Indiana Tribüne, Volume 25, Number 113, Indianapolis, Marion County, 11 January 1902 — Page 4

i i

Jnolnuu Tribüne, kl. Januar 190.

: i

H j i (I s d

Jndiana Tribüne.

Erscheint TagliÄ und EonntagS. HerauZg?gedni von der TRIBUNE PUBLISHING CO. JkdianeoliS. Ind. OMee: 18 Süd Alabaa Straße. . el. 1171. Tage- und Sonntagsblatt nur 10c per Woche. 1; X f I j i acktseittqe demokrawche ddbltt i 6tle ctnfcian mit ein größere Kirculatis all irgendeine andere deutsche Zeitung. Xftbelicrtete Organ der Teutschen nd aller dentfch-aerttankjchen Vereine und Organrlarisnen. I e populärke vrd ideutcndfte deutle fcemo kratilche Bettung der Stadt d dk Staate In d:ans. zeige finden durch tie .Tribüne" dieilefte erdrettung und haben erkannt den besten (Erfolg. Ta S nutag blatt rer .Tridu,e" da billissfte und teste demiübe ffamilienblatt freien ftorourt im Staate und rqen seiner Rkichheit'.gkest nd Xni sorgfältig gewöhtteu Inhalt allgemciu deliebt. ÄSnntagb!att kostet nur 5 Gent, mit tn Abendblatt zusammen 10 Cent? ver SoSxe.vom Iriger in' Hau gestellt over xer Pest vcrssdt. Untf at Indianat'olifl F. O. aa eccond claaa niail matter. Samstag, den 11. Januar 1902 2!e Locke 5er Ärenice. Wie ist die Gorna Vereniee" o?f fcen gestirnten Himmel gcbniinen? Auf der alten Sternkarte des Hudcio. tU nes Freundes Plato's, ist das Sternbild, das diesen Nansen trägt, noch namenlos. Wer ist jene Berenike. die ! den Schmuck ihres Hauptes Sinter die . wig leuchtenden Gestirne 'versetzt sah? , Der Name ist nicht selten im Alterthum und die Geschichte der Molomöer sllein zählt fünf historisch bunerenswerthe Damen dieses Namens auf. Auch die Gemahlin des Mithridates hieß Berenike und im Hause des Herodes des Großen war dieser Frauennamc nicht selten. I Mssenlchatlichcn . 'Club zu Wien, hielt der Redatteui Dr. . Franz Zweybrück tmen Vortrag über die interessantesten jener Vereniten. It ren Loae denn die Uebersetzunz . Haar der Lneilike- htrjfyi auf eineNi philologischen Schnitze? solche Unsterblichkeit zu Theil geworden ist. lös ist Berenike I!!.. Zofttz des Königs Magas von Zyrene. später Gemahlin Ptolemäus' Dl, ernannt Euergetes. btz Wohlthäter. Ihren ersten Bräutiaarn, den schönen Demetrius, hatte sie morden lassen, weil er i die .Nee ihrer liebestollen Mutter gesaHen war, als er zu ihr auf Vrautschau kam; die Mutter, die ihn schützen wollte, siel gleichfalls unter den Streichen der Mörder. Nun heirathete Berenike den König rcn