Indiana Tribüne, Volume 25, Number 106, Indianapolis, Marion County, 4 January 1902 — Page 3
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Qk'tfxliz Mister Edithor! Ich hen schon oft dran gedenkt, daß es doch j:tzt emol an die Zeit wär, datz ich Widder emol in die alte ZZontrie
gehn deht. Es sm jetzt schon so eöaut
sunsunzwanzlg Jayr, odr laß enrol fthn no, es sin schon puttinier dreißiz Jahr, daß ich von heim fort sin un do werd doch en Feller lvann un dann emol hohmstck. Wisse Se, ich sin ja in die alte Kontrie nit uff Rose gebettet Gewese, in d erschte Lein nit im Winler; do hen ich manchmol gefröre, daß ich gar nicks mehr drum gewwe h:n, ob siwwezehn ödder siwwezig Degries gewese sin, un en Hunger hen ich als mol gehabt, daß ich nit mehr gewußt hen, ob's Dorscht odder Hunger war, wo mich getruwwelt Hot. Des is all gut cenuq, awwer ich hen doch auch gute
Leite gehabt un do Hot mer die Notl) schnell Widder vergesse. Ich hen bei e alte Tante gelebt, wo ich ziemlich gut uffgehowe war. Off Kohrs, die Tante war hart ab un do is oft die einzige Frucht, wo ich kriegt hen, Erdäppel ge wefe; awwer gut is se zu mich gewese un dont juh vergett it. Wann's Krißmeßzeit is, dann muß ich immer an mei Jugend denke, ich kann nit helfe. Sehn Se, Mister Edithor, wann's so ebaut sechs, acht Woch befor Krißmeß gewese is, dann Hot die Ehntie immer schon gesehft for die Hallidehs. Die Ehntie is e Standesperson gewese, bikahs se Hot in Mainz uff den Market en Stand gehabt. Do Hot se mit Krackerie gedielt. Se Hot Disches un Tiepatts un Kaffeepatts un annere Patts gehabt un weil se kein annere Esel gehabt Hot, wo se vor ihr Kahrt Hot spanne könne, do hen ich ihren Stack nach den Market dreiwe derfe un den Weg sin ich arig händig komme. Se Hot dann immer ihren Lunsch un ihr Dinner for sich un for mich mitgeuomme un do hen ich mich immer drusf gefreit. Wisse Se, for Lunsch do hen mer als e Nuhl Reihbrot un Handkäs gehabt un for Dinner Handkäs un Reihbrot; den Weg hen mer doch e
Tsche!)nsch gehabt. Mei Ehntie Hot an Marktdag immer e wenig StommeckTrubel gehabt, pertickeler im Winter, un do Hot se nach jeden Miehl sich en Kimme! enunner gewergt. Ich hen dann an den Kork von den Vattelche schmelle un des Battelche. wo se bei
Mißtehk immer e paar Droppe drin gelasse Hot, aussocke derfe. Ich sin awwer nit blos for Ornament, odder for zu schwelge mitgenomme worde. o, no. ich hen auch defor schaffe müsse. Wann for Jnstenz die Ehntie emol in den nechste Saluhn is. for sich, ihren Supplei zu hole, dann hen ich mia) uff das Kohlepännche gesetzt un wann Jemand komme is, wo die Ehntie ihren Stack erumgebändelt Hot, dann hen ich greine un hallern müsse, bis die Ehntie komme is. Se könne sich denke, daß ich den Weg e ganz gute Ettjukehschen als en Bißneßmann kriegt hen un mei Eckspierienz von sellemol duht mich heut noch gut. Ich hen auch alle mögliche Dricks gelernt un so ebbes kommt arig händig im Lewe. Wann die Ehn"is c emol schlecht grfiehlt Hot, dann Hot se mich ganz mitaus sie nach den Mar-
