Indiana Tribüne, Volume 24, Number 283, Indianapolis, Marion County, 30 June 1901 — Page 7
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All Heil! Münchener Slizze von Mar flraufc. An einem Stammtisch in einem Wirthshaus der Altstadt, an dem bekanntlich die wichtigsten Fragen, d je die Welt benxgten. mit ebenso großr Gründlichkeit wie Sachkenntnis besprochen werden, wird eines schönen, warmen Sommerabends auch der Fortsciritt besprochen, den die Technik in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Da kommt die Eisenbahn, die Dampfschifffahrt, die Elektricität, das Telephon und der Telegraph auf's Tapet alles fein säuberlich der Reihe nach. Ein Wort giebt das andere, ein Gedanke löst den andern ab und das gesammte Collegium ist sich in dem Cardinalpunkte einig, datz wir's herrlich weit gebracht". Einer der Stammtisch - Gesellschaft, ein Fahrradhändler, kommt natürlich auch auf das Fahrrad zu sprechen. Warum sollte er nicht? Ist es ja doch auch erst in den letztenJahrzehnten das geworden, was es heute ist: ein Verkehrsmittel allerersten Ranges und noch dazu ein Triumph der Präzisionsmechanik. Das Fahrrad. oder wie sich der Herr FahrradHändler ausdrückt, das Radl", das Velozipäh", ist überhaupt das Wunderbarste. was auf dem Gebiete der Verkehrsmittel Industrie geschaffen wurde. Meine zerren: xaz lag' t, und das können S' mir glaukxn in zwanz'g Jahrln da radelt überhaupt alles, was zwoa Boana hat und Mensch hoaßt." Allgemeines Kopfnicken. Was kann man auch gegen eine Behauptung sagen. die sich erst in zwanzig Jahren uf ihre Richtigkeit wird prüfen lassen? Und dann herrscht am tarnm tisch so ziemlich Uebereinstimmung darin, daß man sich nicht über Dinge aufregt, die erst in beinahe einem Menschenalter kommen werden. An einem Stammtisch herrscht die Ruhe und Gelassenheit eines Philosophen. Es ist da jeder in gewissem Sinne ein Fatalist. Man wartet ab, was kommen wird, und läßt sich einstweilen sein Quantum Bier wohl schmecken. Nur der Herr Nacklberger ist auf in paar Atmosphären weniger geprüft um mich auch technisch auft zudrücken. Und darum explodirt er folgendermaßen: Sie, da ham S' mi ersckt balbct! Zwanz'g Jahrln hoff' ich schon noch z' derleb'n" er streicht wie zur Bckräftigung mit seinen Wcißwurstfingern über den runden Leib , aba mi sehnq 3' net radln! Da können S' Gift drauf nehma! Verstand n!" Der Fahrradhändler und Stammtischgenosse nimmt zwar trotz dieser freundlichen Aufforderung kein Gift; r thut nur einen tiefen Zug aus sei nem Maßkrug, schnalzt mit der Zunge und sagt dann mit einem diabolischen Grinsen: Was wetten S' denn. Herr Nacklberger. daß Sie aa noch radeln? Koa Jahrl vagebt und nachat b'stell'n S' Eabna bei Eahnern Hof- und Leibfchneida a Radlerg'lüftl!" Alles lacht. Die Idee ist auch zu komisch: Freund Nacklberger auf dem Velociped! Auf den Aermsten geht eine Fluth von Sticheleien nieder. Freunder!! Für dich müss'n's .in extrig's Radl bau'n!" An deiner Stell' that' i mi' in an Variäthä seh'gn lass'n der schwerste Mann der Welt auf'm Velocipäh !" Da wirst a G'schau kriag'n mit deine Wadl'n! Mei' Liaba! Dös glaubt ja der stärkst' Mann net, daß die net ausg'stopft san!" Oan Vortheil hat's doch bei dir. daß d' wachßrlweich fällst, wann'st bipurzelft. mit dem bißl Schwart'n?" Herr Nacklberger ist wüthend. Mit geballter Faust sitzt er da, und wie ein hungriger Menschenfresser schaut er der Reihe nach seine Genossen an. Am meisten aber ärgert ihn der FahrradHändler, der alle die bissigen und spöttischen Bemerkungen der Stammtischgenosien mit einem triumphirenden Siegesgebeul aufnimmt. Endlich reißt dem Herrn Nacklberger der Geduldfaden. I vabitt' mi' hiatzt die G'schicht! Moant's Oes. i gieb Enk an Hanswurscht'n ab? Da seid's g'stimmt!" schreit er und schlägt den