Indiana Tribüne, Volume 24, Number 268, Indianapolis, Marion County, 15 June 1901 — Page 5

JndKma Tribüne 15. Juni 1901,

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Depeschen. Verderbliche Kollision. (Fortsetzung von der 1. Seite.) Passagieren VN und auf dem die roxlbeilc Panik ausbrach. Ueber 100 bei Paffagiere wurden Den den prompt herbeieilenden Schleppdampfern den luthen entrissen und auch ren den beuten am Ufer wurden viel? gerettet, doch erlitten mehrere Personen Verletzungen und ohne Zweifel sind auch ein: Anzahl ertrunken. Wie groß die Zahl der Ertrunkenen ist. darüber lieg sich nichts Verläßliches erfahren. Kapt. Gully vom Schleppdampfer Mutual" behauptet, sofort nach der Kollision feien ca. 25 bis 30 von den Passagieren des Fährbootes Northfield" über Bord gesprungen und zum größten Theile ertrunken. Der Kapitän versichert mit Bestimmtheit, daß im Ganzen über 100 Personen dem Massen Element zum Opfer fielen. Die Napitäne der anderen Schleppdampfer, die eher auf torn Schauplatz der Katastrophe eintrafen, glauben jedoch nicht, daß die Zahl der Ertrunkenen eine sc bedeutende ist. Bis jetzt sind noch keine Leichen geborgen worden. Die widersprechenden Nachrichten über die Zahl der Verunglückten sinr zum Theil daraus zurückzuführen. da an Bord des Northfield" die wildestk Panik herrschte. Der Schleppdampfer Mutual" rettete von den Passagieren etwa 75 und die Schleppdampfer Unity" und "Arrow" etwa 150 Per sonen. Auch am Ufer entlang folgten die Leute dem sinkenden Fahrboot unX entrissen viele Ertrinkende dem sicheren Tode. Der Northfield" war mitRettungs gürteln reichlich versehen, aber dieselber waren an unzugänglichen Plätzen fa verstaut, daß nur etwa zwei Dutzeu'c Passagiere sich mit denselben verscher konnten. Auch die an Bord herrschend. Panik machte es unmöglich, die Ret tungsgürtel w vertheilen. Frau Kennedy des viordcs schuldig befunden. Kansas Citv.Mo.. 15. Juni. Die Äcschworenen im Kennedy-Prozesse sandeil heule Frau Kennedy des Mordes im zweite Grade schuldig. ie katke ihreil Gallen erschossen. Sie wird aus 10 iahre nach der Strafanstalt geschickt iverden.

Vom Jnlavde. JnNewJerseyhaben nicht weniger als 3994 Actien - Gesellschaften ihr legales Domicil und von diesen bezieht der genannte Staat im laufenden Jahre das hübsche Sümmchen von 1.616.129.71 an Steuern. Unweit von Lewisburg. Pa.. fand Professor Davis von der Buckncll - Universität ein Meteor von 70 Pfund Schwere. Man nimmt an. daß .'s das im Jahre 1824 herabgefauec ist, welches nicht aufgefunden wcrd57i konnte. In der Gegend vonMidd l e i o so n, sJl. A.. werden die Blättci der 7)eih-Eschen durch einen Mehltau eigenthümlicher Art gänzlich zu Grunde gerichtet und die der Ulmen d'.irch Myriaden kleiner Käfer, gegen weiche alle bekannten Mittel nichts auszurichten vermögen. Nicht weniger als 50.000 Menschen werden an den öffentlichen Krippen von Groß New York gefüttert. Da das Durchschnittsgehalt dieser Armee von Angestellten sich auf 51000 per Kopf und Jahr beläuft, hat das Gemeinwesen allein für Gehälter 550.000,000 aufzubringen. In Webster - Mills be! Cumverland. Md., fiel das zweijährige Töchterchcn des Hrn. George Mock zur Erde und hatte dabei einen Schuhknöpfer im Munde. Im dem Falle stieß sie sich den Knvpfer durch den Gaumen in das Gehirn und starb unter gräßlichen Schmerzn kurz dan.rh Wenn Die b laue n" Sonntaqsgesetze nur gegen die miera plebs" zur Anwendung gebracht werden, finden die meisten Prominenten das gewöhnlich für selbstverständlich, aber geht es ihnen selbst an den Kragen, dann wird sofort Zeter und Mordio geschrien. Das hat man wieder in Nonkers. N. A., gesehen, wo man an.fänglich das harmlose Baseballspiel an Sonntagen untersagte. Später ging man aber weiter und kürzlich richtete eine Reihe Geistlicher eine Petition an die Polizeicommission, in der die strenge Durchführung aller Sonntagszwangt - Gesetze verlangt wurde. Die Commissäre riefen daraufhin den Polizeichef an, die Gesetze gleichmäßig durchzuführen, und erklärten dabei, daß das fashionable Golffpiel ein ebenso schweres Verbrechen wäre als das volkstümliche Baseballspiel. Die Mitgliedec des Golf - Clubs ließen sich durch diese Ve"fügnng nicht stören und das Schulrathsmitglied Benjamin Adams wurde verhaftet, weil er beim Golfspielen am Sonntag ertappt wurde. Die Petition der Geistlichen hat in verschiedenen Gemeinden einen Sturm des Unwillens hervorgerufen. Viele Kirchenmitglieder, die im städtisehen Leben hervorragende Stellungen einnehmen, haben den Pastoren die Mittheilung zugehen lassen, daß sie sich von ihren Gemeinden lossagen wür den, falls die Unterschriften der betreffenden Geistlichen nicht zuruckgeogen werden sollten.

