Indiana Tribüne, Volume 24, Number 274, Indianapolis, Marion County, 21 June 1901 — Page 2
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Die Ereigniffe der jüngsten Zeit Haden wieder die allgemeine Aufmerksamkeit auf das sonst so weltverlorene : Marokko und seinen Beherrscher gelenkt. Filich, dort selbst scheint man sich herzlich wenig um die Aufregung zu kümmern, die die Welt plötzlich Marokkos wegen ergriffen hat. Das Leben pulsirt dort so schläfrig weiter, als wäre das Atlasgebirge und die herumliegenden Wüsten Theile des Mondes oder des (Sirius und durch Millionen Meilen von der Erde getrennt. Es ist garnicht, als ob es in nächster Nähe ein Europa gäbe, das seinen mächtigen Einfluß geltend ma- ; chen könne. Besucher kommen nur selten. Nachrichten nur spärlich. Von der Westküste Spaniens bis zum Ural- ! gebirge könnten sich die Völker im Krieg zerfleischen, London. Berlin, Paris. Wien belagert und erobert werden, von all dem würde man in Marokko, der Stodt der verödeten Plätze, der verfallenden Häuser, stürzender Mauern und ungepflegter Gärten nichts erfahren, oder werm man davon erführe, würde man sich den Teufel 1 darum scheeren. Viel größeres Jnter- l esse würde in Marakuicha al Hamra, wie die Gläubigen ihre Hauptstadt ! nennen das rothe Marrakosch die Ankunft eines Couriers aus Fez. einer Karawane aus Sus, oder eines obenteuerrden Händlers aus Moga- ! do? erwecken. Sonst aber geht alles seinen alten Gang, d M'Ukddhins rufen nach wie vor zum Gebet, die Gelehrten discutiren den Koran in der ' Moschee der Bibliothek. Sklaven aller : Art und Farbe werden auf offenem Markt verkauft, die Minister traben 1 auf ihren Mauleseln nach dem graube- 1 dachten Palast, die Kaufleute verfolgen in den Aguidalgärten das Wachsthum ! der Fruchternte. die sie, da die Bäume noch in Blüthe standen, gekauft haben. Mit jedem Tage wird die Hitze unerträglicher und hält alle Fremden bis zur Regenzeit an den Gestaden des blauen Mitt'elmeeres! Seltsam! je weniger man sich in Marokko um die Irenen kümmert, um so mehr kümmern sich diese um die Erhabene Stadt Allahs". Ein reger Briefverkehr, den die einheimischen Läufer vermitteln, ist ständig zwischen der Hauptstadt und Tanger, wo die auswärtigen Gesandten weilen, im Gange, aber die marokkanischen Beamtcn lachen über dieGeschäftigkeit der fremden Vertreter, die ihnen infolge ! der Sonnengluth ja doch nicht persönlich auf den Hals rücken können. Und die Beamten führen die Herrschaft, j nicht etwa der Sultan. Er ist nichts weiter als ein eigensinniger Knabe, kaum über die Awanzig hinweg, der Sohn des verstorbenen ! Mulai Hassan Allah hab' ihn selig und der Eircassierin Lalla R'kia. ! Sein Herz hängt am Vergnügen und ! am Lebensgenuß, und die Berather des Reiches kriegen von ihm häufige? den Rücken als sein erhaben Antlitz zu setzen'. t ' : ' ' ' i Da hat dann der Großvezier. Kaid M'Heddi el Menabbi, ein leichtes Regieren, er macht es wie sein Vorgan- ! ger und füllt die Staatsftellen mit j Verwandten und Freunden. Sein Onkel und sein Bruder commandiren die j Armee und halten die Festungen, wäh- i rens sein getreuer Sid Emfadel Gharneet, der bald dies bald jenes Amt inne ; gehabt, jetzt Minister des Auswarti- i gen wird