Egypien, den ihr die Skaatsraison schon lange vorher, zum Gatten bestimmt hatte. Noch .eine zweite Berenike gewinnt gleichzeitig eine Rolle mit dieser Geschichte. Es war HtolemäuS gelungen, den König Anticches II. von Syrien zu bewegen, daß er sich von seiner Gattin Laodice trenne und Berenike, die Schwester des gyptischen Königs aev Gemahlin nehme. Aber Antiochus starb bald nachher, die Partei der vertriebenen Gatim gewann die Oberhand, Berenike ivurde in einen Hinterhalt gelockt und sammt ihrem neugeborenen Kinde ermordet. Um den Tod der Schwester zu rächen und Syrien wieder unter die Oberherrschaft Egyptzns zu beugen, zoq nun PtojemäuZ III. in den Krieg. Seine zurückbleibende Gattin Lerenüe gelobte, den Göttern, insbesondere aber der Göttin Aphwdite - Arstnoe eine Locke ihres wundervollen Goldhaares zu opfern, wenn der Gatte unversehrt und siegreich aus allen Gefabren heimkehre. Ptolemäus vollbrachte Hel denthaten und errang für sein Land große Erfolge. Nach vier Jahren . , kehrte er heim; die Priester verliehen ihm den Beinamen Euergetes", die liebende Gattin schnitt sich eine Locke ab und sendete sie in den Tempel der Aphrodite. Am nächsten Morgen bereits meldete der entsetzte Polizeipräsident von Alerandrien. daß die Locke spurlos aus dem Heiligthume ver--schwunden sei. Einen Tag später entdeckte sie der Hcfaftronom Konon aus Samos als neues Sternbild am Himvxtt und der Hofpoet Kallimachos besang d-as Wunder in künstlichen bombastischen Versen, die erhalten sind. Verenike wurde etwa zwanzig ' Jahre später nach dem Tode des Gatten von einem Günstlinge ihres , Sohnes Ztolcm'äus Philapator I. ermordet. Die im Urtext verschollene Hymne hat spä1er Catull übersetzt und wahrend' er an Diesem Werke arbeitete, betrog ihn zu Äom seine Elodia. Echten M.annes stolz haben die Mitglieder, des Nothstand-Comites der Storni - Sufferers" in Hempstead, Tex.. bekundet. Sie sandten $3600 von den ihm zur Linderung der VJrth in Waller County überwiesenen Geldern an denGouverneur zurück.mii dem Bemerken, daß die Bewohner deö County keine Almosen wollen. Währe nd die Frau d e S Farmers W. M. Mann in Rosehill, nach Einbruch der Dunkelheit sich fluch einer Quelle in der Näh: des Farmhauses begab, um Wasser 'zu holcn, stolperte sie über einen Gegenstand. d?n sie der Dunkelheit wegen nicht in Obacht nahm. Plötzlich wurde sie in eide Arme gebissen. Es stellte sich heraus, daß ein toller Hund in ihrem W:ae a:!e??n Z-atte.

