Indiana Tribüne, Volume 25, Number 107, Indianapolis, Marion County, 5 January 1902 — Page 7
Fndiana Tribüne, Sonniaa, 5. Januar IS 02.
Staatsstreich Napoleons HL
Fünfzig Jal-re waren am 2. Dccember seit jener für die Geschicke Frankreicht, ja ganz Europas bedeutungsvollen Nacht vergangen, in der der damalige Prinz Napoleon Bonaparte in tollkühnem Wagemuth yit letzten Hemmnisse beseitigte, die ihn noch von' seinem höchsten Ziele trennten. Nach einem an Abenteuern reichen Leben hatten die revolutionären Vorgänge, ton denen Frankreich besonders im Jahre 1848 heimgesucht wurde, den: Prätendenten abermals mit kühnen Hoffnungen erfüllt. Sie sollten bald und'glänzend erfüllt werden. Bei den Ergänzungswahlen für die NationalVersammlung wurde Napoleon im September 1843 mit weit über 100.000 Stimmen gewählt. Schon der 20. December desselben Jahres sah den ehrgeizigen Mann den Stuhl des Präsidenten der französischen Republik bsteigen. Aber es konnte für jeden klarsehenden Politiker keinen Augenblick zweifelhaft sein, daß ein Mitglied der. Napoleonischen Familie niemals Eh:f eines republikanischen Frankreichs auf lange Zeit bleiben und daß die Präsidentschaft nur die Vorstufe zur Kaiserwürde sein werde. Aus km Votum des 20. December 1848 folgte gewissermaßen mit Nothwendigkeit der Staatsstreich des 2. December 1851. dessen zum Theil HochdramatiscU Einzelheiten wir zur 50. Wiederkeör des denkwürdigen Ereignisses zu schildern versuchen wollen. Am Montag, den 1. December, hielt d:r Präsident Louis Napoleon seinen cewöhnlichen Empfangsabend ab; mit der liebenswürdigsten Höflichkeit empfing er seine zahlreichen Gäste. Nichls in seiner Haltung verrieth seine Pläne. V6ron erzählt in seinen Me.moiren folgenden Zwischenfall: Der Prinz, mit dem Rücken gegen einen Kamin gelehnt, machte dem Oberst von der Nationalgarde. Vieyra. ein Zeichen, und flüsterte ihm zu: Oberst, sind Sie auch sicher, daß Sie in Ihrem Gesichte nicht zu große Unruhe sehen lassen?" Ich glaube e3, mein Prinz!" Nun denn," sagte jener lächelnd, diese Nacht! Sie sind Herr über sich, Ihr Gesicht verräth nichts... Können Sie mir die Versicherung zeben. daß man morgen nicht den Gneralmarsch schlagen wird?" Ja, mein Prinz, wenn ich genug Leute habe, um meine Befehle zu überbrinczen." Nun. wenden Sie sich an Saint-Arnaud. Gehen Sie jetzt . . . nein, noch nicht, es würde aussehen, als ob Sie einen Befehl erhalten hätten." Der Prinz nahm den Arm eines vorübergehenden Gesandten, und der Oberst begrüßte ruhig und freundlich einige Damen, die er bemerkte. Kurz vor Mitternacht betrat M. de Beville, einer der Flügeladjutanten des Präsidenten, den dieser erst kürzlich in seine Pläne eingeweiht hatte, das Arbeitszimmer Napoleons; hier befanden sich bei dem letzteren die Herren de Persigny, der intimste Freund des Prösidenten, ein Mann von großer Kühnheit, und Apostel des Bonapartismus, Mocquard. Chef des Präsidentschaftscabinets, de MaupaS, der Polizeipräfekt, der General und Kriegsminister Saint-Arnaud. In halbstündiger Berathung wurde der ganze Plan noch t . r, r. v -rr m l r einmal ucptou;cn uno m aucir Einzelheiten genau festgesetzt. Zunächst galt es, die Dekrete und Proklamationen des Präsidenten druöen zu lassen. Am Abend des 1. December war eine bestimmte Anzahl Arbeiter der Nationaldruckerei unter dem Vorwande, daß dringende Arbeiten zu erledigen seien, zurückbehalten woeden; der Direktor hatte den bestimmten Befehl, an jenem Abend zu einer angegebenen Zeit im Hofe der Druckerei anwesend zu sein. Um Mitternacht kam eine Droschke sie trug die Zukunft des Cäsaren! M. de Beville entstieg ihr mit einem verborgen gehaltenen Packet. Die Pferde wurden abgeschirrt und der Kutscher in einem Saale des Erdgeschosses eingeschlossen. Fast im selben Augenblick traf de La-roche-d'Oisy, Hauptmann der mobilen Gendarmerie, mit seiner Compagnie auf dem Hofe ein. Er hatte vom Kriegsminister den Befehl erhalten, blindlings dem Direktor des Etablissements zu gehorchen. Alles ging