Indiana Tribüne, Volume 25, Number 109, Indianapolis, Marion County, 7 January 1902 — Page 7

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Die Dorfschönheit.

Bon B. M. Croker. (Fortsetzung.) Eine Summerhayes von Summ:rford ist so gut wie eine Serle von Serlewood, dieser Goring aber ist ein Ruchkser. der Prügel und den Strick verdiente!" rief Fräulein Serle, mit dem Fub natürlich im Gummischuh stampfend. Und solch' ein ctind, solche Erfahrungen! Einen Liebhaber, einen Mann, ein eigenes Heim gehabt, und jetzt Ladnerin sein Alles mit zwanzig Jahren! Und i ch dagegen mit siebzig Jahren nichts erlebt haben, als Todesfälle!" Um meine Erfahrungen wir) mich wohl Niemand beneiden versetzte Peggy, betroffen von dieser Wirkung ihrer Geschichte. Nun. Sie haben wenigstens gelebt, in der Welt gestanden, geliebt und wohl auch gehaßt; Sie haben Glück und Schmerz empfunden, Sonnenschein und Sturm. Mein Leben gleicht einem langweiligen Buch in langweiligem Einband. Was für ein Roman ist dagegen das Ihrige!" Und nun Sie diesen Roman kcnneu, werden Sie. . . Habe ich Sie noch einmal so lieb wie vorher!" fiel die alte Dame ihr ungestüm in's Wort. Und das ist Alles?" Alles, was mich betrifft." sagte Peggy mit Vorbehalt; denn di: Rolle, die Fräulein Serles Neffe darin spielte, hatte sie ja unterschlagen. Jetzt muß ich aber allen Ernste an die Abreise denken, ich kann gut zu Fuß nach Ioxby kommen." Das wird nicht geschehen! Ich habe das Frühstück auf halb zwölf Uhr bestellt und nachher bringe ich Sie selbst im Wagen zur Bahn. Wann können Sie wieder Urlaub bekommen?" Ich glaube im August." Und Lcn bringen Sie hier zu! DaS steht fest." Auf dem Bahnhof wurde Peggy einer schr eleganten Dame vorgestellt, einer Frau Lumley, die im selben Zug fuhr und staunend mit ansah, wie innig Fraulein Serle ihren Gzst beim Abschied küßte. Man sieht selten Gäste in Serlewood. geschweige denn junge Damen! Sie sind wohl eine Verwanrte?" fragte die Dame, als der Zug in Bewegung war. O nein, nicht im Entferntesten." Waren Sie längere Zeit in Serlettood?" Nein, ich kam erst gestern Nachmittag hin." Ach so.... so viel ich weiß, dulden die Dienstboten keine Gäste. Ein wunderlicher Haushalt, nicht?" Ja. besonders die Tischglccke für die Katzen!" Eine liebe, alte Seele, dieses Fräulein Serle, dabei ungeheuer reich und wohlthätig. Für sich die Anspruchslosigkeit selbst, verwöhnt sie ihre Leute schrecklich! Serlewood ist eigentlich ein märchenhaftes Jnvalidenhaus." Sie muß ein sehr einsames Leben führen." O, daran ist sie gewöhnt, aber schade ist's um die lieb? Seele, das wäre eine ideale Großmutter! Wohnen Sie in Barminster?" Ja. gnädige Frau." Ich fahre hinein, um Einkäufe zu machen. Bei Grey & Ladender ist Ausverkauf, waren Sie auch schon dort?" O ja! Ich bin in diesem Geschäft? angestellt." Angestellt? Sie sind.... ein.... Ladenfräulein?" fragte Frau Lumley in beinah tragischem Ton. Gewiß, ich bin bei den Blumen und Bändern und werde gnädige Frau mit Vergnügen bedienen." Ein langgezogenes O" war die einzige Antwort,, und dann fesselte die Politik Frau Lumleys Aufmerksamkeit derart, daß sie bis Barminster nicht mehr von ihrer Zeitung aufsah. Bei Grey & Ladender war das Gedränge so groß, daß Peggy nur mit Mühe an ihren Posten gelangte. Trotzdem stand Herr Sharples alsbald neben ihr. fragte, ob die alte Dame sich beruhigt habe, wie sie denn lebe und dergleichen. ..Was? Wagen und Diener, ein Schloß ja, ja, ich höre, sie soll ungeheuer reich sein. Es war ein recht ungeschickter Irrthum, aber der Schein war gegen sie. Gegen Sie war sie freundlich?" Sehr, ich soll sogar meine Ferien bei ihr zubringen." Das läßt sich hören! Scheint sich ja in S vergafft zu haben. Geht