Indiana Tribüne, Volume 25, Number 104, Indianapolis, Marion County, 2 January 1902 — Page 7
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vrffchönhcit. Von B. M. Croker. . (Fortsetzung.) Ectt. nein: cVv nzi) :r Figur, aber mit Deiuem hübschen Cl-c ficht werd? ftc Dich wohl in d?r L:. !heilu7.g für Atteuhandsuh: biiiz tigen! Ich meine, incin SchlzfzZmm: Z. HaZ Fünse finD irir schon aö:: Eine ht doch n?ch Platz." Ich bin übcrz?UZt, daß man niicl nicht anstellen wird so ganz ol;n Erfahrung und dumm und ung:schic!. wie ich bin. ..." cch, doch, es wird cehen. Ich kommt die Hauptgeschäftszeit, und letzt Woche wuröen verschiedene fortzejzz: Ich will schon für Dich sprechen. Dr mißt aber auch den Kopf hoch halten und möglichst viel aus Dir machen. Und nun wollen wir uns gleich auf den Bahnhof verfügen und D?in Gepä lclen. meinst Du nicht? In der Nachbarschast weiß ich von eine? sehr anständigen kleinen Wohnung, wo Du Dich ein paar Tage aushalten kannst." ?!ancy Tclt war ganz Leben und Thätigkeit. Lald standen die Jugend freundinnen auf vem Aahnhof. aber Nan allein handelte, forderte das Ge päck. bezahlte dafür, miethete daZ Zimmer und bestellte Abendbrot. Jetzt sprich nicht und denke nicht. Pea," empfahl , sie ihrem Schützlina. Du bekommst eine kräftige Suppe und dann legst Du Dich auf's Ohr und schläfst. Morgen ist Sonnabend, da kann ich um drei Uhr zu Dir kommen, dann findet Berathung statt." Punkt drei Uhr erschien sie denn auch. Abgemacht mit dem Alten!" war ihr erstes Wort. Den hab' ich hübsch eingeseift! Hab' ihm gesagt, er werde alle Tage schlanker, während er so fett ist. wie unsere besten Schweine daheim! .Montag früh mußt Du Dich auf den; 5Zomptor vorstellen, und wenn Du gefällst und das ist sicher! bist Du im Trockenen! Sie wollen Dich bei den Blumen uno Bändern verwenden." Das klingt leichter!" Leicht ist im Geschäft gar nichts. Bills, stell' Dir nur das nicht vor, und überlege Dir's noch einmal, ob Du nicht doch lieber an Deinen Schwager schreiben willst." ' Schreiben werde ich ihm, aber nur, daß ich von Goring getrennt sei und mein Brot verdienen wolle." Mein Gott, wenn ich das Alles be denke! Kaum Zwanzig und so viel durchgemacht! Du hast Dir auch eine ganz altgebackene Miene beigelegt, alob Tu 'alle Sorgen der ganzen Wel zu tragen hättest! Mir war diesn Goring nie angenehm; es lag immer etwas Höhnisches in seinem Blick, sozar bei dem Tanz, wo er Dir so den Hos gemacht hat.- Wenn's der 2lndere ge wesen wäre, der Große, das war ein rechter Mann. . . ." Reden wir nicht von jenen Zeiten. Nan." unterbrach sie Peggy. Sprechen wir lieber von dem Laden...." Waarenhaus, muß, ich bitten! Ja also, denke Dir die Sache nicht zu angenehm: lange Arbeitsstunden, viel Mühe und Dutzende von Augen, die Einen antreiben und beobachten. Du erhältst freie Station und sechszebn Pfund im Jahr, mußt Dich aber selbst kleinen, immer anständig aussehen, in Schwarz, mit sauberen Kragen und Manschetten." Schwarze Kleider habe ich im Borrath." Das Een ist leidlich einen Ta warmen Braten, am nächsten kalten und Pudding, nur hat