Indiana Tribüne, Volume 25, Number 111, Indianapolis, Marion County, 9 January 1902 — Page 4
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Jndiaua Tribüne. Erlücint Täglich und Sonntag.
Herausgegeben von der TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis, Ind. Cttf: 18 Süd Alabaa Trraße. Ctl. 1171. ' Tage- und Sonntagsblatt nur 10c per Woche. X a f i n 1 1 q e achtskitige demokratische dendblatt m Stake Jndina mit ewex aroftex SürcaUrio als irgendeine nöere deukjche Zeitung. , ttttt Organ der Deutschen und ,ller deutsamertkanischen Vereine . vnd Orzanisattonen. 9 e dovulärKe nd bedesreudfte deutsche dem kratische Leitung der Stadt und de Staate I. diana. zeigen finden durch die Tribune" die weiteste vndreinmg und haben anerkannt den besten Erfolg. S enn Ufl blatt der .Tribüne" ist dai billigfte und befte deutsche Femilienbkatt roßen Jormat im Staate nnd wegen seinerVkkichha'.tigkest nd de sorgfältig gewählten Jnkzaltt allgemein de- . Hebt. . ft Sonntagblatt koet nur 5 Cent, mit dem dendblatt znsauimen 10 Cents per Woche, vom Träger in's HauS gestellt oder per Pcft versandt. tftßWr ja at Indianapolis P. O. aa aecoad c!aae niail matter. Donnerstag, den S. Januar 1902 elZUMssiriM. Aus dem StaatShaufe. Dern Jahres.Berichte der Staats Behörde für Wshlthätigkeits.Anstalten etc. ist zu entnehmen, daß in den Ar menhäusern etc. während des letzten Jahres 438 schnischslnnige Frauen UN' xergebracht waren. Darunter befinden sich 67 Glieder einer einzigen Familie, deren Ursprung auf ein Ehepaar zurück geführt wird, das vor Jahren in einem Armenhause untergebracht werden mußte. Von diesen 438 Schwachsinnigen stan den 206 im Alter von 15 bis 45 Iah ?en, und von den 438 waren 324 ledig, 34 verheirathet, 75 Wittwen, 6 unbe stimmt.. ' Die .StaatS.Vereinigung von Fair Managers- erwählten in ihrer gestrigen Schlußsitzung folgende Beamte : Präsident I. I. Jnsley, Craw sordsville. Vicc.Präsident Robert Mitchell, Princeton. Sekretär W. M. Blackstock, La fayette. Die neuerwählten Mitglieder der Staats . Landwirthschafts Behörde haben sich wie folgt organisirt : . . Präsident-M. S. Claypool. Vicc.Präsident Jos. L. Thompson. Schatzmeister I. W.' LeGrange. Sekretär-Chas. Downing. Staats.Supt. E. H. Peet. Nachstehende Gesellschaften erwirkten ihre Jnkorporation8Papiere .American Dairy Co.", Jndianapo Ii8; Kapital 510,000. Juniata Steel & Jron Co.", Greencastle; Kapital 5250,000. Conrad Müller Co.", Jndianapo lis; Kapital $10,000." Direktoren: Conrad Müller, Peter H. Goodall und C. F. Reid. Die Gesellschaft beabsich. tigt, elektrische Wagen, Buggics etc. zu fabriziren. -1 Vorbereitungen für die Bildung des Mnsikfeft Chors. Diejenigen Damen und Herren, welche in dem Musikfest-Chor mitwirken wollen, sind ersucht, sich morgen Freitag und Samstag Nachmittag zwischen 4 und 6 Uhr im Starr Piano Store im Newton Claypool Gebäuce einzusinden, um sich anzumelden. Phoebe-Verein. In der gestrigen gut besuchten. Ge schästsversammlung des PhoebeVcr eins wurde die endgiUige Abrechnung über den Weihnachtsmarkt gehalten. Der Reingewinn weist das sehr besriedi gende Resultat von 51363.19 auf und der Verein spricht allen Denen, die zu diesem namhaften Erfolg beigetragen, nochmals seinen herzlichen Dank aus. Diphteritis im Blinden -Asyl. Der neunjährige Floyd Andres, In fasse des BlindenAsyls erkrankte heute an dcr Diphteritis. Es wurden sofort die nöthigen Vor sichtsmaßregeln getroffen und bis die Ambulanz vom Stadthospital eintraf, wurde der Knabe isolirt. Die Jndpls. Handle Co. hat 27 Acker Land, belegen neben ihrer Fabrik, an H. C. Campbell für 58100 verkauft. Dort soll eine Möbelfabrik erbaut werden. ' Tish-i-rningo.
