Indiana Tribüne, Volume 25, Number 106, Indianapolis, Marion County, 4 January 1902 — Page 4
Jnollnm Tribüne, 4. Januar 190&.
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s . XIII 11 W -W T Erscheiut Täglich und 5Ln:ttagS. HnauZgkgeben von der . TRIBUNE PUBLISHING CO. Indianapolis. Ind. Osflee: 18. Süd Alabama Strafte. (51.1171, Tage- und Sonntagsblatt nur iOc per Woche. ? einzige achlskit'.ge deinokraiislbe Wendilan im Staate Sndiana 4 einer qrödettn Tirrulatisa l irgendein andere deitjche Zeirnnz. - Dtl delieMeße Oraan der Deutle vnd aller deuklctxamerikanischen Vereine & Organisationen. D opnlirße und iiedentendste deuiscbe demo tätliche Zeitunz der Stadt und M etacte In hiana. Anzeigen finden durch die Xribünf" die toeitrftt Berdreiru:ig und haben anerkannt der. beste erfolg. Da 6 snntaaHbkatt der .Tribüne- ft da billigste und beite deutsche ffamilienl-iatt rißen FormatS im Staate und wegen seiner eichda!1ig?kZt und de sorgfältig gewählte JnöallS ellgemein beliebt. , ja Sonntagiblatt kostet vnx 5 ZtrM, mit dem Abendblatt zusammen 10 Senk xer Woche,o IrSzer in'S HanS gestellt rder per Post versandt. at IüJianapclis P. 0. as eecotui class mai) matter. Samstag, den 4. Januar 1902 DaS goldene Canada. Im Allgemeinen steht die canadisch Dominion, was die Fördeiüng ihrer in der Erde verborgenen Naturschätze anbelangt, noch immer in ihrcr Kindheit, im Vergleich zur Entwlckelung der betreffenden Hilfsquellen in den Ver. Staaten; allerdings ist diese Kindheit zum Theil schon eine recht thätige. Wie die Canadier selber das diesbezügliche Verhältniß ansehen, davon giebt eine vergleichende Zusammensiellung des Dominial - Stattstikers George Johnston einen ungefäh- . ren Begriff, und diese Zusammenstellung dürfte auch in den Ver. Staaten vielfach Beachtung finden. Darnach war Canadas gesammie Mineral - Ausbeute im vorigen Jahr? nur ein Siebzehntel so groß, wie diejenige der Ver. Staaten; im Verhältniß zur beiderseitigen BevölkerungZzahl jedoch war sie nicht gerade diel geringer: denn ihr Werth betrug in Canada pro Kopf der Bevölkerung 512.06, und in den Ver. Staaten . $14.03. Ihre Zunahme in Canada während der letzten zehn Jahre aber war beinahe doppelt so groß, wie in den Ver.' Staaten! Auf je Z100 Mineralreichthum in. den Ver. Staaten kamen im letzten Jahre $51.60 von den Metallen, in Canada dagegen $62.66. Der größte Theil der Zunähme in Canada aber war durch das Gold repräsentirt. Im Jahre 1891 wurde in der gan-' zen kanadischen Dominion nur für $1,150.000 Gold gefördert, im letzten Jahre dagegen für beinahe 28 Millionen Dollars! Seit Canada da gelbe 5dlmetall zu fördern begann.' hat es dem gesammten ' Goldwerth der. Welt 136 und eine halbkMillion Dollars hinzugefügt. Davonim, wie sich denken läßt, ein großer Theil von d:n kanadischen Goldfeldern des Jukcn. nämlich über 52 Millionen. Aber auch in anderen Theilen der kanadischen Dominion hat sich der Goldertrag verhältnißmäßig stark vermehrt; r betrug im letzten Jahre 5,640.000 Dollars, was eine Zu- ' nähme um beinahe 4,900,000 Dollars bedeutet. - Bei entsprechend gründllcher Ausbeutung können die Canucken noch sehr viel in .dieser Hinsicht erwarten. Beiläufig bemerkt, ist der