glücklich und unbemerkt von Statten; wer aber die Physiognomie dieser nächtlichen Scene beobachtet hätte, würde gemerkt haben, daß dort ein großes Ereigniß vor sich gehe. Schweigend lud man die Gewehre; dann wurden überall an Thüren und Fenstern Posten ausgesetzt. Wenn Jemand herausgeht oder sich dem Fenster nähert, so wird er erschossen", wurde bekannt gemacht. Jeder Posten wachte aufmerksamen Auges, das Gewehr schußbereit, über den Vorgängen. Unter Aufsicht des Direktors und des Obersten de Beville arbeiten die Setzer, um 31 Uhr ist alles beendet. Man zieht die Gendarmen zusammen, und liest ihnen die Druckschriften vor: es 'berrscht unter ihnen ein ungeheurer Enthusiasmus. Während der Hauptmann fortfuhr, darüber zu wachsn, dzß Niemand des Gebäude verlasse, führte derselbe Kutscher, der ihn gebracht hatte, den Oberst de Beville mit den Drucksachen nach der Polizeipräfektur. M. de Saint-Georges begleitete ihn. Die schwierigste Arbeit , aber , blieb noch zu thun, nämlich die Verhaftung alle? der Gegnerschaft Napoleons verdächtigen Personen. Verschiedene unter ihnen warenMitglieder der aesetzgebenren XZeriammlung over in yoyen etei lungen: im Ganzen sollten nach ein aufgestellten Liste 78 Personen in der Frühe des 2. December verhaftet werden. Schon seit mehr als zwei Wo chen wurden sie von Geheimagenten auf Schritt und Tritt überwacbt. bic selbst keine Ahnung von den Gründen d Ueberwachunq -hatten. In allen .Sierkln von Paris, gab und. siebt e
Polizeibureaus, in denen' jeden Abend die Agenten, die während des Tages Dienst gehabt hoben, sich zum Appell versammeln. In einer großen Anzahl dieser Bureaus wurden sie einfach am Abend des 1. December zurückbehalten und eingeschlossen, bis ein Commissär sie benachrichtigen würde, was es zu thun gäbe. In ' der Polizeipräfektur consignirie man ebenfalls Agenten und einen Theil der Sicherheitsbrigaden. Als Grund zu dieser Maßregel wurde die Anwesenheit verschiedener Londoner Flüchtlinge in der Hauptstadt angegebn. Die Commissäre und Polizeioffiziere hatten sich sofort nach der Consignirung der Agenten in die Polizeipräfektur begeben müssen. Um Mitternacht ließ man sie in getrennte Säle eintreten, wo sie die Befehle abwarten sollten. Um 5 Uhr Morgens erhielten sie im Cabinet des Präfekten de Maupas ihre Instruktionen und Mandate. Jedem gab man zur Begleitung mehrere Agenten mit, die indessen von dem. beabsichtigten Staatsstreich nichts .ahnten. 'Dagegen hatte der Polizeipräfekt die Commissäre sämmtlich in die Pläne des Präsidenten eingeweiht, und alle hatten ihre Unterstützung zugesagt. Vor der Präfektur erwarteten Wagen die Commissäre, und in eiliger Fahrt ging es nach den Punkten, wo jeder zu handeln hatte. Alle Arretirungen sollten zu gleicher Zeit geschehen. Um 6 Uhr promenirten die Stadtsergeanten und Agenten gruppenweise in den Straßen vor den angegebenen Häusern umher, bereit, einzugreifen, wenn man ihre Hilfe verlange. Um 6 Uhr 5 Minuten schritten die Commissäre zu den Verhaftungen. Die wichtigste Festnahme war die des Generals Changarnier, in dem man den zukünftigen Diktator Frankreichs sah. Von ihm erwartete man auch den meisten Widerstand. Zwei besonders zuverlässige Leute waren für diese Arretirung ausgewählt worden: der Polizei-Commissär Lerat und der Hauptmann de.- republikanischenGarde Baudiner. Der General wohnte in Faubourg - Samt Honor6. Auf das Klingeln des Commissärs weigerte sich der Pförtner zu öffnen. Alle Ueberredungskllnste versagten. Ein Agent blieb deshalb am Hauptportal, um den Pförtner daran zu hindern, den Generäl zu benachrichtigen. Ein in demselben Hause gelegener Krämerladen war schon geöffnet. In der Vermuthung. daß er einen Ausgang aus den Hof habe, ging der Commissär hinein, befahl, die Verbindungsthür zu Lsfnen. und drang, von allen Agenten gefolgt, ein. Der General war schon benachrichtigt worden. Von seiner Loge aus konnte der Pförtner ihm klingeln: er hatte es gethan. Auf dem Treppenabsatz des ersten Stockwerks stieß der