Indiana Tribüne, Volume 25, Number 131, Indianapolis, Marion County, 29 January 1902 — Page 4

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Jnsrana Tribüne, 29. Januar 190.

4Yil . . Erscheint Täglich uud SountagS. Herausgegeben von der tribune Publishing CO.. Indianapolis, Ind. ' ' Office: 18 Süd Mabaa Ctratze. l. 1171, Tage- und Sonntagsblatt i . nur : 4 Me per Woche. tiltlmltt ackttettiae demokratische bb!aU Im Bttate nniiana mit sin atfiSetcaffttcmUtl II wgendewe anbrrt deutsche Zeitung. Silbeli etcs! Organ der Deutsch uZ ?a dtZchmerlkaniich eine an Orgai1tinen. I e popolirSe und bedeutendste deittsche drno kratische Zeitung der Stadt und de Staate In tano. . el a en finden durch die Tribüne- die weiteste Verbreitung und haben anerkannt den ikftkn Srsclz. S,i,tOadlatt der Tribune- ist da billigste und bette deutsche Familienblatt großen Kormat im Staate und wegen seiner eichhaltigkest nd des sorgfältig gewählte Jndalti allgemein beliebr. 4Sontagiblatt kostet nur 5 Cent, mit dem Abendblatt zusammen 10 Cent per Woche, vom Träger in' Hau gestellt oder per Poft Versandt. Gnrjl tt Indianapolis P. O. aa eecond ela ma.il matter. Mittwoch, den 29. Januar 1902 LMAlllhrlW. Die neue Brücke betreffend. Der Mayor wünscht, das; das Connty zum Ban demselben seinen Theil beitrage. Mayor Bookwalter hatte auf heute "Nachmittag um 3 Uhr die County.Kom miffäre.den Rath für öffentliche Werke, Stadt'Anvalt Joß und County.An walt Hugg zu einer Konferenz eingela den, in welcher die Brückenfrage erörtert wurde. Der Mayor ist der Ansicht, daß wenn das County die neue Brücke über den White River nicht allein bauen lassen wolle, es doch mindestens seinen Theil zu den Baukosten beisteuern sollte. In diesem Sinne hatte er bereits heute Vormittag eine Unterredung mit den EountyKommissären, allein er fand bet denselben nur eine kühle -Ausnahme. Sie find auf Seite des CountyAn valts, welcher behauptet, daß es unge setzlich sei, wenn das County zu den Baukosten der Brücke beisteuere. Aus den Gerichtshöfen. IDie Klage gegen den PolizeiSuperintendenten abgewiesen. Vor Friedensrichter Smock sollte gestern Nachmittag über die Klage ver handelt werden, welche der LotloAgent Wm. Nichols gegen den PolizeiSu perintendenten Taffe eingereicht hatte. Als vor einigen Wochen Nichols verhaf. let wurde, waren verschiedene Lotto. Paraphernalien konfiszirt worden und auf Herausgabe derselben hatte Nichols geklagt. Der Richter wies jedoch die i?Iage ab, weil der Polizeichef nichts mehr herausrücken kann, da die- Gegen stände bereits verbrannt worden sind. Henry Braun abermals , verhaftet. Henry Braun, welcher erst vor' ein! gen Tagen aus dem Arbeitshause .ent lassen worden war, befindet sich auf's Neue in den Händen von Onkel Sam. Vor einiger Zeit war er schuldig besun den worden, von den Postsachen, welche im Staatshause aus dem Briefkasten gelegen waren, die Briesmarken geftoh len zu haben. Kaum aus der Haft ent lassen, machte er sich wiederum dessel be Vergehens schuldig. Er wurde verhaftet und vom Bund'es.Kommissär an die Großgeschworenen überwiesen. 4Dhne Zweifel Üehen ihm jetzt diePforte des Zuchthauses offen. , Kriminalgerichts . Henry Miller, welcher' des Mptdan griffs auf den Negerbuben Henry Mills angeklagt war, wurde heute von den Geschworenen auf die Instruktionen deS Richters hin, n.cht schuldig befunden. Das BeweiSmaterial war zu unze nugend gewesen. . MiSfit-Ehen. Henrietta Burk verklagte heute ihren Gatten Wm.H. auf Scheidung. Das Paar vermählte sich im Qtober 1875, verkehrt seit acht Jahren abernicht mehr miteinder. Schatte erfahren, daß er Ehebruch .begangen hatte und das hat sie ihm nie verzeihen können. Maud Cunnings wünscht ebenfalls von ihrem Gatien Henry geschieden zu werden. Sie beschuldigt ihn der bru taleu Behandlung, Pflichtvernachlässi gung und der Trunkenheit. '

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Ein Star Boarder" in der (5o- - . roner's Office.

