Indiana Tribüne, Volume 24, Number 269, Indianapolis, Marion County, 16 June 1901 — Page 9

ndiann Tribüne 1 2 Seiten. Seiten 9-12. Indianapolis, ?lnd., Tonnrag, den 19. Juni 1991.

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Poetische Betrachtungen Vcn 64m chorch Zm:fade, Grccerund Taluhntiepei. Misttr Editor! Mit die Poelrie hen ich in die letschte Zeit net viel im Sinn gehelt. Es is for einige Mann, wo litterärie Aebillities hawwe thue, isie enoff Poems zu mache, wenn er nur den richtigeSchtoff Kawwe thut. Ich hen Jhne schon vor nnigeZeit geritte. daß ich dem Schiller sei Poems gleiche thue, nur einen Fahlt thu ich bei sie sinne, daß sie so hard zu önderschtände sein. Wenn ich eins von sei Poems wie ..Kaffandra" oder Sieacsfescht" lese, so muß ich alle Mal den Fred frage, was es riellie alles bedeute thut, denn espeschiällie mit die Näbms von seiLeit thut er um sich werfe. wie e Gambier mit sei Monnie. Den Jupiter, was der Kommänder in Tschief von die gange Götterei sein thut, den thut er bald Jupiter, bald Jovis änd Zeus kahle, denn wieder Kronide änd Donnerer, wo die Aegis grausend schwingt". Was soll nun all der Humbug? Ich mein, wenn einer John Müller heiße thut, so sollt man ihn ßimplie Müller kahle, änd wenn man ihn triete mache will, so kann man Das serbische

Königin Draga von Serbien und ihr königlicher Gemahl, gegen welche das Volk, infolge der letzten Skandalgeschichte, sehr aufgebracht ist.

en auch Frend John kahle, bot damit ! müßt es sei End hawwe. Wenn e Je- i der e Dosend diferenr Nähms hawwe wollt, so tbät unser Direktor auch zwölf Voljums hawwe. wie en Encei-j :lopidiä änd kei Mensch könnt sich dadorch sinn. Ich hen schon vor einigt Zeit e j Schtart gemacht, änd Schiller sei ; Poems in gutes Deitsch translätet änd sie so rimoddeld, daß e jeder Einer sie , önderschtände kann. Den Alpejäger" hen ich schon in Ihr Päper gepöblischt ( änd an Den Kampf mit dem Drache" wollt ich mich heranmache, äs ßuhn als mei Alte diesen Sommer in dieKöntrie gehe thut. Wo ich dem Fred das gesagt hawwe, lacht er änd rimarkt: Zintfade. mit Dei Poeterie is es net weit her. E Poet muß selbschtschtändig schaffe könne änd net an annere Leit ihre große Werke herumdoktere. Was Du thuscht. is net Dichten, böt Dünnen, indem Du den alten Wein klassischer Poetrie mit dem Wasser Deiner Muse verschneide thust. In Dei Saluhngeschäft is solch e Mixerei ahl reiht änd thut zumBüsineß belange, böt in die Poetrie is es e Affenschand. Wenn Du Dir hinner Dei große Ohre schreiwe wolltescht, was Professor Münschterberg von die Deitsch-Amerikaner sage thut, so würdescht Du perhäps en Einsehen kriege, daß Du auch nij net önderschtände thuscht änd Dei Poetrie for die Katz is!" Well. Mr. Editor, da bin ich denn doch fuchtig geworde änd hen en e Pietz von m Meind gegewe. Einiger Maiv wo von die Poetrie was önderschtände thut, weiß daß de deitsch - amerikanische Poete einiges biete thue, so weit die deitsche Zunge klinge thut. Unsere deitsche Poets in die Juhneited Schtätes schrepeie lyrischte Lyrik, seie die fCl Wrum - Lariker. dichte die