an Stcöe Sid Äbdelkcrims, , der in außerordentlichem Auftrage . nach London zum König Eduard geht. Der Großvezier ist zwar keinGewalts- j mensch wie sein Vorgänger Hamed den ; Musa. zu dessen Grab noch jetzt die Eingeborenen allnächtlich wandern, um Flüche und Steine aus seine letzte , Ruhestätte regnen zu lassen er ist ein Gelegenheitsdiener, und versteht es trefflich,' sich die Taschen zu füllen. ; Unter seinen Auspizien werde? die einträglichsten Stellen öffentlich ver- ! steigert; die höchsten Zahler erhalten sie. und wenn diese sie ein Weilchen inne gehabt, werden sie von neuen Mehrzahlern daraus verdrängt. Noch niemals, selbst in Marokko, ist dies Verfahren so schamlos offen betrieben worden, noch nie seit Menschengedenken die Corruption so alles zerfressend wie jetzt gewesen. Die Weisen des Landes, die ehrlichen Leute sind verdrängt worden. Hadi Moktar war der letzte der verständigen und tugendhaften Großveziere gewesen, er fiel einer Intrigue eben dieses Menabbi zum Opfer, der damals noch Kriegsminister war, unv zwar durch folgendes Manöver: Der junge Sultan, der in seinen Neigungen viel Geschmack an europäischen Vergnügungen und Sport hat und darin von Europäern am Hofe in jeder Weise bestärkt wird, hatte sich unter anderm ruch m''t Leidenschaft aufs Radeln geworfen. Er war gerade dabei, von einem der weißen Lehrmeister eine Fahrradlection zu erhalten und strampelte böchst ergötzlich auf seinem königlichen Bicvcle herum, als plötzlich der ehrwürdige Haddi Moktar hinzutrat. Der alte, streng eonservo.tive Großvezir war über diesen Anblick aufs äußerste chokirt, ja. er brach sogar in Thränen aus, als er bemerkt, wie der ungläubige Fremde die geheiligte Person des Sultans im Verlauf der Unterwcisung mit verruchten Händen berührte. Haddi Moktar gab seinem Unwillen so laut und rücksichtslos Ausdruck, daß der gekrönte Radler sich aufs empfindlichste blamirt und beleidigt fühlte, seine Ungnade auf den at
freuen Großvezir warf und ihn schon am folgenden Tage mit Sack und Pack, mit Kind und Kegel nach Fez verschickte. Natürlich gelangt die Erzählung solcher Skandale nxit hinaus zu den Eingeborenen, und sie untergräbt die Autorität des Sultans völlig. Noch eine andere ausländische Liebhaberei retreibt der junge S'ultan, die gleichfalls bei den Strenggläubigen den größten Anstoß erregt: er ist leidenschaftlicher Amateur - Photograph, hat einen vorzüglichen Apparat und holt sich seine Mcmentbilder. wo er sie findet; er photographirt seine Umgebung, seine Beamten und Höflinge, obwohl es für einen frommen Muselmann als Schmach gilt, sich vor einen photographischen Apparat zu stellen. Das sind aber Alles noch recht unschuldige Vergnügungen, die sich der junge Sultan leistet. Viel ernsthafter sind andere Urrterhaltungen, die ihm Günstlinge zweifelhaften Charakters jetzt verschaffen. Diese Leute besorgen ihm ganze Ladungen Gewehre, die angeblich aus Belgien kommen. Wür-
