Indiana Tribüne, Volume 24, Number 283, Indianapolis, Marion County, 30 June 1901 — Page 10
Jndiana Tribüne, Sonntag, den 30, Juni 1901
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Mutterliebe! Es war zur Zei:' des amerikanischen Bürgerkrieges. In ein stilles WittwenHäuschen zu Baltimore ist dieKunde gedrungen: Dein Sohn, dein einziges Kind, liegt schwer verwundet in einem südlichen Hospital." Wie das Mutterherz trauert, bangt und zagt, wie es Tag un'dNack.t und Nacht und Tag keinen anderen Gedanken fassen kann, als Den einen: Ich muß hin. ich mutz ihn pflegen? Mutz? Aber ist es nicht jedermann, autzer demMilitär verboten, die Linie zu passiren. die man um die Armee gezogen? Und wie will die Frau das Lager des Sohnes finden, wie die furchtbarenMühseligkeiten einer solchen Reise ertragen? DochMutterliebe wird durch kern Hindernitz zurückgescheckl. Sie bestürmt den Präsidenten Lincow. und wie hätte der eine solche Bitte abweisen können? Ja. sie darf zu ihrem kranken Kinde. Wie lang ist der Weg zu ihm. wie wird er erschwert durch unnöthigen Aufenthalt! Endlich, mdlich ist der Ort erreicht, da ihr Sohn sich befinden soll. Aber da stellt sich ihr ein neues Hindernitz in den Weg. Der Arzt erklärt, unter keinen Umständen dürfe die Mutter jetzt zu ihrem Sohn. die Aufregung, welche eine solche Begegnung notbrrndigerweise hervorrufe, wäre für dessen Zustand höchst verderblich, ja. könne tödtlich wirken. Doch die Mutterliebe macht auch hier erfinderisch. 3ie versprich:, kein einziges Wönlein zu ihm zu reden und sich ganz, ganz stille verhalten zu wollen und endlich wird ihr die heiße Bitte gewährt. Sie tritt in das Zimmer, in dem ihr Kind liegt, vor die entstellte Gestalt, die mit geschlossenen Augen in der Fieberhitze daliegt. O. wützte er :och. datz sein Mütterlein zu ihm gekommen, den weiten Weg. ihn zu pflegen. zu trösten gewitz. das märe Balsam für ibn. Doch sie darf ja nicht reden. Aber eins darf sie doch, ihre Hand auf seine glühende S:irn legen. Und wunderbar! Sobald die liebe Mutterhand sicStirn berührt, ruft der Kranke in seliger Freude, ohne datz er die Augen öffne:: C Mutter, das ist deine Hand!" Und der arme Kranke genas unter :er Pflege dieser sanften ,fand.
Unbekannte ugendbrikse Kaiser Wil. belms. veröffentlicht H. o. Poschinger in dem Junideft der Deulschen Revue", das in einigen Tagen erscheinen wird. Die Briefe, die an seinenBruder, denPrinseallarl, gerichtet sind, befinden stch im Besitz des bekannten Autographensammlers Alezander M. Cohn, der sie zum hundertsten Geburtstag des Kaisers in wenigen Exemplaren als Privatdruck hat erscheinen lassen, ohne daß sie im Buchhandel erschienen. Nach der Einnahme von Paris schreibt der damals achtzehnjährige Prinz Wilhelm: Paris, den 4. April 1814. Da wären wir ja in dem großen ündenpsuhl. wo ich unter solchenUmständen nie her zu kommen glaubte. Ich lege hierbei die Journale, in welchen alles viel detaillirter ist. als ich es euch schreiben könnte, um so mehr, da der Courier in diesem Augenblick abgehet. Die Journale sind sehr mahrhaft. Von dem Jubel bei unserem Einzug macht mair sich keinen Begriff; ich verweise auf Gr. Schwerin. Besehen haben wir die Hauptsachen schon alle, wie die Tuillerien mit einer orientalischen Pracht, den Louore. die wunderschöne Bildergallerie, das antiken Kabinet iApollo und Laokoon waren verpackt), die Invaliden - Anstalt, le Jardin des Plante mit