Indiana Tribüne, Volume 24, Number 278, Indianapolis, Marion County, 25 June 1901 — Page 1

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MuMNHfi i t iL?WSA?i Hüb öomktagsblatl lOc per Woche. $ UNO öoyntagsbktß 10cr Wollic. v 6S9&96SStt9 i 4 I Ersetze int jeden Uactznrittag und Sonntag Morgens. Jahrgang 24. Indianapolis, Ind. Diel.ftag. den 25! Juni 1901. No. 278

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?ycn. Gaiöles Hat sich mit OOO Manu und 386 Gewehren

Dem General minier in Santa Clnz ergeben. ? i' m wtii 4wa s?a aenen Tvill- ' O ' I vinoS ans Lnzon weröen jetzt freigelassen werden-Autl-klnlkalc Temoustrationcl! in Spanien. Tcr Marquis dc tatlicfl Wir) jctzt vor dem französischen cnat prozcZsirt. Z)cr Prozeß erregt wenig Aulsehen in Paris. DieUebergabedes Generals C a i l l e s. SantaCruz. Provinz Laguna, Philippinen. 24. Juni. General öailles hat sich am Montag in hiesiger Stadt mit 600 Mann. 380 Gewehren und 4000 Patronen ergeben. Er zog zur Musik von aus Eingeborenen gebiloeten Kapellen, die im Kirchhof aufgestellt waren, in die Stadt ein. Cailles begab nch mit seinem Stab zuerst in die Kirche, wo der Kaplan Hart vom 8. Jer. Staaten Jnfanterie-Regiment. :ine Messe celebrirte. Die Kolonne marschirke dann an Dem Hauptquartier des amerikanischen Kommandeurs vorbei und kehrte dann lach dem Kloster zurück, wo die Soloaten ihre Gewehre abgaben und dafür Quittungen erhielten, die sie zu 30 Pesos Entschädigung berechtigten. Alle Quittungen wurden indeß in die Hände ?on Caiües und seiner Stabsoffiziere zelegt. da Cailles erklärt hatte, daß die Gewehre nicht Privateigenthum der Soldaten gewesen seien, sondern der re?olunonären Regierung gehörten, und oer Erlös dafür den Wittwen und Waisen von Filipinos zu Gute kommen .nüsse. Die Offiziere begaben sich nachher nach dem amerikanischen Hauptquarier. wo General Cailles seinen Säbel oem General Sumner aushändigte. Der Letztere gab ihn aber in galanter Weise an Cailles zurück. General Sumner gab den Filipinos auch ihre Fahne zurück, die Cailles persönlich oem General Mac Arthur übergeben wird. General Sumner gratulirte Tailles zu seiner Uebergabe und der Letztere antwortete darauf, dah dies .'in glücklicher Tag für die Provinz sei. äuch der Präsident der Föderalisten in öaguna hielt eine patriotische Ansprache an die Offiziere und die sämmtlichen Mannschaften leisteten dann auf der Plaza den Ver. Staaten den Treu?id. Frank Mekin, ein Deserteur vom 37. Ler. Staaten Jnfanterie-Regiment. der unter Cailles als Leutnant bei den Insurgenten gedient hatte und der sich ebenfalls mit den übrigen Mannschaften ergeben hat. wurde in Eisen gelegt. Manila. 24. Juni. In Folge der Uebergabe des Gen. Cailles werden ?lle gefangenen Insurgenten auf der Insel Luzon freigelassen werden. General Malvar soll die Absicht X)a--den. sich auch in den nächsten Tagen zu :rgeben. Zlnti-klerikaleDemonstra-tionen in Spanien. Madrid. 25. Juni. Am Sonntag wurde hier eine Versammlung von Freidenkern abgehalten, in der in der heftigsten Weise gegen die Abhaltung der Jubiläums-Prozession protestirt wurde. Es wurden leidenschaftliche anti-klerikale Reden gehalten, und die Teilnehmer an der Versammlung durchzogen nachher die Straßen, Brennt die Klöster nieder!" rufend. Die Menge zischte die Jnfanta Jsabella aus, deren Equipage gezwungen war, auf Umwegen nach dem Schloß zurückzujahren. Die Krawallisten wurden schließlich von der Gendarmerie auseinandergetrieben, sie sammelten sich aber später in der Nacht wieder und erstürmten ein Mönchskloster. Die Polizei stellte erst spät in der Nacht die Ruhe wieder her. A l i c a n t e . 25. Juni. Am Sonntag fanden in Alcoy. während-eine In-biläums-Prozession im Gange war, ernstliche Unruhen statt. Ein PcbelHaufen griff die Teilnehmer an der Prozession an. riß einem Priester das Kruzifir aus der Hand und zerbrach es in Stücke. Eine Zeit lang wurden dann die Marschirenden mit Steinen beworfen. bis die Gendarmerie .inschritt und die Krawallisten auseinan-

