Indiana Tribüne, Volume 24, Number 271, Indianapolis, Marion County, 18 June 1901 — Page 7
Jndiana Tridnne, 18 Juni vwi
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Komm von M. S t a hl . (Fortsetzung) Mt srrne rau yatte woer einmal zur unrechten Zeit gesprochen. Weiß vor Zorn, Wuth und maßlosei Entrüstung stand der Gatte oor ihr. Sooo ? Also das ist des Pudelö Kern! Dieser saubere Prinz will Wulfhild, trill meine Tochter heiraten? Und das glaubt Ihr dummen Gänse? An diesen lasterhaften Bengel willst Du Deine Tochter verkuppeln? Und Ihr habt thatsächlich an die Möglichkeit zeglaubt, dah der Herzog, dieser heim tückische, boshafte Schleicher, eine Dellmenhorst als Schwiegertochter anerkennen würde? Nein, solcher Dummheit halte ich Wulfhild nicht für fähig! Ich sehe wohl, es ist viel Schlimmeres dahinter! Es wird alles wahr sein, was in diesem Schmutzbrief steht, aber die ehrlose Dirne hat Dir ein 3E für ein U gemacht und Dir vorgeredet, der Prinz würde ste heirathen! Jetzt geht mir ein Licht auf, warum diese ewige Fahrten nach derStadt und diese nächtliche Herumtreiberei! Großer Gott, jetzt geht mir ein fürchterliches Licht auf! Und Du hast es begünstigt! Wenn ich warnte und schalt, hast Du ihr beigestanden? Aber ich sage mich los von Euch ich habe nichts mehr mit Euch zu schaffen. Ich jage Euch beide aus dem Hause und will nicht mehr mit Euch unter einemDache leben! Für ehr lofe Weiber ist kein Raum in meinem Hause!" In diesem kritischen Augenblick öffnete sich die Thür, und Roderich trat ein, dx? längere Zeit vergeblich auf seine Eltern im Frühstückszimmer gewartet hatte. .Ro'oerich! Rodcrich. steh mir bei! Gott sei Dank, daß Du kommst!" rief seine unglückliche Mutter, laut auftoeinend, und warf sich dem crschroäenen Sohn in die Arme. Um Gottes willen, was ist ocschehen?" fragte Noderich mit einer diiklen Ahnung, denn er war auf eine ähnlich Cataslrovhe stets gefaßt geroesen untr den obwaltenden Umständen. D lies!" erwiderte sein Vater lakonisch und reichte ihm den verhängnißdollen Brief. Und dann höre, was Deine Mutter von der sauberen Geschichte weiß." fügte er hinzu, als Roderrch den Brief gelesen. Sie meint, es wäre doch seh? nett, wenn dieser ehrenwcrthe Prinz Deine tugendhafte Schwester heirath:n möchte. Was sagst Du dazu?" Und der Oberst brach in ein sürch!cilichesLachen aus. Es klon fast, als cl ein Wahnsinniger lachte. Roder:ck wzr furchtbar ernst g:worden; mit fester Entschlossenheit faßte er seiner Mutter Hand und sagte liebevoll: Geh in Dein Zimmer. Mamachen, laß mich mit Papa allein. Ich wrde mit ihm reden. Aengfiige Dich nicht, es wird schon aUcs in Ordnung ko.-n NUTi." dr führte seine Mutter hinaus, die ihrn willenlos folgte und setzte sich, zurückkehiend. seinem Vater gegenüber. Lüber Papa," sagte er ehrerbietig aber unerschrocken, es ist . nicht das erste Mal, daß die Kinder zweier feinde licher Familien sich auf diese Weise zu einander hingezogen fühlen. Und wenn Du an die historischen Beispiele denkst. wirstDu zugeben müssen. d.iß dieNach Welt sie nicht als ehrlos gebrandmarkt, sondern ihre Liebe verherrlicht hat. Thatsache ist. daß Prinz Arnulf sich am vorgestrigen Ballabend bei Rausch nigks heimlich mit Wulfhild verlobi und ihr einen Ring zum Pfand seine: Trei gegeben Iat. Thatsache ist fer ner, daß der Prinz eine hiße Leidenschaft für sie hat, und daß Deine Tchter siÄ in keiner W?ise ihm pgcröb vergessen hat. Ich weiß alles, wie es sich zugetragen, und kann Dir versichcrn. daß sie sich brillant benommen hat, ganz so stolz und ehrenhaft, w es einer Dellmenhorst zukommt. Aber mit den genannten Thatsachen müssen wir uns abzufinden suchen." So. so," sagte der Oberst, der unter dem klaren, festen Blick seines Sohneruhig wurde und sich wiederholt mit der Hand über die Stirn strich, als wolle er zu sich kommen. Du meinst also, wir müssen uns damit abfinden. Erwidert denn Deine Schwester diese heiße Leidenschaft des