Indiana Tribüne, Volume 25, Number 110, Indianapolis, Marion County, 8 January 1902 — Page 7

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Die Dorfschönheit.

Von A. M. Croker. (Fortsetzung.) Geschichte vsn o'im versuchten Einbruch in Serlewood und der tapse ren jurgen Dame, die den berüchtigten Gaune? eingesperrt hatte, lies durch die Lokalblätter und bewegte Grey & Ladender auf Lebhasteste. Die LlumenAbthcilung war besonders stolz darauf, und Fräulein Scott erzählte überall die Heldenthat von einem meiner JZ?ädchn." Kunden fragten, welche von den jungen Damen Fräulein Hayes sei, aber die Heldin erschien nur noch, um ihre Entlassung nachzusuchen uns Ab schied zu nehmen. Herr Sharples war zu ihrer großen Erleichterung auf einer Geschäftsreise abwesend, und so hatte ie sich nur mit Herrn Preedy zu dertändigen. Er war eitel Artigkeit, und sagte auch, persönlich sei es ihm unter diesen Umständen gegen das Gefühl, die angebotene Entschädigung für versäumte Kündigung anzunehmen, die Firma müsse aber natürlich auf ihren Vortheil sehen die Firma kennt kein Gefühl." wie er sich äußerst Wahrheit--gemäß ausdrückte. Wir werden immer Antheil an Ihnen nehmen, Fräulein Hayes," schloß er, mit seiner Uhrkette spielend, und wenn wir eine der anmuthigsten Verkäuferinnen an Ihnen verlieren, hoffen wir, Sie dafür recht oft als Käuferin begrüßen zu dürfen!" PeggY gab ihrer Freundin Nan in der Konditorei James einen feierlichen Abschiedsthee, wobei sie sich über ihre Schicksale aussprechen konnten, um dann mit dem Gelöbniß häufiger Briefe von einander zu scheiden. Hierauf trat Peggy ihre neue Stellung an, und siedelte mit Sack und Pack nach Serlewood Park über, wo sich infolge ihres Einzugs merkwürdige Veränderungen vollzogen. Der alte Pulsifor konnte endlich überzeugt werden, daß er mit seinem schönen Ruhegehalt anderswo noch bequemer leben könne, und Darling, die sich weder von ihrer Angst vor Einbrechern, noch von ihrer Wuth über die Hergelaufene" erholen konnte, legte ihr Amt freiwillig nieder. Sowohl der Kutscher als seine treuen Rosse, wurden in den Ruhestand versetzt, ein hübsches Kupee rückte an die Stelle des alten Rumpelkastens, und Hans Travenor sorgte auf Peggy? Bitte für ein zwecklkäßlAes Gespan, wobei er ihr schrieb, daß er im Deeff sei, sich wieder zu vttheirathen. "und zwar mit einem hübschen Mädchen au-Ober-Barton. das sich für dir Lan5wirthschaft eige." Serlewood Park bestellte jcpi Zeitungen und Monatsschriften, man trank Fünfuhrthee und speiste dafür, später. Fräulein Serle lernte neeHakelstiche. ließ sich vorlesen und vornngen. und cntschlch sich auf Pe-gys dingend-e Bitte, einen berühmten Augenarzt in Lon'ocn aufzusuchen. Die Reise, de: Perssnenaufzuz im Gafthof, die erste Table d'hote ihres Lebens waren laute? ungeheure Ereignisse, und sebr erfreulich war, daß ver große Spezialifl ga? kein .Augenleiden, sondern nur unrichtige Brillengläser feststellte! Die harmlosen Abenteuerinnen faugitn sich förmlich fest ar: den Schausenstern. Sie besuchten Bildergallerien. Theater und Konzerte, und nach drei vergnüglichen Wochen kam die Herrin von Serlewood verjüngt und verwandelt heim., ja,' sie hatte sogar den festen und für ihre Jahre allerdings kühnen Vorsatz, die Welt zu sehen." Sogar in einem der heikelsten Punkte sollte Peggy den Sieg davontragen: der falsche Scheitel mußte fallen! Ihr schönes, volles, weißes Haar ist doch tausendmal hübscher, als dieses häßliche Ding." hatte Peggy erklärt. Bitte, bitt?, lassen Sie mich's Zn's Feuer werfen!" Jn's Feuer! Gefühllose Jugend! Meine Mutter trug immer einen Sche:te! über .ihrem eigene Haar. . . ." Dann hat sie wahrscheinlich wenig Haar gehabt. Sie aber haben eine Menge. Ich möchte Sie nur ein einziges Mal frisiren. Sie würden sich dann selbst nicht mehr kennen!" .Und Niemand würde mich kennen! New. ne!n. Kind das ginge höchstens im Ausland!" Also ..sehen wir in's Ausland! Einzig und allein.' um den Scheitel wegzubringen! Wenn Sie dann mit hübschen, weißen Stirnlöckchen heimkommen, schreiben wir's dem Einfluß d?s Klimas zu." Man konnte aber auch denken, ich habe graue Haare bekommen über meitt fürwitzige junge Gefährtin!" Das nehme ich auf mich! O Fräu lein Serle denken Sie nur: die Schweiz, Rom, Neapel! Ihre jetzige Jungfer ist ja schon oft als Kurier gereist, und Frau Niggs füttert daheim die Katzen! Wir wollen ausziehen wie die Kinder im Märchen, um die weite, weite Welt zu sehen und unser Glück zu suchen." Und so geschah's .XXXIV. Kapitel. Die Post aus England. Hauptmann Kinloch saß in einem weißgetünchten Bungalow, den er mit seinem Regimentskameraden Forke theilte. Er hatte' sich v?r vierzehn Taaen bei seiner Truve.' dem Zweiten