ket gehn losse. Ernmol wollte gar keine Kostiemer komm: un do hen ich mein Meind uffgemacht. emol en Vargensehl uffzumache. Ich hen mich schnell e Sein gepehnt, daß ich jedes Pies in mein Stack for zwei Kreizer verkaufe deht un do hätte Se emol eböes erlewe solle! Gasch. was sin do aer Koftiemerfch komme un in leß denn no Teim hen ich nicks mehr iwwer gehabt, wie die Kahrt un mich selbst. Am Liebste hätt' ich mich auch verkauft, awwer es hotNiemand zicci Kicizcr g:wwe wolle. Wie ich heim sin komme, do Hot die Ehntie geschmeilt wie OlleZ.wie ich nicks mehr an Hand gehabt hen. Wie ich sie awwer bloß en Gulce un zwanzig Kreizer abgeliefert hen, do Hot se puttieniehr die Fitz kriegt. Wie se do driwwer enauS war, do hen ich mei Wichs kriegt, die wäre aut?seit. Ich hätt nie nit eckspecktet, daß die alte Frau so t Strengs hätt. Ich denke, des muß von den Kimmel herkomme. Awwer es Hot mich nicks ausgemacht, ich hen vier Dag mei Miehls !m Stehn nemme müsse. Well, des Zs ja auch iwwe? gange un in mein jugendliche Jwwermuth hen ich bald nit mehr dran gedenkt. Dann is n Daz komme, wo die Ehntie auch nit uff den Market Hot gehn könne un do Hot se mich des Bißneß Widder anvertraut. Ich muß sage, ich sin doch keinde: effrehd gewese, awwer ich hen mein Meind - uffgemacht, diesmol so kein tschiep Gei zu sein un so? den Riesen hen ich die rehgeller Preises gefragt un in manche Fälle hen ich die Preises noch e wenig gerehst. Das Riesolt is gewese, daß ich noch nit e einzige Patt verkauft hen. Ich hen e paar Patts gefunne. wo Kräcks gehabt hatte un die hen ich dann Widder uff den Bargen.- Kaunter gedahn un denk: Se emol an,' die sm ich all los geworde.
Sellen O'.-oend sin ich mit achtzehn Kreiz?r heim komme un das ?Zieso!t is gewese, daß ich schon Widder e Licken triegt h;n. wo dic erschie noch geböte bot. SeZ bor miü d?Ä sÄlecht fahle
mache. Ich hen zu mich gedenkt, bei .
Galle, ich sin doch sozume kem Uld, wo sich schmeiße läßt, ohne Puh zu Zage un die alte Lehdie Hot kein Bißneß. mich den Weq zu triete. Ich denke in Fäckt. daß es rehgelle? Miehnneß gewefe is. Jetzt is Krißmeß komme un die Ehntie, wo, denk ich. Widder mit mich hat uffmüche wolle. Hot mich en Mrißmeßtrie geprammißt. Den Trie hen ich auch kriegt, awwer ich hen ihn selbst in die Wutts hole derfe. Dann Hot se gesagt: Mei!, jetzt gehst Du noch emol uff den Market un wann Du gutes Aißneß duhst. dann kriegst Du auch Buweschenkel un harte Küche un noch ebbes Schönes for Krißmeßpressent." Ich hen gar nit gefiehlt, noch emol mit die Kahrt nach den Market zu fahre, awwer Buweschenkel gleich ich for mei Lewe gern zu esse un do hen ich dann gesagt, ahlrecht, un sin los. Es is so kalt gewese an den Dag. daß ich kei Poht hen mache könne. Ich hen awwer N'cks drum gewwe un hen mein Stack uffgestellt. Ich hen's arig schön gefickst gehabt un hen schuhr eckspecktet, daß ich heut e gutes Bißneß duhn deht. Bikahs for Krißmeß braucht mer doch allerhand Krackeries., Ich hen do gesianne un sin von ein Fuß uff de annere getschumpt un hen mich mei Händs gekloppt. Wie der erschte Kostiemer komme is un Hot for en Pitscher gefragt, do hen ich en verkehrte Stepp gemacht, sin ausgeschlippt un gege mein Stack gefalle un bum, baff! Hot der ganze Krempel an den Graund gelege un war zu Splintersch gesmäscht. O, mei! sell war awwer eins! Des Hot off
Kohrs das Bißneß gesettelt un ich Yen schon mein Finisch gesehn. Wie ich heim sin komme, do Hot mich die Ehntie
en arig warme Empfang vereltet. cy sin alliwwer sohr gewese, wie die Ehntie durch mit mich gewese is. Awwer
