Indiana Tribüne, Volume 25, Number 107, Indianapolis, Marion County, 5 January 1902 — Page 3

;ic, Sonntag, 5. Jannar 1902.

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Gräfin Csszeö.

Roman von Heinrich Lee. (5. Fortsetzung.) Leonard reiste zunächst nach Hainbürg, um dort seine Tauben zu öerkaufen, dann nach Berlin und hierauf nach Paris, um bei dem -Agenten Nachfrage wegen eines guten Engagements zu halten. Aber was er derlangte, war nicht da, die Saison war besetzt. E? raufet müßig gehen. Seit . vielen Jahren zum ersten Mal. Leonard kam auf die Idee, einmal ine Vergnügungsreise zu machen. Er verfiel aus Monte Carlo. Wie. die meisten seiner College hatte er eine Passton für das Hazard, wenn er auch immer nur mit großer .Vorsicht spielte. Ueberdies, warum sollte er in Monte Carlo nicht einmal Glück haben? Auch andere Leute haben dort Glück gehabt. Wenn er zum Beispiel die Bank sprengte! Und wenn sie sonst die vernünftigsien Menschen sind hat der alte Löwenbändiger Daggesell, der Nestor 'unter dem fahrenden Volk, von seinen Leuten gesagt, einmal kommt der Leichtsinn über jeden. Dann macht er mit seinem ersparten Gelde ein Bierrestaurant auf, wovon er nichts versteht, oder er verspielt's, dder er macht eine tolle Heirath oder sonst eine Dummheit." Leonard reiste nach Monte Carlo. Viertes Capitel. Der Hochsommer war gekommen. Auf Zombkowikowa fuhren die letzten Erntewagen in die Scheunen, und weit und breit dehnten sich die leeren Stoppelfelder aus. Es war ein brillantes Jahr gewesen. Die alten Buchen und Eichen im Park prangten in ihrem üppigsten Grün und umstanden die ehrwürdigen Schloßmauern mit den vielen, vielen Fenstern wie eine treue Garde. Am sonnendurchglühten Himmel hielten die Staare schon ihre ersten FlugÜbungen ab, und in Nrakau fand eine große Dank-Procession statt. Misko hatte Sisi gefragt, ob sie sich die Procession ansehen wollte. Aber Sisi hatte gar keine Lust dazu. Schon im Anfang ihrer Ehe war sie mit Misko einmal in Krakau gewesen, und erst hatte die Stadt und namentlich der große Marktplatz mit dem merkwürdigen, langen, bunten Gebäude, das in seiner Mitte stand, dem Tuchhause, einen kuriosen Eindruck auf sie gemacht. Als sie aber auf einem andexen Platze der Stadt, der außerdem noch ungepflastert war, die vielen Bauernwagen denn es war wieder Markttag mit den dürren, verhungerten Pferden stehen sah, verlor sie daran allen Geschmack. Krakau gefiel ihr nicht mehr. So was kann sieuck wo anders haben warf Jrau Camilla ein das macht den Menschen nicht glücklich." Misko hatte sich' daran gewöhnt, derartige Bemerkungen von Frau Camilla zu überhören, was natürlich zur Folge hatte, daß Frau Camilla in allen ihren Reden nur noch erbitterter wurde. Misko hatte sich mit diesem Bestandtheil seines häuslichen Glückes abgefunden. War er noch glücklich? Nicht ganz .mehr, denn Sisi machte ihm geheime Sorge. Er merkte, daß ihr etwas fehlte, daß irgend eine Leere in ihr war. Aber wenn er sie deshalb in aller Zärtlichkeit befragte, so erwiderte sie, es wäre nichts. Nichts, gar nichts fehle ihr. Wirklich nichts, es fehlt mir nichts. Nur quälen mußt Du mich nicht." bat sie ihn dann, und eine Zeit lang schwieg er wieder. Vielleicht wußte sie selbst niÄt. was es war. Auf ihren Wunsch hatte er ihr ein Hündchen angeschafft, einen kleinen, weißen Seidenpinscher mit langen, zottigen Haaren, und er sah genau so aus urie Flock. Erst hatte sik an dem neuen Spielzeug ihre Freude gehabt, und wenn Flock so nannte sie ihn wieder sich wüthend an ihre Röcke hing und sie sich tollend mit ihm durch alle Zimmer oder unten im Park durch die dichten, grünen Gänge jagte, so meinte er, daß sie nun wieder ein glückliches Kind war. Aber Flocks erste guten Zeiten waren vorbei. Wenn er frech wurde, bekam er von Camilla einen Fußtritt, und still und demllthig, ohne daß sich noch Jemand um ihm kümmerte, verbrachte er jetzt seine Tage, in einer Ecke oder im Park auf dem Rasen liegend. Sisi hatte sich dann einen Papagei gewünscht. Ein grüner sollte es sein. Er hing in einem Messingreisen in ihrem Boudoir, aber Sisi konnte ihn bald nicht mehr leiden. Wenn sie ihm auch noch . so oft etwas vorsagte, er verstand es ' nicht, er sprach es nicht nach, er sah sie nur mit seinen dummen Augen an und hackte noch obendr:in nach ihr. Endlich wünschte sie sich was? Eine Zither, eine Balalaika. Aus der Stadt mußte extra ein Lehre: kommen, aber sie lernte s so wenig, wie sie Klavier gelernt hatte. Nach drei Wochen kam der Lehrer nicht mehr wieder. Am vergnügtesten war sie noch immer, wenn sie beide zusamnun ausritten. Aber auch hierbei machte sie Misko Sorge, denn in ihrer Tollkühnheit schreckte sie vor nichts zurück. An Stelle ihres eleganten englischen Damenpferdes hatte er ihr einen wilden Preußen geben müssen. Sie sprang mit diesem Thiere über die breitesten Gräben, über jeden Abhang l'inzb, u einmal setzte sie er. dem : unapunkte auf der. Chaussee -.f.- e inert ganzen Vauernwagen hin..,:O, ver langsam daher gefahren kam. (S? nxr das erste Mal daß er ihr ein stnngeL Wort sagst'