epischte Epik, die romantischstcRomantik änd die ödesten Oden, wo in die ganze Welt zu sinne feie. Aend von diese Poets ischt der Zintsade noch lang nei der schlechteste, böt Professor Münichteroerg ischt der größte Esel zweier Welten; das will ich em schriftlies) gewwe. Ich hen auch gleich mei Meind uffgemacht, die deitsch - amerikanische Poetrie zu pusche änd hen mich denselbe Joening noch hingesetzt änd e Poem geschriewe. Von Schiller sei Poetrie hen ich diesmal den Texscht net genomme, böt von mei ohn Erpirienß. Mei Dohter Märie hat mir kei Ruh net gelasse. Ich hen er e Peiäno kaufen misse änd jetzt thut se den ganze Tag vor dem Klimperkaschte sitze änd druff los hämmere. daß die Katze in der ganze Nachbarschaft alle Nächte in mei Aard e Jndignäschön M'ieting halte thue. Sie fühle sich in ihrem Prärogativ. Mjusik zu mache, wo Schtein erweichen änd Menschen rasend mache kann", gedämmädscht. So hen ich gedenkt, e richtiger Poet muß über nniges Thema e feines Poem ache könne änd hen geritte: eit unsereMärieschpielt. John, sagt mei Alt. Du bischt e Mann, Der zu sei Büß'neß tenvt Aend wo es schuhr erfordre kann.

Daß er auch mal was schpendt. Kuck, uns're Märie hat en Boh Aend is auch sonscht gescheidt. Nu kauf ihr noch e Peiäno Aend mach dem Kind ne Freid! I Mit Weibsleit hat e Mann kei Schoh. Die bosse gleich den Dschob; So kauf ich denn e Peiäno Im fekondhänd'gen Schopp. Ihr liebe Leit. jetzt ischt es aus! , Sie haut druff los wie wild. Es ischt kei Katz gesund im Haus, .Seit uns're Märie schpielt. Von Wagner schpielt sie Lohengrin Aend andre Tjuns leik Fönn. Königspaar Dann schpielt sie Kätie Hallowien" Aend Johnnie get your Gönn". Der Milchmann wird ganz wild vor Zorn. Mit dem wir als gediehlt. Er sagt, sei Milch wär sauer wor'n Seit uns're Märie schpielt. Sie schpielt auch ganze Symphonies Vierhändig uff e Mal. Die Hände hämmern uff die Kies, Die Füße ufss Pedal, Die Ländlords in dem ganze End, Die heii's schon schwer gefiehlt. Sie hen kei Haus ret mehr verreni' Seit uns're Märie schpielt. Kei Schtrumpf wird mehr gedarrkd im Haus, Kei Hose m?hr geflickt, Geklimvert nurd Tag-in. Tag-aus Aend wenn de? Deuwel kickt Es hat der Officer am Biet Rißeind sei Clöb änd Schield. Weils ihm dorch alle Knochen zieht, Wenn uns're Marie schpielt. ($1 hat mich als gepuffeld nur ibctriim's in diesem Jahr Geregnet hat in einer Tour; Böt jetzt ischt es mir klar, Ich hen so simulirt ebaut Aend wen's auch gleich gefieilt: Die Sonn' hat sich net 'rausgüraut, Seit uns're Märie schpielt. Ihr Schau. Schorsch Zintfade. Wrr seiner Zeit vorauseilt, darf sich nicht wundern, wenn sie nicht nrtkommt. Die meisten Selbstbetrachtungen werden vor dem Spiegel gemacht. E i N Opfer annehmen, wird dem Edlen schwerer als eines bringen. W e r Perlen baden will, muß tief schöpfen.

Kumorillisches. Im Eifer. Principal (zum Commis): ..Trotz dem ein neues Jahrhundert seinen Anfang m'hm, haben Sie im Einkaufs buch am 1. Januar auf der gleichen Seite weiter geschrieben ... Ich verlange ja nicht, daß jedes neue Jahr mit einer neuen Seite begonnen wird, aber bei Beginn eines neuen Jahrhunderts