Die Kleinfiaateeei in der Pfalz.

Die 106 Quadratmeilen Flächeninhalt der heutigen Rheinpfalz wiesen vor 1792 zahlreiche kleine Territorien auf, die von nickt weniger als 42 kleinen Herren ..regiert'' wurden. Die bedeutendften von diesen 42 kleinen Poteniaten waren: 1. der Kurfürst von der Pfalz, der linksrheinisch 232 Gemeinden besaß, darunter die S:adte: Neustadt (das damals nicht 5000 Einwohner zählte). Kaiserslautern. Wachenheim, Edenkoben. Frankenthal, Freinsheim, Germersheim. Oggsheim; 2. der Herzog von Zweibrücken, der 202 Gemeinden besaß, darunter außer der Residenz Zweibrücken die Städte: Annweiler. Bergzabern. Kusel, Homburg; 3. der Fürstbischof oon Speyer. oder vielmehr das Hochstift Speyer". dem 52 Gemeinden linksrheinisch zuständig waren, darunter die Stadt Deidesheim. Der Fürstbischof residirte übrigens nicht in Speyer, das eine freie deutsche Reichsstadt war. sondern in Bruchsal; in Speyer hatte der Fürstbischof nur gewisse Rechte; 4. der Graf von der Leyen. der 47 Gemeinden besaß, darunter die Städtchen Blieskastel und St. Jngbert. 5. der Fürst von Leiningen-Dachsburg-Har-tenburg. der 26. Gemeinden besaß, darunter die Stadt Dürkheim. wo das Residenzschloß stand. 6. der Grif von Sickingen. dem 28 Gemeinden gehörten, darunter die Stadt Landstuhl. 7. der Fürst von Nassau - Weilburg, der Herr über 23 Gemeinden war und seine Residenz in Kirchheimbolanden hatte. 8. der Landgraf von Hessen Darmstadt, der 22 Gemeinden besaß, darunter die StadtPirrnasens. 9. der Graf von Falkenstein, dem 16 Gemeinden gehörten und 10. der Fürst v:n Jsenburg-Büdingen. Die übrigen 32 kleinen Herren waren meist ReichsfreiHerren. Wir begegnen da den Herren v. Dalberg, den Herren v. Deaenfeld, den Grafen v. Wartenberg, den Wildund Rheingrafen v. Grurnbach. en Grafen v. Löwenstein, den Grafen v. Wieser. den Frhrn o. Haake und andereu Dynasten. Zu den kleinen Herren gehörte auch der Johanniterorden und das Hochstift Worrns. Man gewinnt ein klares Bild von jener Kleinstaatsrei, wenn man sich einen Wanderer denkt, der an einem schönen Tage vor 1792 eine Fußtour von Landau nach Dürkheim machte. Auf dieser etwa 7 Stunden langen Wanderung kam man durch nicht weniger als 6 Herren-Län-bzr". Landau und das dabei liegende Nußdorf gehörten der Krone Frankreich (schvn seit 1648). Das nun kommende Böckingen war kurpfälzisch, das nahe Burrweiler gräflich von der Leyenisch, Weyher: fürstbischöflich. Rhodt: marlgräflichBaden-Durlachisch, Eden