Indiana Tribüne, Volume 24, Number 282, Indianapolis, Marion County, 29 June 1901 — Page 7

3nfeiai?A Sttfcfltie, 29 Juni

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Dr. J. A. Sutcliffe, und'Arzi, Geschlechts-, Urin, nl ectn. Krankheiten. Offin: Ibö Oft Markt Ett. Tel 941 AWWDWMW, I MI 10 ttt Bom.; I DR. J0S. L MÖHROW, Vklchlkchi und Horuvonkikit. 0 West Ohio Str. Dr. 0. G. Pfaff t wk Cttut Mit de WiVsughbn-Gebüude, Rt. Alfflfrl Sitrfktan Ett., erste Sttgt verrat.

f JnOttikn: Ban 2 d, Ud' '.ebmiltaz tfn Cw 293- sVBftrtunq k Büoiniir: dtnndet (id. tt &tljrr IU? Nord PvusaylTanla Bt Walter franz Zahn-Arzt, ff ÖO Cft Wcrtrt- stufet, Ccffiu Qlca 3 in et 4& CH"fab3 : H t m . 1 i N . 75 KfctaX onutaft vm, to Ifl Um b, I tlrfha. C. C. Everts, Treulicher Ahnarzt, li Nord Pennsylvania Str. u& als nsch an4CtnU Otto Deppermann, Deutscher Zahnarzt, Mttjete Gebsende. St mm er ft. S07 D. P. STIÜK & CO., No. 208 Nord (?ast Skr. ltes elevhou 2 cn 1500. eueö Telephon 370. Wir mak!r! eine Specialität von künsziichcn ürdftn urd chirurgistden GlikderstöS?r, , V.rin - , 22 u!) vrweitcr u'igrn, Cnidjbr.ifr ii. Irrncfet auf BefteUung .ikmachk , Jakre bei 91. rxttiwoo Wir fürctfcn vor m Mk nehmen, wenn ee ctriaitqt viird flehn i -sironttri r. I. B. Kirkpatrick '-fn U U,k,Mktzite r!54 te t etA. 4ti9filiM Im Bfl'i " Tt un h(iU. Ol- HuUmo. Sl Ost Oslo St Dr Z. Dnhler, 206 C& McSany Str. Svrechftunden 8 bifl 9 Udr Vorm 1 bis 3 Utz, ,achm. . S bs 9 ui,T ftbd. Eonnta., von s diS 9 Ubr ?'.vrm. ui: 7 , 8 Übt iibmöi tatWW 1446. Dr. L h. GRtiNtR iH&fuWl ch ?' to triflciHf (rutrr Xlirrt. 0r Äitnf ftrrtw tattnt ntfroenttitmtti inMhi Wtt IkMiUai U lcn .. 1 U 4 GAB VV.t?chtz.. fekUnM. WstzUNBO ITM verntietken : Zimnin im jestic Gebäude reduzirte Preise. etnft Osficedüuoe w der Statz: dig seersich. ectmeUe ffayrttütz No. modernen Bequem llchkette. Nachzufragen bei H BORT 4 APFEL, gmten ' ü die Jdtanapollt Va To D in TfltGgrrnsc e Galicns 15 UJtnot Enahk. r UiurincQaeu iuoet die Deuk'ch er tzdtadk uf N siegend zu einest B1B feiaei a.:.., c.;. utr t t laranttrl. V reise uei ttff? VtzOOOchP Progress :: Laundry, J Haupi-Osfice: J 312314 Oft Startet Strafte. ) 228 Massachusetts venue. Zweig-OMceu : 208 ord Illinois Straße. ) 22 Ost Washington Str. achi rzügliche Wasardeiten. Zelevboniren Sie M lt'i für den Waaen Crown Lanndry, 1237 Oft Washington tratze. ragen und Manschetten 2c, ragcnletften frei. Ale ArbeUen erde aramin. abgeholl und bge itiext. Dkievd," 12. ilienwäich, ei Ski!it. fMUf Vanders. Präsidentin. WHmt Mahonet,. Sekretärin. UNION C0 0PERAT1VE LAUNORY. Iah F. White, SchtzciSer b Geschäst4führer Telephon 1269. Agenturen überall.

