Indiana Tribüne, Volume 25, Number 129, Indianapolis, Marion County, 27 January 1902 — Page 7
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Von E. Vely. (Fortsetzung.) Frau Den Sill hat eine schwache Erinnerung, daß dieses Wort schon eknvra in lh Ohren geklungen ist, ganz genau kann sie sich aber nicht damit abZinken. Sie schüttelt den Kopf. Na. sehn Sie wohl" triumphirt das Weib, dessen Knochen nur mit Haut bedeckt sind. .Uno Sie sind die eigene Mutier! Un je eer aus diesem Hause, desto lieber!Frau von Sill antwortet nichts, sie geht langsam durch den Korridor, als wolle sie nach dem Zimmer der Söhne, dann bleibt sie vor dem ihrigen stehen. .Toni!" Die Thür ist nur angelehnt. .Ja, Mutter, ich hab's' gehört, und da hilft nicht, ich muß es von der Miethe nehmen Sie sühlt das Geld in ihrer Hand und athmet erleichtert auf. Kino, bis dahin kann man noch Rath schaffen...." . Toni lächelt schmerzlich, es ist das stetige Trostwort ihrer Mutter. .Bis dahin!" Hier!" sagt die Amtsräthin, als sie zurück in die Küche kommt. ' Die Schulz bindet ihre Schürze, ab und faßt nach einem Handlorb. den sie unter dem Tische stehen h. Tm is uns Allen geholfen!" und dann sireicht sie über ihr Haar und nimmt ein Tuch und einen Hut vom Haken. .Der Portier hat es mir doch gleich gesagt! Schulzen, da is nich viel -u holen, da kommt kein Extratrinkgeld und kein kleiner Abfall vor. Ja, wohl 'n Osfiziersbursche, aber das is blus für's Aussehn, der muß in der Volksküche essen. Na. ja. man versucht mal, und guckt in 'ne Wirthschaft aber denn auch man bei Zeiten raus." Dann ist sie mit großen Schritten den Korridor entlang und schlägt die Thür krachend zu. Frau von Sill versucht ein Lächeln. .Das war nun eine echte Berlinerin; a?ir Leute vom Lande passen freilich besser zusammen." .Denn kayn ich ja gleich dableiben," meint - Fine, und faßt in gewohnter Weise nach der Arbeit. Frau von Sill winkt ihr äbtx, an's Fenster zu kommen. .Liebe Plinke. beginnt sie etwas verlegen, haben Sie schon einmal gehört ich meine, wissen Sie, wo man hier Werthsachen verkauft und verfetzt?" 'Die inngz Frau mat traurig mi: dem Kopfe. .Ich bin gestern erst auf dem Leih Hans gewesen aber da is auch die Tantown, die solche Geschäfte macht. Ich hatte ein paar Ohrring:, öie waren noch von meiner Mutter her. Sie hat 'n Goldschmied an der Hand." Schicken Sie mir doch die Frau einmal," .Jawohl, Frau Amtsräthin!" Frau vcn Sill hat eine furchtbare Angst vor der Entdeckung, sie grübelt und grübelt seit der Stunde, wo der Gerichtsvollzieher ihre Schwelle über-' schritten, wie sie aus der sie quälenden und 'bedrückenden Lage kommen kann. Es sind ihr nicht viele werthvolle Schmucksachen geblieben, damals, sie ha! freiwillig ihre großen Steine verkaufen lassen, um die Dienerschaft im Hause nicht um den Lohn zu bringen Toni fand, daß das Ehrensache wäre, und sie sah's ja auch ein.' Nun hängt sie an den kleinen Dingen, die ihrMann ihr jedes Mal. von seinen Neisen mitbrachte, freilich, seh? und üe rechnet und zählt, ob die einen so und die anderen so viel bringen können. und sie seufzt. Fine ist wie ein Echo, auch sie stößt einen schweren Seufzer aus. .Ach, meine gute Frau," sagt die 2lmtsräthin. .das Leben, stellt oft schwere Zumuthungen an Einen." Die Schneidersfrau nickt, indem sie eine Wasserflasche zum Spülen hockhebt. . ' Selbst an dem Großzaterstuhle ist letzt der Gerichtsstempel. und das ist mir das Aergste." erzählt sie. - Die häßlichen Stempel! Frau von Sill sieht sie jetzt Tag und Nacht vor Augen, immer mehr werden es. immer größer wachsen sie -an und rollen auf sie zu, massenweise. Und von ihrem Bruno k?at sie geträumt, daß er t'eibhaftig mit diesen fürchterlichen Stempeln bedeckt war, und