übrigens Anderen ebenso," tuschelte er ihr -in' Ohr. Samm:pens6es, gnädige Frau? Bitte, Platz zu nehmen. Fräulein Hayes, Sammtblumen!" In der Kaserne" mußte Peggy haarklein berichten, wie es ihr ergangen war. Nan Belt setzte sich auf ihr Bett und munterte sie durch Fragen zur größten Ausführlichkeit auf. So beschrieb sie denn Haus und Park, mimte Darling und den schlurkenden Pulsifor, schnitt aus einem Bogen Papier das Ebenbild ihrer Nachthaube und stellte sich darin vor. Der Beifall war ehrlich und stürmisch, und Einige meinten, wie, Hauptmann Goring, Peggy solle doch zum Theater gehen! Als ibnen aber Veaau dann das alte

Fräulein selbst sck.ildcrte in ihrer 5i:ndlichkeit. Herzensgüte und Verlassenheit, war die junge Schaar fast bis zu Thränen gerührt, und man nahm sich ernstlich vor. von nun an schäbig gekleidete Frauen mit wahrer Hingebung zu bedienen. Indessen verging Woche auf Woche, ohne ein Lebenszeichen von Serlewood Park. Die Hitze, der Staub und das rohe wenig lockende Essen machten sich Pegay sehr fühlbar. Auch im Geschäft herrschte in der Saurengurkenzeit Mifcmuth. Nach dem Ausverkauf waren viele Entlassungen erfolgt, die Madchen waren verstimmt und reizbar, peinlicher aber waren für Peggy Herrn Sharples' Aufmerksamkeiten. Er steckte immer in der Vlumenabtheilung. sagte ihr laut und leise Schmeicheleien, und nur die Angst, ihre Stelle zu verlieren, hielt sie ab. den Allmächtigen gebührend abzufertigen. Der Linoleum-Jüngling hatte ihr schriftlich Herz und Hand angetragen und seinen Korb mit würdiger Ergebung entgegengenommen. Endlich, Ende August, kam ein Briefchen aus Serlewood, das lautete: Liebe Peggy! Ich hatte gehofft. Sie viil früher bei mir zu sehen, aber Pulsifors GeHilfe wurde schwer krank, und es war schwierig, einen geeigneten Nachfolger für ihn zu finden. Als wir endlich eine sehr glückliche Wahl getroffen hätten, bekam Pulsier selbst einen Gichtanfall; doch ist er jetzt wieder auf den Beinen, und obwohl Darling über Schmerzen auf der Brust klagt, bitte ich Sie herzlich, jetzt zu mir in Urlaub zu kommen, und zwar am nächsten Mittwoch. Wenn nöthig, will ich bei Grey & Ladender selbst um Urlaub für Sie' bitten. Ich hoffe sehr, daß Sie am Mittwoch kommen, denn am Donnerstag soll unser alljährliches Schulfest im Park stattfinden. Ich werde auf dem Zweiuhrzug an der Bahn sein. Herzlichst Ihre Sophie Amalie Serle ' Sharples streckte die Hand nach dem Brief aus, und las ihn mit wahrer Andacht. Natürlich können Sie gehen." bestimmte er. Die Dame nennt Sie ja beim Vornamen! Der haben Sie's angethan! Sollte mich nicht wundern, wenn sie im Sinn hätte, Sie an Kindesstatt zu nehmen!" Aber mich sie hat Verwandte!" Nun. dann bekommen Sie jedenfalls ein schönes Legat! Hoffentlich werden Sie nicht zu übermüthig.... Nach Ihrer Rückkehr möchte ich um eine Unterredung unter vier Augen bitten." setzte er mit einem verzehrenden Blick hinzu. Peggy wurde 'bleich und griff hastig nach einem nicht verlangten Kasten. Diese Aussicht machte den Gedanken an die Rücktehr höchst peinlich. XXXIII. Kapitel. Bravo, Peggy! Ja. der alte, gelbe Kutschkasten und, das liebe Gesicht in dem schäbigen Hut harrten Peggys ai.i Bahnhof vonAozby. Fräulein Serle hieß sie herzlich willkommen und war über das Mitüringsel" von' zwei illüstrirten Heften so beglückt wie ein Kind von sechs Jahren. Unterwegs erfuhr Peggy, daß die Feigen reif und ziemlich zahlreich seien, daß dr neue von Pulsifor entdeckte Diener ein Juwel sei, aber so groß und breitschulterig, daß man ihm neue Livreen habe machen lassen müssen. In allem Glanz der kanariengelben Weste und des blauen Rocks mit 'olauen Kniehosen nahm denn auch der neu erwordene Riese die Damen