Aus dem Polizcigcncht. Unter dcr Anklage des thätlichen An griffs hatte sich heute Horacc Waitsield von No. 1007 'Union Sir., zu veran! warten. Er stand gestern vor Selb 's Wirthschaft an dcr Capitol Ave.,' als Herr und Frau Elsliger an ihm Jvlüber schritten. Er insultirte die Frau, wo rauf es zwischen ihrem Manne und ihm zu einem heftigen Wortwechsel kam, in dessen Verlauf Waitsield denselben zu Boden schlug. " Der Fall wurde heute auf den 15. ds. Mts. verschoben. ,. . .Harrison Williams und Geo. Huston welche als LoltoAgeNtcN fnngirt haben sollen, werden am 15. ds. prozessirt werden. ' ' Die beiden Vagabunden John Black und Stcve O. Vonncll, zwei alte treue Kunden des Gerichts, wurden vom Rich ter heute für den Winter versorgt. Ersterer bekam zwei Monate, Letzterer vier Monate Freiquarticr im Arbeit, hause. Fünf Söhne des klassischen Gricchcn lands, welche jedoch sc'bst nichts klas sisches'an sich halten, uno auf die klang, vollen Namen Gonginis, Nikoloris, Alexinis und Kokolis hörten, haücn wegen Hausirens ohne LizcnS je 51 und 55 Kosten zu zahlen.
Beste matte Cabinets fl Dz. Nur wenige Taae. Bennens . 38 E. Waid. Raucht Cbarles Major 5c Cigarren "-n ÜQxnifonS iiaga rcth zu Chcmnitz würd:- dieser Tuge einem Invaliden aus den: 18i36er Kriege, Haselbach aus Zschcpau. eine Zündnadelkugel aus der Wade entfernt, die er in de? Schlacht bei Königgratz in ' den Oberschenkel erhalten hatte, und die in 35jähriger Wänderung von .der Wundstelle.bis zur Wade gelangte. Ein Meteorstein ist aus dem Congostaat, und zwar aus der Gegen'd vz?n Suruango im Makuabezirk an das. Museum des Congostaates geschickt worden, und der Absender, Commandant Waques hat a'f Grund eines Berichtes des Chefs der Station Suruango dabei folgendes mitgetheilt: Dieser Stein ist 1893 während eines heftigen Gewitters vom Himmel gefallen. Nach Angabe des Chefs kündet ein solches Phänomen den Tod eines großen Häuptlings an. eine Prophezeiung. die damals durch den Tod des großen Mombuttuchefs Mai-Munza eingetroffen sein - würde." " Jetzt hat nun ein "Sachverständiger.' den Stein genauer untersucht und ist zu dem Resultat gekommen, daß er so vielen Genossen ähnelt, von denen man oft großes Geschrei macht: er ist eine einfache Kieselconcretion von ca. 8 Zoll Durchrnesser. sphäroidischer Form und concentrischen Schichten. - Er ist unzweifelhaft irdischen , Ursprungs. . Man sieht, daß nicht bloß Bücher, sondern auch Steine ihre Schicksale haben.' Donna Maria Christina Romano de Gavazzo, eine Dame aus den vornehmen Kreisen der portugiesischen Hauptstadt. Mutter einiger unmündiger Kinder, hatte seit einigen Tagen gekränkelt, und eines Morgens wurde sie todt in ihrem Bette aufgefunden. Da in Portugal des wärmeren Klimas wegen die Beerdigung binnen 24 Stunden vollzogen werden muß, wurden die Vorbereitungen hierzu in aller Eile getroffen. Der Prior der Gemeinde erschien, die Leiche wurde eingesegnet und eingesargt, und Freunde der Familie hielten am Sarge Wache. Am andern Tage um 2 Uhr Nachmittags begleitete zahlreiches Gefolge die Todte auf den Friedhof. Bevor aber der Sarg in die Grube gesenkt wurde, vernahm man im Innern einen verhaltenen Schrei und bald darauf ein leichtes Kratzen an den Wänden. Der Sara wurde oeöffnet. und Maria Nomano de Gavazzo richtete sich zum Entsetzen aller Anwesenden von ihrem Lager uf. Doch vermuthlich aus Schrecken hatte sie den Verstand verloren. Man trug sie schnell wieder nachHause, aber aller ärztlicher Beistand war vergeblich; nach fünf Stunden verschied sie. Es wird angenommen, daß sie, als der Arzt leichtsinnigerweise den Todtenschein ausstellte, im Starrkrampfe gelegen hette. Das beste und zuverlässigste Mittel egrn alle 5al6- und Brüste Leiden lii Dr. Vull's Husten Syruv. Er kun'rt Husten, Heiserkeit, Erkaltung, Kruchhucn, LunZenft:cht,Lunq-cn-Entzündung, und Cichwindsuch: selbst wenn schon weit vorgeschritten. fs Kurirt rasch und sicher ödsten und tzciscr keit, und kostet nur 25 Cer.tf die I lösche. .