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Carl Piper,

Der todte Liebhaber. Cciminal-Roman von Rudolf Hirsch-berg-Iura.

(Fortsetzung) Je emdr'mgU'cher Eoüard nun ihsem Gedächtnisse aufzuhelfen suchte, um so verständnißloser blickte sie ihn mit vedauerndem Kopfschütteln an, und um' so ernstlicher wurde der Staatsanwalt in seinem begreiflichen Berdachte bestärkt. Er ging voran und sagte zu dem ihm ?iachfolgenden in jeiner gemessen nen, höflichen Art: Ja, Herr Leischner, nachdem es Jhnen nicht gelungen ist. Ihre Angade über den Verbleib des verhängnißool l.'n Anzugcs durch diese aLein zuständige Zelegin zu erhärten, bleibt mir nichts übrig, als meine Pflicht zu thun. Ich denke, Sie werden vernünftig sein und mir keine Schwierigkeiten, sich selbst aber keine zwecklosen Ungclegcnheiten machen." Eduard hatte im Gefühl seiner Unschuld und unverdienten Bedrängnih große Lust, recht unvernünftig zu sein, den alten Herrn, der da vor ihm di? steilen, finstern Treppen hinabklettertc. einfach über den Hänfen zu rennen und davonzulaufen. Aber selbst wenn es ihm gelang, ohne Aufsehen zu erregin, aus der Stadt zu entkommen, so wurden ihm überallhin Steckbriefe nachg?schickt, und mit seinem Fluchtversuch gab er ein derartiges Schuldbekenntnis ab, daß er im Falle der Wiedereinbringung rettungslos verloren war. So stieg er denn schweigend in die Drosch kv und fuhr mit dem Staats'!walt in dxls Unterschungsgefängnik. Als Dr.Richelscn nun mit den allcrvorsichtigsten Reden Frau (Wählet' Wissenschaft über den Verbleib Anzm'es zu erkunden versuchte, mußx er zu seinem Bedauern bemerken, daß ihr (Gemüth durch den vor einer Halden S!unde von ihr gegangenen Besuch bereits gänzlich verhärtet worden war. Sie blickte ihn wohl schlau an. aber so a.u! und genau sie ihn verstand, kein, ihrcr geschwätzigen Antworten enthalt eine Auskunft üver das wichtige hnmnih, um das es sich handelte. Schließlich drückte ihr der Rechtsanwalt ein Zehnmarkstück in die Hand und sa.zte: ..Sie sind eine kluge, verständig. Frau, der nichts entgeht. Sie haben sehr wohl gemerkt, daß mir an einer genauen Auslunft sehr viel gelcgen ist. ;jch beabsichtige nun keineswegs, Sie etwa zu bestechen. Ein derartiger Versuch wäre ja auch einer ehrlichen Geschäftsfrau gegenüber anssichtslos. Ich will Sie nur daraus aufmerksam machen, welche Vortheil, für S daraus entspringen können, wenn es Jhnen vielleicht doch