Indiana Tribüne, Volume 24, Number 283, Indianapolis, Marion County, 30 June 1901 — Page 9
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s C! nirimtu Tribune 12 Seiten. Seiten. Zeiten V 12. Seiten 9-12. Indianapolis, Ind., Sonnrag, den 30. Jnnr 1901
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Die Falle. Bon crcr. Sckcrch Zmtfade. rccctic : und Saluhnkieper. Mistei tMter! Da kann gar kei Daut nc: seie. daß der Röschschiän Hönter e groß Expielientz im Hönting hawwe thut. Von dem kommen sichteil, das Gähm mit e Schongönn oder e Reifel zu kille, is er kei großer Aedmeirer net. Er sagt, das wär e Fäschschiön for die Sonntagsjäger, wo sei größeresGähm wie e Sneip oder Räbbit zu tackele risse thäte, böt e riell Hönter. wo for großes Gähm gebe :häi, würd sei Pauder for e riell Neneffilie ßähve. Er tlähmt, er hätt das feine Honte in Röschschiä gelernt and sönnt all die Beus vom Hönting Clöb e Peunt oder zwei vorgebe. 2 c for Jnschtenß sei es Nonßenß. Bords mit e Schottgönn zu kille. In Röscbschiä thäte se das ganz anners mache. Da thät sich der Hönter uff den Puckel lege, thät sei beide Arme hinner sei Kopv zurücklege änd in die Fäust e kurze, böt e schwere Klöb nemme. Denn thät er e groß Schtück Schpeck in sei Mund nemme änd uff Develloprnenti wehte. Dschenerellie thät es noch kei seif Minnits nemme, bis dieBörds, wo er kille wollt, den Schpeck sehe tbäte. änd denn hätt der Hönter schon halb gewönne. Hungrig seie die Viecher änd Schpeck thäte se gleiche, so thäte einer von sie nach e kurze Weil rer. Attempt mache, den Schpeck aus dem Hönier sei Mund zu ßnätsche. Böt im selben Momment, wo er zupicke wollt, thät ihm dann der Hönter mit sei Klöb eins auf den Kopp schlage änd dann wär er hin. Uff diefe Art hätte manch e Hönter in e schort Weil ebau: e Hunnert Börds gekillt, änd kei Aunß es Pauder oder Schott gejuhsd. Beßeids wäre die Plums von dieBörds n geschpeult. Mit Bäre wäre es different. Wenn e echter Ruß e Bäre Zätsche wollt, so tbät er siebe Quart Wudki nemme änd damit in den Forresch: gehe, bis er e Bär miete thät. Denn finge se beide an Wudki zu saus?. bis keiner net mehr wußt, wer der Bär oder wer der Ruß wär. änd in diese Kondischön thäte se zu dem Ruß sei Sckäniie träwwele änd ihrenRausch ausschlafe. Wenn der Bär am nexschee Morge uffwache thät. thät er ausfinne. daß er gekätscht wär. änd der Ruß hätt e feine Bär. mitaus en Aunß of Pauder oder ßingel Bullet gewehstet zu hawwe. Mit Räbbits, Hase änd solch e kleines Piekzeug wär die Sach noch
Frl. Mae Chauncey Stevens
Das Torpedoboot Chauncey" welches diese Woche vom Stapel gelassen wurde, hat die schöne Mae Chauncey Stevens zur Pathin. Diese
iilt Dame stammt direkt von Admiral Chauncey ab, nach welchem das neue
.Torpedoboot genannt wird.