dem Naturalien - Kabinet und wilden lebendigen Thieren. Ein Elephant unter anderem. Das Schloß Luxemburg, Petit Augustins, eine Sammlung von Monumenten und latuen seit dem 14. Jahrhundert sehr interessant, das Panteon. das Attellier von Gerard. das Corps Legislatif. Palais Royal in welchem alles zu haden ist. Ein andermal mehr, heute keine Zeit mehr. Nein eine solche tadt !!! Man kann sich keinen Begriff von machen. Berlin ist mir indeß doch lieber. Napoleon Bonaparte ist abqedankt. Welch eine merkwürdiqe Zeit! !!!!!!!!: Empfehlung an alles Dein treuer Bruder Wilhelm. Cousin'ift immer bei uns; mir wohnen in einem Hause. Die Armee steht oegen Melun. wo N. noch mit einem ü!'eil verirrter Schafe rum irrt. Marmont gehet heute mir IssM über. Nein die himmlischen Ballets der großen Oper.'?? Göttlich??? Die Bestalln wurde gegeben . Paris den 30. Juny 1814. Theuerster Carl, Empfange meine innigsten herzlichsten Wünsche zu Deinem gestrigenFesttage. Gott erhalte Dich uns allen lange, und sei glücklich. Die Messer aus London mögen die vorläufigenGeschenke sein. Cousin und ich bringen Dir aber noch eins mit, welches Du Dir einmahl bei uns bestellt hast. Sagen will ich ti Dir nicht, erräths Du es. desto besser. Leider koimte lch Dir am gestrigen Tage nicht selbst ichreiben weil wir auf der Reise hierher waren. Auf Dein Woh! hat Papa und ich abr hier getrunken. Eine kurze Beschreibung der letzten Tage wird Dir vielleicht nicht unangenehm sein. Den 22. verließen wir London und gingen nach Portsmouth nachdem wir unterwegs beim Lord Liverpool dejeunirt hatten. Den Abend als wir ankamen gingen wir nicht mehr aus. Den 23 embarquirte man sich und fuhr auf die Rhede. um die Flotte zu betrachten. Es lagen 13 Linienschiffe. 2 und 3 Decker, und einige 20 Fregatten auf der Rhede. Auf dem Linien Schiff Jmpregnable mit welchem wir nach England gekommen waren, debarquirten wir,um zu Dejeuniren. Die Schiffe thaten mehrere Salven, die sich außerordentlich schön machten. Papa erhielt von einem Admiral ein kleines Boot geschenk elchwie eine ??reqatten aus-
gerüstet ist, ganz allerliebst, mit 3 Masten, Kanonen, etc. Es kommt nach der Pfauen Insel. Als man dejeunirt hatte, embarquirte man sich wieder in die kleinen Boote und fuhr an's Land. Die Garnison, welche- auf dem Wall aufmarschirt war, gab 6 schöne Salven mit Gefchütz und klein Gewehr. Um 7 Uhr war Diner beim Pz Regent. Den Abend (war) die Stadt sehr schön erleuchtet. Den 24. des Morgens wurden die herrlichen Fabriquen besehen. Die Maschinen welche angewandt werden um alles was zum Schiffe gehört zu verfertigen, sind einzig. Ancillon sagte sehr gut: Die Maschinen sind die Menschen, und die Menschen die Maschinen. Dann sahen wir die ungeheuren Ankerschmieder. welches ein fürchterliches Geschäft ist. Man glaubt man käme in die Hölle. Ich habe einen ganz kleinen geschenkt erhalten. Dann fuhren wir wieder auf Booten nach einer König! Jagd, die außerordentlich schöne eingerichtet ist. Auf derselben fuhren wir bei allen Linienschiffen vorbei, die en Parade aufmarschirt standen. Dan gings wieder auf dem Jmpregnable, und das manövriren begann. Man stellte sich nehmlich in Ordre de Bataille. fuhr vorwärts, rückwärts, seitwärts u. s. w. Es war amüsant. Natürlich wl,rde wieder geschossen und Hurrah gerufen. Diner war wieder beim Pz 9fc genten. Wellington war angekommen, und da hab ich ibn dann ordentlich kennen gelernt.