daß man kam, ihr ihren Liebling zu nehmen. Alles nur den Bruno nicht! ' Wie' dumpf ihr Kopf ist. wie ihre Knie zittern, sie muß sich setzen, und sie sagt mit der hausfraulichen Güte, die immer über ihr liegt, und die sie den Menschen .so angenehm macht: .Ach. liebe Frau, man wird alt!" Leo kommt pseisend aus seinem Zim mer und klopft an das Atelier an, wo er Toni zu finden weig. Störe ich nicht im Mittagsschlaf, Fräulein Schwester?" .Das wäre schlimm!" Sie steht in mitten des Raumes, ein Zeitungsblatt in der Hand. , .Hast doch Ferien!" ruft Leo. .Ach, Ferien! sagt sie mit einem Achselzucken. Er hält ihr seine Zigarettendose herüber. .Eine Volksschullehrerin darf solche Angewohnheiten nicht haben." ... b iomm; Einer aus !"'fagt
T f '! O1'1' ! si::).1 er iir suchend in'3 öcfichr. .-iun, ven neulich sazjt Du nicht - .Ich deichte. Du hättest schon ver g:fCC. daß Dir an meinem Urtheil ge gt.i'.sen." Liebes 5Und, ich hatte außcrordent lich viel vor. Den Sonnabend ein Diner bei dcn La Zzzeras." Sonntag eine Fahrt in den Grunewald mit den Smui)s gestern waren wir mit Bekannten in Sakrow. 'ne kleine, hübsche Segelpartie. Was !pb! Ihr denn vorgehabt?" Mutter und ich waren zu Hause wir hatten Sorge um Bruno, der sich. immer erzt in der Frühe des anderen Tages zu Hause einsand." Csm schrecklicher Bummelfritze." .Sag' lieber...." sie verschluckt daZ Wort und tritt an's Fenster. Unsere arme, schwache Mutter." Leo kommt hinter ihr her, auf sei r.em hübschen Gesicht liegt ein fröhlicher Ausdruck. .Tu nimmst Alles zu schwer. Toni! So ist Mutter nicht. Die hofft fest, daß Alles einmal besser kommt, und damit hilft sie sich über die Gegenwart hin. Diese Praxis solltest Du auch üben. Eggert schon anwesend?" Ich weiß nicht er kommt und geht doch fast immer ungesehen!" .Ach so, ja, die andere Thür und hie: die Doppeühür er ist eigentlich ein riesig zzrtfÜhlender Mensch!" Er. bekommt keine Antwort. Die kleine Zazzcra ha Dir gc seilen, bildlich?" Sie sieht gut aus das ist eine Hauptfache!" Ist sie auch!" ruft er lebhaft. Gut und weich ha: so den Stsff zu 'ne? richtigen Sklavin in sich. Die würde mal keinen Widerspruch kennen, die stellte mich auf 'nen Altar und wirbelte jeden Tag Weihrauch davor. Das wäre so sicher " er bläst ein paar Rauchwolken in die Luft. .Die Mutter ist ehrgeizig, mit der ist es nicht so leicht." Dann, nach ein paar gejungenen Walzertakten: Aber Nettie. was? 'ne köstliche, widerspruchsvolle Nalur. So was Anreizendes, Nervösmachendes, was Einen immer in Bewegung hält." .Und für die Ehe unbequem werden könnte." Bah, das in den Zügel beißen, das gefällt Unsereinem auch." .Und der Onkel!". Sie legt den Kopf in die Hand. .Was unser vornehmer Vater wohl zu solchem Onkel gesagt hätte?" .Den muß man humoristisch neh. men. Er ist ein sdf-inack' man, und ein Krösus. Du glaubst nicht, wie alle Aspiranten dem den Hof machen. Aber vorgestern schlug er mir aus die Schulter und sagte, ich wäre ihm doch der Liebste na. und Nettie erst recht, das .sah man doch deutlich." Dann " Er tritt zu ihr heran und leg! ihr den Arm um die Schulter. Ja, siehst Du, ich machte ja auch ein Ende. Aber da muß ich immer an die schönen, schwarzen Augen von Maria La Zazzera denken, und daß sie unbedingt in Thränen ' schwimmen werden. Man ist doch kein hartherziger Mensch." . .Spotte nur es ist keine leichte Situation ein liebenswürdiger, hübscher Leutnant zu sein." Sie lacht. .Ich seh's ja am Ende mußt Du zu dem alten Mittel greifen und an den Knöpfen abzählen!" .Mit Nettie kann ich glücklich werden." trällert er. Sie sieht ihn scharf an. .Auch habe ich da ein Wort im Gedächtniß behalten: Die Smiths sind zähe, und was sie wollen, setzen sie durch. Ja, ja!" Arme, kleine