MetallReichthum der Ver. Staaten ein man nigfattieerer, als derjenige Canadas. Quecksilber, Antimvn. Platina und Aluminium, welche bei uns in sehr annehmbarem Maße producirt Ire? den. erscheinen in den .kanadischen Berichten nicht. Aber euch in diesen BeZiehungen dürfte die Zukunft noch manche Überraschungen bringen. Man weiß bereits, daß Aluminium, obwohl es in Canada noch nicht gefördert wird, in vielen Lagerungen ezisiirt, die sich auf Millionen von Tonnen belaufen; und mit der AntimonFörderung hatte man in einer Provinz Neu - Schottlands schon begonnen, als ein Proceß die Operationen zum Einhalt brachte. Vor zehn Jahren hätte Canadas cesammter Mineralertrag mit 84 vervielfacht werden müssen, um denjenigen bet Vcr. Staatoi zu erreichen; heute ist diese Ziffer auf 17 herabgeoracht. Darnach erscheint eine bergbaulicke Ueberflügelung der . Ver. Staaten durch Canada nicht ausgeschlsssen. .Ex - Postiect'mes Johns von Tipton. , Ind.. fuhr mit einer bedeutenden, Geldsumme nach Elood, um dort eine Anzahl Arbeiter zu entlohnen. Unterwegs hielt ihn ein Jrauenzinrmer mit einer Reisetasche n und bat. sie mit nach Elwood zu nehmen. Johns machte jedoch bald die Entdeckung, daß seine Gefährtin ein verkleideter Mann war und setzte diesen bei einem Farmhause unter einem Vonvande ab. Johns entfernte sich schleunigst mit seinem Waaen und der Fremde wurde nach seiner Ankunft in imipood durchsucht. In seiner Handtasche fand man drei Revolver, ein großes Bowie - Messer, sowie zahlreiche EinbruchZwerkzeuge. Johns ist der Ansicht, daß der Mann ihn seines Geldes Ire?!! erir Ar?n irf
Jndmna
Ausland Depeschen. Irs. Stone noch in Sefattgcllschaft. f Der Ort wo sie gefangen gehalten wird aber genau bekannt. m Die Briganten hart bcdräogt. '.' Baron (5. Baillean
Bcgcht. in. einem Eiscnbahnvaggon in i Loudon Selbstmords Vom Krieg in Ciidasrika. m Botha und ?e 23er fordern zur FortsctzuNg des Kampfes auf. Tcutlchlaitd nnd Venezuela. Meuterische türkische Truppen. NachrichtenüberFrl. Stone. Sofia. Bulgarien.' 4. Jan. Das Gerücht, daß Frl. Stone. die amerilauische Missionarin. und ihre Bcgleiterin. Madame Tsilka. freigelassen worden seien, hat sich soweit noch nicht bestätigt. - Nachrichten von der Grenze zufolge, verbargen sich dis Briganten auf türkischem Gebiet, wo sie von der Bevölkerung, die sie vorher mißhandelt und beraubt hatten, stark bedrängt wurden. Erst vor Kurzem fand ein Kampf statt, in dem die Anführer der briganten verwundet worden sein solIcru En Theil der Bande, des langen Wartens auf das L'öscgeld müde, hat desertirt und die Leute versuchen jetzt nach Bulgarien zurückzukehren, was ihnen aber bei der scharfen Bewachung der Grenze sawer fallen dürfte. ES wird auch versichert, daß der Platz wo si) die Gefangenen befinden, genau bekannt ist. und man hofft.. daß die Agenten der Missionäre innerhalb, wcNiger Tage im Stande sein werden mit den Banditen in Berührung zu kommen. Murray wird nach O h i o ausgeliefert. London. 