Indiana Tribüne, Volume 25, Number 109, Indianapolis, Marion County, 7 January 1902 — Page 4

4

Jnocann Tribüne, 7. Januar 1908.

Jndiann Tribune.

ErsSeint Täglich und Sonntags. Herausgegeben von der TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis, Ind. OlfZee: 18 Süd Aladaut Straße. I. 1171, (Eagc- und Sonntagsblatt nur 10c per Woche. Zval einzige allseitige demokratische Abendblatt l Staate Sndiana mit eirer notzerrn lirtuUMs l irgendeine andere deutsche Zeitung. ' X 3 fcellcMeße Organ der Xentfct-r nd aQet tfutj(a:r.mtantit cn vereint und Orzamscttionen. e vopult,fte vnd dedeuttndge deutsche deo rratische Zeitung der Stadt d K et 3 fctana. zeige finden durch die .Tribüne" dZetvkitkSe Verbreitung und haben anrrkaant den besten Ersvlg. S ,nntagbltt der .Tridüne- ist das billigäe und bene deutsche Fn,:lienblatt rofien Format im Staate und wegen feiler Reictbalttgkest und de sorgstiz geähltkn JnkkUS aJgemein deliebt. tSti Ssuntagkblatt koste nur 5 ? ent?. mit dem Abendblatt zusammen 10 Ekuts xer lLoche.vom Träger ia'i HauZ gestellt vdn xer versagt. tute- at Indianapolis V. O. as pecond claes iaail uatter. Dienstag, den 7. Januar 1902 Fahrunfall. Eine aufregende Scene an der S. Cast Strafe. Ein vor einem Wagen des Floristen Heidenreich gespannter Gau! wurde heute Vormittag an der Süd Gast Str. plöhlich scheu und rannte wie toll do von. Schließlich lief er gegen ein Lei. tungLpsahl und stürzte zu Boden. Es erlitt eine lange und tiefe Wunde und wurde nach dem Etablissement des Thierarztes' Dr. Greiner gebracht. in Der kleine Stadtherold. Herr August H au g, der ehemalige Bäckermeister empfing gestern an läßlich seines 47. Geburtstages zahl reiche Gratulationen. Herr LouisNeimer feiert heute seinen 62. Geburtstag. Im Laufe des Tages empfing er zahlreiche Gratula tionen. Heute Abend wird der Geburts tag im hause des Geburtstagkindes, No. 1103 Ehurch Str., in solenner Weise begangen werden. Zu Ehren ihrer Mutter, Frau Elisabeth Doerr, welche gestern ihren 87. Geburtstag feierte, veranstaltete Frau F. M. Schreckengost in ihrer Wohnung, an der Janöts Str. ein Kaffekränzchen. An demselben nahmen die Mitglieder des Phoebe Vereins und J?e.? Frauenvereins der Zions Gemeinde theil. In dem No. 1714'Fennemann Str. belegenen Hause des Herrn Nicholas Steinmetz, Präsidenten des Vereins Allcmanla" feierte gestern Abend Herr W. E. Ritter im Kreise der Mit glieder des Vereins, welche er sich zu Gast geladen hatte, seinen Geburtstag. Derselbe bewirthete seine Gäste in nobler Weise. Da die Mitglieder der Allemania" fast alle mehr oder weniger talentvoll sind, so braucht es eigentlich kaum erst erwähnt zu werden, duß die Theilnehmer an der Feier einige sehr Vergnügte Stunden verlebten. Ans dem Polizeigericht. Diebsgesindel an die Groß geschworenen überwiesen. In der Person des Ora Brigt)t alias Frank Äeyer wurde dem Nichter heute ein gefährlicher Gauner vorgeführt, welcher eine ganze Anzahl Diebereien aus dem Kerbholz hat. Seit langer Zeit hatte 'die' Polizei auf ihn gefahndet, ohne daß es ihr ge lungen war, seiner habhast zu werden. Erst gestern Abend wurde er in einer Wirthschaft an der West Ohio Str. zu fällig von den Detectives Lancaster und Kinney erwischt. Er ist beschuldigt, einem Farmer an der Bluff Road zwei Maulesel gestohlen zu haben, ferner brach er in Brightwood in ein Farmer's Haus ein undam letzten Sonntag bc stahl er einen am Broadway wohnenden Farmer um 520. Er verzichtete heute auf ein Vorverhör und wurde an die Großgeschworenen überwiesen. Daß ihm das Zuchthaus offen steht, ist selbstoerständlich. .Wenn aber de? zl einst dasselbe ihm wieder feine Pfar ten öffnet, so wird er wahrscheinlich von Jllinoifer Beamten in Empfang ge nommen werden, da er in Ehester, Jll., egen Großdiebstahls verlangt wird. Nicht weniger als sechs LottoAgtN