Maria!" spricht er vor sich hin. .Ich fürchte fast, die überseeische Konkurrentin ist ihr mehr als gefährlich, und unsere Mama, die eine Aversion gegen fremdländische Idiome hat. wird noch lernen müssen, sich mit Mr. Taylor zu verständigen. Ja, von Dir ist die Rede!" fügt er hinzu, als die Amtsräthin eintritt, und drückt ihr respektvoll einen Kuß auf die fleischlose Hand, er hat sie heute noch nicht gesehen. .Mein guter, alter Junge!" sagt sie. und fühlt nach dem Brief, den sie seit gestern in der Tasche tragt. So dickes Papier, das sich gar nicht zerknittert, und ganz klein und diskret in schwarz das Kleyden'sche Wappen darauf. Der Anton, dieser Kammerdiener mit der beneidenswerten Haltung und dem undurchdringlichen Gesicht, hat ihn abgegeben auch der gehört mit zu den alten Erinnerungen. Und immer noch nicht hat sie den Muth gefunden, zu Toni von dem Briefe zu reden. Jetzt vielleicht in Leos Gegenwart. Aber dem fällt es plötzlich ein, zweimal an Eggerts Atelier zu pochen. ' .Wenn der Bär im Bau ist. gebt echt" . Richtig öffnet sich die Thür. .Bruno, ich denke " dann sieht er überrascht die Anderen, und macht eine Bewegung, als wolle er sich zurückziehen. .Verzeihung, ich dachte " .Es war ja List, mein Bester " ruft Leo, und streckt ihm die Hand hin. .Schadet nichts, wenn Sie abfärben i nämlich, Sie werden den Damen da so etwas wie eine Beruhigung verfchaf-' fen können ' Bruno komm immer seltener und zu immer ungewohnteren ! Stunden nach Haufe." I . Der Bildhauer zuckt die Achseln. .Auch s ich habe ihn in diesen letzten Tagen' nicht gesehen,- und glaubte so- ; eben, 4 .......w ..- ..-.
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.Wenn Sie es nicht einmal wissen." fällt die Amtsräjhin mit ihrer klagenden Stimme ein. Leo tritt ganz nah an ihn heran. .Oder nicht wissen wollen aus Freundschaft " sagt er leise. .Ich habe in der That keine Ahnung." Ach, Herr Eggert, es wird ihm doch nichts zugestoßen sein?" fragt die besorgte Mutter. Leo lacht. .Er wird höchstens mit einem Begleiter nach Hause kommen, einem riesigen Kater mach Dich darauf gefaßt. Mutter, und empfang ihn nicht mit Vorwürfen. Richte einen sauren Häring her beileibe nicht jenen historischen Kalbsbraten des, Sohnes zarte, liebevoll verzeihende Behandlung und Säure." Dann stößt er mit einem Blick auf die Uhr ein verwundertes: .So spät schon!" aus und schnellt hinaus. .Ach, Herr Eggert," sagt Frau von Sill, .Sie sind doch eigentlich der einzige, dem Bruno sozusagen einmal nachgab .Gewesen, gnädige Frau! Seit ein paar Tagen scheint es, als ginge er mir absichtlich aus dem Weae." .Aber Herr Eggert! macht die Amtsräthin ganz erschreckt. Toni betheiligt sich nicht an dem Gespräch, sie ist am Fenster stehen gcblieben und blickt von dort herüber und gewahrt, daß der Bildhauer vermeidet, nach ihr hinzusehen. Lieber Herr Eggert Künstlerlaunen, Sie wissen ja am. besten selber, wie nervös und wechselnd die Stimmungen Brunos sind. Ich bitte Sie " Ich trage es ihm ja auch nicht nach," antwortet Heinz, ich verlange nichts von ihm, was er nicht freiwillig geben mag ich bin sein Freund, macht er keinen Gebrauch davon, ist's seine Sache." Nun sagt Tonis klangvolle Stin me: Das ist eine gute Maxime sie wird Sie vor mancher Täuschung im Leben bewahren nichts verlangen! Nicht von den Menschen, nicht vom Schicksal. . . ." Die ' Amtsräthin fühlt nach dem Brief. Mit Leo ist es nicht geglückt, aber wenn sie jetzt auch der kann eine Schranke bilden, der da drüben. .Meine Tochter ist immer ein wenig ernst in ihrer Lebensauffassung." lenkt sie ein. .Merkwürdig, wie verschieden meine Kinder sind, finden Sie nicht, Herr Eggert? Ich sprach auch neulich mit dem Baron Kleyden davon. Sie wissen ja, er