4. Jan. - John Murray. der sich dieser Tage der Polizei in Irland gestellt hat. erklärend, daß er seine Frau in Jesferson. Ohio, getödist habe, wird innerhalb weniaer Tage hierhergebracht werden. Die Beamten der Ver. Staaten Botschaft haben sich mit dem Staatsdepartement in Washington in Verbindung gesetzt und sind nun wahrend des Tages venacvricyngi worden, daß der Gouverneur Nash, von Ohio. ein Auslieferungsgesuch unterzeichnet habe. Murray ist angeklagt, in der Trunkenheit seine kranke-Frau mit Fußtritten getödtet zu haben..,., Selbstmord im Eisenbahn Waggon.''' ' ' : London, 4. Januar. Baron Charles Boilleau. ein französischer Edelmann, der in Island ansässig war. hat sich hier in einem Eisenbahnwaggon das' Leben genommen, wie es scheint, weil er in finanzielle Schwierigkeiten getrathen war.' Der Baron war reich, er hatte aber kürzlich große Summen ausgegeben, als er das isländische Par lamcnt zu bestimmen versuchte, eng lischen Schissen zu gestatten, innerhalb der drei Meilen Grenze zu fischen. Er war im Begriffe, zu diesem Zweck ein Syndikat in England zu bilden. Er telegraphirte kürzlich nach Amerika, daß ihm 51000 geschickt werden sollten, er erhielt aber nur 5200. und er zweifelte zuletzt auch daran, daß ihm die Isländer jemals seinen Wunsch erfüllen würden. Baron Loillcau's Vater war erster Sekretär der französischen ' Gesandtschaft in Washington unter 'Napoleon III. und hatte sich in Washington mit einer Tochter des Ver. St. Sena tors Thomas B. Benton verheirathet. Er war somit ein Schwager des Generals Fremont. ' Der Baron hatte viele reiche Freunde in London, die ihm jede beliebige Sum me vorgestreckt haben würden, darunter auch der Testamentsvollstrecker seiner Mutter, der in einer der prächtigsten Residenzen in Park Lane wohnt. Der Baron machte aber Niemandem Mittheilung von seiner Geldnoth und als er todt in dem Eisenbahnwaggon gefunden wurde, hatte er nur einen Penny in der Tasche. Seine Güter in Island und seine Interessen in Amerika sind werthvoll. Der Verkauf der dänisch -westindischen Inseln. Kopenhagen. 4. Jan. San nebrog-. eine dem Justizminister gehörige Zeitung, enthielt am Freitag einen Leitartikel, in dem das Verlangen, daß den Bewohnern der dänisch-westindi-schen Inseln gestattet werde über die Frage ob die Inseln verkauft werden sollen oder nicht, abzustimmen, als unberechtigt zurückgewiesen wird..' Es war von gewisser Seite darauf hingewiesen worden, daß dasselbe Privilegium auch für die Vewobner von NordsckleZwi verlangt worden sei. In dem Artikel wlro nun erklärt, daß die Bewohner von Nord Schleswig von Hause aus, durch Geburt. Sprache und Erziehung Dänen und. ihre Sympathie auf Seiten Dänemarks seien, während die Be-
völkerung der rLnisch-westindischenJn-sein, zum größten Theil aus Negern bestehe, die nicht einmal dänisch spr:chen. Ein solcher Vergleich schade thatsächlich der Schleswig'schen Sache. Die Zeitung erkennt aber an. daß die Monroe Doktrin auf die dänischwestindischen Inseln 'anwendoar sei, und sie erklärt. deshalb, daß schon aus diesem Grunde die Uebertragung der Inseln . an Deutschland, gegen , Abtrctung von Nordschleswig, nicht zulässig sti. .. , Das Ministerium ist einstimmig sür den Verkauf. Das Oberhaus des Par-. laments wird von der Opposition kcntrollirt. wird aber ohne Zweifel doch in den Verkauf einwilligen. DerRigsdag wird am 10. Januar zusam--mentreten, und die Angelegenheit wird, dann bald erledigt werden - -. -Die 'Revolution in Venez,uela. . - W i.l l e m st a d, Curaao. 