Denkst Du nicht an die Menscheuleben, die Du dabei gefährdest?" Aber sie begriff das nicht. In der Manege, war sie noch viel höh:r gesprungen sagte sie. Dann verstummte sie plötzlich gleichsam als hätte sie zu viel gesagt. Wie er, so schmieg auch sie von der Vergangenheit. Es war das 'einzige Mal, daß ihr ein Wort darüber entschlüpfte. Wäre es aber nicht ganz natürlich gewesen, daß sie sich zuweilen der Vergangenheit erinnerte? fragte er sich. Warum schwieg sie? Warum? Und er, schalt sich selbst. Weil sie eben wußte, daß er die Zeit ausgelöscht wünschte. Weil sie ihn liebte. Der August neizte sich seinem Ende zu. Misko ordnete die Herbstbestelhingen an. Eines Morgens, nach dem Frühstück, als Misko sie verlassen wollte, klagte Sisi über heftigen Kopfschmerz. Die Schmerzen wurden schlimmer, und Misko ließ endlich den kleinen Jagdwagen anspannen, um aus der Stadt den Arzt zu holen. Als der Arzt kam. hatte sich auf Sisi's Gesicht an der Stelle, wo sie die Schmerzen hatte, Röthe und Hitze eingestellt, und außerdem empfand sie ein lästiges Ohrensausen. Nach der Untersuchung befahl der Arzt, daß sie in ein dunkles, ruhiges Zimmer geschafft werde und sich zu Bette lege, außerdem ein Senfsußbad und schwarzen Kaffee. Es ist nur ein Migräneanfall sagte er und morgen früh werden die Frau Gräfin wieder ganz gesund sein."

Misko war bereits in großer Angst gewesen, er ließ den Doctor, als er mit ihm allein war, nicht ohne weiteres fort. Wie kam Sisi zu Migräne? Sie hatte noch nie welche gehabt und war immer kerngesund. Vielleicht hat die Frau Gräfin eine starke Gemüthsbewegung gehabt?" fragte der Arzt. Aber davon wußte Misko nichts. Dann muß es eine andere Physische Ursache sein, vielleicht ist es auch nur die Einsamkeit hier, die der Frau Gräfin auf die Dauer nicht bekommt." Die Einsamkeit! Am Ende der Unterhaltung stellte der Doctor die Meinung auf, daß das Beste für die Nerven der Frau Gräfin vielleicht eine Reise sein würde, eine iVergnügungsreise, zum Beispiel nach Paris oder nach Ostcnde oder nach Wien. Nein Wien nicht. Wien ist ungemüthlich geworden. In Wien amüsirt man sich nicht mehr. . Reisen! Es leuchtete Misko ein. Und war nicht gerade jetzt die beste Zeit dazu? Die Ernte war vorüber, und die Herbstarbeiten konnte er getrost seinem alten, zuverlässigen Schünemann überlassen. Ihm selber machte das Reisen kein Vergnügen. Nun aber mit Sisi gemeinsam die Schönheiten der Welt durchstreifen, das war etwas Anderes. Immer allein mit ihr sein. Wie auf Faust's Zaubermantel mit ihr dahinfliegen von Land zu Land, von Stadt zu Stadt. All' diese Herrlichkeiten ihr zu Füßen legen! Warum hatte er nicht schon früher daran gedacht? Am nächsten Morgen war Sisi wieder wohl, nur etwas blaß sah sie noch aus. Sisi sagte er beim Frühstück zu ihr möchtest Du mit wir verreisen?" Verreisen? Wohin?" Nach Paris! Nach Italien! An's Warum? Wir wollen ein paar Wochen hinaus. Außerdem hat . der Arzt es Dir empfohlen. Möchtest Du nicht?" Keinerlei frohe Ueberraschung zeigte sich auf ihrem Gesicht. Wie Du willst," erwiderte sie. Sisi. machte es Dir keine Freude?" Freude! O ja!" Sie lächelte matt. Du bist so gut zu mir verzeih' mir. Ja, es macht mir Freude!" Aber er merkte, daß sie sich verstellte nur um ihm einen Gefallen zu thun. Wenn' er erst mit ihr unterwegs war. dann sollte der Zauber der Reise schon Macht über sie gewinnen. Das war sein Trost. Plötzlich legte sie die Arme um seinen Hals. Camilla aber kommt auch mit, nicht wahr?" bat sie. Frau Camilla war nicht anwesend. Sie nahm heute ihr warmes Bad. Misko hatte an sie nicht gedacht. Sisi." flüsterte er ihr zu. und wenn Du mir damit eine Liebe'hätest, mit mir allein zu reisen, Camilla zu Hause zu lassen?" Sie antwortete nichts, aber ihre Augen füllten sich mit Thränen. Gut." erwiderte er, Camilla soll uns begleiten." Sisi brach in Schluchzen aus. Ich mache Dir so viel Kummer!" Er zog sie an sich und beruhigte sie, und endlich glaubte sie ihm, und nun freute sie sich wirklich. Ihr Gesicht strahlte, und sie klatschte in dieHände. Wie hübsch das werden wird!" rief sie. Aber mit seiner eigenen Freude war es aus. Als er allein war, seufzte er. Was Frau Camilla betraf, so war sie mit der Idee, auf Reisen zu gehen, sehr zufrieden. Das ist der erste vernünfiige Gedanke von ihm," sagte sie zu Sisi das Beste wäre überhaupt, wir blieden immer auf Reisen, wir kämen hierher nach dem verdammten Kasten nie mehr zurück." . Acht Tage später wurde die Reise angetreten. Misko wünsckie. dan Ulka miinu ' - I r i Z nomme würde, aber Frau Camilla