Prinzen?" So viel ich beurtheilen kann, nein." erwiderte Roderich. Sie ist sehr viel kühler als er und hat in keiner Beziehung den Kopf verloren. Ich glaude nicht an ihre Liebe. Übn, wie es scheint, würde sie ganz gern rin?essin Arnulf." Gut, so wird es ihr nicht das Herz brechen; denn sie wird niemals Pri: zessin Arnulf werden. Nicht, so lan:.: ich lebe und so lange der Herzog lebt. Und daß die heiße Leidenschaft des Prinzen länger vorhalten wird, glaubt doch kein Mensch, und sie selbst am allerwenigsten." Willst Du mir versprechen, lieber Vater, vorläufig nichts Gewaltsames zu thun?" bat Roderich. Ich denke. Du kannst mir die Ehre unseres Hauses anvertrauen." Ach. Kind," sagte der alte Mann mit gebrochene? Miene, Ihr habt neumodische Ansichten über Ehre Da will mein altmodisches Ehrgefühl nicht mit. In Eurer Stelle hätte ich mich
ja nie mit zrl-v-'-r. M2i nauoerbande an einen Tisch gesetzt." Rvdericb sah seinen Vater mit tiefem Mitleid an. Er ffhlte. daß die Kluft unüberbrückbar wer zwischen dem Alten und dem Neuen, daß der alteMann in den Riß fallen mußte, der das Jetzt von dem Einst, trennt. Und er hatte eine beklemmende Ahnung von der furchtbaren Tragik, daß die Opfer immer durch ne Hand derer fallen, die ihnen die Nächsten und Liebsten auf Erden sind, durch das eigene Fleisch und Blut. Vater und Sohn spracben noch lange mit einander. Es gelang Rodricb, seinen Vater zu beruhigen und ihn zur Milde gegen seine Mutter zu stimmen. Auch Wulfbild sollte unbehellia! auf dem WaldHof bleiben, und der Oberst versprach, nicht persönlich einzugreifen, wenn seine Tochter ihr Ehrenwort gäbe, die Verlobung mit dem Prinzen ?u lösen und alle Beziehungen zu ihm abzubrechen. Roderich sollte sofort nach dem Waldhof hinausfahren, ihr diese Bedingungen zu stellen. Er gab seinem Vater in dieser Beziehung nach, denn er sah ein, daß vorläufig nichts weiter von Ihm zu erreichen war. 34. a p 1 1 1 1 Roderich fand seine Schwester sehr viel nachgiebiger, als er erwartet hatte. Sie zeigte zwar wenig Toleranz für die Gefühle ihres Vaters und blieb kühl bei der Schiderung seines Zornes und seiner Verzweiflung, denn sie war innerlich gegen ihn erbittert, aber sie selbst wünschte ihreVerlobung mit dem Prinzen rückgängig zu machen und athmete auf wie erlöst, als ihr ein an nehmbarer Grund dau geboten würd Sie machte sick selbst glauben. Eisens Wnthenung den Ausschlag i.-. zu giben abc. und täuschte sich über das eigentliche Motiv hinweg, daß sie eine heimliche Freude an der wictxrg?wonncnen Freiheit empfinden ließ. Sie gab ihrem Bruder Prinz Arnulf's Ring mit der Weifung ihn itti Prinzen zurückzustellen. Si. sei ooi Seiten ihrer Familie auf unübersind liche Hindernisse wegen dieser Verbi?.duna qestoßen und fühle si den Con. 'flicten nicht gewachsen. Noderich war froh, daß die Sache so weit beigelegt war, die ihm von Anfang an böse Sorgen gemacht. Und der allen Dingcn bereitete es ihm groß (Genugthuung, zu se.hen, daß Wulfhik sichtlich erlöst schien und durchaus n'ch: darüber aus dem Gleichgewicht geri-etli. Sie war sogar den Rest des 2ac. in der liebenswürdigsten, heit.rsle.-. Stimmung. Ihr Bruder hatte, nachdem er seiner Auftrag erledigt und alles in Ordnui' gebracht, wieder abiabren wollen, l hielt es für besser, Elfe nicht zu üegc rv r Ab sie protcstirte lebhaft. Sei nicht ledern!" sagt? sie ene' cisch. Du bleibst natürlich bei un. und möbelst uns ein bischen auf. Wiloerden sonst am Ende wieder senti-r-ntal über dieser rührsam n Fan'i lientragödie. Auf der Nachtigallen Insel ist es heute berrlich bei diesen warmen, grauoerl-anenen Himmel ch liß das Abendbrot hin.iusbringen, c -r sollt auch etwis Gu:-s bekommen Sparael und frische Kartoffeln und die eren Erdreeren Alles nl mei. nein Garten, eigene Zucht. Wir wol I'N einmal fidel sein wie in guter, alte ?eit und alle Grillen verscheuchen. Ddarfst auch Elfe ein bischen den Ho' m n, die kleine Frau versauert tttCverlümmert