Moderne Maschinenwaffen. Ter Umstand, daß in dem diesjährigen Militäretat Mittel zur Beschaffung einer Anzahl von Maschinengewehren eingestellt wordcn sind, lenkt die allgemeineAufmerksamkeit auf die modernen V!aschinenwaffen, die seit mehreren Jahren bei fast allen Heeren erprobt werden. Selst in militärischen Fachblättern werden diese Maschinengewehre oft als Maschinengeschütze bezeichnet. Das ist völlig unzutreffend, wenn schon zugegeben werden muß,daß das Maschinengewehr in seiner äußeren Erscheinung mehr einem Geschütz als einem Gewehr ähnlich sieht. Schon die Einlagerung des Gewehrlaufes in ein weitesBronzerohr. das als Wasserjacke zur Abkühlung vcs Laufes beim raschen Schießen dient, macht die Anordnung des Maschinengewehrs auf einer Lafette erforderlich: bringt man dies dann noch mit einer Protze zum "rtschaffen der Munition in Verbinduna. lo entsteht ein Fahrzeug, das etnemFeldgeschütz so ähnlich sieht wie ein Ei dem andern, ohne ein wirkliches Feldgeschütz zu sein. Das Hauptmerkmal muß bei beiden Arten oon Maschinenwaffen die zu erzielende Wirkung sein, die ebenso grundverschieden ist wie zwischen Geschütz und Gewehr. Beim Geschütz soll ein schweres, mit SprengWirkung versehenes Geschoß, also eine Granate oder ein Schrapnel, auf große Entfernungen gegen lebende und todte Ziele wirken, während dasGewchr nur ganz kleine Vollgeschosse oon dem Kaliber der gebräuchlichen Handfeuerwafien auf nicht so weite Entfernungen verschießt. Da nun das bei uns zur Einführung ausersehene Maschinengewehr nach dem System Maxim eine vollständige Jnfanteri-patrone zu verschießen hat. so ist es falsch, es alsMasckinengeschütz zu bezeichnen. Bei dem Maschinengewehr wird der Rückstoß nach dem Schusse dazu benutzt, den Verschluß zu öffnen, die abgeschossene Patronenhülse auszuwerfen, eine neue Patrone einzuführen, den Verschluß zu schließen, das Gewehr zu spannen und die Patrone abzufeuern, alles in selbstthätiger Weise und ununterbrochener Reihenfolge, so lange noch Patronen auf dem. in der Regel mit 250 Stück beschickten Ladegurt vorhanden sind und kein Versager eintritt, bei dem natürlich ein Rückstoß ausgeschlossen ist. Die Schießleistung dieses Maschinengewehrs entspricht in balistischer Hinsicht im allgemeinen zwar nur den Leii'tungen anderer Gewehre von gleichem Kaliber; aber die Möglichkeit, daß der eine das Maschinengewehr bedienende Schütze in einer Minute 600 Schuß abgeben kann, hebt es über alle andern Gewehre empor und bringt eine Leistung hervor, etwa wie ein Zug Jnfanterie. denn das Maschinengewehr ist so eingerichtet, daß der Schütze es nach rechts und links bewegen, also damit streuen kann. Eine ähnliche Konstruktion wie dieses Gewebr hat auch das Maxim - Maschinengeschütz, das ein Rohr von 37mm Kaliber aufweist, zu dessen Abkühlung beim Schießen ebenfalls eine Wasserjacke vorhanden ist. Diese Geschütze verfeuern gewöhnliche Granaten und Stahlgranaten, wobei eine Feuergeschwindigkeit von 300 schliß in der Minute erreicht werden kar.n. Sie haben im Transvaalkriege auf Seite der Boeren außerordentliche Wirkungen aufzuweisen gehabt. Für die Einführung einer solchen Maschinengeschützes in die Feldartillerie regulärer Heere ltegt zunächst ein Bedürfniß nicht vor, da man mit den mo0?renen Schnellfeuerfeldqeschützen ausreicht.' W i e kräftig und freudig das deutsche Leben :n dem emporblühenden Territorium Oklahoma ist. sah man dieser Tage noch bei dem deutschen Feste in Okarche. Zwei mächtige Fahnen, das Sternenbanner und 'die deutsche Flagge, sowie die Okarcher Musik - Kapelle verlieben dem ein. ! Meile langen Festzuge ein imposantes Äuseyen. Auf dem Festplatze deutscher Gesang, deutsche Musik, deutsche Reden. Festredner Mesel ermähnte die anwesende Jugend, ihrer Mutterspräche treu zu bleiben und verhieß dem Kampfe aeaen versuchte Unteri drückung derselben den sicheren Sieg. re Lreder: Aus, lhr Brüder, laßt uns, wallen" und Brüder, reicht die Han zum Bunde" wurden recht gut gesungen.