Decke! von seinem Krug zu. daß es nur so knallt. Unb Sie, Sie Spinnradlhandler" er meint damit den Fahrradhändler , Sie nehmen z'ruck. was S' g'sagt hab'n! I lass' mi' von Eahna net beleidig'n! Vastand'n! Sonst Hat'S was!I hab' Eahna ja gar net " öie hab'n g'sagt. daß i aa noch radl'n that das lass' i mir amal net g'fall'n! A solchene Fexerei war' mir schon z' dumm I sag' Eahna. Herr Nacklberger ts vageht koa Jahrl nachat radl'n S'!" entgegnet der Händler mit lackendem Munde. Der aan Stammtisch brüllt. So was hat man noch nicht erlebt. Mit an Mensch'n, der spinnt, mag i nimmer an oan Tasch sitz'n. 'L Goolt mitanand! Oes seid's heunt ja alle trapft!" Herr Nacklberger sagt's mit olympischer Ruhe. In diesem Augenblick ist er von wahrhaft klassischer Größe. Dann steht er auf, greift nach seinem Strohbut und stampft aus dem Lokal. Er radeln! Wie ihm draußen auf der Strafte der kühle Nachtwind um die heiße, pochende Stirne weht, bleibt er einen Augenblick schwerathmend stehcn. Er und radeln! Es ist ganz ungeheuerlich! Und dieser Mensch, der Fahrradhändler, stellt die Möglichkeit. daß er einmal radeln werde. solchen Bestimmtheit hin ! klberger setzt sich wieder in Für ihn ist der Mensch w w r . ' v Y -v ort v
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einigen hundert Schritten bleibt er
wieder stehen. Warum der Mensch gerade ihn so anzapfte! Und mit welcher unverschämten Sicherheit er seine Behauptung aufstellte! Als ob er, der Herr Nacklberger. bei ihm schon das Rad gekauft hätte! Gekauft?! Halt! Es gab Herrn Nacklberger einen förmlichen Riß. Gekauft! Der Mensch will ihn animiren, bei ihm ein Rad zu kaufen. Der hungrige Kerl! Er weiß, der Herr Nacklberger hat das nöthige Kleingeld das wär' so eine Kundschaft! Er und sein Sohn, der Franzl und seine Gattin ! Himmeldonnerwetter! Er griff schwerathmend nach seiner Stirne. Was ging in seinem Gehirn vor! War er denn selbst verrückt geworden? Seine Gattin und radeln ?! Es schüttelte ihn bei diesem Gedanken wie im Fieber. Und hastig, als ob der Fahrradhändler gespenstisch hinter ihm her liefe, trappte er nach Hause Schweißgebadet kam er in seiner Wohnung an. Zu seinem nicht geringen Erstaunen fand er seine Gattin noch wach. Sie hatte ihn offenbar erwartet. Mit einem brummigen Gruß wollte er sich in sein Zimmer begeben. Seine Gattin aber hielt ihn fest. Du, Peperl " (sie sagte immer Peperl, wenn sie ihrer Zärtlichkeit besonderen Ausdruck verleihen wollte), du Peperl, da geh' amal her zu meiner!" Peperl?! dachte Herr Nacklberger. Au weh. da hat's was! Aber er gehorchte, machte Kehrt und blinzelte erwartungsvoll zu seiner Ehehälfte hinüber. Sollte sie ein neues Seidenkleid oder einen neuen Hut brauchen? Zwar hatte er ihr erst vor einigen Wochen den schönsten Modehut mit einem wahren Gemüsegarten zum Geschenk gemacht, und die Störenschneiderin war erst vor kurzem nach achttägiger Blockade der ganzen Wohnung des Herrn Nacklberger abgezogen. Aber was sollte sie sonst wollen? Frau Nacklberger schien seine Gedanken zu errathen. Mit wenigen Worten verscheuchte sie alle seine Zweifel. Was geb'n wir denn morg'n unserm Franzl zu feinem Namenstag'" .7err Nacklberger war ganz gerührt. W uneigennützig war seine gute Alte! Sie kann nicht schlafen, bevor sie nicht ieiß, womit sie andere glückmachen kam:. Und er selbst hatte gar nicht an den Namenstag seines einzigen Sohnes gedacht. Ein netter Statte! Ganz zerknirscht sagte er dest)alb auch: ..Ja, was m oan st denn, daß eahm a Freud' machet? I i hab' halt bcr.ft, mir schenket'n eahm an Fufzerschein? Nachet kann sich der Franzl übtt was kafa?" ..Ah was. fufzig Markl'n, für den Äuam, der wo an Vata hat, der vierfacher Hausb'sitzer is! Schämst di nst, Pepi?" Au weh! dachte Herr Nacklberger wieder. Er hatte keinen