Indiana Tribüne, Volume 25, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1902 — Page 7

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Die Dorfschönheit.

Von B. M. Croker. (Fortsehung.) .MT glüuöe lcy aus's Wort. Und wie geht es ihr?Sie ist gesund und muthia und derdient ihr Brot." .Aus welche Weise?Nacheen sah den Frager prüfend an. Warum sollte sie es ihm eigentlich nicht sagen? Er rdürde ja das Geheim niß bald mit in's Grab nehmen,, und Peggy mußte ihr dgj verzeihen. Diesem geister'hJften Gesicht mit dem angstvoll gespannten Ausdruck konnte man nichts verweigern. Jn einem Waarenhaus in Barminster Erey & Ladender. Ich ging hin, um Einkäuse zu machen, und wer eine. Dame neben mir bediente war Peggy! Ich schrie beinahe laut auf vor (Überraschung! Dann sprachen wir uns ein paar Minuten allein, und sie sagte mir, Goring habe ihr eröffnet, daß sie gar nicht seine Frau sei!" Ihr Zuhörer schreckte so heftig zusammen, daß er sein Krankentifchchen umstieß. O öeoff, bitte, bitte, rege Dich nicht auf!" rief 5ath!een in Todesangst. Da kommt Dein Warter. Er macht ein Gesicht, als ob ich Prügel verdient hätte!" Scheu gut. Hogan!" sagte der Kranke ungeduldig. Lesen Sie nur die Scharben auf, aber ich will keine andere 5taftbrüh; ich brauch: oar nichts." Und sobald der krankenWärter den Rücken gelehr! hatte, kam ein ungestümes: Weiter! Weiter!" über die farblosen Lippen. Geosf, hast Du nie davon gehört. daßSorinz eineFrau in Indien hatte?" Wäre ich in diesem Fall sein Trau zeuge gewesen?" Eine Lokomotioführerstochter, die er in Jhansi gcheirathet hatte, sechs Jahre vor seiner Bekanntschaft mit Peggy." Nie davon gehört." Und doch ist's so. Er glaubte, sie sei todt nun. Du kennst ja diese Art von Geschichten...." Lügen willst Du sagen. O ja!" .Jedenfalls glaubt P?ggy. daß er iür die Wzhihlit gp.szgt hat. Sie verließ ihn sofort, suchte eine Schulsreunvin auf, die in dem nämlichen G:schäst ist und ihr die Anstellung verschafft hat. Dort ist sie noch falls sie nicht Teiner Tante Äzsellschafterin wurde." Kinloch schüttelte ungeduldig den Kopf. Sie schien sich ga.z wohl und h:imisch zu fühlen hinter dem Lsternisch, und war so hübsch und b.'hende!" Wie heißt sie dort?' Sie nennt sich Fräulein Hay:Z. Nach dieser Begegnung hat sie mir dann zweimal geschrieben, und dann bin ich abgereist. Hier ist's ja immer so eine Sache mit Briefen. Ich schrieb ihr auf Weihnachten, bekam aber keine Antwort, dagegen eine Karte an meinem Geburtstag. Geosf. ich bin fest überzeugt, Peggy ist das Juwel von Gesellschafterin bei Deiner Tante!" Kathleen, wie echt irisch, solche Be hauptungen in's Blaue hinein aufzustellen! Es gibt viele Läden in Barmmster und viele hübsche Mädchen auf der Welt!" Ja. aber nicht viele Peggys! Sag einmal wo ist der Tante letzter Brief?" - Der. ... der wird in meiner Mappe sein und die Mappe ja, wo die sein mag?" Er griff sich an den Kopf. Sei nur ganz ruhig, ich finde immer Alles." rief Frau Kathleen. aussprin gend und den Trager herbeirufend. Nach kurzer Zeit war der Träge: mit einem Koffer zur - Stelle. Die Mappe fand sich und darin ein kreuzweise beschriebener . Briefbogen von Tante Sophies Hand, ein wahre Gitterwerk. Weshalb die Tante nur immer kreuzweise schreibt." bemerkt: Kinloch aufgeregt. Briefpapier und Porto sind doch so billig worden! Hier. Katie!" Die Hand.die ihr den Brief hinhielt, zitterte stark. War das n u r körperliche Schwäche? ja. da steht's!" rief' Frau Kathleen alsbald. Einen köstlichen Monat haben wir in Rom im Hotel Quirina! verlebt, meine Gesellschafterin und ich! Wir sind Beide furchtbar eifrig in Besichtigung der Kunstwerke; sie ist das gescheidteste und prächtigste Mädchen von der Welt, und hat nur den Fehler, so hübsch zu sein, daß sie überall auffällt. Zum Glück ist sie aber über ihre Jahre verständig und besonnen, wie ich über meine Jahre lebenslustig bin. Ich glaube, ich habe Dir schon geschrieben, daß sie Hayes heißt, Peggy Hayes. . . ." Kinloch athmete tief auf und griff nach dem Brief, um die merkwürdige Stelle selbst zu lesen. Dann lehnte er sich erschöpft im Stuhl zurück' und schloß die Augen. Welch' gesegnete Fügung für Peggy. für die Tante und für Dich. Gcoff!" wagte Frau Kathleen zu sagen. Ich weiß nämlich jetzt Alles." Bon wem?" fragte er, die Augen aufschlagend. Aon Niemand! Mein eigener Kopf und Dein Schweigen haben mir's klar gemacht. Du und Goring, ihr wäret in ein und dasselbe Mädchen verliebt. . . Kinloch nickte.' . .Und si.e hat den Unrechte. gewablt.