Kcrzenhalter für Christbäume. 'Ein neuer Kerzenhalter für Christbäume wurde kürzlich für Christian Becker in Gelsenkirchen durch Gebrauchsmuster geschützt. Die altbewährten Kcrzenhalter für Christbäume welche die Kerzen auf emer besonderen am Stamme des Christbaumes befestigten Holz- oder Drahtstange tragen, konnten von den zahlreichen Construktionen, welche das Licht direkt auf den Zweig setzen, auf die Dauer nicht verdrängt werden, da die Elasticität der Zweige ein Geradestellen der brennenden Kerze.nie zuläßt. Immer wird es vorkommen, daß die Lichter schief sitzen und die unter den Christbaum gelegten Gegenstände dann oon dem Stearin, Wachs oder dergleichen befleckt werden. Die Nachtheile der alten Kerzenhalter die Befestigungshülse für die Kerze ging bei schlechter Löthung oder Niethung verloren werden in einfachster Weise dadurch vermieden, daß auf das gebogene Ende der Befestigungsstange eine Hülse zum Halten der Kerze aufgesteckt wird, wobei an ihr noch ein Teller vorgesehen ist, der zum Auffangen der von den Kerzen herniederrinnenden Tropfen dient. (Mittheilung des Patent- und technischen Bureaus Richard Lüders in Görlitz.) DerSchlächter Wevler in Schatten gestellt. Die Art un'd Weise der britischen Kriegsführung in SüdAfrika ist eine so grauenvolle und dem Völkerrecht hohnsprechende, daß durch das Wüthen gegen Nichtcombattanten atgen die nach dem Weyler'schen Sy''in in großen Feldlagern und Barracken massenhaft zusammengepferchten Burengreise, Frauen und Kinder selbst die Grausamkeit, welche sichWeyler den Cubanern gegenüber vor dem spanisch - amerikanischen Kriege zu Schulde kommen ließ, tief in Schatten gestellt wird. So weit man auch in der Geschichte zurückgehen mag, man findet wohl kaum einen Fall, in welchem gegen ein freiheitliebendes.einfaches und biederes Volk mit solch empörender Grausamkeit und UnMenschlichkeit verfahren wurde. Die Zahl der gefangenen Buren, Männer, Frauen und Kinder umfaßt nicht weniger, als 40.229 Personen. Der Tod, der wohl Vielen als ein Erlöser erscheinen mag, hält unter ihnen grausame Ernte. Im Monat Mai sind in den Lagern der Reconcentrados 98 Männer und Frauen gestorben, nicht weniger als 318 Kinder fielen ihm zum Opfer. Als diese Ankündigung im englischen Parlament gemacht wurde, riefen irische Mitglieder, empört über die britische Grausamkeit: ..Schmachvoll, schändlich!" Es ist über allen Ausdruck schmachvoll, daß auf solche Weise gegen Nichtcombattanten, die den Engländern nichts zu leid gethan haben und unter dem Völkerrecht zu Schutz berechtigt sind, bis zur Ausrottung gwüthet wird. Die Buren verlangen ein Schiedsgericht. WcRe es angesichts der obigen Gräuel, die allem Kriegsgebrauch, der Civilisation und dem Völkerrecht Hohn sprechen, den Mächten nicht möglich, die Sache vor das Tribunal im Haag zu bringen, so daß den furchtbaren Gräueln auf schiedsgerichtlichem Wege ein Ende gemacht werden könnte.