D:r trieb BM Leute verwundet. Der Marquis d ?

wurden laüct L u r - S a - luces vor Gericht. Paris, 25. Juni. Der S'nat trat am Montag Nachmittag in seiner Eigenschaft als Staatsgericht zuammen. um den bekannten Royalisten. Marquis de Lur-Saluces. und früher Mitglied der Deputirtenkammer. zu prozeffiren. Tcr Marquis war im Januar lX) vegen Landesverraths in contumz iam zu 10 Jahren Verbannung aus Frankreich verurtheilt worden, er kehr.e ebtx zanz unerwartet Mitte Mai von Brüssel hierher zurück und er schrieb dann begleich einen beleidigenden und ber'.usfordernden Brief an die Regierung. Der Präsident des Senats, Ha Fälliges, führte den Vorsitz. Za Narquis, von zwei Gardisten begleite:, erschien vor dem Senat, um sich auf die Anklage zu verantworten, sich des Hochevrraths schuldig gemacht zu habtn, indem er sich an der Verschwöcung gegen die Sicherheit des Staates etheiligte. wegen derer die Herren Teroulede. Büffet. Marcel Hobert und Äuerin verurtheilt wurden. Es herrschte nicht tie geringste Aufregung in der Nabe des Senats-Pa-iais, es waren aber doch Vorsichtsn-a regeln gegen alle 'Eventualitäten ergriffen worden, und im Hofe des Palas'.'s varen mehrere Kompzaiea repuli.aaischer Garden aufosiellt. König Karl in Madeira. F u n ch a l . Madeira. 25. Juni. Der König und die Königin von Porlugal sind hier M Montag angecm inen. Es ist die, das erste Mal. daß :in portugiesischer König Madeir: 'asucht hat und die Stadt ist zu Qhxzr, des Ereignisses hübsch dekorirt. c3 Königspaar wurde sehr herzlich ein pfangen. Ein mörderischer Chinese. Van Couver. B. C.. 25. Juni, ünf harmlose Chinesen, die sich ihren Unterhalt aus Gemüsegärtner verdienten, wurden am Sonntag von einem üandsmann in Ladner. B. C.. in möroerischer Weise angegriffen. Einer son ihnen ist todt, drei liegen im Sterden und auch der fünfte ist tödtlich vermundet. Die fünf Chinesen bewohnten gemeinschaftlich eine Hütte in der Nähe des Flusses. Der Mörder stand bisher mit den fünf Männern auf sehr freundschaftlichem Fuße, seit einiger Zeit benahm er sich aber in so sonderbahrer Weise, daß ihm gesagt wurde, er solle -oegbleiben. Als die fünf Chinesen am Sonntag zu Mittag aßen, sahen sie den anderen, mit einer Axt bewaffnet, herankommen. Da sie alle unbewaffnet waren, flüchteten sie sich in die Hütte, Deren Thür sie veriegelten. Der Wücherich erbrach aber die Thür mit seiner Axt und schlug dann in blinder Wuth ms die Wehrlosen ein. bis sie alle blutend am Boden lagen. Er wurde spä!er eingefangen und ins Gefängniß ge bracht. Die Schulden des Herzog? von Manchester. L o n d o n, 25. Juni. Herr Eugen? Zimmermann von Cincinnati hat seinen Schwiegersohn, den Herzog von Manchester, in die Lage versetzt, seinen Gläubigern zwölf Schillinge 6d per Pfund Sterling anbieten zu können. Am Donnerstag wird eine Versammlung der Gläubiger stattfinden, in der aber den Vorschlag berathen werden wird. Ernte - Aussichten in Europa. London. 25. Juni. Mark Haut Erprcß" sagt in der dieswöchentächen Uebersicht über die Ernte - Aussichten in Europa : Regen ist im Ver. Königreich dringend nöthig. D-r Weizen hat auf ungewöhnlich kurzen Halmen Aehren gebildet und die Aeh:en werden sich nicht ausfüllen, wenn licht bald Regen kommt. In Frankreich stehen die Sommersaaten weniger gut." Im südlichen Spanien hat die Weizen - Ernte begonnen. In den Provinzen Andalusien und Murcia verspricht die Ernte eine sehr reichliche zu werden und auch im mittleren und nördlichen Spanien sind die Aussichten sehr gute. Was das mittlere Europa betrifft, so sind die Aussichten in der Umgebung des adriatischen Meeres vielversprechend, in dem an die Ostsee stoßenden Gebiet aber sehr schlecht. Es deutet dies an, daß Kroatien und Unzarn gute Ernten haben werden, Preußen und Russisch - Polen aber sehr schlechte. In Bayern und Oesterreich verspricht die Ernte eine mittelmäßige ;u werden. Paris. 25. Juni. Sekretär Green von der amerikanischen Handelskammer erklärt, daß die französtsche Weizenernte 304.000,000 Bu. nicht übersteigen werde, gegen 309.-