muß unbedingt die Seite gewechselt werden! . . . Merken Sie sich das: A m Verdrießliche Nachbarschaft. Wissen Sie. ich hab' ein rechtes Unglück mit meiner Wohnuna. Unter mir wohnt ein Grobschmied, der fängt um fünf Uhr früh zu hämmern an. über mir wohnt ein Posaunist, der blast bis iiehn Uhr Abends. Das wäre noch al les erträglich, aber neben mir wohnt ein Dichter, und der feilt die ganze Nacht an seinen Versen! Das ist das Aergste!" Eine Wohnung. Städter: Da seh' ich ja nur zwei alte Häuser, und in der Zeitungs-An-nonce steht doch: mit der Aussicht auf inen Garten?" Bermiether: Natürlich, wenn die zwei Häufer abgerissen werden, haben Sie auch Aussicht, daß ein Garten dafür hinkommt." Vorsichtig. Gast: Herr Wirth, weßhalb lassen Sie denn bei keinem hiesigen Schneider arbeiten?" Wirth: Ja. wissen Sie. wenn ich heute bei einem hiesigen bestelle, fühlt er sich moraen verpflichte:, bei mir zu verkehren, und übermorgen kommt kein Student mehr zu mir!" A Kalt gestellt. Jüngling: Mein Fräulein, wenn Sie mir nicht endlich Ihr Jawort geden, stürze ich mich in's Wasser, wo's am tiefsten ist!" Jungfrau: O. nein, mein Verehrter. thun Sie das nicht. Stürzen Sie sich lieber einmal in's Geschäft und dann wollen wir sehen." Druckfehler. Ich suche zum Lebensgefährten einen Mann, welcher sauft, verträglichen Charakters ist und der die Hiebe sucht, die ihm dann in reichem Maße zu Theil werden kann. Die scharfsinnige Gattin. Freundin: So. Du glaubst. Deinem Manne hat der Braten nicht geschmeckt?" Junge Frau: Ja. das nehme ich an. denn er spielte nach dem Essen den Chopin'schen Trauermarsch." j 55 Erklärung. Fräulein: Haben Sie schon Schwalben gesehen?" Herr: Nein, ich merke den Einzug der wärmeren Iahreszeit an anderen Anzeichen." Frau lein: Ah, Sie sind Arzt?" Herr: Nein, Pfandleihbeamter." 5 5 Kasernenhofblüthe. Korporal (zum Einjährigen, der Vegetarianer ist): ..Wie. Sie verschmähen die kaiserlich - königliche Fleischportion, die Ihnen bei der Menage verabreicht wird? Sind Sie vielleicht gar so ein verrückter Magen-Botaniker?" 5 5 5 Unerwartet. Lehrer: Max. bilde mir einen Satz, wo das Wort Kanonen vorkommt" Schüler: Am Sonntag hatte der Herr Lehrer einen Kanonenrausch.5 5 5 Musikalisch. .Ist Ihre Frau musikalisch?" Zuweilen." Wie soll ich das verstehen?" Nun, wenn ich spät nach Hau! komme, bläst sie mir immer den Marsch." 5 Grausam. A. : Sie machen keine HochzeitS reise?" B. : Nein, meine Gläubiger haben mir's verboten!" 5 5 Bescheiden. Der Vater: Sie bilden sich wohl ein. daß ich. wenn ich Ihnen meine Tochter zur Frau gebe, auch noch Geld zahle?" Freier: ,.O nein, ich bin mit Logis und Beköstigung zufrieden." 5 5 5 Beim Examen. Professor: ... So sehen wir, daß die Geschöpfe in fortwährender Wechselbeziehung stehen, daß eins das andere unterdrücken will der Kampf um's Dasein! Maicr. nennen Sie mir zwei solcher Thiere." Studiosus: Hering und Kater!" 5 5 5 Musikalische Köchin. Hausfrau: Nun. ich bin mit Ihnen zufrieden, ich will Ihnen ein Geschenk machen; was wünschen Sie denn?" Köchin: Eine Kaffeemühle mit Musikbegleitung!" 5 5 5 Kurz und bündig. Frau: Was soll ich heute kochen, lieber Mann?" Mann: Ausnahmsweise etwaö zum Efen!"

iDcr grotz Maschinisten - Strik

Die streikenden Maschinisten scheinen mehr und mehr an Barn zu gewinnen, und schließlich ihre Forderungen. emchAndigt Arbeit mit zrhnstündiger Bezahlung, durchzusetzen. Obige B'lder zeigen den Präsidenten der internationalen Maschinisten - Association, James O'Eonnell. und den Arbeiterführer Samuel Gomvers.