Commissär auf einen Bedienten des Generals. Man entriß ihm die Schlüssel zur Wohnung, die er in den Händen trug. Zwei Thüren wurden zu gleicher Zeit geöffnet: die des Vorzimmers durch den Commissär, die des Schlafzimmers durch Changarnier selbst, der aus dem Bette gesprungen war und ein Paar Pistolen ergriffen batte. Lerat schlug sie ihm aus den Händen: Herr General, leisten Sie keinen Widerstand, Ihr Leben ist nicht in Gefahr." Der General befahl seinein Diener, ihn anzukleiden, und sagte zum Commissär: Herr de Maupas ist ein Mann der guten Gesellschaft; sagen Sie ihm, er solle mir meinen Diener lassen, denn ich kann seine Dienste nicht entbehren." Der Commissär beielte sich, diese? Bitte zu entsprechen. Im Wagen brachte Changarnier das Gespräch auf das Ereigniß. Der Präsident war seiner Wiederwahl sicher; er hat sich unnöthigerweise die Arbeit eines Staatsstreiches gemacht; wenn das Ausland ihn bekriegt, wird er froh sein, mich an die Spitze einer Armee zu stellen." Im Gefängnisse Mazas angekommen, dankte Changarnier dem Commissär für die Rücksichten, mit denen er i ihn bebandelt habe. - i ' Nur zwei von oen 78, Die verhaftet werden sollten,' konnten sich durch die Flucht retten, alle übrigen befanden sich in der Früh: des 2. December in Mazas, wo sie übrigens eine ausgezeichnete Behandlung erfuhren. Während diefer Maßnahmen der Polizeipräfektur war auch der Kriegsminister nicht unthätig gewesen. Um 3 Uhr Morgens hatte GcnercU Magnan im Cabinet desselben seine Instruktionen erhalten. Die wichtigste militärische Operation war die Besetzung des Palastes der Nationalversammlung. Sie wurde dem Oberst Espinasse, einem energischen und muthigen Manne, anvertraut, während General Renaud das linke Seineufer besetzen sollte. Punkt 5.V Uhr verließ Oberst Espinasse die Militärschule mit vier Compagnien von den zwei Bataillonen seines Regiments. die im Quartier blieben. . Die Sappeure begleiteten ihn. Der Marsch geschah unter größtem Stillschweigen. In beträchtlicher Entfernung von den Thore wurde . Halt gemacht. Der Oberst rückte allein vor und sagte zu den Sappeuren. indem er auf 'eine kleine Thür wieZ: Ich werde an diese Thür klopfen; sobald Ihr mich eintre-
ten seht, eilt herbei." Es geschab. Im Innern angekommen, traf der Oberst seinen Bataillonscommandeur Meunier. der mit dem dritten Bataillon des 42. Regiments die Wache im Palast hatte, und sagte: Ich will die Wache der Nationalversammlung ver stärken und deren Commando übernehmen." Meunier zögerte und machte Einwände. ' Erkennen Sie mich als Ihren Oberst?" sagte Espinasse; nun, in dieser Eigenschaft befehle ich Ihnen, zu gehorchen." Der Commandant gab seine Entlassung und kehrte in seine Wohnung zurück. Zu gleicher Zeit, als der Oberst sich der gesetzgebenden Versammlung It "ächtigte. drangen Commissäre
um die Verhaftung der Quäskoren der Versammlung.'Le Flo und Baze, vorzunehmen. Zehn Agenten begleitete jeden von ihnen. Le Flo war im Bett, als der Commissär Vertoglio sich ihm vorstellte und ihm seinen Auftrag mittheilte. Der jähzornige Oiiun: erhob sich eilends, bedrohte wc'.hre:.' des Ankleidens den Commissär .o beschimpfte den Präsidenten. Ach! Napoleon will seinen Staatsstreich haben! Gut, wir werden ihn in Vincennes füsilieren; und Sie, nun, wir werden Sie nicht nach Nouka-Hiva verbannen, wir werden Sie mit ihm zugleich füsilieren." Leisten Sie keinen Widerstand," sagte der Commissär, wir befinden uns im Belagerungszustand; als Soldat wissen Sie, was das bedeutet." Beim Verlassen seines Zimmers erging sich La Flo in den schärfsten Schmähungen gegen den Obersten EsPinasse, der an der Spitze der Truppen stand. Sein Zorn war maßlos, er wollte die Soldaten haranguiren. Der Oberst befahl ihm Schweigen, und die Grena-diere kreuzten die Bajonette über ihn. Man setzte ihn in einen Wagen und brachte ihn nach Mazas. Die Art. wie Baze seiner Verhaftung Widers and entgegensetzte, läßt sich in ihren Einzelheiten nicht gut schildern. Erst nach vieler Mühe gelang