ten waren im Laufe des gestrigen Nach mittags von den Tctcctires aufgegris. fen worden. Deren Fäll: wurden wie folgt verschoben: Wm. Harrington und David Bück ncr, 15. Jan. Wm. Dakes und Wm. Mitchell, 15. Jan. Ed. Ford und QUh Lanham, den 17. ds. Frank Brinkley, welcher beschuldigt ist, in einer Wirthschaft an der Colum. bia Ave., einen Mann, Namens Henry Simmö. mit einem Messer , thätlich an? gegriffen zu haben, erhielt seinen Fll aus den 8.,ds. verschoben. " ' Der. jugendliche Joseph .Poindcxter, welcher eine Frau" Hcnson um $3 bk stahl, wurde zu dem Kriminalrichter geführt, drr ihn hierauf nach der Ne sormfchule für Knaben schickte. Unter je zwei Anklagen, nämlich des Einbrechcns in eine Frachtcar und des Diebstahls wurden Al. Smith, James Gardncr und Crccd Rice an die Groß geschworenen überwiesen. Sie waren in einen Waggon der Big Four Bahn eingebrochen und hatten fünfundzwanzig Bufhels Hafer gestohlen. Chr. Zimmermann, welcher kürzlich wegen Theilnahme an einem Kampf in Wcs Slout's Platz an der W. Market Str. zur Zahlung von $50 und Kosten verurtyeilt wurde, erhielt hrute feine Strafe auf $10 ermäßigt, da dir Nich tcr fand, daß Stout der Hauptschuldige war.

Poultnry Bigclow, der be kannte Schrif'steller und Kriegsbericht erstatter, hielt gestern Abend in der Athenäum Halle des Butlcr College zu Jrvington einen interessanten Vortrog über die Gcs ichte der Deutschen Frei hrttslämpfe". . " In ihrem Laden wurde die Händlerin Bertha Lory in Leipzig dem Tode nahe aufgefunden; der Unglücklichen waren mit einem Veil furchtbare Verletzungen am Kopf beigebracht worden. Man schaffte Frau Lory in ein Krankenhaus, konnte aber ihr Leben nicht erhalten. Aus dem Laden hatte der Mörder Gold- und Silbergegenstände, sowie baares Geld entwendet. Di; Leipziger Criminalpolizei hat bereits die Verhaftung mehrerer verdächtiger Personen veranlaßt. Eine berühmte Arse-nik-Mne, die jahrelang fast den gan zen Bedarf de? Welt an Arsenik gedeckt hat und nahezu 1300 Arbeiter beschäftlgte. ist jetzt zum Erliegen gekommen. Es ist die Devon Great Consols Copperlend Arsenik Mine in Süd-Eng-land, die ihren Betrieb hat aufgeben müssen, weil sie keinen Absatz mehr für das e?z?ugte Arsenik findet. ' Was noHrlie ein skandinavischer Dichter erlebt har, Henrik Ibsen hat es erreicht: sein Volkskkind", jst in das Japanische übersetzt worden. Der Ueberfetzer hat dem Ve5fasser ein Exemplar des japanischen Voikssnndes" ubersandt... und das Buch enthält ein Bild der in diesem Schauspiel wie in anderen Jbfenschen Stücken so oft geschilderten norwegifchen kleinen Hafenstadt, wie sie sich denn eben ein japanischer Künstler vorzustellen vermochte. -In Barcelona, hat der Marquis von Viscar seine eigene Mutter niedergeschossen. Der junge Mann führte einen ausschweifenden und demgemäß kostspieligen Lebenswandel. Als er immer neue Summen von seiner Mutter, forderte und abgewiesen wurde. zog er einen Revolver und tödtete die unglückliche Frau durch fünf Schüsse. Der Jäger Anton Lechleitner in Schattwald (Tirol), ein 78jähriger, hat kürzlich eineLeistung vollbracht, die ihresgleichen sucht. Der Greis mußte, um dem Waidwerk obzuliegen. einige Stunden lang über sehr steile, beschneite Stellen gehen. Bei der sogenannten Stuibenalpe erlegte er dann nach mehrstündiger Pürsche ein Hirsch-Galtthier im Gewichte von 150 Pfund. Mit diesem Thiere auf dem Rucken stieg der alte Mann zwei Stunden lang über all' die gefährlichen eisigen Abhänge, bis er in sein Heim, das Jägerhaus, gelangte. ' Das beste und zuverlässigste Mittel cegen alle alö- und Brust- Leiden ift Dr. Bull's Husten Syrup. Er kurirt Husten, Heiserkeit, Erkältung, Keuchhusten, Lungensucht,Luna-cn-Entzündung, und Schwindsucht selbst wenn schon weit vorgeschritten. i Äurkt rasch und sicher Husten und Heiser keil, und kostet nur 2S Cents die Flasche.