erklärte das für fcollnj l'IMz. !

Warum denn? Zu Slsi's Bedienung i Dazu bin ich da." sagte sie. So saßen sie zu Dreien im Coupee, Frau Camilla verzehrte ChocolaoenPralinees, oder sie bettagte sich über die verschiedenen Unbequemlichkeiten des Eisenbahnreisens, oder sie sprach von ihrem Asthma. Sisi schwieg, und auch Misko schwieg. An dem Coupeefenster schwebten die heimathlichen Felder vorbei, die rothen Jacken der Bauern schimmerten, und mit jeder Achsendrehung lag .Zombkowikowa um ein Stück weiter hinter ihnen. Je weiter der Herbst fortschritt, desto prachtvoller wurde er. . In Ostende blieb man volle vier Wochen. Sisi fand am Reisen Geschmack, das bunte, amüsante Leben in Osiende brachte in ihrem Gemütszustände eine merklich günstige Veränderung hervor. Die Apathie, die über sie gekommen war, verlor sich. Sie wurde munter und heiter, und da auch Frau Camilla sich in guter Laune befand, so war Misko voll Zufriedenheit; deshalb wollte er die Heimkehr noch so lange wie möglich aufschieben, ' und nach den Nachrichten, die er von Hause bekam, stand dem nichts im Wege. Die ersten kalten Tage kamen, Ostende leerte sich. Bevor er aber Sisi nach Paris führte, wollte er ihr noch ein Stück Italien zeigen, dasjenige Stück, das einst auf ihn den größten Eindruck gemacht hatte Venedig. An einem sonnigen Nachmittage trafen sie in der Lagunenstadt ein. und einer der kleinen Dampfer brachte sie vom Bahnhof durch den großen Canal nach dem Markusplatz. Selbst Frau Camilla war von den Wundern, die hier aus dem Wasser stiegen, betroffen, und als der Dampfer anlegte und die untergehende Sonne m tausend ounten Farben die Fluth durchleuchtete, die Fluth und die ganze steinerne Märchenpracht, deren Marmorstufen sie bespülte, da schmiegte sich Sisi bezaubert in Misko's Arm und sagte leise und dankbar: Wie schön, wie schVn!Misko kannte von früher her eine gute deutsche Pension an der Riva dei Schiavoni. Dort stieg man ab. Der Abend war so schön und warm, daß eine Gondelsahrt gemacht werden sollte. Das Pensionshaus lag von der Piazetta, wo man einsteigen wollte, nur einige Schritte entfernt. Misko rief einen derGondoliere heran, stieg dann in den schwarzen Nachen als der Erste ein. Sisi sprang nach, und als die Letzte folgte Frau Camilla. Da hörte man einen Schrei. Frau Camilla war auf den glatten Steinstufen ausgerutscht, und obwohl ihr Sisi, Misko und der Gondoliere sogleich wieder in die Höhe halfen, so konnte sie sich doch nicht auf den Füßen halten vor Schmerzen. Frau Camilla hatte sich den Knöchel verstaucht. Sie mußte um Misko's Hals und den des Gondoliere, ihre Arme legen, und so brachte man sie nach dem Hotel zurück. Ein Arzt wurde herbeigeholt, der anordnete, daß Frau Camilla w's Bett geschafft würde. Noch an demselben Abend wurde Frau Camilla in Gips gelegt. Das schwere Körpergewicht, das sie hatte, war schuld daran, daß die Berstauchung ziemlich ernst war und der Fall sich in die Länge zu ziehen drohte. Ich taxire drei Wochen." sagte der. Arzt. So lange soll ich liegen bleiben?" zeterte sie. Wenn Sie nicht ganz ruhig bleiben, dauert es noch länger," erwiderte der Arzt. Frau Camilla brauchte also eine Pflegerin. Sisi wird kei mir bleiben," sagte sie. Sie werden doch nicht verlangen, daß sie den ganzen Tag bei Ihnen sitzt," erwiderte Misko. . Frau Camilla konnte das Um so weniger verlangen, als sie in ihrer jetzigen Lage ziemlich machtlos war, allem preisgegeben, was man mit ihr vornahm. Ihr Lamcntiren nutzte nichts. Gleich am nächsten- Morgen erschien von der Scuola di San Maria eine fromme Schwester an ihrem Bett. Sisi sprach ihr Trost und gu ten Muth zu, und dann verließ sie am Arme Misko's das Haus. Der Morgen war so herrlich wie gestern der Abend, ein prachtvoller, tiefblauer Himmel spannte sich aus, und von den Inseln drüben blies der warme Südwind. So schön war der Morgen, daß man statt einer Gondelfahrt lieber einen kleinen Spaziergang machen wollte. Wohin? Misko nahm, den Weg am Ufer entlang nach dem Giardini publici" zu. Sie waren allein, zum ersten Male auf der ganzen Reise allein und drei Wochen" hatte der Arzt gesagt. Schweigend, Arm in Arm, gingen sie nebeneinander her. Misko war glücklich, und auch Sisi sah sorgenlos und unbekümmert aus. Mit ihrem jetzt von einer frischen Röth gefärbten, braunen Gesicht glich sie ganz einem Landeskinde. Nur ihr elegantes, kurzes Reisekleid, das ihre kleinen Füße sehen ließ, verrieth die Fremde. Misko preßte ihren Arm. ' Nun mußt Du mit mir allein vorlieb nehmen," sagte er. Ja." lächelte Sisi ganz glücklich. Thut es Dir nicht leid?" Nein!" Wie die Kinder in den Ferien gin gen sie dahin. Die Giardini Public!" sind der ein zige Garten, den es in Venedig giebt, den auf dem Lido'und die paar fürn merlichen grünen Fleckchen in den engen Höfen nicht mitgerechnet. Um die frühe- Morgenstunde , aber - wann , die schönen Anlagen noch ganz leer. . Weißt Du. wie mir -ist?" sagte Mlsko, als sie unter den oenucfc