AuslaZtd Depeschen.

Zie Ireikassung von Irs. Stone Kann jeden Slugeublick erfolgen. m Tu Bocrcu wollen ma Friede . nachsuchen. , , ; - " ' verweigern aber' immer noch bedingungslose Yeöergaöe. i. LttschicdcncS aus China. Marquis BiZconti-Vcnosta schickt dea König Mcnclik ciuen Orden zurück. Gras von Billow gießt Ocl aus die uu ruhigen Gewässer Und räth zm Frieden nn) guten Einvcrnehincn it England. Auch zollt der britischen Armee sein Lob. Die Freilassung von Frl. St onc bevorstehend. 2 o n d o n , 11. Jan. Allem Anschein nach ist die Freilassung von Frl. Ellen M. Stone. die seit dem 3. September von Briganten gefangen wird, innerhalb weniger Stunden zu erwaricn. Am Nachmittag traf hier eine Depesche aus Konstantinopel ein. in der mitgetheilt wurde, daß die Freilassung von Frl. Sto.ne in jedem Äugenfrlick erfolgen könne. Aus dem Dcntschcn Reich. B er l i n . 11. Jan. Während der Budgetdebatte im Äeichstag sagte am FitaA Herr Basserrnann, daß die Aationaltiberale Partei dem Vorschlag, ein Anleihe im Betrage von 35,000,000 Mark, zur Deckung des Defizits aufzunehmen, opponiren werde. Er sagte, 5s sei einmal an der Zeit.ttaß Finänzresormen eingeführt würden. Graf von Bü.low reicht d c n Oc! zweig dar. . " " Der Reichskanzler Graf von Bülow lcnutzte während des Tages eine sich ihm bietende Gelegenheit, um einige für die Zrritirten Engländer bestimmte beruhigende Worte zu sagen. Er verdämmte, in zienUich' scharfer Weise die dielen und heftigen Angriffe auf den britischen Kolcnial.sekretär Chamberlain und aus die britische Armee, die seit der Eröffnung der Sitzung im Reichstag gemacht worden sind.und er lobte hierbei die Tapferkeit' Und Au--, dauer der'-britischen. Soldaten. ! Der Reichskanzler drückte auch Bedauern über den ganzen Vorfall aus. der die öffentliche Meinung in beiden Ländern in ungebührlicher Weise erregt habe, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß man sich auf beiden Seiten don zltzt anMuhe geben werde, freundschaftliche Beziehungen zu einander z:: unterhalten. Der Kanzler schloß, indem er die Rcdc guthieß, die kürzlich Fürst Wolff t'en Metternich, der neue deutsche B:tschafter am Hofe von St. James Hamburg gehalten und in der er drinaend. gerathen hatte, 'freundschaftlie Beziehungen mit England zu unterhalten. - - ; ! , Deutschland's reichste Män- , . n er. Der reichste Mann in Preußen und vielleicht in Deutschland ist jetzt Herr Krupp, von Essen, der für ein Jahreseinkommen von zwanzig bis 21 Millionen Mark Steuern 'bezahlt. Niemand kommt ihm an Reichthum gleich, wenigstens nicht insoweit dies aus den Steuerlisten hervorgeht. Wer der zweitreichste Mann in Deutschland ist. dessen Jahreseinkommen sich auf fünf bis sechs Millionen Mark beläust. ist licht ganz klar, es scheint aber Herr Von Thiele-Winkler. der Besitzer ausgedehnter Kohlengruben zu sein. Die Einkommensteuer - Liste für Preußen weist die Namen von 63 Personen auf, die ein Einkommen von mehr als eine Million Mark das Jahr haben. Zehn dieser .Einkommen sind unter drei Millionen, zwei über vier Millionen und drei über fünf Million nen Mark das Jahr. Außerdem ergiebt sich, daß 2774 Personen ein jährliches Einkommen von mehr alslOO,000 Mark haben. Die Zollvorlage. Die Freunde der Zollvorlage im Reichstage sind jetzt beinahe überzeugt, daß die Vorlage .in ihrer jetzigen Fassung nicht die geringste Aussicht auf Annahme hat, selbst dann nicht, wenn die Minimal Getreidezölle gestrichen werden sollten; und daß die Regierung vielleicht gezwungen sein wird, die Maßregel ganz fallen zu lassen. Dies würde natürlich nur dann geschehen, wenn das Kommittees. das die Vor. läge jetzt in Händen hat, diese zu sehr verstümmeln würde. Die Opposition gegen die Zollvorlage schlägt jetzt vor. daß eine Kommission ernannt werde, die eine Untersuchung über die Lage der deutschen Landwirthschaft führen und feststellen soll, ob wirklich 'ein Nothstand vorhanden ist. und ob ein solcher Nothstand bei den GroßgrundBesitzern oder bei den Bauern existirt. Die Gegner der Zöllvorlage sind - der