glücklichen orscblag gemacht. Seine Gattin war indionirt, denn sie sagte schon nur mehr Pepi". Jetzt mußte er vorsichtig sein, sonst würde sie grandi". I hab' halt g'moant, Pepi, mir (afa dem Buam weil er's gar so gern hat a Radl!" bemerkte die Gattin, scheinbar ganz harmlos, abcr doch mit ziemlichem Nachdruck. Herr Nacklberger natie das Gefühl, als müßte er umfallen. Er würgte und drückte, aber er brachte kein Wort heraus. I hab's dem ?uam schon vasproch'n. Hiatzt fahr! ja alles Velocipäy a jeda Maurer hat a Radl. Da könne mir'ö uns aa leistn. Moanst net aa. Peperl?" Herr Nacklberger nickte nur mit dem Kopf. Was sollte er anders meinen? Seine Gattin sagte wieder Peperl". Und dieses Kosewort war der Lobn für seinen Gehorsam. Da gab's gar keine Widerrede mehr. Herr Nacklberger ging in sein Zimmer wie einTelinquent am Abend vor seiner Hinrichtung. Im Traum erschien ihm der Fahrradhändler, der ihn mit höhnischen Grimassen einlud, ein Fahrrad zu besteigen. Und als Herr Nacklberger sich weigerte, sprangen sechs Dienstmänner auf ihn los, packten ihn mit nerviger Faust und hoben ihn in den Sattel. In demselden Augenblick sau'te das Rad mit ihm davon und er erwachte. Wochen waren vergangen. Der Franzl radelte schon wie noch einmal ein Champion. Seine Mutter war selig. Sein Vater schmunzelte, und am Stammtisch vertheidigte er sogar mehrere Male die Radfahrer, die er früher varuckte Scher'nschleifer" genannt hatte. Eines Tages ging er gemächlich in den Jsarauen spazieren. Gerade wollte er um eine Ecke herumbiegen, da klirrte eine Glocke er trat schnell zurück drei Räder sausten an ihm vorüber. Auf dem ersten saß sein Sohn, der Franzl, aus dem zweiten Herr Nacklberger war starr vor Entsetzen saß seine eigene Gattin, und hinter ihr radelte ein Mann, oer fortwährend rief und commandirte: treten S' nur fest. Madam'!' Grc-d' sitz'n! Grad'!" Halten S' d' enkstang' net so fest!" Sei So! Famos cht's!" Herr Nacklberger wollte rufen aber die drei Radler waren schon verschwunden wie eine Fata Morgana. Seine Gattin radelte! Hinter seinem Rücken! Das war der reinste Ehebruch! Herr Nacklberger wüthete und tobte. Schnurstracks eilte er nach Hause, und athemlos kam er dort an. Seine Gattin trat ihm mit der unschuldigsten Miene von der Welt entgegen. Sie hatte das Sportkostüm schon abgelegt und begrüßte den Gatten in ihrem sittsamen Hauskleide. Ss piel hausmütterliche Anmuth und bertttö isdeln! Herr Nackloe,"
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aer wollte losplatzen. Äver in diesem Augenblick konnte er seiner gepreßten Brust nicht anders Luft machen als mit den melancholischen Worten: Nanni! So a Schand' hätt'st mir net anthun soll'n! Hinter mei'm Rück'n z' rad'ln! Pfui Teifi!" Sie lachte hell auf über diesen tragischen Ton, und dann legte sie ihren dicken Arm um seinen Hals und sagte schmeichelnd: Tu kummst aber aa hinter alles! Siehgst Alterl, ich hab' di' zu dei'm Geburtstag übaraschen woll'n! Jetzt hast mir die ganz' Freud' vadorb'n, und i muß dir an dei'm Geburtstag a anders G'schenk mach'n. Was moanst, wann i dir aa a Radl kauf'n that'?" Herr Nacklberger sank stöhnend auf einen Stuhl. Das war zu viel! Keine Reue, keine Abbitte! Im Geyentheil! Er sollte auch mitradeln! Und er mußte! Seine Gattin ließ nicht eher nach, als bis er in die Fahrschule ging und das Radeln lernte, ein Hausdoktor hatte sich auch noch gegen ihn verschworen und ihm das Radeln geradezu verordnet. Und so strampelte er denn mit seiner Gattin und seinem Franzl im Schweiße seines Angesichts darauf los. Er ward mit der Zeit ein ganz tüchtiger Radler, und er begriff später gar nicht mehr, wie man überhaupt ein Feind des Radfahrens sein könne. Eines nur blieb ihm stets unfaßbar; Die prophetische Gabe eines Fahrradhändlcrs! All Heil!
