Indiana Tribüne, Volume 24, Number 279, Indianapolis, Marion County, 26 June 1901 — Page 2
Indiana Tribüne 26 Juni 1901.
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Unsere Kohlenproduttion.
Mit verdächtigerDeharrlichkeit wird die Nachricht verbreitet, daß der Kohlenpreis zum nächsten Winter wiederum erheblich steigen wird. Gründe für eine eventuelle Preissteigerung werden nicht angegeben, wohl Qvr mitgetheilt, daß neue Trustbildungen im Werke seien, um die Gruben, welche noch keiner Combination" angeh'ören, unter einheitliche Verwaltung zu bringen. Es handelt sich also offenbar um eine weitere systematische Echröpfung des amerikanischen Publikums im Interesse der Kohlenmagnaten, und durch jene der Presse gemachten Mittheilungen sollen dieConsumenten langsam auf die Dinge, die da kommen sollen, vorbereitet werden. Man geht dabei wohl von der nicht ganz unrichtigen Voraussetzung aus, daß zur heißen Sommerszeit die große Menge sich wenig um Kohlen und Kohlenpreise kümmern mag, bei Eintritt des Winters aber sich dann nicht darüber beklagen kann, daß die Preiserhöhung eine überaschende und unerwartete sei. Die Leute hatten Zeit gehabt, sich mit dem Gedanken vertraut zu machen oder, wenn ihre Verhältnisse es erlaubten, sich mit Vorräthen für den Winter zu versehen. Daß dies von der großen Menge in nur sehr etringem Maße geschieht, wissen die Kohlenbarone sehr wohl und sind darüber auch gar nicht böse. Von einem Kohlenmangel, wie ein solcher in europäischen Ländern irch zeitweilig bemerkbar machte und ein Steigen der Preise zur Folge hatte, kann bei uns keine Rede sein. Nach den amtlichen Berichten für 1990 toix die Kohlen - Produktion des letzten Jahres die größte je in den Ver.Staaten erreichte und die größte von allen Ländern der Welt. Der Bund-sstati-stiker Edward W. Parker stellte die Gesammtsörderung auf 267.542,444 Tonnen fest, eine Zunahme von 13.802,452 Tonnen oder von mehr .ils 5 Procent gegenüber dem Vorjahre. Der Werth dieser Kohlen belief sich auf $297,920,000, eine Zunahme von 16 Procent gegen 1899 und ungefähr ein Drittel des Werthbetrages der gesammten Mineralproducte des Landes. Maryland, Oregon und Jdaho waren die einzigen Staaten, wo imJahre 1900 weniger Kohlen gewonnen wurden als 1899; in Pennsylvanien nahm in Folge des Streikes der Grubenarbeiter im Herbst 1900 die Produktion von Anthrazitkohlen um rund 3.000.000 Tonnen ab; sie belief sich auf 50988,982 Tonnen gegen 53.944.647 Im Vorjahre. Dafür aber wurden fast 5,500,000 Tonnen bituminöser Kohlen in jenem Staate mehr gefördert. West - Virginien zeigte eine erhebliche Zunahme der Production, welche sich im Jahre 1900 zum ersten Male auf über 20.000,000 Tonnen belief; dann folgt Ohio mit 2,605,138 Tonnen Zunähme, Alabama mit 800.000 Tonnen; auch Arkansas, Michigan, Utah, das Indianer - Territorium weisen erhebliche Gewinne auf; Kansas und Kentucky solche von 600,000 resp. 575.000 Tonnen oder 16 resp. 12 Procent. Folgende Tabelle zeigt den Betrag Jtx Kohlen - Produktion und den Werth derselben in den einzelnen Staaten: , rl" Tonnen. Werth. lab'ama 8,39335 $ 9,745,722 Arkansas 1,441,345 1,653,818 California 171.708 523,231 oloraoo 5.Ä2.643 5,848,339 Georgia und Nord-lsarolina .. 