Uüü.UOu -5U. im vorigen Jahr. Bei gutem Wetter kann der Ertrag noch ?twas größer werdm, die an Hand beEndlichen Vorräthe sind aber bedeutend kleiner als im Jahre 1900. Bei einer Srnte von 309,000,000 Bu. müßte Frankreich noch ungefähr 40,000,000 Zu. Weizen im Ausland kaufen. Vom Krieg in Südafrika. C r a d o ck. Kap Kolonie. 25. Juni. Die Abtheilung der Colonial Rifles, die am 20. Juni von den Boeren bei Waterkloof angegriffen wurde und so schwere Verluste erlitt, hatte den Boeren - Kommandant Molan .verfolgt. Zeneral Kritzinger überraschte die Kolonialtruppen. als sie nach einer Rast gerade wieder aufsattelten. Der Kampf dauerte zwei und eine halbe Stunde. Ein Handelsvertrag mit M ar o k k o. L o n d o n. 25. Juni. Der Daily Mail" zufolge hat der Sultan oc n Marckko seinen Spe,zialgesandten in Lonvon beauftragt, einen Handelsvertrag mit England abzuschließen, demzufolge Marokko dem Handel Europa's erösf ket werden soll. Aus dem deutschen Reich. Berlin. 25. Juni. Der Kaiser Wilhelm studirt augenblicklich die Akten in dem Falle des Dietrich Weiland durch, de? im März ein Stück Eisen nach dem Kaiser warf. Er studirt auch die ärztlichen Gutachten über den Fall. Das Reichsgericht in Leipzig wird wahrscheinlich in nächster Woche daZ