es, ihn zu bewegen, Kleider anzuziehen; auch er befand sich bald hinter den Mauern von Mazas. Um 6j Uhr waren die Besetzung der Nationalversammlung und alle VerHaftungen beendet. Herr de Persigny, der den Oberst Espinasse begleitet hatte, kehrte vor 7 Uhr in's Elysee zurück, um dem' Präsidenten über den glücklichen Ausgang Bericht zu erstatten. Nun traten die Zettelankleber, die Afficheure, in Thätigkeit. Um 7 Uhr gingen sie von der Polizeipräfektur nach allen Richtungen aus, um an den Mauern der Hauptstadt die Proklamationen anzukleben, die man unter sie vertheilt hatte. Die Brigade Ripert besetzte den Platz Bourbon und seine Umgebungen, die Brigade Forey nahm ruf dem Quai d'Orsav Aufstelluna. Mit wahrhaft vewunverungswurv:ger Präzsion hatte der umfangeriche Apparat gearbeitet, der Staatsstreich war gelungen. Um diefe frühe Morgenstunde liegt sonst die Großstadt noch in tiefem Schlummer. Man hört in den Straßen nur das Geräusch der Wagen, die für den Riesenleib den Proviant heranschaffen; man sieht nur einige Arbeiter, die auf die Arbeit gehen. Aber an jenem Morgen wachte Paris plötzlich auf. Es scheint." sagt ein Zeitgenosse, daß eine elektrische Erschütterung im selben Augenblicke die weiten Viertel der Hauptstadt durcheilt hat. Was ist das? Es ist die große Nachricht, die schnell wie der Blitz dahinfliegt, und die in einem Augenblick allenthalben wiederholt wird. Das ist der Staatsstreich", sagt man. die Nationalversammlung aufgelöst, das allgemeine Stimmrecht wiederhergestellt, Paris im Belagerungszustande." Ueberall an den Mauern stehen aufgeregte Menschen und lesen die Proklamationen des
Präsidenten." ... Jeden Widerstand erstickte Napoleon durch ein schreckliches Blutbad in den Straßen von Paris. Veiln Faynarzt. Humoreske von Armin Ronai. Seit einer halben Stunde harrte bereits im Wartezimmer des renommirten Zahnfpecialisten Doctor Wanger ein Patient mit Spannung darauf, vorgelassen zu werken. Das Warten im Vorzimmer eines Zahnarztes gehört ja bekanntlich nicht zu den schonsten Einrichtungen des Lebens. Dieser Patient schien die Qual aber in ganz ungewöhnlichem Maße zu empfinden. Bald saß er in einem der bequemen Lehnstühle, bald trat er an's Fenster und trommelte ungeduldig an denScheiben herum, dann wieder marschirte er im Zimmer auf und ab oder blätterte hastig in den aufgelegten Zeitschriften kurz, der Herr schien keineswegs zu den geduldigsten Menschen dieser Erde zu gehören. Dabei verzerrte sich von Zeit zu Zeit die rechte Hälfte seiner Gesichtsmuskula tur in ganz characteristischer Weise. Ohne Zweifel, er hatte Zahnweh was hätte er auch sonst im Wartezimmer des Doctors Wanger zu suchen? Endlich aus dem Nebenzimmer ertönt ein Schrei, der dem Wartenden durch alle Glieder fuhr va vrmnen schien ein kranker Zahn ndgiltig abgethan worden zu sein. Noch ein paar Minuten und der Patient tritt mit einer Miene innerster Befriedigung, von dem'Zahnarzt geleitet, zur Thur heraus. Eine einladende Bewegung des Arztes, und nun kann Karl Jöhlinger, der ungeduldigste von allen, eintreten. Er schaut sich mit wilden Blicken im Atelier des Arztes um eine Folterkammer scheint es ihm eher zu sein. Diese, vielen sonderbar geformten Instrumente, die vielen Vorkehrungen, um dem Menschen Blut und Knochen abzunehmen und hierher hat er sich gewagt! Es hatte ihm allerdings Ueberwindung genug gekostet. Seit drei Wochen schon hatte ihm der infame kleine Knochen .im Munde alle Ruhe geraubt bei Tag und Nacht. : Was hatte er nicht alles angewendet, - um den rasenden Schmerzen Einhalt zu gebieten! Auch die radikalsten Mittel 'verfingen nicht mehr: Chloroformöl, Pfefferminzöl. heißes Salzwasser, Nelkenöl und sonstige . als .verläßlich verschrieene Hausmittel. Nichts, nichts konnte die Schmerzen lindern! Die Qualen wurden immer größer. . Da war kein anderer Ausweg mehr. Und in schlaflosen Nächten reifte endlich der Entschluß in ihm. sich dem Zahnarzt auszuliese' Und nun er da war, wäre er am liebsten wieder davonge-laufen.