in Empfang. Er schien ein musterhaft geschulter Diener zu sein, nur daß Peggy das Gefühl hatte, daß ihr Teller herablassend, ja, mit Widerstreben, gewechselt wurde, obwohl Pulsifor ihr dieses Mal wohlwollend zulächelte vielleicht, daß der feine Herr von ihrer Thätigkeit wußte und der Ansicht war, daß sie an den Dienerschaftstisch gehört hätte! Das Schulfest verlief glänzend. Das Wetter war schön, der Imbiß gut und reichlich und Peggy betheiligte sich an allen Spielen mit der Freudigkeit und Sachkenntniß eines Landmädchens. Der Pastor sprach Fräulein Serle seine höchste Anerkennung aus für die Hilfeleistung des Fremdlings. Am Sonntag ging das alte Fräulein mit ihrem Gast in die Kirche, sie saßen einträchtiglich in dem moderig riechenden alten. Kirchcnstuhl, und lebten sich mit jedem Tag mehr in einander ein. Peggy setzte es durch, daß neue Bücher und Zeitschristen in's Haus kamen, daß Fräulein Serle eine andere, ihrem Auge entsprechende, Brille bekam, verführte ihre Gönnerin, Blumen abzuschneiden, die in unschätzbaren alten Porzellanschalen das Zimmer schmückten und frischte den geliebten alten Hut auf, kurz, sie machte sich ganz unbewußt mit jedem Tag unentbehrlicher. Ihren Abendspaziergang im Garten, natürlich in den unerläßlichen Gummischuhen, ließ sich Peggy nicht nehmen, erschrak aber an einem stillen schönen Sommertag nicht wenig, als sie, an völlige Eins"nkeit dieses Bereichs gewohnt, dicht ..eben sich Stimmen hörte. Sie blickte sich um, konnte aber Niemand sehen. Als sie aber ein dichtes Lorbeergebüsch vorsichtig auseinander breitete, entdeckte sie zwei Männer, die ihr den Rücken zukehrten und eifrig sprachen: .Um zehn Uhr geben sseuLett. da

können wir bald fertig sein." Tas war ja Roberts, des neuen Dieners, Stimme! Ja, und es wird dunkel, der Mond kommt spät." Der kann's halten, wie er will, sie sind ja Alle taub und,Iind kein Mann unter Achtzig im Haus. Wird glatt ablaufen." Und ein gutes Geschäft werden! So viel ich weiß, ist das Silbergeschirr zu sechstausend Pfund veranschlagt, und Familiendiamanten hat die Alte auch. Famos, daß Du Dich hier eingenistet hast!" Ja. auf dem Platz muß man sein! Ich habe alle Schlüssel. Dich. Bill und Dandy Joe lasse ich herein und dann will ich Euch ein Nachtessen geben, das sich sehen lassen kann. Salm und Sekt, hm?" Mir ist Schnaps lieber. Der Wagen wird um elf Uhr hier sein. Du meinst doch, daß man Alles darauf fortbringen kann?" Natürlich, die Möbel lassen wir ja stehen; aber das verflucht werthvolle alte Porzellan, das sollten wir auch mitlausen lassen. Es ist ein Gast im Haus eine verdammt hübsche Kröte," Peggy kauerte sich unwillkürlich zusammen sie schläft im Zimmer der Alten, und wenn d i e Lärm macht, wird sie gleich da stehen. Was thun wir in dem Fall?" Wenn sie nicht Ruhe gibt, so wird kurzer Prozeß gemacht! Wegen eines quieksenden Frauenzimmers läßt man keine zehntausend Pfund hinaus!" Die Alte hat den Schlüssel zum Schmuckschrank unter dem Kopfkissen. Wenn sie aufwacht?" Schlimmsten Falls muß man ihr den Hals umdrehen, womöglich aber wollen wir's sachte ausführen." Gut," sagte Robert. Peggy das Gesicht zukehrend. Also elf Uhr. Zur Hinterthüre lasse ich Euch herein