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Ausland Depeschen. Der deutsche Meichstag wieder in Siimng. , Der preußische Landtag von dem Kanzler von Bülow eröffnet. ' Die Fmanzmlscre des Reichs wie : Preußens Die flSlimmlle seit Vieketti - Iaörcn. . , r . ' Es soll aber trotzdem ohne neue Anlciheu abgehen. Graf von Bülov über du Rede Joseph Chamberlainö.. , Nachrichten aus China.
Näheres über die Krawalle in Ncv Chwaug. m Ans dem Deutschen Reich. Berlin, 9. Jan. Der Reichstag trat am Mittwoch, nach den Weihncichtsferien, wieder zusammen und es wurde sofort mit der Budgetdebatte benennen. Baron von Thielmann, dcr Staatssekretär des .Reichöschatzamts. gab eine Erklärung über den Stand der Finanzlage des Reichs ab und seine !NiitheUungen über den Rückgang des deutschenHandels lauteten diesmal no ungünstiger wie die Erklärungen, die er am Anfang der Session, im November. über diesen Gegenstand abgegeben ! hatte. Mttne früheren Angaben uoer m: schlechten finanziellen Aussichten des Reichs," sagte Baron von Thielmann. .die von mancher Seite als pessimistisch bezeichnet wurden, haben sich als' durchaus richtig erwiesen. Die Lage hat sich in der That noch mehr verschlechtert, hauptsächlich in Folge der schlechten wirtschaftlichen Lage des Reichs: die Einnahmen sind stark zurückgegangen und die Einzelstaaten sind nicht mehr im Stande, die Matrikular-Beiträge zu entrichten. Dies ist hauptsächlich bei den kleinen thüringischen Staaten der Fall".' ' ".U Baron von Thiclmann sagte weiter, daß das Budget für 1901 das un&ün' siiastc seit vielen Jahren. und.cs .nL sehr schwierige Aufgabe , sei. mit bat vcringcrtcn Einnahmen die laufenden Neichsausgabcn zu decken. , Graf von Stolberg-Wernigcrcde.-konservativer, hielt eine Rede über die , ' r rn.v . f? 4 - TS lfjCf-Llic wirtizicyaflttcye in cuijajianij. und ncih, daß sich die Regierung neue Einnahmequellen verschaffe. Er sprach dann über die freundschaftlichen Venckrnaen. die zwischen Deutschland und den ausländischen Regierungen bestehen und verdammte in Vetbin-. dung hiermit die Aeußerungen dc3'd:i hlchcn Kolomalsekretars Cyamderlaln Üb die deutsche Armee. "' Graf von Bülow, der ihm antworte!e. sagte: Ich bin überzeugt, daß Sie mir beistimmen und daß auch alle verständigen Engländer mir zustimmen, wenn ich sage, daß wenn ein Minister i.s für nöthig hält, seine Politik zu rechtfertigen und so etwas kann sich z ereignen , daß er dann wohl daran thut, wenn er sich aller Anspiclungen auf andere Länder eithält. Sollte er es aber für gut finden, dabei auf das Ausland hinzuweisen, dann dürfte es gerathen sein, daß er dabei sehr vorsichtig zu Werke gehe, denn er läuft nicht nur Gefahr, nicht verstanden zu werden, sondern auch, die Gefühle der Bürger anderer Länder auf's empfindlichste zu verletzen. Ich will aber gerne zugestehen, daß dies in dem in Besprechung befindlichen Falle nicht die Absicht war. Es ist dies sehr bedauerlich bei Ländern, die stets in den freund-, schaftlichsien Beziehungen zu einander gestanden haben, und die in ihrem