bIeIS

MilB SustmGyrlH

Ausland Depeschen.

Aus dem deillschrn t c' ifffi j.v.. Der Schiffsbau in Deutsch, land und in den Ver. Staaten. Bericht eines aus den Ber. Staaten zurüllgekkhrttn Sachver- . ständigen. ... Meitercs über das Tl)iemc-?)cld SneU. Der chiuefische Hos 9 Wird am Dienstag wieder in Pcülkg ciuzictzcn. Die Ncvolutiou in Venezuela. Die Ncv)lutlv::äre alle aus t-cac zuelauischen Bodcu gelandete Schiffönuglücke in Europa. Aus dem Deutschen Reich. V e r l i n , 7. Jan. Tjard Schwartz. ein deutscher Marine-Konstrukteur. der vor einiger Zeit von dem Generalstab der Marine nach den Ver. Staaten geschickt wurde, um die dortigen SchiffZbaumethoden zu studiren. ist hierher zurückgekehrt und hat Bericht abgestattet. Herr Schwartz erklärt, daß man sich I ihm überall in den Ver. Staaten höchst i . v en:geg:nlommeno gezeigi uuv ujui vudurch feine Arbeiten sehr erleichtert habe. Er erklärt, daß das Material für den Bau stählerner Schiffe in den Ver. Staaten billiger sei. als in irgend einem Lande der . Wett. und. man dort nur über die ungewöhnlich großen Preisschwankungen zu klagen babe. Herr Schwartz zollt auch den amerikanischen Arbeitern großes Lob, die 30 bis 50 Prozent mehr verdienten, .als ihre Kollegen m England, und um 100 Prozent mehr, als die deutschen und sonstigen kontinentalen Arbeiter, und er erklärt, daß an den großen Seen' trotz der höheren Löhne Frachtdampfcr zu dem Preis gebaut würden, wie ahnliche Dampfer in England, da die' Amerikaner unendlich mehr arbcitspai rende Maschinen in Verwendung hätten. als dte Englander oder Deutschen. Den 'größten Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Schisfsbauhöfcn fand Herr Schwartz in der allgemeinen Verwendung von pneumatischen Äohr-, Hammer- und Nietmaseinen seitens de? Amerikaner. Cr sah in einem Schiffsbauhose allein 75 solcher peumatischer Maschinen im Eel rauch, obgleich dort nur zwei Schiff? qebsut wurden. Er fügte hinzu, daß britische Schiffbauer jetzt auch angefan-. g:n hätten, sich solche Maschinen .Per. den Ver. Staaten zu verschgff.n. Die jetzt bU7.7.t gewordenen Einzulbrikn uöer das am Donnerstag in tna stattgefundene Duell, in dem der Student Held von dem Leutnant Thieme vom 94. Jns.-Regiment mit einem Schuß durchs Herz getödtet wurde, haben in ganz Deutschland Sensation er regt. Der Leutnant Thieme ist der best: Pistolenschütze in seinem Regiment, und das Ehrengericht beftnnmte. daß mit Pistolen gekämpft werden müsse, obgleich die Studenten erklärten, daß Held in dem Gebrauch dieser Waffe nicht b:wandert sei. und' sie vorschlugen, daß Säbel zur Verwendung kommen sollten. Das Ehrengericht hatte auch stipulirt. daß fünf Schüsse zwischen den Duellanten gewechselt werden sollten ; Held hatte daher wenig Aussicht, mit dem Leben davonzukommen. Das Duell wurde dadurch verursacht, daß eine Anzahl Studenten am Neujahrsabend mehrere Offiziere anrempclten. Held, einer der Studenten, gab bei dem Wortwechsel, der folgte dem Leutnant Thieme. der Eivilkleider trug, eine Ohrseige. Ungefähr zur selben Zeit, in welche das Ehrengericht die Arrangements für das Duell traf, empfing' der Kaiser Wilhelm die Neujahrsgratulationen der deutschen Generäle. Der Kaiser hatte be! dieser Gelegenheit eine Unterredung mit disen Generälen, in der er sich in deutlicher Weise über' das Duelliren aussprach. Er soll gesagt haben, daß er sich persönlich nicht mit den Handlungen der niederen Offiziere befassen werde, er aber die Korps Kommandeure dafür verantwortlich halten würde, wenn unnöthige Duelle stattfänden. Der Kaisei soll bei dieser Geleaenbeit auch gesogt haben, daß wenn trn Jahre 1902 ähnliche Duelle stattfinden würden, wie sic 1901 stattgefunden haben, er die Resignationen der Schuldigen fordern würde. Vollständigen Berichten von allen Kcnsulatödistrikten in Deutschland zu Folge, belief sich die Gesammtausfuhr von Deutschland nach den Ver. Staaten im Jahre 1901 auf 599.616.731. Es ist dies um 53.567.922 weniaer als im Jahre 1900 und lediglich auf den Abfall d Zuckerausfuhr zurückzuführen. Im Jahre 1901 belief sich die ZuckerAusfuhr auf nur 57.827.349 gegen 516.332.552 im Jahre 1900.