k liebe Verwandte." falls Jemand fragt. Jetzt muß ich hinein Thee auftragen. Wo, zum Henker, geht'S denn aus dieser Wildniß hinaus?" Peggy war am Ersticken. Wie, wenn die Beiden quer durch's Gebüsch brächen und sie entdeckten? Nein, sie schlichen in entgegengesetzter Richtung davon. Jetzt sprang sie auf was war zu thun? Es war beinahe acht Uhr, der Räuber befand sich mitten unter den schwachen, hilflosen Geschöpfen. Aber etwas mußte geschehen, an ihr war's, dieses Haus zu schützen und zu vertheidigen, in ihre Hand waren diese Menschenleben gegeben. Sie mußte ihr klopfendes Herz zur Ruhe zwingen und klar denken. Zur Pförtnerwohnung laufen und Jemand auf die Polizei nach Goosegreen schicken? Aber das Parkthor war eine Viertelstunde entfernt; man mußte sie vermissen, und Robert konnte Verdacht schöpfen. Im Pförtnerhaus waren auch nur alte Leute, doch zum Glück hatte sie wenigstens einen Jungen im Haus gesehen, den Stiefelputzer, der konnte nach Goosegreen lausen! Das war aber auch drei Meilen, und die hiesigen Pferde waren jedenfalls langsamer, als ein gesunder Mensch. Die Sache war nur, des Jungen habhaft zu werden! Ich glaube, ich habe wahrhaftig ein Nickerchen gemacht"" trotz täglicher Wiederholung wurde diese Thatsache immer nur vermuthet und es mutz nächstens Theezei! seini" rief Fraulein Serle. als Peggy in den Salon trat. Aber. Kind, wie bleich Sie sind. Gewiß haben Sie sich im Garten erkältet. Hatten Sie denn keine Gummischuh,?" O. freilich, und ich war auch mu auf der Terrasse" das galt Robert, der eben mit dem Theegeräthe kam. Ich will aber rasch noch an Grey & Ladender schreiben, wegen der grauen Seide, die könnte sonst ausgegangen sein. Es ist dzch nicht zu spät für die Post? Die Frage war halb an Fräulein Serle, halb an den Diener gerichW. Der Stiefeljungs kann vielleicht hingehen?"' Ja, gnädiges Fräulein. Ich. will nach ihm sehen." Peggy setzte sich hin und schrieb in knappen Worten eine Anzeige an die Polizei, mit der dringenden Bitte, unverzüglich Mannschaft zu schicken. Jetzt kam Robert mit demTheekessel. Der Junge ist bei Herrn Higgs, gnädiges Fräulein, wird aber in einer halben Stund: zurück sein." O, wie schade, dann ist's zu spät!" Sie können wohl nicht selbst in's Torf gehen, Robert?" fragte die Herrin bittend. Hätten Sie nicht noch Zeit dar vor der Andacht?" Bedaure fehr. gnädiges Fräulein, aber ich habe heute noch viel Silber einzuräumen und keine Minute übrig." Peggy that, als ob sie Thee trinke, konnte aber nichts herunter bringen. Als der Diener wieoer eintrat., sagte Fräulein Serle: Ach, Robert, ich habe Fräulein Hayes von dem. Äeiz.Präsentirörett aus der Zeit Georgs II. er-, zählt bringen Sie es doch her,- vielleicht nehme ich's in Gebrauch." . Jetzt, gnädiges Fräulein?" fragte er, höchlich widerstrebend. Nun, da Sie doch noch in der Sil berkammer zu thun haben, können Sie es wohl bringen oberstes Fach in einem Leinensutteral." Gut. gnädiges Fräulein." Schließlich war es ja bequemer, wenn er's noch vor elf Uhr herunterholen konnte. Und zwar .gleich, ebe Sie dieses

wegnehmen; "ich möchte die Beiden vergleichen." - Ein: Silberkammer?" rief Fräulein Hayes plötzlich. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen! Darf ich nicht mitgehen?" Robert sah sie forschend an Peggy untettrückte ein Gähnen. Nun ja, langweilig genug mochte es ja sein, immer bei dem alten Fräulein zu sitzen, vielleicht hatte sie auch eine Neigung zu ihm gefaßt so etwas kommt vor und da sie hübsch war, konnte er sich's schon gefallen lassen! Wenn Sie Lust haben, gnädiges Fräulein," sagte er huldvoll, ließ : zur Thüre hinaus und ging ihr dar..: voran die Küchentreppe hinunter. Er steckte eine Kerze an und begegnete dabei ihrem Blick. Seltsam kalt und funkelnd sah sie ihn an; am Ende ' war sie doch nicht in ihn verliebt! Einer lei, er mußte ja die Alte" bei Laune erhalten und die Schlüssel vor Pulsifor bewahren (der im Tienerschaftszimmer festschlief). Er schloß also auf. Die Silberkammer war ein ganz schmucker t Bau mit feuersicheren Wänden dicht' neben der Küche. Das bezeichnete Brett befand sich richtig im obersten Fach, und Robert stieg auf die Bockleiter; da ' trat Peggy einige Schritte zurück. E?