; Urtheil über Weiland fällen. Die neuesien ärztlichen Gurachten stimmen alle mit dem Gutachten der Bremer Aerzte überein. nämlich, daß Weiland gänzlich unverantwortlich war. als er das Stück Eisen nach dem Kaiser warf. Es ist kein neues Beweismaterial von Werth gegen den Gefangenen gefunden worden. Ein interessanter Artikel. London, 25. Juni. In dem United Service Institut wurde am Montag ein interessanter Artikel von Jean de Bloch. dem russischen Staatsrath und Mitglied des russischen Finanzministeriums. über die Lehrcn des Krieges in Südafrika verlesen. Herr de Bloch erklärt, der Krieg in Südafrika habe gelehrt, daß der Militärdienst nach europäischem Muster absurd sei. und die ungeheuren Opfer, die auf dem Kontinent für den Unterhalt der Heere gebraucht würden, unnöthig seien. Der Krieg habe gezeigt, daß die theatralischen Militärschauspiele. Manöver genannt, etwas ganz anderes seien als wirklicher Krieg und mit einem solchen nicht in entferntester Verwandlschaft seien. Das Auffallendste bei der Kriegsführung in Südafrika sei die Unmöglichkeit, den Feind zu lokiren. Dies sei keineswegs dem mangelhaften Rekognoszirungsdicnst des Feindes zuzuschreiben, sondern den neuen Kriegsverhältnissen. ' Die Resultate des Krieges seien weder eine Folge der von den Briten begangenen Fehler, noch der kriegerischen Eigenschaften der Boeren. welch' letztere sich als schlechte Strategen und Taktiker erwiesen hätten, sodern eine Folge der Verwendung von rauchlosem Pulver und weittragenden, schneLfeuernden Gewehren, wodurch der Feind in den Stand gesetzt were, aus großer Entfernung und aus schwer zu erkennenden Positionen zu schießen. Dabei sei die Artillerie in Südafrika einem verschanzten Feind gegenüber fast absolut werthlos gewesen. G egenBargain-Preise. Die National Retail Druggists' Association" steht mit Patentmedizin Fabrikanten in Unterhandlung, um sich mit ihnen über ein Abkommen . verständigen, welches den Zweck Hai. der Verschleuderung von Patentmeoi zinen zu Bargain"-Preisen einen Wp gel vorzuschieben. Beamte des Ap?-theker-Verl.cmdes-habt.n kürzlich c. New Dort. Chicago und Detroit mil Fabrikanten von Patentmedizinen Be rathungen 2vgel,alten und sind die nöthigen Schritte zur Wahrung : beiderseitigen Interessen schlüssig ge worden. In den nächsten Tagen soll die formelle Bekanntmachung des zwi schen beiden Theilen vereinbarten Kar tells erfolgen. Der Abmachung gemäss werden die Fabrikanten von PatentMedizinen für den Verkauf ihrer Waa ren feste Preise vorschreiben. Sollte ein Geschäftsmann unter dem festgesetzten Preise verkaufen, so verpflichten sich die Fabrikanten, der betr. Firm.' keine Waaren mehr zu liefern. Auck das jetzt übliche Verfahren, indirel! durch einen Vermittler an solche Bar-gain"-Händler zu verkaufen, soll auf: hören. Das gemeinsame Vorgehen des Apotheker-Verbandes und der Pa tentmedizw-Fabrikanten richtet sick insbesondcrs gegen die großen Departements-Läden, in . welchen auch Pa tentmcdizinen.' auf die Bargain"-Listi gesetzt werden.