sehr zu ihrem (Ichaden. Mr lst ftzzl Vieles klar, Geosf jene Zeit in Dublin, wo er sie so schlecht behandelt, so schamlos vernachlässigt hat. Das wäre eine Gelegenheit gewesen für Dich und den Teufel! Ich hab' die furchtbar braven Menschen nie leiden mögen. aber solche, die brav bleiben, auch wenn sie anders sein könnten, solche wie Du, die sind mir interessant und lieb."' Mit anderen Worten. Du machst die Entdeckung, daß ich kein Schurke bin!" Nein, Geosfroy Du bist ein Prachtmensch!" Und sie beugte sich über ihn. strich ihm das Haar aus der Stirn und küßte ihn herzlich.

. XXXVI. Kapitel. Fräulein Serleshübsche Gesellschafterin. Es war nicht schwierig gewesen, Sophie Amalie Serie zu ihrer ersten Reise in's Ausland zu bewegen; aber es war eine Herkulesarbeit, sie wieder nach Hause zu lootsen. Paris. Florenz. Rom. Neapel waren ih? nicht mehr bloße Legrisfe. sie schwärmte für jede dieser Städte und war immer im Zweifel. in welcher sie am liebsten ihr Leben beschließen würde. Sie war überhaupt im Zustand chronischen Entzückens, und wie ihr Alles gefiel, gefiel auch die alte Dame mit dem jungen Herzen all gemein und gewann zahlreiche Freunde; sie war ja so herzensfreudig, barmherzig mit der Zunge wie mit dem Beu tel. gut gegen Kranke. Kinder und Thiere, durch und durch Edelfrau. Ein vaar Monate des Jahres brachte sit pflichtschuldigst in zu. akcr noch ehe die Schwalben auszogen, suchte die Herrin wieder südlichere Himmelsstriche auf. Wenn der Pfarrer Einsprache erheben wollte gegen ihre lan gen Abwesenheiten, konnte Fräulei? Serle kühn entgegnen: Neunundsechzig lange Winter habe ich in Serlewood verlebt, jetzt darf ich mir wohl auch Ferien gönnen!" Ferien!" wiederholte er vcrblüsft; daß eine Siebzigerin Ferien brauchte, war ihm offenbar neu. Aber Sie haben doch Ihre Pflichten,, verehrtes Fräulein?"' Die lasse ich durch Vertreter erfüllen! Solange nur meine Güter nicht vernachlässigt werden.' Blumen. bft und Wildbret an die Spitäler verschickt wird, ist es dcch ganz g::chi!tiz. ob ich da bin. Wenn Sie wünsch:, kann ich auch eine Wachsfigur in meinem Wagen spazieren fahren lassen. Für die Leute würd: es denselben Dienst thun, und Freund: hzbe ich. Dzn! tc ner Erziehung, lein; daheim, wohl aber draußen." - Der Pfarrc: war um Gcgcngründe verlegen, und rr.ußte sich begnügen, innerlich e.'r.p::! zu sein. Fräulein Scrl': h:.z von ganzenl Herzen an ihrer Peggy, nur daß diese ihre Litte, sie Tante Sophie" zu nen r.en? durchaus nicht erfüllte, war ein Schmerz. Im Herbst zog das glücklich: Paar aus, erst nach der Schw:. dann an die Riviera, wo man sich im Hotel zu den Vier Winden" in Mentonhäuslich niederließ. Was würden der würdevolle Pulsifor und die Kränkliche Darling dazu gesagt haben, wenn sie ihre einstige E:bieterin halbe Nächte hatten auf Bällen sitzen sehen, den ersten, die sie seit fünfzig Jahren sah, und die ihr ungeheuer merkwürdig vorkamen,' und sogar auf Eseln reiten? Nein, Sophie Serle auf Reisen war nicht mehr Sophie Amalie Serle von Serlewood Park, obwohl einzelne Kennzeichen jener Dame übrig geblieben waren, zum Beispiel das Mitgefühl für Thiere ihr Eselstreiber durste gar keinen Stock mitnehmen! Einmal entdeckte man auch eine leere Seifenschale in ihrer Arbeitstasche, und sie gestand demüihiz, daß sie einer armen Katze in einer abgeschlossenen Villa Milch gebracht habe! Wurde im