Indiana Tribüne, Volume 25, Number 116, Indianapolis, Marion County, 14 January 1902 — Page 7

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imfianapolis.

MMMM e))(crir- rim fea

Die Dorffchönheit.

Von B. M. CroZer. (VortscMg und Schluß.) X1L. Kapitel. ' ?. - . - . rT- . ? ? s n Vfi(trSflrt ö.n Ünd' Du bist'elso thatsächlich 0 Umim rief Kathleen HeLketh aus, als sie an einem schönen Zuniabend mit Peggy den'Pärk don 'Derlevod durch strich. I ii Ja, Kathleen. ich bm's! -Du weißt ja schon, daß ich AlleS 1?i ssenr möchte titte, sag' mir, ro:shalb?? 4 WeN." iie junge. Wittwe Wb flehen und sah ihre Freund! flehend an:. Kathleen, wie hart Du sein sannst!" wenn's sein muß. Das liegt in meiner Natur .Nun denn, eil Niemand außer ir jhn betrauert. Ist das nicht zum röärmen?" Ja, das ist's. Was für ein ruchlos e:aeude!es Leben!" f gUnd Ickst m& sch i& ßncmZze hinMebegM t.!lkl s. H Und später hättest Du nicht mehr yit ihm l:ben. mögen!" : . . . ' ' Nein, üm-keinen PrelS!" rief PegZy ' schauernd. . . Und ooch ?foÜ 'der ime Gwffröh zwöi'f.'Msnutelang warten, bis Du-ds; schwarze Zeug abgelegt hast! Das' 'nenLsjch MöerspMe!" . ' Wer ist 'frei davon?" Und Tante Sophie vergeht vor Un.geduld', bik'Du ?ittltch :ih?e5ciche LIl r- i 'rrf ' t ' r - " Kt. Sie jagte, Niemand so zu erUNachssIze ' geeignet. - wie Pegzy; Mde .ihre Amen und..li)re. "'yiett versorgen. Peggy-. solle 'ihn sitzen . Ldt..Diamanten tragen vahrfche'mkichofte't. als s:e dazu kam. vaö 'arme. Hjng. .UebrlgenL höre ich. 6cr:ng habe Dir fein Vermögen hin-' terlassen, und Du habest 4 eine Schuf den, b?za5lt? ' Da 8 muk eine r.ette 'Arbütrwesen fkin!" .Wirklich ileUwenn man dss Eeld dazuthat. Deri ' Rest-habe ich den Londonern Spitälern zugewiesen." ..Bitte. wer ist denn die Zrau am Partthor?"' rief Kau Kathleen. Das Gesicht "kömmt mir so bekannt vor!" .Du kennst.es auch es ist Lizzie, meine Zunc)ser7 jetz:' Frau Csllws. EeHffrJy.Hst 'den Vorschlag gemacht, ihn. al5 Wildhliter; anzustellen, .er' ist sehr".b?äuba" "t.. : lln. cha "Hai 'ja Deine Lizzie eine gute Partie- gemacht. Guten Z!bmd Frau CoVnSwie' geht es Ihnen?" ) Großen Dank, gnädig: Frau, arsgezeichnet. Gnädige Frau befinden sttZ wohl?" . . ' Ach. Sie haben ja ein Kleinesll rief Frau Hesketh. in daS sfenstehendz Psörtnerhaus blickend. . : Jawohl gnädige Frau sie schläft jetzt eben. HeißtNargarethe. Sophie Nach meinerfrüheren Herrin und Frau lein Serle.-Jhre beiden jungen Herren haben viel Spaß mit ihr." ' '.Mein: Jungen? Um Gottes Willenlassen Sie die'Kleine nicht in deren Hände fallen!" rief die eigene Mutter besorgt. ' .? , - 7 - tiße - 9ft ja viz jungen jycurn. - Kathleen - die Glocke zum Th:e..uZterbrach'sie Peggy. 1 Lch.jdäs wird die Katzentischglocke sein," meinte Kathleen, worauf beide 1 Damen Frau Collins freundlich zunicktenund umkehrten, n .'K ( j K Ich muß ssgen,,!ch.hatte SerleMol) kaum wieder erkannt," bemerkte Frau HeLketh. im Weitergehen. Du hast's wie'mit einem Zauberstäbchen verwan delt f i - ' ".Irische Üeber't'ttlbung!" varfPezgy ablehnend hw. . , y-t '. I m. rf- i n ' aRMean.u.von Tüchern mii'einem falschen Scheitel in einr reizende alte Dame verwandelt, die miß der Jugedühlt und ollesSchone empfindet. ' Dj Gärten, de sfrift als Smmons iPridateigenthum vfirieglt IG durchUnkautvorlztzesichc?t waren, stehen uns offen; aus der alten Leichenkutsche hast Du reizende Likund '5sl!peeagenemJcht.7.