de der Sultan diese Mlffensammlun s gen für sich behalten können, so wäre der Schaden noch nicht so groß. Aber diese Gewehre werden sich nach und nach verkrümeln, sie werden ihm hundertweise gestohlen und an die wilden Stämme verhandelt werden, die damit eine gefährliche Ausrüstung erhalten. Viele dieser Stämme sind dem jungen Sultan überhaupt nicht sehr geneigt. Vor kurzem war die Rede davo?l gewesen, die Residenz nach Norden zu verlegen. Es wurden große Vorbereitungen gemacht. Brüten geschickt, die das Nahen des Herrschers verkünden und Stimmung für ihn machen sollten. Diese Gesandten wurden aber so übel aufgenommen, besonders die Sus zeigten sich derartig rebellisch und brachten den Truppen des Sultans sogar eine gehörige Schlappe bei. daß der Hof sich wohl oder übel entschließen mußte, im rothen Marrakasch weiter zu verbleiben. Zu den schlimmsten Feinden des jungen Sultans zählen naturgemäß die vielen ach Maquinoz exilirten Verwandten und Höflinge, die im ganzen Reiche den Fanatismus schüren. Darunter sind mehrere Oheime des Sultans und mehrere frühere Veziere aus dem großen Hause der Jamais, alles Leute, die zu jeder Zeit die größten Streitkräfte aufbringen können. Sie alle vereint der Haß gegen den jugendlichen Europäersreund, sie unterstützt seine Vernachlässigung der Staatsgeschäfte urfd kräftigt mit immer neuem Zuzug von Verbannten die Mißwirthschaft des Großvezirs el Menabbi. während der religiöse Fanatismus ourch des Sultans Aufnahme christlicher Maniren aufs höchste geschürt wird. Bricht der verhaltene &:ctt einmal los. so wird auch in Marokko der wilde Ruf Tod den Fremden" von Stamm zu Stamm erfchallen. . ! Bom Steinmetz zum Minister. Von den Selbstbiographien der letzten Zeit werden wahrscheinlich wenige mit größerem Vergnügen gelesen werden, als die soeben bei Hutchinson & Co. in London erschienene Lebensgeschichte von Henry Broadhurst. von ihm selbst erzählt-. Broadhurst war in England Unterstaatssekretär des Innern in der liberalen Regierung von 1886. Daß er es zu hohen Ehren bringen würde, war ihm in der Wiege nicht gesungen; es hat in England nur wenige Politiker gegeben, die ihren Weg aus einer armen Hütte zu der Ministerbank gefunden haben. Die Anfänge seiner Laufbahn waren nicht sehr ermuthigend. Ich bin im Monat April 1840 in dem Kirchspiel Littlemore in der Nähe von Oxford geboren." erzählt Broadhurst. Ich wurde in eine Privatschule geschickt und erhielt gegen ein Entgelt von Sifpence wöchentlich viel Unterricht in Verbindung mit viel Schlägen. Der Schullehrer besän zweifellos eine ausgezeichnete Fähigkeit zu unterrichten. ab?r meine Fähigkeit zu lernen war keineswegs gleich groß. Unsere Ansichten über das Buchstabircn gingen auseinander, und wenn ein Streit entstand, mußte ich natürlich als der Schwächere den Kürzeren ziehen. Zum Glück wurden meine Dienste häufig zu Hause gebraucht, und mit zwölf Jahren entlief ich dem Frohnvogt schließlich." Eine Zeit lang war ver ' junge Broadhurst gelegentlich bei einem Grobschrried beschäftigt, dann trat er als Steinmetz in das ernste Lei den ein. Als jüngster Arbeiter hatte er jedoch zunächst eine höchst mannig- ! faltige Arbeit. Um acht Uhr Mor- , gens mußte ich dafür sorgen, daß heiI ßer Thee oder Kaffee für dreißig od?r vierzig Mann fertig war. Um zehn j Uhr mußte ich dann meine Reise durch den Arbeitsplatz beginnen und sehen, j wie viel Maß Bier um elf Uhr geI braucht wurden, und die Arbeit wieverholte sich um drei Uhr. Dicht in ; der Nähe waren viele Wirthshäuser, ! aber ich mußte das Bier fast eineMeile j entfernt holen, weil der Wirth Aufj jeher des Arbeitsplatzes war, eine ; Stelluna. die mit großer Macht aus gestattet ist." Nachdem Broadhurst ' in seinem Handwerk so lange earbeitet hatte, bis es an Arbeit fehlte, wanbette er durch das Land und suchle ! eine Gelegenheit, seinen Lebensuntcr halt zu verdienen . Nach und nach . wurlx er Mitalied. dann Führer Der
