Indiana Tribüne, Volume 25, Number 124, Indianapolis, Marion County, 22 January 1902 — Page 7

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o: r. el:'. (Srotlfcjung.) Ü7ut rührig, isartqt Te? Mensch muß mit der Zeit gelsn." fällt Maßmaim ein. We: nicht wzgt, der gewinnt nicht. Das ist auch ein Sprichwort!" Mit Ihnen", meint die Frau, habe ich mich nu gar riich rch: einlassen woll'n. Sie sind mix zu luftig, das habe ich Ihnen gleich ang:seh'n." Gnädigste Gönnerin, Sie verkennen mich!" Und er legt die Hand aus's Herz. Sie übttschäten und Sie unterschätzen mich. ie würden bei näherer Bekanntschaft nich wahr. Henrich?" ?lch r.e. ne! Lassen Sie man gut sein." Fine streichelt d:e Hand der Unruh:g 4 i'nd flüstert: Seine Gutheit hat er auÄ, er ist imsrer bei d:r Hand." Schon mit so'ner effigen blauqrünen Kraöatie. wenn ich daZ bloß sehe. Da is der lustigste von meinen Miethcir. ein Student aus Frankfurt am Main, imn-.er fidel und nie arbeiten und singt, wenn er zu Hause is, u:n ?'i:ternacht. Un von oben haben sie d:::n: schon runter geschickt, be: so'i.e incer trägt er nich und sagt, in Frzntsult wären die Moden feiner und sri'!-:? wie bei n.-.s." Und der schickt. sie auf billige ?!?paratur:n?" mischt sich Wai.!nann. der m Zi.-nnier h:rumgetän?:!t ist, und nun wieder die letzten Worte vernominen hat, ein. Äch. gehn Sie docb. das is meine Sache!" brumint Sie Tantcw. Un was ich sagen wollte! Täcker 5IreiS?rz. die ich ganz klein gekannt habe, wie sie selber das Brot rumtrug, und froh war. wenn man in'n Laden kam und sie ' wirklichen Sechser sah. Sie sind setzt auch aus'm hoben Pferde. Haben sich lebensgroße Bilder-Photo-graphieen machen lassen, und ordentlich bunt. Wie 'n Pfau sieht sie aus. und Ringe und Armbänder! Na. die müssen Sie sieb ja auch nu wohl an die Wäne hängen lassen Platz is ja da!" Henrich Plinke steht mitten im Zimmer. in Betrachtung des Salons versenkt, und er entoeckt. daß das Prachtstüö. der Spiegel, schon wieöcr eine bedenklich schiefe Neigung hat. Das kann er nun nicht ausstehen, das kommt immer beim Putzen. Und die Frauen-zimn-,:r haben für so etwas gar leinen Sinn, für symmetrische Verhältnisse," brummelt er vor sich hin. Wegen Fine können die Tilder krumm und gerade hängen, wenn sie nur blank gerieben sind und kein Stäubchen darauf zu sehen ist.. Er ist mit $rcei Schritten hinüber und langt mit beiden Armen empor. Mein fyznn und ich," sagt die Tantow zu allgemeine? Nutzanwen-' dunz, haben uns immer nach der Decke gestreckt, und da haben wir wirklich ganz gut gelegen " Ein Krach, ein Poltern. Splittern!" Der Spiegel!" schreit die Tantow. Mein Mann!" rüst Fine. Na. nu aber." sagt Waßmann gelassen, während der blonde Mensch cmporschnellt. Q Jcmersch!" Er blutet ja, er ist ganz von sich," jammert Fine. die blitzschnell an der Seite ihres Mannes ist. Wenn das is. denn muß ich weg." hastet die Wittwe. Vlut kann ich nich sehn, und was Aufttgunz is, das is geradezu Gift für mich, und soll mich fsr hüten Und sie vergißt beinahe in der Eile ihren Korb. Der Agent richtet sich auf und greift nach seinem Hute. Na, denn wird ja wohl Waßmann wieder 'ne Kommission haben und nach 'nem Doktor sehn müssen." Ach ja, ein Doktor muß her," fleht Fine. der es nicht gelingen will, ihren blassen. . blutüberströmten Gatten zu stützen. Greifen Sie mal da mit zu. junger Mann," kommandirt der Agent. Jetzt haben Sie auch 'ne Gelegenheit, etwas von 3ßnv Tagelohn abzudcrdientll. Na, man muihig, man keine Vangig kcit vorgeschützt; nehmen Sie mal alle Schneiderkourage zusammen. Hier kommt Hilfe. Frau Plinke!" Und wäh rer.d er geht, beugt er sich zu dem am Boden sitzenden Kinde, das auch er schreckt ist und schreit. . Nur