GastHof zu irgend einem wohlthätigen Zweck gesammelt, so bedeuteten die drei Buchstaben S. A. S." immer ein hübsches Sümmchen. Nach den Ausflügen und den Aufregungen des Tages pflegte sich Fräulein Serle immer vor Tisch auf ein Stündchen in ihr Zimmer zurückzuziehen, um. wie sie sagte, ihren alten Knochen Ruhe zu gönnen." So lag sie auch eines Abends wieder in einem Lehnstuhl, wobei sie freilich für einen kleinen Jungen, der auf demselben Flu? wohnte, ein scharlachrothes L'itseil strickte, und Peggy las aus der Times" vor, was ihr gerade bemerkenswerth vorkam. Erst Geburts-, Heiraths- und Todesanzeigen, dann den Hofbericht und die Rc-chrichten vom Kriegsschauplatz, mit einem Mal brach sie indeß mitten im Satz ab. - Fräulein Serle strickte ruhig weiter, blickte dann aber auf und fand ihre junge Freundin auffallend blaß. Peggy. was ist Ihnen denn?" Ich ich fürchte, ich muß Ihnen eine betrübende Nachricht mittheilen, liebe Fräulein Serle...." Gewiß von Geosfroy!" rief dje alte Dame, ihr Strickzeug beiseite werfend. Ganz gewiß handelt sich's um ihn." Ja er ist verwundet worden. . . ." Zeigen Sie mir's.... wo steht's? Wo ist denn nur meine Brille?" ' Hier! Gefallen: (gemeiner Max well.... (es folgte noch etwa ein Dutzend Namen). Gefährlich verwundet: Hauptmann G. E. Kinloch. Schwerverwundet: Leutnant Vincent Jorke." Jxß.2ß da haben wir's!" rief das alte !

gräureln' vernähe' zornig., Ich hab'5 ja immer gewußt, daß es solch ein Ende mit ihm nehmen wird.... ganz gewiß stirbt er...." Große Thränen rollten langsam über die welken Wangeu. O nein! Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben! Er ist ja jung und lebenskräftig, eine eiserne Natur!" So? - Woher wissen Sie denn das so genau?" . Ich' habe es gehört und kenne ihn auch persönlich ja, ich hatte oft im Sinn, es Ihnen zu sage, ich kenne ihn sogar sehr gut. Er und Goring waren Regimentskameraden; ja, er war sogar Trauzeuge bei meiner Hoch zeit. Darum wollte ich ihn nie im Lebe? wiedersehen,.rch mochte mich ja flüchten vor" Allen, die mich als Frau kannten, als Gorings Frau, die ich im Grunde gar nicht war!" Und wenn Gott sich unserer erbarmt und Geosfroy heimkehrt, waZ dann? Sie werden mich doch nicht verlassen, weil ich seine Tante bin, und wenn Sie bei mir siÄ, w-erden Sie ihm begegnen müssend Ja, das wird wohl geschehen müssen irgend einmal im Leben." Ist er Ihnen denn je zu nahe getreten?" O nein! Er war im Gegentheil die Güte selbst gegen mich, und hat si6) al? Freund bewährt." . Ach, hätten Sie doch ihn gehe!rathet, statt dieses ruchlosen Goring freilich, wenn Sie seine Frau wären, hätten Sie jetzt so großen Jammer zu tragen, wie ich...." Der alten Dame brach die Stimme, und sie fing zu weinen aa. Meine liebe Fräulein Serle." sagte Peggy. bei ihr niederknieend und sie mit beiden Armen umschlingend, härmen Sie sich nicht so ab! Er ist ja noch nicht todt, und vielleicht wird er gar nicht sterben. Soll ich nicht unter Ihrem Namen an's Kriegsministerium um Nachricht telegraphiren?" Und nach Indien auch. Liebste," sagte Fräulein Serle. ihre Augen trock.:end. Warum mußte er denn auch wieder hinüber gehen? Er hatte doch wahrlich schon sein Theil Kriegsdienst und Fieber hinter sich, und war kaum zwei Jahre daheim. Wie kam er nur darauf, sich eigens versetzen zu lassen, um nach Indien zu kommen? Ein Mensch von Familie, und dazu mein