Arbeiterbewegung. Als er spater, nach jahrelanger parlamentarischer Thätigkeit, zum Ministerrang erhoben wurde, meinte ein edler Lord höflich, daß jetzt, da Mr. Broadhükst zum Untersta.tssecretär des Innern gemacht worden war, es richtige wär?, Charles Peace, den berühmten Verbrecher, zum ersten Polizeicommissär zu ernennen." Andere Personen hatten jedoch über Broadhurst andere Ansichten, und in jener Zeit wurde er zwei Mal nach Sandringham eingeladen. Als der Prinz von Wales hörte, daß ich in der Regel nicht auswärts dinirte und daß ich keinen Frack besäße, erneuerte er seine Einladung in einer Form, daß ich sie nicht ausschlagen konnte, ohne mich eines unverzeihlichen bäurischen Wesens schulbig zu machen. Ich will nicht Heucheln, daß ich dieses Anerbieten königlicher Gastfreundschaft mit dem größten Entzücken annahm. Ich verbrachte bei dem Prinzen und der Prinzessin drei Tage in Sandringham. und ich kann aufrichtig sagen, daß ich niemals mehr nach meinem Wohlgefallen aufgenommen wurde und mich nie-
mals mehr zu Hause gefühlt habe, als ; bei dieser Gelegenheit. Bei meiner Ankunft führte seine Königliche Hoheit mich persönlich in meine Zimmer, sah sorgfältig nach, ob alles Ordnung war, schürte das Feuer an. und nachdem er sich dann überzeugt hatte, daß für alle meine Bedürfnisse gesorgt war. zog er sich zurück und ließ mich den Abend allein. Um den Schwierigkoiten mit der Toilette zu begegnen, wurde mir jeden Abend das Diner in meinem eigenen Zimmer servirt." . Unser Brot. Für den Nährwerth des Brotes ?st hauptsächlich sein Gehalt an Stärkemehl entscheidend, und wie lockeres, weißes Brot, bestrichen mit Schmalz oder Butter und belegt mit Käse oder Fleisch, ein vorzüglicher Träger für diese Nahrungsmittel ist, so ergänzt es wegen seines Reichthums in KohleHydraten in einer solchen Verbindung gleichzeitig aufs beste Fette und EiWeißkörper zu dem für die Ernährung des Körpers notwendigen Gemenge an Nährwerthen. Das Brot enthält jedoch auch an und für sich Eiweiß.Fett, Salze, Wasser in folgendem Verhältniß: Eiweiß 6 10 Prozent, Stärke 5080 Procent. Fett 0,30,9 Procent. Salze 0,11,5 Procent, Wasser 11 42 Procent. Dazu kommt nun noch im Kleienbrot die Cellulose, die in der Kleie, der mitgcbackenen Hülle des Weizenkorns, vorhanden ist, und z. B. als Grahambrot wegen ihres mechanischen Darmreizes ein gut?s Stuhlmittel ist, aber die Verdaulichkeit des Brotes selbst vermindert. Denn mit der Kornhülle kommen in das Brotmehl auch die der Innenseite dieser Hülle anschcnden Eiweißzellcn des Korns, die der Praktiker mit Recht Kleber" nennt. Der Eiweißgehalt des Weizenkorns beträgt 3. B. 16 ?Zrocent, und es wäre im Prinzip ein ehr großer Gewinn, könnte diese ganze Menge im Brote zur Verwerthung kommen. Die Neigung des Klebers aber, zu säuern und feucht zu werden, wiegt