Schzrfschü:n - Tataillon e:ng?fund:n. das in eincr sehr angenehmen Station am Fuße des Himalayas- kantonirte. Zudem fing gerare die kühle Jahreszeit an, wo vorsichtige Leute aus den Hügeln ihre Decken vorsnchen. und die von Hitze und vom Regen Erschöpften das Leben wieder lebenswerth finden. Als jüngst angekommener Europäer hatte Kinloch die Pflicht, gesellschaftliche und militärisch: Neuigkeiten auszukramen. und nun war eben die Post von England eingetroffen, die i h m überraschende Neuigkeiten brachte. Sehr angenehmer Art konnten sie nicht sein, denn Kinloch saß schon eine Viertel stunde regungslos da und starrte in's Leere. Der vor ihm liegende Brief stammte von Hauptmann Hesketh und enthielt folgende Stelle: Bei GoringS '.st' endlich zum Krach gekommen, was weder Ueberraschung noch Leidwesen hervorrief, höchstens bei seinen Gläubigern! Das Regiment darf sich nur freuen, ihn los zu sein, aber wir sind sehr bekümmert um seine Frau. Sie ist auf geheimnißvolle Weise aus Dublin verschwunden, ohne auch nur eine Zeile für Kathleen zu hinterlassen. Allerhand Gerüchte schwirren durch die Luft. Man hat mit Bestimmtheit erfahren, daß sie nicht zu ihren Verwandten- zurückgekehrt ist, auch wissen ihre Dienstboten gar nichts, und so liegt die Vermuthung nahe, und es wird aucb allgemein angenommen, daß die Acrmste in. ihre: Noth im Fluß Zuflucht gesucht und gefunden habe." Und warum nicht?" fragte sich Kinloch. dem Peggys Wort ein verführerisches Wasser" noch im fc klang. Sein Hausgenosse Forke, der ihn in seinem dumpfen Brüten über diesen Brief beobachtet hatte, verbreitete die Kunde, Kinloch müsse schlechte Nachrichten öcn daheim erhalten haben, und es machte wirklich den Eindruck, als ob er Jemand nachtrauere, obwohl kein schwarzer Kreppstreifen an seinem linken Arm zum Vorschein kam. An eine HetMsgeschichte dachte Niemand. Kinloch fragte ja nichts nach Damen! Die nächste Post aus England brachte einen Brief von Kathen Hes keth, wesentlich geschäftlichen Inhalts. Sie kündigte ihre Ankunft in Indien an und bat Kinloch, Dienstboten für sie zu besorgen. Endlich aber stieß sein angstvoll suchender Blick auf Wichtigeres da stand: Es wird Dich interessiren, daß Frau Goring lebt und osfenbar ganz munter ist! Der Liffey hat sie "also nicht in sein: Tiefen gezogen, was ich. auch nie geglaubt habe, denn einmal ist sie sehr religiös, und dann pflegen Selbstmörder doch kein Gepack mitzunehmen. Ihre Jungfer l:te mir doch unter heißen Thränen die Abreise mit Koffer und Hutschichte! beschrieben. Jedenfalls aber war sie spurlos verschwunden, bis ich heute aus London ein Vriefchen von ibr erhielt, worin sie schreibt, daß sie von Goring für immer getrennt sei iwer oder was ihr wohl die Augen geöffnet haben mag?), daß sie mich nie im Leben vergessen werde, daß ich aber sie vergessen solle, daß sie mir für alle Güte danke und ewig bleibe meine dankbare Peggy." Nur Peggy, sie scheint also sog'ar seinen Namen nicht mehr zu führen. . Ich bin aber trotz allen Mitleids wüthend über sie! In Dublin war ich freilich nicht, als das Unheil losbrach, aber sie hatte meine Adresse, und hätte wissen können, daß ich mit dem ersten erreichbaren Zug zu ihr geeilt wäre! Was heißt denn Freundschaft, wenn man sich ihrer im Unglück nicht erinnert? Goring soll in San Francisco einen Spielsalon eröffnet haben, ist also seinen Fähigkeiten gemäß" beschäftigt! Hoffentlich geschieht irgend etwas, -um den Marschbefehl zu verzögern, damit 'wir wenigstens bis Februar hier bleiben können, denn es wird mir furchtbar schwer, die Jungen zurückzulassen. Deine Kathleen Hesketh." -Major Hesketh und Frau trafen erst Ausgangs der kalten Jahreszeit in Bogalpore ein. Die Garnison hatte eine sehr angenehme Zeit verlebt; in der Nähe war ein Uebungslager auf-

