Indiana Tribüne, Volume 25, Number 116, Indianapolis, Marion County, 14 January 1902 — Page 4

Jnoscma Tribüne, 14. I anuar 190&

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Jzldiana Tribune. Erscheint Täglilö vnd Sonulags.

HrrauLgegede? von dn TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis. Ind. Cttf : 18 Süd Alabama Strahe. l. 1171. Tage, und Sonntagsblatt nur 10c per Woche. ' einzige achtseitiqe deokrattlcke dendblaU m State Sndiar.a ir.it einer grögerea KiiculaU al irgendeine andere deutsche Kettnng. T!, beliebteste rqa der Detsten und aller dctsch-amer:ksni;che Berrine und Organisationen. ) epepuliröev? dedniteudste dkutsöe brate I tische Beben Ut Stadt ad des Staat In diana. Anzeigt finden dvrch bis Xrif'fbf" die weiteste Badreitung und habe aaerkannt den beste Erfolg. Das Sonntag ilatt ler .Tribüne-' 18 dat billigste nnd deöe deutsSe Aamilienblatt roken Format? i Staate und wegen seiner Reichlzaltigkest nnd M sorgfältig gesihtten Jnhai allgemein beliebt. SS,nntagSblatt kostet nur 5 Cents, mit dem Abendblatt zusammen 10 Cent per Woche.vom Träger in' HouS gestellt ober per Post versandt. Kau" jil &t iDCtianapoli P. O. aa bccobc! clasa mil matter. Dienstag, den 14. Januar 1902 LckiMllchiW. Cine Anzahl Kohlenwagen von der Polizei aufgegriffen. Die Polizei faßte heute eine Anzahl Kutscher von Kohlenwägen ab und zwang dieselben nach der öffentlichen Waage an der Ost Washington Straße zu fahren, woselbst die Ladungen nachge wogen wurden. Wie es heißt, sollen einzelne zu leicht befunden worden sein. Wahrscheinlich werden gegen die be, treffenden Besitzer Verhaflsbesehlecr. loirkt werden. Wieder ein Lotto. Agent abgc fangen. Gustav Brown, ein Schanttellner in Gates' Wirthschaft an der Jndiana 've. wuroe heute unicr oer ÄNliage, ein LottoAgent zu fein, verhaftet. - 2?a5 von der PolizeiDirektion herausgegebene, soeben erschienen? Adreßbuch der Stadt Münefcir für 1902 weist u. A. 3661 Wereine auf. Bei einer halben' Million Einwohner trifft je auf durchschnittlich 137 Köpfe ein Verein Rechnet man die Kinder und die weitaus meisten Frauenspersonen auch soweit Verstcherungsvereine in Frage kommen 'ab, so ergiebt sich für die erwachsene männliche Bevölkerung eine sehr starke Vereinsdurchbildung. Eine Elsäsferin steht zur Zeit dem Haushalt des Königs von Korea vor. Diese ältere, würdige Dame, Namens Sonntag, genießt in hohem Maße das Vertrauen und die Werthschätzung des Königs. Sie hat eine sehr angesehene Stellung beiHofe. In erster Linie leitet ste das auswättige Departement des Kaiserlichen Haushaltes, dem die Bew:rthung der fremden Gäste zufällt. Ihr Reich befindet sich in musterhafter Ordnung, und durch ihre Fürsorge werden dem gastfreien Könige gegen früher nicht unweftntliche Ersparnisse ermöglicht. In Norwegen hatten dieser Tage die Frauen zum ersten Male ihr Wahlrecht bei den GemeindeWahlen auszuüben. Nun haben die Frauen durch Aufstellung einer unpolitischen Liste ihr Theil zur Zersplitterung der Stimmen und damit zu der Niederlage der Radikalen beigetragen, welche in fast allen Städten Sitze verloren. In der Hauptstadt selbst hat die Linke' von 32 Sitzen nicht weniger als die Hälfte verloren, fo daß ste jetzt von den &4 Sitzen- der Stadtverwaltung nur noch 16 besitzt. Die verlorenen kommen hauptsächlich den Ecnservatiden und den Sscialdemokzaten zugute. Erstere gewannen fünf Plätze und verfügen nun über 47 Sitze, und die So cialdemokraten eroberten sieben, fo daß sie jetzt 14 Sitz haben. Im Pariser AmbiguTheater wurde ein Stück, welches de.n gewiß nicht gruselerregenden Titel .Das Blumenmädchen" führt, aufge--führt. Nun würde man alauben. in diesem Stücke wird nur von idyllischen Dingen, von Blumen und Zaubergärien, von Liebe und Glück gesprochen. Da irrt man sich aber. Es . kommen vielmehr in dem Boulevarddrama vor: Ein Untersuchungsrichter, der eine Canaille ist. (?in Dieb, der ein guter Junge ist. Ein doppelter Gerichts irrthum. Ein Unschuldiger, der hingerichtet wird. Ein Kindesmord. Ein Mord. Das Ertrinken eines Menschen. Ein Einbruchsdiebstahl. Ein Gelähmter, der von einer giftiSchlange gebissen wird. Ein Engländer, der vor Schrecken stirbt. Der Brand eines Schlosses. Ein Eisenbahnunfall. Ein entmischter Verbreche?. Compromittirende Schriften und Die Aussichten auf einen Selbstmord. - Das wird doch wohl em angenehmer Abend fein!