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wj j M wvr Paradies wäre, und wir beide wären Adam und Eva." Sie lachte. Ja," erwiderte sie und Camilla ist die Schlange, und nun muß sie zu Hause bleiben, im Bett." Vor dem Restaurationsgebäude saß an einem Tisch bei einer strohumwickelten Flasche Chianti ein junges Pärchen, der Mann hielt einen Vädekerband in der Hand und las seiner kleinen, jungen Frau daraus mit leifer Stimme vor. Ob die verheiratet sind?" fragte Sisi, als sie an ihnen vorüber waren. ..Es wird wohl ein Pärchen auf der Hochzeitsreise sein," erwiderte er. Misko, nun wollen wir einmal denken, daß wir auch auf der Hochzeitsreise sind. Ja?" Ein zärtlicher Uebermuth hatte sie gepackt. Wie vom Bändchen war sie losgerissen. Sie riß sich von seinem Arm. sprang einem Schmetterling nach und rief Misko zu, er solle sie fangen. Sie steckte ihn mit ihrer licben Thorheit an, und er that's, aber lachend entglitt sie ihm, bis sie endlich an einem vorspringenden Mauerwinkel, von wo aus der Garten sich zum Meer herabsenkte. Halt machen mußte, und er sie in seine Arme zog. Sisi." sagte er nach einer Weie, warum kann es so nicht immer sein?" Und ihr Gesicht wurde wieder nachdenklich, ja traurig' Ja, .warum?" wiederholte sie vor sich hin. Am Nachmittage fuhren sie nach dem Lido hinüber. So vergingen ihnen auch die nachsien Tage. Die Zerstreuungen, die ihnen die stille Stadt bot, waren nur gering, und ganz besonders konnte Sisi nicht begreifen, . datz es keine Pferde in der ganzen Stadt gab, die Vroncepferde auf der Markuskirche ausgenommen. Am Tage sahen sie sich das bunte Leben auf der Rialtobrücke m und anderen Straßen und Plätzen an, gingen in die volksthümlichen Gasthäuser, fütterten die Tauben, und schließlich stiegen sie immer wieder in eine Gondel; am Abend standen sie unter der tausendköpfigen Menge auf der P!azza und hörten dem Concert der 'Stadtmusikanten zu oder gingen in, das Goldonitheater. Einem Märchen glich die Stadt und einem Märchen auch das Glück, das über sie, beide, gekommen war. Und Misko fragte nicht mehr, ob es je wieder enden könnte. Ein einziges Mal nur es war an einem Sonntag, und sie gingen wieder nach den Gärten hinaus, und in langem Zuge, schwarz gekleidet, einen schwarzen Schleier über das Haar, mit großen, goldenen Ohrringen und in. Wuchs und Gang stolz wie Königinnen, gingen die venetianischen Mädchen, meistens Arbeiterinnen aus den Glasfabriken, neben ihnen her nur dieses einzige Mal sagte er zu ihr: Wenn Camilla wieder gesund wird, wird es dann zwischen uns so bleiben wie jetzt?" Ja," erwiderte Sisi. Frau Camilla hatte ihr Bett bereits mit einem Lehnstuhl vertauschen dürfen, dann erlaubte ihr der Arzt die ersten Gehversuche und eines Morgens von den Alpen her blies ein rauher Nordwind den ersten kurzen Spaziergang in's Freie, Sisi und Misko mußten ihr jeder einen Arm geben Ich glaube," sagte Frau Camilla zu Sisi. ich werde überhaupt nicht mehr allein gehen können, Du wirst mich immer führen müssen."' Und so schien es anfänglich. In der nächsten, Woche konnte sie schon Misko's Arm entbehren, aber nicht den Sisi's. Alles war endlich wieder beim Alten nur daß Frau Camilla's ansänglich so günstige Reiselaune jetzt vollständig dahin war, daß sie sich Ruhe wünschte, und daß. als der erste kalte Tag kam und sich herausstellte, daß es in dem Hotel keinen einzigen vernünftigen Ofen gab, wobei die Fußböden in diesem Hause noch außerdem mit Stein ausgelegt waren, was die Kälte noch empfindlicher machte daß sie also erklärte, s in Italien nicht mehr aushalten zu können. So wurde denn eines Morgens die Abreise angetreten nach Paris. FünftesCapitel. Es war ein Tag im Februar. Paris lag im Schnee. Müßig ruhte Herr Maurillac, Inhaber der Agence des Artistes Maurillac", wie unten an der Hausthür auf einem kleinen' Porzellanschild zu lesen war das Haus, in dem er wohnte, befand sich auf dem linken Seineufer in der traulichen kleinbürgerlichen Rue Dominique in seinem Bureau aus dem Kanapee und sah in die blauen Wolken seiner billigen Cigarette. Herr Maurillac war früher selbst Artist gewesen, aber -er hatte nach und nach eingesehen, daß es bequemer war, statt selbst zu arbeiten, von der Arbeit Anderer zu leben, Engagements zu verMitteln und die Procente dafür einzustecken. Allerdings, das Geschäft ging flau, es gab zu viel solche Bureaux zu viel frühere Artisten, die ganz ebenso gescheit waren, wie Herr Maurillac. Außerdem in Paris war nicht mehr viel los. Die Concurrcnz von Berlin wurde zu stark. Lon don und Berlin dort wurden heute die großen Engagements gemacht. Herr Maurillac verkehrte nur mit Varietes. Da ihm die ganz, großen in Paris die Folies Beigeres, in London das Empire, in New Fork das Metropolitan und in Berlin der Wintergarten bisher nicht zug'angig geworden waren, begnügte er sich mit kleineren und sogar den allerkleinftfn ftbcntimts ton fete Nerinnen drei Francs Abendaaae bekamen und I hin Entree erHoden wurde; statt deS