Oberlehrer Gustav Bergmann in Cincinnati ist einem hartnäckigen Magenleiden erlegen. Er wurI de im Oktober 1837 in Zeitz, Provinz wachsen, geboren und kam als 18jahriger Jüngling nach Amerika. Bei Ausbruch desBürgerkrieges trat er in Cincinnati in das deutsche TurnerRegiment, oder 9. Ohio. ein und machte den Krieg mit demselben mit. Nach der Ausmusterung ließ sich Bergmann in Dayton, Ohio, nieder und war dort bis 1890 als deutscher Lehrer an den öffentlichen Schulen thätig. Dann siedelte er wieder nach Cincinnati über, und war dort deutscher Oberlehrer, bis ihn Kränklichkeit zum Rücktritt zwang. W i e man sich im Temperenzzwangs - Staate VermontAlkohol verschafft, das erhellt aus der folgenden amtlich erhärteten Angabe: In Vermont wird im Verhältniß zur Einwohnerzahl für medizinische, mechanische und chemikalische Zwecke die gleiche Quantität Alkohol konsumirt. wie in anderen Staaten für alle Zwecke zusammen. Alle die drei angegebenen Zwecke sind also in Vermont größtentheils nur Vonvände, unter denen Alkohol gesoffen wird. Die Fluth-Katastrophe in West - Virainia. m Vocabontas j Kohlengebiet in West Virginien hat am ! verflossenen Sonntag eine durch schwere Gewitter, anhaltende Regen und ; Wolkenbrüche verursachteUeberschwemmung stattgefunden, welche in ihren ! Gräueln lebhaft an das durch einen ! Dammbruch im Jahre 1889 in Johns- ! town. Pa., veranlaßte Massenunalück ; erinnert. Es sollen an 200 kostbare .Vcenl,chenleben verloren gegangen sein und der Verlust oon Eigenthum wird auf mindestens zwei Millionen Dollars geschätzt. Um die Gräuel der Vernichtung in ihrer ganzen Größe überschauen zu können, müssen detailirte Berichte abgewartet werden. Hoffentlich wird es sich bei der näheren Untersuchung der Lage herausstellen, datz der angerichtete Schaden und die Verluste keine so großen Dimensionen angenommen. als nach den anfänglichen Depeschenverichten zu befürchten stand. Wie die Lage sich auch gestalten mag, die Hilfsbereitschaft des Volkes bei Fällen unverschuldeter Noth wird sich ohne Zweifel bei einem Appell um Liebesgaben jedenfalls auch bei dieser großen Heimsuchung auf's Glänzendste bewähren. D t e ostentativ zur Schau getragene Würde ist oft weiterNichts als einDeckmantel der Dummheit.
KumorilZisches.
Auf Umwegen. . Herr: O Fräulein Olga, wie i.Hcklich wäre .ich, wenn ich Ihre Schwester : " Dame (pitir:): Nun, was soll's mit meiner Schwester V Herr: Wenn ich Ihr Fräulein Schwester meine Schwägerin nennen dürste!" Diplomatisch. Junger Fürst (schlechter JäaIch weiß nicht, wie es kommt, daß iq die Rebhühner immer fehle. Förster: Durchlaucht haben ein zu gutes Herz. Sergeant (zum Rekruten): ..Schämen Sie sich nicht, mit einem Bart herumzulaufen, der so miserabel ist. daß man zwischen jedes Härchen einen Hornisten stellen und blasen lassen könnte, ohne daß ciner den andern bört?" Aufrichtig. Gutsbesitzer: Du Ferko, schämst Du Dich denn gar nicht ein bischen. das ganze Jahr gar nichts zu arbeiten?" Ferko: Lieber Herr, bevor ich etwas arbeite, schäme ich mich doch lieber ein bischen." 