man häufig nicht die Zeit, sich satt zu essen. Eine halbe Stunde Essenszeit scheint ja lang genug zu sein, aber ost hat man eben erst vorgelegt bekommen, wenn sie um ist. und muß schlingen, wie eine Riesenschlange oder hungern. Fünfzig Mädchen essen zugleich und nur eine Person legt vor. die wird natürlich nicht fertig. Gekocht ist's oft herzlich schleckt, und das Eßzimmer ist ein dumpfeSouterrain, ohne Fenster, .mit Gasbeleuchtung im Sommer wird mir oft übel darin. Um halb acht Uhr Morgens wird gefrühstückt, Thee, Butterdrot und Eingemachtes; wer ein Ei will, bezahlt einen Penny. Punkt acht Uhr muß man im Geschäft sein, sonst kostet's Strafe. Sonnabend hat man den halben Tag frei, was sehr nett ist, wenn man Freunde hat, für Andere ist's trübselig. Jehen Abend muß man um elf Uhr zu Haus sein, sonst wird man hinausgesperrt. Vierzehn Tage Ferien im- Jähr 'hat Jede zu beanspruchen." Die werde ich nicht beanspruchen,sagte Peggy entschiedn. Das wollen wir doch erst sehen! Unsere Wohnung nennen wir die Kaferne; es sind zwei Häuser, eins für die männlichen, eins für die weiblichen Angestellten. Kahle Stuben, ab reinlich; Jede hat ihr Bett und ihren Waschtisch. Eine. Haushälterin führt die Aufsicht; ist sie in gnäöiger Laune, so bekommt' man warmes Wasser, ist man nicht wohl, so macht sie Einem Lein.samenumschläge! -Im Wohnzimmer baben wir ein Klavier, Stühle und Tische; an Negen-Sonntagen sitzt es gedrängt voll, und das Geschnatter zerreißt Einem schier das Trommelfell." Sehr verlockend klingt Deine Beschreibung nicht! Weshalb bleibst Du denn. 5i;n:l. ??zn? .?
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Weil ich vorwärts komme. Ich bin ein: gute Verkäuferin, und man weiß mich zu schätzen; ich habe sechzig Pfund Gewalt." Sechzig Pfund!" Ich bin's auch werth, und mache ihnen immer klar, daß es ein Opfer ist, wenn ich bleibe." Ja. ich habe Dich gestern sehr bewundert. Dich und Dein Kleid! Das muß ja sehr theuer sein?" Kostet mich nichts! Das war ein Reklamekleid. das ich nur im Verkaufslokal trage. Zwei werden mir jährlich geliefert, und zwar hat Madame Iupon. die erste Schneiderin, sie selbst auszuführen." Aber könntest Du mit Deinem Talenken London nicht noch' weiter kommen?" - Das könnte ich! Es ist mir sogar ein allererster Posten als Probirfräulein in einem hochfeinen Geschäft im Westend angeboten worden, aber andeierseits. weißt Du oder vielmehr Du weißt es noch nicht! ist eben mein junger Mann hier. Tom Potts, Teppich-Abtheilung." O Nan.. ich hoffe von Herzen, daß er ein sehr tter Mensch ist." Ist er auch, nur nicht gerade äußerlich. Nun, Du wirst ihn ja morgen kennen lernen. Zu sehen ist freilich nicht viel an ihm, aber er ist zuverlässig. Heute hatte ich mit ihm ausfliegen sollen, aber natürlich gingst Du vor. Man wünscht nicht, daß die jungen Mädchen bei Grey & Ladender mit den jungen Leuten verkehren, und bändelt siÄ ein Verhältniß an, so erhalten beide Theile den Laufpaß! Liebe ist verboten, so gut wie Schwatzen, Lachen und Sitzen, und man kann nie 'vissen, weshalb man eines schönen Tages in' Komptor