4. Jan.. Die venezuelanischen Revolutionär: ha-' len 1500 Gewehre und 180.000 Palro-' rcn in Ccro. ander Grenze von Guayi-' N2 gelandet, wo der Kommandeur v?r Regierungstruppen sich erhoben und mit 500 Mann en Revolutions - Generälen Uriba, Fernandez und Garen anoc schlössen hat, deren Truppen imStait Barcelona stehen. Die R?oolutionsz:neräle Guzman. Monogros und Pia:e:o stehen in den Distriiti von Carabobo und Guarico. und auch di Generäle Botolla und Fernanoez haben sich gegen den Präsidenten Castro erhob-cn. . Ein Vorschlag zur Güte. -Brüssel, 4. Jan. Der Graf von Turenne, ein französischer Diplomat, hat ein Schreiben an die Jndevendence Belge" geschickt, in dem er eine Basis für die Beendigung des Krieges in Südafrika in Vorschlag bringt. Das Schreiben hat einige Aufmerksamkeit c:legt, nicht nur deshalb, weil der Graf als französischer Diplomat sich in diese Angelegenheit eingemischt hat, sondern ?och mehr, weil er mit prominenten englischen Familien verwandt ist und gleichzeitig mit dem Präsidenten Krüaer und den Repräsentanten der Boe-
ren Regierung auf d:m Kontinent af freundschaftlichem Fuße steht.' Der Graf versichert, daß bei der zetz:cen Lage der Dinge Herr Krüger wahr--scheinlich Autonomie für die südlich von Beischuanaland liegenden Länder annehmen würde, ohne, irgend welche sonstigen Bedingungen, ausgenommen die Anerkennung der Suzeranität Englands über' die Beziebungen .herStaaten zu auswärtigen Regierüngen D c r. K r i e g in S ü d a fr i t c. I o hannesbura. 4. Jan.'' General Botha hat alle im Feld stehen-' den Boeren-Kommandos angewiesen, den Kampf fortzusetzen, da das britische Parlament abermals um Geld für die Fortsetzung des Krieges angegangen werden soll, und , die britische Äation dann, der vielen Opfer' müde, die Einstellung des Krieges verlangen' wurde. P r e t o r i a , 4. Jan. General De W et hat den Boeren-Kommandan-tcn anbefehlen, auf jeden Fall di? Er-s richtung von werieren britischen Blockläusern zu verhindern. Man erwartet in Folge dessen weitere harte Kämpfe. General Bruce Hamilton hat abermals an der Grenze von Swasiland ein Bccrenlaaer überrascht und 22 Gefangene gemacht. Deutschland und Venezuela. I e r l i n. 4. Jan. Es ist unoffiziell angekündigt worden, daß d-er deutsche Geschäftsträger in Caracas. Her? von Pilgrim 'Baltazzi. dem Präsidenten Castro eine Note überreicht hat, in. der die Ansprüche, die Deutschland gegen Venezuela erhebt in klarer Weise angegeben werden und in der auch ein Zeitpunkt angegeben ist, in dem von der Venezuelanischen Regierung eine Antwort erwartet wird. ' Gleichzeitig' wird angedeutet,, daß diese Note nicht als ein Ultimatum von Deutschland angesehen werden kann, da darin nicht angedeutet ist, was Deutschland thun werde, wenn die Antwort unbefriedigend ausfallen sollte. Meuterisches? :'.ppen. C a i i c, Aegypten. 