koben: kurpfälzifch, Maikammer und Harnbach: fürstbischöflich. Neustadt, Mußbach und Gimmeldingen: kurpfälzisch. Königsbach. Deidesheim, R:ivpertsberg und Forst: fürstbischöfl'ch, Wachenheim: turzpfälzisch und Dürkheim: fürstlich Leiningisch. Welchen Plackereien mit Scklagbäumen. Zöllen und Büttel-Brutalitäten war damals der Reisende unterworfen! Das Einstürmen der französischen Republikaner 179294 hatte das Gute zur Folge, daß der heillosen Kleinstaaterei c-n Ende gemacht wurde. Die RSihfel des Traurncs. Seitdem Josef in Egypten dem Parao die Deutung des Traumes von den sieben fetten und den sieben mageren Kühen vortrug, und seitdem Calp::rnia, die Gattin Julius Cäsars, in der Nacht vor den Jden des März ihr?.', schlimmen Traum hatte, haben stch Weise und Thoren aller Zeiten und aller Völker mit Räthseln des Traumes befaßt. Hierbei standen Weisheit und Thorheit zu einander in umakehrtein Verhältnisse. Je größer itl Narr war, der geträumt hatte, desto ! geringere Weisheit war dazu nöthig, aus den erzählten Traumbildern eine Prophezeiung zu machen. Die Märchen des Orients sind überfüllt mitTraumdeutungen.und auch die klugen Völker Europas lassen sich 'oon den Schalkgeistern des Traumgottes zum besten halten. Unzählig sind d:e allgemein üblichen Traumdeutungc-a. i Von Wasser träumen bedeutet UngZü,. oder zum mindesten schmale Kasse; von Feuer träumen bedeutet Glück unv unerhofftes Geld. In Oesterreich, o noch das Zahlenlotto dem Staatsschätze jährlich eine Einnahme von vielen W:l j lionen zuführt, ist das ägyptische ! Traumbuch die Fibel aller Lotterieschwestern. Wenn des Morgens Kö- , chinnen und Dienstmägde mit dem Marktkorb ausgehen, werden bei der Hausmeifterin, bei der Marktfrau, or dem Lottobureau die tiefsinnigsten Be- , rathungen über Träume gehalten. Die Fräul'n Pepi" hat von einem schwärzen Hund geträumt, der nach ihrem , Schürzenband geschnappt und ihr dann den Milcheimer umgeworfen hat. Das giebt: 842617. Die Frau Sturzenfellner hat auf einen Berg klettern wollen, und da hat sie ein großer Habn 1 bei der Nase gepackt und in eine Pfütze geworfen: macht ZA 75 72 usw. Der richtige Verstand dieser Deutungen liegt im Zufalle, ob diese Nummern bei der nächsten Ziehung gezogen werden oder nicht. So alt der' Aberglaube an den prophetischen Traum ist, so alt ist aber auch die wissenschaftliche Uebung, die sich nicht mit dem Wohin?" sondern mit dem Woher?" der Träume fcschäftigt. Schon Hippokrates meinte.