Erbe! . Kathleen Hesketh meint, es stecke eine Liebesgeschichte dahinter." Peggy stand aus; sie war sehr blaß geworden. Der schweigende Abschied am Fluß ward ihr wieder lebendig. War es in der That ine - Liebesgeschichte? ' Ich wollte nur, ich hätte das Mädchen zur Stelle," rief das alte Fräulein in einer ihrerZornesaufwallungen, der ürde ich den Standpunkt klar machen! Mädchen, die ehrliche Männer zum Narren halten, verdienten die Peitsche." Die m.it der Peitsche Bedrohte wankte sich scbweigend ab und starrte zum Fenster yinaus; sie mußte sich nicht mit Fräulein Serle, aber mit ihrem eigenen Herzen auseinandersetzen. Was war denn das? Die Nachricht von seiner Verwundung hatte sie ja erschüttert, wie sie von nichts mehr erschüt'ert zu werden geglaubt hatte. Hatte sie denn Kinloch unbewußt geliebt? Heiße Scham wallte in ihr auf bei dieser Vorstellung, und doch wollte sich der ungeberdige Eindringling in ihrem Herzen nicht verdrängen lassen. Aber nein, nein Liebe war das ja nicht, sondern Freundschaft! Nur Freundschaft hatte ihr die Farbe seiner Augen so tief eingeträgt. nur Freundschaft sprach daraus, daß sie sich bei jeder ihrer Handlungen fragte, was Hauptmann Kinloch wohl dazu sagen würde. . Trotzdem die Glocke schon zu Tisch rief, eilte Peggy in die Stadt und gab zwei Telegramme auf. Fräulein Serie ging indessen man denke darum nicht geringer von ihr am Arm einer anderen Dame in den Speisesaal und aß mit ziemlich ungestörtem Appetit, obwohl ihr Peggys leerer Stuhl ab und zu einen tiefen Seufzer entlockte. Es nützt ja dem armen Geoffroy nichts, wenn ich schlaf- und friedlos bin und nicht esse," entschuldigte sie Peggy gegenüber in den nächsten Tagen mehrmals ihre ungetrübte Genußfähigkeit. Wenn's ihm auch nur im Geringsim wohl thäie, würde ich mich mit Freuden kasteien, aber ich habe nur noch eine kurze. Spanne Zeit vor mir und mußte zu viele Jahre im Schatten stehen. Darum bin ich so dankbar, doch Gottes schöne, sonnige Welt genießen zu dürfen." Damit unternahm sie mit einer anderen alten Dame eine Spazierfahrt nach Sospello. Fräulein Hayes dagegen, die doch nicht im Entferntesten mit Hauptmann Kinloch verwandt war, lag stundenlang in der Kirche auf ihren Knieen, s ie verlorAppetit und Schlaf und Frieden, und. wurde so blaß und mager, daß mehrere Damen Fräulein Serle darauf aufmerksam machten, Mentone scheine ihrer hübschen Gesellschafterin nicht gut zu bekommen. Es war Anfang März. In der großen Vorhalle des Hotels zu den Vier Winden" saßen' die Gäste in Schaukelstühlen umher oder standen vor dem großen Kamin, alle der Tischglocke gewärtig. , Zwei junge Damen kamen eben die mit rothem Teppich belegte Haupttreppe herunter; die eine, groß,' schlank, dunkeläugig, hörte lächelnd an, was ihr die andere eifrig erzählte, als unten die breite Gwingtüre ausging

uno ein yocygewacyzener, fonngeorüunter Reisenker eintrat. Er nahm die Mütze ab und sah sich, während der Portier seine Handtasche in Empfang nahm, gleichsam suchend um. dabei selbst der Zielpunkt aller Bllcke. Er war auch eine ausfallende Erscheinung in dem langen, pelzgefütterten Reisemantel und der ausgesprochen soldatischen Haltung. Plötzlich blickte er aufwärts, als ein Augenpaar grüßend seinem Blick begegnete und die schlanke, dunkeläugige junge' Dame leichtfüßig die Treppe herunterlief, geradeswegs auf ihn zu. ES war, wie es