Sie machen lein besonders vergnügtes Gesicht, mein Herr redete ihn der Zahnarzt lächelnd an, während er ihn in einen Fauteuil gewissermaßen hineindrückte. Na, bin das ja gewöhnt ,meine Patienten kommen mit sauren Mienen an und gehen wieder glücklich und vergnügt von mir fort. So wird's auch bei Ihnen sein." Ich weiß nicht ich glaube ,m stotterte Herr Jöhlinger. Was denn?" Ich meine es wäre vielleicht besser ich käme ein andermal, vielleicht morgen oder übermorgen " Aha," rief der Zahnarzt lachend, die bekannte Geschichte! Meine Patienten möchten immer morgen oder übermorgen kommen. Aber nun sind Sie doch schon hier, mein Herr, und da ist es am besten, wenn, wir die Sache gleich abmachen. Sie haben gewiß viel Schmerzen erduldet, he Sie zu mir kamen?" Unsagbar, Herr Doctor.! Aber sehen Sie, 'ich muß es Ihnen erklären, ich bin nämlich furchtbar nervös." Na. na," meinte derZahnarzt. das höre ich ja auch von fast allen Patienten; wer ist denn heutzutage nicht nervös?" Ja, aber ich bin es in besonder hohem Grade." So, so! Wie alt sind Sie denn, wenn ich fragen darf?" Fünfunddreißig Jahre." Verheirathet natürlich?" Gott bewahre! Wo denken Sie hin, Herr Doctor? Ich und verheirathet!" Nun, nun, in diesem Alter kann man doch schon verheirathet sein." Ganz recht. Aber bedenken Sie meinen Zustand! Diese Nervosität " Aber, mein Herr, Sie machen die Sache viel schlimmer, als sie ist. Wenn alle Nervösen lcdig bleiben wollten, so wäre ja das die einfachste LLsung der Bevölkerungstheorie t la Malthus. In hundert Jahren wäre das Menschengeschlecht so gut wie ausgestorben ... Nehmen Sie übriaens Platz, mein Herr, und sagen Sie mir ungenirt, wollen Sie leitn ö) behandelt sein, mit Aether oder Cocain?" Beim Himmel, Herr Doctor, ich würde es am liebsten für heute sein lassen, ich bin wirklich nicht in der Verfassung." Ach was nicht der Patient, der Zahnarzt muß in guter Disposition sein, und ich versichere Ihnen, ich habe beute einen besonders guten Tag. Eben war ein Patient hier, der rief nach dem ersten Zahn:' Herr Doctor, weil's heut' gar so schön geht, bitte, noch einen!" Also nur gefälligst Platz genommen, Herr wie ist denn nur Ihr werther Name? so. Herr Jöhlinger. Nicht wahr, sehr bequeme Sitzgelegenheit? Und practisch, sage ich Ihnen!" Ich möchte doch bitten, Herr Doc tor ," stotterte Jöhlinger, der bereits in dem bequemen Lehnstuhl sah. Sprechen dürfenSie natürlich nicht viel! Lieber den Mund recht weit aufgemacht, damit, ich gut sehen kann und nicht etwa einen falschen Zahn erwi-
sche. Wovon sprachen wir eigentsich? Ach ja, vom Heirathen. Freilich. wenn man nervös ist, ist die Wahl etwas schwieriger. In erster Linie ist darauf zu achten, daß nicht zwei Nervöfe in ein Haus gerathen. Der eine Theil wenigstens muß etwas kaltes Blut besitzen, und ich rathe Ihnen, Herr Jöhlinger, thun Sie sich bei Zeiten um... So eine kluge Frau mit unverdorbenen Nerven wäre für Ihre Nervosität das beste Heilmittel. Sie haben keinen Begriff, wie die Ehe besänftigt so 'ne kleine, energische Frau ist besser als Brom und Eisen.. Also der da hinten ist es? So'n Racker von einem Zahn! Er ist auch ganz schwarz angelaufen... Nur ruhig, Herr Jöhlinger ich will ja nur sondiren, wie weit er schon faul ist. Viel werth scheint er ja nicht