafer: Sei stolz, Moppelchen, ' auf Dein Halsband! Weißt Du, waS darauf steht? Universalerbe der Mentiere Amanda Müller."

Deutscher Vereins- und Logcn-Kalender. '

Gesangvereine. Harugari Täligerchor. Jeden 1, Sonntag Geschäfts, sammlung. Probt jeden Donnerstag in 29 Sufe Delaware Str. Präsident, Conrad Ries, Sekretär, Jos. Pftüger ; Dirigent, I. Guntermann. Indianapolis Alännerchor. Gesangprobe, gemischter Chor, jeden Dienstag. Munncrchor jeden Freitag Abend in der Männcrchorhalle. Präsi dent, Fred Francke; Sekretär, Rudolph Müller; Dirigent, Franz Bellinger. Monatliche . Vorstands Versammlung jeden ersten Sonntag im Monate. Indianapolis (iederkranz. Probt jeden Donnerstag in der Ger mania Halle, S. Delaware StrI Prä sident, Fritz Wcifsenbach sr.z Sekretär, Valentin Hoffmann; Dirigent, Ernst Knodcl. Monatliche Geschaftsversamm lung jeden zweiten Sonntag im Monat. V. K. nnd Musskoerein. Gemischter Chor, probt jeden Dien stag nnd Manncrchor Freitag Abend im Deutschen Hause. Präsident, George Kothc; Sekretär, I. George Müller. Dirigent, Alexander Ernestinoff. Regel mäßige Vorstands'Versammlung jeden zweiten Montag im Monate. sozialistischer Sängerbund. Probt jeden Dienstag Abend in 29 Süd Delaware Str. Präsident, Peter Hammcrlc; Sekretär, Albert Lcdig; Di rigcnt, Joseph Guntermann. Geschäfts Versammlung jeden ersten Freitag im Mcnat. Südseite ZNännerchor. Probt jeden Mittwoch Abend in der L?ra Halle. Präsident, Oskar Wünfch ; Sekretär, Max Schwarzer, No. 906 Süd Missourt Str.; Dirigent, Joseph Guntermann. Geschäftsversammlung jeden vierten Sonntag im Monat. Tnrnvcreine. Socialer Turn vNcin. Veriammlunaen am ersten und dritten Mittwoch jeden Monats im Deutschen hause. 1. Sprecher, Theo. Stcmpsel, Schriftwart. Geo. Lebmann, Turn lehrer, Hugo Fischer. Südseite Turnverein. Versammluna am ersten Dienstag ieden Monats in dcr Südseite Turn halle, 230 und 236 Prospekt Straße, Erster Sprecher, Henry Älctor; wcyrtst wart, Otto Deppcrmann; Turnlehrer, Curt Toll. DamenVerein des Süd feite Turn Vereins. Ver sammelt sich jeden letzten Sonntag Nach miitaa im Monat in der Südseite Trn halle. Präsidentin, Frau Elisabeth Klink; ' Sekretärin, Fr. &t ttohseld. Unabhängiger Turnverein. Versammlung am zweiten Mittwoch jeden Monats in dcr Halle des Unabh. Turnvereins, Ecke Ohio und Illinois Str. Erster Sprecher, Joseph Keller; Schriftwart, Adam Großkopf; Turn lehrer, Oskar Ruther. Damen Section des Un abhängigen Turnvereins. Präsidentin Frau John Rauch, Sekre tärin Frau Oscar E. Nuther. Vorort deö Nordamerikanischen Turnerbundes. Versammelt sich jeden ersten Samstag im Monat im Deutschen 5)ause. Erster Sprecher, Hermann Lieber sr.; Erster Schnstwart, Theo, stempsel, P. U. Box 166. Logen. Odd Zellows. Germania Loge N o. 129. Versammelt sich in der Grand Lodge Halle jeden Donnerstag Abend. Frank Dcckert, Prastdent; Henry Thons, Se kretär. Mozart Loge No.ö 31. Ver sammelt sick ieden Zreitaa Abend. Fred. Schlegel, Obermeister; John Dretz, Sekretär. verbesserter (Drden der pfthias ritter. Castle Hall. 14 W. Ohio Str.' G r o ß l o g e. Versammelt sich in der Castle hall jeden zweiten Dienstag rm Februar. Körner Loae N o. ' 1. Ver sammelt sich jeden Montag Abend in der Castle Hall. Kommandeur Henry Qedderiü. corresv. Schreiber, G. A. Dongue. Scbiller Loae No. 2. Ver sammelt sich jeden Dienstag Abend in dcr Castle Hall. Liberty Loge No. 5. Ver sammelt sieb in Castle Hall ieden Mitt woch Abend. Gustav Kothe, Sekretär. Columbia Loge No.. Ver sammelt sich in der Castle Hall jeden Donnerstag Abend. W. I. Nagon, Sekretär. Vbönir Loae No. 4. Ver sammelt! sich jeden Freitag Abend in Castle Hall., Grden der Druiden. Germania Clrcle N o. 1. Versammelt sich in der Druidenhallc jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat.