eigenen Interesse darauf achten sollten, daß diese Beziehungen nicht gestört werden. Es ist leicht verständlich, daß ein Volk, das so eng und innig mit der Armee verbunden ist. wie das deutsche, empört darüber ist. daß ein Schatten auf unseren glorreichen Kampf für die Einigkeit des Vaterlandes geworfen. Die deutsche Armee steht aber zu hech, und ihr Schild ist zu rein, als daß solche Angriffe irgend welchen Einfluß haben konnten. . Um die Worte Friedrich des Großen zu gebrauchen, die er seinerzeit über Diejenigen, die ihn und seine Armee in verleumderischer Weise angegriffen hatten: Solche Kritiker nagen an einem harten Stein"." Im preußischen Landtag, der ebenfalls während des Tages eröffnet wurde. verlas der Reichskanzler. Graf von Bülow. die Thronrede. Auch darin wurde die wirthschaftliche Lage' sthr ungünstig geschildert. Es wurde darauf hingewiesen, daß die Einnahmen der Staatseisenbahnen im Jahre UM bedeutend hinter den Voranschlägen zurückgeblieben sind, und das Resrltak des Finanzjahres im Allgemeinen ein seh? unbefriedigendes war. Trdem sei die Regierung aber im Stande, die Ausgaben zu decken, ohne eine Anleihe aufnehmen zu müssen. In der Thronrede wird auch erl'.7irt. daß dem Landtag ein Gesetzentwurf unterbreitet werden würde, in dem für das Beschaffen billiger Wohnungen für
Siaatszngesiellte und Beamte mit lei' nen Gehältern Vorsorge getroffen wei den soll. Für den Ausbau der StaatsEisenbahnen und die Konstruktion vo:! Sekundärbahnen werden ziemlich groß: Bewilligungen verlangt. Auch wird eine neue Kanalvorlage unterbreitet werden. Die Thronrede beschäftigt sich zuletzt mit der Polenfrage. Es wird daraus hingewiesen, daß es unumgänglich nöthig sei, strengere Maßregeln zur Unterdrückung der Agitation in den öst-lichen-Provinzen Preußens zu ergreifen, und erklärt, daß die Regierung nichts versäumen, werde, um die politische und, wirthschaftliche Stellung des deutschen Elements in diesen Previngen zu kräftigen, denn dies sei für die Selbsterhaltung' 'Preußens , absolut nolhwendig. Auch erklärt die Regierung. daßsie ihre Pflicht erfüllen und die Hebung des deutschen Nationalgefühls in den östlichen Provinzen nach Kräften fördern und alle staatsfeindlichen Tendenzen unterdrücken wolle. Hierbei rechne die Regierung nicht nur auf die thatkräftige Unterstützung der deutschen Bevölkerung in Ostpreußen, fondern auch diejenige , der ganzen Nation. die jeden Versuch, die deutsche Sprache im Osten des Landes zu unterdrücken, als einen Angriff auf die nationale Ehre und Würde ansein müsse. ' ' Herr Andrew D. White. der amenlanische Botschafter, staltete am Mittwoch dem Auswärtigen Amte einen Bcsuch ab, um Rü'sprache über die Be-