mt nur memBaddie war gevemmeiscyl, auch mei Fiehling un in den heilige Moment hen ich mein Meind uffgemacht, von die Ehntie fort zu gehn un iwwer den große Bach nach die Juneitet Stehts zu mache. Zwei Woche spater sin ich schon an mein Weg gewe. Sie könne sich denke, Mister Edithor, daß ich um die Krißmeßzeit immer hohmsick wer'n. Mit beste Riegahrds. Juhrs Trulie. Meik Habersack. Eskweier un Scheriff von Apple Jck, HoUe ?rer Kauntie. Früher als sonst hat in dieser Saison im Staate Maine das Fällen der' Weihnachtsbäume begonn:n. und zwar sind es vorzugsweise Föhren, welche auf den Markt kommen. Früher wurden mehr Fichten
und Tannen begehrt. Jetzt verschickt Maine jährlich ca. 1,500,000 Yöhrenbäume und der Erlös für dieselben beträgt etwa $100,000. Die Schifffahrt auf den großen Seen hat während der vergangenen Saison mehr Opfer gekostet, als in irgend einem früheren Jahre, seit die modernen Schiffstypen aufgekommen sind. Im Ganzen kamen dieses Jahr 132 Personen gegen 110 während des letzten Jahres um's Leben. Im Jahre 1899 ertranken 100, im vorhergehenden Jahre 95 Personen. Im Jahre 1897 kamen 69 Personen
und im Jahre 1896 im Ganzen 66
Personen um's Leben. Die staatliche Pensionsliste von Texas weist 6.693 Namen auf und fortwährend laufen noch Ap-
plikatwnen v?n confoderirten Beteranen oder deren Wittwen ein. Man hatte erst geglaubt, daß sich wegen der geringen Summe, die während eines Jahres ausbezahlt wird. Verhältnißmäßig nur wenige melden würden; allein man hat sich da geirrt. Natürlich wird die Jahresrate nun immer geringer, da der Staat nur eine bestimmte Summe per Iah? aussetzt, die in viele kleine Theile gebt. Bexar Eounty steht mit 159 Pensionären obenan, dann folgen Dallas Eounty mit 153, Hill mit 147, Bell mit 143 öunt mit 133. Die Mitglieder der W omcn's Christian Temperance Union" in Whecling, W. Va.. schimpfen höchst unchristlich auf Rev. Robinson, den Seelsorger der Ehapline - StraßenMethodistenkirche, weil er von dem Brauereibesitzer Henry Schmulbach $500 als Beitrag zu einem Kirchenbaufonds dankbar angenommen hat. Sie verlangen entrüstet, daß der Pastör das Sündengeld" zurückgebe. Er aber will nichts davon wisien, denn eines Brauherrn Geld sei ja auch nicht zu verachten. Die christlichen Temperenzfrauen aber rerwünscheil Beide, den Pastor und den Brauer. Einen ungewöhnlichen Handel hat Edward Chilton im New Sorker Eounty St. Lawrence mit seinem Bruder Harry abgeschlossen. Er hat demselben nämlich seineGattin, eine
: geboren? Mamie Eramer, welche er vor , etwa Jahresfrist heirathete. gegen einen Antheil an einer Dreschmaschine, di-
verse andere Farmutensilien und etwas Baargcld als Eheweib abgetreten. Der Bater der beidenBrüder spedirte Harry und dessen neugewonnene Frau selbst nach Vermont und erklärte dabei: Jch
! sah nie in meinem Leben zwei Brüder
einur für beide Theile zufriedenstellenden Handel in so freundschaftlicher Weile ablcklieöen,- . , .... . :
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S Ä n u p f t a b a k s d o s e n ; werd:?; in England jetzt Mode, seitdem i der Ärta, wn Wales auf seiner colo-i
nialen Tour solche als Ermnerungsgesöenke vertheilt hat. Es werden namentlich für reichoerzierte, kunstvoll g?rrliri Dosen au!e Ä reise bezahl! und
ein englisches Gesellschaftsölatt sieht!