EntreeS wurde in diesen Lokalen nur

ein kleiner Aufschlag auf die Ge- - tränke bezahlt für einen Bock oezahlte man hier 40 und für einen kleinen Schwarzen 50 Centimes. 1 Immerhin, Herr Maurillac gab die Hoffnung nicht auf. Eine große' Nummer mal, dann war er en vogue, dann würde er auch mit den Folies Bergeres, dem Empire und dem Berlmer Wintergarten uvs Geschäft kommen. Der größte Coup war leider mißglückt. Es hatte sich um das Engagement einer Tanzsängerinnengesellichaft nach Amsterdam gehandelt. Aber schon ein paar Tage nach dem Beginn der dortigen Vorstellungen hatte die Amsterdamer Behörde die Ausweisung dieser Damen anbefohlen - aus Gründen emer übertriebenen Moral, und Herr Maurillac hatte aus Amsterdam einen sehr groben Brief erhalten. Das war eben Pech. Es klopfte an die Thur. Entrcz!" rief Herr Maurillac. Der Eintretende war ein junger Mann in etwas defectem Anzüge ein Anblick, wie ihn Herr Maurillac an seinen Clienten nicht so ganz ungewohnt war. Es war Leonard. Wirklich, er sah heruntergekommen aus trotz seines Cylinderhutes und des langen, modernen Sportpaletots und der Gamaschen über seinen Stiefeln, alles Herrlichkeiten, die sehr gelitten hatten. 'Am auffallendsten an ihm war sein ShlipS, denn nicht die kleinste goldene Nadel steckte darin. Die Behauptung des alten Meister Daggesell hatte sich an ihm prompt erfüllt. Er hatte seine große Dummheit gemacht .in Monte Carlo. Natürlich hatte er nach einem System gespielt erst nach einem, dann nach mehreren. Natürlich hatte er auch anfänglich gewonnen. Dann telegraphirte er an den Credit Lyonnais und hob fein Guthaben ab bis auf den 'letzten Centime, und schließlich derkaufte er alle seine Schmucksachen. Das Ende war, daß ihm die Direction der Spielgesellschaft ein Eisenbahnbillet nach Paris kaufte, und ihm hundert Francs Reisediäten mitgab. Do langte er in Paris wieder an. Sein erster Gang war nach dem Circus Franconi. Man bot ihm die Stellung eines gewöhnlichen Rider und Stallmeisters an, dreihundert Francs monatlich, etwas Anderes war nicht frei. Selbstverständlich dankte er dafür. Dann ging er in die Agenturen; aber, wie schon gesagt, man war für die lausende Saison complett. Die hundert Francs wollten zur Neige gehen; Leonard begab sich zu Franconi zurück und nahm die Stelle an. So konnte man ihn jetzt jeden Abend bei Franconi im Stallmeisterfrack, oder als Reiter in den Quadrillen und der Pantomime sehen, ohne daß aber auf den. Plakaten etwas von. seinem Namen stand. Er war obscur geworden. Kein Wunder, daß sich auch die Damenwelt nicht mehr um ihn bekümmerte. Dreihundert Francs im Monat! Davon kann man in Paris eben gerade ein kleines, mit einem Kaminspiegel geschmücktes Stllbchen haben und nothdürftig essen und trinken. Obendrein hatte Leonard auch noch seine Reitstiefel und die Tricots davon zu bezahlen, weil diese die Direction nicht lieferte. Kein Wunder also, wenn seine Garderobe etwas strapazirt aussah, und wenn er in seiner ganzen Erscheinung an den schmucken, schneidigen, eleganten, schönen Leonard von einst nur noch recht kümmerlich erinnerte. Seinen Rundgang durch die Agenturen setzte er demungeachtet fort. Die Zeit, die ihm dazu blieb, war allerdings knapp genug, denn von früh bis in den Nachmittag hinein wurde von der Direction geprobt, und als Stallmeister hatte er dabei Hilfe zu leisten. Das Resultat seiner Bemühungen aber war überall, das gleiche. Die Agentur von Herrn Maurillac war die letzte in Paris, die er heute besuchte. Herr MauriNac hatte sich die Wünsche seines neuen Kunden auseinanversetzen lassen. Augenblicklich bedaure ich," sagte er, aber ich denke, es wird sich machen lassen. Ich werde an Ciniselli schreiben oder an Renz oder an Carre." Herr Maurillac brüstete sich mit den berühmtesten Namen. Endlich schloß er seine Rede mit den Worten: . Sie haben nur noch das Einschreibegeld zu zahlen." Und Herr Maurillac begab sich eilfertig an sein Pult und zog dort sein Buch hervor. Den Witz kannte Leonard. Er empfähl sich ohne weiteres, und ärgerlich warf sich Herr Maurillac wieder, indem er sich eine Cigarette ansteckte, auf sein Kanapee.' Das Geschäft ging flau, nicht einmal -mehr das Einschreibegeld .wollten die Leute bezahlen. Unzufrieden begab sich Leonard nach seiner Wohnung zurück. Es hieß warten"! Warten bis zur nächsten Saison. Und dabei hatte er eine Idee die Idee zu einer neuen Nummer. Es war eine Nummer h deux. Er brauchte eine Collegin dazu. Aber wo eine finden, die jetzt noch- mit ibm Arbeit machte"? Wenn er Sisi jetzt gehabt hätte. Und zum ersten Male .dachte er an sie zurück. Verhttrathet hatte sie sich und vornehm und reich.. Diese Heirath hatte jetzt etwas Befremdliches für ihn. ' Mit Leib .und Seele hatte sie an lyrer Arbeit gehangen. Poltrcnne! .Memme!" brauchte er ihr nur zuzurufen, und sie that, was man von ihr verlangie auch 1 das Kühnste. Sie war njcht wie er und die Anderen, für die das ganze Mener nur Brod, erwerb war. Warum waren sie nicht zusammen Lebliein? Dann wäre S nie so weit

mit ' gekommen. Nun konnte er, hjs er es zu einer Rente brachte,' noch einmal' von vorn anfangen. Wenn ihm die neue Nummer ge-