Auf dem Dampfer. Eine Frühling?geschicbtr von M. 7. Vor der Binzer Landungsbrücke hatte der Greifswalder Dampfer, der die Rundfahrt um die Insel Rügen machte, dreimal zur Abfahrt geläutet. Jetzt ein langgezogenes Tuten wie ein tiefer, unarticulirter Seufzer. Dann rasselt die Ankerkette, und das kleine Dampfboot wendet sich langsam im Bogen, um den Rückmeg anzutreten. Die Sonne, die drüben hinter den Dünen untergeht, hebt die dunkle Farbe der Tarnen prächtig von dem mattqrünen. silberbewölkten Himmel ab. Im Vordergrund die hellen Dünen, an die sich die Wellen liebkosend drängen. Dahinter die kleinen Häuser von Binz. eins neben dem anderen, wie Kinderspielzeug aufgebaut. Oben guckt der Mond, einer runden, weißen Wolke gleich, neugierig auf das Wellenspiel. Am Dampferrande steht eine k.leine Gesellschaft aus Greifswald, die Tanzstundenherren und Dämchen vom sögenannten Studentencirkel" und winken mit den Tüchern dem Strande einen Abschiedsgruß zu. Behäbig rücken die Väter zu Dreien und Vieren zusammen und holen die Skatkarten heraus. Die Kellner klappern mit den Bierseideln. Konrad Riesen geht mißmuthig auf dem Dampfer auf und ab. Diese Umgebung hier, das war ja fürchterlich. Die lauten Stimmen, die sich immer wieder dieselben faulen Skatwitze zurufen, ihr schallendes Gelächter. das Auftrumpfen auf den Tisch, das mußte einen ja um die Stimmung bringen. Und er war doch so froh gewesen, den ganzen Tag über. ZJie er mit Hilde Pinder, seiner kleinen Tanzstundengfährtin aus Greifswald, durch den Wald gegangen, unter sich das rauschende Meer, über sich die warme ffrühlingssonne, da hätte er jubeln mögen vor Lust. Aber dann mußten sie sich trennen; denn Herr Pinder suchte bei der Gelegenheit SommerWohnung, und Hilde durfte dabei nicht fehlen. Und wie sie fortgegangen, da war's wieder über ihn gekommen, die Sehnsucht und die innere Unruhe. Gab's denn keinen Platz auf dem Dampfer, wo man ungestört sein konnte? Suchend blickte er sich um. kommen Sie doch hierher, Herr Riesen." winkte Hilde ihm. Sie stand neben ihrer Mutter und fächelte sich ostentativ mit dem Taschentuch Kühlunq zu. Ach. Muttchen, ich brauche wirklich noch kein Tuch", sagte sie zu diese: gewendet. Wenn's kühler wird, komm ich Dir in die Kajüte nach." X;rnn ging sie mit Konrad durch den engen Gang in die Ecke am Radkästen. Sehen Sie. Herr Riesen, hier haben gerade zwei Platz. Da wollen wir mal thun, als ob wir allein den Dampfer gemiethet hätten." Konrad's Augen strahlten, als er sich neben sie setzte und mit ihr zu plaudern anfing. Ja. es war doch eine luftige Zeit, unsere Tanzstunde. Jetzt sind die Nachkränzchen und die Bälle vorbei. Und das wird wobl unser letzter gememsamer Äusslug gewesen lein. Thut's Jhn'n leid, Fräulein Hilde?. Ich weiß nicht. Ich denke mir, dös Schönste kommt noch. Später die großen Bälle das wird doch etwas Anderes sein, glaube ich. Die Lieutenants, die Referendare und die Aessoren die ach, ich freue mich so sehr darauf, ich . . Sie hielt inne. weil sie seine traurigen Augen sah. Da werden Sie gewiß gefeiert werden." Konrad gab sich Mühe, gleichgiltig auszusehen. Sie schwiegen beide und sahen vor sich hin. Hilde stand auf und lehnte sich über die Brüstung. Wie bei ihrer Bewegung die Spitzenärmel den Arm frei ließen, sah Konrad das kleine Grübchen am Ellbogen, das kleine, oerführerifche Grübchen, das er bei den Tanzstundenbällen so oft sehnsüchtig angeblickt hatte. Da hauchte er einen Kuß auf btn weißen Arm und rasch noch einen . . . Konrad." Sie sprach wie im Traum. Hildc, liebe kleine Hilde." vand 1 Hand standen sie da. DK
Tribüne, nntag, zy. Juni