9 Auch ein Trost. Es ist jammerschade, daß man mei nen Mann nicht zum Stadtratb gewählt hat. Die dald" Stadt bätte eine Freude darüber gedabt." Na, trösten Sie sich, Frau Nachbarin, da frenf sich halt jetzt die andere Halste?" Ausprobirt. A. : So, Du hast Dir einen weiblichen Rechtsanwal: genommen?" B. der sich schaden lassen will): Ja, ein männlicher wird mit meiner Frau nicht fertig!" Schlimmes Kopfleiden. A. : Wie gebt es Ihrer Frau?" B. : Ihr Kopf macht ihr viel zu schaffen!" A. : Leidet Sie denn an Neuralgie?" B. : Das gerade nicht: aber sie will wieder einmal einen neuen Hut haben!" Flitterwochen. Amtmann: ..Was. Sepp. Ihr habt Eure Frau geprügelt und seid erst ein paar Tage verbeirathet? Schämt Euch! Eigentlich müßte ich Euch auf einen Monat einsperren." Bauer: Thut Sie dat nich. bester Lerr Amtmann. Sie würden uns unsere Flitterwochen verderben." Mißverständniß. Bettler: Kann ich nicht etwas Warmes kriegen?" .Hausfrau: ,.5)ier, armer Mann, baben Sie ein paar wollene Strümpfe." Neues Schimpfwort. Wart' nur, Schimmel, ich werd' dir das Stehenbleiben schon 'raustreiben, du Automobil du!" Gefühlvoll. Mann (der die Treppe hinabgepurzelt ist): Wie sieht mein Auge aus?" Frau: ?chwarzblau .... sieh i'm mal in den Spiegel, so ein Kleid wollte ich mir immer anschaffen!" Wenn ein Dichter schnarcht. A. (der zu schnarchen pflegt): Diese Gedankensplitter sind mir im Traum eingefallen." B. : Also quasi Sägespähne!" Höchste Protzerei. Sie (zu ihrem Gatten): Moritz, wenn De Der laßt heut photographiren. so vergeß nicht, e' paar Tausendmark - Schein einzustecken es sieht besser aus!" Allzu empfindlich. Dame: Mein Herr, während JhreS Vortrages, als Sie von den Gesichtspunkten sprachen, sahen Sie mich immer fest an. haben Sie mit den Gesichtspunkten am Ende meine Sommersprossen gemeint?" 1 Bedientenstolz. Was war denn Deine Mutter?" O, eine sehr vornehme Frau, die sich immer mit den Spitzen der Gesellschaft beschäftigt hat " Was war sie denn?" Tpitzenwäscherin!" Sie merkte es. Hat sie dich nicht gefragt, ob sie das einzige Mädchen sei. das du je geliebt?" Nein, sie meinte, es sei nicht nöthig, diese Frage zu stellen, sie könnte es schon merken." Ein Aufgeklärter. Looshändler: Nehmen Sie diese Nummer, wenn ich Ihnen rathen kann; ich habe nämlich geträumt, datz sie gewinnen wird!" Herr: Weshalb behalten Sie sie da nicht selbst?" Looshändler: Werd' ich abergläubisch sein?!" Wahnsinnig geworden ist eine au 16 Personen bestehende Familie in dem Dörfchen Sanvidotto bei Codroipo in Friaul. Ueber den schier unglaublichen und doch durchaus beglaubigtenVorfall schreibt man italienischen Blättern aus Udine: Kürzlich kam der Bürgermeister von Codroipo mit zahlreichen Carabinieri nach dem kleinen Dorfe Sanvidotto, weil sich das Gerücht verbreitet hatte, daß die dort lebende, aus 16 Personen bestehende Familie Finos wahnsinnig geworden sei.
Man verkäme sicfi darauf.