DasButtdcs-Süngersest

Rahm gestern in Buffalo seinen Anfang. Oie Vegrüßungsfestlichkeiten und der Aommers in der lvaffenhalle des 65. Negitnents. Indianapolis Männerchor überreicht dem Bundespräfidenten eine Lorbeerkranz. (SpezialrDepesche der Ind. Tribüne") Buffalo. N. V-, 25. Juni. Der gestrige Empfangsabeud des 30. Sängerfestes des N. A. Sängerbundes fand ungefähr 6000 Personen in der WaffenHalle des 65. Regiments, Broadway und Michigan Str., woselbst der schneidige Kriegsgott Mars seinem liebenswürdigeren Kollegen Apollo das Szepter abgetreten hatte. Es herrschte eine drückende Schwüle, doch war diese nicht im Stande, der allgemeinen Festesfreude auch nur auf einen Augenblick Abbruch zu thun. Noch tags vorher ein wüstes Chaos, war die gewaltige Halle gestern Abend fix und fertig und in wahrhaft prächtiger Weise hergerichtet. Wappenschilderund Fejtons aus amerikanischen und deutschen Flaggen bedeckten die Wand den Pfeilern entlang. Geschmackvoll angebrachte Guirlanden waren in reichlicher Fülle überall vorhanden, wo mit denselben ein hübscher Effekt erzielt werden tonnte. In der Halle waren ungeheuer lange Tische angebracht, um die 6000 Stühle aufgestellt waren, was dem Ganzen den Charakter eines Festkommerses verlieh. Die Bühne war hübsch arrangirt, die Sitoe waren nicht amphitheatralisch, sondern auf ebenem j Boden ausgestellt, die Nischen waren elektrisch beleuchtet. Ans der Bühne nahmen Plah : die Buffaloer Sänger, die Musiker, Redner, Arrangeure und 5 Mitglieder der alten Cincinnatier Festbehcrde. Festdirigent John Lund, den die Sänger bei seinem Erscheinen überaus herzlich begrüßten, gab um 8:30 das Zeichen und Lassen's Fcst-Ouverturc durchbrauste den Saal in mächtigen Akkorden. Sein Orchester besteht aus 50 Künstlern, die er aus den New ?)ork Philharmonischen und Bostoner Symphonie Orchestern gewählt und zusammengcftellt hatte. John Lund wurde in 1859 im Hambürg geboren. Er genoß auf dem Leipzigcr Konservatorium seine musikalische Ausbildung, wo er unter Rcinickc, Wenzel, Richter und Oscar Paul studirte. In Stettin war er Dirigent der Oper, in 1884 wurde er von Walter lDamrosch als Assistent Dirigent im Metropolttan Opera Houfe engagnt. Seit 1887 ist er Dirigent des Buffalo Orpheus. Das Publikum war entzückt und verlangte stürmisch ein Dacapo", als welches das Volkslied Ach, wie ist's möglich dann" unter mächtigem Beifall gespielt wurde. Nun folgte die Begrüßungsrede. Zuerst sprach Bürgermeister D. C. Diehl. Er begrüßte die Gäste in deut-! scher Sprache. Dann sprach Seitens der Fcstbehörde Herr Charles Wenborne und die Vereinigten Sänger von Busfalo, etwa 300 Mann stark, unter Lei tung von Herrn Henry Jakobfen, fangen eine vom Festdirigent Lund komponirte, sehr hübsch und gut eingeübte Grußhymne. Charles G. Schmidt von Cincinnati, Beamter des letzten Bun-des-Sängerfcsts, überreichte Namens der Cincinnatier Sänger die Bundessahne und Hanno Deiler, Präsident des N. A. Sängerbundes, nahm dieselbe in Empfang, benutzte dicGelegcnheit zu einer kernigen, von echt deutschem Geiste beseelten Ansprache und übergab die selbe der Buffaloer Festbehörde. Vom Indianapolis Männcrchor wurde dem Bundes-Präfidenten Deiler eine sehr angenehme Ueberrafchung zu theil. Derselbe überreichte ihm nämlich einen Lorbeerkranz mit einer mächtigen Schleife, welche die folgenden Inschriften trug : Dem Bundes-Präfidenten I.Hanno Deiler gewidmet vom Indianapolis Männerchor." ferner den Sängerspruch : Ewig bleiben treu die Alten, bis das letzte Lied verhallt." Vice.Präfident Wm. Miller nahm die Fahne entgegen und hielt die Rede Namens der Festbehörde, da Präsident F. C. M.Lautz wegen eines Todesfalles in der Familie nicht zugegen sein konnte. Eine Komposition des 2. Festdirigenten Jacobsen Vergesset nicht", welche von den Vereinigten Sängern von Buffalo vorgetragen wurde, erwies sich als eine Komposition von hoher musika lischer Schönheit. Frau Julia L.

Wyman sang die Solopartie, tvie auch

eine Arie aus Goldmarks Königin von Saba". Dann b-gann der Festkommcrs mit Adolph Fink, Sekretär der Festbehördc, als Präses. Der Vorstand des Nordamer. Sängerbundcs hielt am Nachmittag eine vorberathende Sitzung für die DelegatenVcrsammlung am Mittwoch. Es wurden Beileidöbeschlüssc gefaßt für Herrn Lautz, dem Präsidenten dcr Buffaloer Festbehördc. dcr erst vor wenigen Stunden feinen Bruder zu Grabe getragen hatte. Die St. Louiscr bewerben sich um das nächste Sängerfest und die Aussichten sind soweit für sie günstig. St. Louis wird bekanntlich in 2 Jahren ebenfalls eine Weltausstellung haben. Detroit ist auch einer der Bewerber um das Fest, hat aber weniger günstige Aussichten.