simpler; da thäte die röschschiän Hönting Dogs das Hönte allein besorge änd der Hönter brauchte nur dasGähm uffzupicke. Böt o Kohrs, e Ruß thät sich auch viel Mühe gewwe. sei Dogs fein zu träjhne änd er wär selbst en Erper: in Dog - Trähning. wo in die ganze Stadt gar net gebotte werde könnt. So lach ich änd sag: Schtanislaus, wenn Du das rielli kannscht, so thäi ich wünsche, Du wolltescht mei Märie ihr Affenpintscher trähne, daß der Sakramenter net immer uff die Launsch dschumpe thut. Ich hen in der Hahl e neie Launsch änd alle Morge is se voll von dem Afefnpintscher sei Hunnehaar änd wenn ich en verschlage will, so thut mei Märie interfiere änd wills net schtände." Oh." sagt da der Schtanislaus, das is en isie Mätter, Zintfade; tm Affepintfcher wolle mir sei Käpers schon leidig mache!" Damit is er hom geschprunge änd hat e russische
Wolfsträpp geholt. Die hat er uffgeschpannt änd uff die Launsch gelegt änd damit der Affepintfcher net anketsche sollt, so hat er der Märie ihr Aevron darüber gelegt. Denn lacht er änd rimarkt: Ru geb e Mal Acht. Zinimde. Wenn der Affepintfcher heut Nacht wieder uff die Lausch schpringe thut, so thut er in die Träpp dschumpe änd die thut zuschnappe änd em solch e Skwies gehhe. daß er sei Lebtag net mehr uff die Launsch dschömve thut." Well, ich hen gedenkt, das wär e feine Eidie; so seie wir herunner änd hen noch e Whiskie getrunke änd feinellie is der Schtanisbaus hom änd ich bin in's Bett änd hen an die Träpv gar net mehr gedenkt. Ebaut 1 o'clock thut mei Märie mit ihr Boh heimkomme änd ich hör, wie se in die dunkleHahl zu sckarmuziere schtarte. Ich hör, wie mei Märie sagt: Oh dohnt" änd denn hen ich e Neuß gehört, was wie e ßmahl Feierkräcker ßaunde that. Well, ich denk, der Nonßenß wird bald en End hawwe änd sie werde mit ihre Feierworks schtoppe änd will mich dschöst um törne. als der verflixte Duo e Dell wie en Jndian gewe thut. For Länd's Sähk. denk ich, hat der Kerl bei Mischtähk am Enne eine von sei eigene Pille verschluckt, änd damit bin ich aus dem Bett änd in mei Kleider gefahre änd im nexschte Jnschtant auch schon in die Hahl geschprunge. Well. Mr. Editor, in Schpeit von dem Dud sei ?)elle fan ich doch lache müsse änd ben mit Wilhelm Busch ausgerufe: Deiner Thaten dunkles Bild Ist vor meinem Blick enthüllt." 2)ei Sakramenter hatte sich uff die Launsch setze änd die Märie uff sei Lärr nemme wolle änd dabei hat er sich eraktlie in die Träpp gesetzt, wo mit füll Forß an sei verkehrte Front zuschnappe that. So hallere ich: Immer ruhig Blut, das wolle wir schon fixe!" Damit mach ich e Licht änd will die Träpp uffmache, böt der Deuwel weiß, wie das Ding worke that. I konnt's nimmer uffkriege änd der Dud is in der Hall mit dem Ding herumgeschprunge änd hat gehallert. er könnt's nimmer schtände. Mein Alte is auch geschprunge gekomme änd die Marie hat geheult, wie e Schloßbund, bekohß daß die Träpp ,
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Felix Adler. I Jacob H. Schiff.
New Yorks berühmtes Fünfzehner - Eommittee, dessen sensationellen Kreuzzüge gegen die Spielhöllen und das Laster in New York so viel Aufsehen gemacht haben, hat plötzlich beschlossen, die Gambler" in Ruhe zu lassen und seine Arbeiten auf die Bekämpfung anderer Laster zu con-zentriren.