mußte ihre Abjlcht errathen haben, denn er sprang gleich herunter, aber schon hatte sie die Thüre zugeschlagen und von außen geschlossen. Wäre das Schloß verrostet gewesen, die Zeit hätte nicht gereicht, aber Robert hatte es zum Glück gut geschmiert! Peggy eilte. sofort in's Dienerschaftszimmer. sagte der zu Tode erschrockenen Haushälterin, um was es sich handelte, und hieß den Stiefeljungen spornstreichs nach Goosegren laufen. Dann verständigte sie den schlotternden Pulsisor und die Hausmädchen und ging selbst durchs ganze Erdgeschoß, um alle Läden zu schließen und alle Thüren zu verriegeln. Nachdem dies geschehen war, ging sie hinauf und brachte ihrer alten Freundin so behutsam und schonend als möglich bei, was vorging, rief aber damit viel geringeren Schrecken hervor, als sie befürchtet hatte, denn Fräulein Serle hatte unbedingtes Vertrauen in ihres Viters Doppelbüchse, die immer noch in der Bibliothek hing. Die beiden Damen traten in die Halle und horchten auf den furchtbaren Lärm, den Robert in der Silberkammer verführte. Er fluchte, tobte und 'stieß gegen die Thüre, daß Einem Angst und bange werden konnte. Zum Glück war es eine starke, eichene Thüre, und zum Ueberfluß setzte sich Pulsier, zwar schlotternd vor Angst, mit besagter Doppelbüchse im Arm, davor. Ob er mehr vor dem Gefangenen oder vor der Waffe in seiner Hand zitterte, wäre schwer zu sagen gewesen. Den Betheiligten kam es vor, als ob Mitternacht vorüber sein müßte, thatsächlich war es aber erst halb zehn Uhr, als der ausgesandte Junge von Goosegreen zurückkam. Es war Alles in bester Ordnung; zwei Schutzleute lraten mit ihm in's Haus, andere hatten sich im Gebüsch in den Hinterhalt gelegt, und nach elf Uhr wurde die Bande nicht ohne Kampf, aber doch ohne Blutvergießen, festgenommen. Ro bert Leary ntpuppte sich als ein seit längerer Zeit vermißter, zünftiger Einbrecher, und der Wagen, der für den Silberschatz bestimmt war, beförderte jetzt die Herrschaften in's Polizeigefängniß. Der ganze Haushalt, die Herrin und Darling an der Spitze, hatte in diesen Stunden an Peggys Lippen gehangen; ihr Muth, ihre Besonnenheit hatten moralisch und thatsächlich Haus Serlewood gerettet. Was für ein wunderbares Mädchen! O Peggy. Peggy!" rief Fräulein Serle. sie in später Stunde in die Arme schließend. Ohne Sie wären wir Alle ermordet worden! Sie nehmen's an Muth mit jedem Mann auf." Es sollte aber von nun an doch ein wirklicher im Haus: schuftn," 77:erte Peggy. Andere Gaunerbanden könn ten durch diese' Geschichte mehr angelockt, als abgeschreckt werden!" Wenn ich eine Leibwache brauche, so will ich' keine andere haben, als Sie, Peggy!" erklärte Fräulein Serle auss Entschiedenste. Geoffroy hat immer gesagt, .ich sollte eine Gesellschafterin haben, aber Darling war dagegen. Sie müssen den greulichen Laden aufgeben und meine Gesellschafterin werden. Oder haben Sie keine Lust dazu?" Die allergrößte, es fragt sich nur, ob ich mich dazu eigne." Ob Sie sich eignen? Was soll das heißen? Sie könnten doch meine Briefe schreiben, mir vorlesen, mich unterhalten und zugleich beschützen. Sie dürscn nicht nein sagen!" Ich sage auch von Herzen ja.aber was sagt die Firma?" Das ist mir vollkommen einerlei! Ich bezahle eine Stellvertreterin oder Schadenersatz, wenn's verlangt wird. bin so einsam und brauche Sie! (Fortsetzung folgt.) . P. und L. M. Rappaport, Anwälte und Notare für Rechtssachen jeder Art. Zimmer No. 819 und 822, Law Building, Ost Market Str., zwischen Delaware und Pennsylvania Straße. Neues Telcvhon 3345. ' ' Beste matte Cabinetö $1 Dz. Nur venige Tage. BennettS, 33 E. Wash.

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