lang, und wenn er eine Collegin und : das nöthige Geld dazu fand denn die Nummer erforderte auch eme gewisse Ausstattung, auf Augenweide" kommt es heutzutage bei emer solchen Nummer eben meistens an dann konnte sie ihm monatlich 2000 Francs und mehr bringen. Aber er hatte 'we der die Collegin noch das Geld. Es sah mit semer Zukunft also ziemlich dunkel aus. Der Abend kam, und Leonard be gab sich wieder in die verhaßte Tretmühle. Wieder und wieder dachte er an Sisi. Wo mochte sie ietzt sein? - Misko hatte mit den Damen ein elegantes Boulevard - Hotel bezogen. Man weilte in Paris nun schon vier Wochen, ging in die Theater, fuhr im Bois spazieren, besuchte die Cabarets aus dem Montmartre, die großen Magazine, manchmal auch den Louvre, das Luzembourq, das Hotel dc 'Cluny, obwohl sich Sisi in einem Museum schrecklich langweilte, und speiste der Reihe nach in allen berühmten Restaurants. Bloß in den Circus kommt man nicht," sagte eines. Tages Frau Camilla, als ihre Laune wieder schlecht war. Das Wort war heraus. Sisi erschrak darüber, und Misko schwieg. Geradezu, als ob man Angst davor haben müßte," setzte Frau Ca milla hinzu. Wenn Sisi einen Wunsch hat, er. widerte Misko endlich, so weiß sie, daß sie ihn nur auszusprechen braucht." Sag's ihm doch," schrie Camilla, aber Sisi blieb, stumm. Weil sie Angst hat. weil sie denkt, Sie könnten ihr darüber böse sein." Misko bezwäng sich, er sah aber ein, daß ihm jetzt nichts Anderes übrig blieb, als diesem Weibe wieder nachzugeben. Wollen wir, Sisi, heute Abend in den Circus gehen?" fragte er. Wie sie ihn anblickte, furchtsam, zweifelnd und doch voll von einer plötzlichen Freude, die sie nicht verbergen konnte, so brauchte er ihre Antwort, die sie nicht über die Lippen zu bringen traute, nicht erst abzuwarten. Es ist gut, entschied er, der Portier soll uns eine Loge bestellen." Die äußere Gleichgiltigkeit, mit der er sprach, befreite auch Sisi nun von ihrer Befangenheit. Sie jubelte und klatschte m die Hände. Mit keiner Fiber spürte sie. wie ihre Freude ihn schmerzte. Der Nachmittag verging .für Sisi w für ein ind die Stunden am Weihnachtstag, die es noch von dem Abend mit dem Lichterbaum trennen. Endlos dehnte sich ihr die Zeit. Sie war wie verwandelt, aufgeregt und lebhast, und t mehr Misko sich selber beherrschte, um so mehr ließ sie sich iu ihrer Freude gehen. Du mußt mir nicht böse sein, sagte sie, sich an ihn schmiegend. Sisi. warum soll ich Dir böse sein V" Weil ich dachte 1 Sie stockte. Nun?" Weil ich dachte, es wurde Dich kranken Daß Du Deinen einstigen Beruf noch immer ueo hast? .Ja." Aber mich, mich hast Du auch lieb. Sisi?" Ja." . ! Sie drängte sich stürmisch an ihn und sah ihn so zärtlich an wie noch n. Ein Thor war er gewesen. Nein, er hatte von diesem Besuche nichts zu fürchten. Unsinnige Phantasien hatten ihn gequält.- Sisi's Wunsch, und ihre Freude ' '.r nur ganz natürlich. Der Abend war gekommen. Der Circus Franconi war ausverkauft. Die Loge, in der Misko mit den Damen Platz nahm, lag genau zwischen den beiden Gardinen und bot über Haus und Manege den besten Ueberblick. Die Damen saßen vorn in der ersten Reihe. Misko dicht hinter ihnen. (Fortsetzung folgt.) Kennt sich aus. Der Comiker Lächerle bat sich gestern verheirathet" Das freut mich, das wird dem arroganten Schwätzer eine gute Lehre geben Wieso?" Na. jetzt mutz er zuHause wenigstens eine stumme Rolle spielen I m zoologischen Garten. Jüngling (behelligt einen Aufseher schon eine geraume Zeit mit Fragen): Das Kameel ist wohl schon sehr alt?" Aufseher: O ja. das könnte Ihr Vater sein, jungerMann!" Sicheres .Zeichen. Frau A.: Man munkelt. Ihr Herr Sohn sei nicht recht glücklich in der Eh' ist das wahr?" Frau B.: Keine Spur, ich hab- ihn erst gestern wieder gewog'n, zwei Pfund hat er schon zug'nommen seit er verheirathet ist!" Freun bliche Aufforderung. Mann? Ich habe also meine Lebensversicherung so abgeschlos scn. daß ich IU 50,000 Mark bereits mit dem sechzigsten Lebensjahre ausge zahlt kriege!" Frau: Na, dann beeile Dich nur 'n bischen!" Verrannt. Fürstin: Ach, sehr angenehm, Sie kennen zu lernen! Ich habe schon viele Ihrer Gedichte gelesen und sie ganz vortrefflich gefunden." Dichter (sich entzückt verbeugend): O, welches Glück, durchlauch tigste Frau Fürstin, in so schmeichel Haftes Lob aus so großem Mund: zu Nren!"

Für die Küche.