ihren Boh ganz außer Schähp geskwiesd hat änd sie bange war. er würd krohke. Well ich bin selbst efrehd geworde, wo der Dud immer schtärker an zu bellere fange thut, so hollere ich. Herunner muß das Ding änd wenn alles verplatze thut." Dann hen ich mei Alte änd die Märie gesagt, mit zuzupacke änd dann hen wir alle drei e Pull gegewe wie e Lokomotiv. Es hat dann e laute Kräsch gegewe. dem Dud is der ganze Boden aus sei Hose gerisse änd die Träpp is herunnergeßlippt. Böt im selbeJnschänt fangt die Alte an zu hallere wie e Foghorn. Sie hat bei dem Pulle ihre Fäuscht über den Bügel von die Träpp gelegt änd wo das Ding von dem Dud abßlippe thut, schlägt es mit Füll Forß zusamme änd klemmt der Alten beide Poten ein. Well. Mr. Editor, jetzt hat's geschellt gehatt. Die Alte hat gebrüllt, bis se ganz blau in ihre Fähß geworde is. die Märie hat vor Angscht änd ich vor Wuth gebrüllt, änd der Dud hat zur Gesellschaft mitgebrüllt. Herunnerpulle konnte wir die Träpp von dieAlte ihre Pfote nimmer. Das Ding war so theit, daß wir der Alte ßuhner beide Flosse abgerisse hätte, als wie dieTräpp herunnerkriegte. Ich konnt nix mache, böt hen in der eiNht zum Schtanislaus schpringe änd em herauskloppe müsse. Der is auch ät wonz mit mir gekomme änd hat die verfliteTräpp uffgemacht, dschöst als meiAlte e Fähnling Schpell kriege that. Der Schtanislaus änd ich hen uff den Schreck dann noch e Dosend Ponies getrunke änd wo der erschte Schreck vorüber war, hen wir doch lache müsse. Böt das Rißölt von dem Schtanislaus sei Dog - Trähning is aar net ßätisfäktorie. Mei Alte hat beide Pfote derbunne, als ob se Borina-Gloves wehre thät.oerDud kann sich net setze änd muß uff den Bauch schlafe, änd der Affepintscher macht sich's wieder uff der Launsch komfortäbel, denn e Wolfsträpp thut mir net mehr in's Haus kommen. Ihr Schan Schorsch Zintfade. Sonntagsplauverei. Licht- undSchattenseiten desommers. In früheren Jahren hat man bereits öfter hierzuland die unliebsame Erfahrung gemacht, daß schon in der zweiten Hälfte des Monats Mai eine zum' Frühjahr sehr schlecht passende, sengende Gluthhitze eintrat, bei welcher das Quecksilber im Thermometer von Tag zÄ Tag sich bis in die gefährlichen Neunzig verstieg und Sonnenstichfälle mit tödtlichem V:rlauf vorkamen. Von solcher Maienhitze sind wir diesmal glücklich verschont geblieben, aber der Juni hat soweit schon drückend heiße Tage gebracht und die Schmorgluth war eine so weit ausgedehnte, daß selbst in den nordwestlichen Staaten die Vewohner empfindlich darunter zu leiden hatten. Da wir sehr nahe vor dem Beginn des calendarischen Sommers stehen und der amerikanische Sommer, so gut er im Allgemeinen sich hin und wieder auch anlassen mag. doch immer seine Raupen hat und mit nicht geringen Gefahren für die Gesundheit verbunden ist. so dürfte es wohl am Platze sein, in Kürze dieLichtund Schattenseiten desselben in Betracht zu nehmen.
Geben den Kampf
E. A. R. ?eligman. W. H. Baldwin. Vorsitzer. Für jeden Naturfreund, dem es Freude macht, in Garten. Feld und Wald Alles üppig wachsen und sich kräftig entfalten zu sehen, besitzt der Sommer unverkennbare Reize. Tag und Nacht sind bei jeder Art von Witterung unablässig Naturkräfte am WC um die Saaten zur gedeihlichen Reife zu bringen und ergiebige Ernten zu zeitigen. Wie erhebend muß auf den ernsten Beobachter der Gedanke wirken, daß die gütige Natur den Fleiß und Schw?i Der;c?i:,?r., w?!? gen, backen undiflanzen, durch ergiebige Ernten