Wellen rauschten, der Frühlingswrnd umfächelte sie mit dem Flügelschlage des Glücks, und das Licht der bunten Lampions liebkoste ihre Gestalten ... Nanu. Hilde, wo steckst Du denn eigentlich?" rief Frau Pinder ärgerlich. Du wirst Dir einen schönen Schnupfen holen. Abends im Frühjähr mit dem dünnen Kleid." Hier bin ich ja. Muttchen." Hildes Stimme zitterte merklich. Kalt ist's hier wirklich nicht. Wir sitzen ganz geschützt." Jawohl, sehr geschützt," wiederholte wüthend Herr Pinder. Sehr geschützt! Was soll denn das heißen, Mädel? Schickt sich das vielleicht? Donnerwetter noch 'mal!" Papa." rief Hilde mit stockendem Athem, sei doch nicht böse." Und um ihn zu beschwichtigen, sagte sie ihm in's Ohr: Konrad hat sich mir eben erklärt." Erklärt? Zum Teufel, Herr, was haben Sie meiner Tochter zu erklären?" Konrad Riesen sah zu Boden. Er war ganz verblüfft. So 'ne kleine Gans! Konnte die nicht den Mund halten? Das Bischen Flirten und Schwärmen dort im Walde und hier bei Mondschein am Dampferrande war doch nicht der Rede werth. Achtzehn Jahre war er alt und stand im zweiten Semester. Und die fünfzehnjährige kleine Kröte wollte ihn fangen! Natürlich gerade jetzt, wo er dem steifen Greifswald den Rücken kehren und den Sommer im schönen Heidelberg studiren wollte. Gerade jetzt sollte er sich binden? Gnädiges Fräulein meint wohl " er wurde immer ärgerlicher ein Mißverständniß ". " Das hoffe ich auch, geehrter Herr. Und ich wünsche Ihnen einen guten Abend." Herr Pinder dreht ihm den Rücken, nimmt das purpurroth erglühte Töchterchen ziemlich derb an der Hand unfc führt sie und seine Frau die Treppe hinauf nach dem oberen Dampferdeck. Ueber die Angelegenheit wird kein Wort mebr verloren. Wiederum hatte die lachende Frühjahrssonne viele Hunderte zur Extrsfahrt nach Rügen gelockt, und wieder läutete am Abend die Dampferglocke eindringlich und meldete den Reisenden den Beginn der Rückfahrt. Als einer der Letzten steigt Assessor Riesen, ein schlanker, elegant getleideter Herr aus dem Boot auf die Dampfertreppe. Langsam schlendert er am Deck hin und her, um sich einen ruhigen Platz zu suchen. Konrad wirft noch einmal einen Blick auf Binz. das in der Vorsaison einen so weltfremden, melancholischen Eindruck macht. Langsam senkt sich die Dämmerung über den Strand, und alles erscheint in nebelhafter Ferne. Der Thurm auf der Greifswalder Oie steht gespenstisch mit seinem leuchtenden Auae. Drüben geht der Mond aus. eme große, gelbe Scheibe. Das Wasser, in dem er sich spiegelt, liegt da wie sließendes Gold. Wie lange schon war er nicht hier gewesen? War's wirklich schon zehn Jahre her? Damals, ehe er nach Heidelberg ging. Ach. lag die Zeit fern! Konrad streicht sich über die Stirn und träumt. Richtig, das war ja mit Hilde gewesen. Wie er mit ihr durch den Wald gegangen ist . . . Und hier, war's nicht hier, wo er . . . So ein nettes, liebes Mädel war sie. Was mag aus ihr geworden sein? Gedankenverloren steht er am Radkästen. Er beachtet es kaum, daß eine hohe, schlanke Dame an seine Seite getreten ist. Auch sie scheint an längst vergangene Tage zu denken. Ja, so hatte er hier vor zehn Jahren neben Hilde gestanden. Halb noch träumend blickt er sie genauer an. Merkwürdig, wie die der Hilde ähnelt! Nur voller und reifer ist ihre Schönheit Ihre ältere Schwester? Aber nein, es sind ja zehn Jahre vorbei, seitdem. Er stutzt und bemerkt, daß auch sie ihn firirt. Wabrhaftig, es ist keine Einbildung. Die nämliche Ueberraschung stricht aus beider Augen. Zögernd reichen sie sich die Hände. Einen Moment stehen sie so sprachlos da. Aber Hilde sieht nicht weniger glücklich aus als Konrad. .Herr Assessor jetzt, nicht wahr?" Sie finde! zuerst tl:x paar Worte zur