hat so viel Freundschaft für unö behalten. Ach ja und da fällt mir ein " eine ganz leise Röthe schleicht wieder über ihre Wangen .er hat mir ja auch geschrieben. Toni." Sie legt den Brief vor sich hin und tippt beinahe liebevoll darauf. Nämlich wegen der Fahrt nach dem Rennen, von der er mir sprach. Es ist wirklich so freundlich von ihm ich bin auch früher zuweilen mit meinem Manne...." sie hustet, seufzt und nun muß es doch heraus. .Und ich habe es angenommen für Dich und mich. Du bist ja heute frei er will uns Beide hinauskutschiren, ' mit seinen hübschen Rappen." .Mama!" Toni kommt langsam nach dem Tische herüber und hebt das Papier in die Höhe, ohne es weiter zu lesen. .Ich habe es angenommen. .Hast es angenommen?" wiederhol! das schlanke Mädchen. ' .Und wir werden ja, wie die Zeit fliegt, nicht lange mehr haben wenn Du Dich umkleiden willst Sie ist ein wenig sicherer geworden, der unbefangene Ton gelingt ihr mehr, als vorhin. Auch des . Bildhauers Gesicht bekommt eine vertiefte Röthe, er sieht mit großen Augen von der Mutter zur Tochter. .Dann warst Du ein wenig voreilig, Mama. Ich habe nicht die Absicht, mit Herrn von Kleyden mich auf dem Rennplatz zu zeigen." .In meiner Gesellschaft?" fragt die Amtsräthin erschreckt. .Mit einem alten Freunde unseres Hauses?" .Dieses Haus existirt nicht mehr." Aber uns behandelt der Baron in der alten Weise!" protestirt die Frau, und sucht Eggerts Blicke, als müsse er ihr zu Hilfe kommen. Nimm das immerhin an. Aber den Rennplatz besuchen wir nicht mit ihm." .Das wäre " der Athem versagt Frau von Sill. .Das wäre so unhöslich wie undankbar!" ' Es kommt ein Verängstigtsein über sie, das Toni viel zu übertrieben erscheinen will.. .Und wie stände ich in den . Augen des Larons da? Lächerlich gemacht, einfach lächerlich, wie eine Mutter, die gar keine Autorität über ihre Kinder hat." Und sie legt die Hände mit einer bittenden Bewegung zusammen. .Dann, nach einem tiefen Seufzer: .Helfen Sie mir, Herr Eggert! Es ist doch ein Vergnügen dazu sollte man dr? Jugend nicht zwingen müssen." Ich gnadige Frau ich..: Er starrt Toni noch immer an, er ist selber verwundert. Sie, die er kürzlich in Begleitung dieses eifrigen Herrn fand, dessen Sitzungen bei Bruno nur den Vorwand bilden, nm in die.Familie zu kommen, sie sträubt sich? Er kennt sich nicht aus. Ist das Komödie vor der Mutter? Kaum. Die' schwache, kurzsichtige Frau wäre die Letzte, etwas zu entdecken, was ihr verborgen blciben soll, und vor ihm? Welch' einen Beweggrund sollte das stolze, herbe Mädchen haben, vor ihm anders zu erscheinen, als sie ist? Einfach lächerlich, Heinz, schilt er sich, daß Du da nur eine Frage durch Deinen. Hirnkasten schießen läßt. ' Einfältiaer Burlcüe. '
q niaude, ganz und gar nicht in der Lage zu sein, dem gnädigen Fräulein etwas rathen oder abrathen zu dürfcn," sagt er dann endlich mit einem langen Athemzuge. .Leo würde ganz mit mir einverstanden, gewesen sein," murmelt die Matrone.' Glaubst Du, Mutter? Ich nicht. Ich furchte, es würde ihm ein ZweifelHaftes Vergnügen bereitet haben, Dich und mich plötzlich unter dem Schuk des Barons Kleyden auftauchen zu sehen. Denn sicher fehlt er. nicht draußen, an oder in der Taylor'schen Equipage." setzt sie für sich hinzu. Du bringst mich in die peinlichste Verlegenheit," jammert die Wittwe. Dann wird es meine. Pflicht sein. Dich aus derselben zu befreien Du erwartest den Baron " .Jede Minute!" Und bei dem scharfcn Klingelzug, der eben ertönt, fährt sie zusammen. '.Das wird er schon sein! Die Plinke wird ihn hereinweisen. Wir haben nämlich diese ausgezeichnete Frau wieder. Ah Herr Eggert! Herr Baron!" Kleyden tritt mit einem freudestrahlenden Gesicht ein, er hält zwei Rosensträuße. Gnädige