clner voll:anö:gen Saison ve Schnupftabaksdosen entgegen. In Wesenberg in Esthland tödtete oer Grenzsoldat Wilhelm Parks durch Flintenschuß zwei Kämeraden und verwundete zwei andere lebensaefährlich; zwei Strandbauern, die zu Hilfe eilten, wurden ebenfalls erschössen. Der Mörder ist spurlos derschwunden; aas Motiv der furchtbaren That soll Rache sein. WährendeinerAufführung einer Revue im Theatre Barieties zu Paris stürzte eine Stiege, welche' die Treppe der Großen Oper darstellte, ein, wobei mehrere Personen, darunter der Komiker Lasouche und die Schauspielerinnen Alenon. Bresil, Orlac sowie Dorgere verletzt wurden. Die
Treppe war nur für zwer oder orer Personen haltbar, dreißig hatten sich aber auf den Stufen aufgestellt. Die Treppe brach -in Folge dessen zusammen, und die Künstler stürzten aus einer Höhe von zwi Meter herab. Die schwerste Verwundung erlitt , Angele Delys, indem sie einen Schenkelbruch davontrug. Im Ge.msberger Wald (Ungarn) wurden die Leichen des Wiener Gemüsehändlers Karl Oberaue: und der 15jährigen Preßburger Gärtnerin Elisabeth Ziska aufgefunden. Das Liebespaar hatte feinem Leben ein gewaltsames Ende bereitet, da die Mutter des Mädchens sich seiner ehelichen Verbindung widersetzt hatte. Die
Lebensmüden hatten vorerst iqren
Kopf mittelst Schlinge an einem Baumstamme befestigt; sodann erschoß
Oberauer stehend das Madchen uno hierauf sich selbst. 10.000 Kronenverspricht König Oskar von Schweden Demjeniaen. der die wunderbare aoldene Wiege
wiederfindet, die 1720 von einem deutschen Fürsten der Königin Ulrike Eleonora geschenkt worden ist. Das Schiff, das die Wiege näch Schweden bringen sollte, wurde aeaen die Klivven der In-
sel Tjopn geworfen und ging unter. Die Wiege wurde bei dieser Gelegenheit gestohlen und versteckt. Man weiß, daß sie noch vorhanden ist. Aber wo? Die 10.000 Kronen des Königs
Oskar sollen den Elfer der Sucher an sacken.
D erDepeschenbote Georg Abbrecht aus Mußbach suchte sich der
Verbaftuna weaen Sittllchkeitsvervr
chens auf dem Bahnhof in Neustadt a.
d. H. zu entziehen, rndem er durch :i nen Vackwaaen flüchtete. Auf der an
deren Seite zum Geleise niedergestiegen, wurde Abbrecht von dem eben einlaufenden Schnellzuge erfaßt und furchtbar verstümmelt. Der rechte Arm wurde dem Verunalückten abgefahren,
der reckte Kieser zerdrückt und der
Rücken schwer verletzt. An seinem Auf-
kommen wird aezweifelt.
Ein schwerer B o o t s u n-
fall auf dem Rhein hat sich rn der
Nahe von Bingen ereignet. D:er Tcchniker. Jacob Birgel aus Wadern. Gerhard Quandt aus Rheidt a. Rh..
Otto Horst aus Stuttgart und em Kaufmann Rötter aus Albersweiler in der Rheinpfalz machten von Bingen aus eine Vergnügungsfahrt in einem Boote nach Geisenheim und traten von
dort nach einigen Stunden die Rück
fahrt an. Auf dem Weae zwischen
Geisenheim und Bingen nun muß sich
eine furchtbare Katastrophe ereignet haben. Der leere Nachen und die Lei-
cbe Rotter s wurden be: Kemvten ans
Land gespült; von den anderen Herren
fehlt noch lere Spur. ,
Ein Aufseben erreaen-
der Vorfall ereignete sich in Meran. Die Stadtpfarrkirche war. wie immer zur Zehn-Uhr-Messe, dicht besetzt, als plötzlich ein Priester von seinem Presbyteriumplatze auf den Messelesenden losstürzte und.ihn zu würgen begann. Handfeste Männer, darunter vier Mann des anwesenden Kaiseriäaer-
Bataillons, nahmen den Attentäter,der geisteskrank ist, fest. Zitternd vor Schrecken las der Angegriffene die Messe zu Ende. Der geistesgestörte
Vrlelter beifct Andreas Simonttv. ü
ein aeborenerUnaar. steht im Alter von
25 Jahren und war schon wiederholt geistesgestört. Der Bauer Josef Knödlfeder in Schaibing (Bayern) wußte für 4000 Mark in Pfandbriefen der Bayerischen Hypotheken- und Wechseldank und 210 Mark Baar kein ande-
res Versteck als den Heustock. Nachts holte sich dessen 18iähriaer Neffe Geo.
Weber das Geld aus dem Versteck und ließ schlauer Weise die Stadelthüre
offen, um den Verdacht zu erreaen.
daß das Geld ein Fremder gestohlen habe. Die Papiere warf Weber weg. Ein redlicher Finder ftete sie dem Be-
stoblenen zurua. Dadurch kam der
Diebstahl auf. Das Vaargeld hatte
der Dieb mit seinem 16jährigen Bru-
der getheilt, doch wurde dle ganze
Summe noch im Besitze der Beiden ge funden und konnte dem Bauer zurück aeaeben ' werden. Die Strafkamme
des Landaerichts Vassau verurtbeilte
den Georg Weber wegen Diebstahls zu
zwei Monaten, seinen Bruder Andreas wegen Hehlerei zu einer Woche
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