befohlen wird, seinenMonatslohn ausbezahlt erhält und sein Bünbei schnüren darf." Ader Du und Herr Potts " Ohne Sorge. Kind! Dem alten Shiny. so heißt unser Drache, dämmert im Entferntesten keine Ahnung auf. daß ein Gehilfe bei den Teppichen die Kühnheit haben könnte, seine Wünsche zur Mäntel-Abtheilung zu erheben!" Und wie kommt ihr denn zusammen?" Nur am Sonnabend und Sonntag. Manchmal legen wir uns Zettelchen unter den rothen Läufer, und wenn das herauskäme, wär's allerdings mißlich.... doch da rede ich von. meinen Angelegenheiten, statt von den Deinigen!" XXVII. Kapitel. Eine Zufluchtsstätte. Am Sonntag begleitete Peggy ihre Freundin zum Abendgottesdienst in St.Winifred, einer schönen alten Kirch mit herrlicher Orgel und bunten Glasfenstern. Auf dem Betstuhl knieend. die feierlichen Klänge und den Weihrauchduft in sich aufnehmend, dachte Peggy an den letzten Sonntag zurück, wo sie ihre Andacht in der St. AnnaKirche in Dublin verrichtet hatte. Nur acht Tage und welche Kluft in ihrem Leben! Damals eine Offiziersfrau, die über ein Haus und Dienstboten verfügte, geachtet und selbstbewußt, mit vielen Kirchengängern persönlich bekannt war, heute Peggy Summerhayes, unbekannt, heimathlos und verlassen, eine Schiffbrüchige, die sich anklammerte an das Mädchen neben ihr. wie an eine Rettungsplanke. Unmittelbar nach dem Gottesdienst machte Fräulein Hayes," wie Peggy sich nennen wollte, die Bekanntschaft des Herrn Potts, der die Damen am Ausgang erwartete. Er war sehr modisch und elegant gekleidet; doch Peggys geübter Blick erkannte in jedem Kleidungsstück eine billige Nachahmung von Gorings wirklicher Eleganz. Ein Paar freundliche 'Augen und ein unbefangenes Wesen nahmen für ihn ein, aber er sah blaß und kränklich aus, als ob ihm der Staub und Geruch seiner Perser zusetzten. Ich höre mit Vergnügen, daß Sie bei uns eintreten, Fräulein Hayes," sagte er. zwischen den beiden Mädchen gehend, und will nur hoffe, daß Sie die langen Arbeitsstunden und das Benehmen unserer Herren Vorgesetzten ertragen werden." Laß Dir nicht bange machen, Peggy, so schlimm ist's auch nicht!" Nun. gestern sah ich, wie Harris einem Fräulein Townes die Leviten las. weil sie ein Paar grundschlechte, zerplatzte Handschuhe zurückgenommen hatte. Das arme Ding zerfloß in Thränen." Ach. mit häßlichen Mädchen geht Harris immer schlecht um, und die TowneZ ist' auch wirklich zu gutmüthig. jji? läßt ihreKunden immerzu umtauschen; bei mir unterfleht sich's Niemand! Wenn Peggy zu den Blumen kommt...." Wird sie selbst die schönste Blume sein." bemerkte Herr Potts, der Schmeicheleien jungen Damen gegenüber für unbedingt nöthig hielt. Dummes Zeug, Tom," ' ermähnte die Braut streng. ' Fräulein Hayes kommt, unter Nixons Fuchtel," fuhr Tom fort. Er hat den Blumeneinkauf, ist sehr hübsch und spricht wie ein feiner Herr. Ein Liebling der Damen! Herr Nixon hier" und Herr Nixon da." und dann begleitet er sie zur Thüre wie ein Hofmarfchall." Ein harter Mann!" rief Nan. Nur seinetwegen wurden die zwei Mädchen von den Bändern fortgejagt. Der hat hinten und vorn seine Auaen."