Begrüßung. awobl, meine Gnädigste. Assessor Konrad Riescn. der sich in Berlin zu Tode langweilt und in seiner Ver?.w:if!ung einen Ausflug nach der Heimath gemacht hat. ohne zu ahnen, wcl ches liier ihm bevorsteht." Sie kommen in's Plaudern, und während sie sich über all' oic alten Be--kannten unterhalten, läßt er seine Blicke bewundernd über ihre schöne Gestalt gleiten. Was aus dem nicdlich:n Backfisch doch geworden ist! Diese wunderbare Figur, die in dem weißen Kleide mit der eng anliegenden Weste so voll zur Geltung kommt. Die schwarzen, tief gescheitelten Haare umrahmen das liebe Gesicht. Die klugen Augen träumen wie damals. Die kleine Nase sieht noch ebenso übermüthig aus über dem vollen, etwas sinnlichen Mund. Und was für gewandteUmgangsformcn sie sich angeeignet hatte! Mit der konnte man auch in der besten Berliner Gesellschaft sich sehen lassen. Verdai.uute Eselei damals von ihm! Welch ein entzückendes Weib! Sie sah nach der Uhr. Aber jetzt muß ich " Konrad faßte ihre Hand. Rein, nein, jetzt laß ich Sie nicht fort, ehe Sie mir nicht eine Frage beantwortet haben. Sagen Sie mir ehrlich, Hilde, dachten Sie nicht gerade an mich, als ich Sie wiederfand? ' Sie wurde roth und wollte ihm ihre Hand entziehen.
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Hilde, ich weiß es. Sie dachten an mich, wie ich an Sie dachte. Sehen Sie, ich habe mich damals benommen wie ein wie ein dummer Junge. Aber in meinem Gedächtniß waren Sie, Hilde, eins mit meiner Sehnsucht. Ich hatte Sie lieb und ahnte es selbst nicht. Hilde, einen Moment hören Sie mich noch an " Es geht nicht. Herr Assessor, es ist unmöglich. Ich werde ich möchte Ihnen eine Enttäuschung ersparen. Bitte, lassen Sie mich. Da sehen Sie, da " Sie entfernte sich hastig ein paar Schritte von ihm. Ein dicker, gutmüthig aussehender Herr drängte sich durch den engen Gang und klopfte Hilde auf die Schulter. ' Na. Alte, hast Du nun genug in den Mond geguckt? Bei der Finsterniß kann man lange nach Dir suchen. Wirst Dir 'ne Erkältung zuziehen. Schatz! Hier hast Du auch einen Thaler Abschlagsgeld für die genossene Einsamkeit. Sauer erworbene Skatgroschen. Na. was hast Tu denn? Willst Du mir nicht einen Kuß geben zum Dank?" Konrad war rasch zurückgetreten, ohne daß Hilde's Mann ihn gesehen hatte. Es war jetzt ganz dunkel geworden. Also darum ihre Verlegenheit! Ja. das war ihm gar nicht in den Sinn aekommen. daß sie unterdessen hätte heirathen können. Schöne Patsche, in die er da bald gerathen wäre! Ah! Bah! Eine ist eben wie die Andere! Fröstelnd setzte er sich an einen Tisch und ließ sich einen steifen Grog kommen. !Vglnungsttotli im antiken lom. Das kaiserliche Rom zählte 46.000 Miethswohnungen und 1794 Herrschaftshäuser. Die Bevölkerung, die Schätzungen schwanken zwischen einer halben und mehreren Millionen, war mit der Ausdehnung des römischen Imperiums immer mehr gewachsen. Da es an rasch befördernden Verkchrsmitteln fehlte, zudem der Wagenvertehr auf wenige Stunden des frühesten Morgens und des spätesten Abends beschränkt war, drängte begreiflicherweise Alles in Wohnungen nächst des Stadtcentrums. Aber andererseits wurde die ohnehin knappe Baufläche des Stadtcentrums durch die in ästhetischer Hinsicht zu begrüßenden Luxusanlagen der römischen Kaiser noch mehr beschränkt, zugleich der Preis der Bauplätze im Innern der Stadt immer höher getrieben. So kostete der Platz einschließlich der zum Abbruch angekauften Häuser des Forum Ju'ium 4 Millionen Dollars; Läden und Miethshäuser waren natürlich an diesem Platz völlig ausgeschlossen. Das Forum Nervae war 35 bis 40 Meter breit und 120 Meter lang; der freie Platz des prächtigen Trojan - Forums