ruhig, nur ruhig, junge Dame. Der Kopf von Batern sitzt noch drauf.Henrich kommt zu sich, als ihn Finemit kaltem Qasser gewaschen. So'n Krach sagt er matt, der schöne Spiegel." Laß man, Henrich. laß man," trostet sie. Und sie macht Reinicke ein Zeichen, daß er still sein soll. Da kommen wir wohl drüber, erst werde Du man wieder heil! " 55 Leo beugt sich über die Stuhllehne und bringt sein hübsches Gesicht demjenigcn der Schwester ganz nahe. Rath mal. was ich vorhabe, Gestrenge?" Frau vonSill schiebt an ihrer Brille, sie ist eisriz damit beschäftigt, ein zerrisscnes Handtuch noch vor gänzlichem Untergang zu retten. Wie könnte ich das wissen?" gibt Toni zurück, ohne die Bezeichnung, di? schlechterdings gar nicht auf sie paßt, zu rügen. Ihre Augen schmerzen, sie legt das französische Buch, in dem sie ein paar Seiten gelesen, auf den Tisch. Wenn Leos fröblick:es Geschwätz erklingt, .ist's

doch mit der Äusmerlsamreu ooroel. Und dann mustert sie ihn und fetzt hinzu: Ausgehen willst Du natürlich?" Ji, aber mit Dir!" Und ehe sie etwas erwidern kann, drückt er ihre Finger zwischen seine beiden Hände. Ich brauch Dich nämlich nöthig, Schwesterchen, Deinen weisen Rath, Dein Urtheil mußt mit mir auf die Kunstausstellung!" Unsinn ich war ja schon einmal dort." UnÄ Bruno sagt, es ist absolut nichts da, nichts Sehenswerthes!" bemerkt Frau von Sill und seufzt, als wenn sie selber durch diesen Ausspruch schwer getroffen sei in Hosfnungen und Erwartungen. Ist ja gcmz gleichgiltig!" ruft der Leutnant, was ich Toni zeigen will, ist da. Und nun komm. Schwesterlein, sei gut. mach Dich hübsch " Du weißt, ich habe keine Wahl!" Macht nichts. Du bist immer schön, distinguirt! Und vollends, wenn wir Beide so mit einander das repräsentirt, was?" Und er richtet einen lächelnden Blick nach dem Sviegel, der das Bild des stattlichen GeschwisterPaares zurückwirft. Frau von Sill zuckt ein wenig zusammen; das Wort Repräsentation war ein so geläufiges im Munde ihres Gatten! Welche Summen hat er ihm geopfert und dann war'S ja der Hauptvorwurf, den er ihr machte, daß sie nicht zu rcpräsentiren verstände. Sag nur, Leo. kannst Du mich nicht zu Hause lassen?" kling-t Tonis ernste Stimme, um irgend einer Thorheit halber bringst Du mich nicht hinaus." Bitte, bitte!" Da bin ich aber neuaieria. was dahinter steckt!" sagt die Amtsräthin, während Toni sich wortlos erhebt. Ja. ja." schmunzelt der Sohn, und tippt ihr leise gegen die Wange, und sie wagt nicht, ihren Wunsch nach Aufklärung näher zu erkennen zu geben. Sie hat Zeit ihres Lebens einen gewaltioen Respekt gehabt vor der Autorität der Männer; erst war's ihr Mann, der ihr impon-ie, jetzt sino's die Söhne. Leo streicht feinen Schnurrbart vor dem Spiegel, pfeift ein paar Takte, wirft sich wieder auf den Stuhl und reckt sich Ach." sagt er dann, weißt Du. so aus der Enge heraus zu können, das wär' doch etwas!" Die großen Augen der Mutter strcifen ihn mit einem kummervollen Blick. Ja, mein lieber Junge, meinst Du denn nicht, daß ich nicht noch immer an das schöne Haus und den Park und das Alles zurückdenken muß? Aber " und sie sieht nach dem Bilde ibres angeeteten Eheherrn hinauf. Er ist ja nicht mehr da. und wenn's hier auch eng ist, fügen minien wir uns einmal!" Acb, so war's ja nicht gemeint." Er betrachtet seine Fingernägel. Immer an den Nickel denken niemals einen ..Blauen" so recht nachlässig hinwerfen zu tonnen. Von dcnSepia!