;Muß er auch." vertheidigte ihn
i Potts. Die Gesellschaft ist hart, und . r w, v i i i ein Änaeueu:er iax, fo oernerr er seinen Platz! G:ld, Geld und wieder Geld wollen sie haben." Aber man kann die Leute doch nicht an den Haaren herbeiziehen, daß sie kaufen?" fragte Peggy. Das An - den Haarew- herbeiziehen besorgt die Reklame, aber sind sie einmal da. so ist's Sache des Verkäufers, daß sie kaufen. Geht Einer mit leeren ! Händen fort, so wird der Verkäufer zur Rede gestellt, geschieht es zwei oder drei Mal. so muß er Strafe zahlen, und beim vierten Mal heißt's marsch! Wir arbeiten eben mit Dampf." Aber ich bin gar keine DampfMaschine!" rief Peggy beunruhigt. Sie werden mich keine acht Tage behalten!" Wenn eine Dame sonstwo im Hause auch nur eine Fadenrolle gekaust hat. wäre, das Mädchen gerettet aber woher soll sie's wissen? Ist man gar zu ausdringlich, so ärgern sich die Kunden. und Manche haben eben nicht das Talent zum Verkaufen, man braucht ein heiteres frisches Wesen' dazu und festen Willen. Wir malen's Dir jetzt so schwarz aus," gestand Nan. dann findest Du's vielleicht angenehmer, als Du denkst. Es sind sehr nette Mädchen im Geschäft, man ist doch nie allein, hat immer Abwechslung, und Du bist unabhängig." Ja. und das ist mein höchster Wunsch!" . Und ich zweifle gar nicht, daß Fräulein Hayes im Handumdrehen einen Schwärm von Verehrern haben wird. Hm Nan?" ' Statt aller Antwort versetzte Nan dem Geliebten einen scharfen Rippenstoß, und da man an Peggys Wohnung angelangt war, verabschiedete sich diese, und das Brautpaar ging Arm in Arm weiter. Tom. Du darfst ihr nicht mit Verehrern kommen! Sie hat eine entsetzliche Geschichte hinter sich!" Und darum' hier?" sagte er mit einem Pfiff. Ja. Was hältst Du von ihr?" Sieht zart aus und ist, wenn mich nicht Alles täuscht, eine Dame." Natürlich, vom Wirbel bis zur Zehe! Findest Du sie hübsch?" Nein, viel zu elend und verschüchtert. Mag einmal hübsch gewesen sein." Gewesen! Sie ist gerade Zwanzig!"' Willst Du mir einen Bären aufbinden? Seit wann hat ein Mädchen von zwanzig Jahren solche Falten um den Mund?" Vor anderthalb Jahren war sie die Dorfschönheit, und die Leute kamen von weither zur Kirche, um sie zu sehen." Jetzt würde schwerlich Einer deshalb über die Straße gehen." Am Montag früh wurde Fraulein jayes in's Komptor gewiesen, wo Herr Preedy, ein vierschrötiger Mann mit vorstehenden Augen und einer nicht zu übersehenden Uhrkette, die Neue" in Augenschein nahm. Fräulein Hayes eine Freundin von Fräulein Belt?" Peggy verbeugte sich. Scheint ja eine Dame zu sein," dachte der Dicke bei sich. Sie wünschen in unserem Haus Verwendung zu finden?" Ja." erklang es leise. Schon in Stellung gewesen?" Nein, mein Herr, aber ich habe eine gute Erziehung gehabt." Klavierspielen und Singen nützt uns nicht viel, wir brauchen geriebene Verkäuferinnen. Schon früher verkauft?" Nur in einem WohlthätigkeitsBazaar." Pah! Wie alt?" Im nächsten April werde ich Einundzwanzig." Sehen aus wie Fünfundzwanzig. Nun, wir wollen den Versuch machen. Fräulein Belt steht für Ihre Unbescholtenheit