333.291 370,022 Illinois 25,153,929 22,629,665 Indiana 6,449,645 6,615,739 Indianer-. Territorium .... 1.918,572 2.782,838 owa 5,237,634 7,202,S86 anlas 4,453,107 5,368,642 entucky 5,181,917 4,780,066 Maryland 4,024,686 3,927 .HM Michigan 849,455 1,257,683 Missouri 3,260,491 4,015,980 Montana 1,661.775 2.713.707 New Mexico 1,299.099 1,775,570 Nord - Tatota .... 129,683 168368 Ohio 19,105,408 19,403,362 Oregon 58,664 290,001 Pennsylvania Anthracit 57.107.660 82.993,471 Bituminöse 79.616.346 77,166,168 Tenneffee 3,781,617 4.215,080 Teras 968,373 1,581,914 Ural, 1,146,277 1,445 410 Virginia 2,137,007 1,757 525 Washington 2.474.093 4,700,068 Weft Virginia ...21,980,430 17,606,734 Wyoming 4,014,602 5,457,953 Bis zum Iah 1899 war England das am meisten Kohlen producirende
Land, muhte dann aber den er. Staaten den ersten Rang abtreten. Englands Production belief sich i Jahre 1900 auf 2b2.190.573 Tonnen, so daß die Ver. Staaten um 15,309,000 Tonnen höher kamen, um doppelt so viel, als im Jahre 1899. Für das laufende Jahr dürfte s'ch der Ertrag noch höher stellen, da der m Pennsylvanien wieder drohende Streik glücklicherweise vermieden blieb. Der natürliche Reichthum der Grub5N ist so groß. dah. wenn die Unternehmer wollten, die Production ganz erheblich gesteigert werden könnte. Das liegt indessen nicht in ihrer Absicht; sie halten die Vorrätbe stets so knapp, daß sie den Markt cvntrolliren und die Preise nach Willkür diktirenkönnen. zumal das Ausland nicht in der Lage ist, mit ihnen in Wettbewerb zu tr?ten, während andererseits bekanntlich Anläufe gemacht werden, europäische Länder von hier aus mit Kohlen zu versorge. -
Prinzen im Exil.
Die Zeiten sind vorüber, da der arme gewöhnliche Sterbliche, der seine Augen liebestoll zu einer Königstochter zu erheben wagte, seine .Verwegenheit, wie Trenck und Lauzun, hinter Kerkermauern büßen mutzte. Die Zeiten sind vorüber, da die armen Königstöchter, die den Huldigungen eines schlanken Eavaliers allzu willfährig Gehör geschenkt hatten, dafür, wie die Prinzessin von Ahlden. in einem einsamen Schlosse lebenslängliche Gefangenschaft j erleiden mutzten. Heute sperrt man ! sie höchstens in ein Sanatorium; und j auch das nur, wenn der Skandal zu ; groß wurde. Die Welt ist nicht unter- j gegangen, alsStefanie vonBelgien, des i österreichischen Kronprinzen Wittwe, einem simplen Grafen die Hand zum Ehcbunde reichte und aus einer Prin- : zessin damit selbst eine simple Gräfin j wurde. Diö Welt würde aller Wahr- ! scheinlichkeit nach auch nicht untergehen, wenn einmal ein souveräner Prinz ein Mädchen aus dem Volke", j wozu in diesem Falle auch die Gräfin- ' nen gehören, als richtige, nicht mor- ! ganatische" Gemahlin heimführen dürfte und die derart Beglückte damit wirkliche Prinzessin würde. Das scheint aber heute unmöglich zu sein, während es früher vorgekommen ist. Leopold von Dessau konnte seine Luise Föhsin zu sich als Fürstin auf seinen kleinen Thron heben, und Luise von Geyersberg setzte es mit zähem Ehrqcize durch, daß sie als Prinzessin von Baden anerkannt, ihre Kinder sie war die Großmutter des jetzigen GrotzHerzogs Friedrich für erbfolgeoerechtigt erklärt wurden. Das geht heutzutage nicht mehr. Die Prinzen j von Anhalt, Baden, Bayern, Sachsen, ' Preutzen. Lippe, Waldeck. Hessen, Ol- ; denburg. Reutz. Württemberg