von Rechts wegen sein mußte: f i c joar die Erste. die ihn in Europa willkommen hieß! Mit leuchtenden Augen und aus: gestreckten Händen ging sie auf den grsßen Fremdling zu. Was für ein hübsches Bild!" dachten di: Zuschauer, und die gesräßlge Neugier unbeschäftigter Menschen täuschte sich hier ausnahmsweise nicht; das Bild hatte etwas zu bedeuten. O Herr 5Nnloch, wie ich mich freue!" sagte Peggy einfach. Ihre Tante, hat Sie erst morgen erwartet." Ja, ich komme einen Tag zu früh." Zu früh gewiß nicht sie zahlte ja die Stunden bis zu Ihrer Ankunft!" (Die das gethan hatte, hieß Peggy.) Kommen Sie nur gleich mit mir: ich will sie aber ein wenig vorbereiten." Im ersten Augenblick hatte Kinloch wirklich Mühe, in der hübschen alten Dame mit den weißen Lockchen seine Tante zu erkennen, aber der Jubelschrei, womit sie sich an seinen Hals hing, der war unverkennbar tantenbaft. Peggy hielt sich bescheiden fern; sie gekörte ja nicht zur Familie. Wie sollte sie sich störend zwischen die Beiden drängen? Sie ließ Fräulein Serle reichlich Zeit, ihr Entzücken auszuleben und ihren Nefsen gründlich auszufragen. Als sie schließlich herausgebracht hatte, daß er sich die Verwundung zugezogen hatte, als er den Leutnant Forke heraushieb, und für's Viktoria kreuz vorgeschlagen war, kannte ihr Stolz keine Grenzen, und alle alten Damen im Hotel wurden in seine Geschichte eingeweiht und mit ihm bekannt gemacht. Er ging alsbald unter dem Namen der Held," und irgend ein Schlaukopf gesellte ihm Fräulnn Hayes als die Heldin zu, obwohl Niemand beHäupten konnte, daß sie verdächtig, viel beisammen gesteckt hätten; ja, es vergingen sogar mehrere Tage, bis sie sich zufällig einmal .allein trafen. Eines Nachmittags betrat Kinloch die langgestreckte, mit hübschen geflochtenen Stühlen und Tischchen versehene Veranda an der Westseite des Hauses, und fand sie vollkommen leer, bis auf Peggy. Ich habe Sie überall gesucht" sagte er. Meine, Tante ist mit Lady Minivers ausgefahren, und hat hinterlassen, daß sie mich Ihrer Obhut anvertraue!" Warum haben Sie die Spazierfahrt nicht mitgemacht?" Weil ich lieber zu Hause blieb. Wo mit vertreiben Sie sich denn die Zeit, Frau Gor...?" Bitte, nicht Goring!" unterbrach sie' ihn mit heißem Erröthen. Wie Sie wünschen," sagte er, sich ihr gegenüber an den kleinen Tisch setzend. Ich weiß ja. ..." Fräulein Serle schrieb Ihnen wohl darüber?" Ja, aber ich hatte die Sache vorher schon durch Kathleen erfahren. Sie dürfen ihr nicht böse sein deshalb. Sie sah wohl, daß ich mich um Sie sorgte, und man durfte damals auch annehmen, daß ich ein Geheimniß nicht mehr lang mit mir herumtragen werde!" Sie müssen furchtbar krank gewesen sein! Und es ist noch gar nicht lange her. . . ." Nein, es war nicht lange her; die Erinnerung an die damalige Todesnähe versetzte den Genesenen in träumerische Stimmung. , Haben Sie Nachforschungen angestellt?" fragte er nach längerem Schweigen ganz unvermittelt. Nach jener Anderen?" erwiderte Peggy, bis an die Haarwurzeln erröthend. Nein Versteh' ich Sie recht? Sie haben seine Aussage auf Treu und Glauben hingenommen, ohne jeglichen Beweis?" Ja, das habe ich gethan." Sie haben sich keine Briefe, keinen Trauschein vorlegen lassen? Weder Ihren Schwager noch einen Anwalt befragt?" ' Nichts dergleichen." ' (Fortsetzung folgt.)

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