beloynt, vorausgesetzt, daß nicht durch Unwetter. Sturm u. s. w. schöne Hoffnungen zunichte gemacht werden. Die Sommerzeit lädt zum Aufenthalt im Freien ein. Wie Herrlick ist nicht das Vergnügen, im Schatten des Waldes zu sitzen, um am klaren See oder am fischreichenVache nach munteren Flossenträgern zu angeln. Auch kurze Bootfahrten bieten in der heißen Sommerzeit viel Vergnügen, da es auf Seen und Flüssen keinen Staub zu schlucken giebt und man beim sanften Wellenschlag mit Gefährten angenehm plaudern oder die Reize der Landschaft stillvergnügt genießen kann. Ein sehr schätzenswerthes Sommervergnügen bildet für Solche, die sich guter Gesundheit erfreuen, an recht heißen Tagen das Schwimmen im Fluß, im See oder am Meeresstrand. Eine der Gesundheit und dem Wohlbefinden mehr dienlich Leibesübung, als das Schwimmen bietet, läßt sich wohl kaum denken. Es wird dabei das Angenehme auf's schönste mit dem Nützlichen verbunden. Nach einem solchen Bad in freier Luft ist das Schwitzen nicht mehr lästig, da die Poren ihre Funktionen gut verrichten und die erlangte Abkühlung immer auf einige Zeit anhält. Wem es die Mittel und Umstände nicht erlauben, im Sommer die Stadt während der heißesten Zeit zu verlassen, der kann deswegen doch den Sommer genießen, vorausgesetzt, daß er es versteht, den Gefahren der Gluthhitze aus dem Weg zu gehen und sich den klimatischen und anderweitigen Verhältnissen in vernunftgemäßer. klug berechneter Weise anzubequemen. Die im Hochsommer oft längere Zeit anhaltenden heißen Wellen, die lebhast an die Tropen erinnern, haben ihre Schattenseiten und sind außerordentlich lästig und mit ernsten Gefahren für Wohlbefinden und Gesundheit derbunden. Wie man sich während der heißen Saison zu verhalten und' das Leben und Treiben einzurichten hat, darüber lassen sich keine allgemein gültigen Regeln aufstellen. Es muß Jeder sehen, wie er's treibt, da er seine eigenen Kräfte, Neigungen und Bedürfnisse am besten kennt. Aber trotzdem können gewisse Winke, die für Alle beachtenswerth erscheinen, mit Bezug auf dieRegelung der Lebensweise während der gluthenreichen Sommerszeit ertheilt werden. Arbeit und Erholung müssen stetig aufeinander folgen. Wo starker Krästeverbrauch herrscht, da muß durch angemessene Erfrischung und Rast der nöthige Ersatz geboten werden. Man lasse der freien Luft in den Wohn- und Geschäftsräumen zu jeder Zeit unbehinderten Einlaß. Vor Ueberanstrengung st besonders dann zu warnen, wenn Jemand sich physisch nicht ganz wohl befindet und bereits den Einfluß der übermäßigen Hitze in lästiger Weise verspürt. Starke Gemüthserregungen, wie übermäßiger
auf
Alexander E. Dir. Chas. Stewart Smiih, Kummer, ängstliche Sorgen und tiefes Nachgrübeln über Dinge, die sich nicht ändern lassen und philosophisch genommen werden sollten, sind dazu geeignet, auf den physischen Zustand einer Person während der heißen Zeit besonders ungünstig einzuwirken; denn der Geist steht zum Körper in inniger Wchselbe- , Ziehung. Kluges Maßhalten beim Essen sowie beim Trinken wird sich wäbj rend des Sommers vorzüglich lohnen. DieKleidungtz soll so leicht und bequem als thunlich sein; auch empfiehlt es sich, sich nickt unnöthiger Weis' den Strahlen der brennenden Sonnengluth auszusetzen. Wer einen gesunden und rei gelmäßigen Schlaf haben will, der sorge für genügenden Aufenthalt im ! Freien und veraesse das öftere Baden nicht. Selbstmord - Epidemie in Emporia. In dem Städtchen Empo- , ria in Kansas sind