4. Jan. Mehrere hundert halb verhungerte türkische Soldaten meuterten am letzten Sonatag in Beyrout, Syrien, und verlangten ihre rückständige Löhnung. Sie bemächtigten sich 'des Gouverneurs der Provinz und des Kommandeurs der Garnison und prügelten sie durch. Die Meuterer vertrieben auch die Kavallerie. die gegen sie abgeschickt worden war. Depeschen. . Die politische Lage in Col u m b u s. Columbus. O.. 4. Jan. Am letzten Tage des sogenannlen Forakr-Hanna-Kontests über die Organisation der Legislatur verfügte weder Senator Foraker noch Senator Hanna über di: Stimmen, die für die Nominatiön deS republikanischen Sprecher Kandidaten nöthig sind. Beide Seiten machten Zugeständnisse und sind bereit andere Kandidaten zu opfern, um neue Stimmen für McKinnon und Price zu er halten, und es wurde zugestanden, daß nichts über die endgültige Entscheidung gesagt werden kann, bis sie am Samstag Nachmittag in der Kaukusversammlung erfolgt. Während jeder der Kandidaten. McKinnon und Price, 37 Stimmen für sich beansprucht, sind die tzeiter ihre:
ziämpagnen, . die , genau unterrtchtel sind, mehr konservativ. Der Kongreßrepräscntant Dick, der den Kampf im Interesse von Hanna und McKinnon führt, fagte am Abend. Wir gewannen zwei Stimmen, indem sich während des Tages Binckley von Perry und Fisher von Medina für uns erklärten, wir brauchen aber noch ein paar mehr Die Befürworte: von Price erklären. daß McKinnon nur auf 29 Re, präsentantcn rechnen könne, die unter allenUmständen zu ihm halten würden; konservative Beobachter, erklären aber, daß 'jeder der beiden Kandidaten 32 solcher Anhänger habe, und daß jeder wenigstens ein paar mehr nöthig habe. George 23. Cox, der Leiter de, Kampagne im Interesse von Price. sagte' am Abend: Es sind nur noch sieben republikanische Repräsentante? im Zweifel." ' Während Dick. Cox und andere sich Mühe geben diese sieben Zweifelhaften oder irgend einen davon, zu bekehren", haben ihre Leutnants die größte Muhe, die Ihrigen in der Kolonne zu Halter und in manchen Fällen zu" bewachen. Repräsentanten beider Parteien Werder überall wo sie hingehen von .Freun den "begleitet, selbst wenn sie zum Es scn gehen' oder sich schlafen legen. Bei den Hotels und am Bahnhof sink Schildwachen aufgestellt, die darauf zr
achten haben, daß keiner die Stadt verläßt oder in ..unrechte Gesellschaft" geräth. Der Repräsentant Willis fiel während des Tages in energische, Weise üb:r den ihm aufgedrängten Be gleiter h:r und sprach sich in sehr deutlicher Weise über diese organisirt, Spionage" ' auf beiden Seiten aus, Spater versuchte er emc neue Bewegung ins Leben zu rufen, die darauf hinausging. Price und McKinnon fallen zu lassen, und einen neuen Man für das Sprecheramt zu nominiren. Wenn auch alles aufgeboten wird, un die noch übrigen zweifelhaften Mitglieder herüberzuziehen, ist es doch erficht lich. daß man sich auf beiden Seiten nc! größere Müh: giebt. Diejenigen .festzu. halten, deren Versprechungen man er : halten hat. Dick und Coz blieben während de! ganzen Tages in ihren resp. Ha'upd auartieren. Sie befinden sich in Verschiß denen Hotels, und die Price und Mc Kinnon - Hauptquartiere sind in ande. . ren Hotels. Price sprach wiederholt bs Cox und McKinnon bei Dick vor. Mc. Kinnon stattete auch dem Gouverneu? .Nash einen Besuch ab. dessen Sekretäi viel, Zeit. bei Gen. Dick zubrachte. "'..Herr' Dick nahm auch während bei 'Tages, .' bieder den Kampf für die Nv' mination ;'. des' Herrn W. B. Uhl vor "Cleveland