geschlagen worden, und die Manöver waren anregend gewesen, ohne anstrengend zu sein. Daneben hatte man allerlei Sport getrieben, und von den Bergen hatte es, als die Kälte anfing, hübsche jungeMädchen geregnet. Hauptmann Kinloch war bei Arbeit und Spiel mit Leib und Seele; er fand die Manöver interessant, und gab sich wirklich Mühe, auch die jungen Damen interessant zu finden. Er hatte sie auch ganz gern, und sie ihn, nur vergaß er sie sofort, wenn er im Dienst war, und die Einzige, die er mit dem besten Willen nicht vergessen kpnnte, war und blieb Peggy Goring. XXXV. Kapitel. , Kathleen küßt ihren Vetter. An der Nordwestgrenze waren schon längere Zeit Unruhen ausgebrochen, und schließlich kam's zu einem jener Feldzüge, die ini geschäftigen Europa kaum beachtet und schnell vergessen werden, thatsächlich aber zu den gefährlichsten und schmierigsten Kriegen gehören. Man. hat dabei den Kampf mit einem fanatifirten. rücksichtslosen Feind.

wie mit einem unzugänglichen, unfruchtbaren Boden aufzunehmen. Die Scharfschützen waren in erster Linie dazu bestimmt, an den Feind zu kommen, und Hauptmann Kinloch hatte das Kapua einer vergnüglichen, angenehmen Garnison zu verlassen. Der erste Akt war wie immer ein mühseliger Marsch mit ungeheuren Wagenreihen, eigensinnigen Kameelen und faulen Maulthieren, die ihr Möglichstes thaten, gar nicht an die Stätte zu kommen, wo ihre Gebeine bleichen solltcn. Dann folgte der Aufstieg in die Berge, wobei die Lasten auf Mannschaft und Maulthiele vertheilt werden mußten, und schließlich der ' Kamps selbst mit schweren Verlusten, ungeheuren Schwierigkeiten und Gelegenheiten zu persönlichem Heldenthum. wie sie die mechanische Kriegsweise in Europa gar nicht mehr bietet. Nach einiger Zeit waren die aufrühmischen Stämme glücklich unterworfen. Geld und Gewehre wurden ausgeliefert. Die Macht des indischen Kaiserreichs war behauptet worden, aber theuer erkauft, denn nichts ist bekanntlich kostspieliger als der Ruhm. Viele, Viele fehlten in der braunen Schlangenlinie, die so heidenmäßig die Pässe emporgeklettert war; stumme, ruhmlose Todte, die ohne Trommelklang und Ehrensalven in fremde Erde gebettet worden waren. Hauptmann Kinloch harte auf schwanker Tragbahre hinter die Schußlinie geschafft werden müssen, war mit dem Leben davongekommen, sehr zur Verwunderung der Regimentsärzte. Mit einer Kugel in der Brust und eine: zerschossenen Schulter hätte er eigentlich von Rechtswegen sterben sollen, aber zäh, wie er in der Arbeit war, hielt er auch am Leben fest, wovon Wenige ahnten, wie freudlos es war. Es war gegen fünf Uhr an einem Januar Abend in Lucknow. Die Stimme des Muezzin rief die Gläubigen zum Gebet, die Regimentsmusik spielte einen Marsch, und beide Klänge trug ein leiser Abendwind nach der offenen Veranda, wo Hauptmann Kinloch in Kissen gebettet auf einem Triumphstuhl lag. Er war allein, denn sein Vetter war auf den Bahnhof gegangen, um seine Frau