in den letzten vier j Wochen die Selbstmorde so häufig geworden, daß man thatsächlich von einer daselbst herrschenden SelbstmordEpidemie sprechen kann. Um diese j wirksam zu bekämpfen, ist vom Mayor und vom Gesundheits - Rath ein Be'chluß angenommen worden, welcher , dahin lautet, daß der Presse in genannter Stadt während der Dauer der Epidemie verboten sein soll, in den ; sich ereignenden Selbstmordfällen detailirte Beschreibungen und Schilderungen zu veröffentlichen. Ob den ge-'nannt-n Behörden solche Beschränkung der Preßfreiheit zusteht, ist eben so fraglich, wie dies, ob der Selbstmord, sensationell geschildert, bei leicht beeinflußbaren Personen eine Wirkung auszuüben vermag, welche als Ansteckung bezeichnet werden kann. Uebrigens darf es nichtWunder nehmen, daß im Staat Kansas eine derartige Freiheitsbeschränkung vorkommt. In dem Prohibitionsstaat wird unter dem Druck des Fanatismus jahraus jahrein die persönliche 'Freiheit mißachtet und mit Füßen getreten. Von der Vernichtung dieser bis zur Knebelung der Preßfreiheit ist nur ein Schritt. " Lassen die Bürger sich das Schindludertreiben mit der persönlichen und der Preßfreiheit gefallen, so steht zu befürchten, daß es den Behörden in nicht ferner Zukunft eventuell einfallen wird, ganz nach Wunsch und Willkür andere verfassungsmäßig garantirte bürgerliche Rechte und Privilegien ungehörig zu beschränken oder gänzlich zu unterdrücken. Die Geschäftslage im Allgemeinen ist vorzüglich und es sind, wie Henry Clews in seinem neuesten Wochenbericht über die New Yorker Fondsbörse 'chreibt, alle Aussichten für einen guten Herbsthandel sind vorHanden. Der berühmte polnische Tastenkönig Paderewski, der vergötterte Liebling der amerikanischen und englischen Damenwelt, hat in Dresden mit seiner Zigeuneroper Manru" einen großen Erfolg erzielt. Rubinstein meint, den Amerikanerinnen habe es Paderewski's riesige rothe Haarwelle angethan. Als in den letzten Jahren ein Impresario den Meister nach Amerika bringen wollte, lehnte er mit der witzigen Begründung ab: Ich kann mir doch auf meine alten Tage die Haare nicht roth färben lassen".
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Bundcespcichcr? ?n d lehren Jahrzehnten ist durch r - rf-nduug cc.l ..afchinen sowie durch diü Anlage neun Eisenbahnen und Dampferlinien die Erzeugung fast der Leoensdedürsnisse unendlich ver--.ehrt, und die Beförderung der letzteren von einem Erdthzil zum andern bedeutend erleichtert worden. Wite-Landitrecken werden jetzt mit Dampf umgepflügt, mit Maschinen abgeerntet und rarurrf) ist es möglich geworden, rieiige G.ireidemassen billiaer auf den Markt zu bringen, als je zuvor. Die Eisenbahnen und Dampfschiffe schaffen alsdann das Getreide nich den dicht bevölkerten Ländern Europas, und diese Massenproduktion und Massenoersenrung schädigt alle Lnowirthe mehr oer weniger. Die Leute, wel.c weite Landstrecken mit Dampfbetrieb bestellen und obernten, düngen den Boden nicht wieder. Sie treiben Raubbau in der schädlichsten Bedeutung dieses Worte-. Sie ruiniren die Aecker; aber die amerikaniien Farmer und die deutschen Bauern, welche den B:en durch Düngung und sorgfältige Bcardeitung in guter Kultur halten, können mit den RaubWirthen nicht concurriren; zumal dann nich:. wenn sie auf theurem Lande arbeiten. Wenn die Preise der landwirthschaftlichen Erzeugnisse besonders niedrig stehen, werden von wohlwollenden Leuten Vorschläge gemacht, welche darauf abzielen, da den Bauern