Coroner Brayton ersuchte heute die County Kommissare, ' dem Zeichner Thomas Palmer, welcher seit Monaten in seiner Office sein Quartier aufge schlagen hat, einen anderen Raum an zuweisen. Die Kommissäre können sich gar nicht erklären, wer dem Palmer die Erlaubniß gegeben hat, sich in der Coroners Office häuslich niederzulassen irnd sie werden die Angelegenheit untersuchen. Volles Gewicht. . Folgendes Schreibenspricht für sich selbst: , " Consolidated Coal S Linie Co., Cich. Ich bescheinige hiermit, daß die Fuhre Kohlen, welche am 14. Januar auf polizeilichen Befehl auf der Stadt wage gewogen wurde, ein Uebergewicht von 25 Pfund auswies. Ihr Gewicht laut des begleitenden Zettels betrug 6475 Pfd. und das städtische Gewicht 6,500 Pfd.. ...... . - - D. H. Hopk ins,' städtischer Wagemeistcr. : - Neue Inkorporationen. Folgende Gesellschaften erwirkten ihre Jnkorporationspapicre : CitizenS Heat & Light Co. von Indianapolis. Kapital 510.000. : Die Jnkorporatoren sind G. W. Eichholtz, S. M. Smith, I. G. Smith. I. M. Dungan, W. I. Woods, George Q. Bruce und Ed. Ward. Die Anlage soll im nordöstlichen Theile derStadt etablirt werden. Jnbianä & Ohio Oi! &.a Co.-, Shelbyville, Kapital 520,000. , The Peoples Co. operativeele phon Co." in BowerS; Kapital 5600. McNown Mfg. Co.", Columbia City, Kapital 515.000. ,Unio County Fair Ass'n.", Kapi tal 53,500. Den Nnf der Ost Wabash Strafte betreffend. In der Klage von Henry Spring steen gegen Charles F. Bretzmann gab Richter McMaster'S Jury heute ein Verdikt zu Gunsten des Verklagten ab. Dnselbehatte von, dem Kläger ein Haus auf ein Jahr gemiethet, war aber der schlechten Nachbzrschast wegen aus gezogen. .. . '" Die Jury entschied, daß die Straße in keinem guten Rufe stand. Beste matte CabinetS 51 Dz. Nur wenige Taae. BennettS. 38 K. Waid. WO" Mayor Bookwalter hat heute erklärt, daß er alles aufbieten werde, damit die Jnterurvan Angelegenheit so bald als möglich erledigt werde. The Cozy. Dunkles Home Brau bier u. guter Lunch von 9 Morg. bis 11 Ab Hinter 123 N. Penn. Str. I. Matz,Eigentbümer. IBO In der gestern Nachmittag in der Wohnung der Frau Henry Severin fr. abgehaltenen Versammlung des Deutschen Litterarischen Klubs" hielt Frau Severin einen Vortrag über die .OberammergauPassionsSpiele".Der feite wurde von Dr. C. I. Fletcher durch Stereopticon'Bilder veranschau licher gemacht. Gottfried Monningers Cafe, Ohio und Illinois Str. Größte Auswahl in Rheinweinen, Whidkies und Clgarrcn, sowie in allen Delikat essen der Saison. Belegte- Butter brödte unübertresflich. Helles u. dunkles Home und alle Arten Flaschen Biere. ISO Gouverneur Durbin ist in Bc gleitung des StaatsAuditors und dls Generalanwalts nach Fort Wayne ge reift, um die dortige Anstalt für schwach finnige Kinder zu besuchen und mit der Anstalts Verwaltung über den Bau eines öftlichenAnbaueS für' das-Te bäude zu berathen, für welchen Zweck, die letzte Legislatur t 525,000 appro prUrt hat. -. 'TQ7rnrri rlik) U IU RET Das beste und zuverlässigste . Mittel gegen alle 5?als- und Brust- Leiden ft Dr. Vttll's Husten Syrnp. Er kun'rt Husten, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, Lungcnsu'cht,Lung-cn-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. Äurirt rasch und sicher Husten und öeiscr l it, und kostet nur 25 Cents die Flasche.