Frau! gnädiges Fräulein, außerordentlich erfreut." Und Jeder küßt er die Hand und überreicht mit eleganter Verbeugung die Blumen. Er ist sehr elegant sportmäßig gekleidet. -Toni sagt nichts, sie grüßt nur mit einem Neigen ihres schönen Kopfes. Glück, die Karlshorster, nicht wahr? Na, und gute Aussichten für die .Leda" meines Freundes Dilken eine Unmenge Wetten. Gnädiges Fräulein müssen auch setzen, wollen Sie mir Ihr Glück und Wohl anvertrauen für da draußen? Ich habe selbstverständlich die besten Tips bekommen Sie sind in guter Laune und scherzen ganz hübsch, Herr Baron die Gräfin Dilken oder andere Damen Ihres Kreises werden diese Tips gewiß eifrig, aufnehmen," sagt Toni; ehe sie aber noch etwas hinzufügen kann, fällt Frau von Sill ein. .Sie glauben nicht, lieber Baron, welche Mühe ich mir schon gegeben habe im letzten Augenblicke ja, nun möchte meine Tochter abtrünnig werden." Die Amtsräthin hat in den vorherigen Tagen viel mit Ver schleiern, Umschreiben mit der abscheulichen Lüge zu thun gehabt es ist ihr jetzt ganz trocken im Halse, sie schluckt, als habe das Wort sie verletzt. Raum umher, als wäre er ihr fremd, sie blickt Eggert an und es zuckt ein wehmüthiges Lächeln um ihre Lippen, wie er nun auf sie zu will und sagt: .Gnädiges Fräulein, gestatten" Sie mir, daß ich dem Herrn Baron gegenüber übernehme " Nein, nein! Das verbiete ich, jede Einmischung! Ich hatte ja zwei Brüder verstehen Sie, Herr Baron, crber ich selber will " Frau von Sill ringt die Hände, sie hat es nun erst recht schlecht gemacht. Ich bin eine arme, bellagenswerthe Frau," stöhnt sie. Meine Kinder verstehen' mich nicht, wenden sich von mir ab." Hochaufgerichtet steht Toni vor dem Besucher. .Ich allein, Herr Baron, rechne mit Ihnen ab verstehen Sie! Nicht ein Wort hat ein dritter zwischen uns hineinzureden." Er verbeugt sich stumm ' und' faßt nach seinem Hut. - Es ist schrecklich, schrecklich!- jammert die Amtsräthin. Dann ist es sekundenlang still-in dem Gemach, dessen Fenster weit offen stehen, der Kinderlärm vom Rollendorfplatz klingt herauf, das Schnauben der Dampfbahn, das Klingeln und Rasseln der Pferdebahnwagen. Heinz Eggert hat Kleyden mit mißtrauifchen und eifersüchtigen Blicken betrachtet in all den Monaten, seit er hier ein- und ausgegangen, und in denen die nachlässige Skizze entstanden ist. die dort drüben auf der Staffelei lehnt. Ein Geschlagener muß der Baron nunen Schauplatz verlassen, gezüchtigt voner, zu welcher , er seine Blicke erhöben' in unlauterer Absicht. Wie glanzvoll sie ihn niedergestreckt hat' es wäre lächerlich gewesen, sich einzumischen. Sie wächst aus der Beleidigung heraus größer und prächtiger und mit edleren Konturen, als er sie gesehen, er, der kleine, unscheinbare Heinz, der aus der Ferne zu ihr aufsieht, wie der Schiffer der südlichen Küste zu einem wunderthätigen Gnadenbilde. der ihr folgen möchte mit der treuen Anhänglichkeit eines Haushundes, 'wenn si0 ihn nur beachten möchte. lFortsetzung folgt.) i i i Äerv lu in t. Sie: .Was soll kch als Entlassungsgrund schreiben? Wir entlassen die Gouvernante doch, weil sie unsern Oskar geküßt hat!" Er: Schreib einfach: mit dem Munde etwas voreilig!" Bezeichnend ausgedrück t. -Lebemann (jung vermählt): Komm' mit, werde ein paar Flaschen Sclt spendiren." Freund:. Aha, junge Frau bereits einkalsirt?" o,i o er Schmiere. .Herr Director. ich spiele nicht mehr, wenn nicht endlich mein neues Stück gegeben wird, in dem eine gebratene Ente vorkonnnt!" ; Ein angenehmer Schwiegersohn. Rentier: .Hm, unter den Schulden meines Schwiegersohnes. die ich zu bezahlen habe, besindet sich auch ei Posten von 500 Mark für Auskünfte über mi!" ' .
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