mehr zu sein . . Also siebenunddreißig Jahre " Nur fünfunddreißig," gurgelte Jöhlinger mit Anstrengung. Richtig, fünfunddreißig, nervös, unverheirathet, und dabei allem Anscheine nach sehr gut situirt! Was bleibt da übrig? rief mit erhobener Stimme der Zahnarzt. In diesem Moment blitzte etwas in seiner Hand, aus dem practischen Lehnstuhl ertönte ein Schrei, dann war für einen Moment alles ruhig. ; Sie müssen heirathen," fuhr der Zahnarzt fort, in aller Gemüthsruhe seine angefangene Rede ' beschließend. Ihren Zahn haben wir aber schon!" Damit zeigte, er ihm das in der Zange eingeklemmte Knochenstück. Herr Jöhlinger konnte ' kein Wort herausbringen, so perplex war er über das unerwartete Ereigniß. Das Bewußtsein, die unangenehme Sache so leicht überstanden zu haben, erfüllte ihn aber doch mit Befriedigung, und schon während des 'Geschäfts des Mundausspülens begann er erleichtert zu lächeln. Hören Sie, Doctor, das ging eigentlich schneller, als ich gedacht hatte. Womit haben Sie mir denn den Zahn gezogen?" Mit der Zange natürlich." Ich meine, vb Sie Cocain oder Aether angewendet haben? (Wenn ich mir's recht überlege, hat es ja kaum geschmerzt." Den Kuckuck auch Eocain! S) was haben Sie doch nicht nöthig! Bei Ihnen galt es ja nur. Ihre Aufmerksamkeit von der Sache abzulenken,.. Uebrigens. war es mir mit dem, was ich vom Heirathen sagte, . ganz ernst. Bei vielen Leuten geht es damit genau so wie mit dem Zahnziehen: nur der Entschluß fällt schwer. Ist man abe? einmal beim Zahnarzt oder vor dem Standesbeamten, dann , ist man selig und froh." I In diesem Äoment klopfte es an die Thür. . , . .Sie entschuldigen . einen Augenblick.", rief der Zahnarzt und öffnete.
Im Rahmen der Thür erschien eine junge, sehr elegant gekleidete' Dame, die ohne viel Umstände das Atelier betrat. Entschuldigen Sie, Herr Doctor," sagte sie resolut, aber ich konnte es nicht länger aushalten. Eine halbe Stunde sitze ich schon draußen uno warte geduldig, daß die Reihe an mich kommt. Dabei schmerzte mich ein Zahn, daß ich meinte, vergehen zu müssen. Länger hielt ich's nicht aus. Da ich hörte, daß sich die Herren hier sehr gut amüsiren, erlaubte ich mir, zu stören. Bei mir dauert ja die Sache ja nicht lange ritsch, ratsch! und der Zahn ist draußen." Aber natürlich. Fräulein Palm," rief der Zahnarzt. Es wäre ja unverantwortlich, Sie mitJhren Schmerzen noch länger warten zu lassen. Hätten wir es übrigens gewußt, Herr Jöhlinger wäre gewiß so galant geWesen Ohne Zweifel mit dem größten Vergnügen!" kam es aus dem großen Lehnstuhl lispelnd hervor. Die Herrschaften gestatten übrigens: Herr Jöhlinger Fräulein Palm . . . Und nun zu Ihnen, mein Fräulein! Wo fehlt es denn eigentlich wieder? Wir haben doch erst vor zwei Wochen einen kleinen Widerspenstigen entfernt." Daneben scheint eben noch ein Kranker zurückgeblieben zu sein, und der schmerzt mich furchtbar." Und da soll ich ihn wohl plombiren?" ' Ach nein, Herr Dactor! Das hält ja doch nicht lange vor. Lieber gleich heraus damit." Der Zahnarzt warf einen bedeutungsvollen Blick zu Herrn Jöhlinger hinüber, der mit weit aufgerissenen Augen auf das resolute Fräulein blickte. Sie haben sich wohl sehr lange quälen lassen?" meinte der Zahnarzt, sich wieder an die Dame wendend. furchtbar lange. Gestern