M ÄrSkrlchlvriiimniigm in M Mgiiiir. Die Zahl der ums Leben yekom mcncn Wird jetzt auf 20 bis 60 abgeschätzt Mordverschwörnng von Negern in Atlanta, Ga. DieFluthinWest-Virgi-n i e n. R o a n o k e . W. Va., 24. Juni. Die gestern eingetroffenen Depeschen über den Verlust an Menschenleben haben sich zum Glück als ganz bedeutend übertrüben erwiesen. Beamte der Norfolk und Western Bahn berichten, daß die telegraphische Verbindung mit den Fluthdistrikten zum Theil wieder hergestellt ist und daß den letzten Berichten zu Folge der Verlust von Menschenleben zwischen 60 und 75 schwanken wird. Der Verlust an Eigenthum, einschließlich des Schadens an Eisenbahnen und Kahlengruben, wird $500,00C nicht übersteigen. Bis Donnerstag odei Mittwoch wird die Bahnverbindung wieder hergestellt sein. R a d f o r d . Va.. 25. Juni. Dii letzten Nachrichten aus den Fluthdistrikten von West-Virginien lautet' sehr günstig. Statt 200 und meh, Menschenleben, die die verheerenden Fluthen gefordert haben sollen, sind nur etwa 20 dem entfesselten Element zum Opfer gefallen. Sechzig Meilen des Bahnbettes sind zerstört und du telegraphische Verbindung ist nock überall unterbrochen. Mordverschwörung zwischen Negern. Atlanta. Ga., 25. Juni. Jki Hammond. einer der drei Neger, di wegen der Ermordung des Polizister E. H. Debray verhaftet wurden, hat am Montag eingestanden, daß seir Bruder, Tom Hammond, den Polizi sten ermordet habe. Jke sagte aus, das Tom ihn veranlaßt habe, den Polizisten unter einem Vorwand nach bei Ecke der Holderncß und Gordon St? zu schicken, um ihn dort niederschießen zu können. f George H. Moeller. f New York, 25. Juni. Her, George H. Moeller. der bekannt Zucker-Raffineur, ist in seiner Woh nung in Spring Lake, N. I., gestorben. Er war Präsident derGermon Savingc Bank von Brooklyn und Direktor der Pacific Fire Ins. Co. Schwestermord. Boston. 25. Juni. Richard Friedmann hat am Montag Abend auf offener Straße seine 21 Jahre alte Schwester Rosa erschossen, einen Schuß auf seine 17 Jahre alte Schwester Helene abgefeuert und dannSelbstmord begangen. Helene Friedman wurde nicht von der Kugel getroffen, ste war aber im Augenblick als der Schuh losging in Ohnmacht gefallen. Der Bruder glaubte offenbar, daß er auch die jüngere Scnwester getödtet, d?nn erst als er sich überzeugt, daß sich keine mehr regte, schoß er sich selbst eine Kugel in's Herz. Friedman war 25 Jahre alt. Er scheint in Folge von Ueberarbeitung plötzlich wahnsinnig geworden zu sein. Haben au f Hilfs-Bundes-Marschälle geschossen. H u n t i n g t o n. W. Va.. 25.Juni. Auf die Hilfs-Bundesmarschälle, welche den streikenden Kohlengräbern bei Bluefield den von dem Richter Jackson erlassenen Einhaltsbefehl vorlasen, wurde am Montag von den erbitterten Kohlengräbern geschossen. Die Streik ker riefen den Marschällen Nieder mit der Regierung durch Jnjunktionen" zu. Die Bundesmarschälle waren gezwungen, in der Flucht ihr Heil zu suchen.