iscbe inWeinwin. Der Fij wird in etwa handgroße Stücke fis Mttlen, in eine glasirte, etwa : Schüssel, die das Backen verträat. ties ge!i gt und mit Weißwein begossen, so da erstatt zur Hälfte bedeckt ist. nauf kcmmen ButterflLckchen, soreichlich ceriebener trockene? Ol hai Scg weizerkäse. Bei mäßiger Hitze wird dm ency: otn in der Rohre (Back- ) eine halbe Stunde geschmort. man genug Käse dazugegeben, so man eine dicke atll Sauce am fe a hat, tfll fo: andernfalls aibt man noch etwa I acstof'.enenHwieback oder Semmel briZel hinzu.' Man kann jeden Fisch veimtzen. N.artoffe!suvve rnitArat. wurst. De 5ialtLsfe!n werden saubergewaschen. geschält, nochmals ge wai.H?n. in Scheiben gejch.iltten. mit Salz. Wasser und ganzen Stücken? Wurzelwcrk, auch ScUerleolättern unö etwas Suppen- oder Äratenfeit eine stunde gekocht; das Wasser darf nur im finaerhLch darüber heben. Sind die Harros feln gar, so wird das Wurzeiwerk y:rausg:nOmmen und die Uartoffeln mit der Reibkeule zu Brei zer drückt, durch ein Sieb gerührt und kochendcs Waffer, worin man einen halben ölafftelösfel Fleischeztract ausgelöst hat. dazu gegeben. Eine Brat wurst (für 4 Personen ein halbes Pfünd) bratet man in Butter schön braun, nimmt sie h:raus und schwitzt in der rückständigen Butter 2 Löffel voll Mehl, bis es kraus ist; dann läßt ma die .Schwitze mit der Suppe glatt un! seimig kochen. Die Bratwurst wird in fingerstarke Stücke geschnitten und die Suppe darüber angerichtet. Ser empfehlenswerth sind auch statt deri Bratwurst echte FrankfurterWürstchen. Man spült sie ab. läßt sie eininal aufkochen und 10 Minuten in der heißen Suppe ziehen. Gebackener Blumenkohl. Mcju läßt 3z Unzen Butter steigen, schwitzt einen sehr gehäuften Eßlöffel voll Mehl eine Zeitlang darin und oiejt sodann ein Pint . heiße Sahne dariin, doch muß dies tropfenweise gesbehen. Den entstehenden Brei schlagt man tüchtig, rührt ihn noch eine Wcle, nachdem man ihn vom Feuer genommen hat und stellt ihn dann klt. Eie Stunde vor demAnrichten kommt ein knapper Teller voll geriebener Parme anläse und 6 Eidotter daran, so wie das nöthige Salz, zuletzt auch da5 zu Schnee geschlagene Eiweiß. In def en hat man Blumenkohl nicht zu werch gekocht und gießt nun diesen Teig darüber, nachdem man den abgetropften Blumenkohl in eine? ausgebutterten. Auflaufform eingeschichtet hat. die auch mit etwas geriebener Semmel au- gestreut ist. Hier bäckt der Blumenkok l 30 bis 45 Minuten und wird . 