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Swkm -1 iiip Sollen vonHottand im Na' men der Boeren Fttt Kngkand angeknüpft wor ' den sein. Näheres noch nicht bekannt. Vom Krieg in Süd'Asrika. Eantoö Dumout'S Luftschiff rin groß' artiger Eriolg. . ' ' Von dcn Wlippinen. ' , - i . Ertsetzliche Leiden smerikanischcr Marinesoldaten. Frl. Stone noch nicht freigelassen ' Und das Lösegcld noch nicht bezahlt. F r i e d e n s v o r s ch l ä g e. London, 29. Jan. Herr A. I. Balfour. der erste Lord des Schatze amts. kündigte am Dienstag im Unterhaus an, daß keine Friedensanerbietungen von einer Seite, die berechtigt sei. im Namen der Beeren zu sprechen. . i r r. v: . direkt gemacyt woroen )tzn, uajj uic Reaierung aber am letzten Samstag eine Zuschrift von der holländischen Regierung erhalten habe, die jetzt in Erwägung gezogen würde.' Herr Balfour fügte hinzu, dah er hoffe, binnen Kurzem dem Haus die Zuschrift und die Antwort, die darauf gegeben wor-. den sei. vorlesen zu -können. . Die holländische, Regierung hat sich in der freundschaftlichsten Weise erbo. ten. einen Frieden in Südafrika zu vermitteln. In der Zuschrift, die sie an 'die britische Regierung . geschickt' schlägt die holländische Regierung vor. daß ihr gestattet werde, die Rolle eines diplomatischen Agenten für die Äyerendelegaten zu spielen. Sie? etMit aber ausdrücklich, daß sie nicht itt'Ents' ferntesten an eine Intervention' nfr, und sie macht auch keinerlei Vorschläge.' Die britische Regierung ist der An ficht, daß Holland diesen Antrag nicht gemacht haben würde, wenn es nicht überzeugt wäre, daß die inEurvpa b:sindlichen Boerendelegaten .willens seien, die Hauptprinzipien, der britischen Friedensbedingungen? wie' -sie '-so , oft im Parlament verkündet' wurden, ' anzunehmen. Lord Lansdowne. der Sekretär des öleußeren, hat der holländischen Regierung in freundschaftlicher Weise geantwortet. aleichzeitia aber araefraat. in wie weit 5err Klüver und die änderen Repräsentanten der Boeren in Eurbpä ermächtigt seien, für die im Felde siehenden Bürger zu handeln. Man hegt m auswärtigen Amt Zweifel darüber, zaß die Unterhandlungen, die eventuell oon den Boerendelegaten durch die hol. ländische Regierung geführt werden, irgend welchen Werth haben oder bindend sind. Wenn befriedigende Garantien in dieser Hinsicht gegeben werden können, werden die Unterhandlungen sofort aufgenommen werden. Dieser Zweifel an der Autorität des Herrn Krüger und Anderer, für die im Felde stehenden Boeren zu handeln, kam in der eingangs erwähnten Erklärung des Herrn Balfour zum Ausdruck.. Ein Supplementar-Kredit für die Armee im Betrage von 5.000.000 wurde am Dienstag im Unterhaus derlangt. Die Gesammtverwilligung für die Armee während des Jahres beläuft sich somit 'auf M.915.000. Vom Krieg in Südafrika. London, 29. Jan. Eine lange Depesche von Lord Kitchener, Johannesburg. den 27. Januar, datirt, enthält Einzelheiten über die militärischen Operationen seit dem 21. Januar. Sie sind meistens von geringer Wichtigkeit, deuten aber an, daß die Boeren immer noch sehr aggressiv sind.' General Methuens Aeomanry erlitt bei Rictolei,.iui wefilichen! Transvaal, kine-Schlapve und verlor acbt. Mann an,Todten, 5 cm Verwundeten Und 41' an gefangenen; v letzteren jmo. aver seitdem wieder freigelassen- worden'.' Diese Schlappe - wurde - aber von General Bruce Hamilton ausgewetzt det in der Nähe von Nelspa.t. im Transvaal, ein Boerenlager überrumpelte. Die Boeren hatten bei di;ser Gelegenheit zwei Todte, vier Verwundete und verloren 92 Mann an Gefangenen, darunter den Feldkornet Bevilliers. Kapt. De Jäger und Lodwate de Jager, ein früheres Mitglied des ersten Volksraths. , Auch Oberst Plumer nahm fünfzig Boeren gefangen.. Lord Kitchener meldet auch, daß die Mannschaften des Feldkornets Bodes untereinander in Streit geriethen. als der Vorschlag gemacht wurde, daß sie sich ergeben sollten. Nur Bodes und drei seiner Leute ergaben sich. Die anderen Gefechte sind bereits gcmeldet worden. Die Verluste der Boeren beliefert sich während der Woche auf 31 Todie. 20 Verwundete und 322 Gesangene; außerdem haben sich 53 Mann ergeben.