u. s. w., I die eine Lebensgefährtin außerhalb der j beiden ersten ..ebenbürtigen" Abthei- 1 lungen des Gothaischen Hofkalenders suchten, mutzten sich damit begnügen, j daß ihren Frauen, meist von einem ge- j fälligen regierenden Cousin, ein Frei- j frau- oder Gräfin - itel mit irgend einem phantastischen, nach einem Ro- i man der Marlitt oder der schlimmeren Eschstruth klingenden Namen geschenkt wurde. So entstanden die Gräfinnen j von Hohenu. Grebenstein. Hagenburg, i Tieffenbach. Wallersee. Rhena, Reina. Zarnekau. Ofternburg, Hohenstein, Dornburg, die Baroninnen von Saal- I feld. Dornberg, Lichtenberg, Saalberg, i Barntm, Ruttenstein und wie sie sonst noch heitzen mögen. Vollzog der liebebedürftige Prinz den Bund für's Leben aber gar ohne die eingeholte Erlaubnih des Chefs des Hauses, so mutzte er fortab außerhalb der mehr oder weniger engen Grenzen seines Vaterlandes seinen Herd gründen, und das that er oft gern, da er damit die. die er zur Gattin genommen, dem Dunstkreise veralteter höfischer Vorurtheile entzog, sich in Freiheit mit ihr des Daseins freuen konnte. Die Mitglieder der ehemals reichsständischen, den regierenden Familien ebenbürtigen Geschlechter mußten sich außerdem oft noch ine Degradation gefallen lassen, auf die Zugehörigkeit zum hohen Adel verzichten. So ward aus einem Prinzen Wittgenstein ein Graf Altenkirchen, einem Grafen Stolberg ein Herr von Stapelburg, was im Grunde gerade ebenso hübsch klingt, aus einem Prinzen Solms ein Baron von Hungen, aus einem Prinzen Hohenlohe ein Graf von Wakdenburg und dergleichen mechr. In den regierenden Familien selbst kam eine solche capitis dirninutio fast nie vor. Wir entsinnen uns nur dts einzigen Falles, als ein lebenslustiger Prinz Reuß zum Entsetzen der Seinen die fesche Circusreiterin Loisset zu Standesamt und Traualtar geleitete. Das kostete ihn seine prcpurgesütterte Fürstenkrone, man "erwan- . t I , OQ-.I I oelie il)n in einen reiyerrn von vicichenfels. Das Entsetzen der Seinen war. nebenbei bemerkt, durchaus gerechtfertigt. Der Freiherr und die Freifrau von Reichenfels führten nur eine kurze, aber um so bewegtere Ehe, in der die Reitpeitsche und zum Wur? geeignete Gegenstände eine wichtige Rolle gespielt haben sollen. Was aus ihnen ward, kann ich nicht verathen. Der Hofkalender hüllt sich über sie in exklusives .vornehmes Schweigen. Dieser soundsovielte Heinrich Reuß hat einen Nachfolger erhalten. Prinz Bernhard von Sachsen - Weimar hat seine Zugehörigkeit zum Hause Weimar ablegen müssen, aus Strafe dafür, daß er unter seinem Stande, und heimlich dazu, sich vermählte. Sie" ist zwar eine Gräfin, aber nur eine verwit'.wete oder gar geschiedene. Die alten Hofdamen flüstern sich hinter dem Fächer die furchtbare Neuigkeit zu: sie ist die Tochter eines Gastwirthes, und wenn sie auch nicht direkt Müller heißt, so heißt sie doch beinah' so. QnvWe horrenr! ... Es giebt keinen Prinzen Bernhard von SachsenWeimar mehr, es giebt dafür einen ..Grafen von Erayenberg... Der braune Fürstenkalender ist um einen Namen ärmer, der grüne Grafenkalender um einen Namen reicher ... PrinzBernhard vonWeimar war früher ein flotter, lebensfroher Herr, ohne Standesdünkel, leichtherzig und beim vollen Becher ein prächtiger Kumpan. Auch dem Ewigweiblichen verschloß er sein Herz nicht. Er theilte es sogar lange mit einer Priesterin Thaliew., die.' wie böse Zungen behaupteten, ihm aber nur ein Drittel des ihrigen lieh. di itvrize Drittel einem FinanzmarM