ja bei dem alten Ekel von D-arm. für den sie viel zu schade ist und der sie obendrein quält!" .,Wäre es nicht besser, die Angele.gnheit mit dem Prinzen sofort in? Rein: zu bringen?" wandte Roderi inimer noch unschlüssig ein. Und d!' Eltern sind in großer Unruhe un. Sorge, bis ich ihnen Nachricht bringe." So geh' ins Dorf und senoe ihnen von derSiation aus telephonisch Nach richt. Hernach lcmmsi Du aber zurück," befahl Wulfhild. Prinz Arnul? erfährt sein. Schicksal morgen ncch frii; gknuo. S.i nicht so schwerfällig, mal hat nichts vom Leben, wenn man ich? einenFmiku! von dem göttlichen Lelchtsinn besitzt, der auch mal auf dieNichtsWürdigkeiten des Schicksals zu pfeifen verskH und seinen Dranasalcn die lustige Seite abgewinnt." Dieser Versuchung war schwer zu widerstehen. Roderich blieb. Nachdem er vom Telephon zuriickkehrte, fand er Elfe im Garten Erdbeeren pflückend. Er staunte über die Veränderung, die mit ihr unter Wulfhilds Einfluß vorgegangen. Sie war nicht mehr so bleich, so starr und leblos, wie sie ihm bei oer erfttt Begegnung als das Gespenst ihres frü. heren Seins erschienen. Luft und Sonne hatten ein feine Roth aus ihre Wangen gezaubert, un" in ihren klugen war Leben. Sie w.n reizender denn je in ihrer Frauenwür de, die sich die mädchenhafte Anmut t voll und ganz bewahrt hatte. Er half ihr beim Erdbeersuchen und j sah mit Vergnügen einen Schimmer von Lebensfreude in ihren Zügen, wie sie mit ihm zwischen den Stangenboh' nen und Obststräuchern herumkroch. Die Nachtigallen - Insel glich jetzt ganz einem Märchenwinkel, sie wat blau von Vergißmeinnicht, die üppiü im hohen Gras und an den schwarzen Sumpfrändern wucherten. Auf dem stillen, lauboerhangenen Weiher, der sn umaab, schwammen leuchtend weißi Wasserrosen. ..
Jetzt kam die Magd, um den Tisch auf der Insel zu decken, und Wulfhild , rief vom Hause her: Elfe, sei so gut und arrangire d Tafel! Ich schicke ein paar Glasscha'! len mit für Blumen!" Elfe ging die-
sem Wunsche Folge zu leisten, und Ro derich begleite sie. f :c pflückten zusammen Vergiß: meinnicht. um die Tafel zu schmücken. Elfe fand jedoch diese Decoration nicht , ausreichend. Ich möchte gern etwas Besonderes haben." sagte sie. sich nach dem Kahn umsehend. Drüben im Wald wächst so wunderbarer, purpurrother Finger, j Hut, an einer mir bekannten Stelle ,ch werde schnell hinüberrudern, ihn I zu holen, es würde Wulfhild freuen." Ich komme mit," rief Roderich, i wenn Sie erlauben, rudere ich Si vinucer. i outen uoeryaupt n:c allein in diesen einsamen Theil des
Waldes gehen. Ich habe auch Wulf- es ericyten tym etwa 1'elr Allta'gliches, hild das Versprechen abgenommen, es . daß ein alter Narr sich in ein schönes, nicht mehr zu thun." ! junges Weib verliebt. Schnell und leicht glitt der Kahn Aber in Beziehungen zu Wulfhild über die dunkle, spiegelklare Wasser- j hätte er sie lieber nicht gesehen, und etfläche. Die Wipfel der Bäume schwam-! was wie ein ahnungsvolles Unbehagen men bergetief unter ihm und ließen den beschlich ihn bei ihrem Anblick, klcin.en Teich grundlos erscheinen. Die- Er erhob sich und trat ihr grüßend ses auf den Kopf stehende Landschafts- entgegen. bild mit seinen verdunkelten Farben Bitte nicht zu erschrecken, mein und seiner ungeheuren Tiefe hatte et- Gnädigste " er konnte es nicht verwas zauberhaft Unheimliches. hindern, daß ihm das Blut in einer Elfe faß in dem kleinen Nachen Ro- momentanen Verlegenheit zu Kopfe
:ench so nah gegenüber, daß sie sich seitwärts über den Rand beugte, um ihm nicht m die Augen blicken zu müssen. Sehen Sie nur, wie deutlich jeder .weig und jedes Blatt da unten zu se.n sind." sagte sie. um eine momentane xrl.aenheit zu bel nipfen. oderich folgte ibren Blicken. '.'.2 Kind fürchtete ich mich stets :nem solchen Wasserspiegel, ich tcnnt mir nicht vorstellen, daß es nur Sch. n sei. scn.xrn glaubte, eine wirkliche Welt dort .'inten zu erblicken, die mich jltsam anzog und mir ein won::igej Gruseln verursachte. Es war für mich die lärchenwett der Goldmarie und Pechmarie tief unten im Brunnen, die Welt der Nien und der Kröten. oie goldene Schätze bewachen." ..Wie mertwürdia!" läckelte Rodekick. ..für mick battc der Wassersviecel