lbend um fünf Uhr habe ich zuerst den Schmerz gespürt." Und heute schon sind Sie zu mir gekommen?" Ich wäre am liebsten gleich gestern Zlbend hier gewesen, aber ich hatte bereits ein Billet zur Oper gelöst man gab nämlich Aida", und die wollte ich mir doch nicht entgehen lassen." Der Zahnarzt warf Herrn Jöhlinger nochmals einen Blick zu. Dieser hatte jetzt auch noch den Mund aufqesperrt von Staunen und Bewunderung. Hatte er doch drei Wochen gebraucht, ehe er den Entschluß faßte, zum Zahnarzt zu gehen! Und nun soll ich Ihnen den Zah.i also ziehen?" Ich möchte Sie darum baten." Soll ich Cocain oder Aether -wenden?" Aber, Herr Doctor," xlcf daö Fräulein mit abwehrender Bewegung, Sie wissen ja, daß ich nicht zu den Zimperlichen gehöre, und nervös bin ich Gott sei Dank, auch' nicht. Ihre feste, sichere Hand ist mir die beste Gewähr." ' Wohlan denn. Fräulein Palm, wenn ich bitten darf, hier Platz zu nehmen." . ; Es-vergingen keine drei Minuten und Fräulein Valm war bereits von ihrem kleinen Quälgeist befreit. . Sie hatte kaum einen Lch?ndenvLaut von Itcy gegeben und spülte sich rnnr mit der gleichen heiteren Miene den Mund. Nun haben Sie aber eine ziemlich große Lücke." meinte der hnarzt. Da können Sie ja - leicht belfen. Herr Doctor. Zwei gute neue Zähne eingesetzt und dem Mangel ist abgeholfen. Ich meine überhaupt, ein guter ri - . . . .
lunjlllcyer jayn taugt mehr als ein schlechter natürlicher, der uns Schmerzen verursacht und uns fast nervöz macht." Ei. ei, mein Fräulein, also doch auch nervös?" Nicht in dem gewöhnlichen Sinn., aber doch immerhin ungeduldig da, wo etwas leicht zu bessern wäre und es noch nicht ist." Karl Jöhlinger hatte mit immer wachsendem Ersiaunen der ganzen Un. terredung zugehört. Es war : überhaupt ein göttlicher Anblick, diese beiden aus gleicher Ursache aus dem Munde blutenden Menschen: hier der resignirte, wehleidige, um sein Gebiß zitternde Mann, dort das starke W:ib, dem das Zahnausziehen nur ein Mittel war zur Verbesserung des Gebisses auf künstlichem Wege. Uebrigens entspann sich zwischen den beiden Patienten und dem Arzte eine sehr, anregende Unterhaltung, di: sich, da keine weiteren Clienten warte, ten, noch über eine Stunde ' hinzog. Man sprach erst von den Zähnen, dann von den Menschen im allgemeinen und von der Nervosität im besonderen. Herr Jöhlinger, einmal von seinen Qualen befreit, wußte sehr anregend zu plaudern und Fräulein Palm nicht minder interessante Bemerkungen einzustreuen. Doctor Wanger hatte seine helle Freude an den Beiden. Und als sich Fräulein Palm endlich empfahl, erbat sich Herr Jöhlinger die Erlaubniß. sie begleiten ' zu dürfen. De? Zahnarzt blickte ihnen von seinem Erker aus vergnügt schmunzelnd nach, als sie, ganz in's Gesprach vertieft. Äusam men die Straße entlang schritten. Drei Wochen spater erh:elt Doctor Wanger eine Karje,. aufwelcher Herr Karl Jöhlinger seine Verlobung mit Frauleln Gertrud- Palm anzeigte. Der Zahnarzt war aar nicht über rascht. Er. machte ein Gesicht, als wollte er sagen: DaS habe ich nicht an ders erwartet. Nun ist die Sache in Krönung. Der philosophische Un. tcrofficier. Einjähriger, macyen nicht so viele Fehler! Sie stehen hier in Reih und Glied und nicht ? f I sr . m Mielis von Gut unv Bote:
Auch eine Kritik.