- Du e . . rv-. ' . iu . . ' ' . i: bist eine Fee. Pkggy! ' zFallL Du Erwiderung DeinerArtigleiten erwartest. ..". v Ich verzichte ' darauf Die' beiden bösen Fabelvrachm, Pulsifor und Dar ling -'was' ist'-denn. eigentlich , aus denen geworden?? . , ; ' Danke fürwe Nachfrage.' Ehrwürden Pulsifor ist ziemlich munter, wenn ihn die Gicht nicht gerade plagt. - Er lebt r mit einer Großnichte in . einem 'netten' Haus im? Dorf, 'und 'wird vn schonen Tagen im Fahrstuhl natilr lich stammte dteser von Fräulein SerZe 'biirher . gebrachte dann humpelt 'er an einem Stock herum und hält Muste 'rung. übenden Haushalt, das Silber vor' Allem. ' -. V .Er muß -uralt sein!" ' , ' ' Freilich, und letzten Sommer wäre er um ein Haar vor Alteration gestor ben. Wir hatten nämlich mit Deinen Jungen in der Halle Krönet gespielt, weil's für Tante Sophie draußen zu -feucht war,. lUNd den Spielplatz mit Notenheften abgegrenzt. Dieser Greuel griff ihn dermaßen an, daß wir ihm Kognak geben und ihn mit Branntwein einreiben mußten, und er sagte dann, danach werde ihn nichts mehr wun dern, auch nicht, wenn er Fräulein Serie radfahren sehen sollte!" -

.Whitina, General Pollard und Major

,5ftnloch hatten' sich berma's zum .Fischen im .Weißen Hund" in Nieder'Barton zusammenaefunden. Das Hok telbattesich in ten fünf. Jahren nicht k . . " , rnrt 1 - r rcqcnuic? oeranoerr, eioi oie lichen rosa Blmenoasen hatte das Schicksal, wahrscheinlich aäs Heimtücke, verschont. t Frau Äan'ner hielt "Verschönerungen der Einrichtung auck nicht sürnöthig, denn um.Damtti.woi5 es.:jhr7i n zu' thun, stCjat männliche Gäste unendlich lieberzjejzt aber verbergt, sie aus. nahmsweise doch Damen unter ihrem Dach, und zwar Fräulein Serie mit Peggy Summerhayes," wie sie die Frau Majot Kinloch beharrlich nennt, und einer geschäftigen Jungfer. . Es ist wiederMi.'Und.NiederBarton wieder ein lieiltcher' Fleck örhe mit blühenden'Welßdorrihecken nft duftön den Fliederbäumen, unter denen daS alte Nest so träumerisch daliegt, als ob es seit der Ritterzeit einen Dornröschenschlaf schlieft. Fräulein Serle und Peggy haben bei Travenors unter dem großen Nußbaum im Garten Thee getrunken in Gesellschaft der rührigen, rundlichen Hausfrau. 'die Hannas Posten loirklich vortrefflich ausfüllt und jetzt dem , alten Fräulein ih ; Milchkammer zeigt. Fräulein Serle ist natürlich entzückt von Allem, waö sie sieht, und schwärmt l ' vi r i l sur ras ,eu)le, wayre, emsaa)? anoKleben, das sie umgibt. Für Peggy ist das nichts Neues, und sie wandert 'm,t dem 'etwas gichtbrüchig gewordenen Nory hinaus auf die Wiese, wo manzum Fluß hinuntersieht, und blickt, lit) Augen mit der Hand beschattend, nach irgend Jemand, aus. : ; L Nach kurzer Frist sieht sie denn auch .drei Gestalten wie kleine Tupfen r.k der