dieselbe Anziehungskraft. Ich erinnere lickxn Frer seiner Schwester in Zorn mich, wie gern ich auf die alte Eiche am d tiefe Abneigung verwandelt. Stoähausener Teich kletterte und dori Mit tiefem Mitgefühl faßte er Elauf einem das Wasser überragenden fens ßUtern tzano uno nreichelte sie Ast lag. um das Spiegelbild unter mir ! sanft. mit Neugier und mit Grausen zu be- Gehen Sie und warten Sie auf irachten. Ich bildete mir ein. der Teich i mich im Kahn. Ich will nur schnell ein sei ein Loch und ich könnte mitten durch !wrt mit dem Prinzen reden. Und
die Erde die Landschaft auf der andern Seite der Erdkugel sehen. Elfe lachte belustigt, und sie plaudcrten weiter von Klndheitserinnerungen. In der kleinen Bucht landeten sie uno sprangen leichtfüßig an das Ufer. Elfe kannte genau die nahe Lichtung, wo der rothe Fingerhut blühte. Man tauchte sich nur durch ein Weidenges.rUpp zu zwängen, um es zu erreichen. Während Roderich den Kahn festmachte, eilte sie voraus. Warten Sie einen Augenblick!" rief er ihr nach, atr sie ging. Sie war so sicher, auf dieser wegund pfadlofen Seite des Teiches keinem
Mcnschen zu begegnen, daß sie das Al-1 Mann nichts Gutes kommen würde, leinsein mit Roderich in dieser versteck- Aeh äh Baron werden vierten Einsamkeit wie eine süße, verwir- leicht ncht allzu überrascht sein mich rende Beklemmung empfand. Die l..r äh in der Nähe des Waldheimliche, selige Angst vor sich selbst Hofs trieb sie voswärts. Dennoch muß ich Hoheit sehr um Doch kaum bog sie die letzten Zweige j Verzeihung bitten, Sie ungastlicher auseinander, um aus dem Unterbusch Weise nicht einladen zu können, unser
in die Lichtung zu treten, als sie. wie ! HauS zu betreten. Es war meine Ab' anaewurzelt vor Schrcck, stehen blieb. ! ficht. Hoheit morgen in der Stadt aufAuf einem Baumstumpf, gerade an j zrisuchen, um micy eines eines etder Stelle, wo der rothe Fingerhut was peinlichen Auftrags zu entledigen, blühte, saß Prinz Arnulf. ! Befehlen Hoheit, daß ich jetzt spreche Entgeistert, sprachlos starrte ihn ; oder soll ich morgc meineAufwartuna Elfe an, als jjfji er eine Erscheinung. j machen?" Er hatte eine Bewegung gemacht. Bester Baron, warum so förmlich? als wollte er ihr entgegenstürzen, denn Ich dächte doch, wir ständen auf einem
als er ein Fauenkletd durch die Busch? ; schimmern fah, glaubte er keine andere als Wulfhild zu erblicken, und Elfens Erscheinung war ihm an diesem Ort fast ebenso befremdend wie ihr die seilte. Sie hatten sich seit jener verhängnißvollen Stunde im goldenen CabiMt des Theater - Restaurants nicht wiedergesehen, aber auch er erkannte sie auf den ersten Blick. Und auch für ihn war diese Begegnung in diesem Augenblick keine angenehme Ueberraschung. Weil er wußte, daß Wulfhild auf dem Waldhof sei, war er hergeritten, um die Nachtigallen - Insel zu belagern, Sie hatte zwar jedes Zusammensein unter vier Augen abgelehnt, aber er sagte sich, daß sich manches dem Schicksal abtrotzen läßt, was es nicht freiwillig gewährt. Es g.lt nur den j günstigen Äugenblick zu erfassen. Auf diesen günstigen Augenblick warnte er auf dem Baumstumpf, nachdem er sich durch Beobachtung von fern überzeugt, daß Wulfhild vorläufig nicht allein auf dem Waldhof war. Jede andere hätte er in diesem Augenblick lieber gesehen als Elfe; er sagte sich, daß sie vom Waldhof käme, und daß sie von dort kommend Wulfhilds Gast sein muss?. Er hatte sich bisher wenig Skrupel über sein kleines Abenteuer mit der jungen unnnovizm gemamt uno nq nie über ihr weiteres Schicksal aufge- j regt. Auch rhre Verehelichung mit dem stadtbekannten Bankier Normann verunsachte ihm nur ein sehr flüchtiges , und vorübergehendes Interne, denn r, ... . M.