für Getreibe. Fleisch und Baumwolle ein sögenannter Minimal - Preis gesichert werde, unter welchen jene AckerbauProdukte nicht sinken können. Wiederholt ist hüben wie drüben vorgeschlagen worden, die Regierungen sollten Speicher bauen, in welchen Getreibe, Baumwolle. Fleisch und Wolle gelagert werden müßten, bis sie einen bestimmten Preis erzielen. Durch ZurückHaltung jener Dinge in den Waarenhäusern würde schließlich das Publikum gezwungen werden, den festgesetzten Minima! - Preis zu bezahlen. Bis dies geschehe, könnten die Land Wirthe für ihre in den Speichern hin terlealen Güter Quittungen erhalten, wie sie jetzt von den Besitzern der Elevatoren" bereits an ihre Kunden ausgegeben werden, und diese SpeicherQuittungen könnten die Farmer bei den Banken verpfänden bis zum Betrage von 75 Procen: de- Mindest-Wer-thes der binierleaten Dinge. Diesen Vorschlag hat jetzt der sögenannte Mais - König Phillips in Minneapolis erneuert; allerdings nur mit Bezug auf Welschkorn. DieBunde--Regierung solle von den Farmern für jeden zu Markte gebrachten Bushel Mais einen Cent erbeben, für diese Cents Speicher bauen und in letzteren Mais lagern, bis der Preis desselben auf 40 Cents per Bushel gestiegen ist. Gegen seine Speicker-Quittung wde der Farmer jeder Zei: 30 Cents per Bushel in irgend einer Bank borgen können. Wir gönnen gewiß den Landwirthen altes Gute, denn sie bilden den vor nehmsten und stärksten Nährstand. Nur wcnn die Bauern Geld haben, blühen Gewerbe und Handel. Wenn aber die Landwirthe ibre ErZeugnisse in den Bundes - speichern lagern dürfen, bis dieselben einen bestimmten Preis erzielen, dann haben auck die Gewerbe- und Handel Treibenden das Recht, eine gleiche Berücksichtigung von Seiten der Regierung zu fordern. Möbel-. Stiefel-. Kleider-. QefenFabrikanten, kurz alle Geschäftsleute, welche irgend welche Waaren fabriziren. könnten, falls man die Forderung des Herrn Phillips zugestehen wollte, von den Vereinigten Staaten die Errichtun? großer Speicher beanspruchen, in welchen die Waaren der Industrie!len aufbewahrt werden müßten, bis dieselben einen bestimmten Preis erzielen. Die Anlage solcher Sveichcr-Räume würde ungeheure Summen kosten und obenein die Ueber-Production ermuthigen. Das wird allgemein zugegeben und deshalb find auch bis jetzt alle derartigen Vorschläge abgelehnt worden. Karlsbad. Beim hiesigen Schmiedemeister Ivran Brudna sind mehrere czeckisÄe Gebilfen beschäftigt. welche den einzigen deutschen Gehilfen Franz Dürbammer aus Winterb''?a
häutig hänselten. Kürzlich begann der 19 Jahre alte iiaxi Florian aus Pommeisl in Böhmen den Dürhammer abermals zu hänseln und Dürbammer's Arbeit ,-u kritisiren. während die anderen Gehilfen dazu lach:en. DürHammer, welcher immer gereizter und erbiherter wurde, drohte schließlich mit einer aonen alübenden Eisenitanae. die er in der Arbeit hatte, und als Florian ihm zurief: Zuhauen!". :ndem er auf seine Brust zeigte, versetzte ihm TürHammer einen Stoß mit dem glühenden Eisen auf die Schulter, der die Schlagader durchschlug, durch die Schulter durchging und den Florian tödtete. D'lrhammer wird als ein fleißiger Arbeiter geschildert; er :st Vater von zi:i verheiratheten Töchtern und einem ohn. der Soldat ist. A r g a u. In der Beznau ist der Leichnam einer Frauensperson aus der Aare gezogen worden und als die seit Anfangs April mit ihrem fünf Monade alten Kinde vermißte Frau Meier von Bi' 9 msZHrs erkannt worden.
Was ein schönes (cficht kostet.