lichten,' ihr so vertrauten Landschaft auftauchen, und ihre lichte, schlanke Gestatt wurde von unten bemerkt, denn bald darauf !st ihr Gatte, an ihrer Seite, während Whiti7.g und der General, in ernste Angelgespräche" vertieft, ihre bedächtigen Schritte zum Weißen Hund" lenken. Frau Banner saß unter der Hausthüre, selbstverständlich in einer ziegelrothen Bluse, die immer erneut wurde, und selbstverständlich mit einer Häkelei in ' der Hand. . Sie hatte, sich . herausgefetzt, um ein venig Luft zu schöpfen und Umschau zu halten, nachdem 'ihre Küche besorgt war, und mit Befried!gung sah sie ihre' beiden' Stammgaste herannahen, - während ihr das andere Paar, das sie über den Hügel dahinschlendern sah, einige Sorge machte. Sollten Kinloch' und Peggy am Ende die Essenssiunde vergessen Haben? Hübsch sahen sie aus da oben., obwohl s i e.Goring . noch hübscher , gefunden hatte, dafür bezahlte aber Major Kin.loch seine Rechnungen, und störte die Hausordnung' nie.' was sehr dafür sprach, daß er dcch der Veffere von Bei'den war.' . Merkwürdig wenn sie sich' recht überlegte, so hatte sie gerade an dieser 'Stelle den .i beiden Herren zuerst, von. Peggy -Summerhayes erzählt, und nun war Peggy die Wittwe des Einen -geworden, und die Frau' des Anderen. Major Kinloch und seine Frau konntcn sich nicht losreißen von der schönen AbendbeleuchtUng und dem' Schauspiel ihrer ersten Begegnung, als plötzlich ein großes Mädchen von etwa sieöenzehn Jahren mit einem Armkorb an ihnen, vorüberrannte, sie freundlich, angrinste und weiter lief. Das ist ja Magie Jeal!" rief Pcggy. Wie groß sie geworden ist!"' Und Brot scheint sie auch wieder zu holen. Gerade -heute vor fünf Jahren hast Du den Botengang für sie gemacht." ' - Ja. aber nicht in diesem Tempos meinte Peggy lachend. Gott sei Dank, nein, Du ließt Dir Zeit. Eigentlich bin ich dieser Maggie, unbegrenzte Dankbarkeit schuldig, denn sie hat unsere Bekanntschaft 'vermittelt." - - - .z , . Ja, i wenn sie auf ihr Brüderchen aufgepaßt hätte, statt in's Blaue zu starren, wäre ich vielleicht achtlos vor-' bei gegangen an dem Unbekannten ud.'." : i n" jSie zögerte' einen Augenblick. . Und woran?" ' fragte Kinloch, sie an der Hand fassend, iv, .An meinem Glück." Ende. Z'. - - Von C. Feky '- o. - "'; ' Ein Märzmorgen ist's, schnee-und regennaß, dazu der pfeifende Berliner Wind. Die Laternen'" brennen noch vereinzelt flackernd und matt. Vor per großen Thür eines Hauses in der Goltz Straße, die Vorder- und Hinterhauslern zugleich zum Eingang "dient und noch nicht aufgeschlossen ist, treffen zwei Bäckerjungen zusammen. Kick mal." sagt , der Eine, dem Anderen in's Gesicht sehend.' ' 1 Ja, dett bin ick!" ;ist die Antwort. Wo denn auch?" Bei die Konkurrenz, bei Voltzen doch!" Na. denn man zu!" Mit schwerfälligen Schritten kommt der Portier, ein breitschulteriger Mann mit einem Vollbart, über den großen Flur; er brummt etwas, wie er den Schlüssel dreht, und fährt mit dem linken Arm in seine Joppe." " ' Die Jungen stürmen an ihm vorüber nach dem Hof und tappen dieHintertreppen mauk. erst reckts. dauu links.