den durch seine Anwesenheit bedingten höhern Nährwerth des Brotes in keiner Weise auf. weil wir dadurch ein sehr schwer verdauliches Brot erhalten, das fast den Mehlklößen gleich zu stellen ist; auch diese sind nahrhafter als Brot, weil sie nicht durch die das Brot locker und dadurch verdaulicher machende Gährung einen Theil ihrer Nährwerthe verloren haben; aber sie sind in der Form der bairischen Knödel kaum, und höchstens in der Zubereitung als Nudeln oder als kleine wllrtemberzische Spätzeln für den Durchschnittsmagen zu bewältigen. Für ein gutes Brot eignet sich in erster Linie der Weizen, der die meisten Nährwerthe besitzt, sodann der Roggen, während Hafer, trotz seines Reichthums an Eiweiß und Fetten, und Gerste aus mechanischen Gründen weniger in Betracht kommen. Neben der Wahl der Frucht muß aber auf die Zubereitung geachtet werden, vor allem, daß der Gährungsproceß bestimmte Grenzen nicht überschreitet. Denn durch ie Gährung. die das Brot verdaulich macht, werden gleichzeitig die Stärke und etwa vorhandenes Eiweiß zerstört und die Kunst des Bäckers muh nun verstehen, die Gährung so rechtzeitig zu unterbrechen, daß nicht der Verlust an Nährwerthen unterhalb des Gewinnes bleibt, den die Hebung der Verdaulichkeit bedeutet. Darum läßt man den Brotteig nur bestimmte Zeit gähren. Noch besser als diese gewöhnliche Gährung auf Kosten des Nährwerthes des verwandten Mehles mit Hilfe von Sauerteig, der aus Mehl, Wasser und faulendem Kleber besteht, ist der Zusatz von doppelkohlensaurem Natron und Salzsäure zum Brotteig, wodurch das Brot ebenfalls locker wird, ohne in seinem Nährwerth gegen den verwandten Teig nachzustchen. Auch der Wassergehalt des Brotes spricht bei seiner Abschätzung mit, wasserarmes Brot ist entschieden zu bevorzugen, weshalb Aerzte oft altbackenes Brot oder Zwieback. zweifach gebacken Brot, empfehlen. Wer im Ztmmer sitzt und dadurch seme Verdauung in mancher Beziehung beeinträchtigt, soll lieber Weißbrot essen, während der Feldardeiter das kleberreichere, weniger leicht verdauliche Schwarzbrot genießen mag. ,
Täglicher Markt -Bericht. Texas Oel Aktien. B ca u m o n t, Teras. 21 Juni, folgende sind die Aktien, welche an der elbörf.' Beamont. Teras, und bei MreUcr & Davidson, Staatsaacntcn. unmer 3738 c--it' Gebäude, Indianapolis, Ind., eingetragen sind. Moeller & Daviden nedrun ufträT für Aktie ;u den verlangten Preisen, wie folgt, entgegen : ' , . . r-, .Desellschast . Zlicnkarikal Pari rrrfc o ional M stt l'inrßo 5,U),mfi , , Cil.zens Consolidand ?.l Co IjSSofiK jöoS ii'm !fßU laieta 25000m mm ' ?hk efifer Cil Svmpanv 10s 000 1 ?S onaiuo Cil& tof?fctinflCo 150'ftjo in Sorctcaa Ctl Pipe Lb 60 1 '... ,Z Jlit ftatirnbod) Cil ßo 0 000 r! Ihr Seabvrd Ci! (So .. S ZrzM.New Orleans ?il Co . ... . ... 1 1 X m acvnda Oil 4 Reftning Co .. ' mMD 2 Columbia OilEo., Vtolm JkZ Valreston Land 5il Eo 90.000 '5 Ä Mandattan , " "M! vuff.,0 r.i 60 33SS m l-2 Bea,iOilEo SfcHJ , " " s eaumont Oil 0 . 3.oS ' WK.?.. ffffl im Bes,vs Oil Co or,() 3 1( Mamouth il. M.neral und Lim, So ' ' 1 ,(wo '.(K, i, mm unkmrÄbceutU Ottelagen aller obigen Skiellschaflkn ,n