Auslattd Depeschen.

Die Foknsrage in Deutschlands Graf von Bülow's Rede darüber im preußischen Landtag. m ' Tie Regicrung cutschloffcn das deutsche Mmmt m Polen zu - beschützen. . , DieFZeise des Frlnzen Keinricö nach Amerika. Von der ganzen deutschen Presse ', gutgeheißen. Neue Reichs und preußische Anlcibcn im Betrage von 300,000,000 Mark. Magen der Times llcbcrdcn schmutzigen Inhalt d:r btwU scheu Witzblätter. Tie Revolution m Venezuela. Die Polenfrage i n D e u t s chland. A e r l i n. 14. Jan. Der Reichskanzler. Graf von Bülow. antwortete .am Montag im Unterhaus des Landtages auf die Interpellationen betreffs der Vorgänge in Posen. Die Nationalliberalen verlangten zu wissen, welche Schritte die Regierung zu thun bcabsichtige, um das 'deutsche Element gegen die. Uebergriffe der olen zu beschützen; Mhiend die Polen die kürzlichen Ereignisse in Wreschen veröämmn. Sie er? klärten dabei, daß die gerichtlichen Urtheile geradezu schmachvoll' gewesen seien. X Gras von Bülow sagte am Anfang seiner Rede, daß die Vorgänge in Wreschen stark übertrieben und als .Mittel benutzt worden seien. Deutschland in internationüle Schwierigkeiten zu ' verkrickeln. An dem,'.was sich ereignet, sei die polnische Agitation und nicht das preußische. Schulsystem schuld, das immer noch dassesbe wie vor dreißig Jahren und ebensowenig grausam sei. toxtdie preußische Justiz. Körperliche Züchtigung würde aber,;in Zukunft bei deut Religionsunterricht abgeschafft werden) Niemand verbiete den Polen, ' polnisch zu sprechen, sie müßjen aber auch deutsch sprechen lernen und sich än dem deutschen Civilisationswerk bethziligen. Der Kanzler sagte weiter, daß.er nicht daran denke, den Katholiken auch nur das Geringste in den Weg zu legen. Die Politik der Regierung si weder eine katholische . noch eine protestantische, gerade wie seine Politik weder eine liberale noch eine konservative sei. Ich weiß", fubr der Kanzle? fort, nur von einer Politik, wie ich auch nur im einer deutschen Nation etwas weiß. Die in den östlichen Provinzen aufgetauchten Streitfragen sind nicht reliziöser, sondern nationaler Alt. Es hat sich dort eine Clique von polnischen Bürgern gebilt, die sich der polnischen Agitation bemächtigt hat, und zwar in einem phantastischen Geist, eine Agitation, die mit dem polnischen Koknisationsplan in enger Verbindung steht. Jetzt, wo uns einmal dieser Kamps aufgedrängt worden ist, bleibt uns nur übrig, uns ohne Widerstand zu ergeben und dem Polenthum den Sieg zu über lassen, oder uns unserer Haut zu wehren. Wir können nickt zugeben, daß die Wurzeln der Stärke Preußens verfaulen. Die Polenfrage ist 'die Wichtigste, mit der sich die Nation im Augenblick zu befassen hat, und von ihrer prompten Erledigung hängt die unmittelbare Zukunft des Vaterlandes ab. Unsere Politik ist unabänderlich. Wenn es sein muß. werden wir die Mittel für die Verbesserung der Lage der deutschen ' Bauernschaft in Posen liefern, die deutsche Industrie fördern und in polnischen Provinzen ' deutsche ' Garnisonen' etabliren. Wir hoffen in der Lage zu sein, mit den beftetenden.Gesetzen der Lag begegnen zu können.. Wir zweifeln keinen Augenblick, an der Loyalität der Mitglieder dieses Hauses, ich wünsche aber, daß das Haus nicht den geringsten Zweifel über die Illoyalität 'derolnischen Agitation hat." . , Der Kanzler , schloß mit der an die Deutschen Ost-Preußens gerichteten Erklärung, daß die Regierung nicht im Geringsten von dem Pfad abweichen werde den du: größte aller deutschen . Staatsmänner", der verstorbene Fürst Bismarck vorgezeichnet habe. Die Reden der andere Herren,' die über die Polenfrage sprachen, waren von keiner besonderen Bedeutung. Man ist hier der Ansicht, daß der Graf von Bülow die unangenehme Polenfrage, die in Folge der heftigen re liiosen Kontroverse eine noch komplizirtere geworden ist. sehr geschickt gehandhabt hat. , . . : Seine Ankündigung, daß in Zukunft die körperliche Züchtigung beim Reli-gions-Unterricht abgeschafft würde, nimmt den Agitatoren die Hauptwaff: fort, mit der sie die Leidenschaften der Polen erregt haben.