wieÄtt einfällt, an wen Sie dn Anzug d Herrn, der vorhin bei Ihnen war. verkauft haben. Daß Sie ttm StaatSaw walt nichts gesagt laben. ist sehr vernünftig. Denn bei dscn Herren i;. nie etwas zu verdienen. Da handcli es sich immer nur darum, einen Mc scheu unglücklich zu machen. Sie aber mit einem Rechtsanwal! z' thun habn, da handelt es sich fonrci um ein gutes, ehrliches Geschäft, l: dem jeder Bctheiligc in seiner Art . : nen Vortheil haben kann. Also mit ich hos;::!, daß Jhum der Name ti Käufers zu Ihrem eigenen Ruhen wie. der einfällt! Denken Sie darüber nach!" Frau Gähler steckte schmunzeln das Ecldstück ein und erwiderte: Jc weiß gar nichts von einem Handel mi dem Herrn von vo.hin rr mit cinn Anzug von ihm. Aber uxnr. mir wider (warten etwas cii'.sa.len soll': werd-, ich es dem Herrn Äoktor mittheilen." Sie überlegte dabei, wie viel da. keheimniß wohl für den vornehn.ei. Kunden toerth sein möchte, dem sie d.r Anzug neulich so theuer verkauft hatt?, und sie beschloß, darüber v?rsich:ic. Nachforschungen anzustellen. Hitte sie sich hinreichend über die Zahlungsfähigkeit und Zahlungswilligkcit beider Parteien unterrichtet, deren Vortl)eile offenbar in verschiedener Riet tung lagen, so war es immer noch Z.it,, sich zu entscheiden, welchem von Vet.c sie diencn wollte. Vielleicht war es aber am klügsn Veide zu schröpfen und doch ke:r. von Beiden ganz zu Willen zu sein. S ' verdiente sie am meisten und bewahr., außerdem ihren Ruf unbegrenzt, r Schweigsamkeit. Der Rechtsanwalt aber war zwar noch nicht zufrieden, aber doch einigermaßen beruhigt, von der alten ;7: wenigstens dieses halbe Versprechen erhalten zu haben. Einen Entlastungsbeiveis hatte er bei der Alten freili nicht auftreiben können. Um so mt: ,1 erhoffte er jetzt von der wichtigen Unterredung. die idm die junge schö: Schwester des unschuldig Beschuldig ten. seine angebetete Else, in Aussicht gestellt H-Zttc. Er hat nocy lange Zeit bis zu der bestimmten dritten Rachmittagsstunde. Aber, obwohl er seit demMorgen nichts genossen hatte, verspürt er vor Aujr?gung keine Eßlust. Er genoß nur im Vorbeigehen in einer Stehbierhalle zwei Brödchen und einen Schnitt Bier und streckte sich dann in seiner amWeg telegenen Wohnung eine halbe Stunde aus seinem Diwan aus, um noch einmal genau zu überdenken, was ihm bis jetzt von dem geheimnitzvollen Fall bekannt war und welche Maßregeln sich etwa noch empfehlen dürften.