Octavia Hain No. 3. V sammelt . sich jeden Montag Abend inder Druiden Halle.. M. Dammcl Sekretär. Vrden der öarugari. HerthaLogeNo. 4 3. Vcrsam melt sich jeden zweiten und viertem vonntag im Monat. O. B.: Sophie- . Dietz; U. B : Frau Müller ; Selre tärin: Maggie Reichert. Schiller LogeNo. 381. Ver sammelt sich jeden 2. und 4. Montag im Gebäude der Deutschen FcuerversickerunS 6Zesellsckakt im dr Süd

laware Straße. Präsident, Jofept Pflueger; vekretär, John Dietz. TT..1 .Ll. . V V f C

ivnitjwi anu s,auxe& v onor. Martha Loge 236. Vcrsam. melt sich jeden Dienstag Abend in dcr . Druden Halle. John Wörner, Sekretär. Elisabeth Loge N o. 498 Versammelt sich im Morrison Bloss jeden Freitag Abend. Knights of onor. Eurcka Loge No. 2 4. Vn sammelt sich jeden Freitag Abend No. 132 N. Pennsylvania Str. , G e ? m a n ia L o g e No. 2634. ' Versammelt sich jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat No. 138 Osd Washington Str. Schiller Loge No. 40. Vn sammelt sich ' jeden ersten und letzten Donnerstag im Monat No. 29 S. De laware Str. Rcvortcr und Fin.Sekr.

Gustav Thau.

Hermanns Söhne. y Cherusker Loge No. 1. Ver

sammelt sich jeden 2. und 4. Freitag in der Columbia SSall. Nrs Movik T I , , w..y Eschenbach; Sekretär, Karl Kühlmann. Teutonia Frauenloge No. Orden der Hermanns Schwestern. Versammelt sich jeden 3. Donnerstag im Monat in der Columbia Halle. Prä sid entin : Carrie Eisenbart, Sekretärin ; Agnes Zernicke. Germania Loge No. 2, O. D. H. S., Haughville. Versammelt. sich jeden 1. und 3. Montag im Monat: in Baistö Halle. Präsident: John Breil ; Sekretär : Friedr. Gocttsche Adelina Loge No. 2, O. D.

H. S.. Haughville. Versammelt sichre

jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat fotf'. Baists Halle. Präsidentin : Margarethe? Kühn; Sekretärin : Pauline Voller,. Unterstntzungs- und son stige Vereine. . DeutscherGärtnerVerein. Versammelt sich jeden ersten Sonntacr im Monat in der Germaniahalle. Präs. August Wacker ; Sekr. H. Brehob. Deutscher Veteranen Ver ein. Versammelt sich jeden zweiteni Sonntag im Monat im Deutschen Hause. , PfälzerVerein. Versammel sich am 1. Sonntag im Monat im Loka von Fritz Bernhardt. Präsident, Daniel Monninger, Sekretär, Heinrich Meyer. PreußenVerein. Versammele sich am letzten Sonntag im Monat in. der Columbia Halle. Präsident, Chris. Brehob, Sekretär, John Hossmark. PionierVercin. Versammelt sich jeden dritten Sonntag im Monat in der Germania 'Halle. Präsident, Fritz Schrader; Sekretär, (5 . T.SchmidU Such senbund. Versammelt sich jeden 3. Sonntag im Monat in der Columbia Halle. Präsident, TheodorHausse; Sekretär, Hugo Keil. Bäcker Verein. Versammelt, sich am 1. Sonntag im Monat im Gebäude der Deutschen Feuerversicherungs gescllschaft. Präsident, Bernhardt Thau;Sekretär, Berthold Schreiber. Deutscher Segens. Unt. Verein. Versammelt sich jeden drit. ten Sonntag im Monat im Jesserson. Hause. Präsident, Louis hellmann Sekretär, Louis Zieglcr. . Verband Deut scher Verein e von Indianapolis. Vorstands Versammlung in dcr Münncrchc Halle jeden zweiten Montag des Monates. Präsident, Fritz Francke; Sekretär, I. W. Löper. Indianapolis Schützen Verein. Versammelt sich No. 110 Süd Delaware Str. Schützenpark an. der Süd Meridian Str., südlich vom. Pleasant Run. Präsident, PhilipZapf: Sekretär. Edward A. Brek. - Westphalia Unt. Verein Versammelt sich' jeden letzten Freitag inn Monat in Warwegs Halle, Ecke Mich., k BevillcAve. Präs.: Anton Wiese Sekr. : Heinrich Schäkel. Sch w e ize röu nd. Versammelt, sich jeden zweiten Sonntag im Monat in. der Germania Halle. John Stoll Präsident, Jos. Keller, Sekretär. Zweiundzwanziger llnL Verein. Versammelt sich 1. jeden. Sonntag im Monat. I. Lizius, Prä sident; Fred. Noelke, Sekretär; Wm. , Kicmeycr, Schatzmeister. Arbeiter Kranken und Sterbekasse. Versammelt sich, ! jeden letzten Sonntag im Monat inu ' Lokal von Peter Hämmerte.

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