Erbschaft

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im Qrc Brotbeutel. an. die Klinken zü nen des Bäckers heraus und holt'den Beutel herein.' H ' Plinke. Schneidermeister." steht auf einem Schilde neben tKt Thür, und darunter ist noch . ein 'j?appstück ' befestigt, ' aus . welchem' lese.-i ist:' Uebernimmt auch Ausbesse rungen zu den billigsten Preisen, wenöetund bült .suf." . . . , . : . .. Die junge Frau, legt, in .de.r kleinen üche das Brot'in'em'Körbchön, setzt die Tassen auf ein Vrett und geht damit nach der großen. SsM Dört sind die Betten schon gemacht und ihr Mann hat die Lampe neben seinen Arbeitstllchaepellt. ,. - Du, ftcririd; die' Milch fllr's Kind steht hier im Ofen.Jawohl weiß ich ja!" Un denn auch ordentlich lüsten!-. .: Weiß ich doch auch." Sie ist groß, frisch, blauäugig und hat dunkelbraunes Haar; er ist etwas kleiner ' als sie, sehr schmälschulterig. blak, und seine braunen Augen fliegen tief in den Höhlen. An der Thür, die in das kleinere Zimmer nebenan führt, klopft es. Kann ich rin?" fragt eine Baßstimme. Allemal!" ruft der Schneider. '.Morjen! Morjen!" Der Mensch mit dem Bierton ist klein und stark;sein Kopf ist ergraut. Weißt es doch. Telle, wir sind früh da!" meint Heinrich Plinke. Was sich hört, hört sich," antwortet der Andere. Es könnte ja mal sind, daß Madame Plinke noch nich ganz mit der Tojelette fertig wäre, und das schenirte ihr und mir. Denn so Einer in ich.' Abends ist die Sache anders; da seh' ich den Himmel for'n Dudelsack und 'ne graue Katze forn weißen Schwan an. Da kann sie gesund hier in ihrem Bette liegen, davon weiß ich nichts, denn da geh ich der Jase nach in meine Klappe, und bin froh, wenn ick ihr erreicht habe." , - - , Ja. Telle. gestern Abend hättest Dli wieder 'nen gehörigen Timpen!" . ., Wohl mir, bekommen is mir's auch ' ' 1 ' Die blonde Frau füllt seine Tasse, legt ihm sein Brot hin . und sieht ihn dann ein wenig von der Seite an. Telle so, was thut doch Henrlch nu nie: f. Nedhut er nich! Weil's ihm kein Pläsirvergnügen' macht, -weil er.' gar nischt vertragen kann, mit einem Wort, weil er 'n Hannepampe.is!".Telle!" sagt der blasse.. Schneider und stemmt den einen Arm in die Seite. ..So 'ne Ausdrücke " - Kennst de nich! Na, fchenir Dir nich bist ja kein Berliner, es soll Dir nich angerechnet werden mit. Deinen Sünden -am jüngsten , Tage. ' daß Du man aus so 'nem kleinen thüringischen Nest bist und nich mit Sp'retwasser etäüft." - r ' . J i ' 'Henrich," meint die.kblonde Frau, .als, der Redselige .die Tasse an . den Mund, setzt,' ist eben ein sparsamer Mensch; und denkt an Frau und Kind.-" ' .Warum hal er sie Madame 'Fine.warum hat er sie?" .ruft Telle. Nichts .für..una.ut, aber in unsern erbärmlichen Zeiten muß . sich . ein .Mensch' so' 'ne. Luxusg.egenstände gar ' nich erlaüben. 'Denn wohin' führt's? - -Zu 'ner ganz miserablen Wirthschaft! Zum Verhungern' zu viel, und zum Sattessen , zu wenig." - . . . , Heinrich Plinke macht wieder sein beleidigtes Gesicht. - Fine, was sagst Du dazu?