o tv , n London gibt es. wie ein englisches Jcuinal erzählt, eine ganze Anzahl Leute, die als Ge'icvtsspezialisten ein gu:es Einkommen haben. Wenn inem seine Gesichtszüge uno sein Tein: nicht retallen und er nebenbei vie! Geld zur Verfügung bat. so kann er sehr wohl gegen ein Honorar sein Genagt ändern und rcrbessein lassen. Es gibt in Londen reiche und eitle Leute, die jährlich $1000 für ihr Gesicht ausgebeX Einer r:.cic: Äesichtsspe',ialisten hat ' einen 5ilien:en. der 50 Jahre alt isbund. um Runzeln und Mängel fortzubringen, sich einer täglichen Bebandlung unter zieht, die ihn $15 wöchentlich kostet. Sein Gesicht wird mit heißem und kal tcm Wasser aedouckt. massirt. mit wcdlriechettden Oelen einaerieben unj anckickt aeiarb:. bis es dem 'in Jünglings äbnelt. Die Behandlui dauert fast zwei Stunden, aber die uge Und tmmer nur oorubergeh?t Ein anderer smarter" Stuner. der von der Zeit angerichteten Verwüstung aen verberaen will, ickwela: dreima wöchentlich m einem kostbar Kräuterbad und läßt ieinKtcht Morgen mit vieler Kur'tbandel, was ihn gegen $20 wöcben:li? tVtj Ein kräftiges Schönhei'.swasser ver lnnt die verrätherischenRunzeln. wäh .-end geschickte Mafsage und Aufleget von Roth denSchönbeitsprozeß wirksai vcrvollständiacn. Aber die falsche Ge s?tsia:be dauert nur etwa zwi!f funden. Einige Kunden sind eifrige! Anbänaer der Milchbäder für Besicht und Hände: ein Spezialist gebraucht täglich ricle Gcrllonen Milch für dies ?!n der Behandlung. Ebenso beliebt, die Hart zart zu machen, ist Citronenfast, der eine halbe S:unde ang nach dem Bden und Massiren des Gesichts rieben wird. Sehr vielk Leute un-j terzieben sich einer Ci:rcnenbehan' luna. und jede Sitzung koste: sie. Es ist nicht ungewöhnlich, daß sich die Augenbrauen färben iaV die Livven ."Roth legen und eine. m? ürbung des Nasenorgans' eine bestimmte fleischfarbene Salj beraen. die besonders zu diesem gemacht wird. Daß Männer,! Eitelkeit sich 'durch das araue Hai nirt süblt. sich ein- oder zwei? chcntlich den Schnurrbart uni bart färben lassen, kommt hi Eine derartige Haarbehandli für einen Herrn $5 bis $ö Natürlich sind auch Dame iu'ns. f',cht vy:ne ianie aus schaft ex';Wt vor Kurzem ei Nase, die aus Ersatz für ihi bei einer Jagd verletztes Die neue Nase, die sehr n sieht, kostet $15. Sehr mit dc: ihnen von Nat? Nasenform nicht bero'.sch ..Nasenmasl Keim irres Organ; Eine :.ndcrc Art serung. ?ie von vis gebraucht wird. brauen. Die koj ste Qualität rvl Paar; sie wert 7?Ii?ur, botten. iirrae. Falsche Auge, gleichfalls zu $2.50 gelie. elegante Dame ist es nick! wcnn fie wöchentlich 510 mafsage und dann noch 'rcme. Puder. Gesicht llmail ausgibt. Eine Da ließ sich sogar von eine. ?.iilen ei, künstliches ?!.avaar.erbädet für etn belt.br aü.r ??':st Reichen, während D ei Haar zu bab'n loüi lich mit Eau de Eologne Vom hce Bon einer, vielaenai Sängerin. Cruvelli. ei Belefelderin. Namenc in il üheren Jahren viel l'? eine aottbegnadete fti s.n sein soll. An sie knü de Anekdote: Die Musq na schöne Kunst, rer rn 'e n?n Leinwandkvdel lkeld nicht abholö ml tci-icn im Jahre IS28 Ermcertsaal erbaut, llj tcktonischen Verzierung Nvki Widmuna' ' Nssischen Ton7i5ter !!u'ck. TtrvBaumeister bzr! skbeinlicb nie ael über dem a und u änderte sie nach dfr man nun laj Als Lis.ü auf fabr'en nzch Bit ten sich Rra für den Ü4I mehreren Crtn weßhalb man Nr imen aab: ftrW Theateraqent erliefe Aachblatte folgende sängerinnen mit fpnel den berühmtesten Wifn aeonoek, rönnen von b ten losort zugeschil . Gattin: Jch f etnem Wethnachtz sparen.ii . . , -ua:- m, Gattin: Worai Satte: .Am ?s
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