Ansicht, daß wenn sie die Ernennung rcr Kommission durchsetzen können, viele Monate vergehen werden e'- sie B:rich.terstatten kann. D?r Vorschlag, daß eine solch: Un-' tersuchungskommissivn ernannt werden solle, wird von dem Bureau zur Vorbereitung von Handelsverträgen, vielen Handelskammern und auch nicht politischen Vereinen unterstützt. Von den PhZljppinen. Manila, 10. Januar. 'Oberst Maristgan, Major Cobrera und ein ehemaliger Priester Namens Castillo. der . ein werthvolles Muttergottesbild aus einer Kirche gestohlen und für ei-' nen großen Preis verkauft hatte, haben sich dem General Bell in der Provinz Batänzas bedingungslos ergeben. Die Drei kontrollirten den Distrikt von Toaci, einschließlich der Städte Banan und Euenva. Die Vereinbarung ist, daß diese drei Männer am nächsten Montag jeden Mann und jedes Gewehr im Distrikt ausliefern müssen. Man glaubt, daß ungefähr 160 Geweher abgeliefert werden. In den letz-, ten Tagen sind viele Insurgenten mit Gewehren gefangen genommen worden und kleine Scharmützel finden tägUch statt. General Bell hielt sich am Freitag' vier Stunden lang in Manila auf. wo tz eine Unterredung mit General Ehafsee hatte. Er sagt, dah die jetzige Kampagne sehr erfolgreich ist und glaubt, daß sich der Jnsurgentenfübrer Malvar vielleicht schon -in nächster Woch: ergebn wird. Admiral Tschoukima ist mit drei russischen Kriegsschiffen hier angekom-' men. Dic Revolu ion in Patraguay. Buenos Aires. 11.JZN. Die Revolution, diz am Donnerstag in Assuncion,der Hauptstadt von Paraguay, ausbrach, war nur von kurzer Dauer. Der Präsident Aceval wurde gezwungen, zu resigniren und der Kongreß, der in Sitzung ist. hat die" Resignation ar. genommen und den Vizepräsidenten Senor Hector Carvallo bis auf Weiteres mit, der' Führung der Regierung betraut.

Die Anstifter der Revolution waren )ie Generäle Caballero und Escobar, Oberst Esrurra, der Kriegsminister Senor Marro, ein anderes Mitglied des Kabinets und Senator Freitas. In der Deputirtenkamme: fand der einzige blutige Zusammenstoß 'statt: Senator Facando Jnöfran, der Prö?

i v.am.f vt io..it3 i . A VtVVltVVt HltV , VVItVtU) VfMUVV wurden schwer verwundet. In Assunrion herrscht immer noch große Aufre gung. Krawalle.in S pa n i e n . - . Sara g o s s a ., Spanien, IT. ;JänJ Die ' Absetzung Hcs liberalen Gouverneurs, von Saragossa hat hiesiger Stadt' sehr ernstliche- anti-klerikale Krawalle zur Folge gehabt. - ."Eine große Menschenmenge beglcitetk-. den.. (U riiyirrtmi r. TtA Vtn 51jAfiTfif V TttW uvuvuuiui ituuy viiii Ajaiuiyv, iv als der Zug abfuhr, Hochrufe auf den Scheidenden ausbrachte. Die Menge rrsiürmte dann ein Jesuitenklosier, das sofort in Brand gesteckt wurde. Die Polizei war nicht im Stande, der Krawallisten Herr zu werden und es mußten Truppen herausbeordert werden. Aber auch diese stießen auf Wiederstand und v. dn sich entwickelnden 5iampf wurden viele Leute verwundet. Französische Finanzen. P a r i 3 . 10. Jan. In den lctzten drei Monaten sind die Regierungseinnahmen abermals um 8,271.84 IFrancs gegen die Voranschläge zurückgeblieden, und sie waren um 20,105,000 Francs kleiner als im gleichen Zeitaum des vorigen Jahres. Im Ganzen sind im Jahre 1901 die Einnahmen um 11.000.000 Francs hinter den Voranschlägen zurückgeblieben. Eine Dekoration zurückge.wiesen. Rom. 11. Jan. .Die Italic enthält die Nachricht, daß der König Menelik von Abyssinien vor Kurzem dem früheren italienischen Minister des Aeußeren, Marquis Visconti-Vencsta. einen abyssinischen Orden zugeschickt habe. Der Marquis soll nun die.Dekoration mit dem Bemerken zurückgeschickt haben, daß er' einen Orden, der mjtitalZenischem Blut gefärbt sei, nicht annehmen könne. , Dic Boeren bereit, n.ach.zn geben. Amsterdam', 11. Jan ' Die in Holland befindlichen Boeren-Delega-tcn erwarten anscheinend, daß binnen Kurzem Friedensvorschläge an Eng land gemacht werden, sie geben aber keine Auskunft darüber, was sie zu diesem Glauben veranlaßt. Sie erklären indessen r.ad) wie vor, daß die Engländer die Forderung bedingungsloser Unterwerfung zurückziehen müssen. Cs wird privatim zugestanden, daß dicDelegaten bereit seien, 'irgend welche vernünftigen Bedingungen" anzunehmen. Wenn die Friedensvorschläge von einer neutralen Macht ausgehen sollten. dann werden die Delegaten sich Mühe geben, das Zugeständniß eines modus vivendi" zu erlangen , der Herrn Krüger, der bisher immer noch auf vollständiger Unabhängigkeit 'bestanden. hat, einigermaßen auszusöhnen im Stande ist. L o n d o n , 11. Jan. Der Globe" behauptet, aus zuverlässiger Quelle erfahren zu haben, daß die Boerenführer der britischen Regierung Friedensoor-