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Uus d e m D c u t s ch e n Reich. Berlin , 29. Jan. - Der Prinz m n Wales ist am Dienstag nach Etrelitz abgereist. Der Kaiser,' Wilhelm und Prinz Heinrich von Preußen begleiteten ihn nach dem Bahnhof, wo sie herzlichen Abschied von ihm ,nahmen; das Publikum verhielt sich aber sehr gleichgiltigl Prinz Heinrich von Preußen hat eine Einladung des Bremer Stadtraths zu cincm Bankett, dös am Abend vor seincr Abreise nach dcn Ver. Staaten veranstaltet . werden sollte, abgelehnt. Auch andere Einladungen hat er abgelehnt, denn cr glaubt., daß es besser , ist. wenn cr ganz ruhig abreist, und es noch Zeit genüg für Festlichkeiten sei, nachdem er zurückgekehrt ist. . Die Stimmung in Deutschland ist mehr zu Gunsten eines Zollkriegs, als' eines Zollsriedens. sagte am Dienstag der Liberale Baron Hcyl zu- Herrnsheim vor, dem Kommittee.' das die ZollVorlage in Berathung hat. Die einzig richtige Art den Ver. Staaten und den britischen Kolonien zu ' begegnen ist. daß wir Zölle einführen, die ebenso hoch sind als die ihrigen. Meine Forderung lautet, daß wir einen Tarif . annehmen mit . Minimalraten für diejenigen europäischen Mächte, die uns korrespondirende Konzessionen zugestehen, und mit Marimalratkn, die auf die Ver. Staaten und die britischen Kolonien Anwendung finden sollen." Herr Von Kanit, Konservativer, erklärte ebenfalls, daß das Land Wiedervergeltungsmaßregeln gegen die V:r. Staaten üben, sollte. Auch fügte er hinzu, daß die Besorgniß. die man in einigen Kreisen wegen eines möglichen

Zollkrieges bege. übertrieben sei. Die Regierung hat übrigens deutlich zu verstehen gegeben, daß sie nicht geneigt ist. die extremen Amendements des Barcns Hcyl zu Herrnsheim und des Herr von Kanitz anzunehmen. ,Herr Spähn interpellirte am Dieustag im Namen des Centrums im Reichstag die Negierung betrefft des Verhaltens des Vundesraths zu der im Februar 1899 angenommenen Vorlage, derzusolge den Jesuiten' die Rückkehr nach Deutschland gestattet werden soll. Er beklagte sich darüber, daß diese Angelegenheit, mit in die Zollfrage hineingezogen worden sei. während es doch nur eine Frage von Gleichheit, Recht und Menschlichkeit sei. ? Graf. von Posadowsky-Welmer, der Staatssekretär des Inner, der im Na 'men ''.des Reichskanzlers antwortete, 'wies auf die goße Vesorgniß hin. die man ' ' in .. protestantische reisen Deutschlands in Bezug auf die rn'ögliche Rückkehr der Jesuiten hege, und er ügte hinzu, daß diese Angelegenheit ehr reiflich überlegt werden müsse. Er .sagte aber zum Schluß, daß noch in 'dieser ! Sitzung eine Entscheidung des Vundesraths erwartet werden könne.. Der Kaiser' machte am Dienstag seine beiden Fachten Meteor" und Eomet" der' deutschen Marine zum Geschenk. De? Meteor", der in Orion" umgetauft wird, ist für den Gebrauch der Marine-Offiziere in Kiel und der Eomet" für den Gebrauch de? Offiziere in Wilhelmshaven bestimmt. - Der Kaiser hat auch den Vize-Ad-miral von Diedrichs zum Admiral ernannt. Wird nach den Ver. Staaten ausgeliefert. London. 