Viehmarkt. Jndianav'ls Union Viehhöfe. 21. Juni. Rindvieh. Auserlesene bis prima Stiere, 350 Psd. un aufwärts 5.50 Gute bis mittlere Stiere 1350 Pfd. und aufwärts 5.30 Auserlesene bis prima Stiere 1150 bis 1300 5.90 5.6 Psd 5.00 6.30 Gute bis mittlere 1150 bis 1300 Vfd. Stiere.... 4.50 4.85 Mitllerc öis c,ute Stiere 900 bis 1100 Pfd.... 4.00 4.40 Gute bis gewählte Rinder. 4.50 5.00 Mittlere bis gute Rinder. 3.50 4.50 Gewöhnliche leichte Rinder 3.00 4.50 Gute bis gewählte Kühe. . 4.00 Mittlere bis gute Kühe.. 2.75 Gewöhnliche alte Kühe.. 1.25 Kälber 5.00 Schwere Kälber 3.00 Prima bis fanch Ervort Bullen 3.00 Gute bis gewählte Schläch tcr Bullen 3.00 Gewöhnliche bis guteBullen 2 .00 Gute Kühe mit Kalb $30 GcwöhnlicheKühe mit Kalb $1 Schweine. Gute bis gewählte, mitt lere und schwere. . . . .$6.( 6 Gemischte, schw. Packing 5.95 Gute bis gewählte leichte 5. '5 Gewöhnliche leichte 5.85 Pigs 5.00 Roughs 5.00 Schafe. Spring Lambs $4.00 Gute bis gewählte Lämmer 3.25 Gewöhnliche bis mittlere Lämmer 3.00 Gute bis gewühlte Schafe 3.00 Ordinäre bis gute Schafe 2.00 Stockcrs 2.00 Bücke, per 100 Pfd 2.00 4.50 3.75 2.75 6. 25 6.0C 3 75 3.75 3.00 $51 6 1( 6.05 6.C0 5.95 5.75 5.60 5.50 4 00 3.25 3.50 2.75 2.50 3.00 Früchte und Gemüse. Früchte. Ananas $I.25-$1. 75 per Dutzend Citronen, $3.00 für 300360. Aepfel, $4.00-$4.50 per Faß. Bananen, 1.25-1.50 per Bunch. Datteln, Perfifche 5c per Pfund. Kokusnüsse, 3.50-4.00 per Hundert. Orangen, Seedlings $2.50; Mediter Swcets $3.57 4.00 ; Tangarines $2.50 per halbe Box. Erdbeeren $1.10-1.25 per 24 Pint Cafe. Rhubarb 10c per Dutzend. Kirfchen $1.50 per Cafe. Stachelbeeren $1.25 per Cafe. Himbeeren $1.75 für 25 Pints. Johannisbeeren $1.25 per Cafe. G e m ü f e. Zwiebeln 5 per Dutzend Bun ! es. Tomatoes Crate, 6 Körbchen $2.75 Radieschen per Dtzd. Bunches 10c Salat 6c per Pfund. Spinat, 50c per Faß. Rothe Rüben 20c per Dtz. Bunches Kehl 7 c per Faß Oyster Plant 25c für 2 Dutzend Bunches. 'eue Kartoffc'n $1.40 per Bushel Burbanks und runde weiße 70c und 75c. Gurken 30c per ? utze td . Grüne Erbsen 80c per Bufhcl. Spargeln 15c per Bunch. Kraut $2.50 per Crate. Wachsbohncn $1.75 per Box. Geschlachtetes Vieh. Frisches Rindfleisch Westliche Stiere 74-7?c; hiesige Stiere 8-84c; hiesige Rinder 350 bis 500 Pfund 7c-74c; hiesige Kühe 400 bis 550 Pfund 6Hc; Kühe 550 bis 650 Pfund 9c; Stier Vordervicrtel 7c; Stier Hinterviertcl 94c; Rind Hinterviertel 9c; Rind Vor derviertel 64c; Kuh Vordcrviertel 5c; K:;h Hintervi?rtcl 8s c. Frisches Kalbfleisch Kälberte; Hin tcrviertel 13c: Vorderviertcl 8c. Frisches Schaffleisch Lämmer per Pfd. 10c; Schafe 8c; Schenkel 10c; Rocks, kurz, 16c. Frisches Schweinefleisch. Lools 94c104c : Cottoge Schinken 8c ; gehäu. Mt Schultern 8c, frische Schinken, 18 Pfund im Durchschnitt, 104c ; Tender loins 14c ; Spare Ribs 6c ; Tail Bones 54c Geräuchertes Fleisch. Sugar Cured Schinken Erste Quali tät: 20-18 Pfund c; 15 Pfund 124c; 12-10 Pfund 124c; Zweite Qualität 20-18 Pfund c;" 15 Pfund 114c; 12 Pfund 12c; 10 Pfund 12c. Cilisornische Schinken bis 8
Pfund 85c; 10 bis 12 Pfund 81c: 13 bis 15 Pfund 8. Frühstück Speck Klarer English Cured 15c; gewählter Sugar Cured 14c; 6-7 Pfund im Durchschnitt 14c; 8 bis 9 Pfund im Durchschnitt 12c; 10 bis 12 Pfund im Durchschnitt llc; 5 Pfund im Durchschnitt, schmal, llc; 6 Pfund im Durchschnitt, schmal, 114c. Speck, Engl. Gewählter, 8 bis 10