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Die Finos sind arme Bauern, die bis jetzt auf den Gütern der Grafen Rota gearbeitet hatten. Als die Behörden in Sanvidotto eintrafen, fanden sie die Wohnung der Finos fest verschlossen; aus dem Innern der elenden Hütte drang jedoch verworrenes Geschrei nach außen. Der Bürgermeister von Eodroipo kletterte nun auf eineMauer und konnte von dort aus beobachten. was in der Hütte vorging. In der Küche saßen Männer. Weiber und : Kinder, die sich die Kleider vom Leibe gerissen und den Körper wund geschlagen hatten: die mitBlut befleckten Klei- ! derfetzen warfen sie nebst Flaschen. ' Gläsern u. s. w. durch ein Fenster auf die Straße. Als es endlich gelang, in ' die Hütte einzudringen, fand man in der Mitte derKüche die Melanin Finos ' splitternackt sitzen: blöden Gesichtsaus-! drucks ließ sie es ruhig geschehen, daß Mutter. Brüder und Schwestern ihr den Körper zerfleischten, um den Teufel daraus zü vertreiben. Die Teufels-; banner nahmen dann dasselbe Erperiment an sich selbst vor. Es heißt, daß i ein ..Zauberer", ein Slovene. vor einiger Zeit die Familie Finos besucht habe. unter dem Vorgeben, daß er jede Krankheit heilen könne; er habe dann ; erklärt, daß die ganze Familie vomSatan besessen sei und habe allerlei Eror-; eilten - Kunststücke gemacht, indem er erklärte, daß er den Teufel aus den Körpern der Besessenen aussaugen müsse, um ihn auszuspucken. Bald nach dem Erscheinen des Zauberers" ! wurde die Familie Finos irrsinnig und wird jetzt nach Udine in's Irrenhaus gebracht werden müssen. Zakttzieuen mit Musik. In der Pariser Aiaoemy de Medicine" machie Laborde Mittheilung von einem neuen, etwas ungewöhnlichen Verfahren, E,is darin besteht. Zähne schmerzlos und mit Musst zu ziehen; der betreffende Zahnarzt will das Ohr des Patienten während der Operation erfreuen, anstatt ihm Furcht - Empfindungen einzuflößen. die oft ganz entsetzlich sind, so rasch sie auch vorübergehen mögen. Der Patient wird durch ein geeignetes Mittel gefühllos gemacht und gleichzeitig mit einem Phonographen inVerbindung gebracht, der ihm etwas Lustiges vorspielt. Als besonders geeig' net wäre die große Arie aus dem Glöcklein des Eremiten" zu empfehlen, die mit den Worten beginnt: Sprich nicht!" Wenn jetzt beim Zahnziehen das Gas zu wirken beginnt,empfindet der Kranke fast immer ein Angstgefühl, das mit einem mehr oder minder starken Ohrensausen verbunden ist. Diese Sausegeräusche sollen in Zukunft durch eine angenehme Mustk ersetzt werden; es handelt sich also um einen pshcho - physiologischenEinfluß auf die Gehörnerven. Es lebe der Fortschritt! E i n Opfer annehmen, wird dem Edlen schwer? als eines bringen. ind Sie Taub ? t Ieoe Art von Taubheit int Schwerhörigkeit ist mit unserer neuen Erfindung heilbar : nur Taub geborene unkurirbar, Ohrensausen vörr safor auf. Beschreibt Euren ffall. kostenfreie Unte5 suchung und Auskunft. Jeder kann sich mit gerin. gen Äoiten zu Hanse selbst heilen. International Qkrentieilannalt. 596 La Talle vcnne. (shicago. Jg. Schtvache, nervöse Personen. geplagt von Schwermuth, Erröthen. gittern. Herz, klopfen und schlechten Träumen, erfahren aus dem Jugendfreund" wi, einfach und billig eschlechts krankbeiten. Folgen der Jugendsünden, Fkrampft aderbruch(Varicocele).ersckopfendusftüssund mdere mark und beinver;ekrende tkeiden, schnell und dauernd geheilt werden können. Van, neue Heilverfahren. Auch ein apitel über Verhütung zu großen indersegenS und deren schlimm Folgt enthalt diese? lehrreiche Bnch, dessen neueste Auf läge nach Empfang on '16 Cents Briefmarke versiegelt versandt wird von der PRI VA? KLINIK, 181 Sink,.. Nc s York, H.t Chas. Koelling, Schneider Atelier, No. 512 Oft Washington Stt. VueoSore RSrnttiW geschickter und zuverlässiger Dachdecker, Pech- nnd Kiesdächer, Dächer von Asphalt und Gilsonit. Engros-tzändler in allen Arten von DachMaterialien. Telephon 861. 301 Weft BZaryland Stratze. -udwestl. Ecke von Senate ve. nnd
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