-Haken' wir uns nicht immer satt gegessen, und bin ich nicht der Mann dafür, der Dir satt gibt?" r Gewiß. Henrich. gewiß!" , - i . Aber vom Trinken is nich die Rede." lachte Telle. Un. satt -trinken muß sich'n ordentlicher deutschen Mann auch. können. Ich bin darum allein geblieben.7 . . - - '. . . Und kommst doch auf keinen grünen Zweig!" . . -' . . . .Hahaha! grünen Zweig!" ' Telle wackelte ordentlich vor Veranügen. Was soll ich auf 'nem grünen Zweige?, Siellen Sie sich das blos mal vor, Madame Fine. der Zimmermaler Franz Telle auf 'nem , grünen Zweige ! Is 'ja ne abscheuliche Position. Auf's Gerüst klettre ich wohl was soll ich.aber auf 'nem grünen Zweige?" . , Gestern is bei .Heinzens wieder daS' Brot mitfammt dem Beutel gestohlen," erzählt, die junar Nrau. .. Ich bin immer ..auf .der Hut aber' ' H 7 T 'ne ant Dienstmädchen, na, denen' is Ende gleich, ob die Herrschaft be wird oder nicht." Sie ereifer tohlen e sich ganz. .Die Christine bei HemzenS hat auch gradezu gesagt, ihre Frau sollte man nicht so thun.' - Wer daS Brot genommen hätte, der hätte Hunger gehabt, und demwLr's zu gönnen!" . Ne vernünftige Person . sieh mal an!"' lacht der Maler. .. . . Aber Telle. ich bitte Sie' doch, das kann Ihr Ernst nicht sein!" ruft die junge Frau. .... .- 'Mein heiliger Ernst! .Wird dem' armen Deubel geschmeckt haben." Telle hat eine blaue Krawatte, tritt an-den Spiegel und zupft sie zurecht, und, lacht, noch immer. - . . ... So is er nun." meint Henrich,' und" Fine nickt, dazu und wirft einen Blick Müöer nach dem Wagen, in dem ihr. Kind schläft. ; " ('f.xr;.;P'' ;: ; ' . Was. das. Derchen.wieder brav 'isl Un ich muß nun' fort " - l .In dem Wetter?" sat ihr Mann.

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Via. .da? icut.mtr vvii-mchtsr". . ,V Daß Du g:ade Leute- hast, die. fo. " ' ' . . . ::; : t. kommt auch meine Ordnung .Das. lw -v : -r r , rj ft -r Na wasdie. kann, das i hat- sie aus Büchern gelesen," sagt der Schnei-der-achselzückend. .Unsereiner Ziuß Sitzfleisch . chabett und EelmkiMlkn oen Fingern und Gedankka'lm '5!op, daß Alles' rechwird.' 'Bist, 'n! wahrer Hexenmeisterl' meint' der Maler' und-'-reckt dieArrne. ..Ach Du Du läßt nichts gelten Du bist ja auchsö Einer.IdeÄlleLuckstürzen will Du!" Kann sein. . :.'s'4.Z Wenn Du 'ne. sitzende. Lebensweise hättest, wie ich'fäörl Plinke fort, indem er seinen Platz einnimmt, dann wurdest Du wöhl zum Nachdenken kommen und verstehen- lernen, , was Zustände sind, und daß Zustände auch nu mal sein müssen. Denn wo käme sonst die Welt hin, sage ich??., Ja. bist 'n feiner Kopf!" ruft der Maler. Un kannst so bleiben bei, Teinen sitzenden Zuständen!" Der Schneider hat den langen Faden in die Nadel geschoben und sieht, noch t'Ai fsir, einmal empor. Und wärst nich so'n so'n Egoist und hattest 'ne .nebe Frau un 'n liebes Kind! Un sorgtest für die,, wie's richtige Bürgerpflicht is, un wie's Deine Eltern gethan haben und meine." Er ist ganz eifrig, und seine blassen Wangen färben sich.. Hahaha, hahaha!". Erst schüttelt sich Telle, dann reckt er sich und- schlägt mit der Faust ' auf den Tisch. Meine. Eltern wenn Du mir damit kommstl Meinen Vater hab' ich nich': gekannt, und meine Mutter hat mich eines Tages