Psuno :m urcycynttt, 13c; 10 bis 13 Pfund im Durchschnitt. 121c ! Sveck Klare Seiten, 50 bis 60 Pf. im Durchschnitt, 10c; KlareSeiten, 30 , bis 40 Pfd. im Durchschnitt. 101c; Klare Seiten, 20 bis 50 Pfd., lOc; Klare Bcllies,25bis 30 Pfd., losc; 18 bis 22 Pfd., 10c; 14 bis 16 Pfd. . llc; Klare Rücken, 20 bis 25 Pfd.. 10c; Rücken 12 W 16 W-, lOcj Klare Rücken 6 bis 9 Pfd- lozc. Schultern, Engl. Curod 18 bis 20 , Pfund im Durchschnitt c; 16 Pfund im Durchschnitt, 9c; 10 bis 12 Nfund it Gedörrtes Rindfleisch Schinken, rj. Sets, 13c; Außenseiten Ilse; Innen. , feiten 14c; Knöchel 14c. j Gepöckeltcs Schweinefleisch, Knochen j loses Fancy Pig $20.00; Klares Bean
P30,1L.00; Vamily 17.00; Sbort Glcai
16.00: Rumrf 15.00. Schmalz, in Tierces. 1. Qualität 9$.; 2. Qualität 94c; 3. Qualität 9ic. Würste, Geräucherte ruiwurst e; Frankfurter 8c; Wicncrwurft 8c; Knackwurst 8c; Bologna in Därm' 6c, Mi Tuch 64.c. etreide. Weizcn-No. 2 rother 68: auf de Geleisen. 68c von der Mi.ble : No I rother 64-66c; Juni 68c aus des 1 Weleisen: Maaenweia? Akt Korn-No. 1 weiß 43?; Ro. 2 weiß A 3ic; No. 3 weiß 434:; No. 4 wctk 40-42; No.2 weiß gemischt 424c; 1 No. 3 weik aemiickt 19c: TOn a " ' W O I" v 7 rV X iil Iß gemischt 38 - 40:; No. 2 gelb434c; No. 3 gelb 434c; No. 4 gelb 394-414c; No. 2 gemischt 43c; No. 3 gemischt 43c; No. 4 gemischt 39 - 41c; an Kolben 40 -42c. Hafer-No. 2 weißer 304c; No. 3 weißer 294c; No. 2 gemischter 284c; No. 3 gemischter 274 27c Hcu-altes No. 1 Timothy 11.5012.00 No. 2 Timothy 10.60-11.00. Kaffee. Folgendes sind die Jndianavoli Preise : Gcwöhnl. bis guter 12c-18c; prima bis gewählter 20-22c. Fancy 26-27c; Golden Rio 23-26; Java 28-31c. In Packeten: Ariosa $11.25, Lion 11.25, Jersey 11.25, Caracas 10.75, Dillworth' 11.75 Dutch Java Blend 12.50, Matt Pouch 11.25, Gates Blended Java 10.75. Groeeries. Zucker Dominoes 6.47c; Stückzucker 6.47r; pulverfirter 6.07c; XkXk pul verifirier 6.12c; Standard granulirttk 5.87c; feiner granulirter 5.87c; Cubes 6.22c; Confcetioners' A 5.67c; Ridge wood A 5.47c; Phöniz A 5.42c; Empire A 5.37c; Ideal Extra Golden C 5.32c; Windfo, Extra C 5.22c; Ridgewood extra C 6.12c; gelber C 5.02 ; 16 gelber 4.87. Eingemachte Früchte BlacküerrieS, 8 Pfund, $1.10; Peaches Stand. 3 Pf., $2-2.25; Seconds 3 Pfund $1.50 $1.65; Pie $1.40-1.50; nana, Standard, 2 Psund, $1.65-1.90; See onds. 3 Pfund. $1.25-1.45; grüne Bohnen, 3 Pfund Kannen, $1; Bahama Ananas $1.90-2.25; Gesiebte Erbse $1.10-$1.75; frühe Juni $1-1.26, Marrow 95c, eingeweichte 65c 80c; Tomatoes, 3 Pfund, 85c-$95; Zucker kein 80c $1.10; Apfelbutter, per D::r.end 3 Pfund, 90c. Butter. Cier und Geflügel. Händler bezahlen folgende Preise : Butter, ftische, 10c 12c Eier, 10c per Dutzend. Hühner 7c; Turkeys: junge Hähne 1( Pfund und larüber 6c ; junge Hennen 7 Pund und darüber 7c ; alte Hennen 54c ; alte Hähne 44c; Culls und Krumbrüftige 44c ; En:en 6c; Gänse 5.40-6.00. Käse. Engros Verkaufspreise, Jmportirter Schwcizerkäse 27c per Pfund; einheimischer Schweizerkäse 17c; Wisconft Cream Käse 10c-12c; Ne York Chcddars 13c; einheimischer Limbirger 13c; Brüt 14c.
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