überließ, der . . . sagen wir Gotha hieß. Sie sei immerfort zwischen Gotha und Weimar unterwegs, witzelten diese bösen Zungen. Prinz Bernhard hatte eine Apanage, die ihn zu
den bescheidensten Ansprüchen an das n r . ev r ir jaiein oane zwingen muen. iay sich als Rittmeister zum Abschied genöthigt. Die kluge Grotzherzogin Sophie, seine Tante, nahm ihn dann nach Mimar, aber sein luftiges, lautes Wesen patzte nicht an den stillen Hof Karl Alexanders. Später wurde er, wie es heißt, entmündigt und lebte am Rhein. Er hat von seiner Prinzenwürde wahrlich wenig Freude gehabt. Was ist ein armer Prinz im Zeitalter des Kapitalismus, der Rothschild und Morgan ... Es heißt, der Graf von Crayenberg werde mit seiner Frau nach England übersiedeln, ganz freiwillig natürlich. Er würde dort einen Onkel, den Prinzen Eduard von Weimar, finden. Als der vor fünfzig Jahren, selbst unvermögend, die Tochter eines der reichsten englischen Herzöge heirathete, des von Richmond, war dies für Weimar eine Mesalliance und die Lady wurde zur Gräfin v. Dornburg gemacht. Die verständige Königin Victoria meinte, der kleine deutsche Prinz sollte froh sein, eine so gute Partie zu machen, und verlieh ihr aus eigener Machtvollkommenheit den Namen Prinzessin von Sachsen-Weimar". Und die Welt ging auch darüber nicht unter. Nur in Weimar und an anderen kleinen Höfen Deutschlands verspürte mal. eine leichte Erschütterung, die einige Zöpfe in's Wickeln brachte. Vom olf ach Europa. Vor einer Reihe von Jahren schou haben große Geschäftshäuser im mittleren Westen die Etablirung einer directen Dampferverbindung zwischen dem Golf von Mexico und Europa geplant, aber alle derartigen Pläne sind nie über die Anfangsstadien hinausgekommen. Aber wie erst jüngst eine direkte Dampserlinie von unseren Großen Seen nach europäischen Häfen etablirt worden ist, so wird auch die erstgenannte Verbindung nunmehr verwlrklicht werden und zwar durch die Hogan-Linie. Dieselbe verfügt über Oceandampfer von bedeutender Tragfähigkeit, die bisher nur während der BaumwoUesaison zwischen Galveston und Havre bzw. Rotterdam fuhren, welche aber in Zukunft das ganze Jahr hindurch zwischen diesen Häfen regele mäßige Fahrten machen sollen. Die von der furchtbaren Katastrophe sich mächtig erholende Stadt Galveston wie auch New Orleans werden das neue Unternehmen unter Aufbietung aller Kräfte fördern, um durch Ablenkung eines Theiles des Exportverkehrs von New Fork möglichst zu profitiren. Tüchtige Agenten sollen die Staaten Illinois, Kansas, Nebraska, Iowa, Minnesota. Kentucky, Indiana. Ohio sowie Tennessee bereisen, um die Exporteure von Geireide, Mehl und anderen Massenartikeln zur Benutzung der neuen Route zu veranlassen; die Waaren sollen auf Barken den Missifjippi hinab an die Golfküste transpor-. tirt werden, wo ihre Umladung in die Oceandampfer zu erfolgen hat. Der Unterschied zwischen den Eisenbahnund den Wasserfrachten aus dem Innern des Continents soll den größeren Zeitverlust, welche die