Der Kanzler verursachte auch eine Ueberraschung im Reichstag, indem er dokumentaiisch: Beweis: dafür erbrachte. daß, während die polnische Vev'ölkerung der Provinz Posen sich in den l:tzten fünf Jahren um 10 Prozent vermehrt hat. die Vermehrung der deutschen Bevölkerung nur,3z P?oz:nt betrugt und nach Abzug der deutschen Einwanderung, um nur 1Z Prozent. ' Es ist absolut nothwendig, daß wir die deutsche Civilisation in Posen beschützen und fördern." erklärte, Graf v. Bülow, und aus diesem Grunde müssen die Priester sich der Agitation fernhalten."' ' , 7 Disse Erklärung sch:int anzudeuten, daß die Vorstellungen, welche, die Regierungbcim - Vatikan gemächt hat. nicht ganz erfolgreich waren, und daß die preußischen Behörden ;rnit den katholischen Kirchenbehörden in Posen im Konflikt sind. Die Red des Grasen von Bülow war die längste., die .er . feit längerer Zeit im Landtag oder Reichstag gehalten, sie nahm aber die volle Aufm!samkeit der sämmtlichen Anwesenden bis zum letzten Augenblick in hohem Maße in Anspruch. Neue Anleihen. Tas preußische Syndikat, das auch die frühere Anleihe untergebracht, bat di? neuen dreiprozenligen Anleihen von 00,000,000 Mark übernommen. Es ist dies eine preußische Anleihe von 1S3,C00,000 und eine Rcichsanleihe von 115.000.000 Mark. Das Syndikat übernimmt die Anleihe ?.u 89.20 und verkauft die Bonds zu 89.80. . D i e Revolution in Venezuela. ; Caracas, Venezuela, 14. Jan. Di? Regierungstruppen haben Seiio? Lutowsky. der Kriegsministe? unter dem Präsidenten Creppo war, in der Nähe von San Carlcö, im Staate Zainara, gefangen genommen.' Lutowsky. Luciano Mendoza und Antonio Fernandez waren die Ersten, die am 19. Dezember in La Victoria gegen den Präsidenten Castro' rebellirten. ' . D i e amerikanische Reise des Prinzen Heinrich. Den Admiral Prinz Heinrich von