sitzen lassen und is mit 'nem fremden Menschen in die Welt gegangen. Un bin durchs Leben so man hingepoßen ne, dadrum! Un wenn ich allein für mich zu sorgen habe, denn weiß ich, cb ich n Groschen zum Trinken habe oder nich. Un wenn ich's Glas an, den Mund setze, denn sage ich: Prost. Telle! un denn antworte ich: Danke era,ebenft! un denn weiß ich Bescheid un bm ganz glücklich." Fine, als ob wir das nich wäreu, was ?" ruft 'der- Schneider. . ! iWir haben zusammen gewollt und sind auch zusammen gekommen. Un, ein liebes Kind haben wir auch!" - s l Das Delchen!" sagt die hübsche Frau, r ' . .. ' z.r: - . Un Sorgen wohl nich?" fragt Telle. Ach, Sorgen! Aus denen sind schon viele Leute herausgekommen." -- Un Andere und noch diel mehr immer tiefer hinein." ' " . ' . Man kann auch Glück haben!" ' Und's große 'Loos gewinnend wenn man nich' in der Lotterie spielt, was? Oder. 'nen Goldonkel in Amerika beerben.".' - ' , ' i , ! Nu yör auf. Telle. sag ich l" Ja, wenn ich recht.habe, so schreist Du ja!"" V-:n:yy c i -. Fine hat ihr .Tuch umgebunden, einen Shawl um-den Kopfgeschlagen, den. Korb an -den Arm gehängt und steht jetzt wartend da. ' Nü hört -auf, ihr Beiden! Telle, kommen' Sie-mit runter. Derda muß 'nähen.und für Sie wlrd's auch'Zelt Sie-Haben 'nen weiten Weg.' Un'wenn ich Euch"allein lassen ne.' das geht nicht." A - Der Maler lachj. faßt aber gehorsam nach seineM7Ht'i27..c Henrich Du weißt doch die Milch!" ruft sie noch' einmal von der Thür zurück, Paß ordentlich auf Allesauf!" ' ' , Die. , Straßenlaternen . sind mittlerweile ausgelöscht, 'der' Tag dämmert herauf. Jofephine Plinke hat nur bis zum Nollendorfplatz zu 'gehen, dann aber nach dem fünften Stock hinauf zu steigen, wo Mansardensenster und große Atelier - Glasdächer abwechseln, t Sie nimmt .die Hintertreppe, und ist ein wenig athemlos, '-als sie 'klingelt. Den Shawl thut 'sie schon . drsußen ab. j Guten Morgen, Frau Amtsräthin," sagt sie, als ihr geöffnet ist. Sie sind doch, immer schon. , aus, den t. Beinen. Immer -alert!" Ihr 'hübsches Gesicht, von ''dem . raschen Gehen. und. Steigen noch gerötheter, wendet' sich 'dem einer ältlichen Frau.zaSunk.rMM altmodischen Morgenhäubchen hervorblickt. . Ja,.- das ist noch, so eiye ländliche Gewohnheit, von!ünserem-:Gute h, klingt es in freundlichem Tone zurück. ' Ach ja, fo.:'ne.Äittergüter da kenn ich," - sagt Fine :vnd huscht nach der Küche, .ioo ein Petroleumheerd brennt. . Die alte Dame folgt ihr hüstelnd.' , ' '- - ' ' -Das' Petroleum ist -wieder einmal rechts schlecht," klagt sie, riechen Sie nur." : ,:. . . .... .... ; Wollen mal Wasser zum Berdun sien. 'einschütten."' meint Fini,',' und denn kann ich's ja wo' anders bolen." t: r: 7 ..... .. Raucht Charles Major Lc Cigarren Biömarck Cafe.. In. u. auslän? dische Biere"an Zapf." Jmportirte sc wie hiesige .Delikatessen stets. an, Hand. F. I. Arens26O:Veart Str."'7 GE0. MOSElt, 1 . . 3 Ecke McCarty Sir.'undMadisou Ave. - . . i' . - -t: BestlVeine, (iqttöre und - - ' : IC r ., Ciaarren. :'y:.;:-i:.;V -' ' " tit ii Irden Morgen schniackhafterLunch.

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