-!Lappzn gar nicht zu reden! Manche können's doch ach, und man ist jung und lebenslustig und trägt einen guten Namen, und hat doch auch Ansprüche an das Dasein!" Er wendet sich ab, guckt auf den Nollendorfplatz hinunter." Huh, wie das da krabbelt im Sande und um die Bänke herum. Kinder und Mütter und Kindermädchen brr! solch 'nc Sandkraöbelei ist doch eigentlich das ganze Leben. Man braucht schon Lungenkraft und Willen, um auf einen nur mäßig hohen Berg zu kom men." Dann dreht er sich um und lacht über's ganze Gesicht. .Versteh' mich. Mutter, 's war bildlich. Voran möcht' ich unter meinen lieben Mitmenschen und man muß so lang' auf Beförderung warten." Frau von Sill nimmt die Brille ab und legt sie neben sich auf die Fensterbank. Mein Junge, da hilft weiter nichts.'als ergeben, sein und auf bessere Zeiten hoffen. Es kommt manchmal wunderlich im Leben." Der schöne Mensch stößt einen Laut der Ungeduld aus. Die besseren Zeiten heranzwingen, das ließe sich eher hören!" Toni tritt wieder ein. Sie trögt ein lichtaraues Frühjahr.klud.. daö ganz schlicht gemacht ist, und einen schwarzen Strohhut, dessen Kops nur ein Land schmückt. Famo!" ruft Leo ihr entgegen. Vornehm! gesucht' einfach abr Jeder kann denken, daö Kleid sei von erster Firma geliesert. Auf Deiner Figur sieht Alle, tailor made aui." Sie hat ein leichtes Lächeln um die Lippen. Wie bewandert mein' kleiner Bruder in Toilettefragen ist." Was soll man denn anders mit den jungen Damen reden? Sport und Toilette. Und bei den Amerikanerinnen kommt man gar nicht darüber hinaus. I)o you tbink that will suit rne? Mutter, bist Du eigentlich für eine internationale Schwiegermutter gestimmt?" Und er faßt die Amtsräthin an beide Schultern und schüttelt sie liebevoll. Warten wir das ab. wirst Du mit einer ergebenen Miene sagen weiß das schon, spar Dir's also. Dein Sohn ist ein Taugenichts!" Frau von Sill lächelt glücklich, und draußen sagt Toni, dem Bruder gerade in die fröhlichen Augen sehend: Du hast eine Begegnung, und brauchst mich als Folie!" Was Du klug bist. Schwesterlein. Nur Folie paßt nicht, als Tekorationsstück, als wirksames." Vor dem Hause harrt er eine Sekundedes Ueberleaens.

Drosaie wär? uns Beiden nun ohl angemessen!"

-u Nein!" wehrt Toni und schlägt den Weg nach der Pferdebahn ein. Die paar Augenblicke des Wartens benutzt er zu der Reflexion: Wer nicht mit einer lumpigen Million auf die Welt kommt, ist ein Lump." Toni erwidert nichts; sie hat die Angewohnheit Kurzsichtiger, die Augen ein wenig beim scharfen Sehen zu verkleincrn, so blickt sie dem" heranrollenden Straßenbahnwagen entgegen. Leo hilft ihr hinauf, übersieht schnell den uninteressanten Inhalt des Wagens und bleibt draußen flehen. Toni denkt an ihn; sie wird am Abend etwas länger arbeiten müssen, um die verlorene Zeit einzuholen, aber sie kann ihm nicht böse sein. Un) es liegt so etwas Genugthuendes darin, eine müt terliche Rolle für ihn durchzuführen; er ist wie ein Kind mit seinem Vertrauen zu ihr. Um seine erste Kadettenliebe hat sie gewußt, die kleine, angebetete ZUara, der er den Korb mit Erdbeeren nachtrug. Und noch vor Kurzem bat er ihr erzählt, daß er eine blonde Oberstentochter liebt und weiß, daß sie ihm nicht minder gut ist und daß doch nie, nie auö der Sache etwas werden kann, weil dort auch kein Geld ist. Mit Stumpf und Stiel muß ich diese Neigung ausrotten! Aber harte Arbeit wird's sein so was . schmerzt. Schwesterchen, schmerzt sehr" hat er versichert, und in seinen Augen hat's feucht gefchimmert. Sie ist ihm mit der Hand über die Stirn gefahren und in sein lockiges Haar. Vierzehn Tage später fand sie einen offenen Brief im Korridor, den er verloren, und den sie glücklich der Mutter unterschlagen konnte. Er war von einer kleinen Tänzerin des Theaters Unter den Linden" er hatte schnell mit Stumpf und Stiel ausgerottet. Sie lächelt vor sich hin, und ein Herr in der entferntesten Ecke wird aufmerkfam auf sie und sieht sie unverwandt