abzuholen, die von Bogalpore kam, weil sie Geosfroy vor seiner Abreise noch sehen wollte. Ob das ein Abschied auf Nimmerwiedersehen oder nur für einige Monate sein würde, war den Aerzten noch zweifelhaft; die Wunden waren zwar geheilt, aber ein allen Mitteln widerstehendes Fieber zehrte an dem Kranken. Du wirst ihn furchtbar verändert finden. Katie." sagte Hesketh zu seiner Frau, als sie vom Bahnhof nach Hause fuhren, laß Dir nur keinen Schrecken anmerken. Hoffentlich ist er Dir gegenüber mittheilsamer über seine Angelegenheit. als bei mir. Ein Sterbender hält sich meist an weibliches Mitgefühl. . . ." Aber ich glaube nicht, daß er stirbt!" entgegnete FrauKathleen kühn. Geoffroy Kinlochs Begräbniß. das könnte ich mir gar nicht vorstellen." Du wirst es nicht mehr so undenkbar finden, wenn Du ihn siehst. Er will durchaus angekleidet werden und im Stuhl liegen, wo er noch viel aeisterhafler aussieht, als im Bett. AllerKings haben die Kinlochs von jeher ein zähes Leben. Der alte General hatte Wunden, wo nur welche Platz finden, und kam doch immer wieder auf, und Geoffroy hat eine eiserne Natur. Will's Gott, bringen wir ihn durch, aber das ganze Regiment ist in Sorge um ihn. ich weiß mir fast nicht zu helfen vor Telegrammen. Ich bringe ihn natürlick selbst bis Bombay, und möglicher Weise hilft ihm die Seereise auf. Das Rothe Meer soll freilich von jedem Truppenschiff sein Opfer fordern." Was auch Kathleens Gefühle sein mochten, als sie Geoffroy Kinloch nach zweieinhalb Jahren wiedersah, und so wiedersah; sie bot alle ihre Kraft auf, gefaßt und heiter zu erscheinen, gcß ihm Thee ein, erzählte von ihrer Reise und von ihren Kindern und versuchte sogar, zu lächeln. Das Rothe Meer sollte ihn als Opfer fordern! Ach nein, der Aermste konnte sicher nicht bis Bombay gebracht werden! Das waren ihre Gedanken, wenn sie den zum Skelett Abgemagerten mit seiner Perga-ment-Haut ansah. Am nächsten Tag, elö sie mit ihrer Handarbeit und Briefcn von ihren Jungen wieder bei ihm saß, wandte sich das Gespräch naturgemäß der Heimath zu. Ob ich wohl die weißen Klippen Englands noch einmal zu sehen bckomme?" . sagte er mit matter Stimme. Kathleen gab nicht gleich Antwort; sie mußte erst ihrer Stimme ein wenig sicherer werden. Warum denn nicht?" sagte sie dann hastig. Ich glaube es sicher, aber schließlich muß man auf Alles vorbereitet sein. Vor meiner Abreise von England habe ich auch ein kleines Testament gemacht und mriis persönliches Eigenthum lieben Freunden bestimmt; man kann ja an der Cholera sterben oder unterwegs verunglücken. Bei Dir ist'S natürlich ein anderer Fall." Ja. Kenneth ist mein Erbe. Er soll auch meinen Degen und meine Medaillen haben, Herbert meine Flinten und Ponies, meine Uhr aber Dein Haus. Mein baares Geld viel ist's

k ja nicht sollen die Wittwen der j armen Burschen bekommen, die neben ; mir gefallen sind. Vielleicht findest Du unter meinen Saen etwaä. was Du

Tante kannst.'