Ein dankbarer Patient. Eine amüsante Spitzbubengeschichte. der kürzlich in Wien der Besitzer und Leiter eines bekannten Samtariums auf die Spur gekommen ist, erzählt man dem B. L. A.": Bor einiger Zeit meldete sich ein aus Galizien stammender unbegüterter alter Jude, der aus seiner Heimath Empfehlungen und unterstützende Briefschaften mitbrachte, zur Aufnahme in das Sanitarium. Der Besitzer der Anstalt ließ sich herbei, den Patienten aufzunehmen, auch eine Operation wurde ausgeführt, sie gelang, und nach einigen Wochen war der arme Teufel soweit hergestellt, daß er entlassen werden konnte. Er erschien bei dem Inhaber der Anstalt und bat um seine Rechnung. Man gab ihm die beruhigende Antwort, es sei schon gut. er möge in seine Heimath zurückreisen. Aber der Alte wollte sich damit nicht zufrieden geben, betonte, daß er durchaus nichts geschenkt haben wolle, und wenn er nun wieder in's Verdienen käme, würde er auch in die Lage kommen, seine- Schuld abzutragen. Da er so dringend darauf bestand, stellte man ihm die Rechnung aus. die trotzdem möglichst reduzirt wurde, so daß die Summe für mehrwöchentlichenAufenthalt. Behandlung. Operation etc. Alles in Allem nur 250 Gulden, also etwa 700 Mark, betrug. Unter vielen Dankcsworten schied der Mann aus dem Hause, in welchem er seine Gesundheit wieder erlangt hatte. Ei war dem Sanitarium - Inhaber schon aus dem Gedächtniß entschwunden, denn es waren nun schon wieder Wrchen verganaen, als dieser zufällig mit einem als wohlthätig bekannten Wiener Geschäftsinann zusammentraf. Sie. Herr Doktor, dieser Tage war einer Ihrer Patienten bei mir. der mir eine Rechnung Ihres Sanitarium zeigte und mich um einen Beitrag dafür anging. Na. ich habe dem armen Teufel 50 Gulden gegeben aber es hat mich verstimmt, daß der Mensch bei dieserGelegenheit auch noch über die Höhe der ihm in Rechnung gestellten Kosten schimpfte. Sie haben wohl etwas verdient an dem Patienten?"

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Czar Nikolaus der Zweite von Rußland hat sich bisher in seinen Hoffnungen, daß ihm ein Sohn und Thronfolger geboren werden möge, getäuscht gesehen. Jetzt sind seine Hoffnungen auf's neue geweckt und er hat sein Volk ersucht zu beten, daß ihm der ersehnte Thronerbe diesmal gegeben werde.

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Der Sanitarium - Direktor nabm ! die Mittheilung hin. wartete aber ver!geblich darauf, daß der bewußte Pai tient die Rechnung begleichen werde, i Dafür erfuhr er aber von verschiedenen j Seiten, daß der Geheilte" unentwegt !auf Grund des aus dem Sanitarium ! mitgebrachten Dokuments bettelte und j schon längst die betreffende Summe zufammengebettelt hatte, ohne sich aber im Sanitarium zu melden. Nun war es dem Anstaltsbesitzer klar, warum der geheilte Patient hartnäckig darauf drang, seine Rechnung" zu bekommen. Modern. Gnädige: ..Hier. Fräulein die Nota des Metzqers mit 83 Mark. ' die des Bäckers mit 21, und dem Kaui- ; mann vorläufig a Conto - Zahlung j von 50 Ms.! Bezahlen Sie dies einst- , weilen, bis mein Mann im nächsten I Monat diese Bagatelle regelt!" Hausfräulein ( verlegen ) : ; Bedaure, gnädige Frau, das geht üver , mein Vermögen! Ich kann Ihnen mei- ' ne Kräfte, aber ieine G e l d m i tt e l zur Verfügung neuen! Gnädige: Empörend! Ich habe mich, scheint es. in Ihrer Person gründlich getäuscht! Was verstehen S i e denn unter Stüne einer Hausfrau"?!" Von dem, was man hört, braucht ! man nur die Hälfte zu glauben, aber , das, was man sagt, muß man ganz glauben.

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Zu einem drohenden Bergsturz in Schwanden bei Brienz schreibt man aus Bern: Nach einem Gutachten des ..Geologen - Heim" (Zürich) hat das