ein. . . ." Peggy wurde glühend roth. Konnte man sie. die ihres Mannes Frau nicht gewesen war, unbescholten nennen? Zum Glück deutete der Gestrenge ihr Erröthen nicht als Schuldbewußtsein, sondern als Empfindlichkeit. Nun, nun," sagte er besHwichtigend. Melden Sie sich bei Fräulein Scott in der Blumenabtheilung, die wird Sie einleiten. Es wird Ihnen bekannt sein, daß das Anfangsgehalt sechszehn Psur.d im Jahr beträgt, bei freier Station? Fräulein Hayes Vorname?" fragte er, eine Feder ergreifend. Margarete, in der Familie nennt man mich Peggy." Werde Sie auch Peggy nennen. Gebürtig?" In Nieder - Barton, Grafschaft Sandshire." Gut. Gehen Sie gleich an die Arbeit keine Zeit vertrödeln, nicht schwatzen, nicht kokettiren.... guten Tag." Die Vorsteherin der Blumen-Abthei-lung. die auch Federn. Fächer, Bandschleifen und andere Phantasieartikel" umschloß, nahm Peggy nicht unfreundlich auf. Ach, wie viele junge Gehilfinnen mochten schon durch Fräulein Scotts Hände gegangen sein! Sie war eine liebenswürdige Dame von etwa vierzig Jahren mit sehr feinem Geschmack und sehr leerem Beutek,-un-aufhörlich gequält vom Gespenst ihres Alters, das ibr hier Entlassuua elN.a-
gen und il)r andere Thüren verschließen konnte. Die Zeit ist grausam, namzntlich im Geschäfts leben, wo ergraute Verkäuferinnen trotz aller Vortrefflichkeit verfemt sind. Fräulein Scott hatte schon Warnungszeichen erhalten, die sie im Innersten erschütterten. Das schlichte Fräulein Duke, seit Jahren in der Abtheilung für Stickereien und erst Achtunddreißig. war eines schönen Tages ai s's Komptor beschicken und seither nicht mehr gesehen worden, und doch war sie die einzige Stütze einer bettlägerigen Mutter. Fräulein Codd in der AussteuerAbtheilung war allerdings Vierund vierzig, wurde sehr dick und gab sich nicht die geringste Mühe, ihr Alter zu verbergen, aber bei Unterkleidern, Flanellen und Baumwollstoffen stören graue Haare nicht, während man bei Rosenknospen. Flieder und weißen Federn unbedingt jung aussehen muß! Fräulein Scott that denn auch durch Puder, ja Schminke, Stirnlöckchen und sehr stark geschnürte Mieder ihr Möglichstes, die Illusion zu erhalten, verwendete viel Geld auf ihre Kleider und hätte im Grunde unbesorgt sein dllrfen, denn die Kundschaft hing treulich an ihr und würde sich gegen ihr Verschwinden aufgelehnt haben. Bleich, aber ruhig und besonnen ließ sich Fräulein Hayes die Bandkasten zeigen und die Preiszeichen erklären, um dann, mit Abreißbuch . und Bleistift versehen, ihr Amt anzutreten. Das Mittagessen war so unerfreulich, als Nan es geschildert hatte, und bestand für Peggy nur aus Brot und Kartoffeln, da ein sehr zähes Stück Fleisch erst fünf Minuten vor Ablauf der halben Stunde an sie gelangte. Am Nachmittag war -zufällig der Geschäftsbesuch sehr gut; es wimmelte von Kauflustigen. Peggy erschrak in tiefster Seele, -als die erste Dame zu ihr trat, ihre Börse auf den Tisch legte und in schleppendem Ton Feldblumen zu sehen verlangte. Angstvoll brachte sie den betreffenden . Kasten herbei, durfte aber nach einigem Hin- und