daß der Arzt aus Träumen des P2-! tienten Folgerungen über dessen Ge- ! sundheitszustand ziehen könne. Gallienus. der Ahnherr der rörnisckenHeil künde, ging noch weiter und hieltTräunie für Wegweiser bei der Behandlung I der Kranken. Das traf manchmal zu, i manchmal auch nicht. Ein Gladiator träumte, er liege in einem mit Blut I

gefüllten Graden und lvnne nicht heraus. Der Mann wurde mit gutem E' folge zur Ader gelassen. man aber einem Schwindsüchtigen, der denselben Traum geträumt hatte, gleichfalls einen Aderlaß gab. starb der arme Teufel an dieser Kur. Die chinesischen Aerzte haben ein ganz unge heuerliches Schema solcher therapeut:schen Traumdeutungen zusammenzestellt. Aber dafür sind es auch Chinesen. Daß Träume mit Erregungen d.r Nerven und sonstigen Körperzuständcn zusammenhängen, daran ist nicht zu zweifeln. Der 'französische Arzt Maury hat in seinem Buch Der Schlaf und die Träume" eine Reihe solcher Becdachtungen zusammengestellt. Er brachte eine mit rothem Schirm behängte Lampe vor die Augen des Schlafenden; dieser träumte von Donner und Blitz. Die Einathrnung von Kölner Wasser erzeugte den angen?hrnen Traum eines duftenden Blumengartens; das Drücken an der Nase ließ den Schlafenden träumen, er werde trwürgt. Der englische Arzt Dr. Cnning versuchte es nicht ohne Erfolg, auf solche Art die quälenden Albträume der Neurastheniker in angenehme Träume zu verwandeln. Er ließ ans Veite lxs Patienten Phonographen t .'i?:gen, die mit heiteren Melodien ielade:', waren, und Kinematographen mit lustigen Scenen, und die Patienten träumten die angenehmsten Dinge. In einzelnen Fällen wurden Träume als Anzeichen von Krankheiten im Entwicklungsstadium sestgestellt. Eine junge Dame träumt von einem Mann, der ihr unausstehlich ist und der sie zwingen will, sich mit ihm gil verloben, er würgt sie. Vier Tage später war die Halsentzündung da. Ein elsässischer Bauer träumte, der Pfarrer säße ihm in seinem Magen und drücke ihm den Unterleib ein. Dieser Traum wiederholte sich, steigerte sich so sehr, daß der Bauer am Ende von vierPfarrern träumte, die in feinem Magen morten. Plötzlich starb der Mann, und man fand be' seiner Sektion an der Stelle des Rurnors ein Krebsgeschwür, das den Tod herbeigeführt hatte. Natürlich braucht keiner zu erschrecken, wenn er einmal ähnliche Träume haben sollte. Dieselbe Taumwirkung 1 kann sich auch einstellen, wenn eine? eine doppelte Portion Sauerkohl vrzehrt und zum Nachtisch sich mit einem halben Dutzend Harzer Käse erquickt hat. Am Ende besteht der ganze ??ortschritt der Wissenschaft in den Räthseln des Traumes nur darin, daß Träume nicht bloß Schäume, sondern auch Winde bedeuten. Modernes Kippen und Wippen Ehedem war das Beschneiden der Goldmünzen, um eine Kleinigkeit des kostbaren Stoffes betrügerisch zu winnen, eine von Goldschmieden und Geldwechslern so geübte Kunstfertig keit, daß die beschnittenen Dukaten nicht mehr auf Treu und Glauben h'.r. genommen werden konnten, sondern mit der Wage auf ihren wirklichen Werth geprüft werden mußten. Solch rchesVerfahren verbietet sich jetzt schon durch die exakte Prägung der Münzen. Aber statt mit Feile .ind Schaber vom Rande des Goldstückes etwas Metall abunebmen, was doch immerbin einige Gesct iälichkeit erfordern und wegen oer Gefahr, die scharfgeprägten Münzen sichtlich zu entstellen, doch nicht lohnend sein würde, kann jetzt der Unzeschickteste von der ganzen Oberfläche 'u;qu?cunlß0l asqzlcu qun usrha? nk nehmen, ohne das Aussehen zu sckädigen. Das Mittel dazu bietet, leider, der elektrische Strom. Eine Goldmünze, in die Lösung eines Goldsalzes gehängt und mit dem positiven Pole eines galvanischen Elementes verbunden, sendet langsam und gleichmäßig von allen Theilen der Oberfläche von ihr?rn Golde an ein in derselben Lösung ihr gegenüberstehendes, mit dem anderen Pole verbundenes Metallstück. Uebertreiben darf man diese Erleichterung der Münze freilich nicht, da sonst die Prägung im ganzen an Schärfe vcrl'.eren würde. Der einzelnen Münze darf deshalb auch so nur äußerst wenig Gehalt entzögen werden, und die Scbwierigkeit. viele Goldmünzen unauffällig zu erhalten und wieder loszuwerden, mag diese Art Diebstahl dem gewerbsmäßigen Verbrccherthum als unlohnend erscheinen lassen. Es ist aber doch nicht überflüssig, davon zu reden, denn thatsächlich soll, wie man hört, das Verfahren in aller Harmlosigkeit von Goldarbeitern beim gelegentlichen Vergolden kleiner Begenstände benutzt werden. Es soll sogar vorkommen, daß ein so, natürlich nur ganz minimal erleichtertes Goldstück zur Wiederherstellung seines bei der Prozedur veränderten Farbentones seinerseits galvanisch mit einem Hauche unedlen Metalles belegt wird. Also ein echtes Goldstück unecht vergoldet! Praktisch betrachtet, ist das Ganze bis jetzt wohl noch eine harmlose Mogelei, gesetzlich aber zweifellos ein Münzvergehen, das den Ausübenden leicht in arge Unannehmlichkeiten ver wickeln kann.

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