langsam nachrückende, wohl bald ganz sturzbereite Bergstück einen Inhalt von sechs bis acht Millionen Kubikmetern, es ist also nicht viel kleiner als beim Absturz von Elm. Das Gestein ist mergeliger Schiefer und mergeliger Kalk. Die Absturzhöhe vom oberen Abrißrande bis auf den flacheren Bo den beträgt 450 Meter. Der Absturz gefährdet die unteren Häuser desDorfes Schwanden, für das möglichst rasche Räumung anempfohlen wird, und ebenso noch das Dorf Kienholz, das schon bei der öammbach - Katastrophe im Jahre 1886 so schwer gelitten hat. Möglicherweise geht die Sturzmasse bis zur Brüningbahn. die sich am Brienzer See hinzieht. Zum Glück ist zu erwarten, daß sie sich nicht in den Brienzer See wirft, sonst stände für alle ; Dörfer am See eine unabsehbare Ka- ! tastrophe bevor. Man hat bisher wohl noch niemals das Nahen eines größeren Bergsturzes so genau verfolgen können wie hier. Tie Bewegung ist fortwährend weiter gegangen und heute ist ein großer Bergsturz mit Bestimmtheit auf kürzere Zeit vorauszusehen, ohne daß irgend etwas wesentliches dagegen gethan werden kann. Es wäre nicht zu verwundern, wenn der Bergsturz nach wenigen Tagen erschiene. es kann aber auch noch Monate oder einnige Jahre gehen, aber viele Jahre gewiß nicht mehr. Die unsichtbare Gestaltung der Bruchflache im Innern wird darüber entscheiden, wie bald das Unausweichliche sich ereignen wird. Den Bewohnern des gefährdeten Dorfes Schwanden wurde die unmittelbare Gefahr von Professor Heim an Ort und Stelle gezeigt. Ein blutiges Drama in den Albaner - Bergen. Ein für den hinterlistigen Charakter der Bevölkerung der

Modzeska.

Die berühmte russische Schauspielerin wird den Sommer in ihrer Va, terstuht Moskau, Rußland, verbringen. Während der nächsten Saison wird sie in Syakespeare's Dramen die Hauptrolle uoernehmen.

Albanerberge bezeichnender, grauenvollerDoppelmord wurde auf derStraße von Marino nach Rom verübt. Man berichtet darüber aus Rom: Zwei Bauern marschirten Nachts um 11 Uhr von Marino ab, um in Rom am nächsten Morgen möglichst frühzeitig mehrere Geschäfte abwickeln zu können. Nicht weit von Marino, dort wo die Kommunalstraße in die Via Romano einläuft, liegt die weit uyd breit bekannte Osteria der Sora Eoe, einer blühend schönen, vollbusigen. 24jährigen Campagnolin, welche dort mit ihrem Mcknn Errico vino di propria vigna" Wein aus der eigenen Vigne verschänkt. Trotz der späten Nachtstunde ist die Osteria noch geöffnet, im Hof tanzt die schöne Eva mit einigen Burschen den Saltarello und der Mann spielt mit seinen Freunden am Tisch neben dem riesigen, bauchigen Weinfaß Karten. Die beiden Bauern treten ein. bestellen den üblichen ..litro asciutto" und werden dabei so lustig, daß sie draußen weiter trinken wollen und mit Wein und Gläsern auf die Straße wandern ohne zu bezahlen und immer weiter, bis dasLicht der Osteria im Dunkel der Nacht untergetaucht ist. Plötzlich merkt der Wirth die Abwesenheit der Gäste und der Gläser. Denen will ich'L eintränken?" denkt er. bewaffnet sich mit einem Knotenstocke, die Anderen lockern ihre Messer und so geht's auf dieJagd nach den Zechprellern", die bald ereilt sind und derartig verhauen und zerstochen werden, daß sie todt an der Straße liegen bleiben. Jetzt ist die schöne Frau allein, denn ihr Mann sitzt hinter Schloß und Riegel und ihre Freunde sind geflüchtet. I st der Erfolg auch noch so klein, es nistet doch ein Neid sich ein.

Die H a u p t sa ch e.

Tourist ,beim Passiren einer sehr gefähr liehen 2 teile zu seinem Kameraden): ..Sei vorsichtig. Florian, und gib' Ackt. daß D nicht abstürz't .... vergiß nicht, daß D' unser Frühst ü ck haft.'" Ein neuer Sport. ..Wer in d'.in der junge Herr, der aus dem Wirthshaus die Leute hinauswirft?" Das ist der Sohn von unser'm Gutsbesitzer der ist Hausknecht -Amateur!" Auch ein Geschäft. Herr: ..Das ist wohl Ihr Sohn?" Bettler: ..Nein. das ist blos mein LehrlingZ" Moderne Köchin Gnädige Frau (unerwartet in die Küche tretend, wo das Dienstmädchen, anstatt zu arbeiten, in einem Roman liest): Aber. Cenzi, was ist denn das? Ich denke. Du machst die Küche rein?" Cenzi (gang aufgeregt): .Ach. Madam, stören Sie mich nur jetzt nicht sie werden sich gleich ! kriegen!"

T ' r3j fa-jr L'Lf (Ss . V