Herreden ihren ersten Verkauf mit drei Schilling elfeinhalb Pence eintragen. Die nächste Kundin verlangte weißes und rothes Van!, um einen Blumenkorb zu verzieren, und dann kam eine hübsche junge Dame, die ganz genau wußte, was sie haben wollte, und einen Reiher um siebenzehn Schilling erstand. Ihr folgte eine verdrießliche alte Wittwe, die wegen eineinviertel Meter Sammtband um neun Pence drei Schachteln aufreißen ließ und laut erklärte, daß Waare und Bedienung bedeutend nachgelassen hätten, seit Grey & Ladender das Geschäft nicht mehr persönlich führten. Für den ersten Tag ist's ganz gut abgelaufen." bemerkte Fräulein Scott aufmunternd. Sie haben keinen Bandkästen fallen lassen und sich nicht in der Rechnung gestoßen." Die Neue" mit den weißen Mäusezähnchen und den scheuen Rehaugen hatte ihr Herz erobert. Ich sehe, daß Sie flink und willig sind, da wird sich's schon machen." Das hoffe 'ich und herzlichen Dank für Ihre Güte, Fräulein Scott." Diese Stimme und Aussprache. Ja, der kkine Rekrut mit der beneidenswerthen Schlankheit mußte einst bessere Tage gesehen haben, nicht die Einzige dieser Art, die bei Grey & Ladender ihr Brot verdiente! In überraschend kurzer Zeit lernte Fräulein Hayes ihre Aufgabe begreifen und sich der Umgebung anpassen. Sie gab sich Mühe, ihre Handschrift und ihr Beneh. men kaufmännisch zu bilden, begriff und achtete die Rangunterfchiede unter den Angestellten, war still, bescheiden und gefällig. Die Kolleginnen" erklärten sie einstimmig für ein nettes Mädchen." und das Gerücht, sie habe einen schrecklichen Roman" erlebt, erhöhte noch ihre Theilnahme. Sie murrte auch nie, wenn man ihr einen in Unordnung gerathenen Kasten zum Aufräumen gab. klatschte nicht, machte Keiner ihr Essen streitig und hatte gar keine Augen für die jungen Herren. Wenn Nan und Peggy sich einmal ordentlich aussprechen wollten, mußten sie vor den Anderen in's Schlafzimmer gehen. Das-war heute geschehen, und Nan eröffnete das Gespräch. Peg. Du hast ja geradezu Erfolge! Man sagt mir geradezu Schmeicheleien über meine Freundin, die so ruhig und fleißig sei, daß nicht einmal Sharples etwas an ifo aussetzen könne. Wie ist Dir's eigentlich zu Muth? Wenn Dich Jemand kränkt, so saa's nur mir; ich fiecke ihr dann eine Hutnadel in den &ib!" (Fortsetzung folgt.)
Eingroßer Gorilla, der vor einiger Zeit aus einem Circus zu Seaford, Tel., entkam, hält seither die Bevölkerung jener Gegend und diejenige an der Ostküsie von Maryland in Schrecken. . Ein Mann. Namens Frank Biles wurde von dem Affen in der Nähe von Bethel Camp Ground in Delaware, als er auf einem Znxirad üach Cannons fuhr angegriffen. Der Vierhänder versetzte Biles einen Schlag mit der Faust, daß ihm Hören und Sehen verging. Biles feuerte mehrere Schüsse auf das Thier ab, scheint es aber nicht getroffen zu haben. Biles blutete aus einer Wunde in der Nah? eines Ohres. Seine Kleider waren zerrissen. Eine Posse von 50 Mann machte sich auf die 'Verfolgung des Thieres, konnte von demselben aber, keine Spur finden.
Wbmen as Well as mcii Are Made Miserable by Kidney Trouble.