Die Zunahm in der Ausfuhr v?n

1 Waaren aller Art. Zocker ausgensmran, belief sich auf 4.937,280. Deutsche Angebote n ich t c r -wünscht. L o n d o n . 7. Jan. Der Berliner Korrespondent der Daily Erpreß" erllärt. daß Lord George Hamilton. der Staatssekretär für Indien, in einem Schreiben im Namat der indischen Regierung die Angebote deutsche? Filmen für zu lieferndes Eisenbahnmatcrial mit der Erklärung zurückgewiesen habe. daß bei der so intensiv feindlichen Stimmung aegen Enaland in Deutschland solche Angebote. nicht berüc5si5'tiat wrrdcn könnten. ' ; . ! 23 P er so nen cri runl e n. ' L'b r u n n a , Spanien. 7. Jan. an rcr.yjiunciing des Lezero-Fluffes. südwestlich von Eorunna. ist eine Barke umgeschlagen und 23 Personen. meisten Frauen, sind dabei ertrunken. Vom Krieg in Südafrika. . Aloemfontein. Oram??taat. 7. Jan. Beresfords Konstabler stießen am 4. Januar im mittleren Theil des Oranje-StaaieZ auf eine VoerenabtheihnQ. In dem Kampf, der sich entspann, wurden der Feldkornet Pretorius und zehn Andere getödtet und 35 Beeren gefangen genommen, darunter die Feldkorncts Leroux und Erasmus. London. 7. Jan. Das Kriegsamt hat am Abend auf die Autorität Lord Kitcheners hin in Abrede gestellt, daß. wie am 1. Januar aus Pretoria telsgraphirt wurde, zwei Offiziere vom britischen Jntelligenz-Departement. die abgeschickt wurden, um mit eine? Boerenabtheilung zu unterhandeln, in verräthcrischcr Weise von den Boeren aus dem Hinterhalt erschossen wurden. Eine Rede Joe Ehambcrl a i n ' s. L o n do n .6. Jan. Tcr KolonialSekretär. Herr Joseph Chamberlaln. dielt am Montag in Birmingham eine Rede, in der er auf den Haß hinwies. den man auf allen Seiten England, entgegenbringe, wie auch auf die anerbliche Eifersucht des Auslandes auf England, und er stellte in Abrede, daß lK5 der Eristenz einer besonders schlechten Regierung in England zuzuschreiben sei. Es ist dies nichts Neues in der Eeschichte." sagte er. und wir müssen uns einfach unsere herrliche Jsolirung, umgkn. und unterstützt von unseren Brllden Kolonien, noch weiter gefallen lassen." .WLhrend cr weiter die Nothwendigkeit zugab, neue Märkte finden zu müssen und mit dem Fortschritt der Zeit Schritt zu halten, erklärte Herr Chamberlain. daß er keine Zeichen von naher oder dringender Gefahr für den britischen Handel sehen könne. De-rEinzug des chinesischen