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, stieg. Elfe hatte das Gefühl, daß jedes Wort von ihr an diesen Mann ein? Erniedrigung für sie bedeute. Sie wandte ihm den Lücken und stürzte athemlos den Weg zurück, den sie gekommen. Nach wenigen Schritten begegnete sie Roderich, der nicht wenig betroffen war, sie mit allen Zeichen des Schrei i rwrf- r i aens und oer Ausregung puevten zu 1 sehen. Es war, als suche sie Schutz bei ihm. wie sie ihm entgegenrief: ..Prinz Arnulf! ich bin so erschrecken Prinz Arnulf ist da hinter den Büschen er saß dort ' Roderich begriff sofort. Seine Stirn verdüsterte sich. Er hatte erst heute von Wulfhild Andeutungen über Elfens häßliches Erlebniß mit ihm bekommen, und das batte den letzten Rest : erzwungener Sympathie für den fürstich bringe Ihnen Ihre Blumen. Elfe ging langi.am nach dem Kahn zurück. 'Der Anblick des Prinzen hatt alle Biltertit, alle Verzweiflung ihre Geschicks in ihr aufgewühlt. Am aume des Waldes, in der kleinen ucht sank sie auf einem Stein wie gebrochen zusammen Ihre starren Augen hatten keine Thränen, und ihre gerungenen Hände hingen schlaff über den Knieen. Roderich stand unterdessen Prinz 2unulf im Walde gegenüber. Soeben höre ich. daß Hoheit anwesend sind," begrüßte er ihn mit kalter Förmlichkeit, und Arnulf sah auf den ersten Blick, daß ihm heute von diesem Fuße Pardon, Hoheit werden unsere Beziehungen bald in einem anderen Lichte sehen," erwiderte Roderich, einen Schritt zurücktretend, als der Prinz ihm freundschaftlich nahen wollte, um seinen Arm zu fassen. Was aibt's denn ums Himmels willen? So reden Sie doch Sie se hen ja nach einer fürchterlichen Hiobspost aus," rief der Prinz, ungeduldig werdend. Meine Schwester hat mich beauftragt, Hoheit Ring und Wort zurückzugeben mit der Bitte, jede Beziehung gen zu ihr als gelöst zu betrachten. Mein Akter hat durch einen anonymen Brief von oer Sache erfahren, es hat zu einer Auseinandersetzung geführt und mein? Schwester mußte einsehen, daß die Kluft, die ein Glied unserer Familie von dem Herzogshause trennt uniXerbrückvar ist. Die Sache geht meinem Vater ans Leben, und mein. Schirest kann und will es nicht auf sieb nehmen, sein Leben zu gefährden." Otl tMltlj IUiU', U. 4.1 Iltz vor ibm eingeschlagen. Verdammt! ein anonymer Brief sagen Sie? Wo kommt denn der her?" Roderich zuckte die Achseln. ..Darüber haben wir uns noch garnicht den Kopf zerbrochen. (Fortsetzung folgt.) ' Y f X ls fiis, Vvy,. (UCl, P. und L. M. RaovLU'r! . TWt ' Anwälte und Notare sür cchisahei jeder Art. Zimmer )lo. 821 und 52 Law Building. Oft Marlcl Str. zvisckcn Delt'ioare u nnw!dia" gic ncucflcn petcn Ui Möller. 152 Dclaare Str.
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