29. Jan.' John A. Murray. der sich vor einem Monat der Polizei in Irland freiwillig stellte und zugab, in West Jefferson. Ohio. seine Frau unabsichtlich getödtet zu haben, wird am 13. Februar an die Ver. St.Behörden ausgeliefert werden. Santos - Dumont's Luftschiff. . Monte Carlo. 29. Jan. Herr Santos - Dumont unternahm am Dienstag hier zwei Probefahrten, die durchaus befriedigend ausfielen, eine am Morgen und eine am Nachmittag. Das Luftschiff folgte in der leichten Brise jedem Druck des Steuerruders. Am Nachmittag dauerte dieFahrt dreiviertel Stunden und der Luftschiffer fuhr in drei verschiedenen Richtungen über die offene See. und in einer Höhe von ungefähr 300 Fuß machte er mehrere Evolutionen, die sehr erfolgreich waren. - Zuletzt steuerte er das Luftfchiff direkt auf den Schuppen am Ufer zu. vor dem er mit der größten Sicherl)eit niederging. .. , ... F r i ; i o ne noch'ni ch t f re iiC' ' Selassen. , V' 2ÖTM1, 2g. Jan. Eine vesche. euSosia lautet. ' , daß', die Vrigsnten Zr!..Stone auf türkischem Gebiet ' freilc.fsen wollen. Und die türkische Regierung dies nicht erlauben will, wenn sie nicht davon benachrichtigt wird. ' wann, und an welcher Stelle die Briganten die Grenze überschreiten wollen. Die türkische Regierung verlangt auch, daß eine neutrale Eskorte die Briganten begleite. Das Lösegeld ist noch nicht bezahlt worden. Von den Philippinen. Manila, 29. Jan. ' General Chaffee ist am Dienstag hierher zurückgekehrt. Er berichtet, daß die Zustände überall befriedigender Art seien, ausgenommen auf der Insel .Samar. wo anhaltende Regengüsse in den letzten zwei Monaten die Kampagne erschwert haben, namentlich gegen einen fast unsichtbaren Feind. - Der Zustand derMarinesoldaten deö Kapt. David D. Porter, der an der Expedition ins Innere der Insel Sa ma: theilgenommen hatte,-, ist viel'

schlimmer, als bisher gemeldet wurde. Die Leute hatten furchtbare Strapazen zu bestehen und hatten mehrere Tag: lang' nichts zu essen. Die Eingeborenen, die die Soldaten., .begleiteten,, behaupteten, ' die eßbaren' Wurzeln nicht finden zu können, dies war aber wahrscheinlich gelogen. Die Marinesoldaten sind in Folge dessen furchtbar gegen die Eingeborenen aufgebracht. Keine? der

Lctevn ist mit den Soldaten zurückgereyrr. Die Marinesoldaten waren so verhungert, daß sie das Fleisch von zwei Hunden roh verzehrten. Als Eapt. Porter und die ersten drei seiner Leute sich in's Lager schleppten, befanden sie sich im Tlirium. urid es hielt schwer aus ihnen herauszubrin--gen. wo sich ihre Kameraden befanden. . Korporal Williams, vom 1. Jnfanterie - Regiment, ginZ während eines furchtbaren Regensturmcs mit der Hilfs-Ezpedition ab, und es gelang ihm auch noch gerade zur rechten Zeit, die übrigen zehn Mann zu finden, die sonst binnen Kurzem zu Grunde gegangen sein würden. Alle befanden sich im Delirium. Zwei von ihnen saßen in den Zweigen von Bäumen und bellten wie die Hunde. Einige der Soldaten sind noch so krank, daß sie wahrscheinlich nicht mit dem Leben davon kommen werden. Capt. Porter ist noch nicht im Stande, ausführlich Bericht abzustatten. Die Erpedition, die zwei Wochen abwesend'war. bestand aus 36 Mann. Die Truppen waren nur für fünf Tage mit Lebensmitteln versehen ; 26 Mann kamen im Ganzen zurück und es ist wenig Hoffnung vorhanden, daß die anderen Zehn noch am Leben sind. Major Lot und drei Filipino-Leut-nants haben sich mit zehn Gewehren, drei Revolvern und 24 Volos dem Major Andcrfon.' vom 6. KavallerieRegiment, in Lipa. in der Provinz Batangas. ergeben. 