zum Clerk 'des Senates cm der Hauptkampf drehte sich 'aber doch un das Amt des Sprechers. ; Während I. B. Foraker. der einzig republikanische Kandidat für Bundes. Senator ist. werden von, den Demokra. ' ten zwei Kandidaten in Vorschlag ge. bracht , werden, nämlich: der Achtb Charles W. Baker von Cincinnati. unl Ur Richter A. W. Patrick, von Nerr Pbiladelphia., Baker hat die beste Aus' sicht, die Majorität der demokratische . Stimmen im Kaukus zu erkalten. Wahrscheinlich einDoppelm o r d. L i t ch f i 1 1 d. Minn.. 4. Jan. Die Behörden sind jeßt. fest davon über'5?ugt daß Milton Gordon und Frau, die alten Leute, die in der Nacht zum Donnerstag in ihrem Hause verbrannten. ermordet worden sind. Cordon war. sehr reich und die Polizei, behauptcti Beweise dafür zu haben, daß die beiden Leute beraubt und ermordet worden sind. Ergiebige Gasquell e angebohrt. .'L a n c a st e r. O.; 4. Jan. Ein: außerordentlich starke Gasquelle, di: 9,000.000 Fuß Gas den Tag liefert, wurde am Donnerstag von der Springfield Gas Co. in der Nahe von Rockbridge'angebohrt. nachdem die Bohrarbeiicn an verschiedenen anderen Stel len in der Nähe vergeblich gewesen waren. ,, Frl. Roosevelt wird dit Jacht des deutschenKaifers taufen. Washington. D. C.. 4. Jan. Frl. Alice Roosevelt. die älteste Tocht des Präsidenten Roosevelt. wird du neue Facht des deutschen Kaisers, dii jetzt in Staten Island, N. Y., gebaut wird, bei dem Stapellauf taufen. Diese Ankündigung wurde am Freitag im Weißen Haus gemacht. Dr. von Hol leben, der deutsche Botschafter, hatte persönlich die diesbezügliche Einladung des Kaisers Wilhelm überbracht. Hinrichtung. .Dublin, Ga., 4. Januar.,' Joh Robinson, ein Neger, .wurde am Freitag in hiesiger Stadt durch den, Strane hingerichtet. Er hatte im Mai letzten Jahres eine Farbige Namens. Bertha Simmons ermordet. ' Robinson betheuerte bis zum letzten Augenblick seine Unschuld und fluchte und schimpfte auf Jeden, der sich in der Nahe befand, von dem Augenblick an, in dem er aus seiner Zelle geholt wurde, bis die Fallthür niederging. Seattle, Wash., 3. Januar. William Seaton. der schuldig befunden worden war. am 6. Dezember 1900 feinen Onkel, Daniel Richards, ermordet zu Habens wurde hier am Freitag hingerichtet. Seaton bestand bis zuletzt darauf, daß'er unschuldig sei. . H a m b u r g, 3. Jan. Angekommen: Pretoria" von New Aork. ' ' ,
; Wie den N egern in K a merun europäische Civilisation beigebracht wird, erhellt aus dem Ergebniß einer dortigen Gerichtsverhandlung. in welcher wegen - empörender Mißhandlungen vonEingeborenen drei deutsche Kaufleute abgeurtheilt wor Un. Der Hamburger Wittenberg, der einen Neger mit einem Ladestock aepfählt hat, erhielt fünf Jahre. Zuchthaus. Der' Kölner Keltenich, der die Hände eines Negers mit Petroleum begössen und .dann angezündet hatte, wurde zu drei Jahren Zuchthaus und der Bremer Haesloop, der einem Häuptling mit der Peitsche ein Auge ausschlug zu acht .Monaten .Gesängniß verurtbeilt. '