Hofes. Peking, 7. Jan. Die chinesischen Beamten haben die Gesandten ersucht, die Gesandtschaftswachen am Dienstag. wann , der Hof seinen Einzug in Peking hält,' in ihren Quartieren zu halten, um einem 'möglichen Zusammenstoß znnscheu den chinesischen und ausländischen Truppen vorzuttugen. Diesem Wunsch wird Folge gegeben werden. , Die Familien der auswärtigen Diplcmaten werden die Gebäude benutzen, die' ihnen, die chinesische Regierung zur Verfügung gestellt hat. um von ihnen aus dem Einzug des Hofes zuzusehen. Diese Entscheidung wird von den Ausländern. scharf, kritisirt. Viele 'eute sind nicht damit einverstanden, daß die Gesandten alle in den Gesandtschaften bleiben.' Sie sind der Ansicht, daß das Ereigniß gänzlich iznorirt werden sollte, da die Chinesen die Anwesenhe:: der Familien der Diplomaten, als eine Ehrenbezeugung für den Hof ansehen würden. Viele ausländische Soldaten und auch einige Ossiziere zeigten sich am Montag trotz des Ersuchens der chinesischen .Behörden, daß die Ausländer wegbleiben sollten, in den für den Einzug deö Hcfes besonders gereinigten und detorirten Straßen. Dies hat die Chii'esen erbitteit. In den letzten zwei Tagen war der Verkehr auf de: Poo Ting Fu. Eisenbahn allgemein gestört. Eine ganz: Anzahl Spezialzüg: brachten das Gepäck des Hofes hierher. Dem Generaldirektor der belgischen Eisenbahn in China, der den kaiserlicln Zug von Cheng Ting Fu nach Poo Ting Fu begleitete.' haben der Kaiser und die Kaiserin Wittwe persönlich ihren Dank ausgesprochen. Es war das erste Mal. daß sie auf einer Eisenbahn fuhren und sie zeigten großes Jnterels: für diese Neuerung in China. Die Revolution in Venezuel.a. P'o'r t S p a i n . Trinidad. 7. Jan. General Pedro Ducharne. ein Führer der Rcvolutionspartei in Venezuela, ist von. hier aus mit sechzig Anhängern nach Guiria. an der venezolanischen Küste, abgesegelt, wo Hundertc von anderen Insurgenten auf seine Ankunft warten. General Ducharne bcabsichtigt. sofort auf Carupano loszumarfchircn. das 75 Meilen von Guiria entfcrntlicgt. Willemftad. Cura?ao. 7. Jan. In der Nacht zum Montag, kurz vor Mitternacht, fuhr ein Dampfer, den man für den vcnczuelanischen Revolutionsdampfcr Libertador" hielt, mehrmals am hiesigen Hafen vorbei und tauschte Signale mit Leuten am Land aus. Wie es scheint, haben sich die letzten Mitglieder der venezuelani-