'Oot war krank uud wurde auf einer Tragbäh herngebracht. Er ist in Lipa außerordentlich gehaßt, da e? f?üher dortigen prominenten Familien' Steuern im Werth von .(X)0 abgenommen halle, ' Rickerson's Kundschafter haben bei Vtangas den Oberst Lvt. einen Bwr der es Majors Lot, gefangen genom- '.".'.'""' neu. - - V e .i der Kaiserin v o n C h i n a Peki n g 2?Jaru T)ie KaiserinWittwe machte am . Dienstag . ihr sormelles Debüt vor den Mitgliedern des diplomatischen Corps. SU saß auf dem Thron m dem großen Audienzfaal, während der Kaiser unter ihr aus trm Kessel vor einem niedriaen Tisck lv' . - . ' Der Kaiser wurde auch diesmal als Souverän begrüßt, und er antwortete mit jugendlicher Stimme auf die Anspräche des Dojens des diplomatischen Corps, des österreichischen Gesandten Czikane, die Kaiserin war aber unstreitig die wichtigste Persönlichkeit. Nachdem die Gesandten sich vor dem Kaiser verbeugt, stiegen sie den Thron hinauf, wo die Kaiserin sich vor jedem einzelnen verbeugte. c r . t Depefchen. . Doppel - Hinrichtung. Harrisburg, Pa.. 29. Januar. Weston M. Keiper und Henry Rowe wurden am Dienstag Vormittag um 10.40 im Hof des hiesigen County-Ge-fängnisses durch den Strang hingerichtet. Mehr als tausend Personen wöhnten der Hinrichtung bei. Rowe und Keiper waren Kohlengräber. die mehrere Jahre in den Gruben von Lykens,' Pa.. gearbeitet hatten. Am 13. März v. I. beraubten sie bei Hellem Tage die Halifax Nationalbank von Halifax und dabei tödteten sie den Kassirer Charles W. Ryan. der sich zur Wehr gesetzt hatte. ' Der Eisen bahnraub in Süd-Carolina. C o l u m b i a . S. C.. 29. Januar. Eine Telephon-Botschaft aus Branchville. S. C.. besagt, daß die SheriffsMannschaft der Bande, die am Montag Abend bei Branchville einen Zug der Southern Bahn beraubt hat. hart auf den Fersen sei. Der Geldschrank, den die Kerle fortgefahren hatten, war von ihnen in den Edisto-Fluß geworfen worden und ist während des Tageö wieder herausgeschafft . worden. . . Er war noch nicht geöffnet -worden. - Die. ganze Umgegend ip sumpfig .und. die Verfolgung i$ aus diesem Grunde eine sehr schwierige) :vv u v Der'Nüe Se na 1 6i d d n Ä e w . . .' ' -.rV - " , ! Jerseh. Tr'enton ' N. I., 29. Jan. Beide Häuser der' Legislatur stimmten .am Dienstag in separaten Sitzungen-über die Ver. St. Senators-Kandidaten ab. Im Senat erhielt der republikanische Kandidat.John E. Dryden 17 und der 'Demokrat McDermott 4 Stimmen: l m r i , .i ii iio im eprasenianienoaus ryoen 46 und McDermott 14. Die. Wahl wird am Mittwoch in. gemeinschaftlicher Sitzung beider Häuser ratifizirt werden. Im ..nördlichen apan herrscht eine ungewöhnliche Kälte. Mehr als 200 japanische Soldaten sollen dort erfroren sein. Eugene Dupont, Präsident der großen Pülver-Kompagnie von E. I. Dupont. lDe Nemours & Co.. ist in seiner Wohnung'bei Wilmington. Del., im Alter von 61 Jahren gestorben. .

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