war ein quadratischer Hof von über 126 Meter Seite. Auch die Paläste der Kaiser und Palais der römischen Großen verschwendeten große Flächen. So verschlangen Caligula's und Domitian's Bauten 30.000 Quadratmeter. Zu Tiberius' Zeit zählte ein Palais mit einem Gesammtareal von 1 Hektar zu den kleineren Herrschaftswohnungen. Kein Wunder, wenn Bau- und Häuserspekulanten die günstigen Conjunkturen ausnützten und aus der Wohnungsnoth der Großstadt Kapital schlüge:'. Einer der ärgsten Grundspekulanten war der bekannte M. fite. Crassus. Vorzugsweise kaufte er abgebrannte oder eingestürzte Häuser zusammen, ließ sie abbrechen, und verkaufte die Bauplätze unter eioraem Ausschlag. Außerdem hatte er über 500 Sklaven lauter bestgeschulte Maurer, Zimmerleute, Schlosser u. deral. , die er an Baumeister vermiethete: eine treffliche Einrichtung, auch die Vaupreise in die .Höhe zu schrauben. Die wenigen Angaben, die wir über die Miethpreise im alten Rom wipen, senügen. um uns zu überzeugen, daß sie für den danwligen Geldwerth erstaunlich hoch' waren. Man zahlte Preise bis 1315 Dollars. Sulla (ca. 100 v. Chr.) wohnte Parterre um etwa 150 Dollars; Caelius zahlte für seine bescheidene wie si: Cicero nennt Wohnung im Miethshaus 470. Man zahlte für die gleiche Wohnung viermal mehr wie in der Provinz. Schon zu Cato's Zeit mußte ein depossedirter König Egyptens wegen der hohen Miethpreise" in einer kleinen Wohnung in einem jämmerlich hohen Stockwerk wohnen. Wer nur 5230 Miethzins zahlte, galt kaum für einen Senator. Natürlich hatten die römiscbcn Hausherren glänzende Einkommen. In den Digesten werden $2700 und mehr angeführt. Dazu kam noch der Mißstand, daß es Spekulanten gab, welche ganze Miethshäuser pachteten und ihrerseits wieder inParzellen vermietheten: ..Wer ein Miethshaus um 30 gepachtet hat, parzellirte dieses so, daß er 40 aus allem löste." Die Miether mußten natürlich den Gewinn aufbezahlen. Und wie wohnte die arme Bevölkc rung in Rom! Als der Platz für .Häuser nebeneinander immer knappa und kostspieliger wurde, begann man, die Häuser in ungemessene Höfyen aufzuthürmen. Wahrend z. B. in den Bauordnungen von Berlin, München u. s. w. die Fronthöhe der Gebäude das Maß derStraßenbreite nicht übersteigen darf, ferner mehr als fünf bewohnte Stockwerke unzulässig sind, glaubte die römische Polizei schon etwas gethan zu haben, wenn sie das Maximum auf 70 Fuß bei einer Straßenbreite von 4 bis höchstens 7
Meter!! festsetzte. So kommt es, !
daß der arme Poet Martial über 200 Stufen im 10. Stockwerk. Orbilius, der bekannte Lehrer des 5)oraz. in einer dunklen Mansarde um hohen Preis wohnte. Und weiß man. daß diese Stübchen nichts anderes als niedrige. fensterlose Schlafstellen waren, ohne Licht, ohne Luft, so kann man sich das Wohnungselend der römischen Bevölkerung einigermaßen vergegenwärtigen. Deshalb darf es uns auch nicht Wunder nehmen, wenn in Zeiten politischer Erregung auch die leidige Wohnungsfrage zu demagogischen Zwecken verwendet wurde. Der wuchernde Miethsherr und der ausgebeutete Miether gehörten zu den beliebten Echlagwörtern in denTributkomitien. Schon 48 v. Chr. hatte der Prätor M. Caelius Rufus einen vollständigen Crlaß der Miethen für ein Jahr beantragt, allerdings ohne Erfolg. Aber was der vom Senat beleidigte Prätor bezwecken wollte, trat ein ein vcht gewöhnlicher Tumult brach aus. Im nächsten Jahre erneuerte P. Cornelius Tollabella als Volkstribun die Rogation des Caelius. Eine ungeheure Aufregung bemächtigte sich beiderParteien: der Tribun Trebellius, von dcn aristokratischen Hausbesitzern gewonnen, widersetzte sich diesem Antrag. Die Comitien wurden mit Gewalt von den Anhängern