Willy Werner war Maler, Porträtmaler; . nach dem Urtheil seiner ssnunde ein Genie, von Dem die Welt noch Großes zu erwarten habe, und selbst nach Ansicht seiner Gegner ein Künstler, dem neben der Art, wie er eine Persönlichkeit ansah und wiedergab, eine gewisse Originalität in Zeichnung und Farbe nicht bestritten werden konnte. Doch gab eS unter seinen Gegnern natürlich auch solche, die ihm legllche Bedeutung absprachen. Zu diesen gehörte in erster Linie Willy's Vater. Der alte Werner war Sckneidermeisier, ein biederer Handwerker ' von altem Schrot und Korn, der in der Wahl und Ausübung eines praktischen Berufes allein die Existenzberechtigung eines Menschen anerkannte. Handwerk hat goldenen Boden. pflegte er zu sagen, die Kunst geht betteln. In seinen Augen war Willy ein Bummelant oder zum mindesten ein verkommenes Genie, das nie von seiner Hände Aröüt würde leben. geschweige denn davon etwas erübrigen können. Von dieser Ansicht ließ er sich auch dadurch nicht abbringen, daß ein Bild Willy's mit dem Porträt eines hervorragenden Staatsmannes auf der diesjährigen Kunstausstellung mit der goldenen Medaille prämiirt worden war. Alle diesbezüglichen Bemerkungen ivies er mit der Begründung zurück: Wie viele Offiziere und Beamte tragen Orden und Ehrenzeichen, ohne daß sie selber wissen, wofür. Wie viele Geschäftsleute und Fabrikanten, die uns mit ihren schlechten Erzeugnissen überschwemmen, sind Hoflieferanten und im Besitze von Diplomen und Medaillen?! Ich habe gewiß immer gute Anzüge von tadellosem Sitz geliefert; aber Diplome und Mcdaillen besitze ich keine." Dabei blieb er. " ' Aber trotzdem ungerecht wollte er gegen den Sohn gewiß nicht sein und nicht ungesehen verurtheilcn. So ließ er sich denn bewegen, mit einem kunstverständigen Freunde die Ausstellung zu besuchen. . Lange standen die beiden schweigend da. in eingehende Betrachtung des Bildes versunken: endlich nahm Werner's Begleiter daS Wort: Ei, liebster Freund sagte er, da kann man Dir ja wirklich zum Erfolge Willy's gratuliren. Wahrhaftig großartig! Sieh' nur, wie diskret alle Einzelheiten gehalten sind, wie die ganze Gestalt in dem fein abgetönten, duftigen Hintergrunde . verschwindet, und nur das geistreiche Gesicht gewissermaßen reliefartig daraus hervortritt. Und der Gesichtsausdruck, die Augen, der energische Zug um den Mund! Ganz, wie man den Minister aus seinen Reden kennt! Ein treffliches Bild! Wirklich. Ueber Freund, man darf Dir gratuliren." Oberflächliches Urtheil war des alten Werner's Sache nicht. Er hatte lange in stiller Betrachtung vor dem Bilde gestanden und alle Einzelheiten desselben genau studirt. Dann schüttelte er sein graues Haupt: Aus dem Jungen wird nie was." murmelte er, ich habe es immer gesagt. Sieh' Dir blos diesen Frack an! Der eine Knopf zwei Centimeter zu hoch, der andere drei zu tief. Ich möchte nur den Sitz von diesem Frack sehen, wenn der Minister den Einfall haben sollte, ihn zuzuknöPsen." Zeitbild. Sie (eben aus einer Sitzung ' des Vereins für Mütter" zurückkehrend. zu ihrem Gatten): Ach, Acthur, wie ich jetzt eben in's HauS treten wollte, sah ich auf den Stufen der Vortreppe einen reizenden kleinen Knaben fpielen." ' - Er: Mit goldenen Locken?" . Sie: Jawohl!" Er: Und mit blauen Äugen?" Sie: Oh, entzückende blaue gen?" Er: Und mit einer alten Blouse?'? Sie: Alt? Ich sollt's meinen. Und schmutzig war die Blouse gräßlich! Hat wahrscheinlich nie Wasser und Seife gesehen." ' Er: Darn weiß wer d?r Keine Kerl war." Sie: Run?" Er: Unser Fritzchen." Schlagfertig. . Der alte Sanitätsrath Z. trifft, vom städtischen Kirchhof kommend, mit dem vom Spazierritte heimkommenden Oberst zusammen und ruft demselben zu: Nun, Herr Oberst, schon so früh Schlachten geschlagen?" , Oberst (auf den Kirchhof zeigend): Nein, Doktorchen, nur, wie ,Sie, Paradeplatz besichtigt!" .. m m m Aus der Schule. Lehrer: Ihr wißt nun. was Serum iss. Fritz, bilde 'mal einen Satz mit dem Worte.", Fritz: Der junge Mensch liebte , die Dame und war den janzen Dag um se rum." m VeyMwühsW : Zimmer im esticGebasiidc zu reduzirten Preisen. Taö feinste OsficeIebäude m ,der (Statt. VoLstöndig feuersicher. Schnelle ffahrftüdl, und alle modernen Bequemlichkeiten. Nachzufragen bet GnnaOHY & APPEL, Agenten für die Indianapolis QilfLo.
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