an; sie gewahrt das nicht. Moabit! Ueber Brücken, an der Stelle vorüber, wo Berlin den Eindruck einer Fabrikstadt macht, an dem kleine Thiergarten entlang, wo es knospt und grünt und jauchzende Kinderstimmen er'schallen und das Rufen ihrer Hüterinnen; Kasernen tauchen auf und die gewaltigen Gebäude, wo die Verbrecher ihren Strafspruch erhalten und wo sie hinter himmelhohen Mauern gebüßt werden. Det Kriminal!" sagt eine Frau zu ihrem Jungen, da hüt Dir vor! das kann Einem nich früh genug gesagt werden." O, kiek blos!" staunt der Vengel den bronzenen Löwen vor dem Eerichtsgebäude an, der die Pranken in den Drachenleib schlägt, und hört absolut nicht die mütterliche weisheitsvolle Mahnung: Janz, wie im Zoologschen, blos daß er da nich haut!" Die Umsitzcnden lachen, und der Junge ist empfänglich für den Beifall, er versucht auf den Sitz zu klettern und sich weiter bemerkbar zu machen) Toni kommt selten in diese Gegend Berlins, die ihr zmmer wieder wie eine neue, andere Stadt erscheint. Das Straßenbilo ist ein völlig verschiedenes dem Westen . gegenüber. Die Urania taucht auf, die Bögen der EisenbahnÜberführungen schimmern roth, der Ausstellungspark wird sichtbar. Werft-Straße!" Man steigt aus, Leo steht da, ihr die Hand zu reichen. Der unverschämte Beobachter duckt sich jetzt zur Seite. Die Geschwister gehen nebeneinander her. Eine Droschke hätte uns gleich an den Eingang gebracht." meint Leo. Aber Sparsamkeit ist gut." ' Wenn sie nothwendig ist!" - ergänzt Toni. Ich will der Sache ein Ende machen, ich bin nun fest entschlossen. Es ist sonst ein zu elendes Leben, man kommt nicht aus den Klauen der Manichäer heraus!" braust Leo plötzlich hervor. Es ist die einzige Rettung." Toni hemmt ihren Schritt und sieht ihn scharf an. Du willst heirathen reich, natürlich " Ja! Nur bin ich noch zweifelhaft in der Wahl. Sie" möchten mich natürlich Me. Gott, .die Weiber Habens n mal auf mich nicht Übeln Kerl abGesetzen." Und . die blonde Anne-Marie rauZ mit Stumpf und Stiel?" forscht sie. Er wird ein ganz klein Wenig verlegen. , E war ja doch 'ne aussichislose Sache. Ich mußte vernünftig sein!" Sie wird'S ja auch wohl sein wird's ja müssen. Ach, ihr Männer, ihr Habt'S gut ist kein Wort. Dahin geht ihr, nach ein bischen Amüsement. Vernünftig" sein Herzen brechen nicht so leicht." Sie sagt es mit einem Anflug von Bitterkeit.' Ja. siehst Du, Toni, kann ich die Welt ändern?" Sie lacht herb auf. Du nicht und all Deine Kameraden nicht und manche Andere auch nicht. . So lang das noch so ist, wie 's ist. so lang die Frau noch eine minderwertige Waare ist. die man erkauft, oder von der man sich kaufen läßt doch das verstehst Du nicht.. Ist auch nicht nöthig." Und ihr Ton ist plötzlich wieder ganz verändert und fast harmlos. Also die Qual der Wahl hast Du und darum bin ich hier?" . Sie stehen nun vor der großen Steintreppe, die an Gebüsch. Springbrunncn und plastischen Gruppen vorüber hinunter führt in den Ausstellungpark. ! In Efslaie und lebendig werde ich ' sie Dir vorstellen." Er duscht hinüber, l

die I'llleis zu lösen, und 'spracht dann im Hinabsteigen rasch weiter: Nämlich von Vclwitz habe ich da kürzlich mir seiner Millionenflau gesehen! Na, ich sage Dir. einfach scheußlich. Alö wenn siebis Dato Grünzeug auf dem Kopfe getragen hätte und die Hände! Pratzen nennen sie's in Wien! Und dabei nicht etwa aus einer Sphäre, die da unten rum i bewahre! Tochter des Geheimraths Delbach und Mutter vornehm, Weltmadame, tout ce qu'il ) n du diic! Aber die junge Frau! Der Athem ist mir -vergangen, als sie sprach solch rauhe Stimme. Und ein Unteroffizier hatte mit ihr leiaen Staat gemacht. Nein, solch Ein: um all die vielen Millionen