Verschiffungen über die Golfroute nothwendigerweisim Gefolge hat, mehr als ausgleichen. Zufolge einer officiellen Mittheilung unseres Bundes-Consuls Thaillara in Havre wird vorläufig in jedem Monat nur ein Schiff auf der neuen Linie fahren, bis gegen Mitte September die Anzahl der Fahrzeuge den Transportbedürfnissen entsprechend vermehrt werden wird. Durchgehende Ladescheine werden nach Amsterdam, Ghent, Stettin sowie allen schwedischen und Ostseehäfen via Rotterdam ausgestellt und, sollte der Verkehr es erheischen, so werden auch Schiffe nach Dünkireben oder Bremen gesandt werden. Wle der Consul Murphy aus Frankfurt am Main berichtet, will eine deutsehe Gesellschaft ewe Linie von Antwerpen und Havre nach New Orleans und kubanischen Häfen tabliren und nach dcmBerichte des Consuls Fleming in Edinburg werden demnächst in Leith neue Docks, welche für den Gebrauch der zwischen diesem Hafen und New Orleans bzw. Galveston fahrenden Baumwolle- und Getreidedampfer bestimmt sind, eröffnet werden. Aus diesen Zurüstungen ist zu entnehmen, daß die an der Etablirung der directen Golfroute betheiligten Rhedereien das Unternehmen mit bedeutenden Capitalien fördern, und deshalb kann man demselben wohl gute Erfolge prophezeihen. In Weidenhausen, e i -nem Vororte von Marburg o. L.. trug sich ein schreckliches Familiendrama zu. An der Polizeistellc erschien der in den 4Ocr Jahren stehende Schrewer David Krantz und gab an. seiner Frau den Hals durchschnitten und dann zwecks Selbstmords selbst Hand an sich gelegt zu haben, was ihm aber nicht gelungen sei. Als man sich nach der Wohnung des Krantz fagab. fand sich die Angabe bestätigt; die Frau lag als Leiche auf dem Bett, mit einem Messer war ihr der Hals bis an die Wirbelsäule durchgeschnitten. Was den Mann gu der grausigen That veranlaßte, ist noch nicht äufgellärt; jedenfalls wurde dieselbe in einem Wahnsinnsanfalle ver-Übt.
Täglicher Markt-Bericht. Texas Oel Aktien. I Beaumont, Texas. 26 Juni. Folgende sind die Aktien, welche an der Oelbörfe in Beaiimont. Texas, und bei MoeUer & Davidson, Staatsagenten, Zimmer 3738 Lombard Gebäude, Indianapolis, Ind., eingetragen find. ÄocUcr & Davidson nehmen Auiträac für Äkticn zu den verlangten Preisen, wie folgt, entgegen : . Gesellschaft : klienkapital Pari Wenb rrianoe Rational Oil und Pipc Hinfko 5,000,000 Ti Citizens Consolioarco Oil Co 1,000,000 ion'oo ino'fli tot 011 Starts . 2 500,000 ,0$ 5 The Geysrr Oil Company 100.000 100 1 Bonanza Cil & Vrospecting Eo 150,000 1'2s Sarutrga Oil & Pipe Line (So 1 000,000 im ?, ?l)c fljitlrnhaA Oil ttc 300,000 ,', Tbe Seabvrd O,I 0 M0 000 IM Texas-Nrw Orleans Oil So I,0s0,000 1 00 2 Anaeonda Oil Refining Co 500,000 IM Columbia Oil Eo 296,000 ,',, mm SrVh?tt2 clIB ZK? TB Ä Manuakkan snnooi 1 , Pl'ffalOilCo 3,ooo.oS J:S Boealis O,I So 0,000 1 00 ' Jra O Vyse Beaumont Oil Eo 3,800,000 w , erman meriran Oil So 1,000,000 100.00 iQ0u ittor Oil Eo 0,0no 1011 t'fti Auvu OilCo So To M Mamoth Oil. Viiieral und Lime Eo 1,000.000 100 00 mm ?'rs Oil Lnd Eo 500,000 00 $ föitJi"0 flfrn bereit unseren Kunde Mappen, Prospekte und Oblagen aller obigen tAesellschastk in un,erer Osftce zu zeigen.' ,u,