: Ein Theater skandal. der nur durch em Bonmot, verhindert wurde, drohte im LitterarisaArtisiischn Theater zu St. Petersburg auszubrechen. Man gab ein Volksstück von Krestowski, und gerade spielte der zweite Akt. Die Bühne stellte ein sehr niedriges Gemach dar. , da es sich um eine Kleineleutewohnung handelt. Ein Theil des Vorhanges war daher von der Regie unüberlegterweise bis zur Hälfte der Seenenoffnung herabgelassen worden, so daß die Bühne den oberen drei Rängen vollständig verborgen blieb. Darob ergrimmte das .Publikum und verlangte energisch die Hebung des Vorhanges, bis der Regisseur erschien und erklärte, der Vorhang könne nicht höher hinauf. Wer nicht sehen könne, möge sich an der Kasse das Geld zurückzahlen lassen. Natürlich gab es nun erst recht Geschrei, und es drohte ein regelrechter Theaterskandal auszubrecken, als es jemand aus dem Parquet einfiel, auszurufen: . Alles läßt sich in die Höhe dringen, nur nicht der Kurs unserer Aktien!" Dieses Bonmot beschwichtigte die hocbehenden Wogen der Entrüstung. Ein Theil des Publikums murrte noch, die meisten aber lachten, und der Skandal war U endet. v . DerSchahvonPersien Musaffer-ed-din hat dieser Tage in seiner Residenz in Teheran die mit allen in Betracht kommenden ehererbietigen Formeln abgefaßte Vorladung rhal?.n, er möge sich am 25. April 1902 vor dem Frisdensrichter deS neunten Arrondissements in Paris einfinden, um, wenn möglich, sich über den nachstehenden Streitfall auszugleichen. Als der Schah nämlich im Jahre 1900 zur, Pariser Weltausstellung und zum Kurgebrauche in Cöntrezeville noch Frankreich kam, bestellte er am 1. Juni bei einer Pariser Zeitungsagentur sämmtliche Ausschnitte der Zeitungen, die Artikel oder Notizen über seine ; Europareise enthielten. Als nun im vorigen Jahre die Agentur ihre auf $2500 lautende Rechnung vorlegte, fand man auf der persischen Gesandtschaft den Betrag zu hoch und bot als Ausgleich $400. Die Agentur' wollte sich zu solchem ausgiebigen Rabatt nicht verstehen und reichte die Klage gegen den Schah ein. Der Präsident des Pariser Civilgerichtes. Ditte. fand, daß der Kläger sich vorerst' einem neuerlichen Ausgleichsöersuche unterwerfen müsse und verwies die Sache ,'unächst vor den Friedensrichter in der Rue Druot.' Da nun der Posteniveg von Paris nach Teheran und zurück fünf Monate in Anspruch nimmt, konnte der Termin erst für Ende April angesetzt werden. ' ILmm Keine andere Medizin kurirt Lungen Leiden so rasch und sicher wie der berühmte Dr. Bull'S Qusicn Syrup, er ist daS beste Mittel gc gen Halö-Bräune, Vronän'i:6, Crenp, Brustschmerzen, Engbrüstigkeit, Lung cusucht und öungcn Entzündung. Heilt sofort alle Vrust. HalÄ- und Lunncn. Leiden und kottet nur 25 Cea bis xtpifa Spezialitäten. Kommen Sie und besichtigen Sie die feinste Auswahl . , :-: Pelze :-: in der Stadt. Wir werden Ihre Pelze r,pariren und remcdeliren zu raisoilablcn Preisen beikor der KaltwetterAndrang kommt. W. LOWENTHAL, der Kürschner. Oberhalb der Big Four Ticket Office. Beide Ph,ne 1713. LSSSLSLSLLSSSLSLS KKiST MKliAI. fl Kunst, und architekturale Metallarbeiten, 822-826 W. Wastingtou Stt. ZZbetiaMäitnt 9) 5 Gehämmerte Blatter in Eisen, Kupfer f) f und WetaZ. seine Grille Arbeit, ' (H..I v ni.".. mlxA cf . i W f m . sjam hub tj!itcsv?u;er, viicrcici kästen und Wagen :e., Zäune, Gitter und GroteS. Nru Vhone J7. ' ; SZ&9SQStS&bsäSG&22$?J
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