1L V ii r . .Y-n 2 , ' va.n mu grraucycrin z:acys, royem Stinken und anderen feinen Beilaaen odi r auch allein servirt. Das sehr fei :t Gericht kann auch von geringe, rer i, schon ein wenig grünlich aussehendem Blumenkohl bereitet werden. Nouletterk von Rind, f l : i s ch. Man schneidet dünne Sche!beiz von derbem, nicht sehnigem Rindfleisch. Diese Scheiben werden gut ge llokft. Sodann bereitet man eine Fakce aus Rindfleisch, indem man dastlbe roh schabt oder mehrmals du Ä die Maschine treibt, mischt sie mil L Eiern, frischer Butter. Semmelkrien und ein wenig Muskatblüthe, macht daraus einen festen Teig und legl davcn in die Mitte jeder Rind fleisch-Scheibe. Sodann rollt man die Scheiben so af, daß die Farce in der. TMt liegt, umwickelt jede Rolle mit Zwiin und läßt in einem flachen Tie oelutter steigend werden. Dann 1V..1 l !- rn rY tn r tt . iqvi man oic nouen neon z oroeerblättern hinein, deckt sie zu und läßt sie unter Lfteem Umkehren braun wer dij. Sodann nimmt man die Rouletten aus ihrer Sauce, schmort diese mit ekrm Eßlöffel voll Weizenmehl durch, git kochende Brühe, in Ermangelung desselben kochendes Wasser an, salzt di San erst setzt, nitnmt die Faden vr: i den Ronletten, legt sie mit etlichen E ronenscheiben in den Biguß,-läßt sie gut durchschmoren und richtet sie ar wenn sie weich sind. Alle Arten vo i Kartoffeln, wie auch Maccaroni. Ris. Gries und Graupen vassen zu dickem Gericht. Obiae ??arce aibt Uatvupf cunvk- l nuicr oilllloN. SuvPnfleich-Reste. Reste bok kaltem Suppenfleisch, gleichviel ob Rindfleisch oder -Kalbfleisch, werden von ihren Sehnen befreit und fein ge wiczt oder durch die Maschine getrieber. Auf ein Wertel Psund gewiegtes Flnsch kann man einen Eßlöffel voll Brtter rechnen. Diese läßt man auf seh: schwachem Feuer zergehen, gibt 13 feingewiegte Zwiebeln, je nach, den diese im Haushalt beliebt sind, ein halbes Lorbeerblatt, ein wenig eng. Nses Gewürz und etwas gestoßenen Pkfser hinzu und läßt das Fkisch untei öfterem Umrühren darin heiß wer de l. Dann gibt man ein Glas Wein urb ine gehackte Sardelle hinzu, oder ftcjtt des Weines Citronensaft und Ktpern nach Geschmack, was viel fei. n ist, bindet das Gemisch durch einen hciben Theelöffel voll in Wein zer. qurltes Kartoffelmehl und richtet die 2$sse in Muscheln oder auf einer fla. ctM, runden Schüssel an. I beiden FZllen wird sie mit Parmesankäse und Bltterstückchen belegt und kurze Zeit in eine heiße Bratröhre gestellt, Fcrbe zu v&zaci. ! ... - Merkwürdige Zeitbe. griffe. Mutter: Das sag' ich Dir schon. Emil, die Freundschaft mit Rechtsraths - Willi muß ein Ende haIzt: Alle halbeStund konmt er. bleibt d2nn immer eine ganze Ewigkeit, und rcj nächsten Moment ist er schon witd:; ' r .r.l; . r" c. r ti m

Palmen, die sich über sie breitet:

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