Biehmartt. Jndianap'ls Union Viehhöfe, 2. Rindvieh. Gewählte bis vrimcExport Stiere, 1350-1ö00Pfd 15.50 Maßige bis mittlere Export Stiere 1200-1400 Pfd. 5.30 Gute bis prima Schlächter Stiere 11 00 bis 1250Pfd 5.00 Gute bis gewählte Feeding Stiere 4.50 Mäßige bis gute Feeding Stiere, 900-1100 Pfd. 4.00 Leichte Stockcrs 3.50 Gute bis gewählte Rinder. 4. 50 Mittlere bis gute Rinder. 3.50 Gewöhnliche leichte Rinder 4.00 Gute bis gewühlte Kühe.. 4.00 Mittlere bis gute Kühe.. 2.75 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.25 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.00 Prima bis fancy Export Bullen . .. 3.00 Gute bis gewählte Schlächter Bullen 3.00 Juni. 5.90 5.60 5.30 I 4.85 4.40 1 4.25 j 5.00 4.50 4.50 4.50 75 2.75 6.25 5.0(. 3 75 3.75 3.00 $50 $30 Gewöhnliche bis gutcBullcn 2 .00 Gute Kühe mit Kalb $30 GewöbnlicheKühe mit Kalb $10 vchweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere $6.05 6 12 Gemischte. fchw.Packing 6.00 6.074 Gute bis gewählte leichte 5.97 6.02 Gewöhnliche leichte 5.874 Pigs 5.00" Roughs 5.00 Schafe. Spring Lambs $4.00 Gute bis gewählte Lämmer 3.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewählte Schafe 3. 00 Ordinäre bis gute Schafe 2.00 Stockers 2.00 Böcke, per 100 Pfd 2.00 5.974 5.80 5.65 5.50 4 00 3.25 3.50 2.75 2.50 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $1.25-$1.75 per Dutzends Citronen, $3.00 für 300360. Bananen, 1.25-1.50 per Bunc. Datteln, Persische 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Orangen, Seedlings $2.50; Mediter Sweets $3.574.00 ; Tangarincs $2.50 per halbe Box. Erdbeeren $1.10-1.25 per 24 Pint Cafe. Rhubarb 10c per Dutzend. Kirschen $1.50 per Ease. Stachelbeeren $1.25 per Case. Himbeeren $1.75 für 25 Pints. Johannisbeeren $1.25 per Cafe. G e mü s e. Zwiebeln 5: per Dutzend Buntes. Tomatoes Crate, 6 Körbchen $2.75 Radieschen per Dtzd. Bunches 10c Salat 6c per Pfund. Spinat, 50c per Faß. Rothe Rüben 20c per Dtz. Bunches Kehl 75c per Faß Oyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunches. Reue Kartoffeln $1.40 per Bushcl Burbanks und runde weiße 70c und 75c. Gurken 30c per Dutzend. Grüne Erbsen 80c pcr Bufhel. Spargeln 15c per Bunch. Kraut $1.50 per Crate. Wachsbohncn $1.75 per Box. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 74-7c; hiesige Stiere 8-84; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-74c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6c; Kühe 550 bis 650 Pfund 9c; Stier Vocdervicrt?l 7c; Stier Hinterviertel 94c; Rind Hintervierrel 9c; Rind Vor derviertel 64; Kuh Vorderviertel 5c; Kuh Hintcrviertel 8 He. Frisches Kalbfleisch Kä!bcr9c; hin. tervicrtel 13c; Vorderviertcl 8c. Frisches Schaffleisch Kammer per Psd. 10c; Schafe 8$c; Schenkel 10c; Racks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Loins 94104c ; Cottage Schinken 8c ; gehäu tete Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 14c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 54c. Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund 124c; 15 Pfund 124c; 12-10 Pfund 12c; Zweite Qualität 20-18 Psund c; 15 Pfund lljc; 12
! Pfund 12c; 10 Pfund 12c. l kalifornische Schinken 6 bis 8