Preußen werden auf seiner Reise nach lir. v: 'A.'h!)!: & Im Iwtll ?Z??u.udvon mehrere andere hohe Marine-Offizie-re, die noch nicht ausgewählt Worden sind, bealeiten.' r ih F.pnTpTTirn -r- f 'I.Ä; Unabhängiger. : sgjv ' -j wahrend des aaes tm Neichsta.''..., er hoffe, daß wenn man zur Erwägung des Handelsvertrags mit den Vereis nigtcn Staaten, komme, den letzteren nicht, -in Anbetracht des Austausches, von v Freundschafisdepcschen ' zwischendcmKcnset Wilhelm und dem Präsidenten Roöscvelt. ungebührliche. Zugeständnisse gemacht würden.- . .'?' - Die kaiserliche Jacht Hohenzollern" wird den südlichen Kurs via Madeira und die Kap de Werde Inseln einschla. aen. weil mc ooienounlers oc Schiffes nicht Koblen genug für eine lange Reise zu fassen vermögen. Die ')acht wird deshalb längere Zeit brauchen, um den atlantischen Ozean . zu kreuzen. Dem jetzigen Arrangement gemäß wird Prinz "Heinrich während seines Aufenthaltes in New York an Bord der Hchenzoll.e?n" bleiben und auf dem Schiffe auch seine Gäste cmpfangen und Bankette veranstalten. " Die ganze deutsche Presse wie auch das Volk im Allgemeinen loben den Kaiser wegen seines Entschlusses, die Hohenzollern" und Prinz Heinrich nach Amerika zu schicken. Es wird als eine Handlung feiner internationaler Höflichkeit zur rechten Zeit angesehen. Prinz Heinrich wird ungefähr am 15. Februar mit einem Pässagierdampfer abreisen. Di Hohenzollern" wird am 18. oder 19. Januar abgehen Und unter dem persönlichen Kommando des Admirals Graf von Baudissin stehen, zu dessen Stab Kapitän von Holleben, ein Verwandter des deutschen Botschafters in Washington Dr. von Holleben, gehört. Die Musikkapelle der Zweiten Marine-Divisicn, eine der besten in Deutschland, wird sich ebenfalls an Bord des Hohenzollern" befinden. Französische Schauspieler ' .. in Berlin. Berlin, 14. 'Jan. Coquelind'er Aeltere.'.hät ein .einwöchentliches ,Engagement yam' hiesigen Hoftheaterb.e-' gönnen. Er 'ioirv don feiner ' eigenen Pariser Gesellschaft unterstützt.' -..Der Schauspieler ..wurde sehr - sreündlich aufgenommen und Billets wurden bis. zu 20. Mark. das Stück verkauft. Es ist dies ein ungewöhnlich, hoher Preis für Berlin. D r. Kraus ein Ank lag e z uV . stand .versetz t. L o n d o,n. , V.-.. Jan. Die Großgeschworenen haben am Montag formell eine Anklage gegen Dr. Krause, den 'früheren Gouverneur von Johannesburg, erhoben, dahinlautend. daß er den früheren Staatsanwalt Cornelius Brocksman von .Johannesburg, der am 30. September 1900 hingerichtet wurde. zu veranlassen gesucht habe. 5ohn Douglas Foster. einen englischen Advo katen vom Stäbe Lord Roberts, zu ermorden. Diebische Beamte. Söul. Korea. 14. Januar. . Eine Untersuchung der Bücher der Steuer behörden hat die erstaunliche Thatsache ergaben, daß in den letzten sechs

Jak.ren von Begierungsbeamten nickt weniger als zehn Millionen Jen untcrschlagen worden sind. Der Finanz-' minister Ye-Z)J-Yok hat dem Kaiser gerathen, alle diejenigen Beamten hinrichten zu lassen, die mehr als 2000 Fcn gestohlen haben. , Der Kaiser bat diesem Vorschlag zugestimmt und Mas-sen-Hinrichtungcn stehen daher in nachsie? Zeit zu erwarten. Ungefähr 80 Beamte haben an den Betrügereieil theilgenommen. , Unter den bereits Verurtheilten befindet sich. ein-ehemaliger Premiermi--nister. Cho.Fyng-Jik. ' Die bereits ver i.ti.ii'm i ir".-1 v r. n. v.