YJi. Ms Otto Richelsen um drei Uhr in der Wohnung des Juweliers Leischner klingelte, empfing ihn das Tienstmädchen mit den Worten: Das gnädige Fräulein erwartet Sie," und führte ihn in Eises Zimmer. Beim Betreten dieses ihm bisher unzugänglich gewesenen Raumes konnte er 'sich eines süß überschauernden Gfühles nicht erwehren. Er vergaß über seiner Liebe zu dem schönen Mädchen fast den Zweck seines Hierseins und gab sich zunächst ganz dem Zauber seiner reizvollen Umgebung hin. DasZimmer hatte die zierlich-prää tige Ausstattung aller Damenstübchen. Doch zeichnete ä sich durch ausgesp.rochene Eigenart vor dem aus. was dem Auge in solchen Räumen gewöhnlich geboten wird. Von dem Dutzendgeschmack billigen chinesischen Tandes und unzähliger kleiner Porzellanfigürchen hielt es sich völlig frei und kokettirte gewissermaßen mit einer seltsamen Mischung von alterthümlicher und moderner Ausstattung. Die vornehmen Mahagoni - Polstermöbel waren mit bürgerlichem grünen Rips bezogen, und auf dem glänzend gebohnten Parkett lag ein aus buntenFilzftreifen allerdings sehr zierlich geflochtener Teppich. Auf dem Sophatisch gewahrte er aufgeschlagen eine Mappe mit Kupferstichen; das an der Wand hängende Büchergestell war durch einen grünseidenen Vorhang mit goldenen Quasten verhüllt, aus dem Spiegelschränkchen stand eine alterthümliche Glasschale mit Aepseln und Nüssen. Ganz ungewöhnlich oder war die Art. in der die junge Dame die Wände ihres Zimmers geschmückt hatte. Weiß seidene Tücher in den verschieden..--. Abmessungen fanden sich da aufgcrempelt, die einen geschmackvoll in Falten gerafft, die anderen glatt aufgezogen und nur an den Seiten mit einigen bunten Schleifen verziert. Diese weiße Seide war mit allerhand komischen Scenen aus klassischen oder modernen Theaterstücken bemalt, und Else hatte bei dieser Malerei auch ernsthafte Stoffe mit keckem Pinsel ganz wirkungSvoll karrikirt. So unfertig und schülerhaft sich die meisten dieserGruppen auch aufnahmen, so sprach doch eine unleugbare Begabung und eine kräftige künstlerische Eigenart aus ihnen. Richelsen hatte wohl gewußt, daß Else auch male. Aber er hatte das nur für eir.e der üblichen Beschäftigungen dr heutigen jungen Damen gehalten und war nun sehr angenehm überrascht, so viel selbstständige Kraft in dem geliebten Mädchen zu entdecken. Uebadies stammten die kleinen Malereien durchweg erst aus dem Sommer und Herbst des letzten Jahres, wie das überall neben dem Namen Else Leischner befindliche Datum deutlich bewies. Nur einigeAugenblicke hatte er seine 2lufmerksamkeit dem Zimmer Elses zugewendet, da trat diese selbst ein und brachte den liebenden Maim durch ihre Schönheit in einige Verwirrung. Sie war bleichend sah in ihrem glatten schwarzenammetklei,d mit den schmalen weißen Spitzen an Hals und Aermeln vielleicht noch v!k icher aus. Das schwere blonde Haar war aus dem HinKitcps kunstlos in einen Knoten gedreh', ihre Lippen waren stsi geschlossen. und ihre Augen blickten ansthaft. SU sie ihn mit ruhiger Handtxivegung einlud, Platz zu nehmen, loar er noch oanz im Banne ihres Anblicks befangiN. Crst als sie die Lippen öfsnete und mit halblauter Stimme langsam die Worte sprach: Mein Brurer ist nicht zurückg!ommen," kam ihm der Ernst der Wirklichkeit wieder zum Bew:.ßtsein. Fassen Sie Muth, gnädiges Fräulein." sagte er. Ihr Hrr Bruder ist unschuldig, und wir werden auch die Beweise seiner Unschuld aufbringen. Die alte Hexe, die Frau Gählcr, hüllt sich einstweilen noch in hartnäckiges Schnxigen. Ich denke aber, einige Goldstücke wilden sie noch gesprächig machen. Jetzt haben Sie die Güte, mich das wissen zu lassen, was Sie mir zu seiner Entlastung mittheilen wollten. Je schnell:? ich von Allem unterrichtet bin. um so eher kann ich meine Arbeit beginnen. Also bitte!" Clje holte tief Athem und antwortete dann zögernd: mQu Eduards Entlastung wird eS freilich nicht viel beitragen, was ich Jhnen zu sagen habe. Aber s wird Jhnen einen besseren Einblick in die Sache geben, und ich sehe ein, daß dies nöthig ist, damit Sie vor Allem selbst vor keinem Räthsel stehen. Ich-muß Ihnen .in Geheimniß enthüllen, das ich selbst vor nieinen Eern verborgen und nur mit meinem Bruder getheilt habe. Ich habe ihn damit in's Unglück gestürmt. (' s ist meine Pflicht. Alles zu versachen, um ihn wieder zu befreien. Damit Sie aber Alles genau verstehen, und auch um meiner sst willen, kann ich mich nicht ganz kurz fassen, sondern muß etwas weiter ausholen. Sie werden mir meine Geständnisse sehr erleichtern, wenn Sie mich ruhig, ohne mich zu unterbrechen, anhören. Denn es liegt mir viel daran, aucb in Ihren Augen bei dieser Sache im ricktigen Licht zu erscheinen, und S würden mich durch Zwischenfragen nur beschämen und verwirren." Dabei übergoß eine feine Röthe ihr Antlitz und machte sie in Otto Richelsen's Augen nur noch reizender. Er entaegnete nichts, und sein ehrerbietiges Schweigen beruhigte sie, so daß sie in festem, freien Tone forttubr:

verleiht Tausenden von Frauen Gesundheit. Schönheit und Freiheit von langwierigen Schmerzen, die ihr Dasein so elend gemacht haben. Bleiche Gesichter, stiere Augen und hagere Gestalten sind die Folgen der Leiden. Welche Leiden laffen sich mit unregelmäßiger Menstruation, weihem Futz und Vorfall der Gebär mutier vergleichen? Schönheit flieht schnell vor den von diese Krankheiten verursachten Zerstörungen. Der akute Schmerz, der durch den Voriall der Gebärmutter verursacht wird, vertieft die Gesichtbrunze'n. Weiher Fluh entzieht dem Körper seine Stärke, aber Wine vf 5rdui stellt die natürliche Schönheit wieder her, macht die Aug klar, den Teint rein, die Körpersormen voll und rund und stellt die Krast der Geundheit wieder her. Jeder Apotheker in dieser Stadt verkauft tzl.0 , Flaschen Win of Cardut. ?bufs Ratd und AedranchVanweisung schinden Sie nttr Bngabk der ?vmiome .Tde LadieS' dviiory Dkpt., The Shattanooga Mkdicine So,, Cdattanooga, Ten.

Herr Dctor, Sie kennen mich erst seit wenigen Monaten und haben mich gewiß oft für recht unberechenbar und launenhaft gehalten. Dieses Unheil w..rc aber übertrieben. Meine Lau-?:-7.5.:stigk-eit war nur der Ausfluß des , hten Ckrriens, das ich Ihnen ge.ilu hatt. ia, ich finde keinen L 'ucn Ausdruck dafür als schlechtes .tteisiei.". ir haben uns oft recht o.rtraulich miteinander unterhalten. 5,'icht wahr .' Und ich habe mich immer che wohl dabei gefühlt und war ganz einverstanden damit, daß Sie mir ge genüber gewissermaßen schon ein Recht eins veriraulichen Tones in Anspruch nahmen. Plötzlich aber kam mir dann zuweilen da Gedanke, daß ich dieses selbe Recht auch schon einem Andern ln mindestens demselben Maße eingeräumt hattt. Ich zitterte davor, daß Sie im Bewußtsein Ihres Rechtes eines Tages noch mehr lind noch kühner zu mir sprechen würden, und daß ich dann gezwungen sein würde, Ihnen ein beschämendes Geständniß zu machen. Im Gefühle dieser Furcht war ich dann plötzlich kalt und abweisend zu Ihnen. Ich suchte die Entscheidung, die ich deutlich kommen fühlte, hinaus--zuschieben, um Frist zu gewinnen, mich aus den Ketten, in denen ich lag. zu befreien. In den Romanen, die ich gelesen habe, ist es immer so, daß man sich bei Aufhebung eines Verlöbnisses gegenseitig seine Briefe zurückgibt. Im Lebn wird es wohl auch so sein, und das ist ganz in der Ordnung. Ich bin .war noch nicht verlobt gewesen, aber :ch bin jung, und vor einem Jahre war ich noch ein gut Theil unerfahrener, als j.tzt. und fo habe ich nach Mädchenschwärmerei einem !v!onne eine Menge leidenschaftlicher Briefe geschrieben, deren gefährlichen Werth für meinen Ruf und meine Ruhe ich leider zu fpät erst erkannte. Dieser Mann war der heute Nacht ermordete Herr Saro, und er war unedel genug, mir die Briefe trotz meiner dringenden Bitten nicht zurückzugeben." In Else's Zügen war jetzt keine Spur von Verlegenheit mehr zu entdecken. Nur ein verächtlicher Zorn blitzte aus ihren blauen Augen. Otto's Brust aber war von sehr gemischten Gefühlen seliger und schmerzlichster UeberraschunH bewegt. Soeben hatte ihm das geliebte Mädchen mit deutlichen Worten zu verstehen gegeben, daß es seine Gefühle erwidere. Zugleich aber hatte sie ihm gestanden, daft nereits zu einem andern Mann in mindestens ebenso nahen Beziehungen als wie zu ihm gestanden habe, ja offenbar in weit näheren Beziehungen! Denn diesem Anderen hatte sie leidenschaftliche Briefe geschrieben! So groß war ihre Liebe zu dem armen Rechtsanwalt nie gewesen. Aber freilich, der Andere war Schauspieler und der umschwärmte Frauenliebling der ganzen Stadt! Was ist ein gewöhnlicher Sterblicher gegen einen ersten Liebhaber am Theater! Gewiß, er war todt, und sein Leichnam trieb irgendwo auf den Wellen. Aber selbst gegen diesen todten Liebhaber fühlte er eine bohrende Eifersucht in seinem Herzen erwachen, und tausend haftige Fragen der Liebe und der Eifersucht wollten sich auf seine Lippen drängen. Nur der Anblick von Else's vornehmer Rl'he mäßigte seine Erregung und machte es ihm möglich, seinem stillschweigenden Versprechen gemäß seine leidenschaftlichen Fragen zurückzuhalten. Sie wissen wohl." fuhr sie fort, daß 'Herr Saro eine Zcit lang viel in unserem Hause verkehrt hat. Ich war immer eine große Theaterschwarmerin und übertrug mein Begeisterung natürlich auch auf Herrn Saro's Person. Andere junge Mädchen oenützen für solche Seelenoedürfnisse den Llleraturlehrer oder den Mufitprofessor. Ich mußte durch den häufigen Umgang naturgemäß auf diesen Schauspieler verfallen, zumal er ja thatsächlich ein außerordentlich hübscher liebenswürdiger Mensch mit den einnehmendsten Maniercn war. Die Eltern waren Beide entzückt von ihm, Eduard war ganz hingerissen und wußte sich nicht zu lassen vor Stolz, den oerühmtestenSchau-