fchen Revolutionpartei. die sich noch hier befanden, während der Nacht auf dem Dampfer eingeschifft und in diesem Falle sind sie noch vor Tagcsanbruch an der Venezuelanischen Küste b'.i cla de Coro gelandet worden. Später am Tage wurde es definitiv

vcrannt. vaz wahrend der Nacht General Rierv mit seinen Anhängern auf dem Libertador" eingeschifft hatte und Die Leute am frühen Morgen fcct Vela de Coro mit Waffen und Munition landeten. . Am Nachmittag wurde hier berichtet, daß der Libertador" das Venezuelanische Kanonenboot Jumbador gekapert habe. Dieses Boot war früher der Schleppdampfer Agosta". . ''. ' Dampfer - Kolli sio n. " Lissabon. 6. Jan. Der britische Dampfer Alsonso-, von . Newport News nach Gibraltar unterwegs, und der spanische Dampfer Vilelva-. beide mit Kohlen beladen, kollidirten in der Nacht des 4. Januar in der Nähe von Aveiro. Bortuaal. Beide Damvfer gingen unter. Achtzehn Mann von der M1Z r V. cm . v cr uiviiu uiw nn -juiann von oi'i nilelva" ertranken. Nierundzw.inzia Mann von der Besatzung der Vilelva" und der Kavitän der Alfonso" wurdl-n von einem vorbeifahrenden Schiff aufgenommen und rn Matto Lmhos gelandet. Ehe - Misere des Fürsten von Monaco. L on d o n . 7. 3ton. Der Nürst von Monaco hat einen Spezialboten mit oem Äustrag nach vtom geschickt, von dem Papst die Auflösung der zweiten Ehe des Fürsten, die dieser am 30. Oktouer 1889 in Paris mit der verwittweten Herzogin Armand von ' Richelieu?, einer Tochter des Bankiers Michacl Heine von New Orleans, einging. zu erbitten. Die erste Ehe des pursten mit Ladn Mary Douglas Hamilton war ebenfalls von der römischen Kurie für nichtlg erklärt worden. Der vortuotcnsche Komvonilt .iador da Lara ist die Veranlassung zu dem Bruch. Zwischen dem Lunten und seiner Gemahlin. Der ftürft soll aber beschlossen haben. Da Lara ganz zu lgnonren und er wird ihn deshalb euch nicht aus Monaco verbannen. Prof. Virchow's Vcrletzungen. Berlin, 7. Jan. Die ärztliche Untersuchung hat ergeben, daß Professor Rudolph Virchow. als er am Sonntag Abend beim Absteigen von einem Straßenbahnwagen zu Boden fiel, den Schenkelknochen gebrochen hat. Der Professor ist trotz der Schwcre seiner Verletzung guten Muthes. Das Schulschiff Stein"". in San I uan. P. R. San I u a n. Porto Rico, 6. Jan. Die Offiziere des deutschen Schulschiffes Stein", das am 3. Januar hier ankam, wurden hier am Lande auf's Freundlichste bewirthet. Am Sonntag speisten sie mit dem Gouverneur Hunt im Palast und später fand' ihnen zu Ehren im Country Club" ein Empfang statt. Die Stein" ging am Montag nac? Cienfuegos ab. m Depeschen. Stewart Fife verhaftet. North Yakima. Wash.. 7. Januar. Stewart Fife wurde hier am Montag Abend auf die Anklage hin verhaftet, ein Justizflüchtling zu sein. Er ist in Savannah, Mo., der Ermordung des Kaufmanns Frank W. Richardson angeklagt, der am 25. Dezember 1900 in seiner Wohnung erschossen wurd'e. Einige Zeit nach dem Mord wurde gegen Fife eine auf Mord im ersten Grad lautende Klage erhoben, der Mann war aber inzwischen verschwunden. Der Polizeichef Franz von St. Joseph. Mo., war Fife nach New Aork und von dort iicc? Califo:n:cn und schließlich nach Washinaton gefolgt. FrauAddn L. Richardson. die Wittir des ermordeten Kaufmanns, befindet sich in Savannah, der Mitschulden dem Verbrechen angeklagt, in Haft. Von dem beleidigten Gatten erschaffen. Röan, Mich., 7. Jan. In der Nacht zum Montag wurde hier James Hooker von Bert Farrington. von Milan. dreimal geschossen und so schwer verwundet, daß er am Montag Morgen starb.' : Frau Farrington. die seit mehreren Monaten nicht mehr mit ihrem Gatten zusammengelebt hatte, befand sich sei! einigen Tagen in dem Hooker'schcn Hause auf Besuch. Am Sonntag Abend kam nun Farrington von Milan hierher und begab sich sofort zu dem Sheriff, den cr bat, mit ihm nach dem Hooker'schen Hause zu gehen, um Bewcismaterial für die von Farring ton einzuleitende Scheidungsklage zu 'fammcln. Die Männer verschafften sich Einlaß in das Haus und begaben sich sofort in das Schlafzimmer Hookcr's. Der Sheriff steckte ein Streichbolz an. und als die beiden Männer bei dem Schein Hooker und die Frau zusammen im Bette liegen sahen, fing Farrington sofort, an. über die Schulter des Sheriffs hinweg zu schießen. Er gab fünf Schüsse ab. ehe es dem Sheriff gelang, ihn zu überwältigen, und dm Kugeln drangen in Hooker'Körper ein. Die Frau blieb unverletzt. Farrington befindet sich jetzt h Haft. .