uailciui -ccamicu cmaicn. vu nc uuyV Geld als Entschädigung für Saläransprüche und für Unkosten zurückbehak-' ten hättendie sie bei der Steuereintreibung gehabt." ' ', . Gegen ienVerkauf der danisch' - westindischen . - Inseln. Kopenhagen, 14' Jan. Eine ? cputation. 34,000 Personen repräsentirend. die eine Petition gegen den Verkauf der. dänisch-westindifchen Inseln ' unterzeichnet haben, würde am Montag von dem König Christian' emfangen. . 4 Der König dankte' der Deputation für das Interesse, das sie an der Angelegenheit nehme, sagte aber, daß er nichts darüber sagen könne, solange die diplomatischen Unterhandlungen im Gange, seien. Zum Schluß sagte er. daß. das Volk sich darauf verlassen könne, daß die. Regicrung nur das Wohlergehen, der Inseln und seiner Bewohner im Auge haben werde. Frl. Portia Knight befriedigt. ; London. 14. Januar. Die Klage, die Frl. Portia Knight, die amerikanifchc Schauspielerin, wegen Bruchs des Eheversprechens gegen den Herzog von Manchester eingeleitet hatte, ist nun -doch außergerichtlich beigelegt worden. Der Herzog ' wird' Frl. Knight 51000 und die soweit gehabten Unkosten bezahlen. ' zAm.Samstag 'wurde die Vereinbarung getroffen und die Dolumente werden am Mittwoch unterzeichnet werden. . . . . Die beiderseitigen Advokaten .erklä WUD " vvod u'"' -menär. das Publikum keineswegs ernster Art .zu ren, daß. wenn es, zum Prozeß gekom letne'lanoatgeicytcyte ernster Ar: . zu hözekZ' bekommen haben wurdet das m 'r . n. C. .''.f.. " .1 "'r ,vvmMv. Mv. bSeittnchst, x.inlich Aert5n von ieoesoriesen eic. aoer hätte sein , müssen. ZgeN.agt sich über die. i.l. I '.lustririen deutschen Zeitschriften." ' nai jj n d. o n, 13. Jan -Die Times" führt aufs Neue Klage über die U 'lustrirten deutschen Zeitschriften, die es sich zur Aufgäbe machen und seit lanqer.Zcit gemacht haben, die britisch: Armee' und Alles, was englisch ist. aufs gemeinste zu beschimpfen. Ueber eins dieser Blätter sagt die Times": 3om rein technischen Standpunkt aus ist das Blatt eine Kunstproduktion, es ist aber kaum möglich, zu beschrciben, wie schmutzig der Inhalt ist. den diese gebildeten Schriftsteller und Künstler ihren gebildeten deutschen Lesern zu verdauen geben. Britische Soldaten werden dargestellt, wie sie die Todten beraubten; die Staatskarosse des Kolonialsekretärs Chambcrlain wird als ein mit Skeletten angefüllte? Karren gezeichnet; der König Eduard wi?d abgebildet, wie c?. total betrunken, die Nachricht von de? Uebcrgabc Gen. C?onjc's' entgegennimmt. Das Schlimmste ist aber ein -Bild, das: Verehrung der Helden"- untersckrieben ist. Die Prinzessin von Wales und die Königin Victoria, mit dem Prinz von Wales i'nd den jungen Prinzessinnen ' an der Seite, dekoriren einen noch sehr jugend.l'chen Soldaten. Darunter steht: Eine englische Prinzessin dekorirt den jüngsten Soldaten in der britischen Armee mit dem Victoria - Kreuz, weil er. .obaleich erst dreizehn Jahre alt. bereits acht Bcercnsrauen geschändet hat." : Dieses obscöne. Blatt wurde mass-:n-weise in anständigen Läden verkauft und liegt jetzt aus ' den Tischen in eleganten Wohnungen." Das Licht der Venus. 'N i z z .'Frankreich. 14.. Januar. Her? Giacebini. der Leiter de? hiesigen Sternwarte, erklärtdäß am Sonnrag Abend um sieben Uhr' das. Licht der Venus- ein - so glänzendes war,' ,daß es Schatten an' die Wände, geworfen habe. '- Es ist, dies das erste Mal.' daß ein solches Phänomen beobachtet worden ist. - ' ; ' Eisenbahn-Kollision. W ichit a, 'Kas.. 14. Jan. Ein Frachtzug fuhr am Montag auf dem O'Keene. Okla.. Zweig der Rock Island Bahn in inen Konstruktionszug, der bei O'Keene auf einem Seitengeleise stand. Der Brücken Vormann H. K. Bear von hier und der Zimmermann E. A. Colby von Calva. Kansas. wurden auf der Stelle getödtet. Die Männer, die sich in dem Schlafwagen befanden, wurden alle unter den Trümmern begraben, die sofort in Brand geriethen. Sie wurden gerade' nock zur rechten Zeit von der. Mannschuft des Frachtzuges gerettet. - ' Dr Zusammenstoß war dadurch verursackit worden, daß jemand in bööw!!liger Weise das Schloß an de: Weich: abgeschlagen und diese verstellt hatte.