8chönljeil ist ksundheil.

Gesundheit bei Frauen zeigt sich in klaren Augen, rosigen Wangen, reinem leint und Elaftizität der Benxgungcn. Tas ift die nach Jnbren bemessene Jugend die Schönheit vollkommener Weiblichkeit. Echöne Frauer sind gtttcklich und genie ßen das Leben in schönerem Mahe, als ihre Echweftern, vrr.n Gesichtszüge Leiden ausdrücken. Wine rf (kardui machte Frau Mannell beffer aussehen und glücklicher, weil er sie von jenen schrecklichen Leiden heilte. Aber sie steht in dieser Hinsicht nicht allein da.

WINECAR

'pieier oes laottvealer seinen Freund nennen zu dürfen, und in ihrer ..it. r. ttrrT (lltlKil -Ovy l )l l Uliy Ilttllltll K KV U( nicht, daß mein jugendliches Herz ui seiner Backfischs chwä rmerei geradezu in hellen Flammen stand. Ich hielt dieses herrliche Feuer natürlich für die große Leidenschaft meines Lebens, ich wußte ja damals noch nichts von wahrer Liebe, und so schrieb ich denn meinem anaebeteten Halbgott die glühendsten Briefe. Er hätte damals Alle mit mir machen können, was er gewollt uatte. Ich war zu Allem söhin: Ick alaube, ich hätte mich sogar entführen lassen. Ich muß Herrn Saro übrigens das Zeugniß ausstellen, daß er keinen weiteren Mißbrauch mit meiner schwärmerischen Hingabe getrieben hat; ob aus wirklichem Edelsinn, weiß ich nicht. Vielleicht war es nur Klugheit, die ihn sich zurückhalten hieß. Tnn er mochte ahnen, daß ihm meine leidenschaftliche und rücksichtslose UnGebundenheit gefährlich werden oder doch Unannehmlichkeiten bereiten könnte. Vielleicht war ich ihm auch gleichgiltig. Er hatte ja so viel Damen zu seinen Füßen liegen, daß er meiner Liebe nicht bedürfte, um sich glücklich zu fühlen. Aber es bereitete ihm offenbar Vergnügen, sich mit mir zu beschäftigen und mit mir fein Spiel zu treiben. Nun er todt ist, will ich nicht schlechter von ihm sprechen, als er eZ verdient. Er war wirklich ein. fei7.und vielseitig gebildeter Mann und eine echte Künstlernatur. Die Anregungen zu den unvollkommenen Pinseleien. die Sie hier an den Wänden sehen. habe ich alle von ihm erhalten. Leider war aber seine hervorragendste Eigenschaft seine maßlose Selbstsucht und Eitelkeit. Es war ihm der größte Genuß, mit mir über die Briese zu reden. die ich ihm schrieb, und er war glücklich, wenn es ihm gelang, immer neue und täglich überschwänglichere Schreiben aus mir herauszslocken. Mit dem Sammeln solcher Briefe scheint er ja, nach dem, was mir mein Bruder erzählt hat. geradezu einen Sport getrieben zu haben. Dem hat