Eisenbahn - Unfall. P i t t s b u r g. Pa.. 25. Juni. Ein nördlich fahrender Zug der Pittsbürg & Lake Erie Eisenbahn ist am Montag Abend 20 Meilen nördlich von hier verullglückt. Zwei Personen kamen dabei ums Leben, drei sind todtlich und vierzig anderer mehr oder we niger schwer verletzt. Die Getödteten sind: William I. Cunningham. Heizer, und Lowry Black. Gepäckmeister, von Pittsburg. Tödtlich verletzt sind: Frau Lola B. Perkins von Cleveland. O.. Frau Jas. Lee von Washington. Pa.. und Frau Jefferson Carse von Beaver. Pa. Die anderen Verletzten sind alle aus verschiedenen Plätzen im östlichen Ohio und in Pennsylvanien. Es befanden sich ungefähr 125 bis 150 Passagiere auf dem Zug. SekretärHaynachNewYork abgereist. New Haven. Conn.. 25. Juni. Der StaatssekretärHerrJohn Hay fuhr am Montag Abend um 7 Uhr. von se'ner Gattin, seinen Töchtern und seine a Sohne Clarence begleitet, mit der Lnche seines hier verunglückten Sohnes Adalbert nach New York ab. Dr. Priest resignirt. A k r o n. O.. 25. Juni. Dr. Jra I. Priest, der Präsident des Buchtel College, hat resignirt. Die Trustees werden am Dienstag über die Resignation. die ganz unerwartet kam. berathen. Dr. Priest weigert sich, einen Grund für seine Resignation anzugeben, es scheint aber, daß er mit den Zu. ständen, die am College herrschen, in jeder Hinsicht unzufrieden ist. Gregorio Cortez in Sar Antonio eingeliefert. D a l l a s. Texas. 25. Juni. Gregorio Cortez. der Mexikaner, der in den Kohlenminen oberhalb Larcdo ein gefangen wurde und der angeklagt ist die Sheriffs Glover und Morris von Karnes County. sowie einen Hilfst Sheriff Namens Henry Schnabel erschössen zu haben, wurde am Montag Morgen auf einem Spezialzug von Lo redo nach San Antonio gebracht und dort eingesperrt. Der Gefangene gieb! seine Identität zu und gesteht auch ein. die drei Beamten getödtet zu haben. Es ist noch nicht bestimmt, wann er nach Kansas County gebracht werden wird. Solange er sich in San Antonio befindet, ist er sicher, man glaubt aber, daß er gelyncht werden würde, wenn er jetzt nach Kansas County gebracht werden sollte. Ernennungen. W a s h i n g t o n. D. C.. 25. Juni Der Präsident hat am Montag untei anderen die folgenden Ernennungen gemacht: Chandler Hall, zum Legationssekretär in Wien, und James I. Bailey. von Kentucky. zum Legations-Sekretär für Guatemala und Honduras. Mord. P a r s o n s. Kans.. 25. Juni. Wm. Reed. der 23 Jahre alte Sohn eines prominenten Farmers, nordöstlich von hier wohnend, hat am Sonntao Abend W. A. Tramberger, einen Nach' bar. erschossen und dessen Sohn Frank schwer verwundet. m PchiffsnachriHte.

New York. 24. Juni. Angekommen : Minnehaha" von London, Amsterdam" von Rotterdam, Tau ric" von Liverpool und Patria" von Marseille und Neapel. Glasgow, 24. Juni. Angekommen : Norwegian" von Montreal ; Abgegangen : Larsrention" nach New York und Livonian" nach Montreal. London. 24. Juni. Angekommen : Minneapolis" von New York. Movile. 24. Juni. Angekonmen : Furnessia" von New York. Liverpool. 24. Juni. Angekommen : Lake Megantic" von Montreal und Saxonia" von Boston. Gibraltar. 24. Juni. Ange kommen : Trave" von New York nach Neapel und Genua bestimmt. Bremen. 24. Juni. Angekommen : Friedrich der Große" von New York. L i z a r d. 24. Juni. Passirt: Maasdam. von New York, nach Rotterdam bestimmt. D i e I o u r s" der schönen Polin. Frau Rewososki. die dieser Tage als Angeklagte vor dem Pariser Strafgericht erschien, ist wirklich eine schöne, elegante und tadellos an ständige Frau. Sie erschien vor ihren Richtern, umgeben von der Achtung und Sympathie Aller, die sie kennen, und in einer vornehmen, schwarzen Toilette. Frau Rewososki ist Schneiderin und Erzeugerin künstlerischer Frisirmäntel". Freitags hielt sie ihre five o'clock"-Empfänge ab. wo sich die