'"5" resunoulsraios. wuroe Psint Zelaya die gestellten bei getodtet und zwer Senatoren, esMngen -noch nicht angenommen. ?1hA(trYirtrtcY iinh fMrnprrtT fSnnniTrvrnr t 1 . . ' .

schlage-gemacht und sich erboten här ten. die Waffen niederzulegen, voraus, gesetzt, daß sie nicht ins Ezil geschickt, würden. Mittwcch nächster Woche wurde als der Tag bezeichnet, an dem sich die Beeren ergeben wollten. Im Kriegsamt wurde erklärt, daß dort von Friedensanerbietungen der Beeren nichts bekannt sei. Aus China. Peking, 11. Jan. Der französischc Gesandte, Herr Bleu, weigert sich seine LZeglaubigungsschreiben dem Hof zu übergeben, solange China nicht gewisse Forderungen der französischen Regierung bewilligt hat. , Die gemeinschaftliche Audienz der auswärtigen Gesandten und der chinesischen Minister, die bereits arrangirt worden war, ist in Folge dessen rückgängig' gemacht worden. Die anderen Gesandten berathen jetzt darüber, ob sie ihn unterstützen sollen oder nicht. P e k i n g . 11. Jan. Die KaiserinWittwe ließ am Freitag mehreren. Gesandten mündlich hren Dank dafür ausdrücken, daß sie während der AbWesenheit des Hofes die Paläste so gewissenhaft beschützt hätten. Auch ließ sie sich für den freundschaftlichen Cmpfang bedanken, den ihr die Ausländer bei ihrer Rückkehr bereitet hatten. Die Nachricht, daß General Tung Fuh Siang bereits enthauptet worden sei. ist nicht korrekt. Der Tartaren-