nicht. Absolut nicht! Und da hab: ich denn unter der Auswahl eine Wahl zur Vorführung getroffen, den klugen Augen meines Schwesterleins traue ich." Angenehm ist mir Deine Zumuthung nicht," sagt Toni, flüchtig die Bilder an den Wänden streifend, nachdem sie die Skulpturenhalle durchschritten haben. Er antwortet nicht, er dreht den Kopf nach ein paar jungen Mädchen, die vor einer Landschaft stehen, aber vieT aufmerksamer in's Publikum gucken, als auf die Leinewand, während ihre Führerin einen weitläufigen Vortrag über Perspektive hält. Dann muß er einen Kameraden grüßen, darauf einem Gemeinen danken. Schöne und geschmacklose Anzüge streifen einander, gutes Publikum ist da. sachverständige Besucher, sowie auch Leute, die Neuruppiner Bilderbogen mit gleichem Genuß sehen.. Vlasirte Jünglinge, kurze Stöcke in den Händen, machen alberne Bemerkungen, die sich in jedem Saal wiederholen; ältere Männer und ernste Frauen entrüsten sich manchmal vor einer ganz modernen Kundgebung, einem grünblauen Räthsel oder einem Naturausfchnitt im Rahmen. In einem der Nebensäle faßt Leo die Hand der Schwester und zieht sie rasch öor ein Bild. ..Da?!" Eine junge, schwarzbraune Dame ist dargestellt, sie hat eine dunkelgetönte Hautfarbe und große, mandelförmige, schwarze Augen, eine leichtgebogene Nase, schwellende Lippen und üppig weiche Formen. Ein Gemisch von cremefarbener glanzloser Seide und gleichem Tüll 'bildet ihre Gewandung, sie trägt keinerlei Schmuck, nur einen Strauß Marschall Niel-Rosen an der Schulter. Wie achtlos hingesunken ist sie in den Rokokofessel, auf dessen Armlehnen sie die Hände stützt. Toni betrachtet das Bildniß längere Zeit wortlos, dann sagt sie, auf den Namen des Malers deutend, Kiesel." Ja, um einige Prozente geschmeichelt doch nur um geringe," ist die Antwort. Sie ist hübsch!" Wieder eine lange Pause, in welche: er seinen Schnurrbart in etwas nerdöser Weise bearbeitet, und dabei die Schwester gar nicht ansieht. Ihre Wortlosigkeit quält ihn augenscheinlich. Die Leute kommen und gehen um die Beiden, Einige blicken flüchtig herüber, Andere stehen sekundenlang still, um sich zu vergewissern, was das schlanke Paar so eifrig betrachtet, eine korpulente Dame geräth in Entzücken vor einem Stillleben auf einem Küchentisch. So lernt unser Käthchen es jetzt auch! Gebt Acht, die lernt es sogar noch besser."

Während F. I. SchnieHer in den Wichita Bergen. 16 Meilen westlich von Mountarn View in Oklahoma, jagte, stieß er auf ine kleine durch zwei Felsstücke theilweise versperrte Oeffnung. Beim Entfernen der Felsstücke machte er die Wahrnehmung, daß die Oeffnung großer wurd. Dieselbe hatte schließlich einen Durchmesser von 10 Fuß und erstreckte sich 100 Fuß in die Tiefe. Man glaubt hier, daß der Eingang zu einem Bergwerke, das von den Spaniern vor mehreren hundert Jahren betrieben wurde, gesunden wurde. Ein Stück erzhaltiges Gestein, das in einer Tiefe von 20 Fuß gefunden wurde, enthielt Gold. Als Leiche wurde der 30 Jahre alte Martin Gleason, Superintendet der Wild Horse"-, Damon"und Deadwood" - Minen, auf der Sohle des Kalamazoo Schachtes bei Eripple Creek. Col., 900 Fuß unter der Erdoberfläche, gefunden. Der Korper war schrecklich verstümmelt; um 'die Schachtöffnung herum konnte man Anzeichen eines stattgefundtnen Kampfes bemerken.- Allem Anscheine nach wurde Gleason ermordet, doch kann man sich keinerlei Motive für die That vorstellen. Die .Woods Jnvestment Co.", -welche eine der Minen eignet, von welchen Gleason Suverintendent war, hat für die Festnahme des oder der Mörder eine Belohnung von 55000 susaeschrieben. (Fortsetzung folgt.) EDWARD A. IMUlliG, Eigenthümer

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