m KÄ

AsfA ir&y Base Burner Heaters Hot Blast Ileaters $12.50 HS5!.0(? $8.25 $25.00 Kochheerde $7.50 biS $Z0M h hiim Wm, 141 West SSafiiagHn Straße. Kohlen! Kohlen : Kaufen Sie Ihre llohlen und Hol5 bei der M0D-&-CQ. C01 REKMAN RABE, 9!o. 539 Lincoln Straße Prompte Ablieferung. Telephon 970. Union Station Hotel No. C West Lorisiaua Straße, g,genütr? dem OVende drr Union Etattrn rt ii II a n i ii r Oftlili nunillC, igenujtttnnv vie feinste Bar in der Stadt.. ALeöuenInnd crfter Klasse. Telephon 8771. Christian Keepke, Deutsche :-: Wirthschafte und schöne Kegelbahn, , w X557 Shelby Straße. Feinste Getränke und Cigarren, scrcie schreckhafter Lunch. Deutsche Wirthschaft von G. LEUKH RDT, zur ' Gemüthlichen Ecke, No. J02 Nord Noble Straße, Jeden Samstag Turtelsuppe und eusgezeichucter warmer Lunch. NeueS Phone 2011. Jolrn H. Scanloii, UO S. Illinois Str., (bf0Bfjat5c,(I Weine, LIquore und Cigarren. Neuer Telhon 3309. mTEB, BAY? 124 Lud Delaware Str. Deutsche Wirthschaft und Billiard-Zimmer. Feine Weine, Liquöre und Cigarren. Wer er Lunch vo 9 biS 1. Jacob

Zc5fÄti v$lm ,Jdrzft . ' ljrlife-scu LM'MM - - . (rC'F 1 kV i drfcllin? ' .'V' ji-,'.wTrt4.-":wi . - r i ' U $r icl4

V

HolleL

30 W. Washington Str. Restaurant und Sample Noom. uter Lunch und vorzSgliche.Gctraulk. Offen Tag und Nacht.