General, der jetzt Gouverneur von Kan Su ist, getraute sich nicht, den Hinrichtungsbefehl auszuführen, da er den Einfluß Tung Fuh Siangs bei den Muhamedanern fürchtet, die in der Provinz in der Mehrzahl sind.' Der Gouverneur fürchtete, daß die Verhaftung des Generals eine Rebellion der Muhamedaner zur Folge haben würde. Die Lage in Central-A nier i k a. C o l o n, .Colombia, 11. Jan. Di: Präsidenten der Republiken CostaRica, Salvador, Honduras und Guatamala, die alle von dem Präsidenten Zelaja von Nikaragua zu einer Konferenz nach Corinta,.Nicaragu eingeladen wurden, werden wahrscheinlich alle der Einladung Folge leisten. , Präsident Jglesias .von Costa Rica hat an Ehrman & Co., Agenten der chelnischen Dampserlinie ttlegraphirt. den Dampfer Taeapel- von Panama aus abzuschicken Um Zelaya und zwölf ändere Männer nach Corinto zu bringen. Der Aeent forderte' eine - arok'e glimme, für den verlangten Dienst und Alödiese Depesche abgeschickt' würde, Genera! moau, oer Gouverneur von ' Panamä, hatte . am Donnerstag ' eine ) , fti t tvflt. C ' Konferenz mit Ehrman. & Co., in der er sich erbot den Dampfer Läntaro, Im Schiff von 2600 Tonnen, für die ojombsche' Regierung - zu kaufen ' vde'r zu miethen. Die Lantaro" kam am, Donnerstag mit ungefähr 300 chilenischen Seeleuten an. die sich auf der Reise nach Newcastle, England befindo.zwo sie ein von der chilenischen Reicrung gekauftes- Kriegsschiff übernehmen sollen. ' Der Dampfer war so gebaut' worden, daß er im Kriegsfall von Ehili als Hülfs-Kreuzer v?rwendet werden könnte . Das Anerbieten ist an das Hauptquartier der Kompagnie in Valparaiso verwiesen worden. Depeschen. N dmi-ral Higginson nach Venezuela beordert. Washington, D. C., 11. Jan. Es ist wahrscheinlich, daß sich Admiral Higginson mit seinem Flaggschiff Kearsarge" und mehreren anderen Schiffen vom nordatlantischen Geschwader binnen Kurzem nach La Euaira, Venezuela, begeben wird. Die Schiffe werden eine ungewöhnlich große Zahl von Marinesoldaten an Bord haben, da mit der Möglichkeit gerechnet wird, daß bei einer weiteren Verbreitung der Revolution in Venezuela anarchistische Zustände eintreten könnten, und es in solchem Falle ge. rathen sein könnte. Truppen zum Schutz der Amerikaner und ihres Eignithums ans Land zu schicken. Wenn auch andere Nationen unter solchen Eventualitäten Truppen ans Land schicken würden, würde Admiral Higginson. in Folge seines Ranges, das Oberkommando über die sammtlichen Landungstruppen zu führen haben. wahrscheinlich ein Raub- , mord. j) o ungSiown. O., 11. Jan. Ein' leerer Wagen, Eigenthum des Farmers Elmer Harrison, 35 Jahre alt. wurde in der Nacht zum Freitag drei Meilen von hier entfernt an der Coitsville Ro.ad gefunden. Der Sitz, die Decke und einige auf dem Boden des Wagens liegende leere Säcke waren mit Blut befleckt, von Harrison konnte aber kerne Spur , gefunden werden. Der Mann hatte hier Vieh verkauft und muß ungefähr $350 in der Tasche gehabt haben. Die ganze Umgegend ist soweit ohne Erfolg durchsucht worden. Selbstmord eines Neunzigjährigen. New York. 11. Jan. Christoph Miller, ein 90 Jahre alter Mann, hat stl am Freitag Morgen im Badezimmer in der Wohnung seines Sohnes erhängt. Seit dem Tode seiner Schw'ägerin, die vor einer Woche in Alter von 81 Jahren starb, und der er in inniger Freundschaft zugethan war, war der alte Mann melancholisch. .

CHUe und Llrgenllnlcn.