A u' M sWi Mm :ä y 11 M , f4r h im0$ SHWDM v v yZm ' . . . LWPMAtz ifjP ZlMrM faüslv mPUm) DMj

Ein Chinese über die Fremden. Eine Pekinger Zeitung, deren Titel in deutscher Uebertragung etwa "Das Pekinger Unterhaltungsblatt" lauten würde, hat in einer ihrer jüngsten Nummern ein. Feuilleton gebracht, worin die Charaktere der verschiedenen fremden Nationen, die in China ihre Vertretung haben, in -interessanter Weise geschildert werken. Man muß dem Schreib? dieser Skizze nicht nur scharst Beobachtung, sondern vor allem ein außerordentliches Maßhalten nachrühmen bei einem Gegenstande, der so. leicht zu chauvinistischen. Ausfällen verleiten konnte. , Auch der angeblichen Grausamkeiten, die fremde Soldaten in China verübt haben sollen, wird mit keinem Worte Erwähnung qethan. In der guten Meinung der Chinesen obenan stehen die Deutscken und Engländer. Der Verfasser des Artikels rühmt von ihnen, daß. sie zwar eine rauhe Außenseite hatten, aber durchaus gerade und ehrenhaft feien. . und vor allem, daß sie sich don gesellschaftlicher Stellung in keiner Weise impeniren ließen. Die Russen hinwieder legten großes Gewicht auf den Rang eines Mannes, und deshalb ' wurden cyknesische Beamte von ihnen stets m großer AuszeickMnq behandelt. : Die Japaner., deren Litteratur dft gleiche sei wie die chinesische,- sind stets :freut, mit chinesischen Glhrten zusammenzntreffkn. ? Bei den Franzosen fällt vor Allem die 'übergroße' - Höflichkeit auf die .ja- ! ihre - nationale Eigens thumllchkt lft.' Dre Amenkaner zeigen sich durchweg als Leute ohne jedes Ceremoniell und weit freundschaftlicher als andere Nationen. Am - meisten überrascht den Chinesen die aute Aufnähme, die er in der Fremde findet. Wir kleiden uns" heltzt es in dem Artikel und sprechen anders als die Ausländer und sp'en im Aus land dieselbe Rolle wiedie Fremden bei uns.. . Aber niemand've?höhnt uns auf ix? Straße und schilt uns gelbe Teufels Die Kinder betrachten uns mit Neugie?de und ve?langen zu wissen, wie lang unser Zopf ist. Sobald die Polizisten beme?ken, - daß wi? belästigt wrden. jagen sie die Menge auseinander. Gehen wir in irgend einen Laden, um etwas zu .kaufen, so werden wir fast mit größerer Rücksicht als Einheimische behandelt.' Dasselbe geschieht uns, wenn wir Fümilienbesuche machen. ' Man sucht uns zu unterhalten, -uns angenehm zu sein, ..zeigt uns Bilder .und Seltenheiten, fpielt ams Musik vor. - Ueberall. wo ich auch geweilt." so schließt der Schreiber seinen Artikel.' fand ich die gleiche Aufnähme: in Deutschland. Frankreich, England. Amerika, Japan. Spanien, Südamerika." Der Aufsatz stellt ein sehr schmeichelhaftes Zeugniß aus hoffentlich ein aufrichtiges. 'in In Buenos Aires, de? Hauptstadt der La Plata-Staaten, läßt das Ober-Postamt seit Kurzem die Röntgen-Strahlen mit Erfolg in AnWendung bringen, um eingeschriebene Briefe, ohne sie zu öffnen, auf etwaige eingeschmuggelte . Gegenstände, - die in einen recommandirten Brief nicht gehören, zu untersuchen. Auf diese Weise haben die Behörden in der Zeit von eine? Woche nicht weniger . .als' für 525.000 goldene Uh?en. Ketten. Ringe und sonstiges Geschmeide confisciren können. IWWAEM Keine ändere Medizin kunrt LungenLeiden so rasch und sicher' wie- der ; berühmte Dr. Bull'S ' .Hilftcn Syrüp, crist das dcste Mitttl ge.-gcn.Halö-Bräune, Bronchitis, Cronp, Brustschmerzen, gbrnsrlZteit.Lungcnsucht und Lungen. Entzündung. Heilt sofort alle Brust, Hals-?:!) Lunten Leiden nd kouet nur 25 Cents hif V-'rt). 4444444444 444 444444444444 t h Mm iip -13225, J. L. Itappaport, Eigenth $ 304 West Washington Strahe. j Beste A?c ine . und 5iqäöre. . Ealisria Wkwe lxrikeU für dir Feierlage 11.1)0 te 8aKnT.tr QlöVficneBrowuic:. 4 Vkftellutigfn wcrdkn nach irg:nd cikm ifcciic tcr Statt frti ctßdicti:.

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