Pfund 8c; 10 bis 12 Pfund 8; 13 bis 15 Pfund 8. Frühstück Speck Klarer Snglish Cured 15c; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt 11 je; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc. Speck, Cngl. -Gewählter. 8 bis 10 Pfund im Durchschnitt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt, 124. Speck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 bis 40 Pfd. im Durchschnitt, 10c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., 104c; Klare Bellies,25bi30Pfd.. lozc; 18 bis 22 Pfd., 10c;14bis 16 Pfd., llc; Klare Rücken. 20 bis 25 Pfd., 10c; Rücken 12 bis 16 Pfd., 10c; Klare Rücken 6 bis 9 Pfd., Mc. Schultern, Engl. Cured 18 bis 20 Pfund im Durchschnitt c; V, Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Vfund Sie Gedörrtes Rindfleisch Schinken, reg. Sets, 13ic; Außenseiten Ilse; Innen. seiten 14c; Knöchel 14c. Gepöckeltes Schweinefleisch, Knochen lofes Fancy Pig $20.00; Klares Bean 19.00; Family 17.00; Short Clear 16.00: Rumrf 15.00. Schmalz, in Tierces, 1. Qualttüt 104.; 2. Qualität 9c; 3. Qualität 9c. Würste, Geräucherte Brarwurst 8c; Frankfurter 8c; Wienerwurst 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därm' 6c, Mi Tuch jt. etreide. Weizen-No. 2 rather 65c auf dt Geleisen, 654c von der Mühle ; No. 8 rother 614-634c; Juni 654c auf de Geleisen; Wagenweizen 66c. Korn-No. 1 weiß 444; No. 2 weiß 44c; No. 3 weiß 444; Ro. 4 weiß 40j-42jc; No. 2 weiß gemischt 424; No. 3 weiß gemischt 42c; No. 4 weiß gemischt 38 - 40c; No. 2 gelb43ic; No. 3 gelb 434; No. 4 gelb 394-414; No. 2 gemischt 43c: No. 3 gemischt 43c; No. 4 gemiscbt 39 - 41c; Kolben 40 -42c. Hafcr-No. 2 weißer 29c; No. 3 weißer 28c; No. 2 gemischter S84c; No. 3 gemischter 27 274 Heu-altes No. 1 Timothy 11.5012.00 No. 2 Timothy 10.60-11.00. Kaffee. Folgendes find die Jndianapoli Preise : Gewöhn!, bis guter 12c-18c; prima bis gewühlter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-3 1c. In Packeten: Ariosa $11.25, Lisn 11.25, Jersey 11.25, Caracas 10.75, DMworth' 11.75 Dutch Java Blend 12.50, Mail Pouch 11.25, Gates Blended Java 10.76.
Groeeries. Zucker Dominoes 6.37c; Stückzucker 6.37c; pulverfirter 5.79c; pul vcrisirter 6.02c; Standard granulirter 5.77c; feiner granulirter 5.77c; Cubes 6.37c; Confectioners' A 5.32c; Ridge. wood A 5.37c; Phönix. A 5.32c; Empire A 5.27c; Ideal Extra Golden C 5.22c; Wind so, Extra C 6.22c; Ridgewood extra C 5.02c; gelber C 4.92 ; 16 gel ber 4.77. Eingemachte Früchte BlackberrieS, 3 Pfund, $1.10: Peacheö Stand. 3 Pf., $2-2.26: Seconds 3 Pfund $1.60 $1.65; Pie $1.40-1.50; nana, Standard, 2 Pfund, $1.65-1.90; See onds. 3 Pfund, $1.25-1.46; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbse $1.1O-$1.75; frühe Jnni $1-1.26, Marrcw 9öc, eingeweichte 66c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 85c-$95; Zucker lorn 80c $1.10; Apfelbutter, pe, Dutzend 3 Pfund, 90c. Butter, Eier nd Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, frische, 10c 12c Cicr, 10c per Dutzend. Hühner 7c; Turkeys: junge Hähne K Pfund und darüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 44c; Tülls und Krumbrüftige 44c ; Enten 6c; Hanse 5.40-6.00. irse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schweizerkäst 27c per Pfund; einhei Mischer Schweizerkäse 17c; Wisconsin Crea Käse 10c-12c; New York Cheddar 13c; einheimischer Librger 13c; Brick 14c.
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