Daß ein schiedsgerichtlicher Au gleich in internationalem Verwickelungen immer nur ein problematisebes Mittel bleibt, zeigt wieder einmal th Entwickelung im Süden von SüdAmerika. Die Eifersucht zwischen Chile und Argentinien ist fast so alt wie diese beiden Staaten selbst; sie ist im Laufe der Jahrzehnte nicht geZchwunden, sondern beständig gewachsen und zieht ihre Nahrung aus der noch !?:mcr nicht geregelten Grenzfrage. Als am 22. September 189Z nach langwierigen, aber vergeblichen Verhandlungen der 'beiderseitigen Sachverständigen. Diego Varros Arana für Chile und Franresco P. Moreno in Santiago. ' der .chilenische Minister des Aeußeren. Latorre, und de: argentinische Gesandte für Chile, Pinero, sich endlich dahin einigten, die strittige Frage dem schiedsrichterlichen Urtheil der Königin von England zu unterbreiten, schien der Streit end- ! gültig beseitigt, da ja doch beid: Theile durch dleje Wendung sich lhrcr eigenen Meinung entäußern zu wollen erklärjen. Aber seit einer Reihe von Monaten wissen wir, daß trotz der Thätigfeit des Schiedsgerichtes, über die die Königin bereits hingestorben ist, der Zündstoff nicht beseitigt ist. Dic Grenzfrage zwischen Chile und Argentinien stand bis zum Siege der chilenischen Revolution auf Grund des Verträges vom Jahre 1881 sehr günstig für Chile. Um diesen Vertrag hatte sich der unglückliche Balmaceda, unbedingt einer der bedeutendsten Politiker und Diplomaten Chiles, die größten Verdiensie erworben. Die siegreich: Revolution, deren Reqi:rurig 1892 bis ! 1893 ruir noch auf schwachen Füßen jtano, mußte dem kräftigen Dränge Arg:ntin:ens nachgeben und 1893 ein LMZkprowloll zum Vertrage von 1881 unterschreiben, wodurch die gerechten .Ansprüche Chiles schwer geschädigt und geschmälert wurden, der ganze Grenzhandel zum Vortheile Argentiniens wieder' unklar wurde. Dieses Protokoll von 1893 iß schuld an den bösen Reibungen mit ArgentiTxitn, die zweimal beinahe zum Kriege geführt hätten, und an den ungzheuren Rüstungen, die selbst den - Credit.reichen Chiles erschöpft haben. Inzwischen kam s zu dem SchiedsgsrichtLvntrag von 1398. Meser Dertrag hätte streng genommen fordert, daß das strittige Grenzgebiet von b? den Parteien nicht berührt würde. Da aber beide Maaten darin übereinstunwen. daß die Grenze innerhalb der Anden liegen und der Wasserscheide, folgen soll, und nur darüber Mei nunasverschiedenheit herrscht, wie die Wasserscheide verlaust, so glaubte Chile, ' dessen - Aüsdehnungsb:dürfniß bei der langgestreckten, schmalen Form seines Gebietes' größer ist als das des unermeßlichen Argentiniens, in Theilen. die auch nach Ansicht der anderen Partei ihm zufallen müssen, seine Culturthätigkeit beginnen zu können. So hat es angefangen, vcn der pacifischen Küste aus in den Thälern des Palen und des Aysen Fahrstraßen nach den unteren Hochcdcn'en oder Thälern der Anden zu erbauen. Diese Thäler sind strittiges Gebiet, liegen aber innerhalb c"er Anden und im Westen de? Wasserscheide. Die wichtigstcn dieser Thäler sind das sögenannte Ncue Thal" und das Thal des 16. October". Beide sind sehr fruchtbar und schön und seit den vierziger Jahren von argentinischer Seite b-siedclt. Die große Mehrzahl der heutigen Bewohner bilden Chiknen oder von Argentinien ' eingewanderte Walliser. aber die' Beamten der genannten Colonien sind Argentinier. Die geplanten Fahrstraßen sollten -in erster Linie diese Colonien aufsuchen, um sie in nähere Verbindung mit den Häfen des südlichen Chiles zu bringen. Diese Thatsache hat die argentinische Presse mit Feuereifer aufgegriffen und solange in ihren Spalten bearbeitet, bis weitere Kreise in Argentinien vom Fieber des Chauvinismus ergriffen und selbst die Behörden zu unfreundlichen Schritten gedrängt wurden. So hieß es neulich, argentiniscbe Truppen hätten die Grenze überschritten und hätten die WegearVeiten der Chilenen verhindert. Unter diesen Umständen gewann schließlich auch in Chile, wo die Behörden nickt müde wurden, ihre friedlichen Absichten zu betheuern, eine gereizte Stimmung Platz, und die Kriegspartei erhob wieder ihr Haupt. ' An der Spitze dieser letzteren steht Herr Joaquin Walker Martinez. früherer Gesandter Chiles in Buenos Ayres. ein Führer der Clerical - Conservativen. Dieser hat in einer vor einiger Zeit erschienenen Schrift gezeigt, wie Argentinien noch' in den letzten zehn Jahren aufdem streitigen Grenzgebiete Ortschaften und Befestigungen angelegt hat. Da die chilenische Regierung sich hiergegen nicht kräftig verwahrt hat. besetzten die Argentinier die Punkte bis heute. Darauf verweisen ' natürlich die Freunde kriegerischer Verwickelungen in Chile jetzt, An leinen Ausbruch des Krieges braucht man deshalb' nicht zu denken, wennauch Argentinien 60.000 Mann Reserven - einberufen hat auf das Gerücht hin.' daß 'Chile Kriegsschiffe angekauft habe und seie Flotte mobil mache BuchsiabenreZter haben sich nie auf das Vollblut verstanden.