tbe:l'.gung Deutschlands an der .St. Lcuiser Weltausstellung zu nchmcn. Er erhielt sehr befriedigende Zusteherungcn. Es unterliegt keinem Zweifel mehr, daß Deutschland sehr gut auf der Ausstellung repräsentirt sein wird. Der . Wunsch der Vater des Gedanken. W i ! k e m st a d . Caracao. 9. Jan. .Die Regierung von Venezuela hat in den Zeitungen von Caracas die folgende Bekanntmachung erlassen : Der Marinesekretä: Long hat dem Kommandeur des amerikanischenNordatlantischen Geschwaders bestimmte und energische Instruktionen zukommen lanen, dasZ er alle Bewegungen der an der Venezuelanischen Küste befindlichen deutschen Kriegsschiffe sorgfältig überwachen, und wenn nöthig Gewalt anwenden solle, um die deutschen Schiffe zu verhindern, in irgend einer Weise Venezuela zu bedrohen .... Die Kaufleute, wie auch die groe Trasse der Bevölkerung schenken dieser Ankündigung ' nicht den geringsten Glauben. Vom Krieg in Südafrika. K ap st a d t . 9. Jan. Die von Kimberley abgegangene britische Kolonne hat im nordwestlichen Transvaal, .bei Wokwani, ein Boerenlagcr .ntdcckt, in dem eine sehr große Anzahl Binder ausschließlich von Frauen, unter Führung der- Gattin des Kommandanten DcBeers, bewacht wurden. Ungefähr 150 Frauen waren mit der Bewachung der Heerdcn beschäftigt und nur .sechs Männer befanden sich in dem TLager. . S 6? u l d i g , b e f u n d e n. Wien, 9. Jan. Dcr Rittmeister Carina ist schuldig befunden worden. Militärgcheimnisse an Frankreich verkauft zn haben. Er wurde zu vier Jahren und sechs Monaten Gefängniß vcrurthcilt. Selbstmord. Lissabon. 9. Jan. Mcusinho Albuquerque, der Erzieher des KrönPrinzen von Portugal, hat sich amMittwcch Abend in einer Kutsche erschossen, in der er. nachdem er den Tursclub verlassen, spazieren gefahren war. Ein Appell. an englische Millionäre. London, 9. Jan. Der Kolo-nial-Sekretär. Herr Chamberlain. führte am Mittwoch in einer Sitzung der Regenten der Universität von Birmingham den Vorsitz. Bei dieser Gelegenheit richtete er einen dringenden Appell an eine Anzahl englischer Millionäre. der Universität zu Hülfe zu kommen und sie aus ihrer ungünstigen Finanzlage zu befreien, und sich dadurch einen unsterblichen Namen zu machen, wie dies Andrew Carnegie gethan habe. - Aus China. P e k i n g . 9. Jan. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß der Kaiser von China jetzt noch mehr unter der Herrschaft der Kaiserin-Wittwe steht, als je zuvor. Mehrere hohe Beamte hatten während des Tages Audienzen und bei dieser Gelegenheit zeigte es sich, daß der Kaiser absolut nichts zu sagen hat. Die Kaiserin-Mutter saß an seiner linken Seite und führte allein die Konversation. Sie ignorirte den Kaiser vollständig und der letztere machte nicht einmal einen Versuch, 'an der Unterdung theilzunchmen. - Die erwähnten Beamten sagen, daß der Kaiser melancholisch ausgesehen und augenscheinlich kaum auf das. was um ihn vorgehe, Acht gegeben habe. Die Prügeleien, die' in New Chwang zwischen Matrosen von dem amerikanisechn Kanonenboot Vicksburg" und russischen Soldaten stattgefunden, haben, obgleich soweit nur ein Russe schwer verlebt wurde, unangenehm gespannte Beziehungen zwischen den britischen, amerikanischen und russischen Behörden zur Folge. Die Regierungen in. Washington, und St. Petersburg versuchen jetzt, die Angelegenheit ins Reine zu bringen damit keine weiteren Reibungen stattfinden. . .. . - .