Kidney trouble preys upcn the rnind. ds:ourages andlessens ambrtien; beauty, vigof and :hcerfulness soon ' disa pear when the kid-v-Ta rev!' are out of order 'JfcriS" r.r A l r 'w. t'j ir j- . t.1. 1 rtwuejr uuuuic uaLS Krfim er r nrvvUnf Vj ' . WW VTWAW. tlvat it is not uncommon wJrf for a child to be born afflicted with weak kidriiys. If the child urlniJtZig - ares to oftM. If th jrine scalds the flesh er if, when the child reaihes an age vhe:i it should be able to control the passage, it Is yet afflicted with bed-wetting, depend upon it. the cause of the difficulty is kidney trouble, and the first step should be towards the treatment of fhese important organs. This unpleasant trouble is due to a diseased condition of the kidneys and bladder and not to a habit as most people suppose. Wo men as well as men are made miserable with kidney and bladder trouble, and both need the same great remedy. The mild and the immediate effect of Swamp-Root is soon realized. It Is sold by druggists, in fiftycent and one doüar, sizes. You rnay have a sample bottle by mail free, also pamphlet teil Borne of Swamp-RooC ine all about it, includin? many of tha thousands cf testimonial letters reeeived from -utterers cured. In writing Dr. Kilmer Sl Co.. Binghamton, U. be sure and mentioa this paper. Schwache, nervöse Personen, i ziptagt von Schwermut. Erröthen. ittrr. Herz klopfen und schlecht Träumen, erfahr? de ..Zuaendsreund" wie einfach und billig Geschieedt krankhettrn. Folgen der Inzendsünde, ttrtmvf ,derdruch (vartcole).erfckopsendÄuftöffeld mdr mark und deinoerzcdrend Xtibrn, jche und dauernd geheilt werden können. Ganz neues Heilverfahren. VLuä) ein Kapitel über Verhütung a großen Kindersegen und deren fchlimm Folge .nthält dieses lehrreiche 8)ir, dessen neueste ,f tagt nach Empfang von '.s Gent! Briark sersikgett versandt ird von Mt PRIVAT KlIM 1 8t 6lh Ihre.. New York,' c Bezahlung, wenn nicht geheilt. & ig mein Vorschlag alle Männer und Zrazz, welche au folgenden raokhette Untn: XnvaiföTvaht, Erschöpfung, schwacher Rucken. RbeumarlZ. Ztttew scher der Schmerze t irgend eine Theile des $x Herl. Dr. NeLaughlin'A Llektrischer Qürtel Bellt sidnell und für immer alle keiden dieler rt und ich galantere eine HeUuog jeden Kalleg. de ich anneo tc, und verlange keine Bezahlung di Jdr aedeuri wen 3tv mich sicher stellt. SrcU f,r et tratst tOittrrtrttS Vnch, welches meine r danNunaömei&oc cc tuet kxO lftige Viindeiklnge gibt. Dr. A. G. McLUUghlw, 214 State Straße. Chicago. Llirlstian Rwpkv, Deutsche :-: Wirchschaft, und schöne Kegelbahn, 1357 Shelby Straße. Feinste Getränke und Cigarren, fosie schmackhafter Lunch. Arcade Kneipe. Feine importirte und einheimische Weine. Gute Cigarre. Las beste Bier in der Stadt ftetS frisch an Zapf. JOHN WEBER, Vi-entiL. Union Station Hotel No. 6 West Lomsiam Cttaße, . gegenüber dem Ostende der XLtln eutio SAH. II0RIIIE, Eigenih-. Die feinste Bar in der Stadt. AlleS neulnnd erster Llasse. . Telephon 771. cliaub, Wein, Bier Billiard und ' Pool Halle. Zllportirte Weme eme Erezilitöt. M Gst Washington Str. ee eleHho 85. ... 3tcKft23, SCHWEIEXE Q PIIAHGE, RaDnlant ta Kutschen, VüZgZes, Abliesereuz:: und Federvsgm jeder Nrt. L01-S03 Ost Market., Ecke Dattdso Cix. Reparaturen uud kSagenanlkrich rK$t nl rti ii t gut besorgt. ee Telepd, U-i.
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