der Reichen gesprengt; es kam zu reinsten Barrikadenkämpfen. Bald darauf dekrenrte Cäsar einen allgemeinen Miethserlaß bis zu .I109. Bekannt ist das Wehklagen Cicero's, der als reicher Hans bescher von dieser Maßregel mitdetroffen war: Sie sollen." schreibt er, gratis in fremdem Eigenthum wohnen? Wie so? Damit Du. obwohl ich's doch gekauft, gebaut habe, es erhalten und überwachen mutz, widcr meinen Willen mein Eigenthum nutznießest? Was heißt das anders, als dem Einen das Seine entreißen, dem Anderen fremdes Hab und Gut schenl ken?" Und so lamentirt der arme Hausbesitzer Cicero, dessen Baugruno allein der Senat seinerzeit auf .I6500 geschätzt hatte, in herzzerreißender Weise fort man meint in der That, einen modernen Hausbesitzer bei Trüfseilt und Champagner über das Vermietherelend jammern zu hören. Uebrigens wurde diese originelle Art, ' die leidige Wohnungsfrage von Zeit zu Zeit zu lolen. unter ctavian und späteren Kaisern wiederholt angewandt. Der Scheuerteufel. Unter allen schlimmen Leidenschaf ten, von denen eine Hausfrau oder das weibliche Hauspersonal besessen sein kann, ist die Reinlichkeitssucht eine der bösesten, denn sie )lagt und peinigt nicht nur ihre Opfer, auch deren ganze Umgebung wird in Mitleidenschaft gezogen, in ihrem Behagen gestört, in ihren Lebensäußerungen behindert und eingeschränkt. Einem Mädchen lassen sich immerhin Schranken setzen in der Bethätigung seiner Sucht; die Frau selber dagegen thut, was sie nicht lassen kann, ohne Rücksicht auf ihre Umgebung. Das Schelten des Herrn Gemahls. das trübselige Umherstehen der Kinder, die sich überflüssig und im Wege fühlen, rührt sie nicht, die lautesten ehelichen cenen prallen machtlos an ihrer Sucht ab sie scheuert, scheuert, und wenn sie weiß, daß ihr Mann im Wirthshaus das Dreifache von dem ausgiebt, was die Familie brauchen würde, wenn sie fürchten muß, daß die Kinder, die sie hinausgejagt hat, sich die Lunaenentzündung in dem scharfen Winde holen, wenn sie eine Einladung, eine wichtige Besprechung versäumen mußsie scheuert, scheuert; ihre Mädchen ziehen alle vier Wochen, ihre Freundinnen schlten oder spotten über sie. ihr Mann wendet sich mehr und mehr von ibr ab sie scheuert, und wenn sie ihr ganzes Lebensglück in Grund und Boden scheuern sollte, sie kann nicht anders. Wie sehr fühlt man sich von einer blitzblanken Häuslichkeit angeheimelt! Mit welchem Wohlgefallen ruht unser Auge auf den blüthenweißen Vorhängen und den properen Decken, dem sauber und appetitlich hergerichteten Eßtisch. Wenn man aber beim Eintritt in eine solche peinlich saubere Haushaltung bemerkt, daß die Sauberkeit nicht blos ein Mittel zur Behaglichkeit, sondern Selbstzweck ist, dann wendet sich der Gast mit Grausen" und kommt nicht sobald wieder. Reinlichkeit im Haushalt muß als ein natürliches Bedingniß um ihrer selbst willen ohne Aufdringlichkeit ruhig und selbstverständlich geübt werden. Wie eine Hausfrau sich selber des Morgens still in ihrem Zimmer wäscht und ankleidet, so muß sie auch die Toilette ihres Haushaltes möglichst unbemerkt und geräuschlos zu bewerkstelligen wissen, und muß sie im Frühjahr und Herbst großes allgemeines Scheuerfest halten, so soll das doch nicht unnöthige Störungen im Familienkreise hervorbringen und das ganze Haus auf den Kopf stelle. Uno Deppermann, Deutscher Zahnarzt. Majestic Gebneiidc. Zimmer Ro. 207 Dr, 0. 6. Pfaff Vt Itin Ctfue nach Um Willoughby-Gebäudc, N,. 224 Ritt Meridian Elr., erste Etage, rlkgi. OffiStunden: Von ..' bii 4 Udr Nachmittag. Telephon. Ctftre 2 -Wohnung ZU Die Wohnung bkN'.'dkl nch wie viwt: 1337 rsori l'eiiii ivaiilii
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