:Cphi: als Andenken schicken Kathleen saß ein paar Minuten schweigend da, dann fragte sie ganz leife: Und das Mädchen? Was soll ich der geben?" Ein Mädchen? Was meinst Du ur?" Ist Dir Niemand lieb? Gibt's keine, der Du einen Gruß, ein Andenken schicken möchtest?" Nein keine," versetzte er langsam mit Bedacht. Ein Eichhörnchen lief über die Veranda und blinzelte die weißgekleidet: Dame mit dem traurigen Gesicht und den hinfälligen Kranken neugierig an. Tante Sophie scheint sich sehr um mich zu sorgen, Katie." begann Kinloch nach geraumer Weile. Sie hat zwei Mal telegraphirt. Ich wäre Dir von Herzen dankbar, wenn Du ihr schreiben wolltest." Gerne. Wo ist sie denn jetzt?" An der Riviera. Sie macht ja große Reisen. Wer das je gedacht hätte!" Ich glaube, sie ist-all ihre Tyrannen von Dienstboten los geworden, und hat jetzt eine unvergleichliche, unermüdliche Gesellschafterin. Wo sie die nur aufgetrieben hat?" So viel ich weiß, in einem Laden," erwiderte Kinloch lächelnd. Und Allem nach mutz es ein Juwel sein: jung, schön, liebenswürdig, gebildet, praktisch." . Hat sie den Namen nicht genannt?" Das weiß ich wahrhaftig nicht mehr. Du kannst übrigens ihren Brief lesen 77- mir war's nicht sehr wichtig. Aber, Kathleen, was machst Du für ein erwartungsvolles Gesicht und was für heißhungrige Augen? Gerade wie Dein Robert, wenn er ein Geschenk herannahen sieht." Ich bin nämlich daran, mir etwas zusammenzureimen. Geoff. Erinnerst Du Dich der Frau Goring!" Ob ich mich der Frau Goring erinnere!" erwiderte er mit einem unsicheren, gedämpften Auflachen. Lieoe Katie, geistesschwach bin ich denn doch nicht. Sie steht ja aber im schwarzen Register bei Dir?" Nein, gar nicht mehr." Und darf ich wissen, wie sie Deine gute Meinung wieder erworben hat?" Ganz kurz vor meiner Abreise traf ich sie rein zufällig, und da hat sie mir ihr Schweigen erklärt." Und wo ist sie? Weshalb hat sie Goring verlassen?" Das erfuhr ich eben, aber sie hat mich beschworen, eö Niemand, und befonders Dir nicht zu. sagen. Hierauf Schweigen ein absichtliches und darum verrätherisches Schweigen, das Kathleen Hesketh endlich auf die richtige Fährte brachte. Jetzt war ihr auf einmal Alles klar: Kinloch hatte Peggy geliebt, und Goring war ihm vorgezogen worden. Nun begriff sie Alles, was ihr sonst räthseihaft gewesen war! Die Ursache , der Trennung macht ihr keine Schande, denn nur Goring hat gefehlt sagte sie zözernd. (Fortsetzung folgt.) Lan'oieute, wesch neulich zu früher Stunde nach Reading. .Pa.. zum Markte fuhren, wollen Augenzeu'gen eines sonderbaren Phänomens genxsen sein. Ein großes, hellleuchtendes Kreuz erschien, wie aus einer riesigen Laterna magica, auf die Mondfläche geworfen. Oben, unten und zu beiden Seiten ragten die Enden deS Kreuzes über die Mondscheibe hervor. Daß diese Erscheinung dem Aberglauden der großen Menge frische Nahrung liefert und allerlei Prophezeiungen an dieselbe geknüpft werden, braucht wohl kaum besonders hervorgehoben zu werden. Waidm'änner aus Brunswick. Me.. haben auf einem Jagdausfluge in einem alten Fuchsbau einen Schatz alter Münzen entdeckt. Di Münzen zählen 61 Stück und stammen zum großen Theil aus dem Ende des 18. Jahrhunderts; die jüngste derselben trägt die Jahreszahl 1806. Die Münzen befanden sich in einem eisernen Behälter, welcher etwa wie ein Blechkessel gestaltet ist. - Man glaubt, daß die Münzen von einem der Piraten vergraben worden sind, welche an den Küsten, von Maine ihre Verstecke hatten. 4 ' M ' 4 t flm UflliMfll !.ini fffiiiM f .uy iiüwüäi iiim im) x J". L. Itappaport, Eigenth. r 304 Weft Washington Straße. X Beste ll)eine und (iquöre. 1 llalisornia Weine speziell für die Feiertage 4 tl.1 die Va'ione. 4 Clb Phone Brown 161. 4 Vestelluugen werden nach irgend einem -4 Theile der Stadt frei abgeliefert. -f II. Louis Vollrath's z Grocery und Fleisch-Markt. 125 West MoniZ Sträßc. Q3t Capitel oenue und Morris Lrrake. Staple undFancy Groceries, Frisches, gesalzenes und geräuchertes X Fleuch, Wurst, reines Schmalz usw. . X

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