Milchkanneu, Gclbel?ältcr und

2lschenb,7!xjltcrauf B-stellunz gc:ccht. Jo8eih Oardiier, No. 37, 39 & 41 Kentncky Avenrc.

- Telephon 2?. s Max Kiefer's sample OOm. 775 Thelby Strafte. .-..-'. Ecke Lcriugtol? Avcmlr. Seine weine, (iquöre und Cigarren, t

Telephone, eld Brown : 3321. Zur gest. Notiz!

Meinen Freunden und Brannten zur ccfl. l Mittheilung, daß ich die früher von Herrn j Fred. Rascmarm gefühlte Wirthschaft s No. 119 Nord West Ttrafze, ! käuflich übernommen hab: und n.ich freuem werde, sie das.lbst begrüßen zu tonnen. K 2it besten Weine, Bier nnd Cigarren v find stets bei mir zu finden. '

Matihciu Lcwks, 11O Nord West Straße, Indianapolis.. 4444 4 MMM4 H. Louis Vollratlrs - r t Groccry und Fleisch-Marki. i 125 West Morris Straße. dat aito! vrnue und Morr Straße. Staple noilranoz' Qroeeries, 1 Frisch?, gesalzenes und geräuchertes i Fleisch. Wurst, reine S Schmalz usw. 444 H MM M photographisches Atelier. fcfiMdi stiöcföiirte Portraits u. PbotograHhteen

sssisssssss

j. un.cir -itäioiijnic sin; ) ' U Failintg?He. . Mdubtlder.

f) Va?öherse d Rh., - V) Li ff ittntnni ntfrn '9

'i- cpe Arbeit. , :: Vibize Preise. F.'" J 8 Nö. M Süd Jllinot?'Sttaße. . w ä . t . v

f , rri ror. rinr .rrxprn u zikigen ....... .

' rt ? yOSSSN MKWÄW, AMUI' wvsiiV'V' fl FMSHv fY&aMpm jSWWrWMS-z MMMMM. .

Base Burner Heaters Hot Blast Heaters Kochheercke $12.50 $51.00 SB.25 $25.01 $7.50 $30.0ft Willig's Cuh -Mui M9 141 WeS Washmgtsn Straße. ' z EEliST HELAUK, f Runft' .knb architekturale Metallarberten, 82282 W. Washington Stt. edeztalUStmt Gehämmerte Blätter in Visen, Kupfer und Metall, seine Grille Arbeit. Bank und Osfice'Gitter, Elevator kästen und äLagen :c., Zäune, Gitter und ErateS. Vltütl Plzone 3487. r 7?S5SSSSÄ Zu vertnietyen x Zimmer im Majestic :: Gebreude zu rcdnzirton Preisen. Das feinste Office-Gebäude in dcr Etadt. Sollständig feuersicher. Schnelle Fahrstühle und alle modernen Bequemlichkeit?. j Nachzufragen bei

Gregory & Appel, Aacnten) für d AneianaroliZ EaS Go.

( i - L i w,' V-, 1 i V l tf

j j ; t ff-.

J !