er ganze Reihen von dicken und dünnen Briefbünd'eln gezeigt. Und Alles waren Liebesbriefe der verschiedensten Art. Die meinigen lagen vielleicht auch fchon darunter, ohne daß es mein Bruder wußte. Vielleicht lagen sie zwischen den Briefen einer Frau Ba- ( ronin und denen einer Kellnerin. Denn . er war sehr wenig wählerisch, der Herr ? Saro. Das wußte ich freilich damals , Alles noch nicht. Ich war ja überhaupt noch lo w'-ckikar dumm! lForl!etzuna folgt.) . 'Ji i ch t f o e i n f a ch. Sie: Ich hörte, Sie wollten sich scheiden lassen ?" Er: .Ja. wollte ich auch, kostet aber zu viel Scheidimünze" und darum laß ich's lieber." Unüberlegte Antwort. Für ihren prächtige Avollokopf müssen doch alle Mädchen .'euer und Flamme sein?" Sind auch, 's ist aber nur Strohfeuer!" -Da? Großstadtkind. Eschen (das ö.i einem Waldsvoziergng ?uni ersten Mole ein Veilchsn siedT): Mama, r iees Blümch'n rit ;a nach Parfum!" B e q r ü n d e t e s Verbot Warum 'st das Mitnehmett von Hunden in ie Gasthäuser erboten?' .We!! die Wirth? die Knochen und die F!'.i'chs ür die Gäste o?b7auchen." Schlagfertig. Lehrer (zum Oberförste:: ....Was werden Sie aber sagen. H-err Oberförer. wenn Sie eines Tages in der Hölle aufwachen 1" Oberförster: Na gute:? Morgen, Herr Lehrer? werd' ich halt sagen," P e ch, 2l.: .Herr Nachbar, zeigen Sie mir doch Ihre neue Sicherheit Vorrichtung gegen Einbruch!" Kaufmann: Vedaure sehr die haben F mir leider gestern cstrhlen!" Modernes D i e n st m ä d -ch e n. Hausfrau: Wie. Sie kündigen den Dienst, und dabei Kode ich immer die Hälfte Ihrer Arbeit gethan?" Dienstmädchen: Jawohl, ich war aber mit Zbrcr Arbeit Frieden!"

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' irtfit et tr.qt an und nxrft cl nicht $tt. ,,dn, mbH i i v M1AND0 W ' TK m o non Tu '8t R:n Rüg, da itdtVat G!a I, titit. Rnrnlich Rüge?! werden ichnurzlol enkj,tzt Vr'tl len erd nach Mten i'dob den Kanal ii tast W. GIERKE. teuutt k 2 Buchbinder, 3t Ctft V,i. tt., (O&BfHnJ.) Yiafj. r. - tttClUR Die Indiana Tribüne Gegründet 1877. Erscheint Jeden Nachmittag und Sonntag Morgen. Frei in '8 Haus geliefert vom Träge? in der Stadt und in den Vorstädten für nur per Woche, einschließlich 5onntag5blatt. Einzelne Nummern des Tageblattes 2c. Einzelne Nummern des Sonntagsblattes 5c. Aufträge werden durch den Träger, per Telephon und per Post oder in der Ossice entgegengenommen. Per Post kostet die Tägliche Tribüne mit Sonntagsblatt per Zahr,

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