Der ganzeStreit wurde dadurch der ursacht, daß eine Anzahl Vcatrosen von dem britischen Kanonenboot 'Algenne", das ebenfalls in New Chwang im Winterquarti-r li.'gt. sechs Gewehr: ans Land brachten, die weiner Theatervorsi:llunq verwendet werden fclltcn. Die russischen Behörden schickten eine Anzahl Soldaten ab. um die Engländer zu verhaften. Die Russen drangen aber irrthümlich in ein Lesezimmer ein. in dem sich eine Anzahl Mairosen vcn der Vicksburg" befanden, und sie versuchten die letzteren zu verhaften. Die Amerikaner leisteten Widerstand und setzten sich, mit Stuhlbeinen bewaffnct, zur Wehr; sie wurden aber schließlich verhaftet und dem Ver. St. Konsul übergeben, der sie an Bord der .Vicksburg" schickte. . Sutdem herrscht ein nüberwindlicher Haß zwischen den Amerikanern und den russischen Soldaten, und wenn sie zusammen kommen giebt es Prügeleien, bei denen aber die Russen, die nicht gewohnt sind mit den Fäusten zu kämpfen, in der Regel den Kürzeren ziehen. Am Neujahrstag fand aber ein ernstlicherer Kampf statt und die Folge war. daß sich der hiesige russische Gesandte bei dem amerikanischen Gesandtcn Conger beklagte.' Die britischen und amerikanischen Konsuln, und Marine - Offiziere rn New Chwang sind über das willkürliche Austreten des russischen Gouverneurs sehr ungehalten und sie verkehren nur dann mit ihm. wenn ihr Dienst es unbedingt nöthig. macht. Dies erschwert eine Verständigung. Die Kaiserin - Wittwe beabsichtigt, die amerikanischen und japanischen Offiziere zu dekoriren. die während ihrer Abwesenheit den Palast bewacht haben. Die Katserin-Wittwe hat ein Dekret unterzeichnet, in dem die Enthauptung des Generals Tung Fuh Siang befohlen wird. Ein Tartaren - General in der Provinz Kan Su ist mit der Vollstrcckung des Urtheils beauftragt roorden. Suan Shi Kai, der neue VizeKönig von Chi Li und andere hohe Beamte haben in einer Einaabe an
den Thron Tung Fuh Siang der Ermordung von velglschen Missronären angeklagt, und gerathen, daß, er enthauptet werde, ehe er eine Revolution anstiften und. China wieder in Streit mit den auswärtigen Regierungen verwickeln könne. : Depeschen. DerBestechungsf'all in KalamaLoo. Kalamazoo, Mich., 9. Jan. Charles M. Thompson, ein Angeftellter der Hammond Packing Company von Hammond, Ind., der am Dienstag auf, die Anklage hin verhaftet - wurde einen Versuch gemacht zu - haben den Staats - Lebensmittcl - 'Kommissär Snow zu bestechen, wurde am Mittwoch dem Friedensrichter Mills vorgeführt und von diesem für sein Erscheinen vorGericht unter 52500 Bürgschaft gestellt. Dr. C. T. Wilbur von hier stellte die Bürgschaft. .Mehrere der Freunde Thompsons von Chicago befanden sich im Gericht. Bei den Unterhandlungen ergab es sich, da der Gerichtsstenograph Bryar und der Hülfsinspektor Dame vom Stab des Kommissärs Snow in einem Wandschrank in dem Zimmer saßen, in dem Thompson Herrn Snow die Bestecyung angeboten haben soll, und sie jedes Wort das zwischen den beiden Männern gesprochen wurde, niedergeschrieben hatten. Kampf mit Einbrechern. F a i r p o r t. Ohio. 9. Jan. Vier Einbrecher drangen am Mittwoch Morgen zu früher Stunde in den Grcceryladen von M. Heiten & Son in hiesiger Stadt ein und sprengten den Geldschrank mit Dynamit. Die Ladung war eine so starke, daß der Geldschrank, der nichts von Werth enthielt, ganz auseinandergesprengt, und das Gebäude. theilweise zerstört wurde. - Ein Nachtpolizist kam gerade heran, als die Diebe im Begriff waren abzuziehen, und er forderte sie auf sich zu craeben. die Kerle gaben aber sofort Feuer. . Der Polizist sprang hinter ei nen Telegraphenpfopm, in den ein halbes Dutzend der auf ihn abgeschossenen Kugeln einschlugen. . Mehrere Kugeln durchdrängen seine-Kleider und eine Kugel traf seinen Fuß. verursachte aber nur eine - unbedeutende Wunde. Als dann mehr Leute auf der Straße erschienen, ergriffen die Diebe die Flucht. EinemLynchgerich t . n tga ngen. Findlay. O.. v. Jan. Frank C.le, der angeklagt ist. in Mount Blanchard Ada Brenner, ein zehn Jahre altes Mädchen geschändet zu haben, wurde am Abend hierher ins Gefängniß bracht, nachdem er während des ganzen Tages in einem Heustall verborgen eehalten worden war. - . Ein Volkshaufen erbrach . während der Nacht das Gefängniß in Mount Blanchard, mit ; der Absicht. Cole zu lynchen, der Marschall batte. den Mann aber schon ' ein paar Stunden vorher heimlich fortgeschafft. m m . Schiffsnachrichten. , . , V . ' Liverpool. 8. Jan. . Abgegangen : Germania nach New Fork. Liverpool,. Jan. Angekommen : Dominion" von Portland ; Westernland" von Philadelphia , und Celtic" von New Aork. . .
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